Freitag, 9. Dezember 2016

Rezension - Oh du Stille - Tatort Köln



Autor: Salim Güler

Titel: Oh Du Stille - Tatort Köln

Genre:Weihnachtsbuch, Krimi

Version: eBook

erschienen: 24. November 2016

Seiten: 246

Altersempfehlung: Erwachsene





Der Autor Salim Güler, aufgewachsen in Norddeutschland, studierte in Köln Wirtschaftswissenschaften und promovierte an der TU-Chemnitz. Er arbeitete lange Zeit in der freien Wirtschaft, zuletzt als Pressesprecher. Schon als Schüler begann er mit dem Schreiben von selbsterfundenen Geschichten und diese Leidenschaft ließ ihn bis heute nicht los. In seinen Romanen finden sich immer wieder auch gesellschaftlich aktuelle Themen wieder, die er geschickt in eine fiktive und hochspannende Geschichte einzubetten versteht.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Anruf reißt den Kriminalpolizisten Lasse Brandt aus der vorweihnachtlichen Stimmung. Der einflussreiche Schausteller Karl-Heinz Helf bricht auf seinem Glühweinstand am Kölner Rudolfplatz zusammen und stirbt kurz darauf. Zunächst deutet alles auf ein Herzversagen hin.
Doch je mehr die Kriminalpolizei Köln, um Brandt und seinen Partner ermittelt, desto undurchsichtiger wird die ganze Sache.
Nach und nach stellt sich heraus, dass der sehr erfolgreiche Unternehmer gar nicht der Saubermann war, für den ihn die Gesellschaft hielt, und dass er seit Jahren ein Geheimnis mit sich trug, welches die Familie um jeden Preis schützen will.
Musste Helf sterben, weil jemand hinter das Geheimnis kam oder steckt ein ganz anderes Motiv hinter dem Tod des einflussreichen Unternehmers?
Je näher Brandt dem Geheimnis auf die Spur kommt, desto größer wird die Gefahr für ihn.


Meine Meinung:
Auf der Suche nach Büchern für die Weihnachtszeit wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und ich dachte, warum nicht mal einen Krimi lesen, der in der Zeit spielt, außerdem kannte ich bisher noch keine Bücher des Autors, was mich zusätzlich neugierig machte.

So lernte ich Lasse Brandt und seinen Teamkollegen Aydin sowie dessen Bruder Tolga kennen. Alle drei waren mir sofort sympathisch, besonders die beiden Polizisten passten gut zueinander, sie ergänzten sich in ihrer Arbeit bestens
Die Geschichte spielt nicht nur zur Weihnachtszeit sondern es passiert auch viel auf den Weihnachtsmärkten, ich habe nebenbei sehr viel interessantes erfahren. Bei meinem Besuch in Köln kurz nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich mich besonders aufmerksam umgeschaut ;)

Der Autor hat alles sehr spannend erzählt. Ich wusste nicht genau, wer denn jetzt der Täter ist, hatte zwar einen Verdacht, aber ich wurde ja immer wieder überrascht.

Fazit:
Einen Weihnachtskrimi zu lesen ist eine gute Idee, mir hat es gefallen und gerne empfehle ich das Buch weiter.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Rezension - Bezaubernd verliebt



Autorin: Martina Gercke

Titel: Bezaubernd verliebt

Genre: Frauenroman, Fantasie

Version: eBook

erschienen: 1. Dezember 2016

Seiten: 289

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Martina Gercke lebt mit ihrem Mann und den zwei erwachsenen Kindern in ihrer Lieblingsstadt Hamburg. Neben ihrer Arbeit als Purser bei einer großen deutschen Luftfahrtgesellschaft, schreibt sie Liebesromane. Ihre Leidenschaft für das Schreiben hat sie erst relativ spät entdeckt. Nachdem Martina Gercke einmal angefangen hatte, wurde das Schreiben schnell zur großen Leidenschaft. Ihre Liebe zum Happy End hat Martina Gercke dazu bewogen heitere Liebesromane zu schreiben. Ihre Bücher sollen wie ein guter Kinofilm vor den Augen des Lesers ablaufen. Man soll lachen, weinen und schmunzeln können und das Buch mit einem guten Gefühl im Bauch lesen. In ihre Romane fließen alltägliche Geschehnisse,witzige Erlebnisse aus ihrem Freundeskreis und eigene Erfahrungen. Die Inspiration für ihre Geschichten ist jedoch das Leben selbst mit all seinen Höhen und Tiefen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In Saras Leben läuft alles perfekt. Sie hat ein schickes Appartement, einen guten Job und ihren Traummann Florian. Als jedoch nach einer durchzechten Nacht plötzlich ein halb nackter Mann in ihrem Wohnzimmer steht, gerät alles aus den Fugen. Der Fremde ist nicht nur unglaublich sexy, sondern auch sehr anhänglich. Sehr zum Ärger von Sara. Um einen Streit mit Florian aus dem Weg zu gehen, erklärt sie den Fremden kurzerhand zu ihrem schwulen Mitbewohner. So weit, so gut. Doch dann behauptet der Fremde, ein Flaschengeist zu sein, und eine Reihe von seltsamen Ereignissen setzt sich in Gang. Saras Leben nimmt eine unvorhergesehene Wendung ...
Eine warmherzige und herrlich verrückte Liebesgeschichte, die Sie ins weihnachtliche Hamburg entführt.
Die Erstausgabe dieses Romans erschien 2014 unter dem Titel „Glücksstern mit Schwips“.


Meine Meinung:
Da ich sehr viele Bücher lese, kommt es schon mal vor, dass mir die Inhalte nicht immer präsent sind, wenn eine Weile vergangen ist.  So starte ich ganz unbedarft das überarbeitete Buch und stelle sehr schnell fest, dass sich ein paar Gedanken, die ich jetzt beim Lesen hatte, denen von vor ein paar Jahren ähneln.
Ich bin mit dem Flaschengeist "Bezaubernde Jeannie" aufgewachsen und hätte dem gut aussehenden Mann sofort geglaubt. Lach, klar, welche Frau  träumt nicht davon, ein solches Prachtexemplar bei sich zu haben. Da Sara aber nun mal viel jünger ist, als ich es bin und Jim, wie sie ihn nennt, einfach nicht glauben will, ergeben sich sehr viele knisternde und humorvolle Situationen.
Mir hat es sehr viel Spaß bereitet, Sara dabei zu beobachten, wie sie mit der ungewöhnlichen Situation umgeht. Natürlich habe ich ihr öfter gesagt, so glaub ihm doch endlich mal. Aber gebracht hat es nichts. lach.
Neben Sara und Jim lernte ich noch weitere Beteiligte kennen, die einen waren mir sofort sympathisch, die anderen konnte ich weniger bis überhaupt nicht leiden.
Ganz begeistert war ich natürlich wieder, weil die Geschichte in Hamburg spielt und ich Sara und Jim beim  Stadtbummel begleiten konnte. Vor allem das weihnachtliche Hamburg hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:
Eine lustige, fantasievolle Liebesgeschichte, die mir Lesespaß bereitet hat. Zu gerne würde ich mehr von den beiden lesen. Ich bin aber auch nie zu frieden ;) achne, ich bin einfach nur neugierig und stelle mir alles weitere ebenfalls sehr lustig vor.
Wer also eine Lektüre für zwischendurch sucht, sollte dieses Buch einfach mal lesen.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Rezension - Wer Mondstaub sieht



Autorin: Eva-Maria Farohi

Titel: Wer Mondstaub sieht

Version: eBook und Taschenbuch

Genre: Roman

erchienen: 6. Dezember 2016

Seiten: 348

Altersempfehlung: Erwachsene





Über die Autorin Eva-Maria Farohi
Geboren in Wien, Studium am Horak-Konservatorium, Tätigkeit als Schauspielerin, Malerin und Autorin.
»Als Malerin beschäftige ich mich mit der Natur als Quelle des Lebens. Die Farbe ist das Ausdrucksmittel für die Stimmung. Als Autorin interessiere ich mich vor allem für die Beziehungen zwischen Mann und Frau – mit all den Missverständnissen, die durch die verschiedenen Zugangsrichtungen entstehen.«
 Aufenthalt in Mallorca von 2003 bis 2009.
»Mallorca hat mich verändert. Das Leben auf der Insel ist grundverschieden zu dem in Mitteleuropa – die Wertigkeit der Dinge ist eine andere. Dadurch ergeben sich ein anderer Lebensrhythmus und ein anderer Umgang zwischen den Menschen. In meinen Geschichten erzähle ich von der Schönheit der Insel, von kleinen Alltagsgeschichten und von großen Gefühlen. Immer wieder werde ich gefragt, ob meine Geschichten autobiografisch sind. Por supuesto – natürlich! Vieles habe ich erlebt, vieles beobachtet. Immer wieder die unterschiedlichsten Beziehungen von Menschen aus nächster Nähe erlebt. Ob meine Geschichten auch etwas für Männer sind? Aber selbstverständlich! Ich hoffe, dass meine Bücher für alle gleichermaßen unterhaltsam sind.«



Kurzbeschreibung, übernommen:
Amina und Nicolau verbringen alljährlich ihre Sommerferien zusammen auf Mallorca. Irgendwann wird aus der Kinderfreundschaft mehr – doch dann fährt Amina für ein letztes Schuljahr nach Deutschland zurück und kommt nicht mehr wieder.
Jahre später, am fünfundneunzigsten Geburtstag von Nicolaus Großonkel Miguel Ferrer feiert man ein rauschendes Fest. Auch Amina, die in Miguel einen Großvaterersatz sieht, ist überraschend angereist, nicht zuletzt um mit ihren Jugenderinnerungen abzuschließen, denn Amina plant zu heiraten.
Miguel erkennt, dass sich an Nicolaus Gefühlen für die Jugendfreundin nichts geändert hat, und beginnt, ihm seine eigene Lebensgeschichte zu erzählen - von Catalina, seiner großen Liebe während der Zeit, als der Krieg auch die Insel erreichte …
Ein Familienepos vor der gewaltigen Kulisse Mallorcas jetzt und während der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs. Eine Geschichte über Verantwortung und Treue – und nicht zuletzt die Geschichte einer Liebe, die alles überwindet.



Meine Meinung:
Zunächst möchte ich mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich durfte das Buch vorab lesen und habe somit auch die Möglichkeit, meine Rezension sehr früh einzustellen. Gleichzeitig möchte ich betonen, dass meine Meinung sich nicht davon beeinflussen lässt, ob ich nun ein Buch geschenkt bekomme oder es käuflich erwerbe.

Von Eva-Maria Farohi habe ich inzwischen einige Bücher gelesen, die mir alle gefallen haben und deshalb freute ich mich, dass sie ein weiteres geschrieben hat und mich damit wieder nach Mallorca entführen konnte.
Diesmal gab es mehrere Protagonisten, die ich kennen lernen und deren Geschichte ich erfahren sollte.
Miguel wird 95 Jahre alt und hat natürlich einiges auf der Insel erlebt. Ich fand es ungemein interessant zu lesen, was er als junger Mann in den 1930er Jahren dort erlebt hat.
Amina  und Nicolau, die sich schon als kleine Kinder kannten, treffen sich auf der Geburtstagsfeier von Miguel. Auch von ihnen erfahre ich sehr viel. Irgendwie sind auch alle Schicksale miteinander verbunden. Mich haben alle Geschichten um die drei sehr gefesselt. Ich war zu Tränen gerührt, aus mehreren Gründen, die ich hier natürlich nicht verraten werde.
Da ich im vergangenen Jahr die Insel Mallorca kennen lernen konnte, fand ich ganz klasse, dass ich nun wusste, wo sich alles abspielt. Eine große Rolle spielt ein Talayot, ich konnte verschiedene davon entdecken und ganz besonders eine Szene wunderbar vorstellen.

Ich würde so gerne noch mehr über meine Eindrücke schreiben, aber dann müsste ich auch die Stellen beschreiben und das will ich ja nicht, um anderen die Lesefreude nicht zu nehmen. Auf jeden Fall war ich von Anfang bis Ende an das Buch befesselt, es hat mich berührt und wie gesagt, es gab Tränen aus mehreren Gründen.

Fazit:
Schicksale, Liebe, Freundschaft, Treue - so vieles hat die Autorin wunderbar miteinander verknüpft. Und nicht zu vergessen, die schöne Insel Mallorca spielte eine wichtige Rolle. Ich gebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung für dieses Buch.

Rezension - Carol`s Christmas: Ein Weihnachtswunder für die Liebe


Autorin: Mira Morton

Titel: Carol's Christmas: Ein Weihnachtswunder für die Liebe

Genre: modernes Märchen, Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. November 2016

Seiten: 176

Altersempfehlung: Erwachsene






Mira Morton ist das Pseudonym einer Österreicherin, die sich äußerst ungern auf einen Geburtsort oder gar ein Geburtsjahr festlegen lässt. Ihre bisher erschienenen erfolgreichen romantischen Komödien bescherten Mira allerdings den Titel Principessa - verliehen von treuen Leserinnen für die Selbstverständlichkeit, mit der sie völlig emanzipiert ihre Prinzessinnenseite auslebt. "Ich will nichts anderes als unterhalten. Mich selbst, während ich schreibe und an einem neuen Roman fast verzweifle, und meine Leserinnen, wenn sich - wie durch ein Wunder - diese Liebesgeschichte plötzlich in ihren Köpfen wie ein Film liest. Wenn es mir gelungen ist, dass sie lachen und hin und wieder eine Träne verdrücken, dann war es jede Tasse Kaffee, jede durchwachte Nacht und jedes Tränensäckchen unter den Augen wert", sagt Mira über ihren Anspruch an ihre Liebesromane. Und tatsächlich hat Mira Morton einen Hang zu Geschichten à la Hollywood: Sexy, mit geheimnisvollen Millionären (von Filmstars bis hin zu Designern), umwerfenden Schauplätzen (Karibik, Malediven, Maui ...), aber vor allem mit modernen Frauen, die nicht in allen Belangen perfekt sein müssen. All dies gehört für sie unbedingt dazu. Miras Botschaft lautet "Keep on dreamin'!", da es für sie nichts Schöneres als die unendliche Welt der Fantasie und Bücher gibt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn Weihnachtswunder dein Leben auf den Kopf stellen!

Carol ist erfolgreiche Architektin, attraktiv und Single. - Aber hartherzig.
Und sie hasst Weihnachten.
Doch einen Tag vor dem Heiligen Abend ändert sich ihre Welt auf einen Schlag.
Und daran sind ihre tote Schwester und das Auftauchen dreier Geistwesen schuld.
Wird Carol die Botschaften verstehen?
Lässt sich ihr kaltes Herz erweichen?
Und kann sie jemals wieder Liebe fühlen?
So wie früher?
Wenn Carol mit allem gerechnet hätte, doch mit einem Weihnachtswunder für sie selbst niemals ...

›Carol´s Christmas‹ ist ein modernes Märchen von Erfolgsautorin Mira Morton über den wahren Spirit des Heiligen Abends, den Zauber von weißen Weihnachten und eine große Liebe. Nach Motiven von 'A Christmas Carol' von Charles Dickens (1843).


Meine Meinung:
"Der Geist der Weihnacht" diente  wunderbar als Idee für dieses Buch und ich fand es klasse, wie die Autorin das in die heutige Zeit übertragen hat.
Carola, wie sie eigentlich heißt, ist eine zickige verbitterte Person. Ich konnte sie zu Beginn überhaupt nicht leiden. Allerdings war ich mit ihrer Wandlung sehr einverstanden.

Was ihr nun alles passiert ist, hat Mira Morton sehr gut beschrieben, mich hat sie damit an das Buch gefesselt. Zu gerne wäre ich im Schnee dabei gewesen, ebenfalls bei der Kutschfahrt, sie steht auf meiner Liste, was ich gerne mal im Winter erleben möchte. Aber mangels Schnee in unseren Regionen.... allerdings ich konnte Carola ja begleiten.

Auf den Inhalt des Buches möchte ich nicht näher eingehen, die meisten werden sich denken, wie sich alles entwickelt, beziehungsweise werden sich eine bestimmte Entwicklung der Geschichte wünschen.

Fazit:
Ein sehr schönes Buch für die Weihnachtszeit. Ich empfehle es sehr gerne

Sonntag, 4. Dezember 2016

Rezension - Für immer und einen Weihnachtsmorgen


Autorin: Sarah Morgan

Titel: Für immer und einen Weihnachtsmorgen

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 10. Oktober 2016

Seiten: 345

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch




Die Autorin Sarah Morgan startete ihre Karriere bereits als Kind – mit einer Biografie eines Hamsters. Als Erwachsene arbeitete sie zunächst als Krankenschwester, bis sie nach der Geburt ihres ersten Kindes die Schriftstellerei erneut für sich entdeckte. Zum Glück! Ihre humorvollen Romances wurden weltweit mehr als 11 Millionen Mal verkauft. Die preisgekrönte Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von London.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Skylar hat noch nie verstanden, warum der TV-Historiker Alec von allen verehrt wird. Schließlich macht er keinen Hehl daraus, dass er sie nicht mag. Doch als das Schicksal ihr am Ende des Jahres dazwischenfunkt, muss sie Heiligabend ausgerechnet mit ihm verbringen. Und bald stellt Skylar fest: Nicht nur seiner Familie gelingt es, ihr Herz zu berühren. Auch Alec zeigt eine andere, zärtliche Seite von sich. Hat sie sich in ihm getäuscht? Oder ist es nur die verschneite Schönheit von Puffin Island, die sie auf ein Fest der Liebe hoffen lässt?


Meine Meinung:
Dieses Buch bildet nun den schönen Abschluss der Puffin-Island-Trilogie. Irgendwie habe ich zwar das zweite Buch verpasst, aber ich hatte keine Probleme in die Geschichte reinzukommen und durch kleine Erklärungen konnte ich mir bestens vorstellen, was dort alles geschehen ist.
Mir war eigentlich klar, dass ich kein reines Weihnachtsbuch in den Händen halte, schließlich wurde es mir als Liebesroman angekündigt. Mir war ebenfalls klar, dass vieles vorhersehbar war, aber ich fand es sehr interessant über die Wandlung zu lesen, es war schön und nicht langweilig.
Die Dialoge zwischen Skylar und Alec waren frech, humorvoll und sexy. Und zu gerne wäre ich auch auf der Insel gewesen, von mir aus auch mit Schneesturm. Bei den Freunden hätte es mir sicher sehr gut gefallen.
Wie in den meisten Büchern gibt es Beteiligte, die ich gut oder weniger gut leiden kann. Diesmal haben aber drei Personen die Skala der Unbeliebheit bei mir weit überschritten.  Wer das Buch gelesen hat, wird sich denken, wen ich meine, allen anderen werde ich es aber nicht verraten.

Das Buchcover hat mich wieder sehr begeistert, als Londonfan fallen mir sowieso immer alle Bücher mit entsprechendem Cover auf. Das Bild gibt es gar nicht wieder, wie schön es aussieht und sich auch anfühlt. Schade, wenn ich das Buch "normal" ins Regal stelle, ist das Cover gar nicht zu sehen. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. ;)

Fazit:
Wer nach einem Weihnachtsbuch sucht und wem es nichts ausmacht, wenn neben einer schönen Geschichte auch erotische Szenen vorkommen, dem empfehle ich das Buch gerne weiter.

Bei dem Verlag Mira Taschenbuch möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Da ich mir das Buch auf der Messe wünschen durfte, kann man davon ausgehen, dass ich wusste, was mich erwartet und die Rezension auch entsprechend ausfallen wird. Allerdings hätte ich auch ehrlich geschrieben, wenn mir das Buch überhaupt nicht gefallen hätte.

Mittwoch, 30. November 2016

Indie-Autoren-Challenge - Marlies Borghold


Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen.
Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte.



Die Autorin Marlies Borghold schreibt über sich:
Ich wurde vor sehr langer Zeit, im Jahre 1959, im schönen Borken (Westfalen) geboren und lebe seit über dreißig Jahren in der Nähe von Düsseldorf (auch schön dort!). Einer plötzlichen Eingebung folgend schrieb ich vor ein paar Jahren einen Roman. Schon bald kamen mir die Fortsetzungen hierzu in den Sinn. Im Jahre 2013 traute ich mich dann endlich und veröffentlichte unter dem Pseudonym Agnes M. Holdborg die ersten beiden Teile meiner romantischen Fantasy-Elfensaga „Sonnenwarm und Regensanft“ („Zwei Sonnen“ und „Sonnensturm“) als E-Books. Der dritte Teil „Elfenstern“ erschien im August 2014. Neben der Fortsetzung zu dieser Reihe arbeite ich zurzeit an dem Fantasyroman „Kuss der Todesfrucht“, aber auch an Projekten in anderen Genres wie Erotikthriller, Krimi und manchmal auch an Gedichten.



Marlies Borghold ist neu in der Autoren-Challenge-Gruppe und wurde von Any Swan nominiert.


Diese Begriffe musste sie unterbringen:

Motorschaden
Glühwein
Rum
Weiberheld
Hundedecke
Zimtschnecke
Papierflieger
Mietwagen
Niesattacke
Allergie
Vollmond
Flugzeug
Hunger
Angst
Nebel


Marlies schreibt:
So, ihr Lieben! Ich habe mich an meinem ersten IAC-Beitrag versucht. Hätte die Geschichte einen Titel, hätte ich “Das verflixte siebte Jahr” oder “Der Ring” gewählt, ABER das hätte den Rahmen der drei Normseiten gesprengt, lach. Hier also meine Geschichte:


Der riesige Vollmond erhellte den Abendhimmel, als Till aus Richtung des Münchener Flughafens heimfuhr.

»Supermond! Wen interessiert’s?«, grummelte er. Er hatte andere Sorgen, die ihm in diesem Moment erneut vor Augen geführt wurden, weil er seine Hände am Lenkrad sah. Kein Ehering! Wo hatte er den bloß verloren? Verdammt! Er konnte doch nicht ohne seinen Ring bei Lena auftauchen. Im verflixten siebten Ehejahr! Was würde sie denken? Er liebte sie, wie er noch nie einen Menschen zuvor geliebt hatte, und jetzt das!

Till war übernächtigt und äußerst schlechtgelaunt. Zudem hing ihm sein Magen vor Hunger in den Kniekehlen. Die Zimtschnecke am Vormittag während der Konferenz war längst verdaut. Außerdem hatten die beiden Rotzbengel neben ihm im Flugzeug einen Papierflieger nach dem anderen sausen lassen.

Eine heftige Niesattacke setzte seiner Grübelei ein Ende. Verflucht! Er hatte doch angegeben, dass er unter einer Allergie litt. Tierhaare waren am schlimmsten. Schon gestern beim Einsteigen in den Mietwagen hatte ihn das Gefühl beschlichen, man hätte ihm eine Hundedecke übergestülpt.

Gott, was für zwei unselige Tage! Erst der Motorschaden zu Hause, weshalb er das angeblich allergiefreie Auto gemietet hatte. Dann das überraschende Zusammentreffen mit seinem alten Klassenkameraden Jan im Foyer des Hamburger Hotels. Eigentlich hatte Till einen ruhigen Abend verbringen wollen. Der nächste Tag würde anstrengend werden. Jan hatte alles über den Haufen geworfen und Till zu einer Kneipentour überredet. So wie früher! Also checkte er rasch ein, lud den Koffer im Zimmer ab, und los ging es.

Jan betitelte ihn immer noch als Schürzenjäger. Reiner Neid, wie Till fand, obwohl bei ihrem Streifzug durch die Bars einige schmollmündige, wohlproportionierte Damen mehr als interessiert an ihm waren. Er aber nicht! Seit er Lena kannte, war seine Zeit als Weiberheld passé.

Erst in der letzten Bar war ihm aufgefallen, dass sein Ehering nicht am Finger steckte. Kein Wunder, dass er derart angeflirtet worden war. Was hatte er alles versucht, um den Ring wiederzufinden: seinen Freund und besagte Damen vor den Kopf gestoßen, vier Bars durchsucht. Doch er hatte ihn nicht finden können.

Morgens war er aufgewacht, mit Brummschädel vom Glühwein und Rum samt schlechtem Gewissen, da er sich nicht bei Lena gemeldet hatte – und wegen des Rings. Sein Hotelzimmer hatte er aufgrund der Suche völlig verwüstet, was zudem an den zahlreichen Drinks gelegen hatte. Entsprechend hoch war seine Hotelrechnung ausgefallen. Für ein Frühstück war vor der Konferenz keine Zeit geblieben, wohl aber für eine kurze Nachricht an seine Frau, damit sie sich nicht sorgte.

Wabernder Nebel ersetzte den klaren Sternenhimmel, während Till das Auto in der Einfahrt zum Haus abstellte. »Passend zur Stimmung«, flüsterte er und schloss, beladen mit Koffer und Aktentasche, die Tür auf. »Hallihallo!« Gute Laune heuchelnd schob er seine beklemmende Angst beiseite. Dann ließ er einfach alles fallen und nahm Lena in die Arme, nachdem diese auf ihn zugestürmt war. Sie schien ihm nicht böse zu sein. Das würde sich jedoch bald ändern, befürchtete er. Viele Worte wurden nicht gewechselt. Selbst nach sieben Ehejahren war ihr gegenseitiges Begehren unverändert groß und musste zunächst gestillt werden.

»Du siehst furchtbar müde aus«, stellte sie danach fest.
»Bin ich auch.« Schwer seufzend gab er sich einen Ruck und erzählte von seinen Erlebnissen, insbesondere vom Ring. Stirnrunzelnd besah sie sich seine Hand.
»Das ist mir gar nicht aufgefallen. Naja, wir hatten ja anderes zu tun.«
»Bist du denn nicht sauer?«
»Natürlich nicht. So etwas kann schließlich passieren.« Till fiel auf, wie seine Frau auf ihrer Unterlippe herumkaute. »Du bist doch sauer.«
»Nein, weil ... Ich, äh, ich hab...«, druckste sie herum.
»Was? Was hast du, Schatz?«, hakte er nach.
»Okay, hör zu«, begann sie. »Neulich beim Einkaufen, da musste ich auf die Toilette, und da hab ich meinen schönen Ring, den du mir zum siebten Hochzeitstag geschenkt hast, abgenommen, damit nichts drankommt. Dann hab ich ihn vergessen. Ich bin selbstverständlich sofort zurück, als ich es bemerkt habe, aber er war weg. Es tut mir so leid.«
Till griff nach ihrer Hand und stutzte. »Du trägst ihn doch.« Er hatte den Ring extra für sie anfertigen lassen.
»Nun ja, ich hab beim Juwelier einen neuen bestellt.«
Er grinste. »Echt?« Eine tonnenschwere Last fiel von ihm ab. Was hatte er sich verrückt gemacht. »Ich liebe dich.«
»Ja, echt! Da kann ich dir wohl kaum böse sein, oder?« Sie grinste. »Und ja, ich liebe dich auch.«

Am nächsten Morgen beugte er sich über die geöffnete Motorhaube seines kaputten Autos. Womöglich hatte er vor seiner Abreise den Grund für den Defekt übersehen. Also stieg er in den Wagen, um den Motor anzulassen. Und da lag er, sein Ring, unschuldig schimmernd auf dem Beifahrersitz.

Dienstag, 29. November 2016

Rezension - Warum Engel nie Mundharmonika spielen



Autorin: Karin Koenicke

Titel: Warum Engel nie Mundharmonika spielen

Genre: Weihnachtsbuch, Fantasie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 23. November 2016

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorin Karin Koenicke wurde in Regensburg geboren und lebt nun mit ihrer Familie und einem Zimmer voll Musikinstrumenten vor den Toren Münchens. Ihre Geschichten sind ein bisschen wie sie selbst - spontan, kreativ und humorvoll. Für sie ist es normal, montags ins Beethovenkonzert zu gehen und samstags zu den Rolling Stones. Kurz entschlossen nach London zu gondeln, um im St. James's Park Eichhörnchen zu füttern - das kann vorkommen. Genauso gerne backt sie mit ihren Kindern Schokokuchen mit Gurke. Manche Menschen halten sie für verrückt, was Karin Koenicke als großes Kompliment auffasst. Das Schreiben wurde vom Hobby zu ihrem Beruf, sie ist bei einer literarischen Agentur unter Vertrag. Ihre Leser schätzen die skurrilen Figuren, den Humor und die gefühlvollen Storys mit unerwarteten Wendungen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Im Himmel ist die Hölle los! Grund dafür ist der alljährliche „Euromission Schutzengel Contest“, für den ein Engel ausgewählt werden muss. Es erwischt ausgerechnet den himmlischen Organisten Pasiel, der lieber Bach-Präludien spielen würde statt ins winterliche London hinabzufahren. Dass ihn der irdische Auftrag nicht nur musikalisch an seine Grenzen bringen wird, ahnt er nicht. Im Gegensatz zu ihm hat sein Schützling, eine junge Tätowiererin, mit Klassik nichts am Hut. Als toughe Großstädterin kommt sie auch mit den härtesten Kunden zurecht. Doch dieser altmodisch anmutende Organist, der sich um eine Stelle in ihrer Rockband bewirbt, verwirrt sie. Obwohl er ihr etwas weltfremd erscheint, ist sie von seiner Leidenschaft für Musik fasziniert. Warum ist er so anders als alle Männer, die sie kennt? Ein Roman über die Liebe. Über Leidenschaft und Musik.


Meine Meinung:
Ich habe ja schon einige Bücher gelesen, in denen Engel auf die Erde kommen und dort Aufträge erledigen müssen. Diesmal war es anders.
Pasiel, der sich auf Erden Paul rufen lässt, bekommt ganz überraschend den Auftrag bei dem "Euromission Schutzengel Contest" mitzuhelfen. Schon bei diesem Zusammenhang musste ich mehrmals schmunzeln. Irgendwie entdeckte ich da wohl eine Verbindung zu einem anderen Contest ☺? Nun, Paul der schon eine Weile im Himmel musizieren durfte, kannte sich mit der heutigen Musik so gar nicht aus. Was andere als Musikgenuss betrachteten tat ihm in den Ohren weh, das kann ich durchaus nachvollziehen. Sein Schützling allerdings hat es ihm angetan und die beiden entwickelten eine besondere Beziehung. Ob dies allerdings im Interesse einiger Erzengel war? Ich will nun nichts weiter verraten. Auf jeden Fall hat es mir sehr viel Spaß gemacht, Paul und Edwina zu begleiten. Die Autorin hat sehr berührend aber auch humorvoll geschildert, was die beiden so alles erleben.
Das Buchcover gefällt mir als Londonfan ausgesprochen gut und ich fand es toll, dass ich immer genau wusste, wo sich die Beteiligten aufhielten. Die Geschichte spielt ja in der Vorweihnachtszeit und ich hatte die Oxford und Regent Street mit ihrer wunderschönen Beleuchtung so richtig vor Augen. Auch ich bin jedes Mal davon beeindruckt.


Fazit:
Himmlisches und erdiges, sagt man das? Auf jeden Fall spielt sich vieles im Himmel und in London ab. Fantasie und Realität, gut gemischt und passend als Lesegenuss im Advent.