Dienstag, 12. Dezember 2017

Rezension - Try it Baby - New York, New Year, New Love



Autorin: Marleen Reichenberg

Titel: Try it Baby - New York, New Year, New Love

Genre: Liebesroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. Dezember 2017

Seiten: 356

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Marleen Reichenberg wurde in der Nähe von München geboren, ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Süddeutschland. In ihrer freien Zeit entspannt sie sich beim Klavierspielen, liest sehr viel, hält sich mit Yoga und Radfahren fit und engagiert sich ehrenamtlich. Sie studierte Rechtswissenschaften, arbeitete unter anderem als Anwältin, und ist es als Juristin gewohnt, sich mit eher „trockener“ Materie zu beschäftigen. In ihren Büchern hingegen begibt sie sich in die Welt der Gefühle und schreibt in den Genres Liebe, Drama und Humor.


Kurzbeschreibung, übernommen:
So hat sich die junge Französin Julie ihren Neuanfang in New York nicht vorgestellt: Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit findet sie sich plötzlich mutterseelenallein und arbeitslos in einer Stadt, die dafür bekannt ist, mit Neuankömmlingen nicht gerade zimperlich umzugehen. Julie sehnt sich nach Südfrankreich zurück. Lediglich die Hoffnung darauf, dass ihr untreuer Freund Vincent wieder zur Besinnung kommt, hält sie noch im von ihr verhassten Big Apple.
Luke Tierney, ein erfolgsverwöhnter Bauunternehmer, ist überzeugter New Yorker und mit grenzenlosem Selbstbewusstsein gesegnet. Seine persönliche Freiheit geht ihm über alles, deshalb meidet er anhängliche Frauen wie der Teufel das Weihwasser.
Die von Liebeskummer und Heimweh geplagte Julie passt überhaupt nicht in sein Beuteschema. Dennoch fühlt er sich verpflichtet, die widerspenstige Französin aufzumuntern und ihr eine unvergessliche Silvesternacht zu bereiten. Als Julie sich langsam aber sicher in New York behauptet, rührt sich in Luke ein Gefühl, das er bisher nicht kannte: Eifersucht …“


Meine Meinung:
Von Marleen Reichenberg habe ich inzwischen einige Bücher gelesen, die mir gefielen und deshalb freute ich mich, dass ich jetzt ein neues Buch von ihr lesen konnte.
Zunächst lernte ich Julie, ein junge Französin kennen, die sich auf einmal ganz allein und verloren in dem großen New York vorkam. Betrogen vom Freund, den sie verlassen hat, musste sie mit Heimweh, Liebeskummer und Jobsuche klar kommen.
Dann kamen  Sabrina und Luke hinzu. Sabrina sollte ihr eine gute Freundin werden und Luke, nun ja, wenn man es genau nimmt, war er ihr Vermieter, ein sehr gut aussehender, nebenbei erwähnt, denn das Haus, in dem Sabrina wohnte, gehörte ihm. Sabrina, seine Nichte hatte dort eine Wohnung und suchte eine Mitbewohnerin.
Alle drei hatten so ihre Vorstellungen, wie sie ihr Leben gestalten wollten. Geprägt waren sie auch durch ihre Familien und besonderen Ereignissen in der Kindheit.
Die Protagonisten konnten also gegensätzlicher nicht sein. Auf der einen Seite die Französin, die gutes Essen in Ruhe genießen möchte und den Trubel und die Hektik in New York so gar nicht mag. Auf der anderen Seite typische New Yorker, die sehr auf ihren Job mit Karriere konzentriert sind und Bindungsangst haben. Eine interessante Mischung und es versprach auch eine unterhaltsame Geschichte zu werden.
Mir hat es sehr gefallen, alle drei zu beobachten und sie eine Weile zu begleiten. Sympathisch waren mir alle und ich hoffte sehr, dass sie irgendwann mal den richtigen Weg einschlagen und glücklich werden. Aber es ist nicht leicht, denn jeder war ja der Meinung, so wie sie oder er es sich eingerichtet hatte, wäre es gut. Wenn es dann nicht mal Situationen geben würde, die einem zum Nachdenken anregen und einiges anders betrachten lassen. Nun möchte ich hier nicht den Eindruck erwecken, dass alle große Probleme wälzen mussten und so gar nicht glücklich waren.
Nehme ich nur mal Julie, sie hat New York sehr gut kennen lernen dürfen, denn Luke hat ihr sehr vieles gezeigt und geboten. Ach, ich könnte jetzt so vieles aufzählen, was Julie und mir gefallen hat, will aber keinen langweilen und natürlich auch nichts verraten.
Auf jeden Fall nahm die Geschichte einen Verlauf, den ich vorhergesehen und mir auch gewünscht hatte, aber dann passierte doch etwas und da hat mich die Autorin angenehm überrascht und gezeigt, dass die Protagonisten in diesen Situationen durchaus mal anders handeln können.

Fazit:
Ein gelungenes Buch, das zeigt, dass man durchaus den einmal gewählten Weg ändern darf. Gefühle dürfen zugelassen werden und ein Neuanfang ist nicht immer nur ein Sprung ins kalte Wasser.
Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter, denn ich fühlte mich gut unterhalten, habe sehr viel interessantes über New York als Stadt und deren Bewohner erfahren.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, dass sie mir die Gelegenheit gegeben hat, das Buch vorab lesen zu können. Der anschließende Gedankenaustausch hat mir ebenfalls gefallen. Und wie immer möchte ich erwähnen, dass alles keinen Einfluss auf meine Bewertung hat, denn Bücher, von denen ich annehme, dass sie mir nicht gefallen würden, möchte ich auch  gar nicht vorab lesen. Das kann ich mir nämlich schon aussuchen

Sonntag, 10. Dezember 2017

Rezension - Milchkaffee - Das Glück der Liebe


Autorin: Susanna Ernst

Titel: Milchkaffee - Das Glück der Liebe

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Dezember 2017

Seiten: 350

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Feelings 




Die Autorin Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitet seit ihrem sechzehnten Lebensjahr eine eigene Musicalgruppe, führt bei den Stücken Regie und gibt Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Geschichte einer tiefen Verbindung in den Wirren des Nachkriegs-Deutschlands. Ein rührender Liebesroman voller großer Gefühle.
Erfurt, April 1945: Als sich der neunjährige Erik an Plünderungen beteiligt, wird er schwer verletzt. Der afroamerikanische Soldat Sam rettet ihm das Leben und kümmert sich in den folgenden Wochen in jeder freien Minute um den Jungen, nach dem eigenartigerweise niemand zu suchen scheint. Als Eriks Kräfte immer weiter nachlassen und er dem Tod näher ist als dem Leben, trifft Sam auf die siebenjährige Sophie, eine kleine Soloballerina des stillgelegten Stadttheaters. In seiner Verzweiflung bringt der Soldat das Mädchen zu Erik, nicht ahnend, dass er damit den Grundstein für eine ganz große Liebe legt. Denn mit ihrem Tanz und ihrer fröhlichen Art weckt Sophie nicht nur die Lebensgeister des Jungen, sie hinterlässt auch bleibenden Eindruck bei Sam selbst.


Meine Meinung:
Bisher habe ich alle Bücher von Susanna Ernst mit großer Begeisterung gelesen und ich musste nicht lange überlegen, ob ich dieses Buch auch lesen wollte. Und was soll ich berichten, ich war von Anfang bis Ende an das Buch gefesselt.
Das Buch startet mit einer Begebenheit im Frühjahr 2017 und schwenkt dann in die Vergangenheit ins Jahr 1945. Im April des Jahres beginnt die Geschichte von Erik, der schwer verletzt wird. Kurz danach treten neben vielen anderen der Soldat Sam und das Mädchen Sophie in sein Leben. Keiner ahnte zu dem Zeitpunkt, dass damals ein wichtiger Grundstein gelegt wurde.
Susanna Ernst hat eine sehr berührende Geschichte geschrieben, die gleichzeitig auch vieles von der damaligen Zeit vermittelt. Ich finde es immer wieder interessant zu lesen, denn das letzte Kriegsjahr war für viele besonders schicksalshaft und die darauf folgenden Jahre gehören zur deutschen Geschichte.
Ich war an das Buch gefesselt, denn ich wollte natürlich wissen, wie sich alles entwickeln würde und was aus Erik und Sophie wird. Ganz begeistert war ich mal wieder von dem Schreibstil der Autorin, die mich dann doch sehr verblüfft hat. Leider kann ich hier nicht näher darauf eingehen, ohne etwas zu verraten.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut und im Laufe des Buches habe ich auch die genaue Bedeutung erfassen können. Es passt wunderbar zur Geschichte.

Fazit:
Ich finde, dass Susanna Ernst ein weiteres tolles Buch gelungen ist. Ich möchte allen auf jeden Fall empfehlen das Buch unbedingt zu lesen. Um es auf den Punkt zu bringen, es ist einfach ein wunderschönes berührendes Buch.

Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalley vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Jeremias Voss und die Leichen im Eiskeller


Autor: Ole Hansen

Titel: Jeremias Voss und die Leichen im Eiskeller

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 27. November 2017 vorab bei Thalia
Veröffentlichung 8. Januar 2018

Seiten: 277

Altersempfehlung: Erwachsene

exklusiv vorab lesen bei Thalia: klick hier
Verlag: dotbooks der eBook-Verlag



Ole Hansen, geboren in Wedel, ist das Pseudonym des Autors Dr. Dr. Herbert W. Rhein. Er trat nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker in die Bundeswehr ein. Dort diente er 30 Jahre als Luftwaffenoffizier und arbeitete unter anderem als Lehrer und Vertreter des Verteidigungsministers in den USA. Neben seiner Tätigkeit als Soldat studierte er Chinesisch, Arabisch und das Schreiben. Nachdem er aus dem aktiven Dienst als Oberstleutnant ausschied, widmete er sich ganz seiner Tätigkeit als Autor. Dabei faszinierte ihn vor allem die Forensik – ein Themengebiet, in dem er durch intensive Studien zum ausgewiesenen Experten wurde. Heute wohnt der Autor in Oldenburg an der Ostsee.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bei Eis und Schnee werden auf Schloss Herrmannsthal in der Nähe von Hamburg die Leichen zweier junger Frauen entdeckt. Jeremias Voss, der bekannte Hamburger Privatermittler, ist von Anfang an vor Ort. Wer sind die beiden Opfer? Woher kamen sie? Und wer hat sie auf dem Gewissen? Als Jeremias Voss die adeligen Schlossbesitzer genauer unter die Lupe nimmt, stößt er auf eine Familie am Rande des finanziellen Ruins, marode Verhältnisse und menschliche Abgründe. Und auf einmal gerät er selbst ins Fadenkreuz des Mörders …


Meine Meinung:
Als Serienjunkie war es für mich klar, dass ich auch den 9. Fall von Jeremias Voss lesen wollte. Und ich kann vorab sagen, dass ich wieder begeistert bin.
Diesmal muss Jeremias mit Nero nicht nur große Gefahr abwehren, die beiden haben auch mit reichlich Schneemassen und Kälte zu kämpfen. Was war ich froh, dass ich zu Hause in meinem warmen Zimmer sitzen und gemütlich das Buch lesen konnte.
Der Autor hat es mal wieder bestens verstanden, reichlich Spannung in die Geschichte einzubauen und mir viele Verdächtige beschert. Bis zum Ende war ich mir nicht sicher, wenn denn nun tatsächlich der Täter gewesen sein konnte.
Die Zusammenarbeit aller Beteiligten klappte mal wieder bestens, ich bin jedesmal begeistert von der Rentner-Gang, klar Vera trägt viel dazu bei und auch Silke unterstützt Jeremias. Hätte er nicht diese tollen Freunde an seiner Seite, dann wäre es nicht immer sehr einfach. Nun wollt Ihr sicher wissen, wer sich hinter den Namen verbirgt. Tja, ich kann nur empfehlen das Buch zu lesen. Alte Hasen der Serie kennen sie, Einsteiger werden sie gut kennen lernen.

Fazit:
Ein weiterer Fall den Jeremias gut gelöst hat und ein weiteres Buch, mit dem mich der Autor begeistert hat. Ich hoffe, dass ich noch einige Bücher lesen kann.

Das Buch erscheint regulär am 8.1.2018, aber jetzt besteht schon die Möglichkeit, es vorab lesen zu können, bei Thalia kann es jetzt schon herunter geladen werden.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals bedanken, dass ich darauf aufmerksam gemacht wurde.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Rezension - Das Mädchen mit der goldenen Schere




Autoren: Horst und Julia Drosten

Titel: Das Mädchen mit der goldenen Schere

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 6. Dezember 2017

Seiten: 297

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autoren:
Horst und Julia Drosten leben im Münsterland und hatten schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht ihnen die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen. Für "Die Honigprinzessin" absolvierten sie einen Imkerkurs und für "Die schwarze Taube von Siwa" folgten sie in Ägypten den Spuren der alten Pharaonen und für die Elefantenhüterin besuchten sie u. a. wilde Elefanten auf Sri Lanka. Ihr Bestseller "Die Löwin von Mogador" schaffte es im Juni 2014 auf Platz 1 der historischen Romane bei Amazon.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Am Weihnachtsmorgen 1889 wird Fanny im Allgemeinen Wiener Krankenhaus geboren. Ihre Mutter besteht auf einer anonymen Geburt und verlässt das Krankenhaus kurz danach ohne ihr Kind. Fanny wächst im Findelhaus auf, wo sie von der Oberpflegerin Josepha mit liebevoller Strenge erzogen wird. Sie muss früh lernen, sich durchzusetzen und wird eine erfolgreiche Maßschneiderin, deren Entwürfe in der Modewelt Trends setzen. Das ungelöste Rätsel ihrer Herkunft lässt sie nie los, aber alle Spuren zu ihren Wurzeln führen ins Nichts.

Beruflich äußerst erfolgreich, bleibt ihr in der Liebe das große Glück verwehrt. Als der Erste Weltkrieg endet, der ihre Karriere jäh unterbrach, tun sich neue Chancen auf: Nicht nur das gemeinsame Leben mit ihrer großen Liebe rückt plötzlich in greifbare Nähe, auch das Geheimnis ihrer Herkunft scheint Fanny endlich lüften zu können.



Meine Meinung:
Von Horst und Julia Drosten bin ich es gewohnt, dass sie mich meist in eine besondere Zeit der Vergangenheit mitnehmen. So war es auch diesmal. Die Protagonistin Fanny wurde 1889 zu Weihnachten in Wien geboren. Aber sie durfte nicht wie viele andere Kinder in einer liebevollen Familie aufwachsen. Damals gab es die Möglichkeit, dass die Frauen anonym entbinden konnten und das Kind sofort abgaben. So kam Fanny in ein Findelhaus. Es war keine leichte Zeit für sie, aber sie hatte immerhin das Glück, dass sich die Oberpflegerin Josepha liebevoll um sie kümmerte und wie eine Großmutter zu ihr war.
Während ich also Fanny auf einem Teil ihres Lebensweges begleiten konnte, habe ich auch sehr viel über das Leben zu der damaligen Zeit erfahren. Ganz allgemein war es keine leichte Zeit für alle und Frauen, die ungewollt schwanger wurden, hatten es besonders schwer. In höheren Gesellschaftsschichten wurde selten aus Liebe geheiratet, Frauen bekamen keine besondere Schulausbildung und der Standesdünkel war besonders ausgeprägt.
Fanny war ein Mädchen, das gerne den eigenen gewählten Weg gehen wollte, aber die Zeit war noch nicht reif und sie musste sich anpassen. Sehr fesselnd beschreiben die beiden Autoren, was Fanny alles so erlebte, wie sie mit den Gegebenheiten klar kam beziehungsweise eben nicht klar kam. Obwohl sich die gehobene Gesellschaft ja für etwas besseres hielt, haben es viele von ihnen an Menschlichkeit gegenüber dem Personal fehlen lassen. Aber wie überall gibt es sonne und sonne 😉 leider hat Fanny meist eine schlechte Erfahrung gemacht, was aber auch an ihrem Wesen lag, sie nahm nicht alles hin. Nun, ich möchte hier jetzt nicht alles verraten. Auf jeden Fall fand ich es ausgesprochen interessant, einiges über das Leben aus der Zeit zu erfahren.Über ihre Kindheit erfahre ich einiges in groben Zügen, ausführlicher wird die Zeit beschrieben, in der sie als junge Frau ihren Weg sucht und findet.
So ganz nebenbei bekam ich auch Eindrücke, welche Einstellung die Menschen damals zum Krieg hatten, wie sie sich anderen gegenüber verhielten und vor allem manchmal ihr Verhalten sehr änderten. Ich finde es wirklich auch immer wieder interessant mehr über diese Zeit zu erfahren und zwar aus verschiedenen Blickwinkeln.
Begeistert hat mich, dass die beiden Autoren dies alles in ihre Geschichte rund um Fanny untergebracht haben. Es ist eine Geschichte, in der so vieles passiert: das Schicksal schlägt zu, aber auch die Liebe beansprucht ihren Teil.


Fazit:
Horst und Julia Drosten haben ein weiteres Mal ein sehr interessantes und fesselndes Buch geschrieben. Ich möchte jedem empfehlen Fanny kennen zu lernen und mit ihr mehr aus der Zeitgeschichte zu erfahren.

Bereits auf der Buchmesse in Frankfurt habe ich schon eine Leseprobe dieses Buches bekommen und hatte jetzt auch die Möglichkeit, es vorab zu lesen, was mich natürlich sehr begeistert hat. Einen Einfluss auf meine Bewertung hatte dies allerdings überhaupt nicht.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Rezension - Herzknistern - Blind verliebt im Pulverschnee


Autorin: Mira Morton

Titel: Herzknistern - Blind verliebt im Pulverschnee

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 28. November 2017

Seiten: 227

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Bookrix




Über die Autorin
Mira Morton ist das Pseudonym einer österreichischen Autorin. In ihren modernen Märchen verzaubert sie Leserinnen und Leser mit schwer reichen Traummännern, umwerfenden Frauen, Schauplätzen rund um den Globus (Malediven, Karibik, ...), magischen Momenten, einem Schuss Erotik und viel Humor! Immer ist es großes Kino mit einem einzigen Anspruch: Sich aus dem Alltag zu beamen. Für ein paar Stunden in Geschichten rund um die große Liebe einzutauchen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
»Dich schickt der Himmel!«

»Eher die Gegenseite«, antwortet er.

Eric Stone weiß, dass er jede Nacht eine andere Frau haben kann. Auch wenn sie von ihm nie mehr erfahren, als das, was sie zu sehen bekommen: Einen verdammt attraktiven, dunkelhaarigen, großen durchtrainierten Mann, der ihnen mit seinen funkelnd schwarzen Augen für eine Nacht den Himmel verspricht, auch wenn es für ihn selbst die Hölle ist. Gründe dafür hat er genügend. Doch sie alle bleiben sein Geheimnis.
Was er jedoch im Moment am meisten liebt, ist die Einsamkeit auf seiner Skihütte in Kitzbühel. Ohne Strom und ohne Ablenkung, dafür jedoch mit jeder Menge Alkohol.
Das ändert sich schlagartig, als ihn die Hilferufe einer Frau gegen Mittag aus dem Bett holen. Eric hat sich geschworen, dass niemals eine Frau auch nur einen Fuß in seine Skihütte in den Bergen setzen wird. Doch genau damit macht ihn die Fremde fertig: mit ihrem verknacksten Fuß. Er hat die Wahl, sie vor der Tür erfrieren zu lassen oder sie zu schultern und so lange ihre Gesellschaft zu ertragen, bis sie wieder ins Tal abfahren kann. Eric ist geneigt, Ersteres für seinen Seelenfrieden in Kauf zu nehmen.
Doch leider ist sie blond. Und blauäugig. Genau der Typ von Frau, der Gift für sein gebrochenes Herz ist, dem er aber so verdammt schwer widerstehen kann ...


Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach Winterbüchern wurde ich auf dieses Buch aufmerksam, denn das Cover sprach mich an und Pulverschnee mögen wir alle doch gerne, zumindest in den Bergen oder zu Hause während der Weihnachtstage.
Auf jeden Fall hat mich die Kurzbeschreibung zusätzlich neugierig gemacht und ich habe das Buch passend zu dieser Jahreszeit gelesen. Allerdings war mir nicht bewusst, dass dieses Buch zu der Reihe "Geheimnisvoll verliebt"  gehört und bereits das dritte davon ist. Ich hatte aber überhaupt kein Problem mich zurecht zu finden. Schnell lernte ich alle Beteiligten kennen und bekam auch immer wieder Hintergrundinformationen.
Die Hauptperson in diesem Buch war Marlene, die sich einen Urlaub im verschneiten Kitzbühel gönnen wollte. Leider hat ihr das Wetter direkt am ersten Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nebel! Der dann auch schuld an einem verstauchten Knöchel war. Was passiert im Nebel, wenn man verletzt im Schnee liegt? Nun Marlene hoffte auf einen Retter. Das war Eric, der allerdings nicht so begeistert war, als er Marlenes Hilferuf hörte.
Jetzt beginnt eine wirklich interessante und turbulente Zeit, in der ich die beiden mit Begeisterung beobachtet habe. Vor allem umgab Eric ein Geheimnis und ich machte mir viele Gedanken, was es denn sein könnte.
Mira Morton hat mich mit ihrem Schreibstil an das Buch gefesselt. Auch wenn ich als ältere Leserin nicht immer das Verhalten der jungen Frauen nachvollziehen kann, gab es keinen Grund für mich, das Buch nicht in einem Rutsch zu lesen. Zumal ich ja auch hinter das Geheimnis kommen wollte 😉 Außerdem hat es mir nebenher noch gefallen, alle im Pulverschnee zu begleiten.

Die Vorgeschichte kannte ich ja nicht, aber ich habe schnell festgestellt, dass Marlene es als Tochter eines bekannten Vaters und außerdem auch nicht arm, es nicht leicht hatte. So hat das Buch mir einiges vermittelt, auch Reiche haben Sorgen, die man nicht mit Geld lösen kann. Es müssen Entscheidungen getroffen werden, was nicht immer leicht ist.
Ich möchte hier noch einmal auf den Schreibstil zurück kommen. Ich hatte im Vorfeld gelesen, dass dieses Buch im österreichischen Deutsch geschrieben wurde. Den Hinweis fand ich gut, konnte ich mir doch überlegen, ob ich es trotzdem lesen wollte. Denn oft ist es so, dass fremde Begriffe meinen Lesefluss hemmen. Aber inzwischen habe ich einige Bücher gelesen, die Autorinnen geschrieben haben, die in Österreich ihre Heimat haben. Deshalb gab es wenig unbekanntes für mich.


Fazit:
Wer also nach einem Buch Ausschau hält, in dem vieles miteinander verknüpft wird, wird hier wohl das richtige finden. Liebe, Spannung, Sorgen, Alltag und vor allem Schnee kommen nicht zu kurz.

Rezension - Zwei sind einer zu viel - Fleetwood Kisses 2



Autorin: Martina Gercke

Titel: 2 sind einer zu viel

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. November 2017

Seiten: 319

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Martina Gercke lebt mit ihrem Mann und den zwei erwachsenen Kindern in ihrer Lieblingsstadt Hamburg. Ihre Leidenschaft für das Schreiben hat sie erst relativ spät entdeckt. Nachdem Frau Gercke einmal angefangen hatte, wurde das Schreiben schnell zur großen Leidenschaft. Ihre Liebe zum Happy End hat Frau Gercke dazu bewogen heitere Liebesromane zu schreiben. Ihre Bücher sollen wie ein guter Kinofilm vor den Augen des Lesers ablaufen. Man soll lachen, weinen und schmunzeln können und das Buch mit einem guten Gefühl im Bauch lesen. In ihre Romane fließen alltägliche Geschehnisse,witzige Erlebnisse aus ihrem Freundeskreis und eigene Erfahrungen. Die Inspiration für ihre Geschichten ist jedoch das Leben selbst mit all seinen Höhen und Tiefen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach der Trennung von ihrem Freund will die waschechte New Yorkerin Jools Miller in Fleetwood Cove, einem kleinen Fischerdorf an der rauen Küste von Wales, ein neues Leben beginnen. Von Männern hat die Karrierefrau erst einmal die Nase voll.
Zunächst läuft alles perfekt. Jools stürzt sich mit Begeisterung auf ihre neue Aufgabe als Hoteleigentümerin des Fleetwood on Sea. Ihr zur Seite stehen die Managerin Emily und die Hausdame Rose.
Auch der charmante Koch Luca kümmert sich um Jools und verzaubert sie nicht nur mit seinem italienischen Kaffee. Bei einem Ausflug ins Nachbardorf trifft sie auf den Fischer Aidan. Zwischen dem attraktiven Macho und Jools funkt es gewaltig.
Plötzlich hat sie ein Problem und ihr wird klar: Zwei sind einer zu viel.


Meine Meinung:
Nachdem ich das erste Buch "Ein Hotel zum Verlieben" gelesen hatte, war es klar, dass ich wissen wollte, wie es dort nun weiterging. Deshalb musste ich nicht lange überlegen, ob ich das nächste Buch auch lesen wollte. 
Den Ort Fleetwood Cove und die liebenswerten Bewohner kannte ich ja bereits. Nun durfte ich Jools dabei beobachten, wie sie den Übergang von  einer New Yorker Karrierefrau zur Hotelbesitzerin in Wales schafft. Gleichzeitig gab es zwei Männer, die sich intensiv um ihr Wohlergehen kümmerten und Jools damit vor ein Problem stellten, mich aber auch. Denn ich hatte so meine Vorstellungen, wer mit wem anbandeln sollte und war nun gespannt, was sich die Autorin sich hat einfallen lassen.
Ich steckte also  wieder mittendrin im Geschehen und da kann es schon mal passieren, dass ich der Protagonistin so richtig meine Meinung sagen wollte. Zum Glück gab es eine Person, die das für mich erledigte.
Hatte ich anfangs erwähnt, dass ich die Bewohner dort als liebenswert kennen gelernt habe? Zumindest eine ist in meiner Gunst drastisch gesunken und andere sind gestiegen. Tja, ich verrate hier aber nicht, wen ich meine und was passiert ist.
Auf jeden Fall hat mich Martina Gercke mal wieder an das Buch gefesselt, wobei ich sagen muss, gegen Ende wurde es so dramatisch  spannend, ganz im Gegensatz zum Anfang des Buches, dort war es einfach eine nette Geschichte, die man immer wieder gerne liest. Nun, die Autorin hat es geschafft und ich war aufgeregt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Was hat sie sich denn da wieder einfallen lassen, will sie mich als Leserin ärgern oder gibt es noch eine überraschende Wendung. Es gab eine Überraschung am Ende 😉


Fazit:
Das habe ich nun davon, jetzt habe ich soviel über alle in Fleetwood Cove gelesen, jetzt will ich auch wissen, was dort noch passiert, denn es gibt reichlich Potential.

Ich habe dieses Buch zweimal gelesen. Beim ersten Mal war ich eine der Testleserinnen und durfte konstruktive Kritik äußern. Beim zweiten Mal habe ich mit Kindle Unlimited gelesen und das war keineswegs langweilig.


Montag, 4. Dezember 2017

Rezension - Aus dem Netz gefischt



Autorin: Petra Mehnert

Titel: Aus dem Netz gefischt

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. November 2017

Seiten: 300

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Petra Mehnert, geboren 1965 in Augsburg, lebt seit 1989 mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Ottenbach. Geschrieben hat sie schon als Jugendliche gern, doch erst mit den eigenen Kindern fing sie an, Bücher zu schreiben.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein unbedachter Klick in den sozialen Netzwerken - und nichts ist mehr so wie es war im Leben der Studentin Svenja Mangold aus Ottenbach. Als auch noch ihr Vater eines Nachts nicht mehr nach Hause kommt und plötzlich beängstigende Dinge sie und ihre Mutter an den Rand des Wahnsinns treiben, taucht noch jemand auf, der immer dann zur Stelle ist, wenn man ihn braucht. Auch die junge Messermacherin Nora Angerer wird in diesen Fall verwickelt, denn sie und ihr Schäferhund Hasso bekommen ihren ersten Auftrag als Flächensuch-Team. Wird sich Nora auch diesmal wieder in die Ermittlungen einmischen oder werden ihr Freund, der junge Kommissar Joska Kiss und seine Kollegen erfolgreich sein?



Meine Meinung:
Dies ist nun der vierte Regionalkrimi aus dem Tal der Liebe, den die Autorin geschrieben hat und ich gelesen habe. Mir hat das Buch besonders gut gefallen, denn ich konnte wieder etwas über Joska Kiss und seine Freundin Nora Angerer lesen und dabei auch fest stellen, wie gut die beiden sich entwickelt haben. Schließlich habe ich beide von Anfang an begleitet und meine, mir darüber ein Urteil erlauben zu können. Auf jeden Fall fand ich, dass Joska als Ermittler besser geworden ist und Nora gelernt hat, sich etwas zurück zu halten.

Die Autorin hat den Krimi sehr spannend geschrieben und mich sogar auf eine falsche Fährte geschickt. Außerdem entwickelte sich einiges anders, was ich befürchtet hatte trat nicht ein und ich wurde regelrecht überrascht.
Ich fand es sehr gelungen, dass Petra Mehnert in ihrem Krimi ein ganz aktuelles Thema eingebunden hat: das soziale Netzwerk und was man damit alles anstellen kann, man sollte doch sehr vorsichtig mit bestimmten Veröffentlichungen umgehen.

Ich erwähnte ja schon, dass dieses das vierte Buch der Krimis aus dem Tal der Liebe ist. Es ist nicht zwingend erforderlich alle gelesen zu haben. Das Buch ist abgeschlossen. Allerdings finde ich es immer wieder gut, wenn ich so zu sagen alte Bekannte wieder treffe. So habe ich mich dann auch gefreut, dass ich Beteiligte aus den anderen Büchern in der Geschichte wiederfand.

Die Geschichte in diesem Buch hat mich so sehr gefesselt, dass es für mich sehr schwer war, eine geeignete Stelle zum Unterbrechen zu finden. Naja, Schlaf wird manchmal überbewertet und ich hatte mal wieder eine Lesenacht und am nächsten Morgen müde Augen 😉, was allerdings für das Buch spricht.


Fazit:
Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten, es war spannend und informativ und ich habe mir im Netz einen bestimmten Berg angeschaut, wieso und weshalb, das verrate ich nicht. Ich gebe lieber eine Leseempfehlung für das Buch.


Bei Petra Mehnert möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.