Montag, 27. Oktober 2014

Rezension - Das kastilische Erbe

Autorin: Ulrike Schweikert

Titel: Das kastilische Erbe

Genre: Historisch

Version: eBook, Gebunden und Taschenbuch

erschienen: als TB 15. September 2014

Seiten: 608

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet
zu kaufen: klick hier


Die  Autorin Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin und studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt »Die Tochter des Salzsieders« ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. Ihr Markenzeichen sind faszinierende, lebensnahe Heldinnen, was sie in diesem Buch erneut unter Beweis stellt. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In einem Antiquariat stößt die Münchner Journalistin Isaura auf ein altes Buch, dessen Autorin sich »La Caminata« nennt. Die Worte erscheinen ihr seltsam vertraut, und sie ist fasziniert von der Geschichte der jungen Hofdame Jimena, die im 15. Jahrhundert an der Seite von Isabel von Kastilien lebte. Isaura begibt sich auf Spurensuche in Spanien, und kommt in dem kleinen Städtchen Tordesillas einem jahrhundertealten Geheimnis auf die Spur, das sie tief in ihre eigene Familiengeschichte führt …

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Bücher von Ulrike Schweikert gelesen und so fiel mir die Entscheidung nicht schwer, mich näher mit diesem Buch zu beschäftigen. Ich wurde auch nicht enttäuscht, sondern konnte mich ein weiteres Mal von einem ihrer Bücher fesseln lassen.

Die Journalistin Isaura fühlt sich auf unerklärliche und seltsame Weise mit Spanien verbunden. Als sie dann von der ihr unbekannten Großtante ein Anwesen in Kastilien erbt, kommt sie einem besonderen Geheimnis auf die Spur. Gleichzeitig taucht sie in das Leben von der Hofdame Jimena und der Königin Isabel von Kastilien ein.

Ich als Leserin erfahre nun im Wechsel, was Isaura erlebt und bin über einen kurzen Zeitraum im Leben der Königin dabei. Von Isabel habe ich schon öfter mal etwas gelesen, aber diese Variante der Erzählung hat mich wieder sehr gefesselt. Erstaunlich, was die Könige und die Infanten damals alles durchmachen mussten, Dagegen ist das heutige Leben der spanischen Königsfamilie ein Zuckerschlecken.
Aber auch die Ereignisse im Leben von Isaura haben mich sehr gefesselt, wollte sie doch ursprünglich mit ihrem Mann nach Spanien fahren und mit ihm das Erbe ansehen. Muss sie dann leider erfahren, dass er sie mit einer Kollegin betrügt. Außerdem passiert ihr so vieles, was sie sich nicht erklären kann, alles ist sehr geheimnisvoll.

Ulrike Schweikert ist es gelungen aus wahren Begebenheiten ein spannendes und fesselndes Buch zu schreiben. Manchmal empfinde ich die abwechselnden Kapitel mit den Zeitsprüngen und Ortswechseln etwas störend im Lesefluss. Aber hier hatte ich gar keine Probleme. Sofort tauchte ich wieder in die jeweiligen Geschichte ein und habe auch nicht den Anschluss verloren.
Die Autorin hat gut recherchiert und überhaupt nicht langweilig über die historischen Ereignisse geschrieben. Durch Fantasie und die Verbundenheit mit Isaura der heutigen Zeit wurde der Bericht des Zeitgeschehens aufgelockert. Der  Schreibstil ist sehr flüssig und so habe ich diesen "Wälzer" in einer kurzen Zeit lesen können.

Das Buchcover hat mich sehr angesprochen und auch die Zeichnung im Buch über Spanien anno 1480 fand ich sehr hilfreich. Der Buchtitel erklärt sich beim Lesen des Buches und ich finde ihn wirklich passend.

Fazit:
Fans von historischen Büchern kann ich dies auf jeden Fall empfehlen. Historie, Spannung, Fantasie und Gegenwart, alles ist in diesem Buch wunderbar vereint.

Dem Verlag blanvalet danke ich vielmals für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Rezension - Kleine Sünden erhalten die Liebe


Autorin: Janet Evanovich

Titel: Kleine Sünden erhalten die Liebe

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Mai 2013

Seiten: 317

Altersempfehlung: Erwachsene

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Die Autorin Janet Evanovich, die mit jedem ihrer Romane in den USA einen Nummer-1-Bestseller landet, stammt aus South River, New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Die Autorin wurde von der Crime Writers Association mit dem "Last Laugh Award" und dem "Silver Dagger" ausgezeichnet und erhielt bereits zweimal den Krimipreis des Verbands der unabhängigen Buchhändler in den USA.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Chaoskönigin und Konditormeisterin Lizzy Tucker muss nicht nur böse Mächte bekämpfen – sondern auch die Anziehungskraft des mysteriösen Diesel ...
Lizzys Leben als Konditormeisterin in Dazzle’s Bakery wird völlig auf den Kopf gestellt, als wieder einmal der so mysteriöse wie muskulöse Diesel auf der Bildfläche erscheint. Der weiß, dass Lizzy nicht nur zaubern kann, wenn es ums Backen geht – und ihre magischen Begabung will er nutzen, um einen äußerst rätselhaften Mordfall zu lösen. Schluss mit der Zuckerbäckerei, plötzlich muss Lizzy gleich zwei Dinge bekämpfen: dunkle Mächte und die ebenso starke wie lästige Anziehungskraft, die der unverschämt gut aussehende Diesel auf sie hat. Dass sich bei ihrem neuestem Fall dann auch noch alles um die Todsünde „Wollust“ dreht, passt da doch bestens ins Bild ...

Meine Meinung:
Wie beim ersten Buch über Lizzy und Diesel ging es hier auch direkt weiter mit den Verrücktheiten. Man muss sich auf das Buch einlassen und es einfach genießen. Denn es ist keine tiefschürfende Lektüre.
Lizzy muss Diesel immer noch bei der Suche nach magischen Gegenständen helfen. Diesmal beginnt die Geschichte leider mit einem Mord, den die beiden aufklären sollen. Carl, der Schimpanse, der immer noch bei Diesel lebt, findet bei dem Toten einen kleinen Schlüssel, der später bei der Auflösung einiger Geheimnisse behilflich wird. Alle Beteiligten des ersten Buches sind natürlich weiterhin dabei. Wobei Wulf und Lizzy in diesem Buch etwas ganz besonderer verbinden wird. Die Kollegin Glo kommt immer besser mit ihren Zaubersprüchen klar und es passieren nur noch wenige Fehler, über die ich als Leserin herzhaft lachen konnte, aber die Beteiligten fanden es wohl nicht gut.
Außerdem taucht eine neue gefährliche Unbekannte auf, die für reichlich Ärger sorgt. Wie schon erwähnt, es geht mit den Verrücktheiten weiter. Auch die Dialoge zwischen den Beteiligten hatten mir wieder sehr viel Spaß bereitet. Die einzig einigermaßen Normale in dieser Geschichte ist wohl Clara, die Besitzerin der Bäckerei. Ich habe sie manches Mal bewundert, dass sie die Nerven bei diesen vielen Verrückten nicht verliert.

Ich muss sagen, dass es mir immer wieder Spaß bereitet, zwischendurch solche Bücher zu lesen. Ich erwähnte ja schon in einer anderen Rezension, dass ich ein Fan der Bücher von Janet Evanovich bin.

Fazit:
Wer nach einem Buch sucht, das nicht so tierisch ernst ist und doch auch etwas Spannung braucht, findet hier das richtige Buch. Allerdings sollte zunächst Band eins gelesen werden. Die richtige Reihenfolge macht mehr Spaß und das zweite Buch ist auch besser zu verstehen.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Rezension - Grace Valley - Im Glanz des Abendsterns

Autorin: Robyn Carr

Titel: Grace Valley - Im Glanz des Abendsterns

Genre: Roman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 10. September 2014

Seiten: 302

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch 
zu kaufen: klick hier

Als die Autorin Robyn Carr mit Ende Zwanzig ihrem Ehemann zu seinen Einsätzen als Air Force Helikopterpilot folgte, konnte sie ihren eigentlichen Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. So begann sie erst zu lesen, und dann selber zu schreiben. Inzwischen sind von der erfolgreichen Bestsellerautorin und Mutter von zwei Kindern über fünfundzwanzig Romances erschienen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Lange hätte sie es nicht mehr verstecken können: Dr. June Hudson ist schwanger. Und so strahlt sie mit der Sonne um die Wette, die warm auf die schneebedeckten Berge von Grace Valley scheint. Bald schon wird ihr Traum von einer gemeinsamen Familie mit ihrer großen Liebe Jim wahr werden. Aber das ist nicht das einzige aufregende Thema. Im Tal wird wild darüber spekuliert, wer der heimliche Romeo ist, den Junes Tante Myrna verbirgt. Und was hat es mit dem Poker spielenden Pastor der Gemeinde auf sich? All diese Fragen sind jedoch schnell vergessen, als Jims Vergangenheit sein neues Leben mit June bedroht – denn für die Dorfbewohner steht das Glück ihrer geliebten Ärztin immer an erster Stelle.

Meine Meinung:
Ich gehe mal davon aus, dass alle die anderen Teile gelesen haben, sonst würde hier einfach zu viel verraten. Mit diesem Buch ist der Autorin ein sehr guter Abschluss der Trilogie gelungen. War es in den beiden anderen Büchern immer sehr aufregend, empfand ich es jetzt als sehr angenehm, dass nichts allzu dramatisches passierte. Ruhig geht es in den kleinen Ort ja nie zu und es passiert auch immer wieder etwas unvorhergesehenes. Da will June zum Beispiel mit Jim zum Cafe fahren und ihn allen vorstellen, treffen sie auf dem Weg eine schwangere Frau, bei der die Wehen eingetreten sind. Aber Jim nimmt alles gelassen hin und fühlt sich nach einiger Zeit so richtig wohl. Im Dorfleben wurde er voll integriert. Durch verschiedene Ereignisse, wie zum Beispiel das Hochwasser wächst die Dorfgemeinschaft weiter eng zusammen. Auch bei anderen Hilfsaktionen greifen alle mit an. Teils, weil es den älteren Herren im Ruhestand zu langweilig ist und weil es einfach das besondere der Dorfgemeinschaft ausmacht. Ich bin mir nicht sicher, ob mir das immer gefallen würde, aber wer damit aufgewachsen ist, kommt damit auch eher klar.

Robyn Carr hat in diesem Buch auch immer wieder kurz Ereignisse erwähnt,  die in den anderen Büchern passiert sind. Das ist ja auch meistens sehr gut, wenn die Abstände zwischen den einzelnen Büchern etwas länger ist. Ich denke, wenn jemand mit dem dritten Buch angefangen hätte, würde es keine Probleme geben. Ich erwähnte schon, dass es mir gefallen hat, diesmal so viel über harmonisches Zusammenleben zu lesen. Aber die Autorin konnte es nicht lassen und hat auch etwas Spannung eingebaut. Da verschwindet Geld aus der Kasse, der Pfarrer verhält sich merkwürdig und Tante Myrna bekommt geheimnisvollen Besuch. Nach der Kurzbeschreibung des Buches hatte ich bezüglich Jim und seiner beruflichen Vergangenheit etwas Schlimmes vermutet. Aber hier hat die Autorin auf allzu viel Dramatik verzichtet. Was ich, wie bereits erwähnt, auch nicht schlecht fand.

Die schwierigen Themen, die in den vergangenen Büchern angesprochen wurden, kamen auch jetzt wieder in der Geschichte vor. Allerdings konnte alles nach kleineren Zwischenfällen gut abgeschlossen werden. Ich denke, dass es Grace Valley auch keine weiteren Folgen mehr geben sollte. Der Abschluss wurde gemacht und in weiteren Büchern würde sicher nichts besonderes und neues mehr passieren.

Auch dieses Cover gefällt mir sehr gut und alle drei Bücher machen sich sehr gut in meinem Bücherregal.

Fazit:
Fans von Robyn Carr werden bestimmt auch dieses Buch lesen. Allen anderen rate ich mit dem ersten Buch der Trilogie zu beginnen, denn alles ausführlich zu lesen, macht wesentlich mehr Spaß.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Rezension - Sommer in Grasgrün


Autorin: Annell Ritter

Titel: Sommer in Grasgrün

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 12. September 2014

Seiten; 189

Altersempfehlung: Erwachsene


Annell Ritter ist das Pseudonym zweier Freundinnen, die zusammen kurzweilige Romane schreiben. Seit dem gemeinsamen Studium in Norddeutschland können sie über die gleichen Dinge lachen. Zwar wurden beide durch ihre Jobs räumlich weit getrennt, trotzdem sind sie stets in Kontakt geblieben. Ihre Liebe zur Literatur brachte sie bei einem ausgedehnten Abendessen auf die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Roman "Sommer in Grasgrün". Momentan arbeiten sie an der Fortsetzung, die im Frühjahr 2015 erscheinen wird. Ansonsten verbringen die Freundinnen ihre Freizeit am liebsten vor brodelnden Kochtöpfen oder draußen im Grünen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Carla erbt überraschend einen Bauernhof in Brägenbeck, einem abgelegenen Dorf in Norddeutschland. Gemeinsam mit ihrer extrovertierten Freundin Lou macht sie sich auf, die Erbschaft zu begutachten. Das Landleben mit seinen rustikalen Gepflogenheiten und schweigsamen Bewohnern ist für die gestandene Münchnerin erst einmal eine Herausforderung. Doch nach einer durchtanzten Nacht auf der Brägenbecker Scheunenparty kommen die Freundinnen zu der Einsicht, dass das Leben außerhalb der Großstadt gar nicht so übel ist. Ein streikendes Cabrio, ein attraktiver Mechaniker und ein arroganter Großbauer später fasst Carla einen weitreichenden Plan.

Meine Meinung:
Carla, eine angesehene und erfolgreiche Münchner Anwältin erbt zu ihrer großen Überraschung im Norden Deutschlands einen Bauernhof. Dieses Thema begegnete mir in der letzten Zeit öfter in verschiedenen Büchern, aber es ist sehr interessant, was sich Autoren alles dazu einfallen lassen.

Carla und ihre Freundin Lou entdecken ganz neue Seiten an sich. Lou, die in München normalerweise in gehobeneren Kreisen verkehrt, entdeckt auf einmal ihre Liebe für ein Schwein. Carla verliebt sich in einen Automechaniker und muss sich mit dem arrogantesten Großbauern des Ortes herumschlagen. Es hat mir unwahrscheinlich viel Spaß gemacht, die beiden bei allem beobachten zu können. Ich hatte das Gefühl wieder direkt vor Ort zu sein und hatte den Garten auch richtig vor Augen. Die Pasta von Emilia hätte mir sicher auch geschmeckt.

Der Schreibstil von Annell Ritter hat mir sehr gut gefallen. Die zeitlichen Sprünge fand ich ebenfalls sehr gut.  Es wurde nicht zu langweilig, weil eben nicht alles, was täglich passierte, beschrieben wurde.
Mit sehr viel Humor wurde das Verhalten von Städterinnen auf dem Dorf beschrieben und auch die Dörfler wurden dem Leser nahe gebracht.
Die Beteiligten waren alle sehr sympathisch, bis auf ein paar Ausnahmen und ich glaube, von diesen Personen werde ich bestimmt in der Fortsetzung noch etwas zu lesen bekommen.

Die Handlung war leicht und flüssig geschrieben, fast hätte es zuviel Harmonie gegeben und wäre unglaubwürdig geworden. Obwohl dies ja in Büchern ruhig vorkommen darf. Aber hier gab es eben einige Schwierigkeiten, die Carla mit Hilfe elegant aus dem Weg räumen konnte.
Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und ich musste ab und zu mal schmunzeln, besonders wenn Lebewesen beschrieben wurden, ich sage nur Pink, aber mehr verrate ich nicht.

Das Buchcover sagt mir sehr zu, es passt wunderbar zu dem Buch. Lustig finde ich auch das Bild der beiden Autorinnen, die so in Erscheinung treten, aber ihre Identität nicht verraten.

Fazit:
Ein sehr schönes Buch, das sich zu jeder Jahreszeit wunderbar lesen lässt. Ich fand es jetzt etwas kurz, aber dafür freue ich mich schon auf die Fortsetzung.

Ich möchte mich bei den Autorinnen bedanken, die mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht und zum Lesen zur Verfügung gestellt haben.

Samstag, 18. Oktober 2014

Rezension - Weibersommer


Autorin: Heike Wanner

Titel: Weibersommer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Februar 2013

Seiten: 344

Altersempfehlung: Erwachsene

zu kaufen: klick hier



Die Autorin Heike Wanner...
... wurde vor vielen Jahren in Dortmund geboren
... hat in Kempten / Allgäu BWL studiert 
... lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Wiesbaden
... schreibt seit 2008 erfolgreich heitere Frauenromane
... war mit "Weibersommer" sogar schon mal auf Platz 33 der Bestsellerliste
... hat auch noch einen "richtigen" Beruf bei einer großen deutschen Airline
... entspannt sich am liebsten bei einem Buch und einem Glas Wein vor dem Kamin
... liebt es außerdem zu reisen, zu kochen, zu backen und ein wenig Sport zu treiben
... hat die besten Ideen für neue Bücher beim wöchentlichen Hausputz
... wird von der Agentur "Scripts for Sale" / Frankfurt vertreten
... freut sich über jedes Feedback zu ihren Büchern

Diese Informationen habe ich der Homepage von Heike Wanner entnommen, wer mehr wissen möchte, kann die Seite gerne anklicken


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die drei Cousinen Lisa-Marie, Marie-Luise und Anne-Marie haben nicht viel gemeinsam − nur den Namen Marie, den sie von ihrer geliebten Großmutter bekommen haben. Doch als sie einen Bauernhof im Allgäu erben, machen sich die drei Frauen in einem alten VW-Käfer auf den Weg. Enthusiastisch tauschen sie ihre Stöckelschuhe gegen Gummistiefel und merken bald: Ein Bauernhof macht noch keine drei Freundinnen. Erst ein kleines Bündel Briefe, die von einer außergewöhnlichen Liebe erzählen, zeigt den drei Maries, wie schön so eine „Familienbande“ sein kann, und offenbart ein streng gehütetes Familiengeheimnis.

Meine Meinung:
Das war ein wunderschönes Buch, das sich auch bestens an einem Herbsttag lesen lässt.
Die drei Cousinen konnten unterschiedlicher nicht sein, Lou ist eine erfolgreiche Innenarchitektin und hat eigentlich etwas anderes im Sinn, als ihren Urlaub auf dem Lande zu verbringen und dort ausgerechnet noch den Hühnerstall zu säubern. Anne, Mutter von drei Kindern fühlt sich sehr von ihrem arbeitswütigen Mann vernachlässigt und sieht die Zeit als angenehme Abwechslung und entwickelt sich sogar zu einer perfekten Melkerin. Marie-Luise, die einzige die ihren gesamten Namen nutzt, hat als kleine Buchhändlerin jede Menge Probleme, sei es die künftige Nachbarschaft eines großen Buchhandels oder ihr Singledasein.
Es hat mir sehr viel Spaß bereitet zu lesen, wie diese drei Frauen dort klar kamen. Lou muss vor dem Hahn flüchten, der ihre tollen Stadtschuhe wohl nicht leiden konnte. Als Anne sich wie verrückt freute, dass sie melken kann, erntete sie einen verständnislosen Blick der Kuh. Aber es war nicht immer eitel Sonnenschein bei den Frauen, rumgezickt wurde auch reichlich und manche bekam einen Spiegel vors Gesicht gehalten.  Überraschend kam dann auch noch Mia, die Tochter von Anne zu Besuch und musste feststellen, dass ihre Tanten sich an dem Anblick eines jungen Mannes zu sehr erfreuen. Es gab so viele Situationen, die so humorvoll geschildert wurden und ich musste öfter schmunzeln und auch laut lachen. Ich sage nur Zahnseide, aber wer wissen will, was ich damit meine, sollte das Buch lesen, denn ich werde jetzt nichts mehr verraten.

Heike Wanner hat einen Schreibstil, der mir sehr gut gefällt und mich auch an das Buch gefesselt hat. Denn die Erlebnisse auf dem geerbten Bauernhof wurden wirklich sehr interessant und humorvoll geschildert. Als dann die Frauen  die Briefe fanden, war ich ebenfalls neugierig und gespannt, was drin stand. Das war noch ein zusätzlicher Highlight in der ganzen Geschichte. Erstaunlich, was diese Briefe alles offenbarten und auch an Gefühlen hervorrufen konnten.
Am Ende habe ich das Buch auch mit einem großen Seufzer zur Seite gelegt. Es  hat sich alles so entwickelt, wie ich es mir gewünscht hatte.

Das Buchcover hat mich eigentlich dazu verführt, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen. Auf dem Bild ist es nicht so richtig zu erkennen. Die Tasse ist ausgestanzt und das Bild befindet sich auf der ersten Seite des Buches.

Fazit:
Ich empfehle dieses Buch gerne weiter. Es lässt sich wunderbar zu jeder Jahreszeit lesen und bereitet reichlich Lesevergnügen

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Rezension - Die Honigprinzessin


Autorin: Julia Drosten

Titel: Die Honigprinzessin

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 6. Februar 2014

Seiten: 389

Altersempfehlung: Erwachsene



Das Autorenpaar Horst und Julia Drosten lebt im schönen grünen Münsterland und hatte schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht den beiden die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker, sahen einem Landschlachter über die Schulter oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Alina beim Inline-Skaten mit einem Doppelgänger von George Clooney zusammenstößt, ahnt sie nicht, dass der Unfall ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Plötzlich muss die erfolgreiche Marketingmanagerin zehn stechlustige Bienenvölker versorgen. Obendrein glaubt Sven, der gut aussehende Sohn des Unfallopfers, dass sie seinen Vater ködern will. Doch dann verliebt Sven sich in Alina und setzt alles daran, sie mit seinen Kochkünsten zu verführen. Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang beginnt, denn Alina weiß, dass es in Svens Leben noch eine geheimnisvolle Unbekannte gibt …

Meine Meinung:
Ein wunderschönes Buch, das mir in der Hauptsache viele Informationen über die fleißigen Bienen beschert hat. Als Honigliebhaberin fallen mir immer wieder Bienenhäuser auf, wenn ich zum Beispiel auf Fehmarn bin, wo ich immer den besonders leckeren Rapshonig kaufe. Auch auf Kreta, wo ich gerade war und es den leckeren Thymianhonig gibt, sind mir die Bienenkästen aufgefallen. Jetzt weiß ich aber auch, weshalb sie bunt sind. Ich fand es ungemein interessant, denn in dem Buch konnte ich ein ganzes Jahr das Leben der Bienen verfolgen und habe auch vieles über die Gefahren gelesen. Einiges habe ich schon mal gelesen und es hat mich sehr gefreut, dass Georg sich für seine Bienen eingesetzt hat.

Das Autorenehepaar Julia und Horst Drosten hat in diesem Buch ein sehr ernstes Thema aufgegriffen und damit es nicht zu "langweilig" wird mit einer Romanze verbunden. Diese Geschichte spielt sich genauso in vielen Büchern ab. Anscheinend lieben Autoren Protagonisten, die einfach nicht miteinander reden, wenn Probleme auftreten oder sie sich ihren Teil nur denken und nicht nachfrage, wie es tatsächlich verhält. Ich stecke ja sehr oft mitten drin in den Geschichten und manchmal schimpfe ich laut und möchte einige Beteiligte mal kräftig schütteln. Obwohl ich Alina ganz gut leiden konnte, war ich nicht immer mit ihren Entscheidungen einverstanden und sie machte es mir wirklich sehr schwer. Ganz böse habe ich geschimpft, als ein Geheimnis gelüftet werden sollte und immer wieder das Telefon dazwischen kam. Man sieht, ich tauche dort ein und bin so richtig dabei. Ob einer verwundert geguckt hätte, wenn er meine Aussage: Menno, nun sag es doch endlich gehört hätte? Freundlich habe ich es bestimmt nicht gesagt. Lach, aber ich werde hier ganz bestimmt nicht verraten, worum es da ging.

Mir hat der Schreibstil wieder sehr gut gefallen und da mich das Thema so sehr interessierte und ich außerdem wissen wollte, wie sich die Romanze denn nun entwickelt, habe ich das Buch sehr zügig durchgelesen. Die Beteiligten fand ich nämlich alle sehr interessant beschrieben und dabei merkte ich, dass heute wohl ganz andere Redewendungen benutzt werden, als zu meiner Zeit.
Nicht jeder der Beteiligten hat meine volle Sympathie erhalten, aber das muss es ja auch nicht. Alina hat in meinen Augen die größte und angenehmste Wandlung durchgemacht. Ich fand aber auch alle Personen mit den zugeordneten Charakteren sehr realistisch.

Ich möchte vorsichtshalber an dieser Stelle noch einmal erwähnen, damit keiner auf die Idee kommt, ne, das Buch interessiert mich wohl nicht, weil ich hier geschrieben habe, dass ich in der Hauptsache über Bienen informiert wurde, dass dieses Buch eine wunderbare Kombination ist. Die Bienen spielen schließlich eine wichtige Rolle in der Geschichte und wo kann man neben einer netten Romanze auch noch so viel wirklich interessantes und wissenswertes lesen. Ich finde es sehr gut gelungen!


Fazit:
Ich möchte dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, zum einen gibt es viel wissenswertes über Bienen und die Beteiligten haben mich auch öfter zum Schmunzeln gebracht, wenn ich nicht gerade schimpfen musste.

Rezension - Herzblut 3 - Wenn die Nacht stirbt

Autorin: Melissa Darnell

Titel: Wenn die Nacht stirbt

Genre: Fantasy

Version: eBook und broschiert

erschienen: 12. Mai 2014

Seiten: 400

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: darkiss



Die Autorin Melissa Darnell war von klein auf buchversessen. Sie hat über 70 Titel verfasst, lektoriert oder gestaltet. Frühe Texte haben ihr so unterschiedliche Preise eingebracht wie eine Harry-Potter-Gesamtausgabe und ein Pony inklusive Futter. Mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt Darnell heute in South Dakota, schaut am liebsten „True Blood“ und probiert gern neue Haarfarben aus.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Mit einem Biss hat Savannah ihre große Liebe unsterblich gemacht - und den Hass des Clanns entfesselt … der dritte Band von Melissa Darnells fantastischer Vampir-Trilogie! Es ist geschehen: Savannah und Tristan sind vereint - durch Savannahs Biss, der Tristan zum Vampir gemacht hat. Wenn sie zusammen im Mondlicht tanzen, wenn Tristan sie küsst, könnte Savannah fast vergessen, dass sie ihn zum ewigen Leben verdammt hat! Aber Liebe ist nicht das Allheilmittel: Tristans Verwandlung weckt den Hass des Clanns, zu dem er früher gehört hat. Aus dem schwelenden Konflikt zwischen dem Clann der Magier und dem Hohen Rat der Vampire wird ein Krieg, der eine uralte Macht entfesselt, stärker und böser als alles, was sie bisher kannten. Bald müssen Tristan und Savannah erfahren, dass es Verbindungen gibt, die stärker sind als Liebe - und dass nicht jeder Sieg ohne Opfer errungen werden kann.

Meine Meinung:
Savannah und Tristan kommen einfach nicht zur Ruhe. Immer wieder passiert etwas anderes und schwerwiegendes. Sie können sich nicht einfach zurück ziehen und endlich die gemeinsame Zeit miteinander geniessen.

Auch dieses Buch hat mich wieder ungemein gefesselt. Ich steckte so richtig drin im Geschehen. Ich hatte aber auch wirklich den Vorteil, dass ich alle drei Bücher ohne große Wartezeiten hintereinander lesen konnte.

Inzwischen sind mir beide Familien sehr ans Herz gewachsen und mir tat der Verlust, den beide erleiden mussten, sehr weh. Auch ich wurde richtig wütend auf gewisse Personen.

Neben dem roten Faden - Machtübernahme des Clann-Vorsitzes, wurde auch wieder über alltägliches berichtet, wie zum Beispiel das Zusammenleben auf engem Raum. Aber es kann der friedlichste nicht in Ruhe leben, wenn es immer wieder einen gibt, der mit Gewalt alles an sich reißen will. So stehen den jungen Leuten noch schwere Zeiten bevor endlich das finale Ende eingeläutet werden kann.

Bei allen drei Büchern haben mir die Buchcover sehr gut gefallen. Die Autorin hat es geschafft, ohne nachzulassen, mich in jedem Buch an die Geschichte zu fesseln.
Sehr gut hat mir gefallen, dass alles immer im Wechsel aus Sicht von Savannah und Tristan beschrieben wurde.

Fazit:
Ich kann jedem diese Trilogie empfehlen und der Vorteil ist ja jetzt, dass ohne große Wartezeit alle drei Bücher ohne lange Wartezeiten gelesen werden können.

Rezension - Herzblut 2 - Stärker als der Tod


Autorin: Melissa Darnell

Titel: Herzblut - Stärker als der Tod

Genre: Fantasy

Version: eBook und broschiert

erschienen: 10. August  2013

Seiten: 448

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: darkiss



Die Autorin Melissa Darnell war von klein auf buchversessen. Sie hat über 70 Titel verfasst, lektoriert oder gestaltet. Frühe Texte haben ihr so unterschiedliche Preise eingebracht wie eine Harry-Potter-Gesamtausgabe und ein Pony inklusive Futter. Mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt Darnell heute in South Dakota, schaut am liebsten „True Blood“ und probiert gern neue Haarfarben aus.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn du deinen Freund vor dem Tod rettest, indem du ihm das menschliche Leben nimmst - was würdest du tun? Savannah weiß, dass sie Tristan nicht lieben darf. Sie hat es dem Hohen Rat der Vampire geschworen. Es ist zu riskant. Was, wenn ihr Blutdurst erwacht? Wenn durch sie der Waffenstillstand zwischen den Vampiren und Tristans Familie, dem magischen Clann, zerstört wird? Sie sollte Tristan aus dem Weg gehen. Aber das ist unmöglich, denn jeden Tag sehen sie sich in der Jacksonville High, und wenn sich ihre Blicke kreuzen, will Savannah nur ihn … Noch während sie versucht, sich an ihren Schwur zu halten, stacheln dunkle Mächte einen Krieg zwischen ihren Welten an. Die Gefahr bringt Savannah und Tristan wieder zusammen - aber die Folgen sind unwiederbringlich!


Meine Meinung:
Puh, das geht ja gleich spannend weiter. Und immer wieder kommen diese Machtkämpfe und Intrigen zum Vorschein. Tristan und Savannah haben es wirklich nicht leicht, jeder macht ihnen Vorschriften: der Rat, die Eltern und der Clann. Die Mitschüler machen es beiden ebenfalls nicht leicht. Sie müssen sehen, wie sie die Versprechen, die sie abgeben mussten, einhalten und sich gleichzeitig gegen ungerechte oder herausfordernde Behandlungen zur Wehr setzen.
Inzwischen sind Anne und Ron sehr gute Freunde, was für alle sehr wichtig ist.

Aber es zeigt sich auch wieder, dass das Leben in dem kleinen Ort nicht leicht ist. Immer spricht sich alles schnell herum.
Auch diesmal spielt das Alltagsschulleben eine große Rolle. Die jungen Leute haben sehr viele Termine,  egal, ob es sich um Bälle - Football oder andere Partys dreht.

Mit Spannung hat dieses Buch begonnen, mit Spannung endet es. Auch diesmal könnte der Leser hier mit dem Buch abschließen, wenn er nicht so neugierig ist, wie ich es bin.

Fazit:
Auch das zweite Buch hat mich gefesselt und natürlich mache ich mit dem nächsten weiter, was ich allen Lesern ebenfalls empfehlen möchte.

Rezension - Herzblut 1 - gegen alle Regeln


Autorin: Melissa Darnell

Titel: Herzblut - Gegen alle Regeln

Genre: Fantasy

Version: eBook und broschiert

erschienen: 10. Februar 2013

Seiten: 401

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: darkiss



Die Autorin Melissa Darnell war von klein auf buchversessen. Sie hat über 70 Titel verfasst, lektoriert oder gestaltet. Frühe Texte haben ihr so unterschiedliche Preise eingebracht wie eine Harry-Potter-Gesamtausgabe und ein Pony inklusive Futter. Mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt Darnell heute in South Dakota, schaut am liebsten „True Blood“ und probiert gern neue Haarfarben aus.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn zwei Herzen in deiner Brust schlagen und du für deinen Freund zur größten Gefahr werden kannst - was würdest du tun? Als Kinder waren sie wie Seelenverwandte. Doch auf der Jacksonville High leben sie wie in zwei Welten. Denn Tristan gehört zur elitären Clann-Clique. Und es vergeht kein Schultag, an dem Savannah den Hass der anderen Clanns nicht zu spüren bekommt ? Dennoch fühlt sie sich immer noch die besondere Verbindung zu Tristan. Als plötzlich dunkle Kräfte in Savannah erwachen, offenbart ihr Vater ihr ein erschütterndes Blutsgeheimnis. Jetzt weiß sie, warum die Clanns sie ablehnen und warum sie Tristan nicht lieben darf: Sie alle haben eine magische Gabe, aber Savannah ist anders - und kann für Tristan zur tödlichen Gefahr werden! Und trotzdem siegt Savannahs Sehnsucht, als Tristan sich heimlich mit ihr treffen will...

Meine Meinung:
Wenn dies in der Rubrik Jugendbuch eingeordnet werden sollte, dann kann ich behaupten, dass ich als alte Erwachsene von diesem Buch auch gefesselt war.
Im  Grunde wird eine alt bekannte Geschichte ins Bereich der Fantasy angesiedelt. Romeo und Julia im Bereich der Magie und Vampire. Junge Leute handeln nicht den Regeln und werden aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Es gibt Familien, die das sagen haben und die auch von ihren Richtlinien nicht abweichen.
So geht es Savannah und Tristan. Als kleine Kinder durften sie zusammen spielen, was sich aber eines Tages drastisch änderte. Ganz besonders Savannah leidet darunter, als sie in der Schule von einigen Mitschülern immer wieder schlecht behandelt wird. Bis sie eines Tages das Geheimnis ihrer Familie erfährt.
Sehr spannend wird die Geschichte beschrieben. Aber neben dem Familiengeheimnis wird auch das Alltagsschulleben wunderbar geschildert und wie die Jugendlichen in dem Ort mit den Zwängen umgehen.

Das Buch ist an sich abgeschlossen und wer nicht neugierig ist, wie es weitergeht, könnte nach dem ersten Buch die Trilogie bereits beenden.
Ich freue mich dagegen, dass ich ohne große Wartezeit mit dem 2. Buch beginnen kann.

Fazit:
Ein tolles und spannendes Buch, dass ich gerne auch Erwachsenen zum Lesen empfehle.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Rezension - Der Tote und das Mädchen

Autorin: Martina Bick

Titel: Der Tote und das Mädchen

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 3. Juni 2014

Seiten: 147

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks
zu kaufen: klick hier

Die Autorin Martina Bick wurde 1956 in Bremen geboren. Sie studierte Historische Musikwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Gender Studies in Münster und Hamburg. Nach mehreren Auslandsaufenthalten lebt sie heute in Hamburg, wo sie an der Hochschule für Musik und Theater arbeitet. Martina Bick veröffentlichte zahlreiche Kriminalromane, Romane und Kurzgeschichten und war auch als Herausgeberin tätig. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2001 war sie die offizielle Krimistadtschreiberin von Flensburg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Wetten, dass es in Hamburg wieder einen Toten gibt, wenn ich nach dem Urlaub ins Büro komme?“ Marie Maas hat gerade erst einen erholsamen Kurzurlaub an der Nordsee verbracht und hätte eigentlich gern noch etwas mehr Zeit für ihren Liebhaber. Doch die Pflicht ruft, schließlich trägt man als Chefin der Hamburger Mordkommission eine gewisse Verantwortung – und natürlich wartet schon ein neuer Fall auf sie. Der Devisenmakler Horst Reimann wurde in seiner Wohnung erschossen. Hat der Mord etwas mit den illegalen Waffengeschäften des Opfers zu tun? Oder wurde er von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt? Der erste Fall für Marie Maas – eine außergewöhnliche Kommissarin stellt sich vor.

Meine Meinung:
Als Krimi- und Hamburgfan hat mich das Buchcover neugierig auf das Buch gemacht. Außerdem finde ich es auch immer interessant, wenn eine Kommissarin die Protagonistin ist. So war ich dann sehr gespannt auf dieses Buch.
Marie Maas ist wirklich eine außergewöhnliche Kommissarin. Ich war überrascht, wie viel privates von ihr in der Geschichte vorkommt und wie sie sich immer wieder davon ablenken lässt und an ihren Freund Tomkin denkt. Ist das überhaupt ein Vorname? Ich weiß es nicht und wenn nein, dann bin ich doch überrascht, dass sie ihn immer damit anspricht.
Die Geschichte an sich fand ich jetzt nicht so wahnsinnig spannend. Es war aber auch nichts besonderes und neues, das liest man doch immer wieder in den verschiedenen Büchern. das Mordopfer war eine wichtige Person, vieles über ihn wird geschützt. Der Chef von Marie nimmt lieber falsche Ermittlungsergebnisse hin, als die vermeintliche Wahrheit ans Licht zu bringen.
Und der Zufall mit dem alten Haus fand ich jetzt an den Haaren herbei gezogen.

Ich habe irgendwo gelesen, dass die Krimis in den 90er Jahren geschrieben wurden, allerdings bin ich davon ausgegangen, dass ein überarbeitetes eBook sich auch der neuen Schreibform anpasst. Besonders bei der Schreibweise von dass/daß fällt mir es immer wieder auf.

Interessant fand ich jetzt allerdings, dass das Thema  Waffengeschäft und -lieferungen an Kurden damals wie heute ein aktuelles Thema ist.

Insgesamt betrachtet konnte mich das erste Buch nicht überzeugen und ich bin mir sicher, dass ich vorläufig keine weiteren Fälle mehr lesen will.

Fazit:
Wenn ich ehrlich bin, kann ich das Buch jetzt nicht unbedingt weiter empfehlen

Rezension - Tausche Wechseljahre gegen Mann im Bett

Autorin: Natascha Schwarz

Titel: Tausche Wechseljahre gegen Mann im Bett

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 15. Februar 2013

Seiten: 176

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks
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Die Autorin Natascha Schwarz ist eine Frau in den besten Jahren, aufgewachsen in den „Neuen Bundesländern“ und seit ihrer Kindheit dem geschriebenen Wort verfallen. Ihre Träume vom Ausüben eines künstlerischen Berufes (Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin) musste sie zwar mangels Gelegenheit begraben, jedoch nutzt sie stattdessen die Möglichkeit, sich in ihren Geschichten in jedem nur erdenklichen Gewand zu erschaffen. Natascha Schwarz lebt in Süddeutschland und hat einen erwachsenen Sohn.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Nina die Frage ausspricht: „Wann hattest du eigentlich deinen letzten Mann im Bett?“, läuft es Rosa kalt den Rücken hinunter. Denn sie weiß genau, was ihre Freundin plant: Sie will sie verkuppeln. Und schon wartet beim nächsten gemeinsamen Abendessen ein Kollege von Ninas schnarchnasigem Mann. Der ist nun wirklich nicht Rosas Typ. Dann schon eher der knackige Surfer, den Rosa im Urlaub kennenlernt. Wenn er nur nicht so ein Sportfanatiker wäre. Doch manchmal ist das Leben einfach nicht berechenbar, und den Traummann erkennt man nicht immer auf den ersten Blick. Eine charmante Komödie über die Irrungen und Wirrungen der Gefühle!

Meine Meinung:
Selbst eine Frau in diesen Jahren  erwartete ich ein interessantes Buch.
Rosa, eine Frau um die 50 sucht einen Mann, dringend oder nicht? Denn eigentlich gefällt ihr das Singledasein ganz gut. Sie kann in aller Ruhe ihre Macken ausleben. Aber so ab und zu einen Mann im Bett findet sie auch nicht schlecht. Große Hoffnungen knüpft sie an ihren Urlaub in Ägypten und stellt dann fest, dass sie doch etwas blauäugig dort hingefahren ist.
Eigentlich beinhaltet diese Geschichte nichts neues. Zu oft habe ich genau über diese Themen in einer Geschichte gelesen.
Rosa geht ins Fitneßstudio, aber so recht Lust dazu hat sie nicht. Sie mag keine Radtouren, ist aber eine gute Schwimmerin.
Sie kommt mir etwas oberflächlich mit wenig Allgemeinbildung vor. Bei Uwe bildet sie sich vorschnell ein Urteil. Bei Martin geht sie nach dem Aussehen und schaut nicht dahinter.
Die Freundin Nina hat es nicht leicht mit Rosa, sie nervt aber auch, weil sie sie immer wieder verkuppeln will.
Und als es für mich endlich so richtig interessant wurde, war das Buch zu Ende.

Schade, irgendwie hatte ich mir mehr versprochen. Es mag aber auch sein, dass ich von falschen Voraussetzungen ausgegangen bin und mich durch einen Teil des Buchtitels habe verwirren lassen.

Fazit:
Ich kann jetzt nicht sagen, dass mir das Buch gar nicht gefallen hat und Fans solcher Lektüre werden bestimmt mehr Spaß daran haben.

Rezension - Der Hexenschöffe


Autorin: Petra Schier

Titel: Der Hexenschöffe

Genre: Historischer Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 1. Oktober 2014

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

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Die Autorin Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Lektorin und Autorin. Ihre erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening. Sie ist Mitglied im Syndikat, bei HOMER sowie bei DeLiA.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine wahre Geschichte aus dunkler Zeit. Anno 1636 ist ganz Deutschland vom Hexenwahn ergriffen. Schon einige Jahre zuvor traf es auch das beschauliche Rheinbach – eine Zeit, an die sich keiner gern erinnert. Und nun hat der Kurfürst den Hexencommissarius erneut in die Stadt beordert. Hermann Löher, Kaufmann und jüngster Schöffe am Rheinbacher Gericht, hat Angst um Frau und Kinder. Sein Weib Kunigunde gehört zur «versengten Art»: Angehörige ihrer Familie wurden damals dem Feuer überantwortet. Löher glaubt nicht an Hexerei und an die Schuld derer, die vor Jahren den Flammen zum Opfer fielen. Eine gefährliche Einstellung in diesen Zeiten. Als die Verhaftungswelle auch auf Freunde übergreift, schweigt der Schöffe nicht länger. Und schon bald beginnt für ihn und seine Frau ein Kampf gegen Mächte, die weit schlimmer sind als das, was man den Hexen vorwirft ...

Meine Meinung:
Oh oh, dieses Buch hat mich emotional so aufgewühlt und so sehr gepackt, dass ich es nach einigen Kapiteln nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Normalerweise mag ich Bücher über die Hexenverfolgung nicht so gerne lesen. Zum einen, weil dort beschrieben wird, was damals wirklich passierte und zum anderen, weil es sicher unter die Haut gehen würde. Aber ich kenne viele Bücher von Petra Schier und weiß, dass sie hervorragend recherchiert und dachte mir, dass sie auch dieses Thema sehr gut mit anderen Handlungen der damaligen Zeit verknüpft hat. So war es dann auch.

Hermann Löher war mit 36 Jahren der jüngste Schöffe in Rheinbach und fand sich sehr oft in einer Zwickmühle wieder. Denn wenn er gegen die schreckliche Behandlung der vermeintlichen Verdächtigen protestieren wollte, setzte er sich selber einer großen Gefahr aus. Die damaligen Hexenkommissare drehten ja alle Aussagen so, dass sie ihnen genau passten und wer dagegen war, wurde als Hexenpatron angeklagt. Ich verrate hier ja nichts neues, wenn ich erwähne, dass die Behandlungen der Verdächtigen sehr grausam waren und ich bin froh, dass ich zur damaligen Zeit nicht gelebt habe. Ich kann mir vorstellen, dass ich ebenfalls den Mund aufgemacht hätte, Schon beim Lesen war ich oft sehr wütend und habe geschimpft. Mit Herzklopfen habe ich dann auch verfolgt, wie Hermann und seine Familie mit der Gefahr umgingen.
Natürlich sind die Hexenprozesse der rote Faden in diesem Buch, aber nebenbei konnte ich sehr viel über das Leben und Traditionen der damaligen Zeit erfahren.  Der älteste Sohn der Eheleute Löher zum Beispiel bereitete alles für das Mailehen vor. Interessant, was sich daraus entwickelte und heute noch mit dem Maibaum gefeiert wird.

Dank des Epiloges wusste ich ja, dass Hermann Löher alles überlebt hatte. Er hat die Geschehnisse in einem Buch festgehalten, damit die Nachwelt erfährt, was passiert ist und daraus lernen kann. Aber ich wusste bis zum Ende nicht, ob ihm die Flucht mit der gesamten Familie gelungen ist. Petra Schier hat es wunderbar verstanden, mich bis zum Ende an das Buch zu fesseln und die Spannung zu halten.

Der Schreibstil hat mir auch wieder sehr gut gefallen und wie ich schon erwähnte, weiß ich, dass Petra Schier für ihre Bücher sehr gut recherchiert. Besonders bei diesem Thema stelle ich es mir sehr schwer vor, aus dem gesammelten Wissen für uns Leser einen guten Roman zu schreiben, der nicht einfach nur die damaligen Ereignisse aufführt, sondern uns auch die Beteiligten näher bringt. Die Familie Löher ist mir sofort ans Herz gewachsen, aber auch andere, die ich nicht so gut leiden konnte, hatten ab und zu mein Mitgefühl und bei einer Person freute ich mich dann auch, dass es für sie gut ausgegangen ist.
Zum Ende des Buches gibt es noch ein historisches Nachwort, was ich sehr gut fand und dann auch die Erklärung der Autorin, weshalb sie die Idee hatte dieses Buch zu schreiben. Tatsachen und erdachte wurden wunderbar miteinander verbunden.

Fazit:
Für schwache Nerven ist dieses Buch nicht gerade geeignet, aber wer Thriller und Krimis liest, kann sich auch an dieses Buch wagen. Der einzige Unterschied, es ist wirklich passiert. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Es bringt einem die damalige schwere Zeit sehr nahe.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Rezension - Lieschen Müller deluxe - Vom Frosch geküsst


Autorin: Alice Winter und Katja Schneidt

Titel: Lieschen Müller deluxe - Vom Frosch geküsst

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 7. Juli 2014

Seiten: 132

Altersempfehlung: Erwachsene



Alice Winter ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die Literaturwissenschaften eigentlich nur als Vorwand studiert hat, um möglichst viele Bücher lesen zu können. Dabei entdeckte sie ihre Vorliebe für Liebesromane - die allesamt nicht auf der Leseliste ihres Studienganges auftauchten. Sie schreibt lustige und romantische Bücher, bei denen immer die Liebe im Mittelpunkt steht. Alice Winter hat seit 2010 bereits acht Bücher bei großen Publikumsverlagen veröffentlicht, bevor sie das Self-Publishing für sich entdeckte. Wenn sie nicht schreibt, verbringt sie viel Zeit mit ihrer Familie und ihren Tieren, geht gerne schwimmen oder liest in der Hängematte ein Buch.

Die Autorin Katja Schneidt wurde 1970 in Hanau am Main geboren. Bereits mit Anfang Zwanzig schreibt sie für verschiedene Zeitungen (u.a. Münchner Merkur, Eltern Zeitschrift) bevor 1999 ihr Erstes Buch beim Interconnections Verlag ("Ratgeber für Aupair Gastfamilien") erscheint. Ein paar Jahre widmet sie sich zunächst ihrer privaten Arbeitsvermittlung, bevor sie schließlich 2011 einen Spiegel Bestseller schreibt. ("Gefangen in Deutschland", mvg und Bastei Lübbe Verlag). 2012 erscheint dann "Du hast keine Macht über mich" (mvg Verlag)2013 "Befreiung vom Schleier" (mvg Verlag) "Die Wollnys-die ungeschminkte Wahrheit" (Elysion Books Verlag). 2014 "Plötzlich Türkin" (Elysion Books und THG), "Alles nur kein Mann" (Elysion Books), "Die Wollnys-Jenseits von gut und böse" (Elysion Books). Katja Schneidt lebt heute mit ihren Kindern und ihrem Lebensgefährten, der ebenfalls zwei Kinder mit in die Beziehung brachte und ihren drei Hunden in der Nähe von Frankfurt am Main. In ihrer Freizeit geht sie am liebsten stundenlang mit ihren Windhunden spazieren oder unternimmt etwas mit ihrer Familie und Freunden. Darüber hinaus engagiert sie sich gegen Häusliche Gewalt und unterstützt Menschen bei ihrem Schritt in ein gewaltfreies Leben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Susa ist ein berühmtes Topmodel, lebt mit ihrem Traummann in einem luxuriösen Designerhaus und startet gerade auch als gefeierte Malerin richtig durch – aber leider nur in ihrer Fantasie. In Wirklichkeit ist sie nämlich Single, hat bei der VHS einen Malkurs belegt, mindestens zehn Kilo zu viel auf den Rippen und wohnt im Mehrparteienhaus ihrer Eltern. Und als würde das nicht schon genügen, steht ihr Geburtstag vor der Tür, der ihr neben Glückwunschkarten auch eine Einladung zum Abi-Jubiläum beschert, was sie in ein turbulentes Chaos stürzt: Susa muss mindestens zwei Kleidergrößen abnehmen. Denn: Auf der Abi-Feier wird sie nach Jahren nicht nur die ehemaligen Mitschüler wiedersehen, sondern auch Jörn, ihren ewigen Jugendschwarm und bis heute unerfüllte Liebe. Als sich Jörn tatsächlich endlich Hals über Kopf in sie verliebt, schwebt Susa auf Wolke sieben und plant ein gemeinsames Leben mit ihm. Jörn ist inzwischen ein angesehener Arzt und das Märchen vom Prinz, der auf einem Schimmel angeritten kommt und sie zu seiner Prinzessin macht, scheint endlich wahr geworden zu sein. Oder?

Meine Meinung:
Ich hatte mir etwas anderes von dem Buch versprochen, aber die Geschichte war wirklich nichts dolles - altbekannte Geschichten zu einer zusammengeschrieben. Mir kam so vieles bekannt vor. Was ja manchmal nichts schlimmes ist, denn auch daraus kann immer noch ein fesselndes Buch entstehen.

Aber hier kamen wir doch wirklich sehr viele Zweifel. Mir war bisher nur bekannt, dass Frauen ab 50 eine schriftliche Aufforderung zur Mammographie bekommen. Überhaupt, welche Frau mit 40! ist unverheiratet und steht nicht mit beiden Füßen auf dem Boden des wahren Lebens! Ich meine, Single in dem Alter kenne ich schon, aber keine davon lebt in einer Traumwelt. Susa arbeitet als Büroangestellte im Unternehmen ihres Vaters. Wo auch Flip arbeitet, der im selben Alter wie Susa ist, denn die beiden haben eine Einladung zum Abitreffen, das nach 20 Jahren stattfinden soll, bekommen. Verwundert war ich, dass auch Mela, die Schwester von Flip eine Einladung erhalten hat. Waren tatsächlich auch alle in einer Klasse?
Naja, wie so oft will die Protagonistin unbedingt abnehmen, bevor sie zum Treffen fährt. Auf wundersame Weise klappt das auch und wie so oft wird die Größe 38/40 als die Idealgröße hingestellt.
Es tut mir ja wirklich sehr leid, aber ich empfand dieses Buch wirklich nur als sehr seichte Lektüre.

Als ich das Buch im Juli erworben hatte, sah das Buchcover wie abgebildet aus und auch der Titel war wie von mir angegeben. Inzwischen wurde anscheinend beides geändert.

An diesem Buch haben zwei Autorinnen gearbeitet, ich selber konnte nicht feststellen, ob es in den verschiedenen Kapiteln Unterschiede gab und wer was geschrieben hat. Anscheinend also eine gute Zusammenarbeit.
Aber ich habe für mich festgestellt, dass mir solch seichte Lektüre nicht mehr zusagt.

Fazit:
Fans von anspruchsloser seichter Lektüre kommen hier zum Zuge. Mein Fall ist es nicht gewesen.

Rezension - Die Löwin von Mogador


Autorin: Julia Drosten

Titel: Die Löwin von Mogador

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 3. Januar 2013

Seiten: 613

Altersempfehlung: Erwachsene





Hinter dem Namen Julia Dorsten verbirgt sich das Autorenpaar Horst und Julia Drosten. Das Ehepaar lebt im schönen grünen Münsterland und hatte schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht den beiden die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker, sahen einem Landschlachter über die Schulter oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Marokko 1836: Die junge Sibylla Hopkins kommt mit ihrem Ehemann in das nordafrikanische Land, um dort das Handelsimperium ihres Vaters auszubauen. Fasziniert von der exotischen Kultur, genießt sie das lebendige Treiben auf den Basaren, die fremden Gerüche und die sirrende Hitze über der Wüste. Für Sibylla steht ausser Frage, dass das Leben hier tausendmal besser als im strengen und kalten Europa ist. Doch als ihr Mann in dunkle Geschäfte verwickelt wird und sie sich in den französischen Offizier André verliebt, muss sie beweisen, wie stark sie ist… Im Mittelpunkt der Saga stehen zwei Generationen starke Frauen und ein dunkles Familiengeheimnis.

Meine Meinung:
Das ist mal wieder ein Buch so recht nach meinem Geschmack!
Sibylla, eine Frau mit Verstand, lebt leider in einer Zeit, wo Frauen wenig zu sagen haben. Einzig durch Heirat  kann sich etwas in ihrem Leben ändern, wenn sie den richtigen Mann dazu findet. Sie lebt in einer Zeit, wo Frauen ihr Vermögen an den Ehemann verlieren, es sei denn es wird in einer Stiftung angelegt.
Sehr eindrucksvoll schildert Julia Drosten das Leben einer Frau in Marokko ab 1836. Die Protagonistin Sibylla ist mir sofort sympathisch. Sie ist offen für die Bewohner von Marokko und auch bereit, die Sprache zu erlernen. Ihr Mann dagegen ist eher versnobt und oberflächlich, seine Kleidung passt er nicht Land und Klima an. Wogegen Sibylla es durchaus zu schätzen weiß, sich leichter und lockerer zu kleiden. Natürlich haben die anderen Europäerinnen, die sich immer noch in ein Korsett zwängen, dafür kein Verständnis. Ich denke, dass ich wohl auch eher ein Typ, wie Sibylla gewesen wäre.
Sibylla hat es nicht leicht, als sich herausstellt, dass ihr Mann Ben in dunkle Geschäfte verwickelt sein soll. Sie kämpft um seine Befreiung und hat als Hilfe  André an  ihrer Seite. Der mir sehr sympathisch ist. Deshalb verstehe ich auch nicht, wie Sibylla in einer bestimmten Situation so gehandelt hat. Eigentlich war es sehr dumm, aber dadurch kam André zu einer tollen Familie.

Das Buch hat mich sehr gefesselt, weil ich die Schilderungen über das Leben sehr interessant fand. Spannend fand ich es ebenfalls. Obwohl ich als Leserin fast vermutet habe, wer sich hinter dem Einbrecher verbirgt, zumal ein bestimmter Satz fiel, der mir die Richtung wies.

Sibylla ist ihren Weg gegangen, sie hat ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglicht. Ich war zwar nicht immer mit ihrem Handeln einverstanden. Aber sie hat alles bestens bewältigt. Wie schwer es den Frauen damals gefallen sein muss, war auch an der Frau von John zu sehen, die so völlig unvorbereitet nach Marokko kam.

Das Buchcover empfinde ich wirklich sehr passend zu dem Inhalt des Buches. Der Buchtitel erklärt sich ebenfalls sehr gut im Buch, wobei ich mir eigentlich etwas anderes vorgestellt hatte.

Noch eine Bemerkung zum Preis. Normalerweise finde ich es nicht gut über einen bestimmten Betrag hinaus etwas für ein eBook zu zahlen. Aber in diesem Fall stehe ich voll dahinter und sage auch, dass das Buch es auf jeden Fall wert ist.


Fazit:
Ein Buch über eine Frau, die ihren Weg geht. Sehr fesselnd geschrieben und auch jeden Fall lesenswert!

Rezension - Paragrafen und Grafen


Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Paragrafen & Grafen

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 5. Juli 2011 - jetzt neu überarbeitet

Seiten: 227

Altersempfehlung: Erwachsene



"Schreiben ist eine Form der Kommunikation - und Kommunikation ist ein wesentlicher Teil meines Lebens", sagt die Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher. Die 1955 geborene Wienerin bezeichnet sich selbst als äußerst kommunikativen Menschen. Wenn wundert es da, dass sie nicht nur gerne heitere Romane schreibt, sondern in ihrem Buch "Genießen statt verzichten" auch ganz offen über ihren jahrelangen, aber erfolgreichen Kampf gegen Allergien und Unverträglichkeiten Auskunft gibt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als die geschiedene Anwältin Irene endlich Urlaub macht, lernt sie den Golfplatzbesitzer Theo kennen und lieben, den seine Angestellten nur ‚den Grafen’ nennen. Doch auf die beiden wartet allerlei Ungemach. Dass sich Theo plötzlich um seine deutlich jüngeren Stiefgeschwister kümmern muss, wäre noch nicht das Schlimmste. Doch eines Tages tritt seine Exfrau Katrin auf den Plan und dann meldet sich auch noch Irenes Exmann.


Meine Meinung:
Na, da tummelte sich ein sehr interessanter Personenkreis in der Geschichte.
Irene ist seit zwei Jahren von Jochen geschieden und lässt sich von ihrer Freundin Sandra und deren Freund Günther überreden auf dem Gut Urlaub zu machen, wohin sie vor Jahren mit Jochen immer zum Golfspielen gefahren ist.
Damit beginnt für mich als Leserin eine abwechslungsreiche Geschichte. Ich kann über so viele verschiedene Personen etwas erfahren und miterleben, wie jeder Einzelne mit seinen Problemen umgeht und damit vielleicht auch fertig wird. Die meisten Personen waren mir auch sehr sympathisch, bis auf Yvonne und Katrin, aber ich werde hier bestimmt nicht den Grund verraten.

Manches Verhalten konnte ich allerdings nicht nachvollziehen, warum Sandra Theo am Anfang einfach nicht mochte, denn ich fand nichts an seinem Verhalten merkwürdig. Auch die Probleme von Günther habe ich nicht unbedingt verstanden und wie es dazu kam.
Ich stecke ja immer mitten drin in einer Geschichte und hätte manches Mal auch anders gehandelt. Katrin hätte ich sofort wieder rausgeschmissen und warum will Jochen seine Ex an seiner Seite haben. Wie bereits erwähnt, tummeln sich in dieser Geschichte viele Personen mit interessanten Charakteren.

Das Buch hat mich gefesselt und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, es zu lesen. Außerdem war ich wirklich neugierig, wie sich die ganze Geschichte entwickelt.

Das Buchcover ist schlicht gehalten, aber trotzdem sagt es einiges aus. Nach dem Lesen kann man es sogar noch viel besser verstehen.

An den Schreibstil mit den österreichischen Redewendungen habe ich mich ja inzwischen gewöhnt, denn es ist nicht das erste Buch einer Autorin aus Österreich, das ich lese. Trotzdem kommen ab und zu immer noch Begriffe vor, die mir persönlich so gar nicht geläufig sind. Aber das wird mich nicht davon abhalten, weitere Bücher zu lesen und ich freue mich auch schon auf weitere Romane.

Fazit:
Ein schönes Buch, das sich hervorragend eignet, wenn man eine Lektüre für zwischendurch sucht.

Montag, 13. Oktober 2014

Rezension - Dünenglück


Autorin: Katja Schneidt und Martina Gercke

Titel: Dünenglück

Genre: Liebesroman

Version: eBook

erschienen: 24. September 2014

Seiten: 258

Altersempfehlung: Erwachsene




Die Autorin Katja Schneidt wurde 1970 in Hanau am Main geboren. Bereits mit Anfang Zwanzig schreibt sie für verschiedene Zeitungen (u.a. Münchner Merkur, Eltern Zeitschrift) bevor 1999 ihr erstes Buch beim Interconnections Verlag ("Ratgeber für Aupair Gastfamilien") erscheint. Ein paar Jahre widmet sie sich zunächst ihrer privaten Arbeitsvermittlung, bevor sie schließlich 2011 einen Spiegel Bestseller schreibt. ("Gefangen in Deutschland", mvg und Bastei Lübbe Verlag). 2012 erscheint dann "Du hast keine Macht über mich" (mvg Verlag)2013 "Befreiung vom Schleier" (mvg Verlag)und "Die Wollnys-die ungeschminkte Wahrheit" (Elysion Books Verlag). Katja Schneidt lebt heute mit ihren Kindern und ihrem Lebensgefährten, der ebenfalls zwei Kinder mit in die Beziehung brachte und ihren drei Hunden in der Nähe von Frankfurt am Main. In ihrer Freizeit geht sie am liebsten stundenlang mit ihren Windhunden spazieren oder unternimmt etwas mit ihrer Familie und Freunden. Darüber hinaus engagiert sie sich gegen Häusliche Gewalt und unterstützt Menschen bei ihrem Schritt in ein gewaltfreies Leben.


Die Autorin Martina Gercke wurde 1963 in Gelsenkirchen geboren. Nach Abschluss des Abiturs begann sie zunächst ein Studium an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe. Der Wunsch die Welt zu bereisen, überwog jedoch und so fing Frau Gercke 1985 als Flugbegleiter bei einer großen deutschen Airline an. Auf einer ihrer Reisen lernte sie 1989 ihren jetzigen Mann kennen. 1990 heiratete das Paar und zog nach Hamburg, wo die Familie bis heute lebt. 1991 wurde ihre Tochter geboren, dicht gefolgt von ihrem Sohn 1992. Frau Gercke gab die Fliegerei zunächst auf und widmete sich den Kindern. In dieser Zeit entdeckte Frau Gercke ihre Leidenschaft für das Erzählen von Geschichten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mia ist frustriert! Anstatt die Bestsellerlisten zu stürmen, verdient sie ihr Geld mit dem Schreiben von Groschenromanen und ihr Liebesleben lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Auf der Suche nach Mister Right erlebt sie einen Reinfall nach dem anderen und datet stattdessen einen Haufen Loser. Als Mia dann auch noch bei einem Familientreffen eine unbedachte Äußerung rausrutscht, welche für einige Tränen sorgt, packt sie kurz entschlossen ihren Koffer. Auf der Trauminsel Sylt in einer kleinen Pension mit dem malerischen Namen Dünenglück will Mia ihr Leben neu ordnen und endlich ihren Erfolgsroman schreiben.
Lena ist Anfang vierzig und lebt in Frankfurt. Als sie erfährt, dass ihr Mann Chris sie wegen einer anderen Frau verlässt, bricht für die Hausfrau und zweifache Mutter eine Welt zusammen. Keinen Mann und keine Aussicht auf einen Job. Wie soll es mit ihrem Leben nun weitergehen? Lenas Freundinnen schenken ihr kurzerhand einen Traumurlaub auf Sylt. Nach anfänglichen Zweifeln tritt Lena die Reise an und findet sich in der kleinen Pension Dünenglück wieder.
Die sympathische Pensionswirtin Henriette Hansen hat alle Hände voll zu tun, ihren Alltag mit Baby Jonathan und die Leitung der Pension Dünenglück zu meistern. Was als Lebenstraum gedacht war, entwickelt sich seit dem Tod ihres Manns zu einem anstrengenden Vollzeitjob für die alleinerziehende Mutter.
Als die drei unterschiedlichen Frauen im Dünenglück aufeinandertreffen, sieht es zunächst nicht so aus, als ob sich zwischen ihnen eine Freundschaft fürs Leben entwickeln würde. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse und plötzlich ist nichts mehr, wie es war …
Dünenglück ist ein Roman über einen Neuanfang und den Beginn einer großen Freundschaft. Zwei Autorinnen, eine Geschichte ...

Meine Meinung:
Hach, das war mal wieder ein Buch so richtig fürs Herz!
An sich ist alles nichts ungewöhnliches: Eine Frau wird nach 20 Jahren von ihrem Mann verlassen, eine andere Frau findet nicht den Mann fürs Leben und wie so oft nervt die Familie, besonders die Eltern. Eine dritte versucht als allein erziehende Mutter sich eine Existenz aufzubauen.
Da nimmt das Schicksal alles in die Hand und die drei treffen auf Sylt zusammen.
Mia, die mehr oder weniger erfolgreiche Autorin ist sehr zickig und Lena, die verlassene Ehefrau kommt zunächst etwas hausbacken rüber. Aber beide werden mit den Herausforderungen bestens fertig und es schweißt sie wunderbar zusammen. Nun will ich aber auch auf die Herausforderungen hinweisen: Mia, die mir ja so zickig vorkam, rettet ein Tier mit Hilfe von Lena und beide springen sofort und viel Vergnügen ein, als Henri Hilfe braucht.

Martina Gercke und Katja Schneidt ist es wieder gelungen ein tolles Buch miteinander zu schreiben. Jede hatte ihre Hauptfigur und ich hatte das Gefühl, dass jede "ihre" Figur  gut geformt hat und darin so richtig aufgehen konnte.

Was als leichte Lektüre rüberkommt, zeigt, dass es auch bei schweren Schicksalen immer wieder etwas Gutes geben kann. Auf der anderen Seite ist dies "nur" ein Buch und dort können Zufälle beeinflusst werden  und es kann sich alles zum Guten wenden. Mir hat es wunderbar gefallen und ich hoffe, es gibt eine Fortsetzung, denn mich interessiert natürlich, wie die drei Frauen auf der Insel klar kommen.

Wieder wurde auch die Insel sehr gut beschrieben, es macht mich wirklich neugierig, mal einiges kennen zu lernen.

Die Geschichte ist leicht und flüssig geschrieben und ist wunderbar geeignet, im Urlaub gelesen zu werden.

Fazit:
Dieser Liebesroman beschreibt die "Hochs" und "Tiefs" im Leben und die Autorinnen haben auf das Schicksal wunderbar Einfluss genommen. Wie ich erwähnte, ein Buch fürs Herz und deshalb empfehlenswert!

Rezension - Ich bin Single, Kalimera


Autor: Friedrich Kalpenstein 

Titel: Ich bin Single, Kalimera

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch 

erschienen: 18. Juni 2013

Seiten: 187

Altersempfehlung: Erwachsene




Der Autor Friedrich Kalpenstein wurde 1971 in Freising geboren und wohnt mittlerweile im Ampertal. 2012 veröffentlichte der Autor seine ersten Werke.  Friedrich Kalpenstein geht mit offenen Augen durchs Leben, und manchmal schaut er ganz genau hin. Denn die besten Geschichten schreibt immer noch der ganz normale Alltag.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sommer, Sonne, Strand, Meer. Wie man sich als Single in einem Familienhotel durchschlägt. Wie man die beste Liege am Pool sichert. Warum es sinnvoll ist, beim Baden im Meer Schuhe anzuziehen.
Herbert ist Spießer aus Überzeugung, Mitte dreißig, Bayer. Wie jedes Jahr reist Herbert im Urlaub in den Süden. Dieser Herausforderung stellt er sich, ausgerüstet mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen. Denn Herbert weiß aus Erfahrung, dass Urlaub auch anstrengend sein kann – erst recht dann, wenn man alleine reist. Ob Herbert seinen Urlaub auch als Single beendet? Ein Roman, auch für Männer.


Meine Meinung:
Kurz vor meinem Urlaub auf Kreta wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Schließlich würde ich auch oft genug "Kalimera" sagen.  Deshalb hatte ich mir gedacht, dieses Buch passend zum Urlaub zu lesen. 

Die Beschreibungen von Rhodos sind gut und auch passend. Die Schilderungen über den Urlaub sind köstlich und entsprechen der Wahrheit. Das alles hat mir sehr gut gefallen.

Aber der Protagonist Herbert erweckte bei mir den Eindruck eines Blödmannes, wenn ich das jetzt mal so krass beschreiben darf. Er spricht ein schlechtes Englisch, benimmt sich überheblich und ist ein Angeber.
Wie erwähnt, die geschilderten Begebenheiten sind aus dem wahren Urlaubsleben, falsches Zimmer, das Benehmen am Essensbüfett und auch im Flugzeug. Schlechte Urlaubsvorbereitung, deshalb keine Wasserschuhe dabei. Herbert muss immer die Leute ärgern und gegeneinander ausspielen.
Ne, sein Benehmen hat mir überhaupt nicht gefallen. Dabei war ich selbst im Urlaub, als ich das Buch gelesen habe und eigentlich auch völlig entspannt, aber trotzdem konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ich persönlich habe keine Lust, das nächste Buch über Herbert zu lesen. Schade, denn eigentlich wurde alles sehr gut und frech beschrieben, aber Herbert hat mir alles vermiest.

Fazit:
Es mag ja sein, dass es genügend Leser gibt, die Spaß daran haben, wie Herbert sich benimmt, der im Grunde nicht besser ist, als die beschriebenen Personen. Ich konnte mich nicht für das Buch begeistern und kann es auch nicht weiter empfehlen.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Rezension - Scheinwelt


Autor: Michael Linnemann

Titel: Scheinwelt

Genre: Thriller

Version: eBook und als Taschenbuch

erschienen: 8. Oktober  2014 als eBook
               

Cover eBook Okt. 2014



erschienen  17. Februar 2015 als Taschenbuch

Seiten: 290

Altersempfehlung: Erwachsene






Cover der neuen Ausgabe

Der Autor Michael Linnemann wurde am 09.01.1987 in Ahlen (NRW) geboren. Nach seinem Abitur in Beckum (2006) machte er den Master of Arts Germanistik/Geschichte in Göttingen (2011). Seit 2002 beschäftigt er sich mit Kriminalromanen. Vor allem interessiert ihn die Entwicklung vom frühen zum heutigen Krimi. Dieses Interesse brachte ihn zu der Idee, die klassische Tätersuche mit modernen Ermittlungsgeschichten zu verbinden

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als einer ihrer Kollegen entführt wird, nehmen die junge BKA-Beamtin Jennifer Dachs und ihr neuer Partner Arnold Schleiser sofort die Ermittlungen auf. Sie finden heraus, dass ihr Kollege als Druckmittel dienen soll; der Entführer will sie dazu zwingen, ihm eine bestimmte Information zu beschaffen. Dazu müssen die beiden einen verurteilten Mörder verhören, der jedoch nicht im Traum daran denkt, mit ihnen zu kooperieren. Um das Leben ihres Kollegen dennoch zu retten, wendet Jennifer fragwürdige Methoden an, die ihr selbst schnell das Genick brechen könnten …

Meine Meinung:
Lukas wird entführt und seine Kollegen vom BKA werden aufgefordert, einen Mörder nach seinem Komplizen zu fragen. Bei der Ermittlung passieren so viele Fehler, dass ich einen Maulwurf vermutete.
Hier hatte ich mal wieder ein Buch, dass wirklich sehr spannend geschrieben war. Ich wurde öfter auf eine falsche Spur geführt, was mich aber trotzdem nicht verwirrt hat. Der Autor gab an verschiedenen Stellen Hinweise, die mich in eine Richtung führten und aber auch Fragen ergaben. Ich konnte lesen, was jemand dachte und ich wunderte mich darüber, dass irgendwer so viel Geld zur Verfügung hatte. Namen nenne ich hier extra nicht ;)

Der Schreibstil war sehr gut und hat mich an das Buch gefesselt, das ich zügig durchlesen konnte.
Alle meine Fragen wurden am Schluss beantwortet, was ich sehr gut fand. Übrigens, ich hätte nie gedacht, dass .... ne, die Spannung nehme ich keinem.

Die Protagonistin Jennifer war mir von Anfang an sehr sympathisch, sie ist wirklich mit Haut und Haaren BKA-Beamtin. Wie immer finde ich es gut, wenn auch etwas über das Privatleben der Ermittler geschrieben wird, was hier ebenfalls nicht zu kurz kam. Allerdings empfand ich die Fragen von ihrem Freund  Mario etwas verdächtig.

Ich gehe mal davon aus, dass es eine Fortsetzung geben wird, denn die Nachricht auf dem Smartphone weist eindeutig darauf hin.

Das Buchcover findet ich sehr interessant und passend, ebenfalls den Titel des Buches.

Fazit:
Ich freue mich, dass ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde, denn dadurch bin ich mal wieder zu einem wirklich spannenden Lesevergnügen gekommen und empfehle das Buch gerne weiter.

Rezension - Yoga ist auch keine Lösung


Autorin: Elke Becker

Titel: Yoga ist auch keine Lösung

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 1. Januar 2014

Seiten: 245

Altersempfehlung: Erwachsene




Geboren wurde die Autorin im schwäbischen Ulm. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Südamerika und der Karibik zog es die Autorin wieder nach Europa. Auf Mallorca lebt sie seit 2005.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Seit drei Monaten lebt Lena mit ihrem Freund Ron in Berlin. Ihr Grafik-Studium hat sie fast hinter sich und nebenbei jobbt sie bereits in einer hippen Werbeagentur. Ihr Leben ist perfekt. Glaubt sie ... denn Lena erwischt ihren Freund Ron inflagranti - doch im Kleiderschrank versteckt sich keine langbeinige Blondine, sondern ihr Agenturchef Jörg. Fassungslos stürmt sie aus der gemeinsamen Wohnung und geistert ziellos und verzweifelt durch die Straßen Berlins. Am Bahnhof rettet sie durch einen Zufall Maureen, die ihr aus Dankbarkeit ein Angebot unterbreitet: Maureen lebt auf Mallorca und lädt Lena ein, sie zu begleiten, um den Kopf wieder freizubekommen. Als es so aussieht, als würde Lena ihr Leben auf Mallorca wieder in den Griff bekommen, knallt Marcel in ihre beschauliche Welt. Doch was kann sie schon von einem arroganten und attraktiven Schauspieler erwarten, der die Frauen reihenweise flachlegt?

Meine Meinung:
Welch eine Überraschung! Da steht im Schlafzimmerschrank  des Freundes keine Frau, sondern ein Mann! Und der ist ausgerechnet auch noch Lenas Chef!
Lena ist total fertig, sie haut ab und muss sich erst einmal beruhigen. Da hört sie den Schrei einer Frau, der gerade ihre Handtasche geklaut wird. Lena hilft ihr und damit beginnt eine ganz besondere Freundschaft. So etwas gibt es nur in Büchern und dort darf es das auch ruhig geben.
Maureen lädt Lena ein, sie nach Mallorca zu begleiten und dort in ihrem Haus zu wohnen. Was  Lena sehr gut tut. Zumal sie dort jeden Morgen Yoga macht, was ihr sehr hilft. Aber als sie sich in einen Mann verliebt, den sie eigentlich gar nicht leiden kann, wird es verzwickt.

Ich fand die Geschichte sehr flüssig geschrieben und die Autorin hat sich auch nicht gescheut Probleme anzusprechen, wie zum Beispiel das Aussetzen von Tieren und über versnobte Kunden. Sehr hilfreich finde ich die Schilderungen über Mallorca, sie dienen wunderbar für Reisetipps.

Es hat mich gefreut, dass ich eine alte Bekannte, nämlich Alex aus einem anderen Buch wieder getroffen habe, die diesmal mit ihrem kleinen Sohn eine kleine Rolle spielte.
Ansonsten wurde der ganz normale Alltag mit Familie und Aushilfsjob geschildert.
Naja, ganz so normal ist die Geschichte ja dann doch nicht. Ich erwähnte ja schon, dass es für Lena verzwickt wird, als sie sich in einen Mann verliebt, den sie eigentlich nicht leiden kann. Was ansich so leicht rüberkommt, hat doch einige ernste Hintergründe. Es zeigt, dass man nicht so vorschnell Meinungen über Personen bilden soll (was uns allen eigentlich bewußt ist) sich besser nicht in andere Angelegenheiten einmischt, oder besser ausgedrückt, sich zwar einmischen kann, aber nicht Schicksal spielen sollte. Außerdem zeigt es auch, dass man sich über ungeschriebene Regeln hinweg setzen sollte. Das schönste Beispiel war, als sich  Ron und Jörg einfach zur "Schinkenlady" an den Tisch setzten, was dort in dem Restaurant ein "No-Go" ist und dabei hat es der Lady so gut getan.
Habe ich nun einige neugierig gemacht? Tja, mehr verrate ich nicht.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, es zauberte bei mir ein Lächeln ins Gesicht und den Buchtitel versteht man so richtig nach dem Lesen des Buches. Ich kann nur sagen, er passt!

Übrigens, das Ende des Buches war genau nach meinem Geschmack!

Fazit:
Eine sehr schöne Geschichte, die sich wunderbar zwischendurch lesen lässt und doch einige ernste Hintergründe ausweist. Ich kann das Buch auch jeden Fall empfehlen.