Dienstag, 4. März 2014

Rezension - Sonntags Tod


Autorin: Carla Berling

Titel: Sonntags Tod

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 16. Januar 2014

Seiten: 298

Altersempfehlung: Erwachsene

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Die Autorin Carla Berling, Jahrgang 1960, ist gebürtige Ostwestfälin mit rheinländischer Tendenz. Sie veröffentlichte ab 1995 als Reporterin und Journalistin in Tageszeitungen, seit 2000 auch als Buchautorin in diversen Verlagen. Sie lebte 42 Jahre lang im ostwestfälischen Bad Oeynhausen und immigrierte dann ins Rheinland. Mit ihren kabarettistischen Lesungen "Jesses Maria" tourt sie seit 2008 durchs Land und erreicht pro Saison bis zu 2000 Zuschauer. 2013 entschied sie sich, weitere Bücher als selfpublisher zu veröffentlichen: Der Roman "Sonntags Tod" ist der Auftakt einer Krimiserie, deren zweiter Band im Mai 2014 erscheinen soll.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Achtjähriger erschießt versehentlich seinen Großvater. Kurz darauf verschwindet der jüngste Sohn des Toten spurlos. Niemand weiß, warum er ohne ein Wort geht und sich nie wieder bei seiner Familie meldet. Vierzehn Jahre später: Die Welt im westfälischen Bad Oeynhausen scheint in Ordnung zu sein - bis der Hotelier Richard seine Frau Verena und sich selbst tötet. Ira Wittekind kehrt zur Beerdigung an den Ort ihrer Kindheit zurück. Als Reporterin ist sie dabei, als eine halb verweste Leiche in einer verwahrlosten Wohnung gefunden wird. Und dann entdeckt sie einen tragischen Zusammenhang zwischen dem Tod von Verena und Richard, dem Toten im Dreck und dem Unglück in der Vergangenheit.


Meine Meinung:
Ich kann jetzt gar nicht mehr sagen, was mich veranlasst hat, dieses Buch auf meinen Kindle zu laden. Aber eins weiß ich, es war eine gute Entscheidung.
Es spielen so viele Dinge eine Rolle, die mich begeistert haben. Die Protagonistin ist ungefähr in meinem Alter. Die Geschichte spielt in Ostwestfalen und der Dialekt kam mir sehr bekannt vor. Zu gerne habe ich manches Mal einen Schlürschluck zu mir genommen, wenn ich in Ostwestfalen-Lippe zu Besuch war. ;) Natürlich hat mich das Thema auch gepackt.
Ich mochte die Protagonistin Ira gleich von Anfang an gut leiden. Die Autorin hat sie so gut beschrieben, dass ich sofort an ihrer Seite war und sie begleitet habe. Aber auch die anderen Mitwirkenden fand ich sehr interessant, jedem wurde ein eindrucksvoller Charakter zugeordnet. Von der Familie Weyer haben mir neben Andy natürlich am besten die beiden alten Tanten gefallen. Ich fand sie köstlich.

Nun vergesse ich ganz, etwas über den Inhalt dieses Krimis zu schreiben. Wie erwähnt, hat mich das Buch gefesselt. Es geht nicht einfach nur darum, dass innerhalb einer sehr kurzen Zeit drei Tote betrauert werden. Nein, Ira findet bei ihren Nachforschungen sehr viel mehr heraus, was manchem der Angehörigen gar nicht so recht ist. Ich hätte auch gerne einige mal kräftig geschüttelt und gesagt, Mensch Leute, hättet Ihr doch mal miteinander gesprochen. Aber ich kann das leicht sagen, ich konnte ja alles aus der Ferne betrachten. Man weiß nicht, wie man handeln würde, steckte man selber in dieser Situation. Aber es zeigt doch mal wieder, was alles unter dem Deckmantel, es darf keiner wissen, was sollen die Leute sagen, passiert.

Carla Berling hat es geschafft und mich wirklich mit diesem Buch so gefesselt, dass ich es mal wieder nicht aus der Hand legen konnte. Ihr Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Geschichte war sehr spannend geschrieben und manches Mal wurde ich auf eine falsche Fährte geführt. Ich habe genau wie Ira und Andy gerätselt und war überrascht, wie sich alles auflöste.

Fazit:
Das war mal wieder ein Krimi so ganz nach meinem Geschmack und ich freue mich schon auf den nächsten. Und wer jetzt wissen will, was ein Schlürschluck ist, sollte sich das Buch kaufen. ;)

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