Montag, 30. Juni 2014

Rezension - Der Sommer der Freiheit


Autorin: Heidi Rehn

Titel: Der Sommer der Freiheit

Genre: Historischer  Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. Juni 2014

Seiten: 672

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Heidi Rehn wurde 1966 in Koblenz/ Rhein geboren und wuchs in einer Kleinstadt am Mittelrhein auf. Zum Studium der Germanistik, Geschichte, BWL und Kommunikationswissenschaften kam sie nach München. Nach dem Magisterexamen war sie zunächst als Dozentin an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig, anschließend war sie PR-Beraterin in einer Agentur. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie mitten in München.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Selma ist die Tochter einer angesehenen Zeitungsverlegerfamilie und fährt mit ihrer Familie wie jedes Jahr in die Sommerfrische nach Baden-Baden. Man genießt das elegante Ambiente, die Konzerte und Bälle. Selma hat gerade – zum Entsetzen der Mutter! – das Autofahren gelernt und wartet ungeduldig auf die Ankunft ihres Verlobten Gero. Da lernt sie bei einem Ausflug ins nahe gelegene Elsass den französischen Fotografen Robert kennen – und es ist um sie geschehen. Doch wir schreiben das Jahr 1913, und bald wird der Geliebte zu den Feinden zählen …

Meine Meinung:
Ich bin ja ein großer Fan von historischen Romanen und als solchen würde ich dieses Buch auch bezeichnen. Schließlich spielt die Geschichte vor 100 Jahren. Von dieser Zeit habe ich bisher nur wenig Bücher gelesen und deshalb war ich sehr neugierig darauf.

Heute möchte ich mal von meiner gewohnten Form, eine Rezension zu schreiben, abweichen  und  hier die Beteiligten vorstellen und etwas über ihre Charaktere schreiben.

Selma, die 21jährige Tochter einer bessergestellten Familie verbringt wie jedes Jahr die Sommerfrische in Baden-Baden. Das Jahr 1913 ist für sie ein besonderes. Sie hat den Führerschein gemacht und kann mit dem Auto ihres Verlobten sehr schöne Ausflüge machen. Anfangs kommt sie mir sehr oberflächlich vor, denn ihr Interesse liegt bei Kleidung und Vergnügen, was heißt, dass sie gerne nächtelang unterwegs ist und die Tanzhäuser sehr liebt. Einen Beruf geht sie nicht nach und eigentlich hat sie auch kein richtiges Ziel vor Augen. Im Laufe des Buches erlebt der Leser die Entwicklungen, die sie durchmacht.

Grischa, ihr um drei Jahre jüngerer Bruder hat gerade sein Abitur gemacht und möchte zur  Fliegerstaffel. Ein Wunsch, über dessen Ausmass sich damals 1913 wohl niemand so klar war. Ihn habe ich im Laufe der Geschichte sehr lieb gewonnen und mit Spannung seinen Lebensweg verfolgt.

Hedda, die Mutter der beiden, kam mir ebenfalls sehr oberflächlich vor und sie wurde auch nicht meine Freundin. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es solche Frauen wie sie reichlich gab. Irgendwie hat sie nicht so recht begriffen, dass sich Deutschland im Krieg befand und ihr gutes Leben nicht so weiter gehen kann.  Zu Gute halte ich ihr allerdings, dass sie eine Frau der damaligen Zeit war und wohl nicht anders sein konnte, denn in ihren Kreisen verschloss man gerne die Augen vor Unangenehmem. Dies konnten sich Frauen aus ärmeren Familien einfach nicht leisten.

Meta, Mutter von Hedda, war so richtig nach meinem Geschmack. Wenn ich richtig gerechnet habe, müsste sie ungefähr 1850 geboren sein und da stieg ihr Ansehen in meinen Augen, denn sie hatte einiges durchmachen müssen und ihre Ansichten waren in Augen vieler schon fast revolutionär. Auf jeden Fall mochte ich sie richtig gut leiden und so manches Mal musste ich auch über sie schmunzeln.

Joseph, Vater von Selma und Grischa, hat die Leitung seiner Bonner Zeitung an seinen Neffen übergeben und ist mit der Familie nach Berlin gezogen, weil er dort als Abgeordneter tätig war. Ich finde, dass er sein Herz am rechten Fleck trägt und ein sehr diplomatischer Mensch sein muss. Anders kann ich mir nicht vorstellen, wie er es jahrelang mit Hedda aushält. Ihm macht die Entwicklung Richtung Krieg sehr zu schaffen.

Constanze, eine sehr gute Freundin von Selma und ein sehr patentes Mädel. Sie ist so alt wie Grischa und weiß, welchen Weg sie nach ihrem Abitur einschlagen will. Die jungen Leute lernen sich 1913 in Baden-Baden kennen. Später studiert Constanze in Berlin und so bricht die Verbindung niemals ab.

Gero, der Verlobte von Selma, ist Jurist und steckt privat in einer großen Zwickmühle. Nicht nur sein Liebesleben macht ihm zu schaffen, auch die Erlebnisse im Krieg. Wie ihm und Grischa geht es sehr vielen jungen Männern, die, wenn sie den Krieg überlebt haben, sehr lange brauchen, bis sie wieder ins wirkliche Leben finden und die Erlebnisse verarbeitet haben. Gero war mir nicht ganz so sympathisch, allerdings hatte er es auch nicht leicht

Robert, ein junger Franzose, den Selma und Constanze ebenfalls 1913 in Baden-Baden kennen lernen. Da wissen sie noch nicht, dass sie sich im Leben sehr oft wieder treffen werden und ihre Schicksale miteinander verknüpft sind.

Jedem der Hauptbeteiligten wurde ein besonderer Charakter zugeordnet, was es insgesamt sehr interessant machte. Meiner Meinung nach ist es der Autorin sehr gut gelungen, die Geschehnisse mit den Schicksalen ihrer Protagonisten zu verknüpfen.

Ganz treffend fand ich zum Schluss die Bemerkung der Autorin, dass es in einem Roman nicht darum geht, zu zeigen, wie es tatsächlich gewesen war, sondern immer nur darum, zu zeigen, wie es gewesen sein könnte. Und ich finde, es ist Heidi Rehn bestens gelungen, mir als Leserin das Leben zu dieser Zeit nahe zu bringen. Wobei es wirklich so gewesen sein kann, denn ich fand es sehr gut recherchiert und tatsächlich aus dem damaligen Leben gegriffen.

Dieses Buch spiegelt die schwere Zeit von vor 100 Jahren wider und es hat mich auch sehr nachdenklich gemacht. Mal abgesehen davon, dass ich froh bin, damals noch nicht gelebt zu haben, waren aber meine Großeltern betroffen. Und ich habe oft überlegt, wie sie das alles empfunden haben. Leider kann ich sie nicht mehr fragen. Ich habe ebenfalls überlegt, wie ich wohl reagiert hätte. Welcher Typ wäre ich wohl gewesen.

Nach dem Lesen dieses Buches fühlte ich mich sehr aufgewühlt, denn es hat mich sehr berührt. Der Schreibstil hat mir wieder gut gefallen und ich wurde von Anfang bis zum Ende an das Buch gefesselt.

Fazit:
Ich könnte jetzt noch so vieles über dieses Buch schreiben, aber ich bringe es jetzt einfach mal auf einen Nenner. Das Buch ist Klasse! Ich empfehle es gerne weiter!

Dem Verlag Knaur danke ich vielmals für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Freitag, 27. Juni 2014

Rezension - Der Savant von Innis


Autorin: Susanne Esch

Titel: Der Savant von Innis

Genre: Fantasy

Version: eBook und broschiert

erschienen: 6. August 2013

Seiten: 306

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene



Die Autorin Susanne Esch wurde am 2.4.1967 in Höchst geboren, das heute zu Frankfurt am Main gehört. Sie besuchte die August-Gräser-Grundschule in Schwanheim sowie das Carl-Schurz-Gymnasium in Sachsenhausen und beendete ihre Schullaufbahn 1986 mit dem Abitur. Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung als Restaurantfachfrau, und auch bis zur Geburt ihres ersten Kindes 1995 in diesem Beruf gearbeitet. Inzwischen ist sie Mutter von vier Kindern und managt ihre kleine Großfamilie alleine.
Es gibt aber noch viel mehr und interessantes über sie zu berichten, neugierig? Dann schaut auf die Homepage

Kurzbeschreibung, übernommen:
Yuro wächst in einem fernen Kloster auf und bemerkt bald, dass er besondere Fähigkeiten besitzt. Mit seinem Freund Solus macht er sich auf den Weg, nach seinen Wurzeln zu suchen. Dabei erfährt er, dass er auf Innis eine Aufgabe zu erledigen hat, bei der Solus eine bedeutende Rolle spielt.

Meine Meinung:
Ich bin ganz zufällig auf die Autorin und deren Bücher aufmerksam gemacht worden. Der Klappentext dieses Buches hörte sich sehr interessant an und ich war gespannt, ob mir das Buch gefallen wird. Denn eigentlich bin ich ja nicht der große Fan von Fantasybüchern. Vorab, es hat mich gefesselt und auch bei diesem Buch war es so, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte, nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte.

Durch Zufall kam Yuro als kleiner Junge in ein Kloster, wo er sich mehr oder weniger wohl fühlte. Allerdings veränderte sich bei ihm einiges als er in die Pubertät kam. Er hatte Träume, die er sich nicht erklären konnte, auch konnte er nicht durch  Meditation seine innere Ruhe zurück  gewinnen. Yuro entdeckte an sich auf einmal ganz besondere Begabungen. Dem Prior sind die Veränderungen an dem Jungen aufgefallen und nach einem Gespräch erlaubte er ihm, sich auf den Weg zu machen, um das bestehende Geheimnis um ihn zu finden und zu lüften. Der beste Freund Solus könne ihn begleiten, wenn er es denn wolle.
So machten sich die beiden Jungen auf den Weg, in eine für sie fremde Welt, denn das Kloster lag sehr abgeschieden und sie hatten sich nie weit davon entfernt.

Sehr fesselnd werden  die Erlebnisse auf ihrer Wanderung beschrieben. Ich hatte als Leserin das Gefühl, die beiden zu begleiten. Überhaupt waren mir die Beiden sehr sympathisch und ich war gespannt, welche Geheimnisse sie aufdecken werden.

Die ganze Geschichte spielt auf dem Planeten Innis. Allerdings konnte ich nicht herausfinden zu welcher Zeit. Aufmerksame Leser könnten jetzt natürlich Verbindungen zur Erde feststellen, denn auch hier gibt es heutzutage in den verschiedensten Länder unterschiedliche Entwicklungsstufen. Außerdem hat einiges, was in dem Buch geschildert wurde, vor Jahrhunderten auf der Erde ebenfalls statt gefunden. Allerdings gab es in dem Buch ein schöneres Ende. Was ich jetzt wohl meine? Ich verrate es nicht, denn beim Lesen wird dies jeder selber herausfinden können. Ich persönlich meine, dass die Geschichte der Erde sehr schön in diesem Buch untergebracht wurde.

Die Autorin hat es wunderbar verstanden, ganz viele Themen zu vereinen. Obwohl dieses Buch dem Genre Fantasie zugeordnet wird, kam das normale Alltagsleben nicht zu kurz. Auch die Liebe spielte eine wichtige und große Rolle. Einige Stellen wurden sehr humorvoll beschrieben,  ich sag nur Waschmaschine und natürlich fehlte es nicht an Spannung.

Ich bin der Meinung, dass sich dieses Buch sowohl für Jugendliche und Erwachsene eignet. Wobei erstere wahrscheinlich mit der Technik und vielen Begriffen eher klar kommen, als ich.

Fazit:
Mir hat dieses Buch gefallen und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Ganz toll finde ich übrigens, dass der Preis für das eBook weit unter dem des Printbuches liegt.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Rezension - Die Gefährtin des Vaganten


Autorin: Andrea Schacht

Titel: Die Gefährtin des Vaganten

Genre: Historischer Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. August 2013

Seiten: 528

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blanvalet

Die Autorin Andrea Schacht war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Kölner Begine Almut Bossart gewannen auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern. Mit »Die elfte Jungfrau« kletterte Andrea Schacht erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die sie seither mit schöner Regelmäßigkeit immer neu erobert. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in der Nähe von Bonn.

Kurzbeschreibung, übernommen:
März 1415. Das große Konzil in Konstanz zieht viele zwielichtige Gestalten an – doch wer hätte gedacht, dass auch der Papst selbst dazugehört? Eine Anklageschrift wegen krimineller Handlungen ist Grund genug für ihn unterzutauchen. Aus dem Staub macht sich auch Bischof Hagan von Speyer, als ein heimtückischer Anschlag auf ihn verübt wird. Er schließt sich einer Vagantengruppe an, die in einem Gasthof unterkommt. Die misstrauische Wirtin Laure wird schon bald zu seiner Verbündeten auf der Suche nach den Verbrechern, denn mit ihren entlarvenden Karikaturen hält sie des Rätsels Lösung in der Hand …

Meine Meinung:
Kennt Ihr das auch? Ein fesselndes Buch liegt vor Euch, es ist Schlafenszeit, aber gerade jetzt ist es so spannend. Ein Blick auf die Uhr. Was, so spät ist es schon? Wie viele Seiten sind es noch? Oh,oh, noch 200, es könnte eine längere Lesenacht werden.  So ging es mir, als ich gestern mit dem Lesen dieses Buches begonnen hatte. Und nebenbei erwähnt, ich habe es geschafft und konnte es in einem Rutsch lesen.
Ich bin ja ein großer Fan der  Bücher von Andrea Schacht. So wanderte denn auch dieses Buch in meine Büchertasche, als ich auf der Suche nach Büchern für die Teilnahme an der Challenge blanvalet war.

Die Geschichte dieses Buches spielt in einem Zeitalter, das Andrea Schacht sehr vertraut ist, denn die beliebte Begine Almut, die Protagonistin einer wunderschönen Buchserie der Autorin, lebte auch zu dieser Zeit und ich meine, dass sie es war, die in diesem Buch kurz erwähnt wurde.
Die Protagonistin dieses Buch, die Wirtin Laure war mir sofort sympathisch und mir hat gefallen, wie sie alles im Griff hatte. Denn als junge Witwe mit zwei Kindern musste sie einen Gasthof führen. Leicht ist es ihr nicht immer gefallen, denn der Stiefsohn Goswin, den ich nicht leiden konnte, hat es ihr schwer gemacht und seine Freunde, zwielichtige Gestalten trieben sich reichlich in ihrer Umgebung um.

Das Buch beginnt gleich spannend. Denn der Bischof Hagan von Speyer gerät in Konstanz in Gefahr und muss fliehen. Dabei hilft ihm eine Gruppe Vaganten, mit denen er, als Magister getarnt, nach Köln zieht.
Im nächsten Kapitel  lernt der Leser Laure und ihre Leute kennen, die in Brück bei Köln leben und auch dort geht es gleich so richtig aufregend los. Sehr fesselnd hat Andrea Schacht dann im Wechsel über die Erlebnisse der beiden Gruppen geschrieben.
Im zweiten Teil des Buches ist die Gruppe auf dem Gasthof angekommen und dort kommt überhaupt keine Langeweile auf. So viel passiert dort und ich konnte wirklich nicht mit dem Lesen aufhören.

Mehr möchte ich jetzt nicht auf die Geschichte eingehen, es könnte sonst sein, dass ich anderen Lesern die Spannung nehme. Mir hat es auf jeden Fall  wieder gefallen, mehr aus dem Leben in dieser Zeit zu erfahren. Außerdem kommen in dieser Geschichte so viele interessante Personen vor, die ich gerne selbst mal kennen gelernt hätte. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir immer wieder, sonst hätte ich ja wohl auch nicht so viele Bücher von ihr gelesen. Sie hat es geschafft, dass ich bis zum Ende nicht wusste, ob bestimmte Personen nun zu den Guten oder Bösen gehörten. Und wie schon erwähnt, mir hätten die Augen zufallen müssen, freiwillig wollte ich das Buch nicht zur Seite legen.

Fazit:
Für Andrea Schacht-Fans ein Buch, das sie nicht verpassen sollten und andere Leser werden dadurch vielleicht neugierig auf weitere Bücher von ihr. Ich kann dieses und alle anderen auf jeden Fall empfehlen.

Mittwoch, 25. Juni 2014

Rezension - Finnen von Sinnen


Autor: Wolfram Eilenberger

Titel: Finnen von Sinnen

Genre: Roman

Version: eBook, Gebundene Ausgabe, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 20. Juni 2010

Seiten: 257

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Der Autor Wolfram Eilenberger (* 7. August 1972 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Publizist und Philosoph. Mehr Informationen über den Autor können hier nachgelesen werden.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Yksi, kaksi, kolme ... - Finnland für Anfänger und Liebhaber! Sie leben im hohen Norden. Sie gehen ständig in die Sauna. Haben Millionen Handys und leben mit Milliarden von Mücken. Die Finnen sind ein eigenwilliges und lustiges Völkchen.
Wolfram Eilenberger liebt sie. Ganz besonders eine. Deswegen zieht er mit ihr für ein halbes Jahr nach Finnland, um Land, Leute und insbesondere ihre Familie zu erkunden. Das ist 13 Jahre her ... Mittlerweile hat er festgestellt: Sie sind wunderbar, aber irgendwie spinnen sie auch, die Finnen. Ihre Sprache kennt fünfzehn Fälle und kein Geschlecht, dafür unterscheidet sie sieben Arten von Schneeregen. Die Finnen sprechen wenig und nur nach langen Denkpausen. Sie sagen niemals »Ich liebe dich«, zeugen aber die intelligentesten Kinder der Welt. Eine finnische Küche gibt es nicht, dafür jede Menge Wodka und traurigen Tango. Sie haben nur fünf Tage Sommer im Jahr, trotzdem besitzt jede finnische Familie mindestens ein Mökki (Sommerhäuschen) am See. Willkommen in Suomi, dem Land der eiskalten Widersprüche!

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung hörte sich gut an und ich suchte nach einem Buch für meine Teilnahme an der Challenge blanvalet. So wanderte dieses Buch auch in meine große Büchertasche.
Allerdings muss ich sagen, dass ich dann doch etwas enttäuscht war. Ich hatte mir von dem Buch mehr versprochen. Zumal ich schon viele Bücher von Autoren gelesen hatte, die entweder auswandern oder einen Partner eines Landes heiraten, das wir nicht so gut kennen.

Ich will nicht behaupten, dass es uninteressant war, sonst hätte ich es auch nicht bis zum Ende gelesen. Aber über Land und Leute habe ich nur wenig neues erfahren, was ich sehr schade fand.
Ich bin mir nicht sicher, ob es vielleicht auch an dem Schreibstil lag, denn es war mir einfach zu sprunghaft. Mitten im Thema wird ausgeholt und von etwas anderem berichtet, was zwar Sinn machte, aber mich immer wieder ablenkte.

Im Nachhinein habe ich mir überlegt, was hat mir das Lesen dieses Buch gebracht. Interessant fand ich die Ausführungen über die Sprache und auch über das Verhalten einiger Finnen, was man nur erfährt, wenn man sie besser, sozusagen als Familie, kennenlernt.

Ich habe mir später andere Rezensionen über dieses Buch angesehen und festgestellt, dass die Meinungen sehr unterschiedlich sind. Die meisten, die dieses Buch gut fanden, hatten entweder in Finnland gelebt oder/und waren mit einem Finnen verheiratet. Dort gab es einen hohen Wiedererkennungswert. So gesehen war ich dann wohl die falsche Leserin für dieses Buch.

Fazit:
Ich würde dieses Buch den Lesern empfehlen, die Land und Leute vielleicht schon besser kennen. Ansonsten würde mich auch die Meinung anderer interessieren,  die noch nie dort waren.

Dienstag, 24. Juni 2014

Rezension - Feuerprobe


Autorin: Cordula Broicher

Titel: Feuerprobe

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. April 2014

Seiten: 266

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Cordula Broicher wurde 1962 in Hessen geboren. Nach vielen Umzügen in ihrer Kindheit und Jugend wurde sie 1995 in der Schlossstadt Brühl endlich heimisch. Hier lebt sie mit Mann, zwei Kindern, Enkelsohn und Labradorhündin Paula. Bücher waren schon von klein auf ihre Möglichkeit des Rückzugs in eigene Welten, aus denen sie sich auch heute noch manches Mal schwer lösen kann. Ihre Zeit verbringt sie neben Beruf und Schreiben am liebsten mit Lesen oder genießt auf Hundespaziergängen die Natur in der Umgebung.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Carolina Dieckmann träumt von einem Urlaub in Australien oder einer Werkstatt hinten im Garten, jedoch sicher nicht von einem neuen Mann. Mit dem eigenen Häuschen, ihrem gut bezahlten Job und vor allem mit ihren beiden Kindern, fühlt sie sich rundum ausgelastet und zufrieden. Doch mit dem smarten Amerikaner Nicholas Burton steht nicht nur eine neue Liebe vor der Tür. Nichts bleibt, wie es war.

Meine Meinung:
Das war für mich mal wieder ein Buch so richtig fürs Herz! Carolina ist alleinerziehende Mutter und geht einen Beruf nach, der auch noch  in der heutigen Zeit meist von Männern ausgeübt wird. Sie muss sich also nicht nur im Beruf durchsetzen, sondern will sich auch privat nicht unterkriegen lassen. Dabei fällt es ihr schwer, Hilfe anzunehmen und zu ihren neuen Nachbarn Kontakte zu knüpfen. Ich konnte sie ja oft verstehen, aber manches hätte ich persönlich dann doch etwas lockerer angehen lassen. Das mag vielleicht auch an meinem Alter liegen, denn ich kann mich erinnern, dass ich vor vielen Jahren ebenfalls nicht immer so gelassen reagiert habe.  Wie man merkt, bin ich mal wieder mittendrin im Geschehen und ich vergesse dann oft, dass es einfach "nur" ein Buch ist.
Carolina begegnet Nick und das ist gut für sie. Dieser sympathische Mann hat sehr viel Geduld mit ihr, obwohl er das eine oder andere Mal auch richtig wütend wird.
Ich fand es sehr interessant, wie sich die Beziehung zwischen ihnen entwickelt. Beiden habe ich dann auch gewünscht, dass sie es schaffen und sich zusammenraufen.
Aber in diesem Buch geht es nicht nur um die beiden. Es passiert drumherum so viel, wobei das Feuer eine wichtige Rolle spielt. Spannend wurde es gegen Ende des Buches. Jetzt konnte ich erst recht das Buch nicht mehr aus der Hand legen, dafür war ich einfach zu neugierig.

Mir hat gefallen, wie die Autorin verschiedene Themen eingebracht hat. Sei es das Alltagsleben einer Mutter mit zwei Kindern oder  Stress auf der Arbeit oder Verarbeitung schlimmer Erlebnisse aus der Vergangenheit. Es war schön über die Freundschaft mit Lena zu lesen, wie Nick mit Kindern umgeht, wie hilfsbereit die Nachbarinnen waren und ach da war so vieles, was ich hier nun nicht aufzählen möchte.

Das Buch hat mir gefallen und am Ende hätte ich so gerne noch weiter gelesen, vielleicht  tut mir die Autorin ja den Gefallen und schreibt an einem Buch, wo ich von den dann doch lieb gewonnenen Personen etwas mehr erfahre.

Fazit:
So lang kann der Sommer in diesem Jahr gar nicht sein, wie ich hier Sommerurlaubslektüren empfehle: Aber keine Angst, auch dieses Buch kann zwischendurch zu jeder Zeit gelesen werden.

Ich freue mich, dass mich die Autorin auf dieses Buch aufmerksam gemacht und mir zur Verfügung gestellt hat. Es hätte nämlich sein können, dass es bei mir im Wust der vielen neuen Bücher unter gegangen wäre.
Übrigens, beide Bücher "Die Zeit danach" und "Feuerprobe" werden zu einem sehr guten Preis angeboten.

Sonntag, 22. Juni 2014

Rezension - Auf Heineken könn wir uns eineken


Autorin: Kerstin Schweighöfer

Titel: Auf Heineken könn wir uns eineken

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. März 2012

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Kerstin Schweighöfer ist Absolventin der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und studierte in München Romanistik, Politologie und Kunstgeschichte. Seit 1990 lebt sie als freie Auslandskorrespondentin in den Niederlanden und arbeitet vorwiegend für die ARD-Hörfunkanstalten, den Deutschlandfunk, das Nachrichtenmagazin Focus und das Kunstmagazin Art.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach ihrem Romanistikstudium träumt Kerstin Schweighöfer von Champagner und einem romantischen Tête-à-Tête mit einem Jean-Irgendwas. Doch wie immer hat das Leben einen anderen Plan, und Kerstin trifft Jan Kees, bei dem einfach alles stimmt – außer der Nationalität. Jan Kees kommt aus Holland. Kiffer, Kühe, Tulpen und Tomaten. Soll das ihr großes Los gewesen sein? Oder können Holländer doch mehr als deutsche Autobahnen verstopfen? Ein Buch für alle, die bereit sind, unser oft belächeltes Nachbarland neu zu entdecken – und für eine Dose Heineken den Champagner schon mal stehen lassen.

Meine Meinung:
Beim  Stöbern bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil mich das Buchcover so angesprochen hat. Und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wanderte es ebenfalls in meine Büchertasche. Ich war gespannt auf den Inhalt, denn mit unseren holländischen Verzeihung niederländischen Nachbarn habe ich doch ab und zu auch mal Kontakt. Vielleicht würde ich nach dem Lesen einiges besser verstehen.

Kerstin Schweighöfer beschreibt in ihrem Buch, wie sie 1990 Jan Kees kennen und lieben lernte. Sie wohnte damals in München und Jan Kees in Leiden. Das war nicht mal eben um die Ecke und deshalb beschloss sie, nach Leiden zu ziehen. Sehr kurzweilig schreibt sie über ihre Erlebnisse mit den neuen Nachbarn und das Erlernen der Sprache. Obwohl auch ich bisher der Meinung war, beim Zuhören einiges zu Verstehen, weil es sich auch in meinen Ohren wie eine Art Dialekt anhörte, wurde ich eines besseren belehrt. Spaßig waren die Ausdrücke, die in unseren Ländern verschiedene Bedeutungen haben und mit denen die Autorin manches Mal für Peinlichkeit sorgte. Mir hat gefallen, dass ich nicht nur lesen durfte, wie es Kerstin Schweighöfer ergangen ist, sondern auch viel neues und interessantes kennen lernen durfte. Wer wissen will, was es mit Nieuw Amsterdam und Yankee auf sich hat, sollte dieses Buch lesen.

Es gibt inzwischen reichlich Bücher, in denen die Autoren beschreiben, wie sie sich in einem anderen Land zurecht finden. Nicht immer ist es interessant geschrieben und man hätte sich das Lesen sparen können. Aber ich fand dieses Buch sehr interessant und habe mehr über Land und Leute erfahren.

Fazit:
Mir hat das Lesen dieses Buch sehr viel Spaß gemacht. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall!



Rezension - Doppelhochzeit mit Hindernissen


Autorin: Frieda Lamberti

Titel: Doppelhochzeit mit Hindernissen (Stadler3)

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen:  18. Juni 2014

Seiten: 137

Altersempfehlung: Erwachsene



Über die Autorin habe ich jetzt schon so oft geschrieben. Deshalb führe ich hier jetzt einfach die Titel der beiden anderen Bücher auf: 
Buch 1 über Familie Stadtler: Nie wieder Toskana
Buch 2 über Familie Stadtler: Eisrosen

Kurzbeschreibung, übernommen:
Jules Mutter Ilka wünscht sich das Fest ihrer Rubinhochzeit im großen Kreis zu feiern. Als Susanna eröffnet, in freudiger Erwartung zu sein und mit dem künftigen Vater ihres Babys den Bund der Ehe eingehen will, wird beschlossen, eine Doppelhochzeit zu feiern. Wer die Stadtlers kennt, ahnt, dass dieses Vorhaben nicht reibungslos vonstattengehen wird.

Meine Meinung:
Ja, die Kurzbeschreibung sagt es aus: es ging wirklich wieder sehr turbulent zu. In der Familie ist aber auch immer etwas los. Puh, das alles war sogar für mich sehr aufregend.
Ich war sofort wieder voll drin im Geschehen und habe mir meine Meinungen über die meisten Mitwirkenden gebildet.
Susanna ist und bleibt eine chaotische Frau. Jule und Olli hätte ich am liebsten mal eine Watschen gegeben, sie haben mich beide sehr genervt. Ilka fand ich besonders köstlich, ich sage nur Knutschfleck. Benno tat mir diesmal etwas leid.
Und diesmal taucht Tante Ulla aus Kanada auf, verständlich, dass sie mir sofort sympathisch war. ;)
Und ich glaube auch, dass ich ihr großes Geheimnis erraten habe.

Frieda Lamberti hat es wieder geschafft und mit Humor und Spannung eine weitere Geschichte über die Stadtlers geschrieben. Ihren Schreibstil mag ich ja sowieso und sie überrascht mich auch immer wieder mit Geschehnissen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Fazit:
Es ist so viel geschehen und wer das Buch gelesen hat, wird meine Aussagen verstehen. Übrigens, wer es noch nicht getan hat, sollte vor diesem Buch die beiden anderen auf jeden Fall lesen.

Samstag, 21. Juni 2014

Rezension - Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben


Autorin: Sally Koslow

Titel: Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. April 2011

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Sally Koslow wurde in North Dakota geboren, studierte Englisch an der University of Wisconsin und hat für verschiedene Zeitschriften und Magazine gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Manhattan.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Molly schwebt als Geist über ihrem eigenen Begräbnis und ist gar nicht zufrieden. Das hatte sie sich anders vorgestellt! Ein bisschen idyllischer und erbaulicher hätte es schon sein dürfen...und was machen eigentlich die vielen Leute hier, mit denen sie zu Lebzeiten kein einziges Wort gewechselt hat? Eins steht für Molly jedenfalls fest: Sie will noch nicht endgültig ins Jenseits verschwinden. Sie muss doch wissen, was aus ihrer kleinen Tochter wird, aus ihrer lebensuntüchtigen Schwester, ihrer besten Freundin, ihrem untreuen Ehemann – und ihrem Geliebten. Hinzu kommt, dass sie sich an die genauen Umstände ihres Todes nicht erinnert. Sie hatte einen Unfall mit dem Fahrrad, aber wie kam es dazu? Offenbar ging nicht alles mit rechten Dingen zu, denn ein Detective der New Yorker Polizei ermittelt.


Meine Meinung:
Beim Stöbern auf einem Bücherbummel fiel mir dieses Buch in die Hand. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wanderte es in meine Büchertasche, denn es hörte sich doch interessant an.
Wer hat sich nicht schon mal Gedanken darüber gemacht, wie es wäre, wenn man nach dem Tod beobachten kann, wie es im der Leben der Familienmitglieder weiter geht.
Molly Marx hat uns an ihren Beobachtungen teilnehmen lassen. Sie bemerkt, dass sie sich ihre Beerdigung beispielsweise ganz anders vorgestellt hat, vor allen Dingen nicht so früh. Denn sie war erst 35 Jahre alt, als sie auf sehr mysteriöse Weise ums Leben kam.
In der Geschichte wechselt die Autorin die Zeiten. Mal erinnert sich Molly an lange Vergangenes oder an vor kurzem Geschehenes, dann wieder lesen wir, was die Hinterbliebenen ohne sie machen. Letzteres fand ich persönlich viel  interessanter. Denn ein junger Detective der New Yorker Polizei glaubt nicht an einen Selbstmord und möchte die Wahrheit ermitteln. Mich interessiert das ebenfalls und manchmal wurde ich richtig ungeduldig, wenn Molly wieder über Vergangenes berichtete. Hauptsächlich ging es dabei um ihre Ehe und ihren Geliebten.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich Molly zu Lebzeiten nett gefunden hätte, aber mit Sicherheit kann ich sagen, dass mir ihr Mann sehr unsympathisch war und seine Mutter ebenfalls.
Die Zwillingsschwester Lucy und die beste Freundin Brie konnte ich wirklich gut leiden und ich fand es auch sehr interessant, was sie so alles für Molly gemacht haben.
Wie erwähnt, wollte ich unbedingt wissen, weshalb Molly mit dem Fahrrad verunglückt ist und habe deshalb das Buch nicht aus der Hand legen können. Mehr werde ich dazu hier aber nicht schreiben.

Fazit:
Mich hat das Buch berührt und ich möchte es gerne weiterempfehlen. Es hat mich zum Lachen gebracht, aber ich hatte auch mal  ein paar Tränen in den Augen. Auf jeden Fall ist es in meinen Augen als Urlaubsroman geeignet.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Rezension - Pfirsichküsse


Autorin: Gaby Hoffmann

Titel: Pfirsichküsse

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 12. April 2014

Seiten: 108

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Gaby Hoffmann  ist Inhaberin einer Media-Agentur, mit der sie sich auf das Lektorat von Büchern spezialisiert hat und Autoren, Verlage, Agenturen und Firmen aus dem In- und Ausland betreut. Seit Neuestem bietet sie auch das Lektorat und die Produktion von E-Books an.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Netty aus dem zweiten Stock ist beunruhigt über das seltsame Verhalten ihres Mannes. Hat er eine Geliebte? Eifersüchtig spioniert sie Ulf hinterher. Dabei unterlaufen ihr im Alltag mit Job und Kindern jede Menge Pannen. Die Krönung ist ein oberpeinlicher Auftritt als Trude Herr beim Song-Contest im Kindergarten.
Die junge Studentin Hannah aus dem vierten Stock, beruflich eine absolute Versagerin, gibt sich als Erbin eines Reiterhofs aus. Die Beziehung zu ihrem Freund Eric steht vor dem Aus, als sie auch noch in eine heiße Liebesaffäre mit einem attraktiven Anwalt stolpert. Ein unbekannter Erpresser bedroht sie. Auf den Reiterhof werden Anschläge verübt. Hannah verstrickt sich so hoffnungslos in ein Netz aus Lügen, dass die Situation ausweglos erscheint. Können Netty und die Rentnerin Linda aus dem dritten Stock, die ihr Leben mit der Öffentlichkeit teilt, seitdem sie Facebook für sich entdeckt hat, Hannah helfen? Ist die Freundschaft dieser drei so verschiedenen Nachbarinnen stark genug, um das Schicksal zu ihren Gunsten zu wenden?

Meine Meinung:
Nach dem Roman "Schneeküsse" war ich ja gespannt, ob es eine Fortsetzung geben wird und habe mich gefreut, als ich im April das Buch erwerben konnte.
Schnell war ich wieder von der Geschichte der drei Frauen gefesselt und fand es toll zu lesen, wie es in ihrem Leben weitergeht. Wobei ich mit dem Verhalten von Hannah nicht ganz einverstanden war, da ging es mir wie ihren beiden Freundinnen. Aber alle haben auch diesmal wieder zusammen gehalten und etwas  Gutes hat es ja für Hannah  gebracht. Im Vordergrund stand Hannah, gefolgt von Netty. Über Linda gab es diesmal nicht so viel zu berichten, aber sie spielte trotzdem  eine wichtige Rolle in diesem kurzen Lebensabschnitt.
Inzwischen sind mir die drei Frauen ans Herz gewachsen und ich war enttäuscht, dass das Buch so kurz war. Gerne hätte ich noch mehr gelesen.

Gaby Hoffmann hat die Geschichte mit viel Humor geschrieben, aber auch Probleme angefasst, die leider sehr oft vorkommen. Ich hatte das Gefühl, eigentlich als Beobachterin in drei Wohnungen in einem ganz normalen Haus zu sein.

Diesmal gab es wieder am Ende des Buches Rezepte, die  mir sehr gefallen haben und ich vielleicht mal testen werde.

Fazit:
Wer das erste Buch gelesen hat, ist bestimmt ebenfalls so neugierig wie ich und will mehr von den drei  Freundinnen wissen.  Mir hat es jedenfalls gefallen.

Rezension - Lisa geht zum Teufel


Autorin: Tessa Hennig

Titel: Lisa geht zum Teufel

Genre: Roman; Humor

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 12. April 2013

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene



Dies schreibt die Autorin über sich:
Tessa Hennig - c'est moi. 63er Jahrgang, irgendwo in der Mitte zwischen Jung und Alt - was immer das auch heißen mag. Die Leidenschaft zu schreiben wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt, doch erst hieß es "mach was Solides". So ging ich jahrzehntelang Umwege durch alle möglichen "soliden Jobs" im In- und Ausland, um mich schließlich über das Medium Film dem kreativen Schreiben anzunähern. Im Nachhinein ein guter Weg, denn sonst hätte ich kaum so viel über das Leben zu erzählen. Besuchen Sie mich doch auf meiner Webseite: www.tessa-hennig.de. Dort finden Sie immer aktuelle Informationen zu meinen Romanen, aber auch zu den Verfilmungen meiner Werke.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Lisa macht seit Jahren Urlaub in Marbella. Nur dieses Mal ist alles anders: Ihr Stiefsohn macht ihr das Wohnrecht in der Villa ihres Exmannes streitig. Als sie sich weigert auszuziehen, quartiert er den obdachlosen Rafael und die ehemalige Prostituierte Delia dort ein. Stampfende Flamencoschritte mitten in der Nacht und ein Heer streunender Katzen sollen Lisa das Leben zur Hölle machen. Ein häuslicher Kleinkrieg entbrennt, bei dem deutscher Perfektionismus auf spanische Lockerheit trifft. Doch dann stellt Lisa überrascht fest, dass aus Feinden Freunde werden können. Und wer solche Freunde hat, kann es sogar mit einem Teufel von Exmann aufnehmen …

Meine Meinung:
Ich habe das Gefühl, dass es sich im Prinzip in allen Büchern der Autorin immer um dasselbe Thema dreht. Aber die Geschichte drum herum ist immer anders und das macht es so interessant. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass es vielleicht besser gewesen wäre, nicht sofort alle Bücher hintereinander zu verschlingen. Das ist aber wohl  nur ein Problem von mir, denn ich nehme mal an, dass die meisten Leser das Buch nach dem Erscheinen erwerben und lesen und somit automatisch einen zeitlichen Abstand haben.
Auf jeden Fall habe ich auch dieses Buch verschlungen und viel Spaß dabei, obwohl es stellenweise auch sehr ernst war.

Lisa will wie jedes Jahr von ihrem Wohnrecht Gebrauch machen und in einer wunderschönen Villa ihren Urlaub verbringen. Leider hat es sich der Sohn ihres Ex-Mannes zum Ziel gesetzt, genau dieses Haus haben zu wollen. Die Mittel, die er wählt, sind  nicht sehr nett, aber ich hatte beim  Lesen sehr viel Spaß. Delia und Rafael versuchen mit Lärm Lisa zu vertreiben. Dass Delia hinterher ihre Füße schmerzen, weil sie stundenlang nach sehr lauter Musik Flamenco tanzte, war eine Genugtuung. Aber auch die anderen Ideen waren sehr gut, nur schlugen sie eben auch sehr oft ins Gegenteil um. Naja, wer nun denkt, alles ist vorhersehbar, mag nicht Unrecht haben, aber es traten reichlich Wendungen ein, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Im Großen und Ganzen hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten.

Tessa Hennig hat in diesem Buch so viele Personen mit den unterschiedlichsten Charakteren untergebracht, das fand ich klasse. Aus allen Gesellschaftsschichten  waren sie dabei. Wie ich schon schrieb, hinter der humorvollen Handlung verbarg sich auch vieles, worüber man nachdenken kann.
Was ist wichtig im Leben, was geht im Laufe der Jahre verloren? Ich fand es klasse, dass manche, wenn auch sehr spät, zur Einsicht gekommen sind und Antworten auf Fragen fanden. Und im nachhinein konnte festgestellt werden, dass einige richtig gehandelt haben. Wie sagte Felipe doch so schön, Lisa hat in vieler Hinsicht Schicksal gespielt.

Fazit:
Auch dieses Buch kann ich weiter empfehlen, es eignet sich ebenfalls als leichte Sommerurlaubslektüre.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Rezension - Emma verduftet


Autorin: Tessa Hennig

Titel: Emma verduftet

Genre: Roman

Version: eBook  und Taschenbuch

erschienen: 11. Mai 2012

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Tessa Hennig schreibt seit vielen Jahren erfolgreich große TV-Unterhaltung. Mit »Mutti steigt aus« gelang ihr auf Anhieb ein Bestseller. Wenn sie vom Schreiben und ihrem Wohnort München eine Auszeit benötigt, reist sie auf der Suche nach neuen Stoffen und Abenteuern gern in den Süden.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Jetzt reicht‘s! Jahrelang hat sich Emma um Mann, Tochter und Firma gekümmert. Doch dann kommt auf einer Reise nach Südfrankreich die große Enttäuschung: Ihr Mann interessiert sich mehr für russische Schönheiten als für seine Frau und die in Nizza studierende Tochter besucht lieber Partys als Vorlesungen. Kurzentschlossen verduftet Emma und landet unverhofft auf dem Feld des attraktiven Lavendelbauern David. Zusammen mit ihrer besten Freundin, der temperamentvollen Nora, stellt Emma fortan die Männerwelt auf den Kopf. Kann das gut gehen?

Meine Meinung:
Als ich das Buch zur Seite legte, dachte ich, puh, das hat ja gedauert bis es so endete, wie ich es mir gewünscht habe.
Auch dieses Buch habe ich verschlungen, denn es hat mich von Anfang an gefesselt. Es begann gleich mit etwas Vertrautem. Wer kennt das nicht, wenn in den Urlaub gestartet wird. Schnell noch eine weitere Tüte mit etwas in den Kofferraum und noch eine und noch eine. Dann die verschiedenen Vorstellungen, wie besser auf Autobahnen gefahren wird und vor allem, wer es besser kann. Bei vielen ist die Anreise schon Stress pur. Emma muss sich einiges von Georg anhören, was sie zunächst wie gewohnt hinnimmt. Aber auf einmal ist das Fass übergelaufen und sie hat die Nase voll von seinen Wutausbrüchen und Beschimpfungen. Ich empfand das auch schon sehr unverschämt, was Georg sich da leistete. Aber noch schlimmer fand ich, dass Emma ihn immer wieder entschuldigt. Zu ihrem Glück hat sie Nora, ihre frühere beste Freundin, wieder getroffen, die unendlich viel Geduld mit Emma hat.
In dieser Geschichte kommen noch einige Personen vor, die mir eigentlich alle sympathisch waren. Lilly,  die Tochter, die darunter leidet, dass ihre Eltern Probleme haben und aus dem einen oder anderen Grund möchte, dass beide zusammen bleiben.
Die Geschwister  Nora und Paul, alte Freunde von Nora, die nicht verstehen konnten, warum sie damals Georg geheiratet hat. Beide waren mir sehr sympathisch und zu gerne hätte ich die Bilder von Nora gesehen oder das Weingut von Paul.
Emma hätte ich gerne manchmal geschüttelt, aber dafür hatte sie ja Nora.
Auf jeden Fall ging es ganz schön turbulent zu. Ich fand alles sehr interessant und war gespannt, was noch alles passieren wird und ob alle ihren Weg finden.

Die Geschichte ist humorvoll, aber auch nachdenklich. Es zeigt, dass es oft gut tut, über Vergangenes zu reden. Dass es wichtig ist, gegen den Willen der Eltern Wege zu gehen, die dann scheitern und wo die Eltern dann nicht sagen: ich habe es doch gewusst. Dass man den Mut aufbringen sollte, neue Wege zu gehen.

Zum Buchcover möchte ich noch etwas erwähnen. Von allen Büchern, die ich bis jetzt von Tessa Hennig gelesen habe, finde ich die Cover sehr humorvoll und meist kann ich sie dem Thema auch zu ordnen, aber diesmal finde ich es nicht passend.

Fazit:
Ein weiteres Buch für die Sommerlektüre, denn es eignet sich bestens zum Lesen am Strand oder Liegestuhl.

Rezension - Elli gibt den Löffel ab




Autorin: Tessa Hennig

Titel: Elli gibt den Löffel ab

Genre: Roman, Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. März 2011

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene



Da ich in den vorhergehenden Rezensionen schon einiges über die Autorin geschrieben habe, möchte ich sie hier kurz zitieren:
"Warum schreibe ich gerne Bücher über Figuren, die sich in der Lebensmitte und darüber hinaus befinden? Warum Ü-50? Die Erklärung ist einfach: Ich spiele nun selbst in dieser Liga und kann daher „mitreden“. Darüber zu schreiben ist vielleicht die beste Vorbereitung, um das Älterwerden zu genießen."
Wer mehr erfahren möchte, kann dies auf ihrer Homepage lesen: Tessa-Hennig

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein unerwarteter Brief aus Italien stellt Ellis Leben völlig auf den Kopf: Die liebenswerte 60-Jährige hat eine kleine Pension auf der Ferieninsel Capri geerbt. Als ihr museumsreifer VW-Käfer auf dem Weg in den Süden schlappmacht, bekommt sie ausgerechnet Hilfe von Aussteiger Heinz, der Elli in seinem klapprigen Wohnmobil nach Capri bringt. Aber dort wartet eine unangenehme Überraschung auf sie: Ellis ältere Schwester Dorothea hat es ebenfalls auf das Erbe abgesehen. Ein Schwesternstreit entbrennt, bei dem es nicht nur um die Pension, sondern natürlich auch um Männer geht!

Meine Meinung:
Bei diesem Buch war ich wirklich sehr gespannt, was mich erwarten wird. Denn der Buchtitel macht einen ja doch neugierig und was sollte man sich darunter vorstellen. Und es war tatsächlich so, wie bei den anderen Büchern, die ich bisher von der Autorin gelesen habe, hat der Buchtitel tatsächlich einen Bezug auf den Inhalt des Buches. Aber mehr werde ich dazu nicht verraten....
Elli hat eine Videothek, die in der heutigen Zeit aber nicht keinen Gewinn mehr bringt. Sie steht mit 60 Jahren vor einem Aus, was ihr natürlich zu schaffen macht. Da kommt ein Brief aus Italien, in dem ihr mitgeteilt wird, dass sie geerbt hat. Sie macht sich sofort auf den Weg. Leider macht der altersschwache Käfer nicht mit und gibt unterwegs seinen Geist auf. Hilfsbereit springt ihr Heinz zur Seite, der mit seinem Hund im Wohnmobil unterwegs ist. Mit viel Humor beschreibt die Autorin, was Elli nun erlebt.
Doro, die ältere Schwester, sollte eigentlich zu frieden sein mit ihrem Leben. Sie verdient gut und hat eine erwachsene Tochter. Sie erhält ebenfalls einen Brief und macht sich auch sofort auf den Weg nach Capri.
Während der Überfahrt von Neapel zur Insel treffen sich die beiden auf dem Schnellboot und nun geht es los. Die Schwestern zanken und vertragen sich. Immer im Wechsel, es kommt einem bekannt vor. Hier ist es natürlich humorvoll übertrieben, aber ein Körnchen Wahrheit steckt schon in dem Verhalten.
Bei beiden Schwestern wusste ich selber nicht, ob ich sie so richtig gut leiden kann. Elli hätte ich gerne manchmal geschüttelt und gesagt, he, Du bist erst 60 Jahre alt, lebe! und dann he, Du bist schon 60 Jahre alt, wo bleibt Dein Verstand? Aber ich musste ja keine Partei ergreifen und konnte als unbeteiligte Beobachterin abwarten was passiert. Denn turbulent ging es zu.
Es tauchten immer mehr Beteiligte auf und manches war vorzusehen. Eine dramatische Wendung brachte Spannung in die Geschichte. Tessa Hennig hat es wieder gut verstanden und neben dem Humor auch nachdenkliches geschrieben, schade eigentlich, dass manches erst nach so vielen Jahren heraus kam.

Diese Geschichte spielt auf der Insel Capri, was bei mir viele Erinnerungen hervor rief. Allerdings war ich vor zig Jahren nur als Tagesgast auf der Insel. Damals war ich auf Ischia in Urlaub und bin rüber nach Capri gefahren. Es hat mich besonders gefreut, dass ich gleichzeitig mit der Geschichte über  Elli und Doro die Insel "wiedersehen" konnte.

Fazit:
Ein weiteres Buch für den Sommer, wo man doch gerne leichte Lektüre lesen möchte. Es beinhaltet alles, Humor und Alltag.

Dienstag, 17. Juni 2014

Rezension - Mutti steigt aus


Autorin: Tessa Hennig

Titel: Mutti steigt aus

Genre: Humor, Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Mai 2010

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Tessa Hennig schreibt seit vielen Jahren erfolgreich große TV-Unterhaltung. Mit »Mutti steigt aus« gelang ihr auf Anhieb ein Bestseller. Wenn sie vom Schreiben und ihrem Wohnort München eine Auszeit benötigt, reist sie auf der Suche nach neuen Stoffen und Abenteuern gern in den Süden.

Über sich selber schreibt Tessa Hennig - c'est moi. 63er Jahrgang, irgendwo in der Mitte zwischen Jung und Alt - was immer das auch heißen mag. Die Leidenschaft zu schreiben wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt, doch erst hieß es "mach was Solides". So ging ich jahrzehntelang Umwege durch alle möglichen "soliden Jobs" im In- und Ausland, um mich schließlich über das Medium Film dem kreativen Schreiben anzunähern. Im Nachhinein ein guter Weg, denn sonst hätte ich kaum so viel über das Leben zu erzählen. Besuchen Sie mich doch auf meiner Webseite: Tessa-Hennig.de. Dort finden Sie immer aktuelle Informationen zu meinen Romanen, aber auch zu den Verfilmungen meiner Werke.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Maria, Elke und Sigrun sehen sich nicht auf der Warteliste für ein Altersheim. Die drei eingeschworenen Freundinnen haben ganz andere Pläne: Gran Canaria, das Rentnerparadies, wartet auf sie. Ausgerüstet mit ihrer Rente und dem Traum vom eigenen Haus setzen sie sich ins Flugzeug. Eines haben sich die drei dabei fest vorgenommen: Männerfreie Zone! Kein Wunder, denn Maria will ihrem verstorbenen Gatten für immer treu bleiben. Elke hat vom anderen Geschlecht die Nase voll. Und für Sigrun sind die Herren der Schöpfung die schlechteren Frauen. Doch dann hält die Insel nicht nur in Sachen Männer so manche Überraschung für sie bereit…

Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Mama mag keine Spaghetti" gelesen hatte, bekam ich Lust auf weitere Bücher der Autorin. Zufällig fand ich dann einige Bücher von ihr. Mit diesem Buch wollte ich nun starten und es bescherte mir einen lustigen kurzweiligen Leseabend.
Maria, Elke und Sigrun sind Frauen in meinem Alter und das gefällt mir besonders gut. Ihr Verhalten und ihre Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen. Alle drei sind alleinstehend und wollen zu Hause nicht ins Altersheim, sondern lieber in einer schönen sonnigen Gegend gemeinsam ein Haus kaufen. Diese ganze Aktion beginnt schon mal sehr abenteuerlich und zu ihrem Glück stehen ihnen hilfsbereite Menschen zur Seite, die ein großes Unglück verhindern. Außerdem kommt alles anders, als man denkt....
Der Aufenthalt auf Gran Canaria ruft einige Veränderungen bei den Damen hervor. Interessant ist es die Entwicklung der Freundschaft zu beobachten und wie sie sich alle verhalten. Aber die Freundschaft hält!
Marias Sohn Robert kommt mit seiner Frau Marion ebenfalls nach Gran Canaria. Gerade die beiden waren mir zu Anfang nicht sehr sympathisch, aber sie wurden nachdenklich und haben ihr Verhalten entsprechend geändert, was mir gut gefiel.
Tessa Hennig hat mit viel Humor über die drei Freundinnen geschrieben und so entstand nach meiner Meinung eine sehr schöne leichte Sommerlektüre. Natürlich hat es mir gefallen, dass über die Insel auch einiges geschrieben wurde und ich immer wusste, wo sie sich aufhielten. Zwar liegt mein Aufenthalt schon über 30 Jahre zurück, aber es hat mich gefreut, dass ich Orte wieder erkannt habe.

Über den Inhalt möchte ich jetzt nicht mehr schreiben, jede Leserin soll selber Spaß daran haben und lesen, ob die drei es schaffen oder was sich für sie dort ändert.

Fazit:
Das Buch ist ja bereits vor ein paar Jahren erschienen und ich bin spät dran mit dem Lesen, aber vielleicht geht es ja noch mehreren so. Auf jeden Fall kann ich das Buch empfehlen und es macht Lust auf einen Urlaub im Süden.

Montag, 16. Juni 2014

Rezension - Ostseesühne


Autorin: Eva Almstädt

Titel: Ostseesühne

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen:  15. April 2014

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Eva Almstädt lebt in Bargteheide in Schleswig-Holstein. 2002 schrieb sie ihren ersten Kriminalroman, der zum Auftakt einer Serie um die Kriminalkommissarin Pia Korittki aus Lübeck wurde. Zurzeit arbeitet sie an ihrem zehnten Roman. Bevor Eva Almstädt das Schreiben zu ihrem Beruf machte, war sie in Hannover in der Wohnraum- und Küchenplanung tätig. Sie studierte Innenarchitektur an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover und erlernte das Raumausstatter-Handwerk, unter anderem in den Film- und Fernsehproduktionsanstalten des Studio Hamburgs. Eva Almstädt ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern und im Syndikat.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Im Feuerlöschteich auf einem Bauernhof entdeckt ein Postbote eine halb verweste männliche Leiche. Von den Bewohnern des Hofes, einem Ehepaar und seinem 16-jährigen als zurückgeblieben geltenden Sohn, fehlt jede Spur. Pia Korittki übernimmt die Ermittlungen - und findet heraus, dass vor Jahren ein merkwürdiges Gerücht im Dorf kursierte, dem jedoch nie jemand nachgegangen ist: Auf dem Hof soll damals ein Mädchen gefangen gehalten worden sein ...

Meine Meinung:
Ostseesühne - war für mich wieder so ein packendes Buch, dass ich es in allerkürzester Zeit durchgelesen habe. Mit dieser Folge über die Kommissarin Pia Korittki ist der Autorin ein weiteres spannendes Buch gelungen.
Bekannt ist ja inzwischen, dass ich gerne Regionalkrimis lese und deshalb landete dieses Buch während meines Ostseeurlaubs in meinem Einkaufskörbchen. Wie immer wurde ich nicht enttäuscht und konnte genau nachvollziehen, wo sich alles abspielte. Zumal ich vor kurzem auch noch in Lübeck war.

Bei den meisten Serienkrimis wird neben dem zu lösenden Fall auch viel über das Privatleben und Umfeld der Ermittler geschrieben. So steckte ich dann auch sofort wieder in der Geschichte drin und war voll auf Pias Seite. Ich konnte alles bestens nachvollziehen, wie sie sich als teilzeitarbeitende Mutter fühlt.
Aber nicht nur das hat mich interessiert, ich fand es diesmal besonders spannend, denn Eva Almstädt hat es bestens verstanden, alles so zu schildern, dass ich mal auf der ganz falschen Fährte war und am Schluss zudem wirklich überrascht, als der Täter dann feststand.
Nicht nur die Protagonistin Pia war mir sympathisch, auch einige ihrer Kollegen. Allen wurden sehr interessante Charaktere zugeordnet, da ist für die folgenden Bücher noch reichlich Potential vorhanden.

Fazit:
Ostseesühne ist nun der 9. Fall von Pia Korittki, ich würde jedem empfehlen, die Bücher unbedingt in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn besonders in diesem wird noch einmal auf den 8. Fall eingegangen. Allerdings ist es nicht erforderlich alle Bücher kennen zu müssen, auch bei Lücken kommt man prima damit klar. Wer aber sehr neugierig ist, sollte keine Lücken entstehen lassen.



Samstag, 14. Juni 2014

Rezension - Brombeerliebe


Autorin: Andrea Reichart

Titel: Brombeerliebe

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 7. November 2013

Seiten: 186

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Oldigor


Die Autorin Andrea Reichart wurde in Oberhausen geboren, verbrachte ihre Kindheit in den USA und die weiterführende Schulzeit in Essen. Nach ihrer Buchhandelslehre studierte sie Germanistik und Anglistik (MA, 1989), arbeitete bis 2004 als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Essen (Gemanistik/Mediävistik) und besaß von 1992 bis 2008/09 in Essen erst einen Verlag und ab 1995 auch eine Buchhandlung. Eine ausführliche Information kann hier nachgelesen werden.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Der 49-jährigen Sue könnte es kaum besser gehen. Gut gelaunt schreibt sie einen romantischen Bestseller nach dem anderen (worüber sich nicht nur ihr Agent Norbert Schulte freut), die sechs Kinder sind gelungen und ihr Mann Lu liebt angeblich jedes Gramm an ihr. Als sich die bildschöne aber verhasste Yvonne an Lu heranmacht, muss Sue in Bewegung kommen, wenn sie ihre Ehe retten will. Nicht ganz einfach, wenn man über hundert Kilo wiegt. Endgültig auf Trab gebracht wird sie von Barbara und Klaus, die das Geheimnis um Sues vergessene Kindheit hüten, und von der skurrilen Erbschaft eines Vaters, den es in ihrem Leben nie gab.

Meine Meinung:
Eine schöne Sommerlektüre. Das Buch eignet sich wirklich bestens als Urlaubslektüre, denn es lässt sich sehr flüssig lesen. Mit viel Humor hat die Autorin viele Begebenheiten geschildert. Köstlich fand ich, wie Sue ihrem Autohändler erklärt, dass ihr neues Auto einige Probleme hat. Aber es kommen auch ernste Themen vor. Tierschutz und Ernährung werden sehr groß geschrieben und sehr gut in die Geschichte um Sue eingebaut. Wobei mir die Familiengeschichte von Sue doch etwas sehr unrealistisch gestrickt vorkam. Da ich das Buch aber erworben hatte, weil ich für meine Teilnahme an der Challenge AGDSD etwas leichtes suchte, habe ich das alles nicht so ernst genommen. Manchmal vergesse ich einfach, dass es "nur" ein Buch ist und mich unterhalten soll.
Gespannt habe ich dann auch verfolgt, was es mit der merkwürdigen Erbschaft auf sich hat. Und natürlich hat es mich interessiert, wie Sues Mann Lu, der mit vier der sechs Kinder in Urlaub gefahren ist, klar kam. Denn in seiner Begleitung war eine Freundin der kleineren Kinder und ihre geschiedene Mutter, die ein Auge auf Lu geworfen hatte.
Wirklich sehr gut beschrieben fand ich die Arbeit für den Tierschutz, da merkte ich, dass die Autorin sich damit selber sehr beschäftigt.
Was mir persönlich allerdings gar nicht gefallen hat, war, wie mit der übergewichtigen Sue umgegangen und sie von der Autorin beschrieben wurde. Man stelle sich mal vor, wir Übergewichtigen würden jeden Spargeltarzan so behandeln, nur weil er nicht so aussieht wie wir. Auch hat es mich genervt, dass Sue sich einiges anhören musste, weil sie Fleisch ißt und eigentlich ganz normale Fragen stellt. Schade, das alles fand ich nicht sehr passend. Zumal ich in der letzten Zeit in so vielen Büchern lesen muss, dass Frauen mit der Kleidergröße 42 schon als dick bezeichnet werden.

Die Protagonistin Sue war mir von Anfang an sehr sympathisch und ich war bei allem voll auf ihrer Seite. Aus diesem Grund habe ich das Buch auch bis zum Ende gelesen, denn mich interessierte wirklich, wie es in ihrem Leben weitergeht.

Das Buchcover hat mich übrigens sehr angesprochen, als ich auf der Suche nach einem passenden Buch war. Ich selber esse sehr gerne Brombeeren und habe auch schöne Kindheitserinnerungen daran.

Fazit:
Wer ein kurzweiliges Buch sucht, dem sei dieses empfohlen.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Rezension - Zufällig Hawaii


Autorin: Sabine Landgraeber

Titel: Zufällig Hawaii

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. März 2014

Seiten: 254

Altersempfehlung: Erwachsene



Bei Amazon schreibt Sabine Landgraeber über sich:
Ich bin Autorin und Regisseurin und lebe mit meinem Mann in Berlin. Ganz sicher haben Sie schon einmal etwas von mir gesehen, denn ich habe an vielen erfolgreichen Serien mitgewirkt. "Verliebt in Berlin", "Verbotene Liebe", "Schloss Einstein" und "Der letzte Zeuge" sind nur einige Beispiele, bei denen ich Regie geführt habe. Mit meinen Büchern versuche ich meine Leser genauso zu unterhalten, wie mit meinen Filmen. Sind Sie neugierig geworden? Dann besuchen Sie mich doch auf meiner Homepage: www.sabine-landgraeber.de

Kurzbeschreibung, übernommen:
Luisa hat ihr Leben satt. Sie sitzt stundenlang am Computer, hängt nur noch im Internet rum und hat jeglichen Kontakt zum wirklichen Leben verloren. Ihr Freund Alex, den sie auch nur von Facebook kennt, lädt sie ein, ihn zu besuchen und so landet Luisa zufällig auf Hawaii. Doch anstatt mit einem Mai Tai und einem gut aussehendem Mann in Waikiki am Strand zu sitzen, findet sie sich unter einer Autobahnbrücke wieder, überfallen und ausgeraubt. Luisa versucht Anja, ihre ehemals besten Freundin, zu erreichen. Vergeblich. Der wortkarge Polizist Beni Korea will ihr helfen und scheint sehr an ihr interessiert zu sein. Aber dann bekommt Luisa noch viel größere Probleme und auch Detective Korea weiß keine Lösung. Anja ist die Einzige, die ihrer besten Freundin den Weg zeigen kann.

Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Picture Bride" gelesen hatte, war ich neugierig auf dieses Buch und habe es sofort im Anschluss zügig durchgelesen. Und ich war froh, dass ich die Bücher in dieser Reihenfolge gelesen habe, denn die Protagonistin Luisa liest das Buch ebenfalls und lernt Orte kennen, die in dem Buch vorkommen. Sie findet auch noch andere Gegenstände, die dort erwähnt werden und so wussten wir beide, welche Bedeutung sie im Grunde hatten.
Das Buch hat mich gleich von Anfang an gefesselt, denn es begann direkt spannend. Statt ihren Facebook-Freund zu treffen, wird Luisa sofort nach ihrer Ankunft überfallen und ausgeraubt. Zum Glück trifft sie den hilfsbereiten Polizisten Beni Korea und lernt noch andere liebenswerte Menschen kennen. Aber ein Unglück kommt selten allein. In Deutschland macht sich ihre Freundin Anja Sorgen, als sie diese merkwürdige Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter abhört. Im Wechsel erfährt der Leser etwas von Luisa, was aus ihrer Sicht in der Ich-Form geschrieben ist und von Anja in Deutschland.
Den Schreibstil finde ich auch bei diesem Buch wieder sehr gut und ich konnte es zügig in einem Rutsch lesen.  Ich werde mich wohl niemals auf den weiten Weg nach Hawaii machen und deshalb haben mir die Beschreibungen der Insel gut gefallen. Ich konnte mir alles bestens vorstellen.
Jetzt bin ich wirklich gespannt, ob es von beiden Büchern Fortsetzungen geben wird. Ich bin nämlich sehr neugierig und möchte wissen, wie es mit allen Beteiligten weitergeht.

Fazit:
Ein weiteres leichtes Buch für die Sommerlektüre, was natürlich auch zu anderen Zeiten gelesen werden kann, denn von schönen Stränden kann man auch im Winter träumen.

Rezension - Picture Bride - Die Geschichte einer Fotobraut


Autorin: Dorothy Castle

Titel: Picture Bride - Die Geschichte einer Fotobraut

Genre: Historischer Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. April 2014 als eBook

Seiten: 222

Altersempfehlung: Erwachsene



Hinter dem Namen Dorothy Castle verbirgt sich die Autorin Sabine Landgraeber, sie wird in diesem Jahr 50, ist verheiratet und arbeitet seit langer Zeit als Regisseurin. Vor zwei Jahren hat sie mit dem Schreiben begonnen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wie findet man den Mann fürs Leben? Heute sucht man auf Partnerbörsen im Internet, früher gab es den Heiratsvermittler.
Hawaii, 1902: Die 18jährige Japanerin Hitomi kennt ihren zukünftigen Mann nur von einem Foto. Ein Heiratsvermittler hat einen Ehemann für sie auf Hawaii gefunden. Nach einer beschwerlichen Schiffsreise endlich dort angekommen, muss sie feststellen, dass der Mann sie nicht abholt. Hitomi kann auf keinen Fall wieder zurück nach Japan, denn dort wartet nur der gewalttätige Onkel. Um einer Ausweisung zu entgehen, geht sie auf eine weitere Vermittlung ein. Sie heiratet Jiro, einen einfachen Arbeiter einer Zuckerrohr-Plantage. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es Hitomi, ihren Mann zu akzeptieren und sie findet sich im harten Arbeitsalltag der Plantage zurecht. Doch dann geschieht ein Unglück, dass ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Gemeinsam mit ihren Freundinnen erkämpft sie sich ihren Weg und findet die wahre Liebe. Eine spannende und mitreißende Geschichte vom Überlebenskampf einer jungen Frau, die in eine fremde Welt entführt.

Meine Meinung:
Ein sehr gelungenes Buch über eine Fotobraut, die eine von vielen war und deren Geschichte mich sehr berührt hat. Von manchen Begebenheiten hat man ja schon mal gehört, sich aber nicht weiter damit beschäftigt, deshalb fand ich das Buch auch sehr interessant, denn so konnte ich mich über das Leben vieler junger Japanerinnen informieren. Jetzt weiß ich, dass damals sehr viele Frauen nur mit einem Foto versehen sich auf die weite Reise nach Hawaii machten, um dort den Mann zu heiraten, den sie wirklich nur vom Bild her kannten.
Die Protagonistin Hitomi begibt sich auch auf den Weg ins Unbekannte. Da ihr Onkel sie sehr früh von der Schule genommen hatte, damit sie arbeitet und nicht ihre Zeit bei einer unbeliebten Lehrerin verbringt, war ihr auch gar nicht bekannt, wo Hawaii überhaupt liegt. Auf der unbequemen Überfahrt lernt sie zum Glück hilfsbereite Menschen kennen und findet Freundinnen, die ihr später sehr helfen werden. Leider hat sie gleich bei der Ankunft großes Pech und hätte eigentlich wieder nach Hause fahren müssen. Aber glücklicherweise findet sie in Jiro einen sehr guten Mann und ich hatte mich schon sehr für sie gefreut. Hitomi war mir sehr sympathisch und ich war bei ihr vor Ort, so habe ich dann auch mit ihr auf der Zuckerrohrplantage gelitten und als dann ein weiteres Unglück geschah, tat sie mir sehr leid.
Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, denn, wie ich es schon erwähnte, fand ich die Geschichte sehr interessant. Der Schreibstil hat mir gefallen und neben der Geschichte um Hitomi und ihren Freundinnen lernte ich gleich noch etwas von Hawaii und dem Leben der Japaner dort kennen.
Wie es so oft ist, endet das Buch an einer Stelle, wo man zu gerne noch weiterlesen würde. Deshalb würde ich mich über eine Fortsetzung auf jeden Fall freuen. Aber nun werde ich das andere Buch von Sabine Landgraeber "Zufällig Hawaii" lesen, denn es schlummert schon auf meinem Kindle.

Fazit:
Auch Anfang 1900 passierte so vieles, was uns nicht unbedingt bekannt ist. Deshalb kann ich diesen historischen Roman auf jeden Fall empfehlen. Ich freue mich, dass ich von der Autorin auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Rezension - Frühstück in Amsterdam

Autor: Marcus Luft

Titel: Frühstück in Amsterdam

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 27. Mai 2014

Seiten: 303

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks
zu kaufen: klick hier

Der Autor Marcus Luft, geboren 1969 in Darmstadt, studierte Philosophie, arbeitete als Journalist für verschiedene Magazine und verbrachte einige Jahre in Amsterdam, was ihn zu seinem ersten Roman inspirierte. Heute lebt er in Hamburg, wenn er nicht gerade –als Modechef der Zeitschrift GALA – in New York, Mailand und London unterwegs ist.

Kurzbeschreibung, übernommen:
In diesem Moment sehe ich sie zum ersten Mal. Sie strahlt. Nicht, dass sie die ganze Zeit lacht. Nein, es ist etwas anderes. Diese Frau leuchtet.
Das große Glück, was ist das eigentlich? Oliver dachte immer, er könnte diese Frage leicht beantworten: Karriere machen, Geld verdienen und sich hin und wieder mit der Gelegenheitsgeliebten amüsieren. Doch dann endet sein Leben auf der Überholspur unsanft mit einer fristlosen Kündigung. Was tun? Eigentlich wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, in einem Luxushotel in Marrakesch zu relaxen. Stattdessen landet Oliver in Amsterdam – und begegnet dort einem Wunder namens Muk: Die attraktive Holländerin liebt wilde Blumenmuster, näht bunte T-Shirts und träumt von einem eigenen kleinen Laden. Muk ist das komplette Gegenteil von Oliver … und trotzdem genau die Frau, von der er schon immer heimlich geträumt hat. Auf einmal ist es zum Greifen nah, das große Glück. Nur: So einfach ist es nicht im Leben.
Eine warmherzige Geschichte über schlechtes Timing, richtige Entscheidungen und eine ganze Reihe kurioser Persönlichkeiten, die das Herz am rechten Fleck haben.

Meine Meinung:
Ein sehr schönes Buch, das vom Leben und der Liebe in Amsterdam erzählt. Marcus Luft beschreibt das alles sehr humorvoll. Ich bin fast zu dem Entschluss gekommen, dass ich doch mal länger als nur zu einem Tagesausflug nach Amsterdam fahren sollte. Der Autor hat das Leben in dieser Stadt in seinem Buch sehr gut beschrieben.
Oliver, der Protagonist, war mir anfangs nicht so sympathisch. Kam er doch wie ein oberflächlicher Workaholic rüber. Aber das änderte sich schnell, nachdem er sich in Amsterdam eingelebt hatte und auch viele liebenswerte Menschen kennen lernen durfte. Muk, seine niederländische Freundin möchte ihren Lebenstraum verwirklichen und einen Laden mit ihren selbst gestalteten T-Shirts eröffnen. Sie bringt Oliver immer wieder in die Spur, wenn er zu sehr in sein altes Leben abweicht. Durch sie lernt der Leser einiges von der Lebenseinstellung der Menschen in Amsterdam kennen.
Die anderen Freunde der beiden mochte ich alle gut leiden. Ihnen wurden so tolle Charaktere zugeordnet, was allerdings auch nachdenklich machen konnte.

Der Schreibstil von Marcus Luft hat mir sehr gut gefallen. Gespickt mit holländischen oder englischen Sätzen, lockerte alles wunderbar auf. Vielleicht sollte ich mir endlich mal ein paar Redewendungen merken, wenn ich mal wieder ins Nachbarland fahre, könnte ich einiges anbringen. Und Amsterdam wurde so gut beschrieben, dass ich wirklich mal überlege, ein paar Tage dorthin zu fahren. Bisher waren es immer nur Tagesausflüge.
Sehr interessant fand ich zum Ende eines jeden Kapitels die Hinweise,  zum Beispiel was Oliver in einem gewissen Zeitraum erfahren wird. Und die kurzen Einblendungen, was andere Personen sich überlegen und entsprechend handeln, denn die ganze Geschichte wurde aus Sicht von Oliver in der Ich-Form erzählt.

Das Buchcover und der Titel gefällt mir ausgesprochen gut. Würde dies in einer Buchhandlung auf dem Tisch liegen, wäre es mir sofort angenehm aufgefallen und mit Sicherheit näher betrachtet worden.

Fazit:
Wer ein schönes Buch sucht, dass von liebenswerten Menschen handelt und ihr Leben in Amsterdam, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Denn es ist nicht immer alles so leicht, wie es scheint und die richtigen Entscheidungen wollen auch getroffen werden.

Dienstag, 10. Juni 2014

Rezension - Die Pastellkönigin


Autorin: Micaela Jary

Titel: Die Pastellkönigin

Genre: Historischer Roman

Version: eBook

erschienen: 13. Mai 2014

Seiten: 412

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: books2read

Auf der Homepage des Verlages books2read wurde folgendes über die Autorin veröffentlicht:
"Meine Tochter wird Autorin!" Das soll der berühmte Komponist Michael Jary über seine Tochter Micaela gesagt haben. Und er hat recht behalten: Micaela Jary schreibt seit Jahren Bestseller - u.a. "Sehnsucht nach Sansibar". Wir freuen uns, dass bei books2read ihr grandios recherchierter historischer Roman "Die Pastellkönigin" erscheint. Unsere Autorin lebt abwechselnd in München und Berlin und engagiert sich sehr in der Autorenvereinigung DeLia. Sie ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter und wird praktisch immer von der Autorenhündin Polly begleitet.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Frankreich, 1720: Ganz Paris liegt der italienischen Malerin Rosalba Carriera zu Füßen. Heißbegehrt sind ihre kostbaren kleinen Pastellporträts, sogar den jungen König darf die schöne Künstlerin portraitieren, und ihr berühmter Kollege Antoine Watteau verehrt sie zutiefst. Nur der Mann, dem sie einst beim Karneval in Venedig ihr Herz schenkte, scheint sie nicht mehr wiederzuerkennen: der Schotte John Law, ein Finanz-Hasardeur, der die Börse in Europa gewagt vorantreibt. Doch gerade seine Machenschaften lassen die ungekrönte Pastellkönigin zum Spielball der Mächtigen werden …

Meine Meinung:
Ein tolles Buch über Rosalba Carriera, einer sehr berühmten Pastellmalerin, die von 1675 bis 1757 gelebt hat. Der Leser begleitet sie auf einem Stück ihres Lebensweges. Hauptsächlich ab dem Jahr 1720.

Rosalba lebt in Venedig und lernt als junge Frau durch Zufall beim Karneval einen jungen Mann kennen. In diesem kurzen Moment verliebt sie sich in ihn und wird nicht mehr von ihm loskommen.

Jahre später trifft sie ihn in Paris, im Trubel der großen finanziellen Probleme des Landes, unter denen am meisten das gemeine Volk zu leiden hat. Ausführlich wird hierüber berichtet, was für die Geschichte wichtig ist, denn somit kann man die Zusammenhänge mancher Handlungen besser verstehen. Der junge  Mann von damals ist nämlich John Law, der Generalkontrolleur der Finanzen, eingesetzt vom damaligen Regenten.

Rosalba, ihre Schwestern und Mutter reisen für eine Zeit nach Paris und werden am Hofe eingeführt. Bei diesen Gelegenheit treffen sich die beiden wieder. Ich fand die Schilderungen von der Autorin sehr interessant geschrieben. Konnte ich doch einen Einblick in das Denken und Handeln dieser Zeit bekommen. Allerdings konnte ich diese Schwärmerei von Rosalba für John so gar nicht nachvollziehen, aber das mag eben ein Zeichen der Zeit gewesen sein.

Rosalba hatte nicht nur zu John Kontakt, sondern auch zu einem anderen damals berühmten Maler. Interessant fand ich ja, dass alle Personen wirklich gelebt haben und aus den Notizen, Tagebüchern und Korrespondenz, die Begebenheiten, die die Autorin recherchiert hat, wurde ein sehr interessanter Roman.

Ich persönlich finde dieses Buchcover jetzt nicht so passend und auch den Buchtitel nicht. Denn zeitweise wird eben sehr viel von John Law und den finanziellen Problemen geschrieben. Anfangs dachte ich, wieso heißt es "Die Pastellkönigin", wenn von ihr anfangs so wenig geschrieben wird. Aber das soll nun niemanden vom Lesen abhalten, denn die Verstrickung der beiden Leben Rosalba und John empfand ich wirklich sehr interessant.

Fazit:
Wie ich bereits erwähnte, entstand aus tatsächlich Begebenheiten ein sehr schönes Buch und ich kann es gerne weiter empfehlen.



Sonntag, 8. Juni 2014

Rezension - Dark Kiss

Autorin: Michelle Rowen

Titel: Dark Kiss

Genre: Fantasy

Version: eBook und broschierte Ausgabe

erschienen: 10. Mai 2013

Seiten: 380

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Darkiss


Michelle Rowens Name steht für erfolgreiche paranormale Romances, Urban Fantasy und All Age-Fantasy. 2007 erhielt sie das Holt Medallion für den besten Debütroman des Jahres, 2009 zeichnete die Jury der Romantic Times die Vampirromane der Bestseller-Autorin aus. Michelle Rowen lebt Ontario, Kanada.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Gefährliches? Oh nein, nicht mein Ding. Übervorsichtig, unauffällig - das bin ich, Samantha. Zumindest war ich das. Bis ich durch einen leidenschaftlichen Kuss eine "Gray" wurde. Seitdem hat sich etwas geändert. In mir tobt ein Hunger, der nichts mit Essen zu tun hat. Und nur wenn ich anderen ihre Seele raube, kann ich ihn stillen. All dies weiß ich von Bishop. Zuerst hielt ich ihn für einen verwirrten Straßenjungen, aber er ist ein Engel, in einer gefährlichen Mission zur Erde gesandt. Denn das Böse, das mich zur "Gray" gemacht hat, muss bekämpft werden. Ich kann nur hoffen, dass Bishop mich und meine Seele retten kann. Dafür werde ich alles tun.

Meine Meinung:
Bekanntlich bin ich ja nicht der große Fan solcher Fantasybücher. Aber durch meine Teilnahme an der Challenge AGDSD wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Und ich gestehe, dass mich das Buch gepackt hat und ich versucht habe, es ohne große Unterbrechungen zu lesen.
Bei Samantha, einer siebzehnjährigen Schülerin, ist nach einem besonderen Kuss das Leben nicht mehr so, wie sie es gerne hätte. Sie ist auf einmal eine "Gray", eigentlich eine Böse, die die Seelen der anderen raubt. Aber Sam ist dazu noch etwas besonderes. Diese Entdeckung macht sie mit Hilfe von Bishop, einem Engel. Zusätzlich zu ihm lernt sie noch mehr Engel und auch Dämonen kennen. Ich fand es wirklich sehr spannend, wer ihr alles begegnet und wie sie damit fertig wird.  Ich an ihrer Stelle hätte wahrscheinlich gedacht, dass ich in einem wirklich schlimmen Traum stecke und darauf gewartet, dass ich endlich aufwache. Aber Samantha muss sich nicht nur damit auseinandersetzen, dass auf einmal so viele Lebewesen auftauchen, denen sie Vertrauen schenken soll, nein, sie erfährt zu ihrem Leidwesen auch Geheimnisse aus ihrem eigenen Leben.
Ich fand die ganze Geschichte wirklich sehr spannend geschrieben und habe die ganze Zeit mit Sam gefühlt. Ich konnte nachvollziehen, wie sie sich in manchen Situationen fühlte und ich selber wusste oft ebenfalls nicht, wer denn die Wahrheit sagt und wem ich wirklich trauen kann.

Die Protagonistin hat sofort mein Herz erobert und ich war die ganze Zeit auf ihrer Seite. Aber auch die Engel und Dämonen waren mir, im gewissen Rahmen, sympathisch. Die Autorin hat es nach meiner Meinung auch bestens verstanden, den Alltag einer amerikanischen Schülerin in die ganze Geschichte einzubauen. An einer Stelle war ich dann auch sehr traurig, als Carly die langjährig wirklich beste Freundin.... ne, das verrate ich nicht.

Das Buchcover bringt eine prima Stimmung, die man im Buch findet, rüber. Es kann gut sein, dass mich dieses Buch in einer Buchhandlung sofort angesprochen hätte, wenn ich ein großer Fan dieses Genre wäre. Aber so hat mich "nur" die Kurzbeschreibung neugierig gemacht.

Es gibt übrigens eine Fortsetzung dieses Buch, das ich mit Sicherheit auch noch lesen werde.

Fazit:
Die meisten Fans von Michelle Rowen werden dieses Buch bestimmt kennen und lieben. Wer dieses Buch allerdings noch nicht kennt, sollte es sich zulegen, denn ich finde es wirklich sehr spannend.