Samstag, 31. Januar 2015

Rezension - Das Revuemädchen


Autorin: Julia Drosten

Titel: Das Revuemädchen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Januar 2014 als eBook

Seiten: 404

Altersempfehlung: Erwachsene



Das Autorenpaar Horst und Julia Drosten lebt im schönen grünen Münsterland und hatte schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht den beiden die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker, sahen einem Landschlachter über die Schulter oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
New York 1925: Amy Kennedy wächst als Kind armer irischer Einwanderer auf. Wie alle Frauen ihrer Familie arbeitet sie als Näherin im berühmten Revuepalast „National Wintergarden“. Insgeheim jedoch träumt sie von einer Karriere als Showgirl. Sie verfolgt ihr Ziel hartnäckig und ergattert mit 17 ein Engagement als Tänzerin. Kurz darauf trifft sie Jack McClary. Wie Amy kommt er von ganz unten und will den Himmel als Flieger erobern. Eine stürmische Liebesbeziehung beginnt. Doch Jack will sich nicht festlegen und ahnt nicht, dass er Amy damit eine Entscheidung aufbürdet, die ihr Leben verändert… Jahre später, als über der Welt bereits dunkle Kriegswolken aufziehen, begreifen Amy und Jack, dass sie sich erst der Vergangenheit stellen müssen, bevor sie sich für ihre Liebe entscheiden können.

Meine Meinung:
Mit der Geschichte dieses Buches fand ich mich in einem Zeitraum wieder, der noch gar nicht so lange her ist. Von 1925 bis 1945 konnte ich den Weg von Amy Kennedy, ihrer Familie und Freunde begleiten. Obwohl aus dieser Zeit vieles bekannt ist, war es doch sehr interessant zu lesen und sich an einiges zu erinnern. Damals wie heute gibt es in Amerika und Europa unterschiedliche Moralvorstellungen. Gerade Revuemädchen hatten es in Amerika nicht leicht und so ging Amy den Weg vieler, sie hat in Paris einige Jahre gelebt und gearbeitet.

Amy lernte ich kennen, als sie 15 war und ich konnte ihre Entwicklung verfolgen, was ich schon sehr interessant fand. Sie und alle anderen Beteiligten gewannen nach und nach meine Sympathien.

Das Autorenpaar hat 2009 mit diesem Buch einen guten Debütroman geschrieben. Inzwischen hat sich in meinen Augen der Schreibstil noch verbessert. Was nicht heißt, dass dieses Buch schlecht geschrieben war. Mich hat das Buch von Anfang bis Ende gefesselt. Gerade in dieser Zeit ist in der Welt  ja auch sehr viel passiert und das Leben des Revuemädchen wurde wunderbar mit den Geschehnissen verknüpft. Das Handeln und Denken der betroffenen Personen, die damals gelebt haben, wurde realistisch wieder gegeben. Das Schicksal einiger Personen hat mich in diesem Buch auch sehr berührt.

Fazit:
Ein Buch, in dem der Leser wieder der jüngeren Vergangenheit ein Stück näher kommt. Mich hat es gefesselt und ich empfehle es sehr gerne weiter.

Freitag, 30. Januar 2015

Rezension - Liebe, Luxus und Laternen


Autorin: Jutta Wiese

Titel: Liebe, Luxus & Laternen

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 16. Januar 2015

Seiten: 125

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin lebt seit Jahren mit ihrem Mann und zahlreichen ehemaligen Straßentieren in Spanien.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Einzelhändlerin Julia (34), leicht mollig, aber weitgehend fältchenfrei, führt ein beschauliches Dasein in der rheinischen Tiefebene. Umgeben von verrückter Kundschaft, einem blasenschwachen Hund, der besten Freundin sowie ihrem lustlosen Lebensgefährten, vergeht die Lebenszeit fast wie im Flug. Frei nach dem Motto: Alles passt, auch wenn es wackelt ... Doch leider nur bis zu jenem verschneiten Februartag, an dem ihr das Schicksal einen vermummten Weltstar vor die Füße wirft. Von diesem Moment an ist nichts mehr wie es war und eine temporeiche Liebesgeschichte nimmt ihren (selbstverständlich) unvermeidlichen Lauf!

Meine Meinung:
Zwischen dem Lesen von richtig dicken und guten Büchern brauche ich manchmal eine Leseabwechslung. Dann suche ich nach etwas leichtem, was auch nicht tiefgründig ist. Dabei bin ich wohl auf dieses Buch gestoßen.
Die Geschichte ist sehr vorhersehbar und auch die Zickerei der Protagonistin muss wohl sein, damit die Geschichte etwas länger dauert. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass es mir immer schwerer fällt solche Bücher zu lesen.
Trotz allem hat die Autorin sehr humorvoll beschrieben, was Julia alles sehr unwirklich vorkommt. Ihr Freund will es einfach nicht glauben, wer ihr sozusagen vor die Füsse gefallen ist. Ihre Freundin ist mehr als begeistert und mischt sich sehr gerne in Geschehen ein. Dem flotten Schreibstil ist zu verdanken, dass ich das Buch bis zum Ende gelesen habe.

Fazit:
Wer dicke Bücher nicht so gerne mag und eine leichte kurze Geschichte sucht, könnte hieran Gefallen finden.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Rezension - Mystic Wings - Schmutzige Geschäfte


Autorin: Betty Kay 

Titel: Schmutzige Geschäfte
-------Mystic Wings - Viertes Buch 

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch 

erschienen: 8. August 2012
--------------inzwischen überarbeitete Zweitausgabe 

Seiten: 168

Altersempfehlung: Erwachsene

 Betty Kay ist das Pseudonym von der Autorin Bettina Kiraly. Da ich in den anderen Rezensionen schon einiges geschrieben habe und ich mich nicht immer wiederholen möchte, stelle ich hier noch einmal den Link zu ihrer Internetseite ein, auf der es viele interessante Informationen zu lesen gibt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
In Washington wird die Frau von Senator Frank Mankuso, von Jordan Hensen „Tante Dotty“ genannt, ermordet. Angeblich hat sie ein Dealer, bei dem sie Drogen kaufen wollte, erschossen. Doch Jordan kann das von ihrer Tante nicht glauben. Mit ihrem Freund Lieutenant Charly Baxter reist sie nach Washington, um die Wahrheit herauszufinden. Dabei erfährt Charly, wer Jordan wirklich ist, und muss mit ansehen, wie sie sich von ihrer Familie unter Druck setzen lässt. Wird er sie an ihre Vergangenheit verlieren, bevor sie das Rätsel lösen können?

Meine Meinung:
Da ich gerade so schön Zeit hatte, habe ich natürlich auch das vierte und letze Buch dieser Serie gelesen. Von Anfang bis zum Ende hat es mich gefesselt und ich kann behaupten, dass ich sehr zufrieden mit der Entwicklung des ganzen Geschehens war.  Jordan hat sich in meinen Augen zum Positiven geändert. Ich war voll und ganz auf ihrer Seite und habe mit ihr gelitten, als sie ihre Eltern wieder getroffen hatte. Sie muss schon sehr stark gewesen sein, bei diesen Leuten nicht unterzugehen. Ihr Sandkastenfreund hat es zum Beispiel nicht geschafft. Aber darauf will ich nun nicht näher eingehen.
Ich fand, dass die Bücher im Laufe der Serie immer besser wurden und zu gerne hätte ich noch so ein kleines bisschen weiter gelesen, bis Weihnachten hätte es mir schon gereicht ;) Aber so sind sie, die Serienjunkies, nie sind sie so richtig zufrieden und wollen immer noch ein bisschen mehr wissen.
Auch in diesem Buch gab es wieder zwei Hauptthemen, die wunderbar miteinander verknüpft wurden. Zum einen wollten Jordan und Charly den Tod der Tante aufklären und zum anderen ging es darum, dass die beiden ihren Weg finden. Ob sie es schaffen, verrate ich hier natürlich auch nicht.

Fazit:
Wer die ersten drei Bücher gelesen hat, wird dieses ebenfalls nicht versäumen wollen. Spannung und Romanze, achja und natürlich Fantasie spielten in allen Büchern eine große Rolle.

Ich möchte mich bei Bettina Kiraly wirklich recht herzlich bedanken, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Bücher im Wust der großen Auswahl gefunden hätte.

Rezension - Mystic Wings - Tödliche Besessenheit


Autorin: Betty Kay

Titel: Tödliche Besessenheit
-------Mystic Wings - Drittes Buch

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. August 2012
--------------inzwischen überarbeitete Zweitausgabe

Seiten: 180

Altersempfehlung: Erwachsene

Betty Kay ist das Pseudonym von der Autorin Bettina Kiraly. Da ich in den anderen Rezensionen schon einiges geschrieben habe und ich mich nicht immer wiederholen möchte, stelle ich hier den Link zu ihrer Internetseite ein, auf der es viele interessante Informationen zu lesen gibt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn Suzana Leigh sich mit einem Mann verabredet, wird kurze Zeit später jemand ermordet, der verblüffend viel mit ihrem Date gemeinsam hat. Seltsamer Zufall oder gibt es hinter den Taten ein System? Suzanas bester Freund Marc McCallum ist heimlich in sie verliebt und gerät dadurch ins Visier des Ermittlerduos Jordan Hensen und Lieutenant Charly Baxter. Können sie den Fall lösen, obwohl sie selbst in Liebeswirrungen verstrickt sind?

Meine Meinung:
Und weiter geht es mit Band drei dieser Serie. Dachte ich zunächst, dass Jordan und Charly mit ihrer Freundschaft Fortschritte machen, wurde ich erst einmal enttäuscht, denn Zicke Jordan war wieder sehr aktiv. Charly hatte richtig viel zu tun, er musste sich um einen neuen Fall kümmern und auch sehen, dass er alle Unklarheiten mit Jordan regeln konnte. Wie bei den anderen Büchern hat mich dieses ebenfalls wieder gefesselt. Denn trotz allem arbeiten die beiden gut zusammen und finden die eine oder andere Spur, die zur Lösung führen könnte. Ich gestehe, dass ich ebenfalls oft einer Meinung mit den beiden war. Vor allem weil die Autorin es wunderbar verstand, uns alle auf bestimmte Fährten zu locken, die dann.... Aber am Ende hatte ich vor den beiden einen richtigen Verdacht, ja klar, ich konnte ja auch alles aus einer anderen Sicht verfolgen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Spannung von Buch zu Buch wächst und die Neugierde auf das letzte Buch dieser Serie größer wird.

Fazit:
Ich empfehle natürlich allen, die Serie genau in der richtigen Reihenfolge zu lesen und schön ist es, wenn ohne große Wartezeit alle Bücher in einem Schwung hintereinander gelesen werden können.

Ich bedanke mich recht herzlich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar.

Rezension - Mystic Wings - Blutiges Lösegeld


Autorin: Betty Kay 

Titel: Blutiges Lösegeld
-------Mystic Wings - Zweites Buch

Genre: Krimi 

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. August 2012
---------------inzwischen überarbeitete Zweitausgabe 

Seiten: 176

Altersempfehlung: Erwachsene


 Betty Kay ist das Pseudonym der Autorin Bettina Kiraly. Geboren 1979 als Bettina Slaby wuchs sie in einem kleinen Ort im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich auf und lebt hier noch immer mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern. Ihre Matura absolvierte sie im Erzbischöflichen Aufbaugymnasium, einer katholischen Privatschule. Dort entschied sie sich für Humanpsychologie als Wahlfach. Verbrechen lernte sie von der anderen Seite des Gesetzes bei der Arbeit in einem Rechtsanwaltsbüro sowie in einem Notariat kennen. Fasziniert von den dunklen Flecken auf der menschlichen Seele beschäftigen sich ihre Texte mit der Psyche der Hauptpersonen ihrer Geschichten. 2006 hat sie ihr erstes Buch fertig gestellt und danach die vierteilige Serie Mystic Wings erfunden. Inspiriert dazu hat sie die Krimireihe von J.D. Robb rund um Lieutenant Eve Dallas. Seit 1.1.2010 ist sie Mitglied der Künstlervereinigung ART Schmidatal. Im Oktober 2010 erschien ihre Kurzgeschichtensammlung "In Arbeit". Im Moment arbeitet sie an diversen neuen Projekten.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Drei Menschen werden entführt. Doch obwohl das Lösegeld übergeben wird, bleiben sie verschwunden. Lieutenant Charly Baxter bittet die Journalistin Jordan Hensen um Hilfe. Für Jordan, die selbst vor kurzer Zeit entführt wurde, wird der Fall schon bald persönlich. Sie wird gezwungen, sich ihren Problemen zu stellen. Und das liegt nicht zuletzt auch an der Tatsache, dass die beiden Streithähne Charly und Jordan mehr füreinander empfinden, als es bei einem Ermittlerduo üblich ist.

Meine Meinung:
Im zweiten Buch ging es sofort weiter mit der Geschichte um Jordan und Charly. Da Jordan sich aber immer noch schwer tut und sich auf keine Beziehung mit Charly einlassen will, kommt die Gelegenheit genau richtig. Charly bittet Jordan wieder um Mithilfe bei einer Entführung. Gleichzeitig muss sich Jordan mit ihrer Entführung und ihrer besonderen Gabe auseinandersetzen. Inzwischen "kenne" ich die Beteiligten und deren Verhalten ja schon besser. Aber es dauert, bis Jordan in diesem Buch meine Sympathie erworben hat. Sie ist halt eine sehr große Zicke.
Man merkt, ich bin wieder voll drin im Geschehen und versetze mich auch gedanklich in die beteiligten Personen. Neben der ganz langsam entwickelnden Freundschaft zwischen Jordan und Charly gilt es aber auch einen Fall zu lösen und dies ist  wieder sehr fesselnd beschrieben. Ganz gespannt war ich, wie sich der Fall entwickelt und wie am Ende die Auflösung sein wird.
In einer anderen Rezension erwähnte ich schon den Schreibstil der Autorin, der mir gefällt und es mir auch gleichzeitig ermöglicht, das Buch in einem Rutsch durch zulesen.

Fazit:
Auch dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und als Serienfan werde ich natürlich das nächste sofort lesen.

Bei Bettina Kiraly bedanke ich mich für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 27. Januar 2015

Rezension - Winterträume in Virgin River

Autorin: Robyn Carr

Titel: Winterträume in Virgin River

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Oktober 2014

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch

zu kaufen: klick hier

Als die Autorin Robyn Carr mit Ende Zwanzig ihrem Ehemann zu seinen Einsätzen als Air Force Helikopterpilot folgte, konnte sie ihren eigentlichen Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. So begann sie erst zu lesen, und dann selber zu schreiben. Inzwischen sind von der erfolgreichen Bestsellerautorin und Mutter von zwei Kindern über fünfundzwanzig Romances erschienen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Dieses Jahr hat Becca zu Weihnachten nur einen Wunsch: endlich über Denny Cutler hinwegzukommen. Vor drei Jahren verließ er sie und brach ihr das Herz. Es ist an der Zeit nach vorne zu schauen. Immerhin ist sie so gut wie verlobt. Kurzerhand beschließt sie, Denny unangekündigt in Virgin River zu besuchen, um mit ihrer Jugendliebe abzuschließen. Das kleine Dorf in den Bergen heißt sie auf zauberhafteste Art willkommen. Auf dem Platz vor der Bar steht der bunt geschmückte Weihnachtsbaum, der Duft von selbstgebackenen Keksen liegt in der Luft und Becca muss erkennen, dass sie am liebsten für immer hier bleiben würde. In dieser Gemeinschaft - und in den Armen des Mannes, den sie nie vergessen hat …

Meine Meinung:
Es gibt Serien, die sind einfach nur schön und von ihnen kann man nicht genug kriegen. So geht es mir mit den Büchern von Robyn Carr, die am Virgin River spielen.
Auch dieses Mal fühlte ich mich sofort wieder wohl in dem kleinen Ort und bei den liebenswerten Menschen dort.
Diesmal standen Becca Timm und Denny Cutler im Vordergrund. Becca kann ihren ehemaligen Freund einfach nicht vergessen und besucht ihn kurz entschlossen, um die Angelegenheit zu einem Abschluss bringen zu können. Denny kennt der Serienleser bereits aus einem anderen Buch und natürlich begegnen einem viele alte Bekannte. Schließlich spielt sich ja auch vieles in der Bar von Jack ab, wo sich immer wieder viele einfinden, die im Ort und Umgebung leben. Becca, die zu Anfang von diesem "Kaff" entsetzt war, fühlt sich sehr schnell aufgenommen. Nach ihrem kleinen Unfall braucht sie viel Hilfe und kann gleichzeitig auch ihrerseits Hilfe anbieten. Was sie dort erlebt und wie sie mit Denny und der Vergangenheit ins Reine kommt, hat Robyn Carr in ihrer bekannten Art sehr schön beschrieben. Wie jedes Mal wäre ich so gerne dabei gewesen und hätte alles miterleben können.
Mit gleichbleibender Begeisterung schwärme ich auch wieder vom Buchcover.

Fazit:
Auch das 16. Buch dieser Serie ist lesenswert und ich freue mich schon auf die nächsten Bücher, die in diesem Jahr noch erscheinen werden.

Montag, 26. Januar 2015

Rezension - Die Goldschmiedin


Autorin: Sina Beerwald

Titel: Die Goldschmiedin

Genre: Historischer Roman

Version: Taschenbuch

erschienen: 1. Dezember 2007

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne




Die Autorin Sina Beerwald, 1977 in Stuttgart geboren, studierte Wissenschaftliches Bibliothekswesen und hat sich bislang mit ihren erfolgreichen historischen Romanen einen Namen gemacht. Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, kann dies auf ihrer Seite lesen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Augsburg im Jahre 1742: Zur Krönung Kaiser Karls VII. soll der berühmte Goldschmied Drentwett binnen kürzester Frist die Hauskrone erschaffen. Doch eine heimtückische Krankheit raubt ihm sein Augenlicht. Die junge Magd Juliane ist seine einzige Rettung. Im Verborgenen lehrt er sie die Kunst des Goldschmiedens. Aber schon bald bekommt sie die Drohungen eines unbekannten Widersachers zu spüren.

Meine Meinung:
Nachdem ich mit Begeisterung das Buch Mordsmöwen von Sina Beerwald gelesen hatte, war ich neugierig auf einen historischen Roman von ihr.
Mit diesem Buch wurde ich in das Jahr 1742 nach Augsburg entführt und mir wurde Einblick in das Leben und Werken eines Goldschmiedes gewährt. Natürlich wäre das jetzt nicht so interessant, wenn es nicht eine spannendes Geschichte drumherum gegeben hätte.
Die Autorin hat sehr gut das Leben zu der damaligen Zeit beschrieben. Ich hatte das Gefühl, ebenfalls in Augsburg zu sein und kam mir als heimliche Beobachterin von Juliane vor. Allerdings kam mir manches nicht so glaubwürdig vor und die Umwandlung von Frau in Mann ist ebenfalls etwas, was in vielen Büchern immer wieder vorkommt. Aber trotzdem hat mich die Geschichte gefesselt und ich wollte unbedingt wissen, ob Juliane es schafft und der Auftrag ausgeführt werden kann. Außerdem wollte ich wissen, wer diese Briefe oder Nachrichten schreibt und wer sich hinter bestimmten Personen versteckt. Von manch einer Enthüllung war ich dann auch  sehr überrascht, aber darüber kann ich hier jetzt nicht mehr schreiben, ohne etwas zu verraten.

Fazit:
Wenn ich nun ganz ehrlich sein darf, dann hat mir Mordsmöwen wesentlich besser gefallen und ich freue mich schon auf das nächste Buch von Ahoi und seinen Kumpanen.

Freitag, 23. Januar 2015

Rezension - Unter allen Beeten ist Ruh


Autorinnen: Auerbach & Keller

Titel: Unter allen Beeten ist Ruth

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. April 2011

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List Taschenbuch
zu kaufen: klick hier

Infos zu den Autorinnen
Frau Auerbach lebt und arbeitet als freie Autorin im Rheingau. Sie schreibt Krimis, Kurzgeschichten und Drehbücher. Sie liebt einsame Inseln aller Längen- und Breitengrade, auf denen und über die sie schreibt. Ihre lebenslange Passion gilt Shakespeare und einem guten Glas Single Malt Whisky.
Frau Keller ist seit 2005 freie Schriftstellerin, nachdem sie u.a. als Köchin gearbeitet, Veranstaltungen organisiert, internationale Pressearbeit gemacht und Schauspieler betreut hat - natürlich nacheinander. Nach vielen Jahren im Ruhrgebiet ist sie zu ihren familiären Wurzeln zurückgekehrt und lebt jetzt an der Nordseeküste.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Pippa Bolle hat die Nase voll von ihrer verrückten Berliner Familien-WG und bietet ihre Dienste als Haushüterin in der beschaulichen Kleingartenkolonie auf der Insel Schreberwerder an. Das Paradies für jeden Großstädter! Bienen summen, Vögel zwitschern, das Havelwasser plätschert. Doch die Ruhe trügt: Nachbarn streiten sich um Grundstücke, ein Unternehmer träumt vom großen Coup. Und dann gibt es auch schon die erste Tote…

Meine Meinung:
Zufällig ist mir dieses Buch bei einem Bücherbummel in die Hände gefallen. Da ich gerne Krimis lese und einen Schrebergarten habe, war ich natürlich sehr neugierig und habe das Buch erworben.
Nun ist dies keine normale Schrebergartensiedlung, denn die wenigen Gärten liegen auf einer Insel mitten in der Havel. Und die Bewohner sind ebenfalls außergewöhnlich. Die unterschiedlichsten Charaktere haben sich dort zusammen gefunden, was die Sache an sich schon interessant macht.
Pippa Bolle, die Protagonistin dieses Buch wollte eigentlich in Ruhe an ihren Übersetzungen arbeiten und deshalb war  sie erfreut, als sie das Angebot bekam auf einen Schrebergarten aufzupassen und dort arbeiten zu können. Allerdings geht es dort überhaupt nicht friedlich zu, von Ruhe ist keine Rede. So steckt sie sehr schnell mitten in den Geschehnissen. Trotzdem konnte sie aber auch an die Annehmlichkeiten genießen und ich wäre trotz allem auch gerne dort bei ihr gewesen.

Drei Tote gibt es in der kurzen Zeit, in der Pippa sich dort aufhält. Und immer wenn sie denkt, sie weiß jetzt, wer einen Mord begangen hat, kommt es wieder ganz anders.
Die beiden Autorinnen haben gemeinsam einen Krimi geschrieben, den man auch nicht allzu ernst nehmen darf. Ich würde ihn eher als humorvollen Krimi bezeichnen, nun, wenn es jetzt nicht unbedingt die Toten gegeben hätte. Auf jeden Fall hatte ich zwischendurch immer wieder viel Spaß beim Lesen und gefesselt hat mich das Buch ebenfalls, denn die Spannung kam nicht zu kurz.

Die Umgebung wurde so toll beschrieben, dass ich wirklich zu gerne dort gewesen wäre oder mir das alles mal ansehen möchte, wenn ich mal wieder in Berlin bin. Auch wenn diese Insel vielleicht der Phantasie der Autorinnen entsprungen ist,  gibt es tatsächlich viele in der Havel.

Fazit:
Dies ist nach meiner Meinung ein etwas anderer Krimi, aber mir hat er gefallen und ich empfehle ihn auch gerne weiter.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Rezension - Wer Blut vergießt

Autorin: Deborah Crombie

Titel: Wer Blut vergießt

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Juli 2013

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann
zu kaufen: klick hier

Die Autorin Deborah Crombie (*1952) ist in Texas aufgewachsen und studierte dort Biologie. Nachdem sie eine Weile mit ihrem schottischen Ehemann in Großbritannien gelebt hatte, schrieb sie 1993 ihren ersten Roman um Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma James von Scotland Yard. Für weitere Romane der Reihe wurde sie u. a. mit dem "Macavity Award" ausgezeichnet. Der fünfte Band, "Das verlorene Gedicht", wurde 1997 von der "New York Times" zum besten Buch des Jahres gekürt und von den Independent Mystery Booksellers of America zu einem der besten hundert Krimis des Jahrhunderts gewählt. Die Autorin hat eine Tochter und lebt mit ihrem zweiten Ehemann im nördlichen Texas. Mehrmals im Jahr fliegt sie nach England, um für ihre Romane zu recherchieren.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein eisiger Januartag in London, eine übel zugerichtete Leiche, der Beginn einer geheimnisvollen Mordserie. London an einem eiskalten Tag im Januar: Detective Inspector Gemma James und ihre Assistentin Detective Sergeant Melody Talbot werden zu einem Tatort gerufen: Rechtsanwalt Vincent Arnott liegt tot in einem Hotelbett – nackt und mit gefesselten Händen und Füßen. Ein Sexspiel mit tödlichem Ausgang oder ein Verbrechen? Als jedoch kurz darauf ein weiterer Anwalt auf dieselbe Weise zu Tode kommt, ist klar, dass es sich um Mord handelt. Haben es Gemma und Melody mit einem Serienmörder zu tun?

Meine Meinung:
Da ich ein Serienjunkie bin, war es klar, dass ich Band 15, in dem Gemma James und Duncan Kincaid ermitteln, natürlich erwerben und lesen würde. Nach kurzer Zeit war ich wieder im Thema, denn es liegen zwischen den Erscheinungsterminen meistens ein bis zwei Jahre.
Im Laufe der Jahre habe ich die berufliche und private Situation der beiden verfolgen können und auch diesmal spielten die Kinder eine große Rolle. Hauptsächlich Charlotte, die ihre Eltern verloren hatte und von Gemma und Duncan in ihre Familie aufgenommen wurde. Charlotte ist erst drei und nachdem Gemma wieder arbeiten wollte, hat Duncan die Elternzeit in Anspruch genommen. Dies ist für die Handlung wichtig, aber mehr verrate ich auch nicht. Allerdings hat mich da etwas sehr verwirrt und ich bin mir nicht sicher, ob der Übersetzer hier etwas falsch wieder gegeben hat. Es wird immer wieder erwähnt, dass die dreijährige in einer Schule angemeldet werden soll. Es wird sich hier wohl um eine Kindertagesstätte handeln, aber dann bitte ich auch um richtige Erklärung. Dies ist zwar jetzt nicht so wichtig, aber ich möchte trotzdem in den übersetzten Büchern alles richtig haben, denn es gibt ja auch etwas über das Leben in dem Land  wieder.
Als Londonfan hat es mich sehr gefreut, dass mir so viele Örtlichkeiten bekannt vorkamen und ich verfolgen konnte, wo sich die Beteiligten aufhielten oder hinfuhren.  So hatte ich alles besser vor Augen.
Was nun die Handlung betrifft, bin ich mit dem Buch nicht so ganz zufrieden. Irgendwie fand ich das alles nicht so gut. Die Ermittlungen von Gemma und Melody waren nicht so professionell, wie ich es gewohnt war. Wie sie mit den Verdächtigen umgingen und in welcher Reihenfolge sie alles untersuchten fand ich als Leserin nicht schlüssig. Auch verstand ich manche Beweggründe nicht,warum sie wen ausfragten oder nicht fragen sollten. Leider kann ich hier nicht näher auf die Stellen eingehen.
Interessant waren die Erklärungen zum Crystal Palace und es kann sein, dass ich mir die Gegend bei meinem nächsten Londonaufenthalt mal ansehen werde. Die Rückblenden im Leben von Andy haben mich in meinem Lesefluß manchmal gestört, aber ich habe eingesehen, dass sie für die Handlung sehr wichtig waren. Wobei ich da ab und zu das Gefühl hatte, auf eine falsche Fährte geführt zu werden.

Insgesamt gesehen empfand ich also, dass dieses Buch nicht das beste dieser Serie ist. Aber von andren Autoren habe ich ebenfalls mitbekommen, dass nicht alle gleichbleibend gut sein können. Es gibt überall ein auf und ab. Damit keine Lücken im Wissen entstehen, sollte der Serienfan dieses Buch trotzdem lesen und hoffen, dass das nächste wieder besser sein wird. Und das nächste werde ich ganz bestimmt lesen, da mich der Cliffhanger am Ende fordert es geradezu heraus.

Fazit:
Ein Muss für den Serienfan. Für Neueinsteiger auf keinen Fall geeignet, da viele Zusammenhänge sich nur ergeben, wenn man weiß, was in den anderen Büchern passiert ist.

Sonntag, 18. Januar 2015

Rezension - Mystic Wings - Ein mörderisches Geschenk

Autorin: Betty Kay

Titel: Ein mörderisches Geschenk
-------Mystic Wings -  Erstes Buch

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 8. August 2012
---------------inzwischen überarbeitete Drittausgabe

Seiten: 188

Altersempfehlung: Erwachsene


Betty Kay ist das Pseudonym der Autorin Bettina Kiraly. Geboren 1979 als Bettina Slaby wuchs sie in einem kleinen Ort im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich auf und lebt hier noch immer mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern. Ihre Matura absolvierte sie im Erzbischöflichen Aufbaugymnasium, einer katholischen Privatschule. Dort entschied sie sich für Humanpsychologie als Wahlfach. Verbrechen lernte sie von der anderen Seite des Gesetzes bei der Arbeit in einem Rechtsanwaltsbüro sowie in einem Notariat kennen. Fasziniert von den dunklen Flecken auf der menschlichen Seele beschäftigen sich ihre Texte mit der Psyche der Hauptpersonen ihrer Geschichten. 2006 hat sie ihr erstes Buch fertig gestellt und danach die vierteilige Serie Mystic Wings erfunden. Inspiriert dazu hat sie die Krimireihe von J.D. Robb rund um Lieutenant Eve Dallas. Seit 1.1.2010 ist sie Mitglied der Künstlervereinigung ART Schmidatal. Im Oktober 2010 erschien ihre Kurzgeschichtensammlung "In Arbeit". Im Moment arbeitet sie an diversen neuen Projekten.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Der Journalistin Jordan Hensen fehlt es an Vertrauen. An Vertrauen zu Menschen im Allgemeinen, zu dem männlichen Geschlecht im besonderen und ganz speziell zu Polizisten. Als Jordan von einem Verrückten bedroht wird, muss sie sich dem Geheimnis stellen, das sie seit neun Jahren mit sich herumträgt. Sie kann unter gewissen Voraussetzungen die Gedanken mancher Menschen lesen. So findet sie heraus, dass sie in großer Gefahr schwebt, und bittet die Polizei um Hilfe. Lieutenant Charly Baxter soll die junge Frau beschützen, doch die macht es ihm mit ihrer Sturheit nicht leicht. Wer ist der ominöse Bedroher? Für Charly beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Meine Meinung:
Es fing gleich spannend an und bis zum Ende hat die Spannung nicht nachgelassen. Das war mal wieder ein Buch, dass mich sehr gefesselt hat und ich von nichts und niemandem abgelenkt werden wollte, weil ich unbedingt weiterlesen wollte. Am Ende musste ich mich erst einmal beruhigen ;)
Obwohl ich inzwischen wusste, dass es weitere Bücher geben wird, war es doch ungemein spannend zu lesen, als Jordan in großer Gefahr geriet.

Betty Kay hat einen Krimi geschrieben, der es wirklich in sich hatte. Am Anfang war ich mit Jordan nicht immer einer Meinung, weil sie ungerne Hilfe annehmen wollte, obwohl doch etwas gefährliches um sie herum geschah. Gut, ich sah ja ein, dass sie misstrauisch war, nicht jeder kam damit klar, dass sie eine besondere Gabe hatte. Aber  manches wäre anders verlaufen, wenn....nein, das verrate ich hier natürlich nicht. Allerdings wäre es auch nicht zu einem spannenden Höhepunkt in diesem Buch gekommen.

Durch den Schreibstil der Autorin war ich sofort gefesselt und hatte auch wieder das Gefühl vor Ort zu sein. Die Beteiligten hatten alle interessante Charaktere bekommen. Jordan mit ihrer besonderen Gabe und ihre beiden Freunde Selina und Bruce, sowie Charly Baxter und seine Kollegin Stacey Mannings waren mir alle sympathisch. Interessante Dialoge führte Jordan mit den beiden Männern, manches Mal konnte ich schmunzeln, aber ab und zu dachte ich auch, Jordan halte Dich mal etwas zurück. ;)
Gefallen hat mir am Schreibstil der Autorin auch, dass von Anfang an Tempo in der Geschichte war, es gab keine langatmigen Erklärungen oder Rückblenden, trotzdem habe ich vieles über die Beteiligten erfahren können.

Fazit:
Ein gelungener Start zu einer Serie und ich freue mich schon darauf, dass ich die drei folgenden Bücher in einem Rutsch lesen kann, sobald es meine Zeit zulässt.

Bei Betty Kay möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 17. Januar 2015

Rezension - Ein diebisches Vergnügen

Autor: Peter Mayle

Titel: Ein diebisches Vergnügen

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und gebunden

erschienen: 3. Mai 2010

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blessing
zu kaufen: klick hier

Der Autor Peter Mayle wurde 1939 in Brighton/England geboren. Er war Kellner, Busfahrer und erfolgreicher Werbetexter, bevor er 1975 seinen Job aufgab und in die Provence zog. Seine Romane "Mein Jahr in der Provence" und "Toujours Provence" wurden Millionenbestseller und lösten einen gewaltigen Besucheransturm auf die Provence aus. Auch seine beiden letzten Romane, "Ein guter Jahrgang" (Blessing, 2004) und "Ein diebisches Vergnügen" (Blessing, 2010) stürmten die Bestsellerlisten in aller Welt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Einen solch heiklen Fall hat die ebenso intelligente wie attraktive Elena Morales noch nie in ihrer Versicherung bearbeiten müssen: Als Sanitäter getarnte Diebe haben den Weinkeller eines reichen Anwalts aus Los Angeles leer geräumt und sind in einem Krankenwagen mit 600 Flaschen edelsten französischen Weines im Wert von drei Millionen Dollar entkommen. Als Komplize dabei war der Hausmeister des Anwalts, der den Dieben das Tor öffnete.
Elena will den Schaden vorerst nicht begleichen, zu obskur scheint ihr der Fall, zu schleppend laufen die polizeilichen Ermittlungen an. Glücklicherweise ist ihr Teilzeitgeliebter Sam Levitt frankophil und ein Weinkenner von hohen Gnaden. Da er zwischenzeitlich auf die schiefe Bahn geraten ist und dringend Geld braucht, kann er Elenas Angebot nicht ausschlagen: Er soll den gestohlenen Wein aufspüren. Nur im Erfolgsfall erhält er einen Lohn. Die Intuition sagt ihm: Wenn ausschließlich französischer Wein geraubt wurde, muss es sich um eine Art patriotischen Diebstahl handeln, um eine Rückführung des Weines in seine Heimat. Die Spur führt nach Marseille, und Sam nimmt sie auf seine Weise auf: lustvoll, unkonventionell und unverschämt raffiniert.

Meine Meinung:
Da ich schon die "Provence-Bücher" von Peter Mayle gelesen hatte, habe ich bei diesem Buch sofort zugegriffen, als ich es beim Stöbern auf einem Bücherbummel fand.
Ich war gespannt, was sich hinter diesem Buchtitel verbarg und war überrascht einen leichten Krimi vorzufinden.
Einem reichen Anwalt aus Los Angeles wird Wein im Wert von 3 Millionen gestohlen. Natürlich will er den Wert von seiner Versicherung bekommen. Diese will nicht zahlen, ohne Nachforschungen in Auftrag gegeben zu haben. Sam Lewitt wird beauftragt sich um die Angelegenheit zu kümmern. Die Spur führt nach Frankreich und sofort bin ich mit Sam vor Ort. Ich fand es sehr interessant, wie er die Spur aufnimmt und dabei nebenbei das besondere Essen mit dem entsprechenden Wein in Frankreich geniessen konnte.
Der bestohlene Anwalt trat als sehr unangenehmer Zeitgenosse auf und ich dachte für mich, dass ich ja selten auf Seiten der Ganoven bin, aber in diesem Fall tat er mir überhaupt nicht leid. Kurze Zeit später konnte ich dann lesen, dass Sam Lewitt und die französische Mitarbeiterin der Versicherung Sophie Costes ebenfalls so dachten. Nun war ich wirklich gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickeln würde.
Dieser Krimi war in meinen Augen nun keiner, der mir Herzklopfen verursachte und ich musste auch nicht Bibbern, weil irgend jemand in Gefahr schwebte. Aber es hat mir trotzdem Spaß gemacht das Buch zu lesen. Obwohl einiges vorhersehbar zu sein schien, gab es doch immer wieder interessante Wendungen in der Geschichte. Selten lege ich einen Krimi mit einem Grinsen im Gesicht zur Seite, wie es hier der Fall war.

Fazit:
Ich habe das Buch im Genre Krimi eingeordnet, es kann aber auch auf Reisen nach Frankreich vorbereiten, zumindest auf das Geniessen von Essen und bezahlbaren Wein. Deshalb eignet es sich auch für Leser, die keine Krimifans sind.

Freitag, 16. Januar 2015

Rezension - Shantaram

Autor: Gregory David Roberts

Titel: Shantaram

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch, gebunden und Hörbuch

erschienen: als Taschenbuch April 2010

Seiten: 1088

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann
zu kaufen: klick hier


Der Autor Gregory David Roberts wurde 1952 in Melbourne, Australien, geboren. Während seiner Studienjahre beging er mehrere bewaffnete Raubüberfälle und wurde zu einer 19-jährigen Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis verurteilt. Nach seiner spektakulären Flucht ließ sich Gregory David Roberts in Bombay nieder. Dort gründete er unter anderem seine eigene Castingagentur für Bollywood-Filmproduktionen und eine Rockband. Seine Kontakte zur lokalen Mafia führten schließlich zu seiner Festnahme in Frankfurt. Gregory David Roberts wurde nach Australien zurückgeschickt, wo er weitere sechs Jahre im Gefängnis verbrachte – zwei davon in Einzelhaft. In dieser Zeit begann er seine Arbeit an seinem ersten Roman "Shantaram", der mittlerweile zu einem weltweiten sensationellen Erfolg avanciert ist. Heute lebt Gregory David Roberts mit seiner Familie in Genf.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als der Australier Lindsay in Bombay strandet, hat er zwei Jahre Gefängnis hinter sich und ist auf der Flucht vor Interpol. Zu seinem großen Glück begegnet er dem jungen Inder Prabaker, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Auf ihren Streifzügen durch die exotische Metropole schließen die beiden eine innige Freundschaft, und Lindsay lernt nicht nur die Landessprache, sondern auch, mit sich ins Reine zu kommen: Er wird zu „Shantaram“, einem „Mann des Friedens“, und kämpft für die Ärmsten der Armen. Doch dann verfällt Lindsay einer Deutsch-Amerikanerin mit dubiosen Kontakten zur Unterwelt …

Meine Meinung:
Mir wurde das Buch von einer Bücherfreundin empfohlen, die sehr gerne Bücher über fremde Länder liest und manchmal auch dorthin reist. Auf ihre Empfehlungen kann ich mich immer verlassen und so habe ich dieses Buch erworben. Ich kannte nur den Klappentext, der Autor war mir unbekannt. Schon während ich das Buch mit stetig wachsender Begeisterung las, wollte ich natürlich noch viel mehr Informationen haben und habe jede Menge heraus gefunden. Obwohl der Autor in einem Interview, das er 2008 dem "Stern" gegeben hat, behauptet, dieses Buch wäre ein Roman und keine Autobiografie, findet der Leser doch viele Passagen, die Roberts dort erlebt hat.

Aber nun zum Buch und meine Eindrücke. Da ich wohl nie nach Indien reisen werde, habe ich durch dieses Buch unwahrscheinlich viel vom Land kennen lernen können. Der Protagonist Lindsay landet nach seiner Flucht aus dem Gefängnis in Australien in Bombay. Natürlich nicht in der Gegend der betuchten Inder, sondern ganz unten in einem Armenviertel. Zu seinem Glück lernt er den Inder Prabacker kennen, der ihm immer wieder hilft. Eine besonders tiefe Freundschaft entwickelt sich.
Genau wie Lindsay lerne ich viel über das Leben und Überleben der Ärmsten in den engen und verwinkelten Gassen. Sehr anschaulich beschreibt der Autor alles und ich habe wirklich das Gefühl dort zu sein. Leider bekommt Lindsay nicht nur Kontakt zu hilfsbereiten Indern sondern auch leider auch zu dubiosen Mitmenschen. So kommt auch eine sehr große Spannung auf.

Der Autor hat dieses sehr umfangreiche Buch sehr flüssig geschrieben. Manchmal kommt ja schon etwas Langeweile bei solchen dicken Büchern auf, aber vom Anfang bis Ende hat es mich gefesselt. Die Erlebnisse haben mich mitgerissen und leider kamen einige Schicksalsschläge darin vor, weshalb ich auch einige Tränen lassen musste.
Ich möchte hier jetzt auch nicht näher auf den Inhalt eingehen, denn das würde den Rahmen sprengen. Man möge mir einfach glauben, dass sich das Lesen dieses Buch auf jeden Fall lohnt.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, das Motiv ist typisch und in diesen Farbtönen sehr ansprechend.

Fazit:
Ich empfehle dieses Buch immer wieder gerne, denn es hat mich unwahrscheinlich begeistert. Und natürlich enthält es autobiografische Passagen, was es noch interessanter macht.

Rezension - Kirschblütentage


Autorin: Nancy Salchow

Titel: Kirschblütentage

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 27. August 2014

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur

Die Autorin Nancy Salchow wurde 1981 geboren, arbeitet von Kindesbeinen an an eigenen Romanprojekten, wagte sich allerdings erst 2011 mit ihren Werken an die Öffentlichkeit und stellte Leseproben ihrer Manuskripte auf Neobooks ein, der Autorenplattform der Verlagsgruppe Droemer Knaur. Wenn sie nicht gerade an einem Manuskript arbeitet, ist sie als Sängerin sowie Songtexterin in eigenen musikalischen Projekten aktiv.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug?

Meine Meinung: 
Ein Buch, dessen Inhalt mich als Leserin sehr berührte. Die Geschichte an sich ist nichts ungewöhnliches. Der Zusammenhalt der Familie bricht aus den verschiedensten Gründen auseinander. Ein fast normales Familienleben wird hier geschildert. Allerdings gab es einen Unterschied. Die verstorbene Großmutter hat Spuren hinterlassen. Nach dem Tod findet jeder Erinnerungsstücke, die längst schon vergessen waren und Omas Absicht, dass sich jeder an die schönen Zeiten erinnert, erfüllt sich. Trotzdem ist es nicht leicht für alle und sie haben noch einen schweren Weg vor sich.

Gefallen hat mir, dass im Wechsel  jedes Familienmitglied "zu Wort" kam. So konnte ich mich als Leserin auch besser in die Situation versetzen. Die Rückblicke in die Vergangenheit waren hilfreich, um einiges besser verstehen zu können. Wobei ich das Verhalten von Vincent in einer bestimmten Sache nicht nachvollziehen konnte. Da zeigt es sich mal wieder, dass "Reden" besser gewesen wäre.
Ich stand  jedem Familienmitglied zur Seite, denn vieles konnte ich sehr gut verstehen. Besonders die Eltern sind auf ihrem Weg irgendwann mal falsch abgebogen und mussten nun den richtigen Weg zurück finden. Einiges hat zum Nachdenken angeregt, besonders das Gefühlschaos von Jasmin.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen, es war so flüssig geschrieben, dass ich das Buch mal wieder in einem Rutsch gelesen habe. Mit viel Gefühl hat sie viele Begebenheiten geschildert. Manchmal hatte ich auch ein paar Tränen in den Augen.

Das Buchcover ist sehr ansprechend, allerdings hätte ich mir eher Kirschblüten gewünscht.

Fazit:
Mich hat das Buch sehr berührt und ich war kurze Zeit Mitglied in dieser Familie. Ich musste lächeln, zustimmend nicken und hatte ab und zu Tränen in den Augen, aber ich musste auch mal böse gucken und meine Stirn runzeln. Wer dies alles auch möchte, sollte dieses Buch ebenfalls lesen.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Rezension - Der Mann in Nachbars Garten


Autorin: Elke Becker

Titel: Der Mann in Nachbars Garten

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

Seiten: 220

erschienen: 8. Juli 2014

Altersempfehlung: Erwachsene



Geboren wurde die Autorin Elke Becker 1970 im schwäbischen Ulm. Ihre früh geweckte Abenteuerlust führte sie regelmäßig nach Süd- und Mittelamerika. Vom südamerikanischen Leben fasziniert, schmiss sie mit 30 ihren Job als Vorstandssekretärin, um in Venezuela Spanisch zu studieren. Dort begann sie auch mit dem Schreiben.Es folgte eine Ausbildung zur Drehbuchautorin. Aus ihrer Feder stammt das Drehbuch zum Kurzfilm »Maries Stimme«, der auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt wurde. Als unabhängige Autorin veröffentlichte Elke Becker sehr erfolgreich Titel wie »Yoga ist auch keine Lösung« und »Ticket ins Glück«. Unter dem Namen J. J. Bidell schrieb sie außerdem die Fantasy-Trilogie »Im Schatten des Mondlichts«. Für ihr aktuelles Buch »Der Mann in Nachbars Garten« hat sich die Autorin entschieden, mit Amazon Publishing zusammenzuarbeiten. Seit 2005 lebt und arbeitet Elke Becker auf Mallorca.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Eva lebt seit wenigen Wochen ihren Karrieretraum als Grafikerin in London. Unvermittelt stellt ihr Freund Sascha sie vor die Tatsache, dass er ihr nicht in die britische Metropole nachfolgen wird. Er lässt sie eiskalt sitzen. Enttäuscht und wütend stürzt sie sich in die Arbeit. Als ihre Eltern nach einem Autounfall ihre Hilfe benötigen, muss sie zurück in das spießige Dorf ihrer Kindertage, um sich dort um ihren griesgrämigen Vater zu kümmern. Durch die Rückkehr in ihre Heimat riskiert Eva allerdings nicht nur ihren Traumjob, sondern auch ihr Herz. Doch mit der Liebe ist es wie mit den verbotenen Früchten: die Versuchung lauert in Nachbars Garten.

Meine Meinung:
Wer kennt das nicht, da kann man noch so weit weg wohnen und beruflich erfolgreich sein, wenn die Eltern einen brauchen, kommt die Tochter sofort brav nach Hause. So erging es auch Eva, die endlich ihren Traum, in London leben und arbeiten zu dürfen, verwirklichen konnte. Der Hilferuf kam von Bruder Chris, der sich sonst immer um alles kümmert, aber auch für Frau und drei Kindern sorgen muss. So reist Eva wieder in ihr Heimatdorf zurück, wo eigentlich die Zeit stehen geblieben ist,viele Rituale, die sie als Kind schon kannte, müssen auch jetzt noch eingehalten werden.

Da ihre Mutter nach dem Autounfall viel länger im Krankenhaus bleiben muss als der Vater, muss sich Eva hauptsächlich um ihn kümmern. Das wäre ja etwas geworden, wenn ich das hätte machen müssen, ich glaube, es hätte noch öfter gekracht, so ein verwöhnter Kerl! ;) Die Autorin hat dem Vater einen, leider, sehr realistischen Charakter zugeordnet, da konnte es nur zu einem großen Knall kommen. Es hat mir allerdings  großen Spaß gemacht, zu verfolgen, wer diesen kleinen Kampf gewinnt.

Alle Beteiligten in dieser Geschichte waren mir sehr sympathisch, außer natürlich Steff. Witzig fand ich die Ideen und Vorschläge von Jonas und Leonie. Obwohl Evas Vater ja viel zu verwöhnt war, hat es mir doch auch Spaß gemacht, ihn zu beobachten.

Ich habe ja schon einige Bücher von Elke Becker gelesen und freute mich, dass ich in diesem Buch Protagonistinnen getroffen habe, von deren späteren Reisen ich schon gelesen hatte. Dieses Buch war auch ganz anders, als die mir bekannten. Habe ich in den anderen die beteiligten Personen auf wunderschönen Reisen begleiten können, war dies mehr eine Erzählung aus dem Alltagsleben.

Elke Becker hat  mit sehr viel Humor aus dem Leben älterer Ehepaare geplaudert, ebenso auch über die jüngere Generation und dies sehr gut in die Geschichte rund um die Protagonistin eingebunden.
Neben Humor gab es aber auch Szenen, die einen nachdenklich stimmen konnten und die Liebe kam ebenfalls nicht zu kurz. Mehr verrate ich dazu aber nicht, denn ich will wie immer keinem den Spaß beim Lesen nehmen.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das sich bestens eignet, wenn man etwas für Zwischendurch zu lesen sucht und trotzdem einen gewissen Anspruch an ein Buch stellt.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Rezension - Novembermord

Autor: Berndt Schulz

Titel: Novembermord

Genre: Krimi

Version: eBook Neuauflage

erschienen: als eBook 28.10.2014

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks 


Der Autor Berndt Schulz wurde 1942 in der Mark Brandenburg geboren und ist aufgewachsen in Berlin. Nach einer Elektriker- und Buchhändlerlehre studierte er Germanistik, Philosophie und Publizistik. Seit 1980 ist er freier Autor. Bisher veröffentlichte er etwa siebzig Bücher, überwiegend in den Bereichen Filmgeschichte, Kult und Ästhetik, Politik und Gesellschaft, darunter einige Biographien, die zu Bestsellern wurden. Zudem schrieb er einige Romane unter dem Pseudonym Mattias Gerwald. Er tritt regelmäßig in Fernseh-Quizsendungen und TV-Talkshows auf und schreibt Drehbücher und Drehbuchvorlagen. Berndt Schulz lebt heute mit Lebensgefährtin und Katze in Frankfurt am Main und in Nordhessen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Hauptkommissar Martin Velsmann ist ratlos: Eigentlich war er sich sicher, dass ihn nach 37 Dienstjahren nichts mehr überraschen könnte. Doch dann geschieht ein Mord, der alles in den Schatten stellt, das dem erfahrenen Polizist bisher begegnet ist. Am Stausee wird ein Meteorologe auf bestialische Weise getötet. Am Tatort finden die Ermittler eine mysteriöse Nachricht. Wird es Velsmann gelingen, die Botschaft zu entschlüsseln und den Täter zu finden, bevor er ein zweites Mal zuschlagen kann?

Meine Meinung:
Bei diesem Buch wurde ich hin und her gerissen. Grundsätzlich begleite ich die Ermittler gerne, wenn sie ermitteln und sich vielleicht Gefahren aussetzen. Ich will immer wissen, ob sie es schaffen und wer letztendlich der Täter ist. Ich finde es oft auch sehr interessant, wenn Kapitel eingefügt werden, in denen ich die Gedanken des Täters kennen lerne, ohne zu wissen, wer es denn nun wirklich ist. Das erhöht die vielleicht vorhandene Spannung oft  noch mehr. Diesmal war ich aber nicht so begeistert, denn die Beweggründe des Mörders interessierten mich schon, aber ich empfand die Ausführungen manchmal etwas zu langatmig.
Spannend fand ich, was Hauptkommissar Velsmann und seine beiden Assistenten heraus fanden, wobei ich manchmal doch an der Klugheit der beiden zweifelte.
Hin und her gerissen wurde ich also, weil es mal sehr spannend war und dann wieder langweilig. Ich bin aber eine neugierige Leserin und wollte nun wissen, wie es ausgeht. Deshalb gab ich Stellen, die ich sehr schnell überflogen habe, bis es für mich wieder interessant wurde.
Das Privatleben des Kommissars wurde auch großzügig in die Handlung eingebunden, wobei das mich jetzt auch nicht so unbedingt fesselte, denn normalerweise finde ich das schon sehr interessant.

Fazit:
Ich bereue es jetzt nicht, dieses Buch gelesen zu haben, allerdings werde ich keine Folgebücher lesen.

Dem Verlag dotbooks danke ich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Montag, 12. Januar 2015

Rezension - Die Weihnachtsverweigerin



Autorin: Gabriella Engelmann

Titel: Die Weihnachtsverweigerin

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook

erschienen: 26. November 2014

Seiten: 17

Altersempfehlung: Erwachsene




Die Autorin Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Seit ihrem Umzug nach Hamburg fühlt sie sich im Norden pudelwohl und entdeckte dort auch ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Autorendaseins von Romanen sowie Kinder - und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann veröffentlicht ebenfalls unter dem Pseudonym Rebecca Fischer.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Weihnachtsverweigerin entdeckt die schönen Seiten am Fest der Liebe. Weihnachten ist überbewertet, findet Sophia und beschließt, in diesem Jahr allein zu Hause die Wohnung zu renovieren, um auch die letzten Erinnerungen an ihren Ex-Freund Dieter zu tilgen. Doch dann kommt ihr auf dem Weg zum Baumarkt ein Glühweinstand nebst attraktivem Tannenbaumverkäufer in die Quere. Und plötzlich wird Weihnachten doch zu einem ganz schönen Fest... Für alle, die Weihnachten eigentlich lieber ausfallen lassen würden.

Meine Meinung:
Huch, was so ein, zwei oder sogar drei Becher Glühwein alles anrichten können ;) Auf jeden Fall überdenkt Sophia noch einmal ihre Einstellung zu Weihnachten. Schade, die Geschichte war schön, aber für mich zu kurz. Sie hätte gerne noch etwas mehr ausgeschmückt werden können.

Fazit:
Eine schöne Geschichte, die durchaus auch noch nach Weihnachten gelesen werden kann.

Rezension - Pizza, Pasta und Angelo: Eine himmlische Kurzgeschichte


Autorin; Patrizia Zannini

Titel: Pizza, Pasta und Angelo

Genre: Kurzgeschichte

Version: eBook

erschienen: 20. Dezember 2014

Seiten: 49

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Patrizia Zannini Holoch wurde in Stuttgart geboren. Sie lebt und arbeitet als freie Fotografin, Werbetexterin und Autorin in Stuttgart und Berlin und hat bereits mehrere Kinder- und Erstlesebücher veröffentlicht. Mit zwei ihrer Kurzgeschichten (veröffentlicht) hat sie Preise gewonnen.  Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach der Trennung von Paul steht Francesca vor den Scherben ihres Lebens - ohne Wohnung, ohne Job und völlig pleite. Da kommt der rettende Anruf aus Venedig: Francesca soll den Sommer über die kleine Trattoria Da Rita übernehmen. Aber auch in Venedig läuft nicht alles nach Plan. Als der Koch sie bereits nach wenigen Tagen sitzen lässt, bekommt sie „himmlische“ Hilfe.

Meine Meinung:
Bei dieser Kurzgeschichte habe ich mir gewünscht, etwas mehr davon lesen zu dürfen, denn so schön alles erzählt wurde, es gab durchaus Stellen, wo ich es mir etwas ausführlicher gewünscht hätte.
Trotzdem hat mir diese Kurzgeschichte sehr gut gefallen und es Spaß gemacht Francesca in Venedig begleiten zu können.

Fazit:
Wer wirklich mal wieder etwas Kurzes für Zwischendurch sucht, dem kann mit dieser Geschichte geholfen werden.

Sonntag, 11. Januar 2015

Rezension - George Clooney, Tante Renate und ich


Autorin: Fanny Wagner

Titel: George Clooney, Tante Renate und ich

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Dezember 2012

Seiten: 287

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: rororo
zu kaufen: klick hier 



Fanny Wagner ist Autorin und Illustratorin und hat unter ihrem richtigen Namen Hermien Stellmacher bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht. Die Autorin lebt mit Mr. Right und ihren beiden Katern in der Fränkischen Schweiz, in einem kleinen Ort, in dem es mehr Hühner als Menschen gibt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Mit Männern hat Eva nur Pech, dafür hat sie eine tolle WG! Doch dann steht plötzlich Tante Renate vor der Tür – ein Rohrbruch hat ihre Wohnung unter Wasser gesetzt. Kurzerhand wird die rüstige Dame im Gästezimmer einquartiert und aus der Dreiergemeinschaft ein Viererchaos. Evas Tante merkt schnell, dass ihr Gesellschaft gut tut – und dass sich im Internet massenhaft einsame Herzen tummeln. Renate traut sich: Date-Alarm. Und auch Eva überwältigen die Gefühle. Denn im Treppenhaus begegnet sie einer jüngeren Ausgabe von George Clooney...

Meine Meinung:
Oh oh, in dieser WG ging es ja sehr turbulent zu! Und ich hatte das Vergnügen alles lesen zu dürfen. Ich suchte ein Buch mit dem ich mir ein paar Stunden Lesevergnügen bereiten wollte und habe es gefunden.

Manche sogenannten Frauenromane können mich einfach nicht begeistern, weil ich oft an dem Verstand der Protagonistinnen zweifeln muss und meist auch weiß, wie sich alles entwickelt. Hier konnte ich zwar auch einiges ahnen und bei Eva setzte das Gehirn ab und zu aus, aber das war sehr lustig beschrieben. Ansonsten waren die beteiligten Damen ganz schön clever. Nun ja, wenn ich ehrlich bin, wurden einige durch die Liebe blind, aber sie fanden rechtzeitig den richtigen Weg und meist mit Hilfe anderer cleverer Damen.
Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und musste öfter mal laut lachen. Die Besenkammer war aber auch zu köstlich ;)  und ich suche nach so einer Kugel, die sich jemand gegeben hat ;)

Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und ich konnte das Buch in einer kurzen Zeit durchlesen. Und obwohl es sich jetzt so anhört, als wäre es eine oberflächliche Geschichte, regt sie auch zum Nachdenken an: über Freundschaft und Zusammenhalt und natürlich über die Stolperfallen im Leben.

Das Buchcover ist sehr ansprechend, auf jeden Fall verführt es einen, das Buch in die Hand zu nehmen und sich näher damit zu befassen.

Fazit:
Mir hat das Buch gefallen und wer etwas leichtes zum Lesen sucht, dem wird dieses Buch ebenfalls gefallen.

Rezension - Tierische Profile Brunettis 21. Fall

Autorin: Donna Leon

Titel: Tierische Profile - Commissario Brunettis 21. Fall

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch, gebunden und Hörbuch

erschienen: 28. Mai 2013

Seiten: 327

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Diogenes
zu kaufen: klick hier

Die Autorin Donna Leon, geboren 1942 in New Jersey, lebt seit 1965 im Ausland. Sie arbeitete als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London sowie als Lehrerin an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi-Arabien. 1981 zog Donna Leon nach Venedig. Die ›Brunetti‹-Romane machten sie weltberühmt, doch die Barockmusik ist ihr nicht weniger wichtig. Sie förderte zahlreiche Einspielungen, neu das Orchester ›Il Pomo d'Oro‹. Heute lebt sie in Venedig und in der Schweiz.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein toter Mann, der von niemandem vermisst wird, weder von den Venezianern noch von Touristen. Und ein teurer Lederschuh am Fuß dieser Leiche. Brunetti muss all seine Menschenkenntnis aufbieten und sein ganzes Kombinationstalent, um diesen Fall zu lösen, der ihn bis aufs Festland nach Mestre führt.

Meine Meinung:
Ich finde es immer wieder faszinierend wie Guido Brunetti an die Lösung seiner Fälle heran geht. Schwierigkeiten bereiten ihn in Venedig viele, ob es nun sein Chef Patta ist oder die Zugehörigkeit eines Zeugen/Verdächtigen zu einem mächtigen Familienclan. Auch das Ermitteln außerhalb Venedigs wird ihm nicht immer leicht gemacht. Zum Glück stehen ihm einige sehr fähige Mitarbeiter zur Verfügung und auch die etwas unfähigen versteht er sehr geschickt einzusetzen.
Seit Jahren lese ich nun die Krimis von Donna Leon und die Familie Brunetti ist mir inzwischen sehr vertraut. Ich fühle mich dort immer wie zu Hause, kenne die Geflogenheiten beim Essen und Kochen. Guido begleite ich immer bei seinen Rundgängen und kenne von Venedig nun schon einiges, ohne es je gesehen zu haben.
Diesmal soll der Mord von einem toten Unbekannten aufgeklärt werden. Bei der Ermittlung müssen der Commissario und sein Mitarbeiter Vianello sehr unangenehme Orte aufsuchen. Am besten stellt man da sein Kopfkino aus. Mich hat gefreut, dass ihre Arbeit diesmal von Erfolg gekrönt war. Denn oft genug ist es vorgekommen, dass ich mit dem Ende genauso wenig zufrieden war, wie der Commissario. Tja, gegen manche Machenschaften kommt er leider nicht immer an.

Man könnte ja vermuten, dass es mir beim Lesen so allmählich langweilig werden könnte, aber die Autorin hat diesmal ein sehr brisantes Thema angefasst und es wunderbar verstanden, eine Geschichte darum herum zu schreiben.
Außerdem habe ich die Familie Brunetti und einige Mitarbeiter des Questura lieb gewonnen und freue mich immer wieder, etwas neues über und von ihnen zu lesen.

Fazit:
Hier bin ich wirklich ein Serienjunkie und werde auch die nächsten Folgen lesen. Ein späterer Einstieg in diese Serie ist möglich, allerdings macht es mehr Spaß, wenn man die ganzen Entwicklungen mitbekommen hat.

Freitag, 9. Januar 2015

Rezension - Die rote Katze


Autor: Robert Brack schreibt als Virginia Doyle

Titel: Die rote Katze

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 7. Januar 2015

Seiten: 427

Altersempfehlung: Erwachsene



Der Autor Robert Brack, geboren 1959, lebt seit 1981 in Hamburg. Er arbeitet als Übersetzer und freier Schriftsteller. Für seine Kriminalromane wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Unter dem Pseudonym Virginia Doyle hat er mehrere historische Kriminalromane verfasst.

Kurzbeschreibung, übernommen:
1903: Aus dem verruchten Hafenviertel St. Pauli ist eine Vergnügungsmeile erster Güte geworden. Besucher aus allen Volksschichten amüsieren sich in Volkstheatern, Operettenhäusern, Varietés, riesigen Bierhallen und mondänen Cafés. Der Mord an einer Tänzerin der Revue »Die rote Katze« ist der erste Fall für den jungen Polizisten Heinrich Hansen, der nach Jahren auf See an seinen Geburtsort St. Pauli zurückkehrt. Als so genannter »Vigilant«, als verdeckter Ermittler, macht sich Hansen in den Straßen seiner alten Heimat auf die Suche nach dem Mörder.

Meine Meinung:
Kurz bevor ich die Leseprobe dieses Buches gelesen hatte, war ich in Hamburg und genau in diesem Stadtteil, in dem die Geschichte spielt. Es macht mir immer besonders viel Freude, wenn ich ein Buch lese und die Umgebung etwas kenne.
Außerdem fing das Buch mit einem spannenden Prolog an, was letztendlich den Ausschlag gab, dass ich mich um dieses Buch bemühte.
Der Protagonist  Heinrich Hansen ist ein junger Mann, der nach sechs Jahren auf See beschließt, als Polizist in seinem Geburtsort St. Pauli zu arbeiten. Er  wird Lehmann einem älteren Mitarbeiter zugeteilt, der sich um seine Ausbildung kümmern soll. Interessant sind nun diese Gegensätze, militärischer Drill und lockeres Auftreten. Jeder Kollege von Heinrich hat eine andere Auffassung zum Auftreten als Polizist und gut finde ich, dass Heinrich sich nach und nach seine eigenen Gedanken macht und nicht mehr alles so hinnimmt, wie er es sechs Jahre machen musste.
Wie ich schon erwähnte fing es mit einem spannenden Prolog an, eine Tänzerin wurde ermordet und dies sollte später auch der erste Fall werden, um den sich Heinrich Hansen mit seinen Kollegen kümmern sollte. Allerdings musste ich als Leserin erst eine Weile warten, bis es endlich soweit war. Zunächst wurde erst geschildert, was Heinrich so alles erlebt, nachdem er wieder an Land ist. Auch die Kapitel, in denen von der Jugendzeit berichtet wurde, musste ich immer zwischendurch lesen. Was meiner Meinung den Lesefluss etwas störte, denn ich wollte doch wissen, wer der Mörder ist und ob Heinrich ihn findet. Nun, irgendwann war mir klar, dass diese Ausflüge in die Vergangenheit erforderlich waren, damit ich die Zusammenhänge verstehe, aber ich wurde manchmal doch ungeduldig.
Neben der Lösung dieses Falles habe ich auch noch viel über die damalige Polizeiarbeit erfahren und über das Problem mit den örtlichen Zuständigkeiten. Grenzsteine spielten eine wichtige Rolle, aber mehr verrate ich dazu nicht.
Gegen Ende des Buches wurde es dann  endlich so richtig spannend, vor allem gab es überraschende Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Inzwischen weiß ich, dass dieses Buch das erste einer Trilogie sein soll und ich gehe davon aus, dass ich einige der "guten" und "bösen" mit Sicherheit in den anderen Büchern treffen werde.
Wobei ich mir nicht sicher bin, wie ich einige einordnen soll, habe dann aber überlegt, dass sie der damaligen Zeit entsprechend handelten und bis auf Lilo konnte ich dann auch alle verstehen.

Fazit:
Ein interessantes Buch, wenn man etwas über St.Pauli um 1903 und dem Leben zu der Zeit erfahren möchte und gleichzeitig auch etwas Spannung haben möchte.

Dienstag, 6. Januar 2015

Rezension - Das Geheimnis des Komponisten


Autorin: Bettina Kiraly

Titel: Das Geheimnis des Komponisten

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Oktober 2014

Seiten: 202

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Bettina Kiraly wurde 1979 geboren  und  wuchs in einem kleinen Ort im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich auf und lebt hier noch immer mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern. An ihrem ersten Roman hat sie mit achtzehn zu schreiben begonnen, ihn aber erst viel später fertiggestellt. Seitdem ist das Schreiben ein fixer Teil ihres Lebens. 2007 wagte Bettina Kiraly mit ihren Büchern den Schritt in die Öffentlichkeit. Seit 2010 ist sie Mitglied der Künstlervereinigung ARTSchmidatal. Immer schon suchte sie nach der Antwort auf die Frage: Warum handeln Menschen, wie sie es tun? Fasziniert von den dunklen Flecken auf der menschlichen Seele beschäftigen sich Bettina Kiralys Texte mit der Psyche der Hauptpersonen ihrer Geschichten.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Marseillaise, die tatsächlichen Gerüchte über ihren wahren Komponisten und die fiktive Geschichte eines Mannes auf der Suche nach Wahrheit.
Der Ruppersthaler Komponist Ignaz Joseph Pleyel ist der wahre Komponist der Marseillaise! Zeit seines Lebens hat Professor Christian Obermann versucht, diese Theorie zu beweisen, und nun scheint endlich die Originalpartitur der Marseillaise gefunden worden zu sein. Der Professor soll für einen mysteriösen Fremden ein Gutachten mit dem Inhalt erstellen, dass es sich bei der Handschrift um die von Ignaz Joseph Pleyel handelt. Sara Obermann teilt mit ihrem Vater nur die Liebe zur Musik. Trotzdem macht sie sich auf die Suche nach ihrem verschwundenen Vater. Kann Sara den Motiven des attraktiven Privatdetektivs trauen, der ihr seine Hilfe anbietet? Warum schweben durch das Rätsel plötzlich Menschen in Gefahr?

Meine Meinung:
Bücher bescheren einem nicht nur spannendes Lesevergnügen, nein sie vermitteln einem auch neues Wissen. So ging es mir mit diesem Buch. Professor Christian Obermann möchte seine Theorie gerne beweisen, damit alle Welt erfährt, wer der Komponist der Marseillaise ist. Deshalb lässt er sich auf eine Zusammenarbeit mit einem ihn unbekannten Mann ein. Was eigentlich als routinemäßige Arbeit für ihn anfing veränderte sich auf einmal sehr dramatisch. Es wurde richtig gefährlich, denn auf einmal geriet seine Tochter Sara in Gefahr und ich war so richtig gefesselt und konnte das Buch nicht zur Seite legen. Denn genau wie Sara wusste ich nicht mehr, wem ich trauen sollte und verfolgte die Entwicklungen mit einer gewissen Spannung.
Warum hatte ich nun anfangs erwähnt, dass mir mit diesem Buch ein Wissen vermittelt wurde? Der Protagonist dieses Buches Prof. Obermann ist Experte, was das Leben und Arbeiten des Komponisten Ignaz Joseph Pleyel betrifft. Entspringt diese Geschichte im Buch zwar der Phantasie der Autorin, aber den Komponisten gab es wirklich und er war zu seiner Zeit ein sehr berühmter Komponist.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen und da es sehr flüssig geschrieben war, konnte ich das Buch auch zügig durchlesen.

Neben der Spannung gab es aber auch Nachdenkliches, denn Vater und Tochter haben nicht immer ein gutes Verhältnis gehabt und erkennen erst spät, was sie sich noch sagen wollten. Außerdem erlebt man als Leser den Moment der schweren Entscheidung. Tja, was ich nun damit meine, kann ich leider nicht verraten, das wird aber jeder heraus finden, der das Buch aufmerksam liest.

Fazit:
Dieses spannende Buch kann ich gerne weiterempfehlen.

Montag, 5. Januar 2015

Rezension - Küssen und küssen lassen

Autorin: Janet Evanovich

Titel: Küssen und küssen lassen

Genre: Krimi

Version: eBook und Broschiert

erschienen: 22. September 2014

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Manhattan
zu kaufen: klick hier


Ein Glück, dass der Autorin Janet Evanovich (Jahrgang 1943) irgendwann die Phantasie für Sexszenen ausging. Dies beendete zwar ihre Karriere als Autorin von Liebesromanen, eröffnete aber neue Optionen: Mit der "Stephanie-Plum"-Reihe präsentiert sich Evanovich seit 1994 als Meisterin des komischen Krimis. Ihre Heldin, die tapsig-liebenswürdige Kopfgeldjägerin Plum, ist für den Job weder ausgebildet noch talentiert, was stets zu überraschenden Wendungen führt. Die Bestsellerautorin gesteht Parallelen zwischen ihr und ihrer Figur ein, so entstammen beide aufgeräumten Vororten in New Jersey und frönen dem Shoppen. Sowohl ihr Ehemann als auch die beiden erwachsenen Kinder arbeiten am Erfolg des Familienunternehmens "Evanovich, Inc." in ihrer Wahlheimat New Hampshire mit.

Kurzbeschreibung, übernommen:
In Trentons drittklassigem Krankenhaus Central Hospital geschehen merkwürdige Dinge: Patienten verschwinden spurlos aus ihren Klinikbetten. Und weil unter den Vermissten ein Kautionsflüchtling ist, ermittelt Stephanie Plum in dem rätselhaften Fall. Ihre Spurensuche führt die Kopfgeldjägerin 1. in ein Seniorenheim, dessen Bewohner um ihre Ersparnisse gebracht wurden, 2. an den FKK-Strand und 3. in ein leerstehendes Gebäude, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Mit einem Mal schwebt Stephanie selbst in Gefahr. Doch sie hat neben Ranger und Morelli einen dritten Beschützer: eine geheimnisvolle hawaiianische Schnitzfigur, die sich unverhofft als Lebensretter entpuppt …

Meine Meinung:
Auch im 19. Buch dieser Serie ist der Autorin vieles eingefallen, womit sie den süchtigen Leser weiter fesseln kann. Der Schreibstil ist ja sehr flüssig und so lassen sich die Bücher schnell und im einem Rutsch lesen.
Die Beteiligten sind alle noch dabei. Diesmal ist Großmutter  Mazur eifrig dabei und kann den einen oder anderen guten Hinweis geben. Lula begleitet Steph wieder bei den meisten Versuchen, wenn sie als "Kopfgeldjägerin" unterwegs ist. Aber diesmal braucht Ranger die Hilfe von Steph, ich glaube, wenn er geahnt hätte, wie sich alles entwickelt, wäre sie bestimmt nicht dabei gewesen. Aber so nahm das Schicksal mal wieder seinen Lauf und Steph steckte gleich in mehreren vermeintlich ausweglosen Situationen. Obwohl manches mittlerweile ja schon erahnt werden kann, gibt es doch immer wieder überraschende Wendungen in den Handlungen.
Achja und mal wieder schwankt Stephanie zwischen ihren Zuneigungen zu Morelli und Ranger. Ich habe mich ja schon längst entschieden und weiß, wen sie nehmen sollte. Da es zu diesem Thema eigentlich auch nichts neues mehr geben kann, bin ich immer noch der Meinung, dass die Autorin langsam mal zu einem Ende kommen könnte.
Schließlich hat sie noch andere tolle Serien geschrieben, die weiter geführt werden können.

Fazit:
Die Bücher dieser Serie könnte ich mit Schokolade vergleichen, wenn ich auf einmal zu viel esse, mag ich zunächst keine mehr sehen. Aber nach einer Weile könnte ich dann doch mal wieder eine probieren, um zu erfahren, ob sie immer noch so gut schmeckt.

Rezension - Küsse sich, wer kann

Autorin: Janet Evanovich

Titel: Küsse sich, wer kann

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 22. Juli 2013

Seiten: 321

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Manhattan
zu kaufen: klick hier

Die Autorin Janet Evanovich, die mit jedem ihrer Romane in den USA einen Nummer-1-Bestseller landet, stammt aus South River, New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Die Autorin wurde von der Crime Writers Association mit dem "Last Laugh Award" und dem "Silver Dagger" ausgezeichnet und erhielt bereits zweimal den Krimipreis des Verbands der unabhängigen Buchhändler in den USA.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Nachdem das Kautionsbüro von einer Rakete getroffen wurde, müssen Stephanie Plum, ihre Kollegin Lula und ihr Chef Vinnie aus einem Wohnwagen heraus ermitteln. Der steht auf einem leeren Baugrundstück. Na ja, fast leer, denn plötzlich ragt ein ziemlich menschlich aussehender Arm aus dem Morast. Weitere Leichen folgen, und aus einem Mord wird eine ganze Serie. Genau das Richtige für Steph – doch die hat alle Hände voll zu tun: Sie muss einen Pseudo-Vampir stellen, Morellis Großmutter hat ihr einen Fluch angehängt, und ihre eigene Mutter versucht, sie mit dem Ex-Footballstar der Schule zu verkuppeln, der immerhin etwas vom Kochen versteht. Doch dann tauchen bei den Toten persönliche Grußbotschaften an Stephanie auf, und da kann selbst einer erfahrenen Kopfgeldjägerin der Appetit vergehen …

Meine Meinung:
Dieses Buch ist nun das 17. aus der Stephanie-Plum-Serie und man sollte meinen, dass der Autorin so langsam die Ideen ausgehen. Aber sie schafft es immer wieder, dass Steph und Lula auf besonders merkwürdige "NVGler" treffen, die sich mit den verrücktesten Ideen vors Gericht drücken wollen. Aber es sind diesmal nicht nur diese skurrilen Typen, die den beiden Frauen immer wieder entwischen, es tauchen reichlich Leichen auf und nachdem einige auch noch einen Gruß an Steph bereit halten, bekommt es Steph dann doch mit der Angst zu tun.
In ihrer Familie hat sich nichts geändert. Die Mutter kocht immer noch lecker, der Vater will am liebsten nichts mitkriegen, was um ihn herum passiert und Großmutter Mazur ist immer noch so liebenswert verrückt wie am Anfang.
So gerne ich die Bücher ja lese, eigentlich kann man sagen, dass ich regelrecht süchtig bin, finde ich jetzt doch, dass es so ganz langsam mal zu Ende gehen könnte.
Rex der Hamster lebt nun schon so lange, dass ich ihn für einen Wunderhamster halte. Das ewige hin und her zwischen den beiden Männern, die sich Steph verbunden fühlen, wird langsam auch langweilig. Aber ich habe schon gesehen, dass es noch einige Bücher gibt, die diesem folgen und ich kann nicht anders, ich "muss" sie lesen.

Fazit:
Diese Serie macht süchtig. Aber es ist auch kein Problem mittendrin einzusteigen, denn in jedem Buch wird kurz erklärt, wer wer ist und auf die Besonderheiten der Familie hingewiesen. Ich werde jetzt dann doch zum nächsten Buch greifen.

Samstag, 3. Januar 2015

Rezension - Jägermond 3 - Die Tochter des Sphinx

Autorin: Andrea Schacht

Titel: Jägermond 3 - Die Tochter des Sphinx

Genre: Fantasie

Version: eBook und broschiert

erschienen: 22. September 2014

Seiten: 417

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: penhaligon
zu kaufen: klick hier

Die Autorin Andrea Schacht war lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin und Unternehmensberaterin tätig, hat dann jedoch ihren seit Jugendtagen gehegten Traum verwirklicht, Schriftstellerin zu werden. Ihre historischen Romane um die scharfzüngige Kölner Begine Almut Bossart gewannen auf Anhieb die Herzen von Lesern und Buchhändlern. Mit »Die elfte Jungfrau« kletterte Andrea Schacht erstmals auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, die sie seither mit schöner Regelmäßigkeit immer neu erobert. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen in der Nähe von Bonn.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Feli gelingt es, aus einem verunglückten Auto nicht nur die Fahrerin zu retten, sondern auch ihre weiße siamesische Katze. Feli erkennt deren Ohrring, der sie als Bewohnerin des magischen Katzenreichs Trefélin ausweist. Der letzten Bitte der weißen Siamesin folgend, bringt Feli sie zurück in ihre Heimat. Dort erfährt die junge Frau Schreckliches. Irgendjemand ermordet in der Welt der Menschen Katzen. Gemeinsam mit ihren Freunden beschließt Feli, die Schuldigen aufzuspüren. Sie ahnen nicht, wie skrupellos ihr Gegner ist – bis auf sie geschossen wird.

Meine Meinung:
Mit diesem Buch wird eine spannende Trilogie abgeschlossen und ich sitze hier, bin immer noch in Trefélin und suche nach den richtigen Worten, mit denen ich diesem tollen Buch gerecht werden kann.
Alle vier Bücher haben mich so fasziniert und regelrecht gefesselt. Wäre letzte Nacht die Müdigkeit nicht stärker geworden, dann hätte ich das Buch ohne Unterbrechung durchgelesen.
Nun verwirre ich anscheinend einige, ich schreibe von Trilogie und erwähne, dass ich vier Bücher gelesen habe. Es ist ganz einfach,es beginnt mit einem Buch, welches ich als Vorgeschichte beschreiben könnte:

Der Ring der Jägerin
Danach folgen
Jägermond 1 Im Reich der Katzenkönigin
Jägermond 2 Im Auftrag der Katzenkönigin
Jägermond 3 Die Tochter des Sphinx

Die Bücher sollten nach meiner Meinung unbedingt in dieser Reihenfolge gelesen werden.

Aber nun möchte ich endlich über dieses Buch schreiben, was mich wirklich wieder sehr gefesselt hat. Ich war sofort wieder im Thema drin und habe Feli und ihre Freunde begleitet. Es fing ja auch gleich sehr dramatisch an. Eine Frau und ihre Katze verunglücken in einem Auto, wobei dies die Protagonistinnen des erst genannten Buches sind. Feli kannte sie allerdings nicht und war rein zufällig zur Stelle. Um die Katze zurück in das Katzenreich zu bringen musste Feli sich wieder eine Ausrede einfallen lassen, denn ihre Tante wollte einfach nicht glauben, dass es dieses Reich gibt. Im Laufe der Geschichte sollte sich dies allerdings ändern. Sofort steckte Feli wieder in einem großen Abenteuer, denn es lauerten immer noch die alt bekannten Gefahren und es kam sogar eine neue hinzu.
Wie Feli dies alles meistert, hat Andrea Schacht wieder in ihrer gewohnt fesselnden Schreibweise geschildert. Wie erwähnt war ich sofort wieder mittendrin im Geschehen und da mir alle Bewohner von Trefélin ans Herz gewachsen sind, habe ich auch mit klopfendem Herzen gelesen, was dort alles passiert. Aber ich hatte nicht nur Aufregung, Che-Nupet, diese ganz außergewöhnliche Katze hat mich öfter zum Lachen gebracht. Der kleine Kater Nupsi, der einige Herzen im Sturm eroberte, bekam auch meine Sympathie. Andrea Schacht hat ihm einen so herrlichen Charakter zugeordnet und ihn so wunderbar beschrieben, dass ich meine wahre Freude an ihm hatte.
Meine Freunde mussten wieder einige Abenteuer in Trefélin bestehen, was sie bestens bewältigt haben. Aber es gab auch Momente, die nachdenklich machten und andere, die mich zu Tränen rührten. Obwohl ich ja viele Beteiligte schon kannte, habe ich viel Neues über sie und von ihnen erfahren.
Am Ende des Buches ging es mir wie Feli und den jungen Männern. Zu gerne wäre ich noch einmal durch die Dolmen gegangen und hätte nachgesehen, wie es allen geht. Werden sie und ich noch einmal etwas von den Bewohnern hören? Ich fände es ganz toll, wenn es irgendwann mal ein weiteres Buch gibt, in dem ich meine Freunde wieder treffe.

Das Buchcover ist wieder wunderbar geworden, wie alle Buchcover dieser Serie. Im Bücheregal sehen sie wunderbar und edel aus. Ich freue mich richtig, dass ich diese Bücher in gedruckter Form habe und in mein Regal stellen kann.

Fazit:
Spannung, Gefühle und Fantasie hat Andrea Schacht wieder wunderbar vereint. Ich kann dieses Buch, wie alle anderen von ihr wirklich sehr empfehlen.

Freitag, 2. Januar 2015

Rezension - Das Vermächtnis von Granada

Autorin: Ulrike Schweikert

Titel: Das Vermächtnis von Granada

Genre: Historisch

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 20. Oktober 2014

Seiten: 513

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet
zu kaufen: klick hier

Die Autorin Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt »Die Tochter des Salzsieders« ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. Ihr Markenzeichen: faszinierende, lebensnahe Heldinnen. Nach ihren beiden großen historischen Jugendromanen »Das Jahr der Verschwörer« und »Die Maske der Verräter« hat die vielseitige Autorin inzwischen ihre erste Fantasy-Saga für Jugendliche verfasst, die auf Anhieb ein Erfolg wurde: »Die Erben der Nacht«. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Auf den Spuren einer jungen Hofdame, die im 15. Jahrhundert an der Seite von Isabel von Kastilien lebte, ist die deutsche Journalistin Isaura mit ihrem Freund Marco auf Recherchereise unterwegs. Die historischen Orte üben eine seltsame Wirkung auf Isaura aus: Immer wieder sieht sie fremdartig gekleidete Gestalten und beobachtet merkwürdige Geschehnisse, die nicht in ihre Zeit zu passen scheinen. Als Isaura und Marco einen jahrhundertealten Palast in Córdoba besichtigen, kommt es zu einem Unfall – Isaura stürzt und verliert das Bewusstsein. Als sie wieder erwacht, scheint sie in einer anderen Welt zu sein ...

Meine Meinung:
Nachdem ich mit Begeisterung das Buch "Das kastilische Erbe" gelesen hatte, freute ich mich auf dieses. Da ich nun mal eine sehr neugierige Leserin bin, möchte ich meist am Ende eines Buches wissen, wie es weitergeht. Weniger Neugierige mögen mit der Geschichte am Ende abgeschlossen haben, ich auf keinen Fall. Und so ging für mich alles sofort weiter. Isaura überlegt immer noch, ob sie in Spanien und bei Mario bleiben soll. Sie fühlt sich in dem geerbten Haus wohl und hat wirklich keine große Sehnsucht nach München. Gäbe es da nicht das Problem des fehlenden Geldes, wenn sie ihrem Job als Journalistin nicht nachkommt. Also begibt sie sich mit Mario auf Recherchereise zu den historischen Orten, in denen Isabel und ihr Gefolge gelebt hat.

Ihrem Schreibstil treu bleibend wechselte die Autorin jetzt auch immer wieder die Zeitzonen.
Und eigentlich hätte mir alles langweilig vorkommen können, denn Bücher über das Leben von Isabel und Ferdinand hatte ich schon gelesen und kannte deren Lebensereignisse. Aber Ulrike Schweikert hat es verstanden, in diesem Buch etwas besonderes einzuarbeiten, was die Geschichte viel interessanter machte. Ich verrate jetzt nicht zu viel, wenn ich schreibe, dass Isaura eine Zeitreise machte. Schließlich kann dies jeder pfiffige Leser ahnen, wenn er die Kurzbeschreibung richtig liest.

Isaura wacht in ungewohnter Umgebung am Hof von Isabel auf und muss nun damit klar kommen, dass sie über das Leben und der Geschehnisse schon sehr viel weiß. Mehr als einmal hätte sie sich beinahe verplappert. Gut, dass viele sie für eine weise Frau und Seherin halten. Nun erlebe ich alles aus Sicht von Isaura, was es für mich viel interessanter macht. Ich war wieder ans Buch gefesselt und habe es sehr zügig durch gelesen. Die vergangene Geschichte müssen wir alle als "nicht mehr zu ändern" hinnehmen. Aber für mich stand Isaura nun im Mittelpunkt. Ich wollte wissen, wie sie alles schafft und ob sie tatsächlich wieder zurück in unsere Zeit kommen kann. Rätsel lösten sich auf und Mario hatte meine volle Sympathie. Auch dieses Buch konnte mich so richtig gut begeistern.

Das Buchcover konnte mich ebenfalls wieder begeistern, Den Palast kennen alle vom ersten Buch, aber durch diese Farbgestaltung vermittelt es einem einen ganz anderen Eindruck, der sehr gut  zum Buchtitel passt.

Fazit:
Wer das erste Buch gelesen hat, sollte sich dieses nicht entgehen lassen und wer der erste noch nicht kennt, sollte es auf jeden Fall vor diesem Buch lesen.

Dem Verlag blanvalet danke ich für das Rezensionsexemplar.