Sonntag, 29. September 2013

Rezension - Sommerprickeln



Autorin: Mary Key Andrews

Titel: Sommerprickeln

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Juni 2013

Seiten: 528

Altersempfehlung: ? Erwachsene



Die Autorin Mary Kay Andrews wuchs in Florida auf, studierte in Georgia Journalismus und arbeitete dann einige Jahre als Redakteurin. Inzwischen hat sie mehrere Romane veröffentlicht und unterrichtet Kreatives Schreiben. Mary Kay Andrews lebt mit ihrer Familie in Atlanta, aber in ihrer Freizeit zieht es sie zu ihrem liebevoll restaurierten Ferienhaus auf Tybee Island, eine wunderschöne Insel vor der Küste Georgias, USA. Ihre in Deutschland erschienenen Romane ›Die Sommerfrauen‹ und ›Sommerprickeln‹ sind große Bestseller.

Kurzbeschreibung:
Annajane geht zur Überraschung aller zur Hochzeit ihres Ex-Mannes Mason. Dabei stellt sie fest, dass sie doch noch etwas für ihn empfindet. Kurz vor der Trauung bricht die kleine Tochter von Mason in der Kirche zusammen und muss ins Krankenhaus. Dort wird sie sofort am Blinddarm operiert. Durch diesen Vorfall findet die Trauung nicht statt und soll auf später verschoben werden. Aber es treten dann so viele andere Ereignisse ein und alles nimmt eine ganz andere Wendung.

Meine Meinung:
Es fing ja schon sehr aufregend an. Aber zunächst konnte ich noch nicht alle Zusammenhänge erkennen, was denn überhaupt in dieser Familie los ist. Nachdem immer wieder eine Erzählung aus der Vergangenheit eingeschoben wurde, war mir alles klarer. Obwohl ich manches Mal lieber in der "Jetztzeit" weiter gelesen hätte. So musste ich mein Ungeduld zügeln und ich habe ja dann auch eingesehen, dass es nötig war.
Zum Kauf hat mich das Buchcover verführt und vielleicht auch etwas der Buchtitel, obwohl ich mir darunter etwas anderes vorgestellt hatte.
Im Grunde genommen ist es ganz leichte Lektüre. Eine Hochstaplerin schnappt sich einen reichen Fabrikbesitzer und will ihn unbedingt heiraten. Warum sie Mason den Ex-Ehemann von Annajane heiraten will und nicht seinen Bruder habe ich nicht so richtig verstanden. Reich wäre sie auch mit dem Bruder geworden. In der Familie von Mason gibt es interessante Familienmitglieder, die einige Klischees erfüllen. Die verwitwete Mutter ziemlich versnobt, konnte Annajane nie leiden, weil sie nicht aus ihrer Gesellschaftsschicht kommt. Davis, der habgierige Bruder, der allen Frauen hinterher läuft und Pauline, genannt Pokey, eine liebenswerte Freundin von Annajane, die sich auf ihr viertes Kind freut. Mason selber ist sehr liebenswert, aber manche Entscheidung fand ich nicht gut und war froh, dass in letzter Minute eine Rettung in Sicht war.
Eigentlich kann man schon ahnen, was so alles passieren wird. Trotzdem passiert doch immer wieder etwas, womit man als Leser nicht gerechnet hat. Ich konnte das Buch auch nicht zur Seite legen, ich wollte wissen, wie es denn nun tatsächlich weitergeht. Kann Mason sich aus den Fängen von Celia befreien. Wird Annajane das Unternehmen mit ihren Ideen retten können.

Fazit:
Obwohl ich mir unter dem Titel vielleicht etwas anderes vorgestellt habe, hat mir das Buch doch gefallen. Ich kann es den Lesern empfehlen, die wirklich nur eine leichte Lektüre suchen. Die ein Buch suchen, dass keinen Tiefgang hat, aber auch nicht langweilig ist.  Ich selber bin mir aber nicht sicher, ob unbedingt weitere Bücher von der Autorin lesen möchte, denn ich mag es dann doch etwas Anspruchsvoller

Freitag, 27. September 2013

Rezension - Blessed - Für Dich will ich leben


Autorin: Susanna Ernst

Titel: Blessed  - Für Dich will ich leben

Genre: Romanze, Fantasie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. September 2013

Seiten: 527

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene




Die Autorin Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitet seit ihrem sechzehnten Lebensjahr eine eigene Musicalgruppe, führt bei den Stücken Regie und gibt Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit. Wer an mehr Informationen interessiert ist, findet diese hier auf der Website.


Kurzbeschreibung gemäß dem Klappentext:
"'Heute beginnt ein neuer, besserer Abschnitt in meinem Leben', dessen ist sich Emily Rossberg sicher, als sie am Morgen nach den Sommerferien erwacht. Erst vor wenigen Monaten ist sie mit ihrer Familie nach L.A. umgezogen und fühlt sich noch immer nicht heimisch in diesem ihr fremden Land. Zumindest wird das anbrechende Schuljahr neue Schüler mit sich bringen, die sie endlich von ihrem Frischlings-Posten ablösen. Diese Hoffnung erfüllt sich auch prompt in den Gestalten dreier Geschwister. Doch während Lucy und Adrian Franklin freudig begrüßt werden, machen Lehrer und Mitschüler einen weiten Bogen um den eigenbrötlerischen und jähzornigen Adoptivbruder der Zwillinge. Nur Emilys Neugier ist schnell geweckt: Was hat es mit diesem Noah auf sich? Warum ist er so verbittert? Welche Geheimnisse birgt Noah und wird Emily sie lösen?"

Meine Meinung:
Ich hatte von Sandra Budde vorher schon gehört, dass dies ein ganz tolles Buch sein soll. So war ich natürlich noch neugieriger und habe gespannt auf das Erscheinen gewartet.
Wow, ich kann nur sagen, sie hat mir gegenüber untertrieben, es war genial!
Dieses Buch hat bei mir so viele Emotionen ausgelöst. Gut, dass wir Leser noch nicht von einer Webcam beobachtet werden, in meinem Gesicht hätte man so vieles ablesen können. Ich habe laut gelacht, leise gelächelt, war gefesselt und hatte Tränen in den Augen. Ich bin immer noch ganz hin und weg von diesem Buch und versuche direkt nach dem Auslesen die richtigen Worte zu finden, damit ich meine Empfindungen ausdrücken kann.

Die beiden Hauptpersonen Emily und Noah habe ich sofort ins Herz geschlossen. Emily in ihrer besonderen Art, wie sie tolpatschig immer wieder in verzwickte Situationen gerät und manches Mal redet, ohne großartig nachzudenken. Ich musste öfter über ihre Aussagen und auch Gedankengänge lachen. Noah hatte mein ganz besonderes Mitgefühl, auch wenn er zu Anfang sehr ruppig gegenüber Emily auftrat.
Aber auch die anderen Freunde von Emily mochte ich sehr. Sie hatten alle so liebenswerte Charaktere und wurden von Susanna Ernst so gut beschrieben, dass ich sie wirklich vor Augen hatte. Lucy, wie sie immer vor Freude und Aufregung auf und ab hüpfte und ihrem ruhiger wirkenden  Zwillingsbruder Adrian in vielem so ähnlich war. Kathy, die von Anfang an durch ihre Art Emilys beste Freundin wurde und Tom, der mich in einigen Situationen auch zum Lächeln brachte.
Ich möchte hier aber nicht näher auf alle eingehen, weil ich befürchte, dass ich dann zu viel verrate. Ich denke, jeder der dieses Buch liest, wird an den entsprechenden Stellen merken, was ich meine.

Dieses Buch wollte ich eigentlich gar nicht so schnell durchlesen, aber es hat mich so gefesselt und ich war wieder mitten im Leben der Beteiligten. Ich war einfach zu neugierig, wie sich alles entwickelt und deshalb konnte ich das Buch nicht zur Seite legen. Gegen Ende nahm es eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hatte und ich fieberte richtig mit, wie es denn weitergehen wird. Hatte Noah immer gleichmäßiges Herzklopfen, hat es sich bei mir dann doch beschleunigt. Mit Tränen in den Augen habe ich gelesen, erst waren es Tränen, weil ich traurig war und dann weil es doch ein gutes Ende gab. Mit einem großen Seufzer habe ich dann das Buch zur Seite gelegt, ich glaube ich hatte auch einen verklärten Blick.

Fazit:
Eigentlich wird dieses Buch offiziell als Jugendbuch angegeben, aber ich finde  auch für ältere Leser ist dieser Lesestoff bestens geeignet. In der Geschichte wird so vieles angesprochen, tragische Schicksale, Hoffnung, Vertrauen und Liebe. Ich selber habe für mich dieses Buch im Bereich Romanze und Fantasie eingeordnet.
Auf jeden Fall möchte ich dieses Buch weiterempfehlen und ich freue mich auf weitere Bücher von Susanna Ernst, denn bisher haben mir alle sehr gut gefallen


Donnerstag, 26. September 2013

Rezension - Die Champagnerkönigin


Autorin: Petra Durst-Benning

Titel: Die Champagnerkönigin

Genre: Historischer Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 13. September 2013

Seiten: 528

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene



Die Autorin Petra Durst-Benning, 1965 in Baden-Württemberg geboren, lebt mit ihrem Mann südlich von Stuttgart. Mit ihren historischen Romanen zählt sie zur ersten Garde deutscher Bestsellerautorinnen.

Kurzbeschreibung:
Isabelle hat den Winzersohn Leon Feininger geheiratet. Überraschend erbt Leon ein Weingut in der Champagne. Beide reisen voller Begeisterung in ihre neue Heimat, allerdings finden sie nicht alles so wunderbar vor, wie sie es sich erträumt haben. Nach einem Schicksalsschlag muss Isabelle zeigen, was in ihr steckt und mit dem alten Kampfgeist meistert sie die große Aufgabe hervorragend.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist das zweite aus der Jahrhundertwind-Trilogie. Es kann aber auch alleine gelesen werden. Allerdings empfehle ich doch auch das erste Buch zu lesen, dafür ist es zu gut, dass es nicht beachtet wird.
Ich habe mich auf dieses Buch schon sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Im ersten Buch ist mir Isabelle nicht so sehr ans Herz gewachsen, aber das hat sich nun geändert. Denn auch sie hat sich geändert, aus dem verwöhnten Fabrikantentöchterchen aus Berlin ist eine junge Frau geworden, die so richtig anpacken kann.
Bei den Eltern von Leon hatte sie es nicht leicht, aber es wurde ihr auch nicht leicht gemacht. Die Schilderungen von dem Weingut in der Pfalz, die Leon ihr in Berlin gemacht, entsprachen nicht der Wirklichkeit und ihren Vorstellungen. Umso erfreuter war Isabelle, als Leon völlig überraschend ein Weingut in der Champagne erbte. Sie sah sich schon als reiche Winzer, aber leider gab es dort so viele Probleme. Der Champagner war eigentlich nicht für den Verkauf geeignet und eine Rivalin machte ihr das Leben schwer. Zum Glück fand Isabelle in dem kleinen Ort reichlich Freunde, die ihr hilfreich zur Seite standen.
Alle Personen waren sehr gut beschrieben und ich hatte sie so richtig vor Augen. Aber auch die Gegend wurde wunderbar beschrieben, mir war als würde ich dort alles kennen, so deutlich sah ich alles vor meinen Augen.
Sehr großen Respekt habe ich vor der aufwändigen Recherche, die Petra Durst-Benning betrieben hat. Ich habe das Gefühl, dass ich nun so ganz nebenbei bestens informiert wurde. Die Arbeit innerhalb eines Jahres auf einem Weingut kenne ich nun. Und genau das fand ich besonders klasse, denn durch einen mir sehr gut bekannten Winzer im Burgenland wusste ich schon sehr viel über Trauben und Lese. Ich selber durfte schon mehrmals bei der Lese helfen und es geht dort genauso zu, wie auf den Weingütern von Isabelle. Hier hatte ich ebenfalls das Gefühl mittendrin zu sein. Und mein Wissen konnte ich mit diesem Buch noch erweitern.

Wie beim ersten Buch hat es mir sehr gut gefallen, mal etwas "historisches" aus einer Zeit, die noch nicht so lange zurück liegt, zu lesen. Auch hier wird einem bewusst, wie aufwändig das Reisen vor etwas über 100 Jahren noch war und wie schnell die wirtschaftliche Entwicklung fort geschritten ist.

Dieses Buch hat mich mal wieder gefesselt und ich habe es nur ungern zur Seite gelegt, weil ich um meine Arbeiten im Haushalt kümmern musste. Lobend möchte ich auf das Buchcover hinweisen. Es ist wirklich sehr schön und wenn ich das Buch nicht sowieso hätte haben wollen, dann wäre ich dadurch verführt worden.

Fazit:
Ich möchte dieses Buch gerne weiterempfehlen und freue mich schon auf das dritte, worauf ich zu meinem Leidwesen noch eine Weile warten muss. Aber nun schwelge ich erst einmal von diesem Buchgenuss!

Ich danke dem Verlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar

Mittwoch, 25. September 2013

Rezension - Steh-auf-Frauchen


Autorin: Monika Kunze

Titel: Steh-auf-Frauchen

Genre: Roman

Version: eBook klick zum kauf

erschienen: 2. September 2013 aktuallisiert

Seiten: 247

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene




Informationen über die Autorin Monika Kunze habe ich hier entnommen:
Über mich: Ich bin verheiratet, habe Kinder und Enkelkinder en gros, leider kein Haustier mehr. Doch halt: Mein Mann meint, ich hätte einen Vogel ... weil ich am Schreiben einen Narren gefressen habe ... *lache Beruf, Tätigkeiten, Studium: Studium Journalistik, Redakteurin, Freie Autorin (seit 1996)
Warum ich schreibe: Schreiben war schon immer meine Leidenschaft. Schon als kleines Mädchen wollte ich Geschichtenschreibererin werden. Doch das wusste meine lebenskluge Großmutter zu verhindern. Brotlose Kunst! Schimpfte sie. Aber dagegen, dass ich Journalistik studierte, hatte sie nichts einzuwenden. So arbeitete ich mehr als 30 Jahre bei verschiedenen Zeitungen, was sich 1996 wegen meiner desolaten Gesundheit von selbst erledigt hatte. Seitdem sind fünf eigene Bücher entstanden (siehe HP), unzählige Geschichten in Anthologien und Literatur- sowie anderen Zeitschriften.

Kurzbeschreibung, ebenfalls der Seite von neobooks entnommen:
"Ein Kranausleger von 30 Tonnen Gewicht, rutscht von einem Tieflader auf den Gehweg, auf dem Marlene und ihr kleiner Sohn Alex (im Kinderwagen) unterwegs sind. Alex wird weit weg geschleudert, aber Marlenes Leben wäre fast zu Ende gewesen. Hatte ihr nicht eine Zigeunerin vorausgesagt, dass so etwas passieren würde? Doch Marlene besinnt sich auch auf das, was sie noch sagte: Immer, wenn Katastrophe vorbei - musst du aufrichten dich - wie ein Steh-auf-Männchen. - Das tut sie auch diesmal und bei allen weiteren Schicksalsschlägen. - In der Wendezeit arbeitet sie als Heiratsvermittlerin … dreht somit für andere am Rad des Schicksals und sorgt für deren Glück. Nur bei diesem Klaus will es nicht klappen … an jeder Frau, die Marlene ihm vermittelt, hat er etwas auszusetzen …"

Meine Meinung:
Ich gestehe, ich habe mich durch den Titel und Buchcover zum Kauf verführen lassen und war erfreut, was ich da erwischt habe. Beginnt die Geschichte dieses Buches doch zur Zeit der DDR und deshalb war es für mich interessant zu lesen, wie es Marlene dort ergangen ist.
Das Buch beginnt zunächst mit dem Unfall, der zum Glück für Mutter und Sohn glimpflich ausgeht. Wobei Marlene sehr lange im Krankenhaus bleiben muss und nach der Entlassung zu Hause eine böse Überraschung erwartet. Dadurch geht sie endlich den nächsten Schritt und trennt sich von ihrem zweiten Ehemann. Eigentlich war es längst überfällig, denn mit den Kindern aus ihrer ersten Ehe kam Jürgen, ihr Mann nicht klar. In diesem Buch wird die Geschichte einer Frau beschrieben, die nicht nur Glück im Leben hatte und auch berufliche Probleme bekommt, nachdem sie ihren Arbeitsplatz verloren hat. So nebenbei erfährt der Leser auch noch etwas über das Leben in der ehemaligen DDR, sei es nun, dass Marlene endlich das lange beantragte Telefon bekommt oder die Zuteilung einer kleinen Wohnung nach der Scheidung. Ich habe hier nur zwei Beispiele genannt, der aufmerksame und interessierte Leser wird noch viel mehr erfahren, wie es damals im Alltagsleben zuging. Mich hat es gefreut, dass es für Marlene ein gutes Ende gab und sie sich, wenn auch nur zufällig, von ihrem Ex-Mann endgültig lösen konnte.

Fazit:
Mir hat das Buch gefallen, ebenso der Schreibtstil, nachdem ich mich daran gewöhnt hatte. Ich werde mit Sicherheit noch weitere Bücher von Monika Kunze lesen.

Dienstag, 24. September 2013

Rezension - Das Kastanienhaus


Autorin: Liz Trenow

Titel: Das Kastanienhaus

Genre: Historischer Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Juli 2012

Seiten: 448

Altersempfehlung: Jugendliche ab 16 und Erwachsene



Die Autorin Liz Trenow wuchs in der Nähe einer Seidenspinnerei auf, die auch heute noch in Betrieb ist. Obwohl ihre Vorfahren seit über dreihundert Jahren im Seidengeschäft tätig sind, entschied Liz Trenow sich für einen anderen Beruf. Sie arbeitete viele Jahre als Journalistin für nationale und internationale Zeitungen sowie für den Hörfunk und das Fernsehen, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.

Kurzbeschreibung:
Lily Verner hat so vieles vor in ihrem Leben. Nach Abschluss der Schule möchte sie ins Ausland gehen und dort studieren. Aber der Krieg macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Sie bleibt in England und beginnt in der Seidenweberei ihrer Familie zu arbeiten. Dort lernt sie auch den deutschen Flüchtling Stefan kennen und lieben. Leider verläuft auch hier nicht alles so glücklich, wie sie es sich wünscht.


Meine Meinung:
Soeben habe ich das Buch ausgelesen und mit einem großen Seufzer zur Seite gelegt. Noch ganz beeindruckt von der Geschichte möchte ich auch gleich die Rezension schreiben.
Im Alter von 80 Jahren stirbt der Ehemann von Lily und beim Aufräumen fallen ihr alte Erinnerungsstücke in die Hand. Dies ist der Anlass für Lily sich an die Zeit des zweiten Weltkrieges zu erinnern. Sehr eindrucksvoll beschreibt Liz Trenow hier das Leben einer jungen Frau und mit welchen Problemen sie fertig werden muss. Anfangs kommt mir Lily etwas naiv vor, das mag daran liegen, dass sie sehr behütet aufgewachsen ist. Zunächst ist sie sehr verärgert, dass sie nicht ins Ausland darf und in der Weberei arbeiten soll. Wozu sie überhaupt keine Lust hat, aber bald erliegt sie der Seide und kann sich gar nicht mehr vorstellen, etwas anderes zu machen.
Auch ich war ganz begeistert, was ich so nebenbei alles über Seide erfahren habe. Kenne ich doch einige Begriffe, da ich mich vor Jahren mit Seidenmalerei beschäftigt habe. Deshalb haben mir auch die Auszüge aus dem Buch der Geschichte der Seide zu Beginn eines jeden Kapitels sehr gefallen.

Mit Lily, der Protagonistin habe ich mich sehr schnell angefreundet und konnte mich in vielen Situationen so richtig in sie hinein versetzen. Ich habe mich mit ihr gefreut und auch gelitten. Denn Liz Trenow hat es wirklich gut verstanden, alles miteinander zu verbinden. Die Liebe zu einem deutschen Flüchtling, was nicht gern gesehen wurde. Die Probleme einer Seidenweberei, die keine Abnehmer mehr findet und die Produktion umstellen muss. Obwohl es in der Hauptsache um Lily und Stefan geht, sind auch die anderen Familienmitglieder und Freunde in die Handlung einbezogen, so erfährt der Leser sehr viel über die Dramatik der damaligen Zeit.

Über den Inhalt des Buches möchte ich auch hier nicht zu viel verraten. Mir hat es gefallen, wie Lilys Enkelin zum Schluss vieles geklärt hat und Lily die Schatten der Vergangenheit los wurde und mit sich ins Reine gekommen ist. Auch wenn Lily erfunden wurde, kann genau dies irgendwo passiert sein und viele Frauen mussten damals mit großen Anforderungen fertig werden und sind mit ihren Aufgaben gewachsen. Ohne weiteres hätte ich geglaubt, dass es eine wahre Geschichte sein könnte, so realistisch wurde alles geschildert.

Was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat, war die anschauliche Beschreibung wie es in London nach einem Angriff ausgesehen hat. Lily und ihr Vater wollten nachsehen, ob Gebäude ihres Unternehmens beschädigt wurden. Sie kamen am Bahnhof Liverpoolstreet an. Den kenne ich sehr gut und auch viele der genannten Straßennamen. War ich doch gerade in London und hatte alles noch besser vor Augen. Nun war nicht jeder Leser schon in London, aber man konnte sich auch so gut vorstellen, wie es dort ausgesehen haben muss. Das Denkmal des "Kindertransportes" kenne ich ebenfalls. Auch das gehört zur Geschichte der jüngeren Vergangenheit.

Zu dem Buchtitel und Cover möchte ich gerne auch noch etwas schreiben. Neugierig wurde ich zunächst durch das Bild, was mir sehr gefallen hat. Der Titel hört sich auch interessant an. Für die deutsche Ausgabe wurde dieser Titel anscheinend gewählt, weil Lily Zeit ihres Lebens wohl im Kastanienhaus gewohnt hat. Das Haus und die Umgebung wurde ja auch sehr gut beschrieben, zumindest hatte ich alles sehr gut vor Augen.
Der englische Titel lautet:  "The Last Telegramm", was ich auch sehr gut nachvollziehen kann, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich dann so neugierig geworden wäre. Deshalb finde ich, dass Cover und Titel für die deutsche Ausgabe gut gewählt wurde.

Fazit:
Ich möchte dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und zwar nicht nur Freunden von historischen Romanen. In diesem Buch wird ein Abschnitt der jüngeren Vergangenheit beschrieben. Viele wissen von Eltern oder Großeltern, was sie in unserem Land erlebt haben. Aber wie es in den anderen Ländern zuging ist vielen nicht so bekannt. Ich bin auf jeden Fall auch gespannt, mit welchen Büchern uns Liz Trenow noch erfreuen wird.

Ich danke dem Verlag Blanvalet, dass mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde.

Rezension - Stachelzart


Autorin: Jasmin Wollensen

Titel: Stachelzart

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 12. August 2013

Seiten: 265

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Jasmin Wollesen (geboren 1977) ist Mutter von zwei Kindern, Autorin und Erfinderin. Einige ihrer Produktideen haben es bereits auf den Markt geschafft. Ihre große Leidenschaft gilt dem Schreiben von Geschichten für große und kleine Leute. Im Alltag mit ihren beiden Kindern und in ihrem Job fallen ihr immer wieder viele Dinge auf, die sie später in ihren Geschichten thematisiert. Jasmin Wollesen ist selbst eine absolute Leseratte und liebt spannende Up Tempo Bücher. Und weil sie findet, dass es von spannenden und lustigen Büchern nie genug geben kann, schreibt sie selbst auch liebend gerne Geschichten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Kurzbeschreibung:
Anna muss ihren nächsten Roman schreiben, der Abgabetermin steht fest, aber irgendwie klappt es nicht so richtig. Dann schlägt ihre Mutter einen Kurzurlaub in den Bergen vor und Anna hofft, dort zum Schreiben zu kommen. Aber durch einen Bergrutsch kommt alles anders als geplant.

Meine Meinung:
Im Grunde hat dieses Buch für mich keine besondere Handlung. Anna fährt mit ihrer Mutter in die Berge, obwohl sie von ihr tierisch genervt ist. Da ist sie nicht die einzige, ich fand die Mutter unmöglich und hätte manches Mal anders als Anna reagiert. Denn ich versetze mich ja oft gerne in die Protagonisten. Aber im Grunde ist es ja nur ein Buch, was ich lese und spielt nicht im wirklichen Leben. Denn da gab es einige Stellen, die ich unwirklich fand. Wo ist nach einem Stromausfall am Nachmittag so schnell das Essen verdorben, dass es am nächsten Morgen ungenießbar ist? Wer so allergisch wie Kay auf Stroh reagiert, sollte doch auch Medizin bei sich haben. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu kritisch.
Anna verhält sich manches Mal etwas merkwürdig und dadurch ergeben sich Situationen, die nicht nötig gewesen wären. Statt ans Telefon zu gehen, lässt sie es einfach läuten, dabei hätte sich alles sofort klären können. Vieles war für mich vorausschaubar, so konnte ich mir auch direkt vorstellen, was passieren wird, als Anna Henri kennen gelernt hat und sehr viel Zeit mit ihm verbrachte.
Nun wird sich jeder denken, warum ich das Buch denn überhaupt zu Ende gelesen habe. Ganz einfach, zum einen bin ich meistens sehr neugierig, wie es sich zum Ende hin entwickelt und zum anderen fand ich den Schreibstil der Autorin doch sehr flüssig und die Charaktere der einzelnen Personen sehr interessant. Die Mutter war auch am Ende des Buches nicht meine Freundin geworden. Die drei Männer gefielen mir und haben Anna auch sehr geholfen.

Fazit:
Wer Lust hat, mal zwischendurch ein leichtes Buch zu lesen, dem kann ich das empfehlen. Ich habe das Buch auf meinen Kindle geladen, als es kostenlos angeboten wurde. Ob ich mir es so richtig kaufen würde, kann ich nicht sagen.

Montag, 23. September 2013

Rezension - Du mich auch. Ein Racheroman


Autorin: Ellen Berg

Titel: Du mich auch. Ein Racheroman

Genre: Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen:  21. September 2011

Seiten: 306

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Ihre bisherigen Romane „Du mich auch. Ein Rache-Roman“, „Das bisschen Kuchen. (K)ein Diät-Roman“, „Den lass ich gleich an. (K)ein Single-Roman“ und „Ich koch dich tot. (K)ein Liebesroman“ waren große Erfolge. Ihr neuer Roman „Gib’s mir Schatz. (K)ein Fessel-Roman“ erscheint im Winter 2013.


Kurzbeschreibung Zitat des Klappentextes:
Beim 25-jährigen Abi-Jubiläum treffen sich drei Freundinnen von einst wieder: Die brave Evi hat ihrem wunderbaren Gatten und den süßen Kindern zuliebe die Karriere an den Nagel gehängt und ihr Glück in der Küche gefunden. Beatrice hat Vorzeigetochter und -ehemann und jettet für ihren Marketingjob rund um den Globus. Katharina, die einstige Einser-Kandidatin, ist zur Staatssekretärin eines Ministers aufgestiegen und fröhlicher Single. – So weit die Erfolgsgeschichten vom Klassentreffen. Doch am Ende des promillereichen Abends kommt die traurige Wahrheit ans Licht: Alle drei sind von ihren Männern betrogen, ausgenutzt oder sitzengelassen worden. Im Vollrausch der Depression kommen sich die drei Frauen wieder näher. Und sie haben die Nase voll davon, dass auf ihren Herzen herumgetrampelt wird. Sie beschließen, den Spieß umzudrehen – ihre Männer sollen büßen. Und das nicht zu knapp.

Meine Meinung:
So ein Klassentreffen nach 25 Jahren ist ja immer sehr interessant. Es ist spannend wie sich die Mitschüler und ganz besonders die damals engsten Freundinnen entwickelt haben. Ich fand es sehr interessant von den drei Protagonistinnen zu lesen, welchen Weg sie nach dem Abitur eingeschlagen haben. Zunächst macht auch jede der anderen und manchmal sich selber etwas vor. Aber im Laufe des Abends werden sie lockerer und erzählen, sie es wirklich in ihrem Leben zugeht. Spontan beschließen sie, sich wieder zu treffen und schmieden Pläne, wie sie sich rächen können. Manche Situationen sind sehr humorvoll beschrieben, ich habe entweder mit einem Grinsen im Gesicht gelesen oder auch laut gelacht. Hatte ich doch manche Bilder sehr deutlich vor Augen.
Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich hatte viel Spaß beim Lesen dieses Buches. Toll, welche Racheideen die drei Frauen sich ausgedacht und dann umgesetzt haben. Jede der Drei ist fast über sich hinausgewachsen und hat zur alten Form zurück gefunden. Durch die gegenseitige Unterstützung haben sie es bestens geschafft.
So konnte nicht nur Rache ausgeübt werden, sondern jede hat am Ende das oder den Richtigen für den weiteren Lebensweg gefunden.

Fazit:
Der Inhalt des Buches sieht auf dem ersten Blick nach einer einfachen humorvollen Geschichte aus. Aber sie kann auch zum Nachdenken anregen: Wer kennt das nicht, man hat so viele Pläne und Ideen und nach Jahren blickt man zurück und überlegt, was ist wirklich eingetreten? Hier haben die Frauen mit manchmal fiesen Mitteln den Weg gefunden, etwas zu ändern. Humorvoll ist alles beschrieben und das hat mir gut gefallen. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter und werde mit Sicherheit noch weitere von der Autorin lesen.

Sonntag, 22. September 2013

Rezension - Diva Liebe. Unerwartet eins


Autorin: Sabine Sigl

Titel: Diva Liebe. Unerwartet Eins

Genre: Liebesroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Mai 2013

Seiten: 536

Altersempfehlung: Erwachsene




Die Autorin Sabine (Lengyel-)Sigl stammt aus Österreich und arbeitet selbstständig als Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologin und Autorin. Die tägliche Arbeit mit Menschen hat 2012 zur Veröffentlichung ihres ersten Sachbuchs "Corporate Awareness. Werte und die (R)Evolution der Arbeit." geführt. In diesem Buch geht es um das Verstehen der Kultur von Organisationen sowie um das Konzept einer Corporate Awareness und den Umgang mit Werten und Emotionen im Arbeitsleben. Daraus entwickelte sich schließlich die Idee zum Roman "Diva Liebe. Unerwartet eins.". Mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren Sie auf www.sabinesigl.com und www.resipsychology.com oder auf Facebook ("Diva Liebe", "Corporate Awareness").



Kurzbeschreibung:
Normalerweise versuche ich mit meinen eigenen Worten eine Kurzbeschreibung zu erstellen, aber diesmal habe ich die Zeilen von der Homepage  und Amazon übernommen:

"Sissy Sander hätte wirklich das Zeug, um zur Champagner-, Prada- und High-Heels-Fraktion zu gehören: Single, hübsch, erfolgreiche Nachrichtensprecherin bei einem Radiosender, witzig und klug. Doch das will sie einerseits gar nicht (na ja, vielleicht einmal im Jahr) und andererseits hat Sissy mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Da ist ihr neuer Chef, der kein gutes Haar an ihrer Arbeit lässt, und da sind Schatten aus ihrer Vergangenheit, die Sissy nicht zur Ruhe kommen lassen. Und da ist ihr Selbstwert. Jämmerlich und klein. Was nützt es Sissy, in so einer Situation ihrem Traummann über den Weg zu laufen? Dabei ist Alessandro DeMonti, italienisch-stämmiger Österreicher, vermutlich der tollste, schönste und klügste Mann auf dieser blauen Kugel. Was Sissy nicht wissen kann, ist außerdem, dass ein elendes Pack an Taugenichtsen – sie nennen sich selbst die „Reiter der täglichen Apokalpyse“ – aus Aletheia beschließt, sich genau ihre Radioredaktion vorzuknöpfen. Super. Angst, Wut, Zorn, Ärger und Neid fallen über die ahnungslosen Redaktionsmitglieder her. Zum Glück existieren in Aletheia, einer geheimnisvollen Simultanwelt, aber auch ganz andere Geschöpfe. So erhält Sissy unerwartet Hilfe von Wesen, an deren Existenz sie nie geglaubt hätte, die ihr Weltbild bis in die Grundfesten erschüttern und die doch so real existieren wie ihr Mikrofon … Eine Liebesgeschichte, die sich mit nichts vergleichen lässt und die Sie in die fantastische Welt Aletheias entführt. Vielleicht begleiten auch Sie tagtäglich die Wesen Aletheias? – Diva Liebe kratzt an den Grenzen des Denkbaren."


Meine Meinung:
Ich gestehe, mit diesem Buch habe ich mich schwer getan. Ich hatte es angefangen und dann abgebrochen. Nach einigen Tagen wollte ich dem Buch doch noch eine Chance geben. Beinahe hätte ich wieder aufgehört aber diesmal habe ich es geschafft, das Buch bis zum Ende zu lesen.

Es fing für mich schon langweilig mit dem Prolog an. Ich konnte mich wirklich nicht damit anfreunden und habe überlegt, warum ich das Buch erworben habe. Wahrscheinlich lag es an der guten Werbung?

Ich tauche eigentlich immer in die Geschichte ein  und stehe den Protagonisten nahe. Aber dieses Theater von Sissy nervte mich sehr. Kein Wunder, dass ihr Selbstwert so mickrig war. Nehmen wir diese Reiter mal raus, dann bleibt eine langweilige Geschichte übrig, ohne besonderen Vorkommnisse.
Aus lauter Neugierde habe ich dann bis zum Ende des Buches ausgehalten. Erfreulicherweise hatte das Buch dann auch ein Happyend und ich habe mich doch mit dem Buch versöhnt.


Fazit:
Für mich steht fest, dass ich nicht die geeignete Leserin für dieses Buch bin. Sollte es weitere in dieser Art geben, werde ich sie bestimmt nicht lesen.

Sonntag, 8. September 2013

Rezension - Die Duftnäherin


Autorin: Caren Benedikt

Titel: Die Duftnäherin

Genre: Historischer Roman

Version: Taschenbuch und eBook

erschienen: 28. August 2013

Seiten: 624

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene



Die Autorin Caren Benedikt, geboren 1971, wuchs in einer norddeutschen Kleinstadt auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und arbeitete danach als freie Journalistin. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem kleinen Ort bei Bremen.

Kurzbeschreibung:
Anna kann mit 16 Jahren endlich von ihrem gewalttätigen Vater fliehen. Sie will nach Bremen, in den Geburtsort ihrer Mutter. Ihrem Vater wurde die falsche Spur nach Köln gelegt. Ihr Vater mischt in Köln eifrig mit, als es darum geht, weiteren Hass auf die Juden der Stadt zu schüren. Anna gerät auf ihrem Weg nach Bremen in viele brenzlige Situationen und kommt dank der Hilfe netter Menschen, die auch ihre Freunde werden, in der Stadt an. Aber irgendwie findet ihr Vater doch den Weg nach Bremen ....

Meine Meinung:
Die Handlung startet so richtig im Jahr 1349 in Lünen. Die 16jährige Anna  kann die Haft ihres Vaters nutzen und sich auf die Flucht begeben. Sie will Richtung Norden, erzählt aber dem Jungen, der sie bei ihrem Weggang beobachtet, dass sie nach Köln will. Was auch sehr gut war, denn die Armut mancher Menschen treibt sie dazu ihre Nachbarn gegen ein Entgelt zu verraten.
Allerdings kommt Anna nicht sehr weit, da sie es nicht gewohnt ist, sich vorsichtig durch den Wald zu bewegen, wird sie auch gleich von einem Mann angegriffen, der ihr Gewalt antun will. Glücklicherweise hilft ihr Gawin, ein Junge, der alleine  im Wald in einer Höhle lebt und sie auch gehört hat.
Die beiden beschließen zusammen zu bleiben und sich als Geschwister auszugeben. In einem Kloster wollen sie erst einmal ausruhen und sich neue Kleidung beschaffen. Gawin ist sehr geschickt und bekommt viele handwerkliche Aufgaben, Anna darf Kleidung für die Mönche nähen. Als sie aber weiterziehen will, weil sie sich als Frau nicht frei in dem Kloster bewegen darf, wird sie in einen Kerker eingesperrt. Weder Anna noch der Leser können nachvollziehen, warum das so ist.
Auf jeden Fall trifft sie ab jetzt immer wieder auf hilfsbereite Menschen und Anna und Gawin können sich endlich auf den Weg nach Bremen machen.
Irgendein Geheimnis gibt es im Leben von Anna und ich war neugierig, wann ich endlich etwas darüber erfahren werde. An dieser Stelle will ich auch nicht mehr über die Abenteuer der beiden schreiben, damit ich nicht alle Spannung vorweg nehme.
Annas Vater Helme, ein mir sehr unsympathischer Mensch, zieht inzwischen Richtung Köln und hinterlässt nicht nur eine Spur durch Morde, sondern wiegelt die Bürger von Köln richtig auf, um den Hass auf die Juden zu steigern. Es war damals leider so, dass die Menschen sehr schnell sogenannten Predigern glaubten und wenn der Mob erst einmal in Bewegung kam, dann nahm es oft ein schlimmes Ende.
Aus der Geschichte wissen wir ja alle, wie es sich in den vergangenen Hunderten von Jahren leider zugetragen hat. Es war ja wirklich auch oft der Neid, der die Menschen trieb. Ging des den Juden doch gut, weil sie die einzigen waren, die Geldgeschäfte tätigen durften. Die Autorin hat es prima verstanden, die Handlung um Anna wieder historisch zu hinterlegen und Dinge geschehen lassen, die leider genauso passiert sind oder auch hätten passieren können.
In diesem Buch gibt es zunächst drei Gruppen, um die es sich dreht. Anna und Gawin, das vermeintliche Geschwisterpaar. Margrite und ihre Truppe, die als Händler durchs Land zogen und alle nach Bremen wollten, denn  dort war Margrite als Bürgerin eingetragen und hatte ein Haus und als drittes Helme, Annas Vater und die Bürger von Köln. In einzelnen Kapitel wurde zwischen den Orten und Gruppen gewechselt, allerdings hatte ich nie die Übersicht verloren.
Das Schicksal führt viele Menschen zusammen. Anna und Gawin treffen in Bremen Margrite und dürfen bei ihr unterkommen. Das war gut, allerdings findet aus verschiedenen Gründen Helme ebenfalls den Weg dorthin und das ist überhaupt nicht gut. Aber so langsam klären sich einige Geheimnisse. Endlich erfährt der Leser, warum Anna im Kloster eingesperrt wurde und Anna findet etwas über ihre Familie heraus.
Entwicklungen, die man beim Lesen vorher gar nicht ahnen konnte. Gegen Ende des Buches wurde es auch immer spannender und wer mich kennt, weiß, dass ich spätestens zu diesem Zeitpunkt unbedingt ungestört lesen möchte.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Allerdings hatte ich mir eine andere Geschichte unter diesem Buchtitel vorgestellt. Anna kann gut nähen und hat auch sehr gute Ideen, wie sie duftende Kleider an Damen des gehobenen Standes verkaufen kann. Aber dieser Teil spielt in dem Buch nur eine kleine und untergeordnete Rolle. Viel zu viel wurde meiner Meinung nach über die Schandtaten ihres Vaters berichtet. Ich wurde jedes Mal "böse", wenn sein Kapitel wieder dran war, ich war doch viel zu neugierig, wie es Anna ergeht. Trotzdem waren auch die Kapitel, die in Köln spielten sehr interessant zu lesen und irgendwie gehörten sie ja zur gesamten Handlung dieses Buches.
Die Protagonisten und auch alle weiteren Personen haben von Caren Benedikt wieder sehr interessante Charaktere erhalten.

Fazit:
Nach wie vor gefällt mir dieser Schreibstil und auch, wie eine Geschichte um die erfundenen Personen in wirklichen Geschehnissen eingearbeitet wurde. Dieses Buch möchte ich gerne den Lesern empfehlen, die historische Romane mögen, die nebenbei auch Spannung und Romanze beinhalten. Mit Sicherheit werde ich von Caren Benedikt noch weitere Bücher lesen.

Dieses Buch ist für mich ein weiteres historisches, in dem auch beschrieben wird, dass Frauen damals durchaus in der Lage waren, für ihren Lebensunterhalt selbst zu sorgen, wenn man sie dann liess.
Speziell Anna musste erste einige Abenteuer hinter sich bringen, bevor sie ihre Begabung einsetzen und einem geordnetem Leben nachgehen darf.


Ich danke den Droemer-Knaur-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 5. September 2013

Rezension - Die Kerzenzieherin


Autorin: Caren Benedikt

Titel: Die Kerzenzieherin

Genre: Historischer Roman

Version: gebundenes Buch

erschienen: 2013 als Weltbild Premiere

Seiten: 609

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene




Die Autorin Caren Benedikt, geboren 1971, wuchs in einer norddeutschen Kleinstadt auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und arbeitete danach als freie Journalistin. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem kleinen Ort bei Bremen.

Kurzbeschreibung:
Zufällig hört die junge Novizin Ellin, wie ein Komplott zur Ermordung des Erzbischofs Engelbert geschmiedet wird. Leider wird die Lauscherin erkannt und ist sich seitdem ihres Lebens nicht mehr sicher. Auf ihrer Flucht lernt sie viele hilfsbereite Menschen kennen, die dadurch leider selbst  in sehr großer Gefahr schweben.

Meine Meinung:
Ein sehr spannendes Buch mit echtem historischem Hintergrund. Die Geschichte spielt im Jahr 1225. Die Ermordung fand tatsächlich statt und die Autorin hat es bestens verstanden etwas mehr Spannung in dieses Thema zu bringen, indem sie die Lauscherin Ellin und ihre Freunde erfunden und in die Geschichte einbezogen hat.
Ellin, eine junge Novizin muss mit ihrer Freundin Jonatha, einer weiteren Novizin einen Korb mit bestellter Ware aus dem Kloster auf der Burg Isenberg abgeben. Sie kommen leider in einen starken Hagelschauer und werden nach einer Stärkung zum Trocknen und Aufwärmen in einen abgelegenen Raum gebracht. Dort hört dort Ellin etwas, was nicht für ihre Ohren bestimmt ist. Durch einen Zufall merken die beiden Verschwörer, dass die beiden Novizinnen anwesend sind. Leider findet Jonatha dort den Tod, Ellin kann von der Burg fliehen, aber ins Kloster kann sie nicht zurück. Anscheinend wurde der Äbtissin erzählt, dass sie für den Tod verantwortlich ist. Deshalb muss sie weiter und trifft auf sehr unangenehme, aber auch auf sehr liebe und hilfsbereite Menschen.
Ellin wurde als kleines Mädchen von ihrer Mutter einfach im Kloster abgeben und dies spiegelt ja eine nicht unübliche Handlung der Zeit wieder. Mädchen und Frauen mussten oft ihr Leben hinter Klostermauern verbringen. Bei Ellin war es besonders schlimm, hatte sie in letzter Zeit einige Zweifel, ob alles so richtig ist. Bei ihrer Flucht durch große Städte wie Bremen, Hamburg und Lübeck lernte sie das wirkliche Leben kennen, was ihr ihm Kloster durch andere Erzählungen auch vorenthalten wurde. Der neue Erzbischof von Köln hätte sie am liebsten wieder ins Kloster gesteckt, weil er der Meinung war, nur dort ist eine Frau gut aufgehoben und ein "gottgefälliges" Leben wäre das beste für sie.
Überhaupt hatten Frauen es damals nicht leicht. Ich hatte mich schon gewundert, dass Ellin mit ihrer neuen Freundin Berblin so alleine und unbehelligt von dem kleinen Dorf bei Bremen über Hamburg bis nach Lübeck gehen können. Aber diese Wanderung ist ja nur Nebensache in dem Buch, die Haupthandlung ist ja eine ganz andere.
Immer wieder versuchen Männer von Friedrich von Isenberg Ellin zu fangen und wollen sie umbringen, damit sie vor Gericht keine Aussage machen kann. Dabei werden leider sehr liebe Menschen, die Ellin helfen, umgebracht. Die Zeit ist immer sehr kurz, in der Ellin das neue Leben außerhalb der Klostermauern kennen und lieben lernt. Zu oft kommen ihr die Männer zu nahe. Ihrer Arbeit als Kerzenzieherin kann sie deshalb auch immer nur kurze Zeit nachgehen. Beim Verkauf auf den Märkten lernt sie dann nicht nur weitere Hilfsbereitschaft, sondern auch Neid anderer Händler kennen. Ohne Männer waren die Frauen damals nichts wert, sie durften nicht selber für ihren Lebensunterhalt sorgen und auf dem Markt verkaufen. Dies war nur möglich, wenn sie einen Mann haben, der die Lizenz dazu hat. Es wurde ihnen damals wirklich nicht leicht gemacht.
Es hat mir richtig Spaß gemacht, die Entwicklung von Ellin zu beobachten, über welche Fähigkeiten sie verfügt, welche Ideen sie zur Herstellung der Kerzen und beim Verkauf entwickelt hat. Ihre Freundin Berblin ist mir ebenfalls sehr sympathisch geworden und ich hatte Spaß, die Gespräche der beiden zu lesen.

Zum Schluss wurde es immer spannender und es ist wirklich sehr schwer gefallen, das Buch zur Seite zu legen. Aber so schnell wie möglich habe ich es mir dann wieder gegriffen und jeden böse angeguckt, der mich mit Nichtigkeiten stören wollte. Wenn ich ein Buch zu Ende lesen möchte, dann am liebsten so schnell und ungestört wie möglich.

Fazit:
Mir hat das Buch sehr gefallen. Neben der Handlung: Ermordung von Engelbert und Ellin suchen und finden, was der rote Faden war, habe ich noch vieles aus der Zeit und der Situation der Frauen erfahren.
Die Autorin hat es sehr gut verstanden, dies alles in einem flüssigen Stil zu schreiben, mir war nie langweilig. Wie so oft, bin ich direkt in das Buch abgetaucht und war selber mittendrin im Geschehen.
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen und freue mich jetzt noch mehr, dass ich es bei einem Gewinnspiel gewonnen habe. Mit einer sehr netten Widmung von Caren Benedikt habe ich das Buch erhalten und weiß, dass dies nicht das letzte sein wird, das ich lesen werde.

Dienstag, 3. September 2013

Rezension - Das Leben in meinem Sinn


Autorin: Susanna Ernst

Titel: Das Leben in  meinem Sinn

Genre: Romanze

Version: eBook

erschienen: 2. Mai 2012

Seiten: 291

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene



Die Autorin Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitet seit ihrem sechzehnten Lebensjahr eine eigene Musicalgruppe, führt bei den Stücken Regie und gibt Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit. Wer an mehr Informationen interessiert ist, findet diese hier auf der Website.


Kurzbeschreibung:
Normalerweise versuche ich mit meinen eigenen Worten kurz den Inhalt zu beschreiben, aber diesmal würde es nicht klappen. Meine Kurzbeschreibung wäre einfach zu lang und würde einiges vorwegnehmen, was der Leser doch selber "erlesen" soll. Deshalb wähle ich diesmal die Inhaltsangabe des Verlages:

"Scheinbar zufällig kreuzen sich die Lebenswege des schüchternen Schauspielers Ben Todd und seiner weitaus bekannteren Kollegin Sarah Pace beim Dreh zu einer neuen Fantasy-Serie. Während die beiden gemeinsam durch alle Phasen von der Produktion bis zur erfolgreichen Vermarktung ihrer Fernseh-Show gehen, verliebt sich Ben Hals über Kopf in Sarah. Heimlich und hoffnungslos, denn sie ist vermeintlich glücklich mit dem Vater ihrer Tochter verlobt. Da viele Dinge im Leben allerdings nicht so zufällig geschehen, wie sie auf den ersten Blick erscheinen, eröffnen sich Ben und Sarah bald schon ungeahnte Wege. Ganz in ihrem Sinn... oder etwa nicht?"

Meine Meinung:
Dieses Buch war eines der ersten, das ich im vergangenen Jahr auf meinen neuen Kindle geladen habe. Natürlich habe ich dieses Buch auch sofort gelesen und war tief beeindruckt. Aus diesem Grund wollte ich gerne eine Rezension schreiben. Das klappt aber am besten, wenn man das Buch gerade gelesen hat. Schon habe ich das getan, was ich  seit Jahren nicht mehr mache, ich habe es ein zweites Mal gelesen. Wieder hat mich das Buch gefesselt und vor allem nicht gelangweilt.

Nicht nur Autoren benötigen eine gewisse Fantasy, wenn sie Bücher schreiben, nein, auch der Leser sollte diese besitzen und sich dem Buch ganz hingeben. Na klar, ich glaube an das Schicksal, irgendetwas leitet tatsächlich unsere Wege. Manches Mal geht etwas verflixt daneben, aber oft hilft das Schicksal wirklich nach. Der Mensch muss es aber auch zulassen.

So wurde dem Zufall richtig nachgeholfen, damit sich Ben und Sarah treffen. Zunächst verliebt sich Ben in Sarah, ohne Hoffnung, dass sie verwidert wird, denn Sarah will bald den Vater ihrer entzückenden Tochter heiraten. Aber das Schicksal lenkt und so kommt es, dass Sarah bald "frei" sein wird. Allerdings macht sie es dann allen sehr schwer, weil sie die Liebe einfach nicht zulassen will. Den Grund könnte man verstehen, muss ihn aber nicht akzeptieren. Was soll das denn? Eine Liebe nicht erleben wollen, weil man Angst hat, es könnte schief gehen. Puh, Schwerstarbeit, alles so in die Reihe zu kriegen, damit am Ende ein Happy End rauskommt.
Es liest sich alles so schön. Ich steckte sofort wieder mittendrin und auch jedes Mal in der Person, die von sich in der Ich-Form erzählte. Die Erklärungen des Schicksals, das sich immer wieder einschaltete und berichtete, fand ich klasse. Denn es hatte in diesem Buch nicht nur die Fäden von Ben und Sarah in der Hand. Auch Alberta, die italienische Nanny von Sarahs Tochter, sollte nach Jahren endlich....achne, ich wollte doch nicht vorweg greifen.
Ich habe alle Personen dieses Buches lieb gewonnen, wunderbar, wie sie beschrieben wurden. Besonders Alberta hat es mir angetan. ich zitiere hier mal eine Stelle aus dem Buch:
"Mamma Mia, Sarah! Bringste du Besuke mit und sagste du nicht eine Worte zu mir"
"Abe ich jetzte nicht genug Esse fur euch alle"  Dabei hatte Alberta mal wieder so viele Köstlichkeiten zubereitet, dass wahrscheinlich 13 weitere Personen satt geworden wären. Sie ist so liebenswert beschrieben, dass man sie gerne um sich hätte und sofort wohlfühlen würde.

Eine rundherum wunderschönes Buch. Am Ende legt man es mit einem Lächeln zur Seite und gibt ein lautes "Hach" von sich.

Fazit:
Ich möchte dieses Buch wirklich sehr gerne weiterempfehlen. Es knistert reichlich, aber nicht übertrieben, das Alltagsleben kommt nicht zu kurz und beschreibt auch, wie Menschen mit Schicksalsschlägen umgehen und wie bereits erwähnt, tatkräftig nachhelfen.


Sonntag, 1. September 2013

Rezension - Fynia - Wo die Schafe sterben gehen


Autorin: Anna Fricke

Titel: Fynia - Wo die Schafe sterben gehen

Genre: Fantasy

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 9. Mai 2013
                  Taschenbuch 29. August 2012

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Anna Fricke wurde 1990 geboren und  ist gebürtige Ostwestfälin. Aufgewachsen ist sie in Siekholz, in Detmold zur Schule gegangen und dort hat sie auch 2009  ihr Abitur gemacht. Heute studiert sie Theologie und Germanistik an der Universität Bielefeld und strebt das Lehramt an.

Kurzbeschreibung:
Fynia gehört zu einem Clan, dessen Mitglieder besondere Begabungen besitzen. Unter anderem haben alle Mütter für ihre Kinder Visionen. Auf ihre Vision hat sie lange warten müssen. Als Fynia endlich erfährt, was ihre Mutter für sie gesehen hat, hat sie auch gleich ein Problem. Ihr Freund Jasper soll nicht der Mann sein, mit dem sie ihr Leben teilen wird. Das will sie nicht akzeptieren und deshalb heraus finden, ob das wirklich stimmt. So beginnt eine große Geheimniskrämerei, für die Jasper kein Verständnis hat, denn als nicht richtiges Clanmitglied darf er auch nichts von Fynias Begabungen erfahren und könnte fast das Ende ihrer Freundschaft bedeuten. Bei der Suche nach der Wahrheit findet sich Fynia in manch verzwickte Situationen wieder, die auch ihr Leben bedrohen können...

Meine Meinung:
Zunächst einmal, ich bin nicht der große Fantasybuchfan. Hätte mich Anna Fricke nicht auf ihr Buch aufmerksam gemacht, wäre es mit Sicherheit nicht auf meinem Kindle gelandet, denn Cover und Titel hätten mich nicht dazu verführt, mir das Buch genauer anzusehen. So aber bedanke ich mich für den Hinweis, denn ich habe das Buch mal wieder verschlungen. Das Cover von dem gedruckten Buch gefällt mir übrigens sehr gut.
Wie ich bei meiner Recherche festgestellt habe, ist es der Debütroman von Anna Fricke und wenn ich das berücksichtige, dann sehe ich da großes Potential und ich bin gespannt auf weitere Bücher.
Nun will ich aber endlich mal meine Eindrücke zu dem Buch schreiben. Das Buch ist in Ichform geschrieben, so erfahre ich alles aus Sicht von Fynia, was mir auch sehr gut gefällt. Ziemlich weit hinten wechselt der Erzähler, was mich zunächst etwas irritiert hat, aber schnell findet man wieder rein in die Geschichte.
Für manche Geschichten muss ab und zu ausgeholt werden und so wird des öfteren ein Kapitel aus der Vergangenheit eingefügt, durch die Überschriften weiß man als Leser immer sofort, wann sich das abgespielt hat und weshalb dieser Schwenk erfolgte. Der Schreibstil gefällt mir und ich habe durch die verschiedenen Wechsel auch nie den Faden verloren. Kleinere Fehler im Text oder in der Logik werden mit Sicherheit demnächst nicht mehr vorkommen, zumindest meine ich das und ich denke, dass im gedruckten Buch auch die Flüchtigkeitsfehler behoben wurden.
Im Grunde geht es in diesem Buch um zwei Dinge. Fynia will heraus finden, ob die Vision wirklich stimmt oder ob sie vielleicht falsch ausgelegt wurde. Dabei verwandelt sie sich, ich verrate nicht in wen und sieht auf einmal geheimnisvolles blaues Licht. Als sie dem Licht folgt, trifft sie auf ein Schaf mit dem Namen 72. Durch dieses Schaf erfährt sie von weiteren Problemen und kommt verschollenen Geheimnissen ihres Clans auf die Spur. Sie will dem Schaf helfen und natürlich die Geheimnisse lüften.
Etwas Erotik erfährt der Leser auch in diesem Buch, denn sowohl Fynia und auch Jasper suchen für sich einen neuen Weg um dann festzustellen, dass sie nicht voneinander lassen können.
Ich will  auch hier nicht zu viel vom Inhalt des Buches erzählen, schließlich soll das Lesen ja Spaß machen und jeder soll seine eigenen Eindrücke bekommen und die Spannung will ich auch nicht vorweg nehmen.
Auf jeden Fall hat dieses Buch mehrere Happy Ends. Für mich als nicht Fantasyfan hatte ich keine Probleme beim Lesen des Buches und fand jetzt keine Stelle, wo ich dachte, och nö, das ist mir nun zu übertrieben.

Fazit:
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, es kommt so ziemlich alles drin vor.
Alltägliches Leben, Spannung, Erotik, Fantasy und Nachdenkliches. Es lohnt sich!