Mittwoch, 24. Mai 2017

Rezension - Mord am Siel


Autorin: Sina Jorritsma

Titel: Mord am Siel

Genre: Krimi

Version:  eBook

erschienen: 14. Mai 2017

Seiten: 128

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant





Sina Jorritsma ist das Pseudonym einer Autorin, die den rauen Charme des Nordens liebt. Die Ideen zu ihren Romanen kommen ihr bei langen Strandspaziergängen auf den friesischen Inseln. Sie benutzt ein Pseudonym, um ihre Umgebung besser beobachten zu können, denn oft fließen Ereignisse aus ihrem Umfeld in die Romanhandlungen mit ein.


Kurzbeschreibung, übernommen
Im friesischen Freepsum wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt – brutal ertränkt im Siel. Kommissar Torsten Köhler und sein Kollege Gerrit Wolter von der Kripo Norden nehmen die Ermittlungen auf. Schnell finden sie heraus: Alle liebten Merle. Das Mordopfer war bildschön und hatte im Dorf viele Verehrer. Am Abend der Tat hatte sie mit mehreren Männern ausgelassen in den Mai getanzt. Unter Verdacht: Onno Marten. Hat der friesische Ex-Kapitän Merles Zurückweisung nicht ertragen? Oder ist ihrem eifersüchtigen Freund Edo Ovens der Kragen geplatzt? Und welche Rolle spielt der mysteriöse antike Eisenschlüssel in der Handtasche der Toten? Die Liste der Verdächtigen ist lang, und der Fall wird mehr und mehr zum Rätsel...


Meine Meinung:
Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Krimiserie, in der die Kommissare Torsten Köhler und Gerrit Wolter ermitteln. Torsten Köhler ist neu bei der Kripo Norden und mit ihm lerne ich die Gegend und Gebräuche gut kennen.
Natürlich beginnt der erste Wochenenddienst für Torsten Köhler gleich mit einem Leichenfund und der Fall entwickelt sich recht verzwickt. Die Autorin präsentiert den beiden und somit auch mir, reichlich Verdächtige. Ich selber steckte mal wieder mittendrin und war gespannt, wie sich alles entwickeln würde.
Die beiden Ermittler sind mir sehr sympathisch und ich bin sehr gespannt, was ich von ihnen noch erfahren werde.  Die weiteren Beteiligten fand ich sehr interessant, zumal es auch diesmal wieder eine Person gab, die ich noch nicht richtig einordnen konnte. Aber mehr verrate ich dazu nicht.
Die Autorin baut eine gewisse Spannung auf und bietet am Ende eine Überraschung, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Wer also Krimis mag, die sich nicht in die Länge ziehen und trotzdem einen fesseln, wird begeistert sein.


Fazit:
Der Auftakt ist Sina Jorritsma gelungen und ich freue mich schon auf weitere Folgen, deshalb gebe ich auch gerne eine Leseempfehlung.

Rezension - Landluftduft


Autorin: Johanna Danninger

Titel: Landluftduft

Genre: Liebesroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 23. Mai 2017

Seiten: 258

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Montlake Romance




Die Autorin Johanna Danninger, geboren 1985, lebt als Krankenschwester mit ihrem Mann, einem Hund und zwei Katzen, umringt von Wiesen und Feldern im schönen Niederbayern. Schon als Kind dachte sie sich in ihre eigenen Geschichten hinein. Seit sie 2013 den Schritt in das Autorenleben wagte, kann sie sich ein Leben ohne Tastatur und Textprogramm gar nicht mehr vorstellen. Und in ihrem Kopf schwirren noch zahlreiche weitere Ideen, die nur darauf warten endlich aufgeschrieben zu werden!


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das niederbayrische Dorf Wammling ist in Aufruhr. Ein Kurhotel mit Golfanlage inmitten der ländlichen Idylle? Das muss verhindert werden! Vor allem Anna stürzt sich in den Kampf gegen das geplante Bauvorhaben, denn dazu soll ausgerechnet der alte Gutshof abgerissen werden, an dem ihr Herz seit Kindheitstagen hängt. Zu allem Überfluss mietet sich auch noch der selbstgerechte Autor Ben Hager in die Ferienwohnung ihres Opas ein und treibt sie mit seiner Arroganz fast in den Wahnsinn. Als Ben sie dann auch noch zwingt, ihn zu Recherchezwecken in die ländlichen Gepflogenheiten einzuweihen, muss Anna langsam erkennen, dass er ihr nicht nur den letzten Nerv raubt, sondern noch etwas ganz anderes ...


Meine Meinung:
Zwischen meinen ganzen Krimis, die ich ja sehr gerne lese, brauche ich immer wieder  etwas Abwechslung und dann keine allzu schwere Lektüre. Gelockt hat mich dieses Buch  mit dem tollen Cover und die Kurzbeschreibung machte mich neugierig. Und was soll ich schreiben, ich war sowas von begeistert, dass ich mich hinsetzte und das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort begeistert, mit sehr viel Humor hat sie alles beschrieben. Ich habe mich köstlich über die Tiere und deren Namen amüsiert, lachen musste ich, als der Duft der Landluft zum Einsatz kam. Aber auch die  Bewohner des Ortes hat Johanna Danninger so klasse beschrieben, wobei ich das Gefühl hatte, huch, den kennst Du, dem bist Du schon mal irgendwo begegnet.

Hatte ich anfangs erwähnt, dass ich leichte Lektüre haben wollte? Nun, einen tieferen Sinn hatte die Geschichte rund um den Ort Wammling schon. Anna, die Protagonistin, mir durchaus sympathisch, kümmert sich um ihren Opa. Opa Fritz ist nicht mehr der jüngste und musste etwas kürzer treten. Wer nun meint, das Leben in einem kleinen Ort wäre langweilig, der wird sich täuschen. Es ist allerhand los und Anna wird so richtig gefordert. Ob sie alles schafft werde ich hier natürlich nicht verraten. Schließlich gibt es ja noch einen Kindheitstraum.


Fazit:
In diesem Buch spielt vieles eine wichtige Rolle Freundschaft, Zusammengehörigkeit und nicht zuletzt die Romanze, ja die Liebe darf auch nicht zu kurz kommen.  Ein wunderschönes Buch, das sich sehr gut lesen lässt und ich gerne weiterempfehle.


Ich möchte mich vielmals bei der Autorin bedanken, die es mir ermöglicht hat, dieses Buch als Rezensionsexemplar zu lesen.

Montag, 22. Mai 2017

Rezension - Ein Haus für einen Sommer


Autorin: Wendy Wax

Titel: Ein Haus für einen Sommer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. Mai 2017

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt





Die Autorin Wendy Wax stammt aus Florida und kennt beinahe jeden Strand am Golf vom Mexiko, wo auch die meisten ihrer Romane spielen. Sie hat für Radio und Fernsehen gearbeitet sowie als Produzentin im Filmgeschäft. 2011 wurde in ihrer Heimatstadt der 12. Mai zum «Wendy Wax Day» erklärt. Heute lebt Wendy Wax mit ihrer Familie in Atlanta, Georgia.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Drei Frauen, drei Schicksale und eine Strandvilla in Florida Maddie, Avery und Nikki leben vollkommen unterschiedliche Leben, aber alle drei wurden von einem Anlagebetrüger um ihre Ersparnisse gebracht. Das Geld sehen sie vermutlich nie wieder. Immerhin spricht ihnen das Gericht eine Villa direkt am Strand zu. Aber leider ist das Anwesen extrem baufällig – und die Enttäuschung entsprechend groß. Nach anfänglichem Zögern beschließen die drei Frauen, das Gebäude zu renovieren, um es später meistbietend zu verkaufen. Den ganzen Sommer über arbeiten sie am Haus, teilen Bad und Küche – und werden Freundinnen. Aber können sie auch ihr privates Glück finden? Als nämlich am Ende dieses Sommers ein Hurrikan über Florida hinwegfegt, wirbelt er auch in der Strandvilla noch einmal alles durcheinander ...


Meine Meinung:
Wer wünscht sich nicht so ein Haus, in der dieser Lage, wie auf dem Buchcover abgebildet, für einen Sommer? Allerdings sollte es sofort bewohnbar sein und den Sommer sollte man dort genießen können. Leider war es den drei Protagonistinnen Maddie, Avery und Nikki nicht möglich. Sie waren zwar auf einmal Besitzerinnen einer Strandvilla in einer traumhaften Gegend, aber das Haus war die reinste Bruchbude und sie hatten einen arbeitsreichen und anstrengenden Sommer vor sich.

Ich war ja zum Glück nur die Leserin, die zwar vor Ort war, aber nicht mit zupacken musste. Ich fand es dann auch wesentlich interessanter, die drei Frauen besser kennen zu lernen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt kannten sie sich noch nicht und die einzige Gemeinsamkeit, die sie hatten, war der Vorsatz, das Haus zu renovieren und günstig zu verkaufen. Die drei Frauen hätten wirklich nicht unterschiedlicher sein können und mir hat es gefallen, sie zu beobachten. Welche Veränderungen vorgingen, was sie alles schafften und welche Fortschritte sie machten. Besonders an den Abenden habe ich mich immer gerne zu ihnen gesellt.

Die Autorin hat alles sehr fesselnd beschrieben und ich konnte das Buch sehr zügig lesen. Es gab einige Überraschungen nicht nur für mich, auch die drei Frauen sollten sie erleben. In der Kurzbeschreibung wurde ja bereits erwähnt, dass ein Hurrikan über Florida hinwegfegte, deshalb verrate ich hier ja nichts, wenn ich kurz darauf eingehe. Denn an dieser Stelle habe ich sehr mit den Frauen gelitten und gehofft und ich war besonders gespannt, welche Auswirkungen das für sie haben würde. Mit dem Ende war ich dann sehr zufrieden.

Fazit:
Es wurde ja nicht nur über die Renovierung des Hauses geschrieben, es war auch sehr spannend, dazu verrate ich aber nichts, Humor und Romanze kamen auch nicht zu kurz. Also ein Buch, das sich wunderbar lesen lässt und ich empfehle das auch gerne.

Bei dem Verlag Rowohlt möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Rezension - Apfelkuchen am Meer


Autorin: Anne Barns

Titel: Apfelkuchen am Meer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Mai 2017

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch




Anne Barns ist ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben, um sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren zu können. Sie liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in die Nähe einer guten Bäckerei.

Und dies schreibt die Autorin noch zusätzlich über sich:

Im echten Leben heiße ich Andrea Russo. Bis vor einigen Jahren habe ich als Lehrerin in einer Förderschule gearbeitet. Jetzt konzentriere ich mich ganz aufs Schreiben. Dabei verwende ich mittlerweile mehrere Pseudonyme, unter denen meine Romane veröffentlicht werden. Ich bin also auch Anne Töpfer, Anna Rosendahl - und Anne Barns. Ich lebe mit Mann und Hund in Oberhausen, habe eine wundervolle, schon erwachsene Tochter, liebe Kuchen und Torte - und verbringe meine Zeit am liebsten in der Küche, wenn ich nicht gerade ein Buch schreibe. Da ich unheimlich gerne koche und esse, laufe ich mehrmals die Woche, um die angefutterten Kalorien wieder zu verbrennen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit – das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept.


Meine Meinung:
Das hübsche Buchcover war es mal wieder schuld, dass ich neugierig auf das Buch werden sollte. Außerdem hätte ich auch nichts dagegen gehabt, so ein kleines Küchlein zu probieren. Da dies aber nicht möglich war, musste ich mich mit der Geschichte des Apfelkuchens begnügen.

Was so ein leckerer Kuchen alles bewirken kann....
Merle erfährt von ihrer Freundin, dass sie auf Juist einen tollen Kuchen gegessen hat und eigentlich wollte sie nur nachforschen, wer nach einem alten Rezept der Familie dort den Kuchen gebacken haben könnte. Schon hat sie einen Ferienjob, sie kann nebenbei ihre Oma auf Juist besuchen und an alte Erinnerungen anknüpfen. Aber sie kommt auch einem Geheimnis auf die Spur.

Anne Barns hat das Leben auf der Insel wunderbar beschrieben. Sie hat mich neugierig auf die Insel gemacht. Und natürlich dafür gesorgt, dass ich mit dabei war, als Merle und Lara, die Besitzerin des Cafes stundenlang dafür sorgten, dass jeden Tag ausreichend Kuchen und Torten zum Verkauf bereit standen. Natürlich gab es durchaus das eine oder andere Problem im Beruf und Alltag, was gelöst werden musste.
Die Liebe kam ebenfalls  nicht zu kurz. Es war einfach so schön, alle Beteiligten eine Weile begleiten zu können. Das Ende dieses Buches hat mir gefallen. Allerdings bietet es Potential für weitere Geschichten auf Juist.


Fazit:
Ein wunderschönes Sommerbuch, das entspanntes Lesevergnügen bereitet. Aber es kann auch nachdenklich machen, es gibt Entscheidungen, die sehr weitreichend sind und schwer rückgängig gemacht werden können. Aber auch daraus kann das Beste gemacht werden. Lasst Euch überraschen.


Ich möchte mich beim Verlag Mira Taschenbuch für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Die Fliederinsel


Autorin: Sylvia Lott

Titel: Die Fliederinsel

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Mai 2017

Seiten: 544

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet




Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin und wuchs im Ammerland auf. Sie ist für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine tätig. Ihre Reisereportagen führten sie unter anderem nach Darjeeling und auf die Kanalinsel Jersey. Sylvia Lott lebt in Hamburg-Winterhude.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sie mussten fliehen, um ihr Leben zu retten. Doch das Kostbarste ließen sie zurück ...
In ihrem Ferienhäuschen auf der idyllischen dänischen Insel Fünen entdeckt die Urlauberin Celia ein wunderschönes Fliedergemälde, das seit Jahrzehnten als verschollen galt. Ihre Vermieterin ist beim Anblick des Bildes tief bewegt und erzählt Celia die Geschichte ihrer Mutter, der jüdischen Malerin Ruth Liebermann.
Im Jahr 1938: Das frisch verheiratete Paar Ruth und Jakob Liebermann muss aus Berlin fliehen, auf Fünen finden die beiden im ehemaligen Sommerhaus von Ruths Familie Zuflucht. Trotz der schwierigen Situation erleben sie glückliche Jahre, Ruth kann mit ihrer Passion, dem Malen, sogar die Familie ernähren. Als sie erneut zur Flucht gezwungen sind, müssen Ruth und Jakob die folgenschwerste Entscheidung ihres Lebens treffen …


Meine Meinung:
Dieses Buch war jetzt das fünfte, das ich von Sylvia Lott gelesen habe und wieder bin ich sowas von begeistert!
Ich mag Flieder, ich finde die vielen verschiedenen Farben toll und atme den Duft jedes Jahr auf neues gerne ein. Und nun würde ich am liebsten die Fliederinsel besuchen, wenn es dort blüht und duftet. Oder zumindest ein Gemälde mit einem Fliederstrauß bewundern können.

Aber die Autorin hat mich nicht nur neugierig auf Fünen gemacht, sie hat auch dafür gesorgt, dass ich mein Wissen erweitern konnte. Mir war nicht bekannt, wie die Juden zur Nazizeit in Dänemark gelebt haben und was dort noch alles geschehen ist. Diesen durchaus wichtigen Teil der schlimmen Zeit hat sie wunderbar in einen Roman verpackt und mich so sehr an das Buch gefesselt, dass ich mal wieder Nachtlesestunden eingelegt habe, damit ich das Buch in einem Rutsch lesen konnte.

Celia macht in einem Ferienhaus auf Fünen Urlaub und entdeckt dabei eine Leinwand mit einem wunderschönen gemalten Fliederstrauss.  Ihre Vermieterin ist berührt und erzählt Celia, was ihre jüdischen Eltern erlebt haben. Ich fand es ungemein interessant etwas über das Leben von Ruth und Jakob Liebermann zu erfahren.  Ich habe mit ihnen gebangt, gezittert und das schlimmste befürchtet. Aufregend war es, sie  und ihre Freunde zu begleiten. Schaffen sie die Flucht? Aber es hat mir auch weh getan, welche Rückschläge sie vorher erleben mussten. Ich war mal wieder mittendrin im Geschehen.

Ich bin ganz begeistert, dass Sylvia Lott Informationen, die sie bei einer Reisereportage in Dänemark bekommen hat, in Romanform an uns Leser weitergibt. Das zeigt mir dann auch mal wieder, dass es noch vieles gibt, was wir aus dieser schrecklichen Zeit nicht wissen.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und wenn ich nicht sowieso nach Büchern von Sylvia Lott Ausschau halten würde, wäre ich durch dieses Cover darauf aufmerksam geworden.


Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle. Allerdings könnte das Verlangen die Insel Fünen zu besuchen extrem groß werden. Das Buch fesselt einen und berührt durch die Erlebnisse, ganz besonders über den Zusammenhalt eines ganzen Volkes und deren Hilfsbereitschaft, das hat mich ganz besonders beeindruckt.

Ich möchte mich beim Verlag blanvalet vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Der kleine Laden der einsamen Herzen



Autorin: Annie Darling

Titel: Der kleine Laden der einsamen Herzen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Mai 2017

Seiten: 401

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Penguin



Die Autorin Annie Darling lebt in einer winzigen Londoner Wohnung, in der man vor lauter Bücherstapeln kaum treten kann. Ihre großen Leidenschaften sind Liebesromane und ihre Katze. "Der kleine Laden der einsamen Herzen" ist Annie Darlings Debüt in deutscher Sprache und der Beginn einer Reihe um einen wunderbaren kleinen Laden in Bloomsbury.


Kurzbeschreibung, übernommen;
Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens Der Wüstling, der mein Herz stahl – mit Sebastian als Held zum Verlieben ...


Meine Meinung:
Was passiert, wenn ein frecher arroganter Schnösel und eine etwas verträumte romantisch veranlagte Besitzerin eines Buchladens aufeinander treffen? Es gibt jede Menge interessante und freche Dialoge.

Sebastian sieht zwar sehr gut aus, aber er benimmt sich unmöglich. Posy muss sich dem Schicksal stellen und ihren jüngeren Bruder versorgen, zu gerne flüchtet sie zum Ausgleich in ihre Bücherwelt.
Beide lernte ich ziemlich schnell am Anfang des Buches kennen und ich schwankte mit meiner Sympathie immer hin und her. Leicht haben die beiden es mir nicht gemacht. Aber dann entwickelte sich alles doch zu meiner Zufriedenheit.

Sehr fesselnd hat die Autorin geschildert, wie Posy und Sebastian mit ihrem Erbe umgehen. Natürlich war nicht immer alles lustig, denn es musste auch so mancher Kampf durchgeführt werden.
Mich hat natürlich sehr gefreut, dass sich dieser kleine Buchladen in London befindet und ich mir alles genau vorstellen konnte.  Ich hatte eine Seitengasse und einen bestimmten Laden immer vor Augen und hatte somit das Gefühl mittendrin im Geschehen zu sein.

Wie bei Liebesromanen üblich kann man als Leser schon die Richtung und das Ende ahnen. Der Weg dahin ist dann allerdings besonders wichtig. Ich persönlich bin ja dann doch eher der Krimifan und würde bestimmt nicht Stammkunde bei Posy werden, zumal mir der Roman, den Posy geschrieben hat, dann auch etwas zu kitschig-schnulzig war. Aber so war Posy eben eingestellt.

Wenn ich jetzt mal die Geschichte um Posy und Sebastian außen vor lasse, ist die Grundidee wichtig für die heutige Zeit. Kleine Buchläden haben es heutzutage immer schwerer, es gibt so viele große Buchhandlungs-Ketten und dann kommt noch der online-Handel dazu.  Die Besitzer der kleinen Buchläden müssen sich schon etwas ganz besonderes einfallen lassen, damit sie nicht untergehen.

Fazit:
Ein nettes Buch für zwischendurch, besonders für Leserinnen von englischen Liebesromanen.
Mir haben die Dialogen sehr viel Spaß bereitet, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich weitere Folgen lesen möchte. Zum Glück sind Geschmäcker verschieden und es werden sicherlich jede Menge Leserinnen begeisterter sein, als ich es bin.

Bei dem Verlag Penguin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 16. Mai 2017

Rezension - Erdbeeren im Sommer


Autorin: Anja Saskia Beyer

Titel: Erdbeeren im Sommer

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 16. Mai 2017

Seiten: 300

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Tinte & Feder




Die Autorin Anja Saskia Beyer studierte Theaterwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Werbepsychologie in München. Seit 1996 schreibt und arbeitet sie erfolgreich als Dramaturgin und Autorin für das Fernsehen, u. a. für die Serien Lindenstraße, Für alle Fälle Stefanie, Verliebt in Berlin und Dahoam is Dahoam.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Enttäuscht und mit Wut im Bauch sitzen Luisa und Mona in ihrem VW-Bus auf dem Weg nach Süditalien. Nach einem missglückten Heiratsantrag und einem handfesten Ehekrach brauchen die beiden Freundinnen dringend einen Ortswechsel. Und da bieten sich Tante Giulias idyllischer Erdbeerhof und das kleine mediterrane Ristorante geradezu an. Was die beiden dort erwartet, ist allerdings weit mehr als schmackhafte Erdbeeren und italienische Küche: Luisa wird ihre alte Jugendliebe Mat­teo wiedertreffen und auf ein Geheimnis stoßen, das sich um ein außergewöhnliches Kochbuch rankt. Als Tante Giulia über­raschend abreist, sind Luisa und Mona gezwungen, tief in die Familiengeschichte einzutauchen, die sie bis in die turbulenten 50er Jahre zurückführt. Die Ereignisse von damals werden Lui­sas Leben verändern – auf eine Weise, wie sie es nie für möglich gehalten hätte.


Meine Meinung:
Also... als erstes gehe ich mal los und kaufe mir ein Schälchen Erdbeeren, hier ist es jetzt ja die richtige Jahreszeit dafür. Und dann werde ich mal Schlaf nachholen, denn die Autorin hat mich mit ihrem Buch um den Schlaf gebracht. Es hat mich so gefesselt und ich fand einfach keine Stelle, an der ich es hätte zur Seite legen können. Außerdem werden meine Kochbücher mit den mediterranen Rezepten hervor geholt. Was das alles mit dem Buch zu tun hat, fragt Ihr?
Tante Giulia besitzt ein Erdbeerfeld und führt ein Restaurant. Als gelesen habe, was dort täglich gekocht wird, bekam ich sofort wieder Appetit auf mediterranes Essen.
Aber das sei jetzt nur nebenbei erwähnt, in der Geschichte steht ja noch etwas anderes im Vordergrund.
Wer hatte nicht auch schon mal das Bedürfnis, einfach die Koffer packen und abhauen? Mona braucht aus den verschiedensten Gründen Abstand von ihrem Mann und den beiden Söhnen, sollen sie doch sehen, wie sie klar kommen. Luisa ist unglücklich, sauer und wütend und will ebenfalls nur weit weg. Da trifft es sich doch bestens, dass Luisas Tante Giulia im fernen Italien wohnt und sich freut, die Nichte mal wieder zu sehen. Nach der langen Fahrt werden die beiden mit Erdbeertörtchen verwöhnt und ich war richtig neidisch, esse ich die doch zu gerne. Wer nun aber meint, dass die Freundinnen sich nun nur ausruhen und entspannen können, wird überrascht werden.
Die Autorin hat sich allerhand einfallen lassen und die beiden erleben eine turbulente Zeit. Sie bekommen reichlich Arbeit und  decken ein lang gehütetes Geheimnis auf.  Die Liebe kommt ebenfalls nicht zu kurz. Ach, es war so viel los, nicht nur ich war neugierig und wollte wissen, wie denn nun alles zusammenhängt und was das alles zu bedeuten hat.
Anja Saskia Beyer hat mich wirklich regelrecht an das Buch gefesselt. Sie hat es spannend gemacht, hat mich nach Italien entführt und wie schon erwähnt, um den Schlaf gebracht 😉
Mit manchen Entwicklungen hatte ich nicht gerechnet, manchmal war ich etwas traurig und dann doch wieder hocherfreut. Besonders mit dem Ende war ich sehr zu frieden.
Das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut und wenn ich nicht sowieso vor gehabt hätte, auch dieses Buch von der Autorin zu lesen, dann wäre es spätestens, nachdem ich das Cover gesehen hätte auf meine Bücherliste gelandet.


Fazit:
Dieses ist nun das dritte Buch, das ich von Anja Saskia Beyer gelesen habe und ich muss sagen,  von Buch zu Buch steigert sich meine Begeisterung.
Ein Buch, ideal für den Sommer, aber auch zu jeder anderen Jahreszeit zu lesen. Es könnte nur im Winter etwas schwierig werden, wenn der Appetit auf Erdbeeren kommt.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Es hatte keinen Einfluss auf meine Bewertung, denn ich habe bereits auf der Buchmesse Leipzig eine etwas ausführlichere Leseprobe erhalten und wusste, dass ich das Buch auf jeden Fall lesen wollte, denn die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen.