Montag, 26. September 2016

Rezension - Magnolien im Mondlicht



Autorin: Marleen Reichenberg

Titel: Magnolien im Mondlicht

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 25. September 2016

Seiten: ca 330

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Marleen Reichenberg wurde in der Nähe von München geboren, ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Süddeutschland. In ihrer freien Zeit entspannt sie sich beim Klavierspielen, liest sehr viel, hält sich mit Yoga und Radfahren fit und engagiert sich ehrenamtlich. Sie studierte Rechtswissenschaften, arbeitete unter anderem als Anwältin, und ist es als Juristin gewohnt, sich mit eher „trockener“ Materie zu beschäftigen. In ihren Büchern hingegen begibt sie sich in die Welt der Gefühle und schreibt in den Genres Liebe, Drama und Humor.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Noelle und Connor sind von Kindheit an unzertrennlich. Aus Freundschaft entwickelt sich die erste große Liebe. Diese wird auf eine harte Probe gestellt, als Connor ein beruflich lukratives Angebot in den USA annimmt und Noelle ihn nicht begleiten kann. Als sie sich unter völlig veränderten Umständen wiedersehen, will Noelle nichts mehr von ihm wissen. Doch der erfolgsverwöhnte Connor lässt nichts unversucht, um ihre Liebe wiederzugewinnen. Dabei stößt er auf Hindernisse, die nahezu unüberwindbar scheinen …
„Magnolien im Mondlicht“ ist ein real wirkender Liebesroman mit sinnlichen, romantischen, dramatischen, humorvollen Elementen und unerwarteten Wendungen. Schauplätze dieses Buches sind das bergige Hinterland sowie die mondänen Küstenorte der Côte d´Azur.



Meine Meinung:
Inzwischen habe ich von Marleen Reichenberg schon einige Bücher gelesen,  die mich begeistert und neugierig auf dieses Buch gemacht haben. Und das, obwohl ich ja kein großer Fan von Liebesromanen bin. Nun, ich persönlich würde dieses Buch auch nicht als typischen Liebesroman einordnen, aber das ist eben Ansichtssache.
Tatsache ist hier nun, dass ich mich sehr schnell mittendrin in der Geschichte wiederfand. Ich weiß nicht, ob mir das schon mal passiert ist, dass ich direkt nach den ersten Seiten Partei ergriffen habe. Es gab sofort eine Person, die ich überhaupt nicht mochte und kurz danach folgte eine weitere. Lach, denkt jetzt nicht schlecht über mich oder über das Buch. Ich finde Marleen Reichenberg ist damit ein toller Einstieg gelungen, sie hat mich ans Buch gefesselt und auch sofort dargestellt, was Menschen auslösen können, sei es durch Reden oder mit ihrem Verhalten. Dies schreibe ich natürlich wieder sehr rästelhaft, aber ich bleibe meiner Meinung treu und verrate nichts über den Inhalt des Buches, zumindest nicht mehr, als die Kurzbeschreibung hergibt. ;)

Noelle und Connor, die schon als kleine Kinder unzertrennlich waren, müssen feststellen, dass es doch einiges gibt, was sie trennen kann. Das Berufsleben holt sie ein. Connor bekommt ein sehr gutes Angebot. Er kann sich beruflich in den USA weiter entwickeln. Warum Noelle nicht mit konnte und sie später nichts mehr von ihm wissen wollte... tja, das könnt Ihr im Buch nachlesen. Auf jeden Fall sind es nicht die typischen Verwicklungen, wie sie oft in den Liebesromanen vorkommen und ich eigentlich nicht mag. Es gab Momente, da befürchtete ich, dass die Autorin einige Verwicklungen zulässt, aber zu meiner Freude hat sie es dann nicht getan. Stattdessen überraschte sie mich mit Wendungen, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte.

Das Buchcover gefällt mir wirklich sehr gut, es wäre auf jeden Fall ein Grund, weshalb ich mir das Buch näher ansehen würde, läge es auf einem Tisch im Buchladen.  Außerdem passt das Bild und auch der Titel bestens zum Inhalt dieses Buches.


Fazit:
Marleen Reichenberg hat hier ein wunderbares Buch geschrieben, was mich sehr berührt hat.
Sie hat Themen behandelt, die eine gewisse Dramatik wiedergeben, aber Humor und Romantik kommen auch nicht zu kurz. Ach, ich könnte noch viel mehr über das Buch schwärmen, müsste aber zu viel verraten. Deshalb glaubt mir einfach, lest es selber, was ich sehr empfehle.

Ich möchte mich bei Marleen Reichenberg vielmals bedanken, dass ich das Buch vorab lesen durfte. Darüber habe ich mich sehr gefreut, allerdings hatte das keine Auswirkungen auf mein Urteil über dieses Buch.

Sonntag, 25. September 2016

Rezension - Das Weihnachtsdorf


Autorin: Petra Durst-Benning

Titel: Das Weihnachtsdorf

Genre: Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 26. September 2016

Seiten: 208

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet




Die Autorin Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Es ist Anfang Dezember im malerischen Allgäu. Maierhofen liegt friedlich im Schnee, Kerzenlicht funkelt in den Häusern. Der Trubel des Sommers ist längst vorbei, das große Kräuter-der-Provinz-Festival nur noch eine schöne Erinnerung. Langweilig wird es im Genießerdorf jedoch lange nicht, denn der erste Weihnachtsmarkt steht bevor. Wenn es nach Werbefrau Greta geht, haben dort Plastik-Nikoläuse und billiger Glühwein nichts verloren. Wird es aber den Maierhofenern gelingen, das Wahre und Gute in den Winter hinüberzuretten? Therese freut sich auf Feiertage in trauter Zweisamkeit, doch jemand will ihre Pläne durchkreuzen. Und während es Christine vor ihrem ersten Fest alleine graut, werden Roswitha und Edy auf die Probe gestellt. Junges Liebesglück, neue Sehnsüchte und zerschlagene Hoffnungen brauen sich zusammen wie Winterstürme. Wie viele kleine Wunder braucht es für das große Glück?


Meine Meinung:
In dem Buch "Kräuter der Provinz" hatte ich die Bewohner von Maierhofen bereits kennen gelernt und freute mich nun, sie während der Adventszeit begleiten zu können.
Der Advent sollte eigentlich eine schöne und besinnliche Zeit sein, aber wie so oft ist viel zu tun
Geschenke müssen besorgt werden, Speisepläne werden gemacht, Erwartungen werden gestellt -
und nicht unbedingt erfüllt. In Maierhofen geht es zu, wie in vielen anderen Orten auch.
Ob es alles klappt und wie einige Bewohner mit den Überraschungen umgehen verrate ich hier natürlich nicht. Schließlich hat Petra Durst-Benning alles so gut beschrieben, dass ich gerne vor Ort gewesen wäre und das Lesevergnügen möchte ich keinem nehmen.
Auf jeden Fall hat sie als Autorin mich wieder an das Buch gefesselt. Natürlich habe ich für die eine oder den anderen Partei ergriffen. Ich habe mich über manches Verhalten, sei es das der Geschwister, der Eltern oder der Töchter geärgert. Man merkt, ich war wirklich wieder mittendrin. Mit dem Ende war ich dann  mehr als einverstanden und wäre auch dort gerne dabei gewesen.

Am Ende des Buches stellen uns die Bewohner von Maierhofen ihre Rezepte zur Verfügung, was ich sehr gut finde und sicher einige im Dezember ausprobieren werde.
Das Cover begeistert mich auch bei diesem Buch wieder sehr, das war bei dem ersten Buch über die Bewohner von Maierhofen schon der Fall. Auf dem Bild ist es nicht so gut zu erkennen, die Buchstaben des Buchtitels glänzen so schön. Aber nicht nur das Cover gefällt mir, auf den Innenseiten ist  ebenfalls die Holzvertäfelung mit dem Weihnachstschmuck abgebildet.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das sich wunderbar im Advent lesen lässt. Natürlich geht das auch zu anderen Zeiten. Aber ich denke, wer in der Zeit sehr viel Trubel um sich herum hat, sollte sich damit eine Auszeit gönnen.  Ich empfehle es sehr gerne weiter.

Bei dem Verlag blanvalet möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Die Chroniken der Windträume


Autor: Jando

Titel: Die Chroniken der Windträume

Genre: Moderne Märchen

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 16. September 2016

Seiten: 120

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Koros Nord




Der Autor Jando wurde am 16.07.1970 im niedersächsischen Oldenburg geboren. Mit seinen Geschichten möchte er zeitlose Botschaften für Jung und Alt, Groß und Klein erzählen. Sein Seemannsgarn spinnt er als waschechter Norddeutsche während ausgedehnten Wanderungen entlang der Küste. Als kleiner Junge wollte er Seeräuber werden, der Besitztümer an Arme verteilt. Diese Haltung spiegeln heute seine Bücher wider.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Früher einmal glaubte man, wenn jemand stirbt, dass der Wind seine Seele in das Reich der Toten begleitet. Aber manchmal, nur manchmal bringt der Wind die Seele zurück, um geliebten Menschen noch einmal nahe zu sein und um ihnen in ihren größten Ängsten und Nöten beizustehen, um sie an ihre Träume zu erinnern. Tom und sein Sohn Jan stehen in unterschiedlichen Jahrzehnten am Scheideweg ihres Lebens. Der Verlust eines geliebten Menschen hat ihnen ihre Träume und Hoffnung genommen. Die Begegnung mit dem Herrn der Winde an ihrem Zufluchtsort am Meer zeigt ihnen Wege auf, ja sagen zu lernen zu ihren Träumen, aber auch ja zu Liebe und Schmerz. Doch müssen sie erst einmal lernen, dass selbst das Abschied nehmen, der Beginn einer neuen fantastischen Reise sein kann. Eine Reise voller Trauer, Hoffnung und Liebe und über die magische Entstehung von Sternschnuppen. Die Chroniken der Windträume ist ein modernes Märchen für kleine und große Leser, die bereit sind, ihre Träume in ihr Leben einzubeziehen.


Meine Meinung:
Ich musste wirklich eine Weile überlegen, was ich zu diesem Buch schreiben wollte. Denn es ist kein normales Buch, was jetzt nicht abwertend gemeint ist. Ein normales Buch wird in der Regel einmal gelesen und dann ins Regal gestellt oder an die beste Freundin verliehen. Aber das passiert bei diesem Buch nicht. Die Chroniken der Windträume lässt sich sehr flott lesen, aber es wäre schade, wenn es dann im Regal verschwindet. Nein, dieses Buch, das außerdem noch sehr handlich ist, passt in jede Tasche, zumindest bei uns Frauen ;) und kann dann überall gelesen werden. Ich denke da an einen Spaziergang im Herbst zu einer schönen Bank, eine Pause einlegen und ein paar Seiten lesen. Noch schöner wäre es natürlich, wenn der Spaziergang am Strand stattfinden kann, man das Meer riecht und den Wind fühlt. Ich will mir eine Notiz machen und es nächstes Jahr ins Urlaubsgepäck legen und dann testen, ob es an der Ostsee auch klappt, denn dort ist es meist nicht so windig bzw die Wellen sind nicht so heftig.
Wie auch immer, jetzt habe ich soviel drum herum geschrieben und noch nicht erwähnt, dass es mir sehr gut gefallen hat.  Der Wind hat nicht nur Tom sondern auch seinem Sohn Jan sehr geholfen, als beide sehr traurig waren. Aber nicht nur ihnen wurde geholfen, da waren noch andere, allerdings will ich nicht zu viel verraten.
Wie auch bei den anderen Büchern von Jando, die mir sehr gut gefallen haben, hat seine Schwester Antjeca wunderschöne Bilder beigesteuert. Alle haben mir gefallen, aber der Blick von Jova hat es mir besonders angetan. Es ist natürlich klar, dass mir das Buchcover sehr gut gefällt. Ich habe das Gefühl gleich die Gischt zu spüren. Dann gab es eine Überraschung als ich das Buch aufgeschlagen hatte. Ich bin doch ein großer Fan von der Ostsee und allem maritimen und habe mich sehr über die wunderschönen gestalteten Seiten gefreut: blaue Hintergrundfarbe und jede Menge Muscheln, blickte ich gerade ins Wasser? Super gemacht!

Fazit:
Die Saga von einer wundersamen Reise zu sich selbst, lasst Euch darauf ein und genießt sie einfach.
Ich werde mit Sicherheit immer mal wieder zu diesem Buch greifen und einige Kapitel lesen oder vielleicht auch alle, mal sehen.


Bei Jando möchte ich mich recht herzlich bedanken.

Freitag, 23. September 2016

Rezension - Tage zwischen Ebbe und Flut


Autorin: Carin Müller

Titel: Tage zwischen Ebbe und Flut

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 25. August 2016

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur





Die Autorin Carin Müller schreibt, seit man es ihr 1978 in der ersten Klasse beigebracht hat. Da war ihr aber noch nicht klar, wie wichtig die Fähigkeit, Buchstaben zu Worten und Worte zu Sätzen zu verbinden, einmal werden würde. Zu diesem Zeitpunkt wollte sie Tierärztin, Raumschiffkapitän oder Floristin werden. Alternativen, die nach wie vor einen gewissen Reiz haben - wenn ihr Hund krank ist oder eine fiese Deadline droht. Trotzdem hat sie sich fürs Schreiben entschieden und arbeitet seit gut fünfzehn Jahren als freie Journalistin und Autorin. Carin Müller lebt mit Mann und Hund in Frankfurt und schreibt fast täglich auch in ihren beiden Blogs über "Einsichten aus dem Kiosk" (www.carinmueller.de) und Fußball. (www.11spielerfrauen.de)



Kurzbeschreibung, übernommen:
In ihrem ebenso warmherzigen wie humorvoll überspitzten Roman "Tage zwischen Ebbe und Flut" zeigt die Journalistin Carin Müller eine Familie im emotionalen Ausnahmezustand. Basierend auf eigenen Erfahrungen lässt die Autorin ihre liebevoll gezeichneten Charaktere, allen voran den an Alzheimer erkrankten Felix sowie seine Ehefrau, seine Tochter und seine Enkelin, auf einer Mittelmeer-Kreuzfahrt aufeinanderprallen. So entsteht ein bewegender, dabei sehr ehrlicher und oftmals herrlich komischer Reise- und Familienroman über eine der Volkskrankheiten unserer Zeit, wie man damit lebt, was sie mit sich bringt - an Verlusten, aber auch neuen Erfahrungen und Chancen. Felix ist 70 Jahre alt. Er spricht aus, was niemand zu sagen wagt, und tut, was sonst niemand tun würde. Seine Erinnerungen sind wie Wellen in seinem Kopf, wogend, nicht festzuhalten. Denn Felix hat Alzheimer. Um ihm einen Herzenswunsch zu erfüllen, machen seine Ehefrau Ellen, seine Tochter Judith und seine Enkelin Fabienne mit ihm eine Kreuzfahrt. Doch während Felix die Reise als wunderbares Abenteuer erlebt, wird für die drei Frauen die Seereise zu einer Seelenreise durch schwere Gewässer, aber mit Kurs auf sonnige Gefilde.


Meine Meinung:
Das ist ein sehr gefühlvolles Buch über ein Thema, das für viele noch immer ein Tabu ist. Nach dem Motto, es trifft immer nur die anderen, will sich damit niemand auseinandersetzen. Inzwischen kenne ich allerdings sehr viele, wo der Vater oder die Mutter daran erkrankt ist. Wie geht man nun damit um? Wie werden wir damit umgehen, wenn wir selber betroffen sind? Dieses Buch macht einen nachdenklich und manch einer denkt sich vielleicht, so werde ich nicht damit umgehen. Leicht gesagt, aus der Ferne, hoffen wir mal, dass es dann auch wirklich so kommt, wie man es sich vornimmt. Am besten ist es natürlich, wenn diese gemeine Krankheit nicht in der unmittelbaren Umgebung auftritt. Aber fragt das Schicksal danach, was man möchte?

Felix, erst 70 Jahre alt, erkrankt an Alzheimer. Ellen, seine Frau tut sich verflixt schwer, damit umzugehen. Und mir fiel auch schwer, sie zu mögen. Ich war hin und her gerissen. Auf der einen Seite konnte ich sie verstehen, auf der anderen Seite dann doch wieder nicht. Judith, die Tochter und Fabienne, die Enkelin müssen ebenfalls lernen mit der Krankheit umzugehen. Rein zufällig befinden sich alle vier nun auf einer Kreuzfahrt. Geplant war alles anders, aber so mussten sie das beste daraus machen. Und jede hatte ein Päckchen zu tragen. Fabienne gerade mal 17 Jahre jung, steckt mitten in der Pubertät und Judith muss sich eingestehen, das..... achne, ich werde nicht zu viel verraten.

Man könnte meinen, es wäre eine ganz normale Familie, die sich auf  Reisen begibt. Viele Probleme kann man lösen, aber eine Krankheit kann man nicht wegzaubern. Man muss lernen damit umzugehen und dabei sich selber nicht zu vergessen.

Carin Müller hat sehr gefühlvoll über die Krankheit geschrieben. Aber es gab auch wunderschöne und humorvolle Momente, wo ich schmunzeln musste. Trotzdem blieb mir der Griff zu einem Taschentuch, um meine Tränen zu trocknen, nicht erspart.

Ich finde es klasse, dass Carin Müller ein Buch zu der Krankheit geschrieben hat. Sie selber muss erleben, wie ihr Vater, der daran erkrankt ist, sich verändert. Sie muss einen Weg finden, sich damit zu arrangieren, so blöd es sich auch anhört. Den Beteiligten hat sie sehr unterschiedliche Charaktere zugeordnet, vielleicht ein wenig überspitzt, aber durchaus realistisch. Denn sie sieht ja, wie die Menschen in ihrem Umfeld reagieren und damit fertig werden. Auf jeden Fall ist dies ein Buch, das jeder mal lesen sollte, egal ob betroffen oder nicht.

Übrigens habe ich mich sehr gefreut, alte Bekannte auf dem Schiff Flying Cloud wieder zu treffen. Denn mir hat das Buch "Gefühlte Wahrheit" sehr gut gefallen. So konnte ich lesen, wie es mit Selma und Henri weitergeht. Außerdem fand ich es sehr interessant, dass zwar Felix und Alzheimer im Mittelpunkt standen, aber auch das Leben der anderen geht weiter mit den kleinen oder großen Problemen.


Fazit:
Ein Buch, das sich keiner entgehen lassen sollte. Es spricht alle Lesergruppen an und deshalb empfehle ich es gerne weiter.

Bei dem Verlag Droemer-Knaur möchte ich mich recht für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 20. September 2016

Rezension - Die Herren der grünen Insel


Autorin: Kiera Brennan

Titel: Die Herren der grünen Insel

Genre: Historisch

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 15.Februar 2016

Seiten: 960

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blanvalet




Kiera Brennan ist das Pseudonym einer erfolgreichen Bestsellerautorin, deren Romane bei zahlreichen deutschen Verlagen erschienen sind. Ihr Historienepos Die Herren der Grünen Insel spielt im Irland des Hochmittelalters – eine Epoche, die Brennan seit jeher fesselt. Während langer Irlandaufenthalte hat sie an Originalschauplätzen recherchiert und sich von der wildromantischen Landschaft der Insel inspirieren lassen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Irland 1166: Die Grüne Insel ist in viele kleine Reiche zersplittert, die sich unerbittlich bekriegen. Könige fechten langjährige Fehden aus, und selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Machtkampf hineingezogen. Zugleich droht ein gemeinsamer Feind in Irland einzufallen: Henry Plantagenet will die Insel an sich reißen. Werden sich die Herren der Grünen Insel vereinen und sich gegen den König von England stellen? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?


Meine Meinung:
Als ich das gebundene Buch mit über 960 Seiten in der Hand hielt, wusste ich, dass dies eine Herausforderung für mich werden würde und mir war auch wieder klar, warum ich manche Bücher besser als eBook lesen sollte. Eine Herausforderung in mehrfacher Hinsicht sollte es werden. Ich kann von mir behaupten, dass ich schon reichlich historische Bücher gelesen habe. Darunter gab es auch einige für die ich ein Jahr gebraucht habe. Das war allerdings nie ein Problem, ich konnte jederzeit wieder einsteigen, einige Kapitel lesen und dann wieder das Buch zur Seite legen und andere lesen.
Über Irland hatte ich bisher wenig gelesen und freute mich über dieses Buch. Allerdings musste ich nach einigen hundert Seiten feststellen, dass ich mit den Namen gar nicht zurecht kam. Was an mir lag, denn die Autorin hat ja alles authentisch beschrieben und die besondere Schreibweise der Namen übernommen. Da ich mich wirklich sehr schwer tat, legte ich das Buch erst einmal wieder zur Seite. Ich ging davon aus, dass ich wie bei einigen anderen Büchern, die für mich auch sehr langatmig waren, jederzeit wieder einsteigen konnte. Dies war leider nicht der Fall. Ich musste tatsächlich wieder ganz neu mit dem Lesen beginnen.
Zu diesem Buch kann ich jetzt nur schreiben, dass es sehr aufwändig und gut recherchiert ist. Allerdings konnte ich mich  nicht damit anfreunden. Es war mir einfach alles zu viel.

Fazit:
Für mich war es leider nicht das richtige Buch, allerdings gehe ich davon aus, dass Fans von Irland und von ausführlich erzählten Schlachten und Ereignissen der damaligen Zeit durchaus Gefallen an dem Buch finden können. Wie unterschiedlich die Empfindungen sind, zeigen mir auch die vielen verschieden bewerteten Rezensionen bei Amazon.

Bei dem Verlag Blanvalet möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Die Kirschvilla


Autorin; Hanna Caspian

Titel: Die Kirschvilla

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen:12. September 2016

Seiten: 480

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne




Hinter Hanna Caspian verbirgt sich eine erfolgreiche deutsche Autorin, die ihr Herz ans Rheinland verloren hat. Ihre Liebesromane behandeln spannende Themen der vergessenen deutschen Geschichte. Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften und Sprachen. Mit ihrem Mann wohnt und arbeitet sie dort, wo auch ihr neuer Roman spielt – in unmittelbarer Nähe zum Rhein.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Isabell und ihre Großmutter Pauline treten ein Erbe in Köln an – Paulines Geburtshaus. Doch die alte Villa am Rheinufer birgt dunkle Geheimnisse. Bald sieht sich Isabell mit der Frage konfrontiert, ob ihr Liebesglück mit den Geheimnissen ihrer Familie zusammenhängt. Denn ausgerechnet Julius, Isabells neue Liebe, scheint tief in die schmerzliche Familientragödie verstrickt. Doch schließlich geben zwei Tagebücher aus den 1920er-Jahren, die die Zeit überdauert haben, Auskunft über die schockierenden Geschehnisse am Rheinufer – und über Wahrheiten, die niemand gerne über seine Familie erfährt.


Meine Meinung:
Puh, das waren ja wirklich dramatische Geheimnisse, die sich offenbarten. Von Anfang bis zum Ende fühlte ich mich ans Buch gefesselt, denn ich wollte natürlich wissen, was sich hinter den Mauern der Kirschvilla verbirgt.

Pauline erbt völlig überraschend die Villa, in der sie ihre Kindheit verbrachte. Allerdings fühlt sie sich mit 88 Jahren doch etwas überfordert und ist froh, dass ihre Enkelin Isabell ihr helfend zur Seite steht. Als sie sich im Haus umsehen, finden sie alte Tagebücher von Paulines Schwester. So erfahre ich, genau wie Isabell und ihre Großmutter, was in den Jahren vor Paulines Geburt alles so geschehen ist. Aber auch über andere Zeiten sollten wir etwas erfahren, denn durch Erinnerungen und Erzählungen ergibt sich ein immer besseres Bild über alles.

So wechselte ich als Leserin zwischen mehreren Zeitabschnitten hin und her. Manchmal war es schon etwas verwirrend, denn die Rückblicke in die Vergangenheit befanden sich nicht unbedingt immer in der richtigen zeitlichen Reihenfolge. Aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, war es für mich nicht weiter problematisch.

Wie bei vielen Büchern finde ich die Beteiligten sympathisch oder sogar unsympathisch. Hier war ich soweit, dass ich eine bestimmte Person überhaupt nicht leiden konnte und sogar mit dem Handeln anderer Personen sehr einverstanden war. Und dabei fühlte ich mich noch nicht mal schlecht. Was ich nun aber meine, werde ich mit Sicherheit nicht verraten. Auf jeden Fall war ich ganz schön aufgeregt und hoffte, dass sich alles meinen Vorstellungen entsprechend entwickelte.

Fazit:
Eine überaus interessante Familiengeschichte, wobei ich denke, es hätte einiges anders kommen können, wenn.... tja, wie heißt es so schön .. hätte .. hätte. Auf jeden Fall fand ich die Geschichte überaus interessant und gebe gerne eine Leseempfehlung zu diesem Buch.

Bei dem Verlag Heyne möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 16. September 2016

Rezension - Mit Mandelkuss und Liebe



Autorin: Jo Berger

Titel: Mit Mandelkuss und Liebe

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. September 2016

Seiten: 338

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorin Jo Berger schreibt moderne Liebesromane und kurze Alltagsgeschichten aus dem Leben. Dabei erwärmen ihre Romane nicht nur Herzen, sondern auch Lachmuskeln. Die Leser/innen lieben ihren Witz, der in keinem Roman fehlt. Denn wenn Jo Berger zu ihrer Feder greift, dann meist mit viel Herz und Humor. In ihren Romanen geht es um die ganz große Liebe, um Lebenslust und Happy Ends. Es geht um Frauen in den Achterbahnen des Lebens, um Traumprinzen, beste Freundinnen und Lebensträume. Doch auch auf nachdenkliche Momente und die großen „Hachs“ darf sich der Leser freuen. Und eines ist garantiert: Wunderbare Bilder im Kopf und große Gefühle.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Macarons zum Frühstück, ein süßer Hund, ein romantisches Café und ein Freund aus Kindertagen, der gar nicht mal schlecht küssen kann! Die attraktive Ella lebt für ihr kleines Macarons-Café, ihre farbigen, köstlichen Macarons sind beliebt. Ihr Leben ist nahezu perfekt. Doch alles droht zu platzen, als die Großbäckerei McBread eine Filiale genau gegenüber ihrem Café plant. Wenn McBread eröffnet, ist Ella pleite! Ihr Lebenstraum ist in Gefahr. Dass ihre Hündin Flocke sich in die riesige Dogge Lanzelot verliebt hat, macht die Lage nicht einfacher, denn zu Lanzelot gehört der unfreundliche Großstädter Sam, und den kann Ella mal gar nicht leiden. Gut, dass Ella in Niklas einen Freund hat, der ihr in dieser aufreibenden Zeit zur Seite steht. Himmelreich, der Heimatort der gleichnamigen Buchreihe, hat ein Nachbardorf: Wolkenbusch.


Meine Meinung:
Als ich erfahren habe, dass diese Geschichte sich in Wolkenbusch abspielt war ich besonders neugierig. Denn ich kenne in dem Nachbardorf Himmelreich viele Personen und ich war gespannt, ob ich den einen oder die andere wieder sehen würde. Zu meiner Freude war es denn auch so.
Aber in diesem Buch war Ella die Protagonistin, sie betreibt ein kleines Café, in dem sie zur Begeisterung viele Macarons anbietet und sich auch immer wieder neue Varianten einfallen lässt. Leider gibt es da das böse Gerücht von einer großen Bäckerei, die eine Filiale in dem kleinen Ort eröffnen möchte. Oh oh,  ob das gut geht?
Was Ella so alles erlebt und unternimmt hat Jo Berger sehr fesselnd geschrieben. Ich war natürlich auch wieder sehr neugierig und wollte wissen, wie sich alles entwickelt.
Mit Ella konnte ich mich allerdings nicht so richtig anfreunden, ich hatte Probleme mit ihren "bunten" Tagen und der nicht vorhandenen Ernsthaftigkeit mit der sie das alles durchziehen wollte.
Sam konnte ich anfangs nicht so recht leiden und verstand auch nicht, warum er so unhöflich war.
Lanzelot und Flocke, die beiden Hunde haben mich begeistert. Besonders Flocke, sie hat sich regelrecht verliebt, süß war das beschrieben.
Das Buchcover gefällt mir und zu gerne würde ich eines der Macarons naschen ;)

Fazit:
Ein leichtes Buch, sehr angenehm zum Zwischendurch-Lesen. In mehrfacher Sicht - einfach ein süßes Buch.