Sonntag, 26. Februar 2017

Rezension - Schwiegermutter zu verschenken



Autorin: Maike Hempel

Titel: Schwiegermutter zu verschenken

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 21. Februar 2017

Seiten: 229

Altersempfehlung: Erwachsene



Es gibt eine Menge, was ich hier über die Autorin Maike Hempel schreiben könnte, aber ich finde, dass sie selber es viel besser auf ihrer Homepage gemacht hat und deshalb stelle ich hier lieber den Link zu ihrer Seite ein: Maike Hempel - über mich



Kurzbeschreibung, übernommen:
Sophie ist glücklich verheiratet und hat zwei zauberhafte Töchter. Das Leben könnte perfekter nicht sein. Wäre da nicht ihre Schwiegermutter, die ständig für Zoff sorgt. Lilly ist nicht glücklich verheiratet, weil sie um Männer generell einen Bogen macht. Zu groß erscheint ihr das Risiko, nochmals an den Falschen zu geraten. Doch wie so oft nimmt das Schicksal seinen Lauf. Sophie lernt sich gegen ihre Schwiegermutter durchzusetzen, und Lilly trifft während des Straßenkarnevals in Köln auf einen Mann, der sie für einen Moment alle Ängste und Befürchtungen vergessen lässt. Leider scheint aber auch er nicht der Richtige zu sein ...



Meine Meinung:
Von Maike Hempel habe ich inzwischen viele Bücher gelesen, die meisten spielen auf der Insel Mallorca, was ich persönlich ganz toll fand. Diesmal spielte sich fast alles in Köln ab und ich würde mal sagen, in meinen Augen ist es auch eine kleine Liebeserklärung an die Stadt und dem Karneval. Viele bringen wenig Verständnis für die Rheinländer auf und können so gar nicht nachvollziehen, was denn daran schön sein soll. Wer ganz unvoreingenommen dieses Buch liest, kann zumindest einiges verstehen. Köln und Karneval gehören zusammen und die Kölner sind eben ganz besonders jeck.
Aber ich möchte nicht den Eindruck erwecken, in diesem Buch dreht sich alles um die fünfte Jahreszeit, nein die Handlung spielt rein zufällig in dieser Zeit, was der Geschichte allerdings eine gewisse Würze gibt.
Lilly und Sophie, seit langer Zeit Freundinnen, können sich zunächst nur per Mail austauschen. Lilly lebt und arbeitet als Lehrerin in einem Schweizer Internat und Sophie muss sich in Köln mit ihrer fürchterlichen Schwiegermutter rumärgern. Sie würde ich noch nicht mal geschenkt nehmen. Innerhalb kurzer Zeit gab es zwei Personen in diesem Buch, die mir fürchterlich unsympathisch waren und ich war voll auf der Seite von Lilly und Sophie.
Was die beiden nun alles erleben und durchmachen müssen, verrate ich hier natürlich nicht. Nur eben soviel, dass Lilly rechtzeitig zum Karneval wieder nach Köln zieht und gleich mittendrin im Trubel ist.
Die Autorin hat die Geschichte sehr gut geschrieben, ich war ebenfalls mittendrin im Geschehen. Ok, ich gebe zu, ein gewisses Getränk würde ich verschmähen und der Kölner Karnevalsruf käme mir nur schwer über die Lippen, aber ansonsten hatte ich reichlich Spaß. Es gab reichlich Beteiligte, denen sehr interessante Charaktere zugeordnet wurden. Aber noch mehr war sehr interessant, es gab Wandlungen, Überraschungen, Verwicklungen und Erkenntnisse.

Fazit:
Das war mal wieder ein sehr unterhaltsames Buch, einiges war vorhersehbar, anderes hat mich sehr überrascht. Und es zeigt mal wieder, sprechenden Menschen kann geholfen werden und spätere Einsicht ist besser als gar keine.

Lesertreffen im Café Meins

Zufälle spielen oft eine große Rolle im Leben!

Eine Freundin erzählte mir von einer Aktion der Zeitschrift Meins und spontan beschloss ich, dass ich mich dort melden wollte.

In bestimmten Abständen lädt der Bauer-Verlag Leserinnen zu einem Frühstück ein. Da das Interesse groß ist, entscheidet das Los. Am 25.2.2017 sollte in Düsseldorf im Cafe Meins ein Treffen stattfinden und durch Zufall wurde mein Name aus der Lostrommel gezogen und ich erhielt eine Einladung.

Ich war sehr gespannt darauf, was mich erwarten würde. Bisher kannte ich die Zeitschrift noch nicht, denn mit meinen Büchern habe ich genug zu tun und komme sehr selten dazu Zeitschriften zu lesen.

Vielleicht könnte sich das ändern, denn angesprochen werden hier Frauen ab 50. In meinen Augen werden Frauen ab einem gewissen Alter überall etwas vernachlässigt.
Ich selber habe ja schon vor etwas längerer Zeit die 50 überschritten und bin immer wieder überrascht, welches Alter die  Frauen haben, die ich aus meiner Jugend kenne. Wenn ich mir nur mal das Titelbild der aktuellen Zeitschrift ansehe. Wenke Myhre ist 70!

Auf jeden Fall finde ich es sehr interessant endlich mal etwas passendes für mein Alter zu finden.
Ich meine, jeder ist so jung, wie er sich fühlt und ich muss manchmal wirklich überlegen, wie alt ich denn tatsächlich bin, aber ich habe einfach keine Lust mehr über Frauen im Alter um die 30 zu lesen. Viele bestätigen mir das ebenfalls. Wir waren in dem Alter reifer und vor allem emanzipierter. Leider sehen viele Verlage "nur" die jüngeren Frauen und bestimmen, was auf dem Buchmarkt zu erscheinen hat. Ich bin deshalb immer ganz begeistert, wenn ich Autorinnen kennen lerne, die sich in meinem Alter befinden und auch über das Leben realistisch schreiben, was nicht heißt, dass es nicht romantisch sein darf und langweilig sein muss.

Leider kenne ich viele Frauen meiner Generation, die sich nicht in "Sozialen Medien" tummeln, allerhöchstens tauschen sie sich in Foren aus. So kommt es natürlich auch, dass der Eindruck entsteht, alles würde die Bücher und Zeitschriften lieben, in denen junge und schlanke Frauen die Hauptrollen spielen.


Aber nun will ich endlich von dem Treffen berichten.
Um 10 Uhr sollten wir alle im Cafe Alex in Düsseldorf erscheinen. Schon auf dem Weg dorthin traf ich Frauen, die ebenfalls zum Treffen wollten. Wir hatten schon überlegt, ob es auf unserer Stirn stand. Lach. Aber man achtet ja auf Personen in der Umgebung und bekommt Gesprächsfetzen mit, wenn gleichaltrige Frauen sich an der Straßenbahnhaltestelle unterhalten. Außerdem wollten wir alle neue Leute kennen lernen und da muss man eben offen sein und auf andere zugehen. So kam es, dass wir gleich mit mehreren im Cafe Alex eintrafen und dort auch den Bereich des Cafe Meins fanden. Einladung vorzeigen, Namensschild bekommen, ein Gläschen Sekt oder Orangensaft entgegen nehmen und einen Platz suchen, war als erstes angesagt. Natürlich setzten wir uns gleich zusammen. Kurze Zeit später war ich umgeben von Damen aus Düsseldorf, Bochum, Velbert, Duisburg und schnell kamen wir ins Gespräch. Leider war es in dem Cafe sehr voll und es bestand kaum eine Möglichkeit sich mit den Damen, die ebenfalls an dem langen Tischreihen saßen zu unterhalten. So war es dann ein weiteres Mal ein Zufall. Ich muss nicht erwähnen, dass das Frühstücksbüfett hervorragend war. Mitarbeiterinnen des Verlages versuchten sich mit jedem einzelnen von uns zu unterhalten, zwei Fotografen haben einiges festgehalten. Ich bin auf die Bilder gespannt.
Ich führte interessante Gespräche und die meisten hatten das Gefühl sich schon zu kennen, es gab keine Gesprächspausen und eigentlich verging die Zeit unwahrscheinlich schnell. Zum Glück kam ich dann noch auf die Idee, von mir Visitenkarten zu verteilen und einige Damen haben auf der Rückseite meiner Karte ihre Kontaktdaten notiert. Vielleicht findet ja die eine oder andere den Weg hierhin zu meinem Blog, denn wie ich erfahren habe, lesen viele sehr gerne.
An den Gesprächen hat mir sehr gut gefallen, dass wir nicht über Krankheiten gesprochen haben, was in vielen Gruppen mit älteren Teilnehmern der Fall ist. Klar, jede von uns hat kleinere oder größere Zipperlein, aber darum ging es uns ja gar nicht. Es sollten Kontakte geknüpft werden unter gleichaltrigen Frauen, die vieles im Leben kennen gelernt haben und sofort wussten, was die anderen meinten, wenn gewisse Situationen geschildert wurden. So fanden nicht nur ernsthafte Gespräche statt, nein es wurde sehr viel und auch laut gelacht.
Nach ungefähr zwei Stunden haben alle Frauen eine Tüte mit Geschenken erhalten und wurden zu einem Gruppenfoto aufgefordert. Danach trennten sich die meisten Wege, viele hatten ja noch einen weiten Rückweg vor sich. Andere wollten die neue Bekanntschaft mit einem Gläschen Sekt vertiefen.
Ich machte mich auf den Weg nach Hause, denn ich hörte meine Bücher rufen, die unbedingt weiter gelesen werden wollten.

Samstag, 25. Februar 2017

Rezension - Bailey Ein Freund fürs Leben


Autor: W. Bruce Cameron

Titel: Bailey Ein Freund fürs Leben

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

neu erschienen: 9. Januar 2017

Seiten: 348

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne




W. Bruce Cameron, 1960 geboren, ist als Kolumnist und Autor international bekannt. Seine Kolumne zur Erziehung von Teenagern war 1995 so populär, dass sie als Buch veröffentlicht wurde, das als Vorlage für die TV-Serie "Meine wilden Töchter" diente. Bruce Cameron publiziert seine Kolumnen in verschiedenen Zeitungen und arbeitet derzeit an einer Fernsehadaption von "So erziehen Sie Ihren Mann". Mit seinem Vorgängerroman "Ich gehöre zu dir" landete er auf Anhieb einen Bestseller.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bailey ist clever, faul und ziemlich frech. Am Ende eines tristen Lebens als Straßenköter fragt er sich, wozu er überhaupt auf der Welt war, und ist verblüfft, plötzlich als wunderschöner Rassehund wiedergeboren zu werden. Der achtjährige Ethan nimmt ihn bei sich auf, und Bailey lernt, was es heißt, einen echten Freund zu haben. Aber seine Reise ist noch nicht beendet, er muss weiterziehen und noch viel lernen. Als er Ethan nach vielen Jahren wiedersieht, ergibt alles plötzlich einen Sinn ...


Meine Meinung:
Ich habe im Kino die Vorschau zu dem Film gesehen und deshalb habe ich mich für das Buch interessiert. Da ich ja nun wusste worum es geht, war ich besonders neugierig auf das Buch.

Ein Hund wird mehrmals wieder geboren und erzählt aus seiner Sicht, was er alles so erlebt. In einem der vielen Leben hatte er den Namen Bailey und lebte lange Jahre bei Ethan, den er später noch einmal wiedersehen sollte. Ich verrate damit nichts, denn das wird in der Kurzbeschreibung und im Trailer des Filmes erwähnt. Der Hund fragt sich mehrmals, welchen Sinn sein Leben hat und soll dies am Schluss auch endlich erfahren.

Ich kann jetzt nicht sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat, aber ich habe ein weiteres Mal den Fehler gemacht und Buch und Film miteinander verglichen. Ich habe immer auf Situationen gewartet, die ich im Trailer gesehen habe. Im Buch wurde sehr vieles anders erzählt, was mich schon enttäuscht hat.

Wenn das alles jetzt aber einmal außer Acht lasse, dann finde ich schon, dass das Buch sehr gut geworden ist. Es war sehr emotional und hat auch nachdenklich gemacht. Ich war immer auf der Seite des Hundes und war traurig, als er sterben musste und freute mich, wenn ich lesen durfte, dass er wieder geboren wurde. Interessant war dann ja auch sein Verhalten, denn der Hund "wusste" ja schon immer alles und hat sich entsprechend verhalten, was viele Menschen dann doch gewundert hat.


Fazit:
Wer gerne Bücher liest, in denen Tiere die Hauptrolle spielen, wird bestimmt begeistert sein.

Ich möchte mich beim Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken

Montag, 20. Februar 2017

Rezension - Kalte Blicke


Autor: Klaus Stickelbroeck

Titel: Kalte Blicke

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. September 2008

Seiten: 300

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: KBV




Der Autor Klaus Stickelbroeck wurde 1963 in Anrath geboren. Er lebt in Kerken am Niederrhein und arbeitet als Polizeibeamter in Düsseldorf. Seinen ersten Kurzkrimi veröffentlichte er im Jahr 2000. Vier Jahre später belegte er mit der Story „Wer stiehlt schon einen Song?“ beim Krimiwettbewerb der Düsseldorfer Jazz-Rallye den dritten Platz. „Kalte Blicke” ist nach „Fieses Foul“ sein zweiter Kriminalroman mit dem Privatdetektiv Hartmann.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ganz übersichtlicher Überwachungsauftrag... ganz simpel. Hartmann, Privatdetektiv und ehemaliger Fußballprofi, übernimmt den Fall und liegt... ganz falsch! Er soll sich um den alten Corneli kümmern, den einzigen Anwohner einer Häuserzeile in Flingern, der sein Eigentum noch nicht an den skrupellosen Investor verkauft hat. Dann wird jemand erschossen. Aber es ist nicht Corneli. Der Alte ist nämlich gar nicht so hilflos wie vermutet und pflegt ab und zu mit einer doppelläufigen Flinte auf Privatdetektive zu zielen. Seine Ermittlungen führen Hartmann quer durch Düsseldorf. Ihm zur Seite stehen bei dieser wahnwitzig schrägen Mörderhatz natürlich wieder sein drogensüchtiger Kumpel Angie, der einarmige Wirt Krake, Regenrinnen-Rita, die einzige Prostituierte Düsseldorfs über zwei Meter und erstmals auch sein Nachbar Jonny, der Taxi fahrende Medizinstudent aus Ghana. Und trotzdem wird es wieder verdammt eng für Hartmann.



Meine Meinung:
Manchmal stehen im Regal tolle Bücher, die darauf warten, dass sie endlich Gesellschaft weiterer Bücher des Autors bekommen. Vor langer Zeit habe ich "Fieses Foul" gelesen, es war der erste Fall, den Privatdetektiv Hartmann gelöst hat. Jetzt endlich habe ich das zweite Buch gekauft und natürlich sofort gelesen, obwohl hier noch ein großer Stapel Bücher steht. Alle warten sehnsüchtig darauf, endlich gelesen zu werden. Aber manchmal setze ich eben andere Prioritäten 😊
Die Handlung dieses Krimis spielt in Düsseldorf, was ich natürlich ganz toll finde, mag ich doch Regionalkrimis und freue mich, wenn ich die Umgebung kenne. Selbst wenn sie manchmal großzügig etwas geändert wird.
Hartmann, ein ehemaliger Fußballer ist in seinem neuen Beruf nicht ganz so erfolgreich, wie er es gerne wäre. Deshalb ist er begeistert, als ihm ein scheinbar einfacher Überwachungsauftrag angeboten wird. Allerdings hätte er im Traum nicht daran gedacht, wie sich alles entwickeln würde und er selbst in verflixt brenzlige Situationen gerät.
Klaus Stickelbroeck hat in seinem ganz besonderen Schreib- und Ausdrucksstil spannend und humorvoll beschrieben, was Hartmann so alles erlebt. Ihm zur Seite stehen einige Personen, die etwas außergewöhnlich sind, was der Geschichte aber eine gewisse Würze gibt. Naja, wenn ich ehrlich bin, vermittelt Hartmann auch nicht gerade den Eindruck eines erfolgreichen Privatdetektivs und muss sich öfter Kritik über sein Aussehen anhören.
Ich erwähnte ja schon, dass der Autor sich ganz besonders ausdrückt und ich würde hier so gerne einige Stellen aus dem Buch zitieren, was aber nicht möglich ist, weil ich dann auch einiges verraten müsste. Das finde ich jetzt mal sehr schade, aber ich kann allen nur empfehlen, lest es selber und nehmt nicht alles so bierernst 😉

Fazit:
Es hat lange gedauert, bis ich endlich das Buch gekauft und gelesen habe, aber ich bin mir ganz sicher, dass ich in der nächsten Zeit alle weiteren Folgen lesen will und darauf freue ich mich wirklich.

Den Autor werde ich anlässlich einer Lesung in Leipzig sehen und darauf freue ich mich ebenfalls.

Sonntag, 19. Februar 2017

Rezension - Das Ende aller Geheimnisse


Autor: Stefan Keller

Titel: Das Ende aller Geheimnisse

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Januar 2017

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt



Stefan Keller, geb. 1967 in Aachen, ist Schriftsteller und Dozent. Nach seinem Studium der Germanistik und Betriebswirtschaft arbeitete er als freier Mitarbeiter für die Wirtschaftsredaktion der Deutschen Welle, als Dramaturg und als Autor und Lektor – vornehmlich für Filmproduktionen und TV-Sender. Daneben lehrt er an der Universität zu Köln kreatives Schreiben. Stefan Keller lebt in Düsseldorf.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Heidi Kamemba ist neu bei der Kripo Düsseldorf, und sie fällt auf: Sie ist die erste schwarze Kriminalkommissarin in Deutschland. Ginge es nach ihr, wäre ihre Hautfarbe kein Thema, doch leider sehen die meisten das anders. Als an ihrem ersten Arbeitstag in einem Waldstück eine verkohlte Leiche gefunden wird, nimmt sie die Ermittlungen auf, aber nicht alle im Team unterstützen sie. Während der Mörder noch gesucht wird, geben Kamembas Kollegen ihr zunehmend Rätsel auf. Es heißt, ihr Vorgänger habe sich mit seiner Dienstwaffe erschossen. Doch war es wirklich Suizid?


Meine Meinung:
Ich hatte mitbekommen, dass es einen neuen Krimi geben sollte, der in Düsseldorf spielt. Das hat mich schon neugierig gemacht. Außerdem sollte die Protagonistin die erste schwarze Kriminalkommissarin Deutschlands sein, das waren gleich zwei weitere Punkte, die mich noch neugieriger auf das Buch machten.
Heidi Kamemba hatte ich vom ersten Moment an in mein Leserherz geschlossen. Ich war voll auf ihrer Seite und habe voller Spannung beobachtet, wie sie den Fall meistert, trotz der ihr anscheinend nicht freundlich gesonnenen Kollegen und der blöden Bemerkungen, die sie sich immer wieder anhören musste. Natürlich waren nicht alle Kollegen unfreundlich zu ihr, es gab auch jede Menge, die sie unterstützen und auf ihrer Seite waren.
Stefan Keller hat einen besonderen Schreibstil, so hatte ich immer wieder das Gefühl, im Wechsel die Gedanken von Heidi und ihren Kollegen kennen zu lernen. Für mich waren das interessante Einblicke, die mir allerdings nicht zu viel verrieten. Verdächtige hatte ich reichlich, denn Geheimnisse hatten fast alle und vorhersehbar war die Geschichte für mich nicht.
In diesem Buch lernte ich nicht nur Heidi, ihren Vater und ihre Kollegen kennen, ich habe auch sehr viel privates von ihnen erfahren. Ich denke, dass es noch reichlich Potential für künftige Bücher geben wird.
Der Autor hat es sehr gut verstanden, ein aktuelles Thema in diesem Krimi aufzunehmen. Ich meine, meistens passieren irgendwelche Morde aus irgendeinem Grund, das gehört nun mal zu einem Krimi. Aber verknüpft mit Ereignissen, die den Lesern bekannt sein können und womit sich viele vielleicht auch beschäftigt haben, gibt der ganzen Sache noch ein besondere Würze.

Fazit:
Mir hat der Auftakt zu einer Serie sehr gut gefallen und mit Sicherheit werde ich Heidi Kamemba im Auge behalten. Aber jetzt empfehle ich diesen Krimi gerne weiter.

Ich möchte mich beim Verlag Rowohlt vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Mein schlimmster schönster Sommer


Autorin: Stefanie Gregg

Titel: Mein schlimmster schönster Sommer

Version: eBook und Taschenbuch

Genre: Frauenroman

erschienen: 17. Februar 2017

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: atb




Stefanie Gregg, geb. 1970 in Erlangen, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften bis zur Promotion. Nach Stationen im Bereich Bucheinkauf und als Unternehmensberaterin widmet sich die Autorin jetzt nur noch dem Schreiben. Mit ihrer Familie wohnt sie in der Nähe von München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Erst wenn man alles loslässt, kann das Leben neu beginnen Als Isabel aus dem Krankenhaus entlassen wird, weiß sie, dass nichts mehr ist, wie es war. Zum ersten Mal ist sie spontan: Sie kauft einen VW-Bus und fährt einfach los. Eigentlich will sie in die Provence, aber dann kommt alles anders. Eine Reise beginnt, bei der sie Menschen trifft, denen sie sonst nie begegnet wäre, bei der sie ihr altes Leben loslässt und ein neues anfängt – und vor allem eines findet: die Liebe.


Meine Meinung:
Ein sehr berührendes Buch, das einen auch nachdenklich werden lässt. Was würde man selber machen, wenn festgestellt wird, dass sich im Körper ein sehr großer Tumor befindet?
Isabels Arzt rät ihr bis zur nächsten Untersuchung 14 Tage Urlaub zu machen. Sie fasst ganz spontan einen Entschluss und wird es nicht bereuen.  Eigentlich wollte sie Rasso nur den VW-Bus abkaufen und damit in die Provence fahren. Aber es kommt alles anders und vor allem als sie es sich vorgestellt hat.
Was Isabel und Rasso alles erleben, hat die Autorin sehr gut geschildert, humorvoll aber auch nachdenklich. Muss man erst krank werden, bevor sich einiges im Leben ändert? Georg, der Lebengefährte und auch Isabel machen sich sehr viele Gedanken und überdenken auch einiges. Entscheidungen müssen getroffen werden, Einstellungen ändern sich. Traurig, aber auch realistisch, erst in solchen Momenten wird einem vieles bewusst.
Ich habe Isabel gern begleitet, wenn man es bei diesen Voraussetzungen so sagen kann. Auf jeden Fall hat mich ihre Geschichte sehr berührt. Aber ich konnte auch feststellen, wie sehr Isabel diesen Sommer genießen konnte. Über den Inhalt und das Ende des Buches werde ich hier mit Sicherheit nichts verraten. Der Buchtitel ist so gut ausgewählt, dass er viel verrät aber auch alles offen lässt.

Das Buchcover passt wunderbar zu dem Inhalt des Buches und gefällt mir sehr gut. Schlicht und doch passend

Fazit:
Berührend, humorvoll und nachdenklich, alles wechselte sich ab. Und es gibt immer einen Grund, weshalb sich alles so entwickelt. Auf jeden Fall empfehle ich das Buch sehr gerne weiter.

Bei dem Aufbauverlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Rezension - Scheinwelten



Autorin: Elke Bergsma

Titel: Scheinwelten - Büttner und Hasenkrug ermitteln Band 15

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Dezember 2016

Seiten: 301

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorin Elke Bergsma, Jahrgang 1968, ist in Ostfriesland aufgewachsen und hat hier, in der wundervollen Weite der von Windmühlen, Leuchttürmen, Deichen, Schafen und Kühen geprägten Landschaft, auch das Lesen gelernt :) Inspiriert von den Büchern Enid Blytons hat sie schon damals beschlossen, Schriftstellerin zu werden. Gesagt, getan - nur rund 30 Jahre später veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Aus Liebe zu ihrer Heimat und deren Bewohnern hat sie sich dazu entschlossen, Ostfrieslandkrimis zu schreiben und macht dies inzwischen hauptberuflich, leidenschaftlich und erfolgreich. Ein Lebenstraum ging in Erfüllung.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein gemeinschaftlicher Boßelausflug mit dem Lehrerkollegium seiner Frau ist nicht gerade das, was sich Hauptkommissar David Büttner unter einer gelungenen Freizeitgestaltung vorstellt. Umso erleichterter ist er, als seine Gruppe nach der sportlichen Betätigung in eine Gaststätte einkehrt, in der bereits ein traditionelles Grünkohlessen auf sie wartet. Doch währt auch hier die Freude nur so lange, bis vor seinen Augen ein sich in Krämpfen windender Mann vom Stuhl kippt und wenig später verstirbt. Schnell ist klar, dass der Mann einem Giftmord zum Opfer gefallen ist – und dass es weder an Motiven noch an Verdächtigen mangelt. Diesmal wieder mit einem Gastauftritt von Uroma Wübkea.


Meine Meinung:
Inzwischen habe ich ja einige Krimis gelesen, in denen Büttner und Hasenkrug ermitteln und beide sind mir inzwischen sehr vertraut, zumal das Privatleben der beiden Ermittler auch in diesem Buch eine große Rolle spielt.
Ebenfalls vertraut, ist mir der Schreibstil der Autorin, der mir sehr gut gefällt. Sie schafft es doch immer wieder mich an das Buch zu fesseln. Langweilig wird es mir nicht. Ich hatte das Gefühl besonders in diesem Buch wäre alles klar und musste mich dann wirklich sehr überraschen lassen. Immer wenn ich dachte, jetzt aber, gab es eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hatte. Durch geschickte Schilderungen oder beim Film würde ich jetzt sagen, durch geschicktes aus- oder einblenden erhöhte Elke Bergsma die Spannung in meinen Augen. Beigetragen haben dazu auch verschiedene Nebenfiguren, wie zum Beispiel eine besondere Nachbarin. Aber ich will nicht zuviel verraten. Außerdem war ich beim Lesen sehr froh, dass hier nun langsam der Frühling kommt, denn ich fand das Wetter in diesem Buch richtig ungemütlich und beim Boßeln wäre ich ebenfalls nicht gerne dabei gewesen, dann schon lieber beim Grünkohlessen, naja, beim Essen ohne besondere Erlebnisse.
Köstlich fand ich in diesem Buch verschiedene Personen, denen die Autorin ganz besondere Charaktere zugeordnet hatte. Es wurden zwar Klischees bedient, aber durchaus realistisch. Es passte einfach alles bestens zusammen und leid tat es mir um bestimmte Personen leider nicht.
Das Ende fand ich übrigens ganz besonders gelungen und geschickt eingefädelt ;)

Fazit:
Man muss nicht alle Bücher dieser Serie kennen, aber es wäre schon ganz gut, um verschiedene Zusammenhänge besser zu verstehen. Auf jeden Fall empfehle ich Band 15 gerne weiter.