Montag, 30. März 2015

Rezension - Der Glanz der Südseemuscheln

Autorin: Regina Gärtner

Titel: Der Glanz der Südseemuscheln

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. März 2015

Seiten: 625

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne


Die Autorin  Regina Gärtner ist am Niederrhein aufgewachsen, hat an der RWTH Aachen Germanistik und Politikwissenschaften studiert, und danach als Deutschlehrerin, Pressereferentin, Werbefachfrau und Public-Relation-Manager für internationale Kinofilme gearbeitet. Zuletzt war sie lange Jahre als Anzeigenleiterin in einem Fachverlag tätig, bevor sie sich als Projektmanagerin selbstständig gemacht hat. Seit 2012 widmet sie sich ganz dem Schreiben.
Die Autorin lebt in Köln, ist aber häufig in der Welt-Geschichte unterwegs: Sie hat bereits alle fünf Kontinente mehrfach bereist, aber die die pazifische Region, vor allem Australien und Samoa, haben es ihr besonders angetan.
Regina Gärtner ist Mitglied bei Quo Vadis, dem Syndikat und den Mörderischen Schwestern. Sie schreibt Historische Romane, Liebesromane, Krimis und Kurzgeschichten.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Sydney/Samoa 1914: Kaum haben Alma und der australische Seemann Joshua zueinandergefunden, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Die Hysterie des Ersten Weltkrieges bricht über sie herein, und plötzlich befinden sie sich auf verfeindeten Seiten. Als das Schicksal sie auseinanderreißt, muss Alma als Deutsche in Australien nicht nur um ihre Existenz bangen. Sie muss auch darum ringen, ihre hart erkämpfte Liebe zurückzugewinnen. Ausgerechnet ein hilfloser Straßenjunge erweist sich als Lichtblick in dunklen Zeiten. Doch er hütet ein seltsames Geheimnis.

Meine Meinung:
Mit Begeisterung hatte ich schon das Buch "Unter dem Südseemond" gelesen und freute mich sehr, als ich nun die Fortsetzung lesen konnte. Vorab möchte ich allerdings erwähnen, dass jedes Buch für sich gelesen werden kann. Aber ich empfehle doch sehr, beide in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Inzwischen schreiben wir das Jahr 1914 und meine lieb gewonnenen Protagonisten müssen auch in dem von Europa weit abgelegenen Teil der Welt unter dem 1. Weltkrieg leiden. In letzter Zeit hatte ich schon einige Bücher gelesen, die zu dieser Zeit spielten, aber ich hätte wirklich nicht daran gedacht, wie weit sich alles auswirken würde. Auf der anderen Seite ist es auch nicht verwunderlich, denn in der Südsee lebten damals aus vielen Nationen Auswanderer. Hatten bis zum Kriegsbeginn die Deutschen das Sagen auf Samoa, mussten sie jetzt darunter leiden, dass in Europa das große Säbelrasseln losging. Die Verbündeten der Briten, die Neuseeländer besetzten die Inseln und es begann für alle eine schwere Zeit, ganz besonders betroffen waren natürlich die Deutschen, die eigentlich gar nichts mehr mit dem Kaiser zu tun haben wollten.

Alma, die inzwischen Joshua geheiratet hat und zu ihm nach Australien gezogen ist, leidet sehr unter dem Hass gegen die Deutschen. Keiner ist bereit, ihre Kleider und Kostüme zu kaufen. Es hilft ihr auch nicht viel, dass sie mit einem Australier verheiratet ist.
Ihre Verwandten auf Samoa haben ganz andere Probleme mit denen sie fertig werden müssen. Die Inseln sind besetzt und natürlich merken sie auch, dass sie als Deutsche gehasst werden, obwohl sie weit weg vom Kaiserreich sind.

Regina Gärtner hat Alma und Mathilde und deren Familie zwar erfunden, aber die Erlebnisse von denen sie berichtet, könnten tatsächlich so passiert sein. Sie hat sehr gut recherchiert und wunderbar verstanden alles miteinander zu verknüpfen. Im Wechsel fand ich mich als Leserin in Sydney und auf Samoa wieder. Die Schicksale aller Beteiligten haben mich sehr berührt und manches Mal wurde ich richtig ärgerlich über das Verhalten einiger Leute. Traurig aber wahr, genau so wird es gewesen sein. Jeder von uns Lesern weiß, wie lange der Krieg gedauert hat und bedauert die Protagonisten, die immer wieder hoffen, dass alles schnell zu Ende ist. Zumindest ging es mir so.

Die Autorin hat mich auch mit diesem Buch gefesselt. Ich wollte es am liebsten gar nicht mehr zur Seite legen, so begierig war ich zu erfahren, wie sich alles entwickelt. Denn Regina Gärtner hat natürlich nicht nur über die Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Krieg geschrieben, sondern sich eine spannende Geschichte für Alma und ihre Verwandten ausgedacht. Um keinem das Lesevergnügen zu nehmen gehe ich jetzt aber nicht weiter auf den Inhalt ein.

Auch dieses Buchcover gefällt mir sehr gut, es wirkt so friedlich und man möchte sich gerne dort am Strand aufhalten.

Fazit:
Mir hat es sehr gut gefallen, wie Weltereignisse in diesem Buch eingebunden wurden. Ich empfand es als sehr spannend und für mich höchst interessant  und ich möchte es auf jeden Fall als sehr lesenswert weiter empfehlen.

Ich möchte mich beim Verlag Heyne für das Rezensionsexemplar bedanken. Am 20.4. startet eine Blogtour, an der ich mit diesem Buch teilnehmen werde.

Samstag, 28. März 2015

Vorankündigung - Blogtouren

Der Monat April hat es in sich! Ich werde an drei Blogtouren teilnehmen auf die ich mich schon sehr freue.





"Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno"

habe ich im vorigen Jahr gelesen

und mit

"Einmal, keinmal, immer wieder"

hat die Autorin Dorothea Stiller eine sehr schöne lesenswerte Fortsetzung geschrieben



mit dem Buch

"Unter dem Südseemond"

hat mich die Autorin Regina Gärtner begeistert.

Nun freue ich mich darauf, dieses Buch zu lesen.


Von der Autorin Cordula Broicher

hatte ich schon zwei Bücher gelesen, bevor ich
dieses Buch zur Hand nehmen konnte.

Dieser historische Roman hat mich begeistert und ich freue mich , dass ich damit an einer Blogtour teilnehmen kann

Rezension - Die Sturmrose


Autorin: Corina Bomann

Titel: Die Sturmrose

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 6. März 2015

Seiten: 560

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein 

Die Autorin Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach einer gescheiterten Beziehung verliebt Annabel Hansen sich in einen alten Kutter mit dem Namen »Sturmrose«. Sie will das Schiff restaurieren und ein Café daraus machen. Bei den Renovierungsarbeiten findet sie einen Brief: Vor über dreißig Jahren hat das Boot einer jungen Frau zur Flucht aus der DDR verholfen. Vollkommen aus der Bahn geworfen, geht Annabel dem bewegenden Schicksal nach und begegnet dabei Christian, dessen Geschichte tragisch mit dem Kutter verbunden ist. Gemeinsam suchen sie nach der Frau von damals und finden Erschreckendes über Annabels eigene Kindheit heraus.

Meine Meinung:
Bisher kannte ich noch kein Buch von Corina Boman, was sich aber wahrscheinlich nach dem Lesen dieses Buches ändern könnte.
Sehr fesselnd hat die Autorin über einen Abschnitt  der deutsch-deutschen Geschichte geschrieben. Obwohl zu Anfang des Buches erwähnt wurde, dass es sich bei dem Werk um eine Fiktion handelt, ist alles durchaus glaubwürdig.

Annabel ist in der ehemaligen DDR aufgewachsen und später mit ihren Adoptiveltern nach Hamburg gezogen. Nach ihrer Scheidung will sie mit ihrer Tochter einen Neuanfang auf Rügen beginnen. Beim Erkunden ihrer neuen Umgebung entdeckt sie einen alten Fischkutter, in den sie sich sofort verliebt. Sie möchte ihn gerne kaufen und damit einen weiteren Traum verwirklichen. Allerdings gibt es da einen weiteren Interessenten: Christian. Er möchte das Schiff ebenfalls erwerben. Die beiden sind sich aber schnell einig und beschließen, den Kutter gemeinsam zu kaufen. Zu diesem Zeitpunkt weiß Annabel noch nicht, was Christian mit der "Sturmrose" verbindet.

Die beiden Protagonisten Annabel und Christian sind mir sehr sympathisch und auch die kleine Leonie habe ich sofort in mein Leserherz geschlossen. Nach und nach erfahre ich etwas aus der Vergangenheit der beiden Erwachsenen, was ich äußerst interessant finde. Gleichzeitig lerne ich aber auch das Berufs- und Alltagsleben besonders von Annabel kennen, was nicht ohne Aufregung abläuft.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, sehr flüssig und fesselnd hat sie über das Leben vieler Menschen berichtet. Für viele mag das Leben in der DDR unter den herrschenden Verhältnissen normal verlaufen sein. Aber wehe, es geriet jemand zwischen die Mühlen der Behörden oder verhielt sich nicht so, wie man es von ihm erwartete. Das Schicksal machte es vielen nicht leicht. So hat mich vieles berührt, was in diesem Buch Annabel und auch Christian erlebt haben. Beide Erwachsene hatten mein Mitgefühl, als sie sich ihrer Vergangenheit stellten und sie aufarbeiten wollten. Was nun die "Sturmrose" genau damit zu tun hat, verrate ich hier natürlich nicht, um keinem das Lesevergnügen zu nehmen.

Das Buchcover hat mich sehr angesprochen und gab auch den Ausschlag, dass ich mich näher für das Buch interessierte. Als ich es dann in der Hand hatte, konnte ich feststellen, dass es nicht nur schön aussah sondern sich auch gut anfühlte.

Fazit:
Wenn es meine Zeit zulässt, werde ich mich sicher über weitere Bücher  der Autorin informieren. Dieses kann ich auf jeden Fall schon einmal weiter empfehlen.

Dem Ullstein Verlag und vorablesen.de danke ich vielmals für das Rezensionsexemplar

Mittwoch, 25. März 2015

Rezension - Ismaels Orangen

Autorin: Claire Hajaj

Titel: Ismaels Orangen

Genre: Historischer Roman

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 16. März 2015

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Die Autorin Claire Hajaj, 1973 in London geboren, hat ihr bisheriges Leben zwischen zwei Kulturen, der jüdischen und der palästinensischen, verbracht und versucht, sie zu vereinbaren. In ihrer Kindheit lebte sie sowohl im Nahen Osten als auch im ländlichen England. Sie bereiste alle vier Kontinente und arbeitete für die UN in Kriegsgebieten wie Burma oder Baghdad. Sie schrieb Beiträge für den BBC World Service, außerdem veröffentlichte sie Artikel in Time Out und Literary Review. Ihren Master in Klassischer und Englischer Literatur hat sie in Oxford gemacht. Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Beirut.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Kann Liebe wachsen, wo Hass gesät wird?
Jaffa, April 1948. Der siebenjährige Salim Al-Ismaeli, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, freut sich darauf, die ersten Früchte des Orangenbaums zu ernten, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. Doch der Krieg bricht aus und treibt die ganze Familie in die Flucht. Von nun an hat Salim nur noch einen Traum: Eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren und im Land seiner Väter zu leben.
Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf – und sehnt sich danach, irgendwann ein normales und glückliches Leben führen zu dürfen. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe …

Meine Meinung:
Das Buch hat mich sehr berührt und ich habe das Gefühl zunächst nicht die richtigen einführenden Worte für meine Rezension zu finden.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1948 und ich lerne als erstes Salim und seine Familie kennen. Die arabische Familie könnte eigentlich noch viele glückliche Jahre in Jaffa erleben, wenn es denn die schreckliche Entwicklung nicht gegeben hätte. Die meisten Leser meines Alters wissen einiges über Palästina und auch Israel, viele Städte sind uns dem Namen nach bekannt, aber sehr intensiv habe ich mich nie mit der Geschichte der dort lebenden Menschen beschäftigt. Es hat mich dann auch sehr berührt, als die Familie Al-Ismaeli geflohen ist und alles zurück lassen musste.
Die zweite Protagonistin dieses Buches, Judith wächst in England auf und muss dort leider auch erfahren, dass sie als Jüdin nicht überall mit offenen Armen aufgenommen wird. Dabei möchte sie so gerne ganz normal auswachsen.

Die ersten Kapitel erschienen mir erst etwas langatmig, aber ich sah ein, dass ich die beiden Protagonisten richtig kennen lernen sollte, damit ich alle Zusammenhänge kenne und somit auch die weiteren Begebenheiten besser verstehen kann. Denn, wie das Schicksal so spielt, lernen sich Judith und Samil kennen und lieben. Dass es kein leichter Weg für sie werden würde, war mir klar. Aus der Ferne betrachtet konnte ich beide Seiten verstehen und beide habe ich in mein Leserherz geschlossen. Wobei es mir Samil nicht immer leicht machte, war er doch in meinen Augen leicht zu beeinflussen. Deshalb mochte ich seinen Bruder Rafan auch nicht besonders. Zumal in meinen Augen es auch irgendwann mal Schluss sein muss mit der ewigen Rache.

Die Autorin hat die Geschichte der Familie sehr berührend geschildert. Manches Mal war ich richtig böse auf einige Beteiligte, manches Mal hatte ich einen Kloß im Hals. Einige Verhaltensweisen kann ich einfach nicht nachvollziehen, aber das mag wohl auch daran liegen, dass ich mit solchen Schwierigkeiten nie etwas zu tun hatte. Eine Jüdin und ein Araber, zu der damaligen Zeit war es schwer und heute ist es mit Sicherheit auch nicht leichter.

Das Buch hat mich nicht nur berührt, es macht auch nachdenklich. Was hat die Religion schon alles ausgelöst? Es kann sich niemand davon frei sprechen, im Namen der Religion keine Grausamkeiten begangen zu haben. Einen Frieden wird es wohl leider nie geben. Deshalb fand ich es gut, wie die meisten aus der Familie damit umgingen, als sie erfuhren, dass Judith und Salim ein Paar werden wollten. Allerdings haben sie ihren Kindern damit auch einiges zugemutzt. Ohne zuviel zu verraten, will ich aber trotzdem sagen, dass mich das Ende des Buches etwas versöhnt hat.

Das Buchcover finde ich sehr ansprechend, es harmonisiert in den Farben und gibt vieles vom Inhalt wieder.

Fazit:
Ich kann dieses Buch wirklich allen empfehlen. Die Geschichte zweier Menschen aus verschiedenen Kulturen ist sehr fesselnd geschrieben.

Ich bedanke mich beim Verlag für das wunderbar präsentierte Rezensionsexemplar

Rezension - Thailand?Nie wieder!


Autor: Jörg von Rohland

Titel: Thailand? Nie wieder!

Genre: Humor, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 24. und 29. März 2015

Seiten: 172

Altersempfehlung: Erwachsene


Der Autor Jörg von Rohland (43) arbeitet hauptberuflich als Journalist. 2011 hatte er in Vietnam den humorvollen Liebes-Roman "Buddha hat Aua" geschrieben, der 2012 erstmals erschien und eine wahre Geschichte erzählt - seine eigene. Die überarbeitete und erweiterte Neuauflage des Buches ist seit 2013 erhältlich.Jörg von Rohland lebt mit seiner Familie in Andechs.

 
Kurzbeschreibung, übernommen:
Sabrina und Jürgen Hofmann verbringen ihre Ferien auf der thailändischen Urlaubsinsel Koh Samui. Der Vermögensberater und die Telefonfachverkäuferin haben sich nicht viel zu sagen. Während sie am Pool Liebesromane liest, trinkt ihr Mann gelangweilt Bier an der Bar. Es ist ein Urlaub wie immer. Doch dann lernt Jürgen eine asiatische Schönheit kennen, die ihm gehörig den Kopf verdreht. Plötzlich verschwindet er unter mysteriösen Umständen. Wurde Jürgen entführt? Hat diese Frau etwas damit zu tun? Und was will dieser aufdringliche Reiseautor von Sabrina? Die Polizei hat in der heiteren Krimikomödie eine sehr harte Nuss zu knacken.


Meine Meinung:
Von Jörg von Rohland hatte ich inzwischen schon einige Bücher, die den verschiedensten Genre zugeordnet wurden, gelesen. Nun war ich auf dieses Buch gespannt. Ein heiterer Kriminalroman wurde mir versprochen und so war es denn auch. Wobei ich sagen muss, der Leser sollte sich auf Slapstick einlassen können, sonst würde ihm dieses Buch vielleicht nicht so gut gefallen.

Sabrina und Jürgen, ein ganz normales Ehepaar verbringt den Urlaub in Thailand. Nicht unbedingt, um das Land kennen zu lernen, nein Sabrina legte mehr Wert darauf, Reisen als Superschnäppchen zu buchen. So verbringt sie viel Zeit mit dem Lesen am Pool und Jürgen langweilt sich. Beide eignen sich durch ihr Verhalten hervorragend als Opfer für Gaunereien, die es in vielen Ländern gibt. Leider wird ihnen von der Polizei nicht wirklich geholfen, denn hier lernt der Leser Personen kennen, denen andere Sachen wichtiger sind und warum soll man sich für verrückte Touristen abmühen, sie sind es entweder selber schuld oder wollen es nicht anders.

Mit Humor und Spannung erzählt der Autor die Geschichte, die bei mir ein bisschen zu  nah an meine Grenzen kommt. Ich erwähnte ja schon, man sollte sich darauf einlassen und in der richtigen Stimmung sein, um verrückte Geschichten zu lesen. Das Buch ordnete ich nun als humorvolle und  leichte Kost ein, das sich wunderbar dazu eignet, um zwischendurch mal etwas anderes zu lesen.

Fazit:
Krimis können auch humorvoll sein und müssen nicht vor Blut triefen, der Autor hat dies bewiesen und wer mal etwas anderes lesen möchte, sollte dieses Buch auf die Leseliste setzen.

Montag, 23. März 2015

Rezension - Die schwarze Taube von Siwa


Autorin: Julia  Drosten

Titel: Die schwarze Taube von Siwa

Genre: Historisch

Version: eBook

erschienen: 15. März 2015

Seiten: nn

Altersempfehlung: Erwachsene


Das Autorenpaar Horst und Julia Drosten lebt im schönen grünen Münsterland und hatte schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht den beiden die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker, sahen einem Landschlachter über die Schulter oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen. Für ihren neuen Roman "Die schwarze Taube von Siwa" recherchierten Horst und Julia zwei Wochen in Äygpten.

Kurzbeschreibung. übernommen:
London 1888: Für das junge Fotografenpaar Larissa und Ernest Wood erfüllt sich ein Traum, als sie für den Reiseveranstalter Thomas Cook die Jahrtausende alten Sehenswürdigkeiten Ägyptens fotografieren sollen. In Kairo lernen sie den Archäologen Max Wellink kennen, der ihnen die faszinierende Welt der Pharaonen zeigt. Doch als sie durch Ungeschicklichkeit den Zorn einer alten Wahrsagerin erregen, schwindet ihr Glück. Max umwirbt die hübsche Larissa und Ernest erfährt, dass sich in der Oase Siwa das verschollene Grab Alexanders des Großen befinden soll. Von Eifersucht und der Gier nach Ruhm getrieben, schließt er sich einer Karawane nach Siwa an und lässt Larissa alleine in Kairo zurück. Doch seine Spur verliert sich in der Wüste. Von dunklen Albträumen gequält, beschließt Larissa, das Schicksal herauszufordern.

Meine Meinung:
Die beiden Autoren haben mich mitgenommen auf eine Reise in die Vergangenheit und ins ferne Ägypten. Dieses Gefühl hatte ich beim Lesen des Buches, was mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.
Larissa eine junge deutsche Frau heiratet den Engländer Ernest Wood gegen den Wunsch ihrer Eltern. Dies war schon etwas ungewöhnliches zu der damaligen Zeit, aber auch dort galt schon: ... wo die Liebe hinfällt.... Die Protagonistin hatte ich sofort in mein Herz geschlossen und ich fand es großartig, wie sie alles gemeistert hat. Denn ihr Mann Ernest hat es ihr nicht leicht gemacht. In meinen Augen kam er mir etwas überheblich vor, wenn er so tat, als wäre das Wissen was Larissa sich über das Fotografieren angeeignet hat, gar nichts besonders. Und durch seine überhebliche Einstellung hat er die beiden auch in eine schwere Situation gebracht. Aber bis es dazu kam, konnte ich viel über  die Reisen zu der damaligen Zeit und ganz besonders über die Grabungen lesen, Ich fand dies alles höchst interessant. Die beiden Autoren haben alles so wunderbar geschrieben, dass ich wirklich alles vor Augen hatte. Dazu haben sie auch sehr ausführlich recherchiert, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat und ein dickes Lob wert ist.
Ganz toll fand ich, dass mir einiges bekannt vor kam, wer kennt sie nicht die Reisen der Firma Cook und ich freute mich, diese Familie in dem Buch wieder zu finden. Auch zum Thema kleine Fotoapparate von Kodak gab es interessante Diskussionen. Ernest Wood würde sich wundern, wie sich hier die Cameras entwickelt haben. Er musste ja noch sehr aufwändig sein großes Zubehör mit auf Reisen nehmen. Aber auch zu den Grabräuberungen und dem Geschäft mit den Funden haben ich viel wissenswertes lesen können, vieles alt bekannt, aber auch einige bisher unbekannte Details gab es für mich zu lesen.
Nun möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dies wäre ein allzu lehrreiches Buch und sonst ist nichts passiert. Nein, ich finde es für mich immer sehr interessant, wenn eine Geschichte über bestimmte Personen mit wahren Begebenheiten verknüpft werden. Wie in der Kurzbeschreibung erwähnt, macht Ernest sich ganz alleine auf den Weg und will in Siwa nach einem Schatz graben. Was er damit alles auslöst, hätte er sich bestimmt nicht träumen lassen. Larissa hat er alleine in Kairo gelassen. Aber sie trifft auf hilfsbereite Mitmenschen, was sie nun als Frau in einer von Männer beherrschten Welt alles erlebt, wurde auch wieder sehr anschaulich und spannend beschrieben.
Natürlich werde ich jetzt nicht mehr vom Inhalt des Buches verraten, aber ich kann erwähnen, dass ich das Ende der Geschichte sehr gut fand und als neugierige Leserin würde es mich nun interessieren, ob ich vielleicht noch etwas mehr von Larissa erfahren werde.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, es gibt vieles aus dem Buch wider und die Bedeutung des Buchtitels erschließt sich beim Lesen ebenfalls. Würde dieses Buch auf einem Büchertisch im Laden liegen, gäbe es für mich mehrere Gründe es in die Hand zu nehmen. Das ansprechende Buchcover und der Name der Autorin, denn für mich verspricht dies alles eine gute Leseunterhaltung.

Fazit:
Mich hat dieses Buch sehr begeistert und ich möchte es wirklich gerne weiter empfehlen. Es vereint so vieles, historisches und Reisebeschreibung, Spannung und Liebe, von allem kommt etwa darin vor.

Rezension - Herzklopfen und kalte Füße


Autorin: Frieda Lamberti

Titel: Herzklopfen und kalte Füße

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 24. März 2015

Seiten: 193

Altersempfehlung: Erwachsene



Bei meinen Rezensionen stelle ich ja immer die Autoren vor, diesmal mache ich es anders. Zum einen habe ich schon so oft etwas für die Autorin Frieda Lamberti geschrieben und würde mich nur wiederholen. Zum anderen hatte ich auf der Buchmesse in Leipzig das Vergnügen, die Autorin persönlich kennen zu lernen. Am Stand von Amazon fand samstags eine Lesung aus diesem Buch statt, was ich mir natürlich fest in meinem vollen Messekalender notiert hatte. Ich sollte auch nicht enttäuscht werden, mir hat die Lesung sehr gut gefallen und anschließend hatten wir beide Zeit bei einer Tasse Kaffee etwas miteinander zu plaudern. Frieda Lamberti ist eine sehr sympathische Autorin und wir haben uns bestens unterhalten. Ich freue mich wirklich, dass ich diese Gelegenheit hatte und nutzen konnte.

Kurzbeschreibung, übernommen:
An einem Tag voller Pleiten, Pech und Pannen trifft die 27-jährige Produktdesignerin Rebecca Wagner unverhofft auf den Womanizer Veit Peterson. Nach ihrem ersten Eindruck steht fest, dass sie ihn nicht ausstehen kann. Arbeitslos und völlig abgebrannt zieht Becca aus dem Schwarzwald für eine Festanstellung nach Hamburg, um erst dort zu erfahren, dass sie fortan genau für diesen Mann tätig ist. Schnell muss sie sich eingestehen, dass Veit nicht nur ein toller Chef, sondern auch ihr lang ersehnter Traummann ist. Dumm nur, dass er beabsichtigt, eine andere Frau zu heiraten. Becca bleiben nur wenige Wochen, ihn von seinen Hochzeitsabsichten abzubringen.

Meine Meinung:
Ein weiteres Buch, das meiner Meinung nach typisch für Frieda Lamberti ist. Sie schreibt eigentlich ganz normale Alltagsszenen, aber manchmal handeln die Protagonisten nicht so, wie man es sich als Leser denkt oder sogar wünscht.

Rebecca ist eine ziemlich freche Person, die sich mal ein bisschen zurück halten sollte, wenn es um wichtige Dinge geht. Zum Beispiel möchte sie einen bestimmten Auftrag erhalten, aber da läuft einiges schief, was sie auch mit verschuldet hat. Da ich mich meist mit den Beteiligten der Bücher identifiziere, kommt es schon mal vor, dass ich ihnen beim Lesen sage, was ich von ihnen halte. Tja und Rebecca macht so gar nicht den Anschein, als könnte sie meine Freundin werden. Was aber nicht heißt, dass ich das Buch nicht gut finde, nein, es ist sehr interessant und ich bin gespannt, was sie sonst noch alles so unternimmt und wie sie sich in merkwürdige Situationen bringt.
Man merkt, ich war wieder mitten drin im Geschehen. Und meine Sympathie für Rebecca schwankte hin und her. Zu ihr gehalten habe ich, als sich Solveig sehr merkwürdig benahm. Warum sagt sie denn nicht endlich, was Sache ist? Achja, das gehört auch zum typischen Schreibstil von Frieda Lamberti. Das gibt der Geschichte dann noch etwas Würze. Wäre ja auch langweilig, wenn alle immer glatt laufen würde.
Natürlich wurden die Protagonistin Rebecca und ich im Laufe der Geschichte Freunde. Ich stellte natürlich fest, dass ihr Herz auf dem recht Fleck saß. Und es gab Ereignisse, die ich ihr gerne erspart hätte.
Die Geschichte wird in diesem Buch zunächst aus Sicht von Rebecca erzählt und zum Schluss kommt Veit zu Wort. Er ist nicht nur völlig überraschend ihr Chef, sondern auch ihr Traummann.
Eigentlich fand ich es bisher immer ganz gut, wenn in den Kapiteln  wechselweise aus Sicht der Beteiligten die Geschichte erzählt wurde. Aber hier passte es wesentlich besser und war auch entscheidend für die Entwicklung der ganzen Geschichte. Aber mehr verrate ich nicht darüber.

Fazit:
Allen Fans der Bücher von Frieda Lamberti und deren frechen Frauen möchte ich das Buch gerne empfehlen. Es scheint eine leichte Lektüre zu sein, hat aber doch auch immer einen tiefen und ernsten Hintergrund.


Sonntag, 22. März 2015

Rezension - Tierischer Tod


Autorin: Petra Mehnert

Titel: Tierischer Tod -
          Dritter Regionalkrimi aus dem Tal der Liebe

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. März 2015

Seiten: 270

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Petra Mehnert, geboren 1965 in Augsburg, lebt seit 1989 mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Ottenbach. Geschrieben hat sie schon als Jugendliche gern., doch erst mit den eigenen Kindern fing sie an, Bücher zu schreiben.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Schon wieder ein Toter in dem idyllischen Ottenbach! Der junge Kommissar Joska Kiss wird mit diesem neuen Fall betraut und kann es natürlich nicht verhindern, dass seine Freundin, die Messermacherin Nora Angerer, Wind davon bekommt. Als sie erfährt, dass neben der Leiche auch ein entkräfteter Schäferhund gefunden wurde, mischt sie sich wieder mal in die Ermittlungen ein und kümmert sich auch um den verstörten Hund. Während die Kripo den Fall bald als Selbstmord zu den Akten legen will, entdecken Nora und ihr Bruder Felix ein paar ungewöhnliche Eigenheiten an dem Hund. Auf eigene Faust ermitteln die Geschwister unter anderem auch im Paintball-Milieu und geraten dadurch in große Gefahr. Werden Joska Kiss und sein Kollege Sascha Clemens rechtzeitig zur Stelle sein?

Meine Meinung:
Nach den beiden ersten Büchern "Die Messermacher"  und "Ohne Beweis" konnte ich nun den dritten Krimi lesen, in dem Joska und Nora gemeinsam ermitteln. Das schöne an solchen Buchserien ist ja, dass man die Protagonisten so richtig gut kennen lernt und auch sieht, wie sie sich entwickeln. Vor allem war ich nach einem Jahr sofort wieder im Thema, was auch an dem Schreibstil der Autorin lag. Mir war so, als hätte ich die anderen Bücher erst gestern gelesen, so schnell war alles wieder präsent.

Joska Kiss hat sich in meinen Augen zu einem guten Ermittler entwickelt, der allerdings das Pech hat, eine furchtbar neugierige Freundin zu haben. So kann es Nora auch in diesem Fall nicht lassen und steckt ihr neugieriges Näschen wieder überall rein. Allerdings hat sie ihrem Freund und seinen Kollegen enorm helfen können. Das hat sie Hasso  zu verdanken. Nun wird man fragen, wer ist das denn nun und weshalb hat er ihr geholfen. Hasso ist ein Hund und er beherrscht tolle Tricks. Aber mehr verrate ich dazu nicht.
Ich erwähne ja immer wieder, dass ich mich so richtig in die Handlungen hinein versetze und auch vor Ort dabei bin. Da kann es dann auch schon mal vorkommen, dass ich mit den Protagonisten rede, im Gedanken natürlich ;) Deshalb war ich auch etwas enttäuscht von Nora, von der ich erwartet hätte, dass sie nun doch vernünftiger wird und sich nicht mehr in Fälle ihres Freundes einmischt. Joska und sein Kollege Clemens arbeiten inzwischen sehr gut zusammen und ich könnte mir doch vorstellen, dass die beiden mal ein richtig gutes Team werden.

Petra Mehnert hat auch diesen Krimi sehr flüssig geschrieben und ich hatte das Buch mal wieder in kurzer Zeit ausgelesen, denn nichts störte meinen Lesefluss. Inzwischen war ich es ja gewohnt, dass es zwei Handlungstränge gibt und habe mich nicht verwirren lassen. Ganz besonders spannend fand ich diesmal die Entwicklung des Falles und die Lösung sehr originell. Auf solche Ideen muss man erst einmal kommen. Und alle Fragen, die sich im Laufe des Buches stellten, waren am Ende auch beantwortet.

Fazit:
Mir hat es Spaß gemacht, auch den dritten Krimi zu lesen und ich empfehle allen, die nun neugierig geworden sind, doch die Bücher in der Reihenfolge zu lesen. Es macht einfach mehr Spaß, obwohl natürlich jedes Buch für sich gelesen werden kann.

Dienstag, 17. März 2015

Rezension - Schweigende Schuld - Ostfriesenkrimi



Autorin: Elke Bergsma

Titel: Schweigende Schuld - Ostfriesenkrimi

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. November 2014

Seiten: 351

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Elke Bergsma, Jahrgang 1968, ist in Ostfriesland aufgewachsen und hat hier, in der wundervollen Weite der von Windmühlen, Leuchttürmen, Deichen, Schafen und Kühen geprägten Landschaft, auch das Lesen gelernt :) Inspiriert von den Büchern Enid Blytons hat sie schon damals beschlossen, Schriftstellerin zu werden. Gesagt, getan - nur rund 30 Jahre später veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Aus Liebe zu ihrer Heimat und deren Bewohnern hat sie sich dazu entschlossen, Ostfrieslandkrimis zu schreiben und macht dies inzwischen hauptberuflich, leidenschaftlich und erfolgreich. Ein Lebenstraum ging in Erfüllung.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Während einer Ausflugsfahrt auf einem ehemaligen Krabbenkutter geht bei stürmischer See die frisch verheiratete Simone Wiemers über Bord. Hauptkommissar David Büttner und sein Assistent Sebastian Hasenkrug gehen zunächst von einem Unfall aus. Doch schon bald stellt Simones Bruder Alex die Behauptung auf, die junge Frau sei absichtlich über die Reling gestoßen worden. Als nur kurz darauf eine weitere Leiche gefunden wird, nehmen Büttner und Hasenkrug in den Dörfern Visquard und Manslagt die Ermittlungen auf – und sehen sich einem Sumpf aus dubiosen Grundstücksgeschäften und wohlgehüteten Familiengeheimnissen gegenüber, deren Enthüllung drei alteingesessene Familien in ihren Grundfesten erschüttert.

Meine Meinung:
Inzwischen hatte ich von der Autorin ja schon einige Bücher gelesen und das Ermittler-Duo Büttner und Hasenkrug war mir wohlbekannt. Deshalb freute ich mich, als ich auf dieses Buch aufmerksam wurde und ich habe es dann auch gerne ganz nach oben auf die Liste meiner zu lesenden Bücher gesetzt.

Was eigentlich nach einem ganz normalen Fall aussah, entwickelte sich immer mehr zu einem großen Durcheinander, was daran lag, dass immer mehr Personen ins Spiel kamen.  So sah es zumindest anfangs aus, aber ich hatte sehr schnell den Überblick.
Allerdings konnte ich die Reaktion von Hauptkommissar Büttner zum Ende des Buches bestens nachvollziehen. Der arme hatte während der laufenden Ermittlungen einen starken Schnupfen, der ihn zwar nicht umgebracht, aber sicher Kopfschmerzen bereitet hat. Und deshalb tat er mir doch sehr leid, denn von allen Erkenntnissen, die er und sein Assistent Hasenkrug zusammentrugen,  hätte man unter normalen Umständen schon Kopfschmerzen bekommen.
Ich war fasziniert, was alles zu Tage kam und ich kann mir wirklich vorstellen, dass früher in den Dörfern vieles nicht gesagt wurde, weil es sich nicht gehörte und man es einfach nicht tat. Punkt.

Natürlich hat die Autorin den Fall nicht so einfach geschildert. Es gab doch schon Momente, da wollte sie mich als Leserin auf  eine falsche Fährte locken. Den meisten Beteiligten hat sie auch diesmal wieder sehr interessante Charaktere zugeordnet. Über die alten Damen und deren Sprüche konnte ich mich wieder begeistern. Allerdings waren gerade die alten Damen gar nicht so harmlos, wie sie scheinen wollten.
Ich könnte hier noch wesentlich mehr lobende Worte schreiben, aber dann müsste ich auch verschiedenes aus dem Buch verraten und das will ich ja nie.

Der Schreibstil hat mir auch diesmal wieder sehr gut gefallen, ich mag es, wenn ich Bücher zügig durchlesen kann. Den Sinn des Buchcovers kann ich nach dem Lesen des Buches nachvollziehen, aber zum Kauf hätte es mich nicht verführt.
Zum Inhalt des Buches möchte ich noch kurz bemerken, dass ich ja schon oft geschrieben habe, dass ich Schweigen nie so gut finde. Es gibt Situationen, da ist es unbedingt erforderlich, aber hier sieht man mal wieder, was alles passieren kann, wenn jeder Bescheid weiß, aber niemand etwas sagt. Schweigende Schuld ist wirklich ein treffender Buchtitel.

Fazit:
Ein gelungener Ostfriesenkrimi, den ich sehr gerne weiterempfehle.

Montag, 16. März 2015

Eindrücke von Leipzig und der Buchmesse 2015

Im Oktober 2013 war ich schon einmal auf einer Messe in Leipzig und konnte die Stadt ein bisschen kennen lernen. Mir hat es dort sehr gut gefallen und deshalb habe ich nicht lange überlegt, ob ich meine Freundin in diesem Jahr zur Buchmesse begleite,




Von der letzten Reise wusste ich, dass eine Zugfahrt bedeuten würde, zu nachtschlafener Zeit losfahren und sechs Stunden später in Leipzig ankommen. Nun gibt es natürlich viele Möglichkeiten nach Leipzig zu reisen und deshalb sind wir diesmal geflogen. Bei frühzeitiger Buchung gibt es beim Preis kaum einen Unterschied und obwohl man ja nicht auf die letzte Minute im Flughafen eintreffen kann, war die Reisezeit trotzdem wesentlich kürzer. Die Flugzeiten lagen zwischen 45 und 50 Minuten, ein sehr großer Unterschied zu 6 Stunden Fahrtzeit.

So ging es also los, am Donnerstagnachmittag um 15.40 Uhr sollte das Flugzeug starten und nach 50 Minuten wieder landen. Das hat wunderbar geklappt und da ich ein Hotel in der Nähe der Messe ausgesucht hatte, waren wir auch sehr schnell dort. Mit der S-Bahn war nur eine Station zu fahren. Allerdings bekamen wir sofort zu spüren, wie es ist, wenn man mit der Straßenbahn Richtung Innenstadt fahren möchte und hunderte Messebesucher ebenfalls diese Idee haben. Aber diese Herausforderungen haben wir täglich wunderbar gemeistert.
Im Hotel angekommen, hieß es für uns, schnell einchecken und ab in die Stadt. Wir wollten im Hellen noch etwas sehen und auch rechtzeitig ein Restaurant finden, weil wir einen leichten Hunger verspürten. Leider war uns das Wetter nicht wohlgesonnen. Bei wunderbarem blauen Himmel waren wir zu Hause gestartet und bei grauem Himmel und Nieselregen in Leipzig angekommen. Schade und es sollte an diesem Wochenende auch nicht wesentlich besser werden.

Auf jeden Fall konnte ich meiner Freundin schon einiges von der Stadt zeigen. Gebäude und Höfe, die mich beim letzten Besuch so begeistert hatten. Wir hatten vereinbart, dass wir freitags gemeinsam zur Messe wollten und uns am Samstag dann trennen. Sie wollte die Stadt besichtigen und ich hatte für Samstag einige Termine, die ich unbedingt wahrnehmen wollte. Sonntag wollten wir dann gemeinsam Ausflüge und Besichtigungen in der Stadt machen.

Freitag, der 13. nein, ich bin nicht abergläubig, die Straßenbahn wäre auch so überfüllt gewesen. Auf der Messe angekommen, folgten wir dem Strom der anderen Besucher. Schon da sahen wir reichlich "Mangas", die mich mit ihren tollen Kostümen begeisterten. Das schöne ist ja, dass man bereits vor der offiziellen Öffnung in die Glashalle gehen konnte. Dort beschloss ich spontan, dass ich mich um 10 Uhr sofort für eine Signatur von Ralph Ruthe in sein Buch "Kein Stress" anstellen wollte. Die Wartezeit bis 11 Uhr verging im Fluge, denn es gab so viel zu sehen. Ganz begeistert war ich dann auch von Ralph Ruthe, der mit einer unglaublichen Geschwindigkeit ein Bild in das Buch malte. Tja, der Mann ist eben ein Künstler und außerdem auch sehr sympathisch. Durch mein rechtzeitiges Anstellen war ich die Erste in der Schlange und hatte dann Zeit mich in den Hallen umzusehen.

Langsam füllt sich die Glashalle, während ich auf Ralph Ruthe warte.


Auf meinem Plan, den ich mit Uhrzeiten und Standnummern bestückt hatte, standen nun Besuche bei meinen bevorzugten Buchverlagen und einen ersten Besuch bei einer Autorin. Regina Gärtner wollte ich gerne treffen. Denn ihr Buch "Unter dem Südseemond"  hatte ich mit Begeisterung gelesen und wollte nun einige Worte mit ihr wechseln. Es ist schon toll, auf einmal eine Autorin zu treffen, deren Buch einem gefällt. So war es dann auch ein sehr nettes Gespräch, das wir geführt hatten. Leider hatte ich vergessen ein Foto von ihr zu machen,

Wie erwähnt hatte ich mir zu Hause eine Übersicht erstellt, was sich auch als sehr hilfreich heraus stellte, denn hätte ich mich einfach nur treiben lassen, dann hätte ich doch sehr vieles verpasst. Als nächstes war ich mit  Sabine Landgraeber  verabredet, wir wollten zusammen einen Kaffee trinken. 

Ich habe einige Bücher von ihr gelesen und hatte regen Kontakt per Facebook. So war ich natürlich ganz gespannt, sie persönlich kennen zu lernen. In dem inzwischen entstandenen Gewusel war es gar nicht so einfach, einige Nachrichten wurden per Handy ausgetauscht, bevor wir uns endlich sahen und auch sofort erkannten. Und ganz toll fand ich, dass wir uns sofort gut verstanden haben.


natürlich wollte ich mich  nicht ohne ein Foto von ihr 
verabschieden, denn diesmal habe ich auch daran gedacht. 

Nach diesem wirklich tollen Gespräch, das Sabine Landgraeber auch auf ihrer Seite erwähnt, sollte ich die Möglichkeit bekommen, ganz viele meiner Lieblingsautorinnen zu treffen. 





Diese Idee und Veranstaltung war toll. Damit wir auch jeden Autor finden, gab es Luftballons mit den Namen und jeder Autor hatte sozusagen unter dem gleichnamigen Ballon Platz genommen. 


Hier stehe ich gerade bei Marleen Reichenberg und warte darauf, dass es losgeht.

Bei dieser Gelegenheit habe ich Elke Becker, Annika Bühnemann, Michelle Schrenk und Roxann Hill kennen gelernt. Allerdings war es dort sehr wuselig und ich konnte mich nicht lange mit den Autorinnen unterhalten. Aber ich fand es auch dort sehr beeindruckend, zumindest kurz mit ihnen zu sprechen. Sehr traurig hat es mich gemacht, dass Amanda Frost wegen einer Erkältung nicht dabei sein konnte. 

Nach diesem für mich besonderen Erlebnis hätte ich eigentlich einen Moment der Ruhe gebraucht, aber ich wollte die Gelegenheit nutzen und mich diesmal an eine Schlange für eine Signatur von Joscha Sauer in das Buch "Nicht Lustig" anstellen. In dieser Schlange hatte ich die Nummer 18 und hinter mir standen noch reichlich Leser an. Bis ich zu Joscha Sauer vordringen konnte, verging eine Stunde des Wartens. Was aber wieder nicht langweilig war, denn immer noch gab es soviel zu sehen. Hier kann ich nun erwähnen, dass ich Joscha Sauer bewunderte, er zeichnete wunderschöne Signaturen, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, strahlte jeden an und war auch bereit sich fotografieren zu lassen. Hut ab und vor allem war ich so begeistert, was er aus den Stichworten, die ich ihm nennen sollte, gemacht hat. 

Eigentlich war ich nach dem langen Anstehen schon sehr kaputt, die Messeluft und der Geräuschpegel trugen auch nicht gerade dazu bei, dass ich fit war. Aber ich hatte auf meinem Plan noch einen sehr wichtigen Punkt. Um 17 Uhr sollte ein Bloggertreffen bei Randomhouse stattfinden. Das hat es auch, aber leider war das Interesse größer, als der Platz, der dort zur Verfügung stand. Schade, aber es war nicht leicht, die anwesenden Autoren ausfindig zu machen und deshalb haben meine Freundin und ich uns auf den Heimweg gemacht. 

Mein erster Messetag mit vielen Eindrücken, tollen Kontakten und überhaupt..... war zu Ende. Sehr lange habe ich mich mit meiner Freundin über das Erlebte unterhalten. Zeit hatten wir dazu ja beim Abendessen und kleinen Spaziergang durch die Stadt. Allerdings waren wir beide sehr kaputt und wollten doch recht bald ins Bett. Aber die Erlebnisse hatten uns doch sehr aufgewühlt und an Schlaf war lange nicht zu denken. 
Dementsprechend müde war ich am nächsten Morgen, aber es gab für mich kein Pardon und so war ich recht früh wieder auf der Messe. Im Hotel hatte ich mir auf meinem Zettel noch einige wichtige Termine und Standnummern notiert und los ging es. Ich war sehr früh auf der Messe und konnte in aller Ruhe viele Mangas bewundern und fotografieren. das alles hätte ich noch mehr geniessen können, wenn ich nicht gemerkt hätte, dass mein überaus wichtiger Zettel verschwunden war. Schade,  so konnte ich den 10 Uhr - Termin nicht wahr nehmen, weil ich nicht mehr wusste, wo genau der Stand war. Den Zettel konnte ich trotz intensivem Suchen auch nicht mehr finden. Aber wozu gibt es Handys. Ich nahm Kontakt zu Sina Beerwald auf, die mir mitteilte, dass sie noch unterwegs ist und später am Stand des Verlages zu finden ist. Für das Treffen mit Martina Gercke erhielt ich eine Erinnerung von Facebook, denn ich hatte mich dort für das Meet and Greet angemeldet. Und wo ich Frieda Lamberti finden würde, wusste ich, denn den Stand hatte ich am Vortag schon entdeckt. Allerdings habe ich es dadurch nicht geschafft, einige Verlage zu besuchen und weitere Autorinnen zu finden. Auf der anderen Seite war es am Samstag sooooo voll, dass ich mich gegen 15 Uhr auf den Heimweg machte. 
Aber ich will nicht vorgreifen und von meinen Treffen mit weiteren wunderbaren Autorinnen berichten. 
Um 11 Uhr traf ich endlich Martina Gercke, ich war doch so neugierig auf sie. Am Stand lernte ich nicht nur eine immer strahlende Martina kennen, sondern auch viele nette Leserinnen von ihr. Es hat mir wirklich sehr gut gefallen. 
Wenn ich den Eindruck erwecke, 
dass es mir dort zu warm ist, dann 
ist das wohl richtig. An meinem Pony 
kann ich das immer gut erkennen. 
Aber die Messeluft war auch nicht 
gerade die frischeste.

Auch wenn wir nicht ewig miteinander reden konnten, fand ich es schon klasse und ich weiß, es wird nicht das letzte Treffen mit Martina sein.

Danach wollte ich Sina Beerwald treffen und mir das neue Buch von ihr holen, natürlich mit einer Signatur von ihr versehen, ich freue mich schon sehr darauf, endlich wieder etwas über die Möwe Ahoi zu lesen.

In den Hallen 2 und 4 war es vergleichsweise zu Hallen 3 und 5 angenehm "leer" Auf meinem Weg zu dem nächsten Termin traf mich fast der Schlag. Es war brechend voll geworden. So sehr ich das den Verlagen und auch Autoren auch gönnte, denn viele Besucher könnten einen guten Umsatz bedeuten, für mich war das nichts. Ich stelle als Besucher einer Messe immer wieder fest, dass ich mich lieber auf den Seiten der Aussteller aufhalte, was ich ja von den Creativmessen gut kenne.

Als nächstes wollte ich zum Stand von Amazon, wo Frieda Lamberti aus ihrem neuen Buch "Herzklopfen und kalte Füße" vorlesen würde. Um 13 Uhr war es dann endlich soweit und ich konnte Frieda zumindest schon einmal sehen und hören. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, ihr zu lauschen, wobei ich es doch etwas störend fand, dass ringsrum ebenfalls viel gelesen, gelacht und applaudiert wurde. Nach der Lesung konnten Frieda und ich uns im Cafebereich bei einem Getränk wunderbar unterhalten. Ich habe eigentlich alle Bücher gelesen und war nun furchtbar neugierig auf  sie. Auch hier stellte ich, wie bei allen anderen, mit denen ich mich länger und ausführlicher unterhalten konnte fest, dass wir auf einer Wellenlänge liegen und uns auch nach den Gesprächen immer noch mochten, lach.

 Frieda Lamberti liest


Ist das nicht ein toller Hocker?


 Wir beide im Cafe strahlen wir Honigkuchenpferde ;)



Annika Bühnemann und Sarah Saxx lauschen
ebenfalls der Lesung von Frieda Lamberti


Nach diesem Treffen kamen mir die Hallen noch voller vor und da ich meinen Zettel trotz Suche nicht wiederfinden konnte, habe ich mich frühzeitig auf den Weg ins Hotel gemacht. Dadurch habe ich leider einige Autorinnen und Verlage nicht besuchen können. Aber vielleicht gibt es ja doch ein zweites Mal und ich besuche die Messe in Frankfurt.

Nun habe ich sehr viel und ausführlich nur über die Messe geschrieben. Aber ganz oben gibt es ja den Link zu dem damaligen Bericht und da war das Wetter auch viel besser und dementsprechend gut sind die Bilder geworden. Hier in meinem Bericht habe ich die Namen der Autorinnen mit einer Rezension verbunden, wer mehr erfahren möchte, kann das dadurch leichter. Ich danke auf jeden Fall für die Geduld, aber kürzer ging mein Bericht einfach nicht, es hätte höchstens noch mehr werden können ;)

und hier noch ein paar Bilder von der Messe









Mittwoch, 11. März 2015

Rezension - Hochzeit mit Huhn


Autorin: Regina Mengel

Titel: Hochzeit mit Huhn - Gesamtausgabe

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Dezember 2013

Seiten: 294

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin erblickte 1966 in Wuppertal das Licht der Welt, zog aus das Glück zu finden und landete in Köln. Dort verdiente sie lange Zeit ihr täglich Brot als Wortjongleurin im Vertrieb. Geschichten begleiteten ihr Leben, doch erst im Jahr 2010 machte sie ernst, sie nahm teil an einem Schreibkurs bei Rainer Wekwerth. Ehrenamtlich gibt sie Flüchtlingskindern Nachhilfe in der Deutschen Sprache und wirkt beim Ulla-Hahn-Haus in Monheim mit. Einige ihrer Texte hat sie in Anthologien, Literaturzeitschriften oder Hörbuch veröffentlicht. Wer mehr über Regina Mengel wissen möchte, ist herzlich auf ihre Homepage eingeladen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Weg ist er … Ohne ein Wort des Abschieds. Lisa kann es nicht fassen. Sollte Simon sie wirklich aus Eifersucht auf ein Huhn verlassen haben? Eine Antwort bekommt sie nicht, denn Simon bleibt verschwunden. Einige Monate später tritt David in ihr Leben. Er gefällt ihr auf Anhieb, vor allem, da er sich als das genaue Gegenteil von Simon erweist. Auch David scheint sich verliebt zu haben, denn schon bald macht er Lisa einen Heiratsantrag. Oder sollte doch etwas anderes dahinter stecken? Turbulente Zeiten stehen Lisa bevor. Obendrein taucht Simon wieder auf. Mitsamt dem Samstagshuhn platzt er in die kirchliche Trauung …

Meine Meinung:
So ein verrücktes Huhn ;) dachte ich, darüber willst Du mehr lesen. Und geriet in eine völlig verrückte Geschichte.
Lisa hat sich sehr schnell für eine Hochzeit mit David entschieden, dabei kannte sie ihn erst kurze Zeit. Ob das gut ging? Schon das Kennen-lern-Kaffee-trinken bei seinen Eltern war sehr ungewöhnlich. Als dann Simon mit dem Huhn bei der kirchlichen Trauung erschien, war das Maß eigentlich voll und Lisa ganz fertig mit den Nerven. Wen wundert es da, dass es keine richtige Hochzeitsnacht gab und Lisa mit einem Kater in die Flitterwoche starten musste.

Die Autorin erzählt die Geschichte von Lisa, David und Simon im Wechsel, mal Vergangenheit, mal Gegenwart und einige Briefe von Simon finden den Weg ins Buch. Sehr interessant hat sie alles beschrieben. Wobei ich mich jetzt nicht unbedingt mit Lisa anfreunden konnte. Irgendwie mochte ich ihre Freundin Sakia viel lieber. Das liegt wohl auch daran, dass ich wirklich nicht mehr die geeignete Leserin für Chick-Lit bin. Ich kann oft nicht mehr das Verhalten der jungen Frauen nachvollziehen und eigentlich bin ich auch der Meinung, dass wir, also meine Generation in dem Alter reifer waren.
Aber gut, es ist ja "nur" ein Buch und soll den Leserinnen Spaß vermitteln. Spaß und Spannung gab es in diesem Buch.

Das Buchcover hat mir sehr gefallen, denn ich fand es sehr witzig und wahrscheinlich hat es bei mir auch den Ausschlag dazu gegeben, dieses Buch zu erwerben.

Fazit:
Ein leichter Frauenroman, nett für zwischendurch zu lesen.

Dienstag, 10. März 2015

Rezension - Bella Clara


Autorin: Petra Durst-Benning

Titel: Bella Clara - Teil 3 der Jahrhundertwindtrilogie

Genre: Historisch

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 6. März 2015

Seiten: 560

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List

Lesen und Schreiben sind die beiden Leidenschaften von der Autorin Petra Durst-Benning, die ihr Leben von Kindesbeinen an prägten. Kein Regal der kleinen Gemeindebücherei war vor ihr sicher, ihr Lesehunger führte sogar dazu, dass ihre Eltern Berge gebrauchter Bücher auf Flohmärkten besorgten. Als Petra der englischen Sprache einigermaßen mächtig war, wurde ihr Lesestoff um amerikanische und englische Literatur erweitert.
Dies und noch viel mehr kann auf der Seite der Autorin nachgelesen werden

Kurzbeschreibung, übernommen:
Clara Gropius kann die Herrschsucht ihres Mannes nicht mehr ertragen und lässt sich scheiden. Sie verliert alles, vor allem das Sorgerecht für ihre Kinder. Mittellos versucht sie, an ihre Ausbildung in der Apotheke ihrer Eltern anzuknüpfen. Doch als geschiedene Frau ist sie ein Skandal. Niemand will sie einstellen, sie wird wie eine Ausgestoßene behandelt. Nur ihre Freundinnen Josephine und Isabelle stehen ihr bei. Und tapfer hält Clara an ihren Träumen fest, sie zieht an den Bodensee und baut sich dort ein neues Leben auf. Mit einer selbstgemachten Creme beginnt es, ihre Schönheitsrezepte finden großen Anklang, schließlich revolutioniert Claras Naturkosmetik die Gewohnheiten ihrer Kundinnen. Aber zu keinem Zeitpunkt trösten Erfolg, Ruhm und die Aufmerksamkeit der Männer sie über den großen Verlust in ihrem Leben hinweg: Clara sehnt sich nach ihren Kindern.

Meine Meinung:
Nachdem ich die beiden ersten Bücher der Trilogie mit Begeisterung gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf den dritten Teil.
Im ersten Buch "Solang die Welt noch schläft" lernte ich die drei Freundinnen, Josephine, Isabelle und Clara kennen. Im Vordergrund stand dort Josephine und ihre besonderen Erlebnisse mit dem Radfahren. Im Buch "Die Champagnerkönigin" drehte sich alles um Isabelle und nun war Clara an der Reihe.
Da ich alle drei sehr mochte, habe ich mich gleich zu Anfang des Buches sehr aufgeregt. Nein, die Autorin hat nicht schlecht geschrieben, sondern über die damaligen Verhältnisse berichtet. 1906 ließ sich eine Frau schließlich nicht einfach scheiden! Nein, sie hatte keine Rechte und die Männer dominierten damals in allen Bereichen und Richter fällten Urteile natürlich aus Sicht eines Mannes, der sich so etwas nicht gefallen lassen muss. Nicht zum ersten Mal verwünschte ich Dr. Gerhard Gropius.

Clara war immer eine Frau, die sich leicht unterdrücken ließ, aber sie hat sich im Laufe der Jahre entwickelt. Zuerst völlig verzweifelt, weil sie ihre Kinder nicht zu sich nehmen durfte, schafft sie es, am Bodensee als ehemaligen Apothekerstochter mit ihrem Wissen eine Idee erfolgreich umzusetzen. Ich fand es toll, wie sie den Frauen von damals eine Auszeit bot und mit ihren Cremes gutes tat. Auch alle anderen Ideen, die sie für die Frauen umsetzte waren sehr lobenswert. Trotzdem war sie in manchen Dingen doch etwas sehr naiv, oder lag es daran, dass sie sich nicht vorstellen konnte, wie schlecht manche Menschen doch sind. Ob es nun das fiese Verhalten ihres Ex-Mannes war oder die neidische Vermieterin, sie hatte nie damit gerechnet. Als dann Stefano in ihr Leben trat, schien alles für sie gut zu werden. Allerdings hatte ich als Leserin den Vorteil, dass ich wusste, woher er kam und was er vorhatte und ich blieb die ganze Zeit ihm gegenüber skeptisch. Ob ich damit richtig lag, will ich natürlich nicht verraten.

Auch in diesem Buch zeigt sich wieder, wie wertvoll eine gute Freundschaft doch ist. Auch die Entfernungen haben der Freundschaft nicht geschadet. Allerdings kann man sich heute gar nicht so richtig vorstellen, wie es damals gewesen sein muss. Immerhin schrieben sich die Freundinnen lange Briefe und irgendwann hielt die Technik Einzug. Wobei sich nicht jeder an diese schwarzen Teile heranwagte. Bis das Telefon sich so richtig durchsetzen sollte, würde es  noch eine Weile dauern.

Petra Durst-Benning hat mich auch mit diesem Buch gefesselt, so wunderbar war alles beschrieben. Ich hatte Meersburg wirklich vor Augen und sah Lilo und Clara im Bodensee schwimmen. Gerne hätte ich auch dieses Verwöhnprogramm in Anspruch genommen. Dank der hervorragenden Recherche bin ich jetzt über die Herstellung verschiedener Kosmetikartikel besser informiert.
Überhaupt fand ich alle Schilderungen, die in diese Zeit gehörten sehr gut. Man stelle sich mal vor, wie sehr die Männer aus dem Häuschen waren, als sie in einem Auto, das 75 Stundenkilometer fahren kann, unterwegs sein durften.

Das Buchcover ist sehr ansprechend, ich finde die Farben sehr harmonisch und natürlich passt es zum Bodensee.
Mit diesem Buch ist Petra Durst-Benning ein wunderbarer Abschluss der Jahrhundertwindtrilogie gelungen. Den Wind konnte ich förmlich spüren und freue mich, dass ich die drei Freundinnen eine Weile begleiten durfte und auch die Entwicklung in der damaligen Zeit verfolgen konnte.

Fazit:
Natürlich empfehle ich alle drei Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Jedes Buch ist zwar für sich abgeschlossen, aber es werden immer wieder Begebenheiten der Vergangenheit erwähnt und jede neugierige Leserin würde sicher, genau wie ich, alles wissen und lesen wollen.

Ich danke vorablesen.de und dem Verlag für das Rezensionsexemplar

Montag, 9. März 2015

Rezension - Die Stadt der schweigenden Berge


Autorin: Carmen Lobato

Titel: Die Stadt der schweigenden Berge

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. Februar 2015

Seiten: 576

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur

Die Autorin Carmen Lobato ist Romanistin und zeit ihres Lebens eine leidenschaftliche Reisende gewesen. Für ihren neuen Roman hat sie umfangreiche Recherchen vor Ort in Anatolien betrieben. Carmen Lobato ist als Dozentin tätig und lebt mit ihrer Familie in verschiedenen europäischen Städten. Die Kultur der Hethiter und das Schicksal des armenischen Volkes sind ihr ein besonderes Anliegen

Kurzbeschreibung, übernommen:
Berlin 1931: Die junge Amarna ist fasziniert von der Kultur der Hethiter und vor allem von deren alter, versunkener Hauptstadt. Sie träumt davon, selbst einmal dorthin zu fahren, und vertieft sich in die Lektüre der Schriften jener Zeit. Doch ihr Vater, ein Altorientalist, verweigert ihr die Reise, obwohl er die Leidenschaft seiner Tochter teilt. Was ist auf jener Expedition passiert, die ihn einst in die verlorene Stadt führte? Und warum spricht er nie von der Mutter, an die Armana kaum eine Erinnerung hat? Mit Hilfe ihres Freundes Paul, der Amarna schon lange liebt, gelingt es ihr schließlich, ihren Traum zu verwirklichen – der sich jedoch bald als Alptraum entpuppt.

Meine Meinung:
Mit diesem Buch wurde ich in eine  Welt entführt, die ich entweder nie so richtig beachtet hatte oder noch gar nicht kannte. Eigentlich fällt es mir jetzt schwer, hier eine Rezension zu schreiben, denn das Buch hat mich wirklich sehr beeindruckt und von Anfang bis Ende an sich gefesselt. Ob ich nun die richtigen Worte finde? Ich will es einfach mal versuchen:

Mit der Protagonistin Amarna reiste ich  nach Anatolien um mehr über Hattusa, der ehemaligen Hauptstadt der Hethiter zu erfahren. Schon allein das war ein besonderes Abenteuer. denn wir befanden uns im Jahr 1931 und zu damaliger Zeit konnte noch nicht so komfortabel wie heute gereist werden.
Aber bevor ich Amarna begleiten konnte, lernte ich erst einmal ihren Vater, ihren Paten und Paul ihren Verlobten kennen. Und ich musste erfahren, dass Amarna durch einen wiederkehrenden Alptraum gequält wird und ihr Vater ihr leider viele ihrer Fragen nicht beantworten wollte.
Amarna war mir sofort sympathisch, auch wenn ich ihr Verhalten manchmal nicht so recht verstand, aber sie war auch ein Kind ihrer Zeit und Frauen hatten es damals nicht sehr einfach.

Die Autorin hat alle Personen und Örtlichkeiten so gut beschrieben, dass ich alles wirklich vor Augen hatte. Ganz fasziniert war ich von den eingeschobenen Kapiteln über den König Urhi-Tesub, seinem Bruder Hattusili und dessen Frau Puduhepa. Ich war vor allem sehr gespannt, wie sich deren Geschichte mit der von Amarna verknüpfen würde.

Auf der Reise und am Ziel passierten einige merkwürdige Dinge, die ich selber nicht überblicken konnte. Ich war auch hier sehr gespannt, was sich dahinter wohl verstecken würde. Dabei lernte ich die Begleiter von Amarna noch besser kennen, war mir aber unsicher, ob ich immer noch alle sympathisch finden sollte. Manches Verhalten kam mir schon sehr merkwürdig vor. Gleichzeitig musste ich feststellen, dass auch gebildete Menschen sehr große Vorurteile haben und diese nur schwer ablegen können.

Insgesamt gesehen war dies ein Buch, das ich lehrreich, aber auch gleichzeitig sehr spannend fand. Amarna hat mich durch ihr Verhalten immer mehr beeindruckt und ihr Ansehen ist in meinem Augen sehr gestiegen. Arman, der die Gruppe nach Hattusa führte, hat mich ebenfalls beeindruckt, wobei ich wahrscheinlich, genau wie Armana, öfter  mit ihm geschimpft hätte.

Das Buchcover finde ich schon allein durch die farbliche Gestaltung sehr ansprechend. Das Bild und auch der Titel erklärt sich beim Lesen des Buches.

Fazit:
Ich hoffe, ich konnte einige neugierig auf dieses Buch machen und meine Begeisterung richtig rüberbringen. Es lohnt sich auf jeden Fall zu lesen.

Dem Verlag Knaur danke ich für das Rezensionsexemplar.

Sonntag, 8. März 2015

Ulla goes to....





Bald ist es soweit und ich werde zum ersten Mal zu einer Buchmesse fahren. Natürlich ist das schon im Vorfeld sehr aufregend. Irgendwann stellte ich fest, dass ich wohl nicht so einfach drauf losgehen oder mich erst vor Ort informieren kann. Ich würde wahrscheinlich leicht die Übersicht verlieren und hinterher feststellen, dass ich einige Autoren gar nicht getroffen habe, obwohl sie ebenfalls dort waren. Neben Anreise und Unterkunft, worum ich mich allerdings wesentlich früher kümmern musste, habe ich "meine" Lieblingsautoren angeschrieben und gefragt, ob sie auch in Leipzig sein werden. Zur besseren Übersicht habe ich mir eine Tabelle angelegt und die wichtigsten Termine markiert. Sollte ich dann noch Zeit und die Kraft haben, kann ich auch noch zu anderen Treffen gehen. Diese Übersicht darf ich natürlich nicht zu Hause vergessen, könnte mir durchaus passieren ;)

Auf jeden Fall werde ich hier auch von meinem Messebesuch berichten und meine Eindrücke schildern. Vielleicht kann ich ja auch das eine oder andere Foto einstellen, mal sehen, was mich alles so erwartet. Ich bin gespannt und Ihr könnt es auch sein:

Samstag, 7. März 2015

Rezension - Mein neues Leben mit dem Ex


Autorin: Frieda Lamberti

Titel: Mein neues Leben mit dem Ex

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 6. März 2015

Seiten: 83

Altersempfehlung: Erwachsene



Ich weiß jetzt wirklich nicht mehr, was ich noch über die Autorin schreiben soll. Alles wissenswerte steht in den anderen Rezensionen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Es ist Leo gelungen, Florentines Herz im Sturm zu erobern. Beide sind sich sicher, dass sie fortan als Familie unter einem Dach leben wollen. Lässt sich ihr Wunsch problemlos in die Tat umsetzen? Wie reagiert die Umgebung auf das neureiche Paar? Vor den beiden liegt ein steiniger Weg. Gepflastert mit Neid und Intrigen. Ist ihre Liebe stark genug, diese Bewährungsprobe zu bestehen?

Meine Meinung:
Ich hatte mich darauf eingestellt, ein Buch zu lesen, in dem ich erfahren werde, wie Leo, Flo und Lukas das für alle ungewohnte Familienleben meistern. So war es dann auch, schließlich hatte Leo nie erfahren, wie ein Tag mit einem Kindergartenkind abläuft. Auch mussten beide, Flo und Leo berufliche Herausforderungen bewältigen. Das alles konnte ich auch verfolgen, aber dann hat Frieda Lamberti wieder zugeschlagen und so viel Spannung eingebaut, dass ich mit Herzklopfen weiter gelesen habe.
Was passiert ist, kann und will ich natürlich nicht verraten, aber mir kam eine bestimmte Person von Anfang an nicht so ganz geheuer vor. Ich sollte recht behalten.

Das Buchcover ist sehr ansprechend und passt wunderbar zum Inhalt des Buches. Und ich weiß, dass noch ein weiteres geplant ist, worauf ich mich schon freue.

Fazit:
Spannung und Alltagsleben, es wird einem reichlich geboten. Langweilig wird es einem mit den Büchern von der Autorin nie und deshalb kommt hier auch wieder eine Buchempfehlung.

Rezension - Urlaub mit dem Ex


Autorin: Frieda Lamberti

Titel: Urlaub mit dem Ex

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 13. Februar 2015

Seiten: 95

Altersempfehlung: Erwachsene


Auch wenn ich mich jetzt wiederhole:
Ich habe schon so viele Bücher von der Autorin Frieda Lamberti gelesen und sie so oft vorgestellt, dass ich es mir diesmal eigentlich sparen wollte. Aber eine Aussage von ihr finde ich so gut und die will ich hier noch einmal erwähnen: »Ich mag Geschichten, die das Leben schreibt. Meine weiblichen Protagonistinnen sind frech, schlagfertig und lassen sich so schnell nicht unterkriegen, ganz so wie es auch meine Art ist. Die Geschichten eignen sich ideal für den kleinen Lesehunger zwischendurch, mal spannend, mal humorvoll, mal dramatisch, auch schon mal makaber und skurril, aber niemals vorhersehbar.«

Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Illustratorin Florentine Bachmann ist eine ledige und alleinerziehende Mutter. Das Verhältnis zum charmanten Lebenskünstler Leo, ihrer einstigen großen Liebe und dem Vater ihres fünfjährigen Sohnes Lukas, ist seit der Trennung überaus gespannt. Denn genauso wenig wie der erfolglose Musiker es mit der Treue in der Partnerschaft gehalten hat, hält Leo es mit pünktlichen Unterhaltszahlungen. Gerade als Florentine ihm die rote Karte zeigen will, überrascht er sie mit einer Einladung zu einem gemeinsamen Familienurlaub. Trotz aller Bedenken stimmt sie zu. Es erwarten sie stürmische Ferien, und damit ist nicht nur das vorherrschende Orkantief Paula gemeint.

Meine Meinung:
Inzwischen hat ja wohl jeder gemerkt, dass ich ein großer Fan der Bücher von Frieda Lamberti bin. Ich verschlinge eins nach dem anderen. Zu meinem großen Glück schreibt die Autorin ziemlich schnell die Fortsetzungen und ich muss nicht lange warten.
Mit diesem Buch ist ihr wieder eine lockere und leichte Geschichte gelungen. Über den Inhalt möchte ich auch diesmal nichts verraten, aber ich bin immer wieder überrascht, welch neue Ideen Frieda Lamberti  hat und dadurch auch eine gewisse Spannung aufbaut.
Inzwischen habe ich mich ja damit abgefunden, dass meine Protagonisten, die ich in der Regel auch sehr sympathisch finde, nicht so richtig miteinander reden. Vieles würde viel besser laufen. Nun, ich sehe es so, im wirklichen Leben ist Reden gut, für die Romane und deren Entwicklung nicht. ;)

Fazit:
Ich freue mich, dass ich jetzt sofort mit dem nächsten Buch weitermachen kann, denn ich möchte natürlich wissen, wie sich die Geschichte entwickelt.

Rezension - Einmal, keinmal, immer wieder


Autorin: Dorothea Stiller

Titel: Einmal, keinmal, immer wieder

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 6. März 2015

Seiten: 299

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Dorothea Stiller, 39, arbeitet als Lehrerin für Deutsch und Englisch und schreibt, wann immer sie dazu Zeit findet. Die verheiratete Mutter von zwei kleinen Kindern lebt mit ihrer Familie und Katze Schnappi am Rande des Ruhrgebiets, fühlt sich aber auch in Großbritannien zuhause, wo sie ein Jahr als Assistant Teacher verbrachte. Die Autorin liebt Finnland, Desert Rock und ist ein Serien-Junkie.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Conny, alleinerziehende Lehrerin und Bestsellerautorin, plant schon ein Leben mit ihrem Freund Christian, da bekommt er plötzlich ein Jobangebot in einer anderen Stadt. Außerdem scheint er Conny etwas zu verheimlichen, und sie macht sich Sorgen um ihre Beziehung. Auch Connys beste Freundinnen sorgen für Chaos. Nicht einmal mit dem Schreiben läuft es richtig rund. Da hat Conny eine zündende Idee: Für ihren neuen Thriller recherchiert sie im Internet über virtuelle Welten und purzelt unbeabsichtigt in einen Online-Flirt mit einem fremden Mann. Aber Moment mal – sie will doch ihre Beziehung gar nicht gefährden, oder?

Meine Meinung:
Habe ich ein Buch gelesen und es gefällt mir, dann bin ich meist traurig, wenn es zu Ende ist und ich doch gerne noch etwas mehr wissen möchte. Deshalb habe ich mich gefreut, nach dem
Buch "Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno"
mehr über Conny, ihrer Familie und Freunde zu lesen.

Achtung, wer das erste Buch nicht kennt, sollte wegen Spoilergefahr nicht unbedingt weiterlesen ;)
Conny hat mit sehr viel Erfolg Erotikromane geschrieben, die allerdings unter einem Pseudonym veröffentlicht wurden. Damit hätte sie ja noch leben können, aber dass der Verlag den Leserinnen einen Mann als Autor vorstellten, war dann doch nicht zu ihrer Freude. Christian, der von seinem Freund René dazu überredet wurde, den Autor zu mimen, wurde zum Ende der Geschichte dann der neue Lebensgefährte von Conny. Ihre Kinder haben ihn lieb gewonnen und Conny dachte schon über eine gemeinsame Zukunft nach. Aber es wäre jetzt zu langweilig, wenn alles normal verlaufen würde. Nein, Christian kann einen guten Job in Münster bekommen, was allerdings auch bedeutet, dass die beiden eine Fernbeziehung führen müssen. Eigentlich auch nichts ungewöhnliches, aber Conny hat doch nicht genügend Selbstbewusstsein und kann ihr Glück einfach nicht fassen. Sie deutet erlauschte Gespräche anders, glaubt, dass sie mit ihrer fraulichen Figur  im Vergleich zu anderen Frauen nicht gut abschneidet.

Bei der Recherche für ihren Thriller lernt sie SL kennen und das zeigt mal wieder, dass es nicht leicht ist, die Wirklichkeit bei solchen Spielen auszuklinken und man durchaus auch süchtig danach werden kann.  Für sie ist es ein Trost, wenn sie sich mal wieder unglücklich fühlt.

Das Alltagsleben und die Probleme ihres Bruders und der Freundinnen werden wunderbar mit der Geschichte um Conny verknüpft. Sollte nun jemand den Eindruck bekommen, dies sei ein leichtes Frauenbuch, wird überrascht, denn der Eindruck täuscht. Es gibt doch viel nachdenkliches - Adoption - Kinderkriegen, Verhalten der Väter/Ehemänner. Und es zeigt sich immer wieder, man sollte besser reden als denken und es Frage kommt für mich auf, ist Schweigen manchmal vielleicht doch besser?

Schon im ersten Buch hat mich die Autorin mit ihrem Schreibstil  begeistert, sehr schön flüssig und das Buch lässt sich wunderbar in einem Rutsch lesen.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut, nach dem Lesen weiß man auch, dass der Titel sehr gut zum Inhalt passt.

Fazit:
Ein weiteres Buch für Frauen mit allem, was frau sich wünscht. Ich empfehle es gerne weiter.

Freitag, 6. März 2015

Rezension - Der Sohn der Kreuzfahrerin


Autor: Stefan Nowicki

Titel: Der Sohn der Kreuzfahrerin

Genre: Historisch

Version: eBook

erschienen: 2. Februar 2015

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks

Der Autor Stefan Nowicki, geboren 1963, studierte Germanistik, Politik, Kunstgeschichte, Philosophie und Theologie. Er arbeitet als freier Kulturjournalist für verschiedene Zeitungen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wer schon im Augenblick seiner Geburt dem Tod ins Auge blicken muss, den erwartet ein Leben voller Herausforderungen. – Es ist nur ein schwacher Verzweiflungsschrei, und doch lässt er den arabischen Waffenschmied Haddad im Jahre 1099 aufhorchen. Mitten in der Einöde entdeckt er einen neugeborenen Knaben. Ein Kind aus dem Tross der Kreuzfahrer, die vor der Stadt Arqa lagern – und somit ein Feind, den es auszumerzen gilt. Doch Haddad bringt es nicht über sich. Er beschließt, den Kleinen als Sohn in seiner Familie aufzunehmen, und gibt ihm den Namen Shakib, „das Geschenk“. Trotz aller Wiederstände und Anfeindungen als „Frankenbastard“ wächst Shakib zu einem mutigen jungen Mann heran, der sich auf eine abenteuerliche Reise begeben muss – und die Liebe zu einer Frau entdeckt, die für ihn verboten ist …

Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Die Kreuzfahrerin" gelesen hatte, wollte ich nach dem abrupten Ende des Buches doch wissen, was weiter geschieht. Die Neugierde ist manchmal einfach zu groß. Zum Glück konnte ich beide Bücher sofort hintereinander lesen. Eine Wartezeit hätte ich nämlich auch nicht gut gefunden.

Der Buchtitel versprach mir, dass ich etwas über das Leben des Sohnes der Kreuzfahrerin erfahren würde. Allerdings musste ich sehr lange darauf warten, bis endlich etwas erwähnenswertes passierte. Dafür weiß ich nun aber sehr genau, was der Waffenschmied Haddad alles unternehmen muss, bis er sehr hochwertige Schwerter herstellen kann. Das hatte mich nun weniger interessiert und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Seiten dann nur flüchtig überflogen habe.

Shakib wächst zu einem intelligenten jungen Mann heran. Seine Entwicklung kann ich wunderbar verfolgen. Lese über seine Jungenstreiche und seine erste große Liebe und von einer abenteuerlichen Reise. Das war alles interessant zu lesen, aber irgendwie hatte ich mir mehr vom Inhalt des Buches versprochen.

Ich persönlich finde, dass im Text nicht zeitgemäße Begriffe benutzt wurden und auch manch anderes kam mir merkwürdig vor. Das will ich hier aber nicht alles aufführen, ich habe an andere Stelle dazu schon Fragen gestellt und lasse mich auch gerne belehren.

Fazit:
Weil ich unbedingt wissen wollte, was der Sohn der Kreuzfahrerin alles erlebt, habe ich mich für dieses Buch interessiert. Allerdings konnten mich beide Bücher nicht davon überzeugen, dass ich sie auf jeden Fall weiterempfehlen will.

Rezension - Die Kreuzfahrerin


Autor: Stefan Nowicki

Titel: Die Kreuzfahrerin

Genre: Historisch

Version: eBook

erschienen: als eBook 15. November 2013

Seiten: 394

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks


Der Autor Stefan Nowicki, geboren 1963, studierte Germanistik, Politik, Kunstgeschichte, Philosophie und Theologie. Er arbeitet als freier Kulturjournalist für verschiedene Zeitungen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Süddeutschland, im Jahre des Herrn 1094: Die Arbeit auf dem Bauernhof ist hart, aber Ursula ist froh, ein Dach über dem Kopf zu haben. In der alten Ester findet sie sogar eine Freundin, von der sie die Kräuterheilkunst erlernt. Doch dann fällt der Blick des falschen Mannes auf die junge Magd. Als sie schwanger wird, jagt man Ursula mit Schimpf und Schande davon. Mühsam schlägt sie sich durch – bis zu dem Tag, an dem Wanderprediger zur Befreiung des Heiligen Landes aufrufen. Für Ursula beginnt eine abenteuerliche Reise im Kreuzfahrertross voller Schlachten, Entbehrungen und Gefahren, aber auch unerwarteter Zärtlichkeit …

Meine Meinung:
Historische Bücher lese ich ja gerne und über die Kreuzzüge habe ich auch schon einiges gelesen. Deshalb war ich auf dieses Buch gespannt, ich versprach mir dadurch eine weitere Sichtweise auf die damaligen Geschehnisse.

Ursula, eine junge Waise wird als Hilfsmagd von Verwandten aufgenommen. Leider hat der Jungbauer Gefallen an ihr gefunden und verleugnet sie aber, als sie von ihm schwanger wurde. Sie wird verstoßen und macht sich auf einen sehr langen und weiten Weg ins Ungewisse.

Ich weiß ja, dass die jungen Mädchen damals nicht viel von der Welt wussten, woher auch, wenn sie abgeschieden auf einem Bauernhof leben, aber Ursula kam mir auch in Dingen des täglichen Lebens etwas sehr naiv vor. Auf die Einzelheiten will ich jetzt nicht im Einzelnen eingehen, vielleicht habe ich das auch zu kritisch gesehen. Auf jeden Fall trifft Ursula auf ihrem Weg immer wieder sehr hilfsbereite Menschen. Sie lernt Hilde kennen, die ihr eine gute Freundin wird und mit der sie sich auf den Weg nach Jerusalem macht.
Interessant fand ich die Schilderungen über die Erlebnisse der beiden Frauen. Allerdings wurde einiges zu ausführlich beschrieben und ein anderes Mal waren mit einem Satz Wochen oder Monate vergangen. Deshalb konnte ich mich mit dem Schreibstil des Autors nicht so gut anfreunden. Über manche Ausdrücke war ich auch verwundert, aber ich wollte meinen Lesefluss nicht unterbrechen und habe darüber hinweg gesehen.

Insgesamt gesehen fand ich das Buch schon interessant, allerdings auch zu langatmig. Es hat lange gedauert, bis ich endlich von Ursula selber etwas lesen konnte. Ich lernte sie kennen, als sie mit ihrer Freundin Hilde und anderen Kreuzfahrern vor den Mauern von Arqas zeltete. Danach wurde die Geschichte in zwei Zeitsträngen erzählt, Ursula befindet sich kurz vor der Geburt ihres Kindes und erinnert sich an die Erlebnisse auf dem Bauernhof und auf ihrer Reise. Das kenne ich von anderen Büchern und finde es auch ganz gut. Allerdings kann ich mich überhaupt nicht darüber freuen, wenn ein Buch abrupt endet und ich "gezwungen" bin, die Fortsetzung zu lesen. Ich finde es besser, wenn die Geschichte abgeschlossen ist und ich frei entscheiden kann, ob ich das nächste Buch lese.

Fazit:
Wenn ich ehrlich bin, möchte ich jetzt das Buch nicht unbedingt weiterempfehlen. Ich hatte mir mehr versprochen und wie erwähnt, finde ich solch ein Ende gar nicht gut.

Mittwoch, 4. März 2015

Rezension: Liebeszauber und andere Katastrophen



Autorin: Birgit Kluger

Titel: Liebeszauber und andere Katastrophen

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 1. März 2015

Seiten: 112

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Birgit Kluger begann mit dem Schreiben von Romanen bereits vor zwei Jahrzehnten, fand aber erst in den letzten beiden Jahren die Zeit, sich ernsthaft dieser Leidenschaft zu widmen. Die Weltenbummlerin hat schon auf Mallorca, in den USA und den Seychellen gelebt und wohnt jetzt im Süden Deutschlands.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Schlimmer geht es nicht mehr, denkt sich Lara und versucht ihrem Liebesleben mit einem magischen Ritual auf die Sprünge zu helfen. Es funktioniert wohl etwas zu gut, denn plötzlich stehen zwei Kerle vor ihrer Tür, statt des einen Traummannes, den sie eigentlich beim Universum bestellt hatte. Ein Ende der Turbulenzen ist nicht abzusehen. Sie wird widerstrebende Besitzerin einer Katze, ein Voodoozauber geht schief und ihre beste Freundin kündigt ihr die Freundschaft.


Meine Meinung:
Ab und zu lese ich gerne mal etwas leichtes und deshalb habe ich dieses Buch erworben, zumal das Buchcover sehr ansprechend aussieht und ich wissen wollte, was sich hinter der Kurzbeschreibung noch so alles versteckt.
Die Protagonistin fühlt sich zu esoterischem hingezogen und versucht zunächst mit einem besonderen Ritual ihren Traummann sozusagen in Auftrag zu geben. Allerdings bemühen sich auf einmal zwei Männer um sie. Ist das nun schief gelaufen oder nicht? Auch andere Dinge lassen Lara an ihrer Eignung zweifeln. Was sie noch so alles erlebt, hat die Autorin sehr humorvoll beschrieben. Wobei ich mir selber nicht sicher war, ob ich Lara ernst nehmen kann. Mir war ja bewusst, dass ich das Buch nicht sehr ernst nehmen darf, aber bei mir kam doch der Gedanke auf, was ein bestimmter Flug kostet und ob man mal soeben irgendwo hinfliegt. Habe ich nun jemanden neugierig gemacht? Mehr verrate ich aber nicht.


Fazit:
Für Zwischendurch zu lesen ist das Buch bestens geeignet.