Donnerstag, 30. April 2015

Rezension - Der Holundergarten

Autorin: Susanne Schomann

Titel: Der Holundergarten

Genre: Roman

Version: eBook und Broschiert

erschienen: 10. Februar 2015

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene Achtung: erotische Szenen

Verlag: Mira Taschenbuch
zur Bestellung: klick hier


Die Autorin Susanne Schomann stammt aus Hamburg. Sobald sie lesen konnte, wurde sie zu einer sprichwörtlichen Leseratte. Inspiriert zu ihren romantisch-erotischen Romanen haben sie Nora Roberts, Julia Quinn – und die grenzenlose Weite von Ost- und Nordsee, wo sie regelmäßig ihre Urlaube verbringt. Die Autorin ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in ihrer Heimatstadt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Mann mit einer dunklen Vergangenheit, ein Dorf voller Geheimnisse – eine neue großartige Lovestory von Susanne Schomann! Niemals hätte Luisa damit gerechnet, dass Rafael Brix noch einmal in sein Heimatdorf in der Lüneburger Heide kommen würde. Zu schrecklich sind die Vorwürfe, die bis heute auf ihm lasten. Doch ein Todesfall hat ihn zurück nach Lunau geführt, zurück in Luisas Leben. Noch immer umgibt ihn eine dunkle, rebellische Aura. Und genau das lässt Luisas Herz wie damals schneller schlagen. Dabei weiß sie genau, dass sie ihn nicht begehren darf. Denn Rafael will ihr alles nehmen: ihr geliebtes Zuhause und ihre Arbeit. Luisa fühlt sich hin- und hergerissen zwischen Verzweiflung, Wut … und einer noch immer brennenden Leidenschaft.

Meine Meinung:
Vor ein paar Tagen habe ich eine Umfrage gesehen, Leser wurden gefragt worauf sie beim Buchkauf als erstes achten. Ich kann dazu eindeutig schreiben, dass ich mich sehr oft vom Buchcover verführen lasse. Bei diesem Buch war es wieder der Fall, das wunderschön gestaltete Cover hat mich magisch angezogen.
Dieses Buch war das erste, das ich von der Autorin Susanne Schomann gelesen habe, inzwischen weiß ich, dass es das zweite einer Trilogie ist. Allerdings ist es in sich abgeschlossen und ich hatte nicht das Gefühl Wissenslücken zu haben oder unbedingt das Buch "Wilder Wacholder" lesen zu müssen. Mir haben die kurzen Andeutungen genügt. Ich bin auch kein Freund ausführlicher erotischer Beschreibungen in Büchern und dachte manchmal, ich hätte mich bei meiner Auswahl im Genre vertan. Nun, es gibt ja auch die Möglichkeit ganze Seiten sehr flüchtig zu lesen und sich auf das zu konzentrieren, was wirklich interessiert. So bin ich dann bei diesem Buch vorgegangen, denn eigentlich hat mich vielmehr die Geschichte um Rafael und Luisa herum interessiert.

In dem kleinen Dorf muss vor langer Zeit etwas vorgefallen sein. was besonders Rafael sehr zu schaffen macht. Ich wollte unbedingt hinter das Geheimnis kommen. Da er mir sehr sympathisch war, glaubte ich auch an seine Unschuld, genau wie seine Freunde und eigentlich war ich sehr böse auf einige Bewohner des Dorfes. Luisa konnte ich in ihrer niedlich tollpatschigen Art ebenfalls gut leiden. Mich hat nur manchmal dieses Anschmachten genervt. Aber dafür kann die Protagonistin nichts, die Autorin hat sie dazu gemacht.

Sehr spannend hat die Autorin die Geschehnisse beschrieben, ich wollte unbedingt wissen, was damals los war und wer heute für die Schmierereien verantwortlich war und habe das Buch kaum aus der Hand gelegt. Da ich, wie erwähnt, einige Seiten extrem flüchtig gelesen habe, kam ich auch zügig voran. Wahre Abgründe taten sich im Laufe der Geschichte auf. Die Autorin hat Themen angesprochen, wie sie heute leider immer wieder vorkommen. Und die Anzahl der Personen auf die ich richtig sauer war, vergrößerte sich enorm. Man merkt, ich war so richtig mitten drin und vor Ort.
Es gab aber auch sehr schöne Momente, schade, dass ich sie hier nicht erwähnen kann, ohne zu viel zu verraten.

Auf jeden Fall hat mich die Autorin mit ihrem Buch die meiste Zeit begeistert. Die Beteiligten waren alle sehr sympathisch, zumindest die Freunde von Luisa und Rafael. Es  versteht sich von selbst, dass ich ebenfalls bestimmte Personen nicht leiden konnte.
Eigentlich könnte man nun denken, dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist, aber die Autorin hat für Überraschungen gesorgt, mir wurde nicht langweilig beim Lesen.

Fazit:
Ein Buch mit viel Spannung und Erotik. wer diese Mischung mag, wird das Buch vielleicht komplett mögen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich das nächste Buch lesen werde.

Ich möchte mich bei "Blogg Dein Buch" für das Rezensionsexemplar bedanken

Mittwoch, 29. April 2015

Rezension - Codename E.L.I.A.S. - Kaltgestellt


Autorin: Mila Roth

Titel:  Codename E.L.I.A.S. - Kaltgestellt

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 27. April 2015

Seiten: 154

Altersempfehlung: Erwachsene



Mila Roth ist ein Pseudonym der Autorin Petra Schier. Sie ist 1978 geboren und lebt mit ihrem Mann und einem Deutschen Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel, studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und arbeitet seit 2003 als freie Autorin. Unter ihrem Realnamen Petra Schier erscheinen ihre historischen Romane im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening sowie MIRA. Unter dem Pseudonym Mila Roth veröffentlicht die Autorin zum Teil verlagsunabhängig verschiedene Buchserien und -reihen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Während einer Anti-Terror-Ermittlung in Los Angeles fliegt die Tarnung des CIA-Agenten Michael Cavenaugh auf. Er gerät in eine Explosion und wird schwer verletzt. Als er wieder zur Besinnung kommt, sieht er sich einem unerwarteten Problem gegenüber: Kein Ausweis, keine Sozialversicherungsnummer, kein Bankkonto, kein Job. Jemand hat systematisch seine Identität ausgelöscht. Doch wer hat das getan und warum? Um Antworten zu finden, muss Michael sich nicht nur ausgerechnet mit den Menschen verbünden, denen er schon vor Jahren den Rücken gekehrt hat, sondern sich auch den Geistern seiner Vergangenheit stellen.

Meine Meinung:
Ich bin ja ein großer Fan der Bücher von Mila Roth und war gespannt auf die neue Buchserie von ihr. Normalerweise mag ich es ja gar nicht, wenn ich am Ende eines Buches die Worte "Fortsetzung folgt" lese. Aber hier lasse ich mich gerne darauf ein. Es kommt mir wie bei den Vorabendprogrammserien vor, da fieberte ich auch jede Woche dem nächsten Film entgegen. Und hier kann ich nur sagen, lasst Euch ebenfalls darauf ein. Mir scheint, uns Leser erwartet eine spannende Buchserie.

Michael Cavenaugh, ein CIA-Agent verunglückt bei einem Einsatz. Kurz danach muss er feststellen, dass es ihn "nicht mehr gibt". Irgendjemand hat alle Daten von ihm gelöscht und auch seine Konten verschwinden lassen. Nun hat er ein sehr großes Problem ohne Wohnung und ohne Geld. Wie er diese Situation meistert, hat die Autorin mit sehr viel Spannung geschrieben.
Aber ich erfahre nicht nur, wie Mike Arbeit findet, ich lerne auch einige wenige Freunde und seine Eltern kennen und erfahre einiges aus seinem Familienleben und aus der Vergangenheit.

Wie ich es von Mila Roth gewohnt bin, hat mich  auch  diese Geschichte von Anfang bis Ende gefesselt. Sie schreibt so wunderbar flüssig und ich habe das Buch mal wieder in einem Rutsch durch gelesen. Das lag aber auch daran, dass ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles entwickelt.

Wer die Bücher der Serie "Spionin wider Willen" von Mila Roth kennt und wegen der oft knisternden Spannung liebt, wird überrascht sein. In der neuen Serie kommt die Spannung ebenfalls nicht zu kurz, aber es ist wesentlich mehr Action dabei. Sie hat es wunderbar verstanden etwas ganz neues zu erschaffen.

Das Buchcover passt wunderbar zu dem Inhalt des Buches und es erkennt der kundige Leser auch gleich, dass die Serie in den USA, nämlich in Los Angeles angesiedelt ist. Das zeigt noch einmal die Vielseitigkeit der Autorin. Während die beliebte Spionin wider Willen im Rheinland lebt und arbeitet, wo sich Mila Roth sehr gut auskennt, hat sie LA noch nie besucht. Trotzdem fand ich es so gut beschrieben, dass ich das Gefühl hatte mit ihr vor Ort gewesen zu sein.

Fazit:
Ich erwähnte es ja schon, ich kann nur die Empfehlung aussprechen, lasst Euch auch auf diese Serie ein. Ich werde auf jeden Fall dabei bleiben und freue mich jetzt schon auf das nächste Buch.

Ich hatte das große Vergnügen das Buch als Testleserin vorab lesen zu dürfen. Dafür möchte ich Mila Roth vielmals danken, denn es ist auch eine ganz besondere Erfahrung für mich.

Rezension - Tante Frieda - Ein Hohe-Tanne-Krimi



Autorin: Heidi Gebhardt

Titel: Tante Frieda - Ein Hohe-Tanne-Krimi

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Oktober 2014

Seiten: 237

Altersempfehlung: Erwachsene



Heidi Gebhardt, geboren 1962, war früher als Kundenberaterin in Werbeagenturen tätig und arbeitet heute als freie Autorin. Schon früh hat sie ihre große Liebe zum Kochen und zur Kriminalliteratur entdeckt, der sie sich nach der Geburt ihrer Kinder noch mehr widmen konnte. Ihr erster Krimi um Tante Frieda erschien im Selbstverlag und war ein großer Erfolg in Hanau und Frankfurt. Die Autorin lebt seit über zehn Jahren im Hanauer Stadtteil Hohe Tanne.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Stadt, Land, Mord – Tante Frieda ermittelt! Gerade noch macht sich Tante Frieda mit ihrer Nichte Lena über ihre Leibspeise her, da ziehen dunkle Wolken auf. Im idyllischen Viertel Hohe Tanne wird eine Leiche gefunden. Überhaupt gab es erstaunlich viele Tote in letzter Zeit. Angeblich sind alle eines natürlichen Todes gestorben. Doch Tante Frieda ist misstrauisch. Irgendetwas stimmt hier nicht. Und während die Polizei glaubt, es ginge um Drogenhandel, ahnt Tante Frieda, dass die Dinge anders liegen: Schnell gewinnt sie das Vertrauen der Zeugen, lässt sie alle Geheimnisse ausplaudern und kommt dem wahren Täter auf die Spur.

Meine Meinung:
Kann es sein, dass es in jeder Familie eine Tante namens Frieda gibt? Oder zumindest eine Tante, die so fit und pfiffig ist, wie die Protagonistin in diesem Buch? Ich wünsche es auf jeden Fall allen.
Durch Zufall wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und da wir mal eine Tante Frieda hatten, war ich auch neugierig darauf. Ich sollte nicht enttäuscht werden.

Frieda Engel, eine sehr sympathische ältere Dame lebt mit ihrem Dackel Amsel in einem Ortsteil von Hanau, Hohe-Tanne. Auf ihren Spaziergängen mit Amsel sieht sie so einiges, was manches Mal nicht ganz in Ordnung zu sein scheint. Auf einmal häufen sich die Todesfälle in ihrer Gegend und einige Leute verhalten sich merkwürdig. Zusammen mit ihrer Nichte Lena will sie den Geheimnissen auf die Spur kommen. Was sie dabei alles erlebt, hat die Autorin sehr fesselnd geschrieben.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, Lena hat in der Ich-Form geschildert, was sie und ihre Tante unternommen haben. Im Wechsel kann ich in den Kapiteln verfolgen, was Tante Frieda und Lena erleben und gleichzeitig die zuständigen Ermittler bei ihrer Arbeit beobachten. Denn neben den beiden Frauen lerne ich auch Bärbel und Peter, die beiden Kommissare und noch weitere Mitarbeiter der Polizeidienststelle kennen. So sind es denn zwei Erzählstränge, in denen ich alles verfolgen kann.

Tante Frieda und Bärbel und Peter waren mir sehr sympathisch, auch mit den kleinen oder großen Macken, die jeder hatte. Mit Lena wurde ich nicht so richtig warm. Vielleicht wird sich das mit dem nächsten Buch ändern, denn ich weiß inzwischen, dass es ein weiteres Buch mit Tante Frieda als Hauptrolle geben wird.

Das Buchcover gefällt mir richtig gut, so stelle ich mir die Tante mit ihrem Dackel vor. Und in dem Bild ist alles vereint, was auch zum Buch gehört.

Die Geschichte in diesem Buch ist spannend, allerdings hatte ich ziemlich früh einen bestimmten Verdacht, der sich dann auch bestätigen sollte. Trotzdem kam mir das alles nicht vorhersehbar vor, denn es gab immer wieder neue Überraschungen.

Sehr gut finde ich, dass ich am Ende des Buches Rezepte von Tante Frieda nachlesen kann. Ich werde mich damit auf jeden Fall mal näher befassen, originell sind auch die Kommentare von Lena zu einigen Rezepten.

Fazit:
Wer Lust hat, eine pfiffige alte Dame beim Ermitteln zuzuschauen, sollte dieses Buch lesen. Mir hat es gefallen und ich werde bestimmt auch das zweite davon lesen.

Bei der Autorin möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich dieses "Tante-Frieda-Buch"  im Wust der vielen Bücher nicht entdeckt.

Dienstag, 28. April 2015

Rezension - Halbe Miete


Autorin: Nadja Quint

Titel: Halbe Miete

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. April 2015

Seiten: 316

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag. btb


Die Autorin Nadja Quint wurde 1959 in Ostwestfalen geboren und ist im Hauptberuf Fachärztin für Psychosomatische Medizin– ihre Kinder schämen sich noch heute dafür, wenn sie den Beruf der Mutter irgendwo angeben müssen. Dabei hilft ihr das Wissen um die Psyche des Menschen ganz ungemein, wenn sie sich ihrer liebsten Nebentätigkeit widmet: Kriminalromane schreiben. Nach mehreren historischen Krimis hat sie nun mit der Krimireihe um Lilo Gondorf, die ermittelnde Pensionswirtin aus Rügen, einen Grund gefunden, ganz oft auf die beliebte Ferieninsel zu reisen – natürlich ausschließlich zu Recherchezwecken.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ex-Polizistin Lilo Gondorf vermietet in Groß Zicker Ferienbungalows – und das mit großem Erfolg. Schließlich kann sie seit Jahren die Höchstwertung – Fünf Seesterne, verliehen von der Kurverwaltung Rügen – halten. Doch dann wird Lilos Gast Werner Koch, ein pensionierter Notar, bei einer Wanderung um den Bodden entführt. Die einzige Zeugin: seine blinde Ehefrau. Das macht Lilo ganz schön zu schaffen – und weckt in ihr die Sehnsucht nach dem alten Beruf. Und da die Polizei, unter anderem Lilos Tochter Verena von der Kripo Stralsund, auf der Stelle tritt, muss Lilo wohl oder übel selbst ermitteln. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn Oskar kommt sie dem entführten Notar auf die Spur – und einem handfesten Verbrechen …

Meine Meinung:
Ich stelle fest, dass ich mich in letzter Zeit häufig vom Buchcover verführen lasse. Dieses hat mich sehr angesprochen und deshalb habe ich mir den Klappentext durchgelesen, der dann den Ausschlag dazu gab, dass dieses Buch auf meinen Stapel landete.
Neugierig, wie ich es meistens bin, habe ich auch schnell mit dem Lesen begonnen. Ich hatte mich auf einen Krimi eingestellt, meine aber, dass es für mich eher ein schönes Buch war, was mich neugierig auf Rügen gemacht  hat. Sehr anschaulich wird die wunderschöne Gegend beschrieben und ich hatte alles wunderbar vor Augen und würde am liebsten sofort zur Insel fahren, um diese Eindrücke auch erleben zu können.
Die Geschichte drumherum war interessant zu lesen, allerdings empfand ich es nicht als sehr spannend. Natürlich war ich neugierig und wollte wissen, wer denn nun Werner Koch entführt hat. Die Autorin hat verschiedene Fährten gelegt und so konnte ich ebenfalls mit Lilo und Oskar, ihrem Nachbarn rätseln. Ob mir das immer glaubwürdig vorkam, steht hier jetzt nicht zur Debatte.
Die Protagonistin Lilo konnte ich ganz gut leiden und mir haben die Dialoge, die sie mit Oskar, ihrem netten Nachbarn führte, sehr gefallen.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und wie so oft konnte ich das Buch in einem Rutsch durchlesen. manche Passagen in diesem Buch hätte sie sich vielleicht sparen können, aber das ist vielleicht nur meine Meinung und andere Leser sehen dies anders.
Besonders gut gefallen hat mir der Steckbrief der Protagonistin am Anfang des Buches und am Ende das Interview mit ihr. Auch fand ich die kleine Landkarte sehr hilfreich, so wusste ich als Unkundige auch, wo sich die Beteiligten immer aufhielten.

Fazit:
Ein netter Krimi, der mir Rügen näher gebracht hat. Wer nicht laufend über Leichen stolpern möchte, wird an diesem Buch Freude haben.

Ich bedanke mich beim Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar

Montag, 27. April 2015

Rezension - Tea Time bei Mrs. Morland

Autorin: Angela Thirkell

Titel: Tea Time bei Mrs. Morland

Genre: Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: Neuauflage 29. September 2014
                       ursprünglich 1933

Seiten: 318

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Manhattan

Die Autorin Angela Thirkell (1890 bis 1961) hat zahlreiche Romane und Sachbücher geschrieben, unter anderem neunundzwanzig „Barsetshire-Romane”, die von den Lesern begeistert aufgenommen wurden. Der erste der Reihe, „Tea Time bei Mrs. Morland”, erschien 1933. Angela Thirkell war zwei Mal verheiratet und hatte vier Kinder.

Kurzbeschreibung, übernommen:
England in den 1930er Jahren. Weihnachten steht vor der Tür, und die erfolgreiche Autorin Laura Morland verbringt die Feiertage gemeinsam mit ihrem jüngsten Sohn Tony in ihrem Cottage im pittoresken High Rising. Doch die verschneite Idylle wird empfindlich gestört, denn Lauras betuchter Nachbar und Freund, George Knox, hat eine neue Sekretärin, und diese wiederum hat höchst zweifelhafte Absichten – das erkennt Laura sofort. Not amused beschließt sie einzuschreiten. Kann die clevere und couragierte Lady ihren Freund tatsächlich aus den Fängen seiner Goldgräber-Sekretärin befreien – und am Ende mit ein bisschen Kuppelei auch noch Georges Tochter zu ihrer langersehnten Verlobung verhelfen?

Meine Meinung:
Ich gestehe, bei diesem Buch war es das wunderschöne Cover, was mich angezogen hat. Die Kurzbeschreibung versprach mir ein Buch zum Schmökern. Also landete auch dieses Buch auf meinen Stapel der Bücher, mit denen ich an einer Challenge teilnehmen wollte.

Als ich das Buch dann in meinen Händen hielt, musste ich feststellen, dass die Autorin schon vor längerer Zeit gestorben ist und dieses Buch im Jahr 1933 geschrieben hat. Das machte mich nun besonders neugierig. Denn Bücher, deren Handlung im Jahr um 1930 spielen, gibt es reichlich, meist wurden sie allerdings in der heutigen Zeit geschrieben. Ich war gespannt, ob sich die Neuauflage und Übersetzung an den Ursprungsroman hielt und ich so einiges über den Zeitgeist und Schreibstil erfahre. Mit diesem Wissen und den Gedanken habe ich das Buch ganz anders gelesen. Ich war nicht so kritisch, wie ich das bei einer Autorin, die das Buch jetzt in unserer Zeit geschrieben hätte, gewesen wäre.

Die Protagonistin Laura, eine erfolgreiche fünfundvierzig jährige Autorin, holt ihren jüngsten Sohn Tony aus der Schule ab, um mit ihm in ihrem Cottage die Weihnachtsferien zu verbringen.  So erfahre ich gleich, welche Hobbies ein zehnjähriger Junge hat und was seine Mutter über ihre Söhne denkt. Gleichzeitig lerne ich viele Freunde von Laura und deren Lebensumstände kennen. Da ich mich ja auf einen Schmöker der damaligen Zeit eingestellt hatte, empfand ich die Geschichte als kurzweilige Unterhaltung. Im Grunde war es keine besondere Geschichte, die die Autorin geschrieben hat. Oft genug gab es das schon, einsame allein stehende Frau arbeitet als Sekretärin und will sich den Arbeitgeber angeln. Junge Leute schmachten sich an und brauchen ewig, bis sie sich ihre Liebe gestehen. Junge Frau pflegt kranke Mutter und hat keinen Beruf. Also wirklich nichts neues.  Hier war es ganz einfach interessant, weil Laura eine Frau war, die eigentlich mit beiden Beinen fest im Leben stand und ihren Freunden nicht nur mit ihren ehrlichen Worten half.
Viel mehr will ich jetzt vom Inhalt nicht schreiben, der eigentlich auch sehr vorhersehbar ist. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt.

Nach meiner Meinung entsprach der Schreibstil wirklich der damaligen Zeit, manches war für mich gewöhnungsbedürftig, aber wirklich gestört hat es mich nicht. Ich hatte sogar an vielen Redewendungen meinen Spaß, so würde sich heute niemand mehr ausrücken. Auch das Verhalten der Beteiligten fand ich sehr interessant, denn es war ja nicht ausgedacht, das heißt, so stellt sich ein Autor heute vor, wie es damals gewesen war, nein, ich konnte darauf vertrauen, dass die Autorin das beschrieb, wie es damals tatsächlich war.

Fazit:
Wer Lust darauf hat, ein Buch zu lesen, was vor sehr langer Zeit geschrieben wurde und keine allzu großen Ansprüche stellt, wird seine Freude daran haben. Man muss sich darauf einlassen.

Ich möchte mich beim Bloggerportal der Random Verlags Gruppe für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 26. April 2015

Rezension - Kaffeeklatsch mit Goldfisch

Autorin: Martha Sophie Marcus

Titel: Kaffeeklatsch mit Goldfisch

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 16. Februar 2015

Seiten: 315

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann


Die Autorin  Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, studierte Germanistik, Soziologie und Pädagogik und verbrachte anschließend zwei Jahre in Cambridge. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Lüneburg.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Antonia, 42, besitzt eine Apotheke im hübschen Jeetzeburg an der Elbe. Sie liebt ihre Arbeit, ihre beiden Töchter und ihren Mann Monty. Und doch plagt sie die Midlife-Crisis: Das Privatleben kommt zu kurz, die pubertierenden Töchter nerven, und Monty scheint jegliches erotische Interesse an ihr verloren zu haben. Als der Fluss über die Ufer tritt und halb Jeetzeburg unter Wasser setzt, zögert Antonia dennoch nicht lang. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Helen, der Stammkundin Petra und ihrer Angestellten Carolin hilft sie beherzt der betagten Frau Lilienthal, deren geliebtes Haus bedroht ist. Und plötzlich erscheinen ihre eigenen Probleme in einem ganz anderen Licht ...

Meine Meinung:
Das Cover und der Buchtitel waren es auch diesmal wieder, die meine Aufmerksamkeit erweckten. Außerdem machte mich die Kurzbeschreibung neugierig, so kam es, dass ich dieses Buch kurz nachdem ich es gesehen hatte, in meiner Hand hielt.

Als erstes lernte ich die vier Protagonistinnen dieses Buches kennen. Die Kapitel wechselten immer wieder zu einer der vieren, was mir sehr gut gefallen hat. Jede der vier Frauen hatte ein "Päckchen" zu tragen. Antonia steckt in einer Krise, familiär und beruflich. Helen verschließt die Augen vor der Tatsache, dass ihr Mann trinkt. Petra hat als allein erziehende Mutter von sechs Kindern reichlich Sorgen und Carolin mangelt es an Selbstbewusstsein. Sehr interessiert lese ich, was die vier Frauen erleben und wie sie damit klar kommen. Wer weiß, wie sich alles entwickelt hätte, wenn das Hochwasser sie nicht zusammen geschweißt hätte.

Mit viel Gefühl, aber auch Humor hat die Autorin beschrieben, wie selbst ein großes Unglück sich in Glück für alle wandeln kann. Es zeigt mal wieder, dass alle mit anpacken, wenn es nötig ist und miteinander reden, helfen kann, was ich ja sowieso immer wieder erwähne. Manchmal dauert es zwar etwas länger, bis die Beteiligten es endlich schaffen, aber besser spät als nie.
Sehr gut hat die Autorin es verstanden, alltägliche Probleme mit der Geschichte der Frauen zu verknüpfen. Über vieles haben einige sicher auch schon einmal nachgedacht oder sie finden sich in manchen Personen sogar wieder.

Bis jetzt bin ich noch nicht näher auf den Titel des Buches eingegangen und mancher wird sich fragen, was es denn damit auf sich hat. Aber darüber will ich jetzt nichts verraten, nur soviel dass auch ein Goldfisch eine wichtige Rolle in diesem Buch spielt. Welche, wird jeder im Laufe der Geschichte schon merken, wenn das Buch gelesen wird.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und das Buch leicht zu lesen. Allerdings hätte es mich gefreut, wenn das Ende nicht so schnell gekommen wäre. Vorher habe ich alles sehr ausführlich lesen können und am Ende kam es mir wie eine knappe Zusammenfassung vor. Wobei ich jetzt nicht den Epilog meine, das finde ich immer wieder gut. Vielleicht macht uns die Autorin die Freude und schreibt ein weiteres Buch, denn zu erzählen gibt es sicherlich reichlich.

Fazit:
Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle. Mag es auf den ersten Blick nach einem leichten Frauenbuch aussehen, stellt man aber schnell fest, dass vieles zum Nachdenken anregt. Gefühl und Humor - beides wurde sehr gut kombiniert.

Ich möchte mich vielmals beim Bloggerportal der Random Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 25. April 2015

Rezension - Strandperlen


Autorin: Tanja Janz

Titel: Strandperlen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Juni 2015

Seiten: 197

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch


Die Autorin Tanja Janz wollte schon als Kind Bücher schreiben und malte ihre ersten Geschichten auf ein Blatt Papier. Heute ist sie Schriftstellerin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen im Ruhrgebiet. Neben der Schreiberei und der Liebe zum heimischen Fußballverein schwärmt sie für St. Peter-Ording, dem einzigartigen Ort an der Nordseeküste.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Tschüß, St. Peter-Ording - Tante Lilo, nicht mehr ganz frische 65, muss aus Gesundheitsgründen in wärmere Gefilde ziehen. Aber was wird nun aus ihrer geliebten Strandperle? Entschlossen vermacht sie das Unternehmen ihren zwei Nichten Insa und Stephanie. Zwei gestandene Frauen, die sich nur vom Hörensagen kennen … Für Insa ist der Nordseeort eine willkommene Abwechslung zum Schnellimbiss in Gelsenkirchen, für Stephanie die perfekte Fluchtmöglichkeit von ihrem betrügerischen Ehemann in Düsseldorf. Doch kaum erreichen sie ihr Erbe, knirscht der Sand im Getriebe ihrer Hoffnung! Denn statt einer schnuckligen Strandpension hat ihnen Tante Lilo einen heruntergewirtschafteten Campingplatz vermacht. Watt für ein Sommer am Meer …

Meine Meinung:
Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, dachte ich: na, das kann ja heiter werden. Zwei sehr unterschiedliche Frauen erhalten Post von einem Notar und werden aufgefordert nach St.Peter-Ording zu reisen, um eine Schenkung anzunehmen. Insa und Stephanie, Cousinen die sich gar nicht kennen, erhalten von ihrer unbekannten Tante die Strandperle. Noch weiß ich nicht, was die beiden erwartet und sie wissen es ebenso wenig. Aber es scheint eine sehr interessante Geschichte zu werden. Insa hat studiert und sucht eine Anstellung, Stephanie ist verheiratet und hat keinen Beruf, dafür einen untreuen Ehemann und einen hoch intelligenten Sohn. Die eine kommt aus Gelsenkirchen und die andere aus Düsseldorf.

Deshalb freute ich mich, als ich die Möglichkeit erhielt, dieses Buch vorab zu lesen. Schon bei der Leseprobe war ich schnell mitten drin im Geschehen, was auch an dem guten Schreibstil der Autorin lag. Sehr anschaulich hat sie beschrieben, was die beiden Cousinen in St. Peter-Ording vorfanden, nämlich nicht das erwartete Strandhotel, sondern einen Campingplatz. Nach dem ersten Schock haben die beiden Frauen aber die Sache gemeistert. Mit viel Enthusiasmus haben sie sich Arbeit gesucht und auch um den Campingplatz gekümmert, was nicht immer leicht war, weil ihnen von vielen Seiten Steine in den Weg gelegt wurden. Der untreue verlassene Ehemann war da besonders fies. Aber die beiden haben sich nicht aufhalten lassen und dank vieler liebenswerter und hilfsbereiter Mitmenschen alles in den Griff bekommen.

Tanja Janz hat in dieser Geschichte viele Themen untergebracht, sei es nun die Arbeitssuche nach einem abgeschlossenen Studium oder die Schwierigkeiten einer alleinerziehenden Mutter, die keine Unterstützung von Mann erhält oder das Auseinanderleben verschiedener Familienmitglieder und die damit verbundene Zusammenführung von Verwandten. Natürlich kommt die Liebe auch nicht zu kurz. Das Leserherz kommt voll auf seine Kosten und man möchte am liebsten auch den Koffer packen und sich am Strand erholen.

Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben, allerdings fand ich, dass es am Ende viel zu schnell ging. Vorher wurde alles sehr ausführlich beschrieben und dann ging es furchtbar schnell. Schade, das hätte nach meiner Meinung etwas ausgebaut werden können. Schließlich habe ich als Leserin vorher auch mitgelitten und wollte wissen, wie es mit dem Campingplatz und den Cousinen nun weiter geht.
Im Epilog wurde zwar einiges erwähnt, was mich interessierte, aber das war mir einfach zu kurz angerissen. Schade.

Fazit:
Ein nettes Buch, das Lust auf den Sommer an der See macht und auch bestens geeignet ist, mit in den Sommerurlaub zu reisen.

Ich danke vorablesen.de für das Rezensionsexemplar.

Freitag, 24. April 2015

Rezension - Luderplatz


Autorin: Katrin Jäger

Titel: Luderplatz

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. Januar 2913

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet


Die Autorin Katrin Jäger wurde 1970 in Münster geboren und wuchs in dem nahe gelegenen Dorf Westbevern-Vadrup auf. Nach ihrem Publizistik-Studium volontierte sie an der Berliner Journalisten-Schule und arbeitete danach als Reporterin, Redakteurin und stellv. Ressortleiterin bei der B.Z., Berlins größter Zeitung. Vor ein paar Jahren ging sie der Liebe wegen in ihr Heimatdorf zurück und lebt dort mit ihrer Familie in einem Haus mitten auf einer Wiese.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Viktoria Latell, Polizeireporterin beim „Berliner Express”, erhält eines Morgens einen Hilferuf von ihrem Fotografenkollegen Mario. Dieser war über Nacht mit einer Frau zusammen, findet aber außer Blut im Badezimmer keine Spur von ihr. Als Viktoria und Mario herauskriegen, dass die verschwundene Herzdame aus der Münsterländer Provinz stammt, schmieden sie umgehend Reisepläne. Dort angekommen entdecken sie zahlreiche Spuren, die sie nicht immer auf die richtige Fährte locken. Und die wiederholt nach Berlin zu einem noch immer nicht aufgeklärten Vermisstenfall weisen …

Meine Meinung:
Ich weiß jetzt nicht, was mich dazu verführt hat, dieses Buch zu lesen. Es kann das auffallende Buchcover gewesen sein, es kann aber auch an dem Buchtitel gelegen haben. Auf jeden Fall wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und auch nicht enttäuscht.
Allerdings stellte ich sehr schnell fest, dass es wohl das zweite Buch einer Serie sein müsste. Die Autorin erwähnte immer wieder Fälle oder Begebenheiten aus der Vergangenheit. Ich hatte jetzt aber nicht das Gefühl, Wissenslücken zu haben.

Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und ich habe es dann auch geschafft, es in einem Rutsch durchzulesen. Allerdings haben mich anfangs die verschiedenen Handlungsstränge etwas irritiert, es bedeutete, dass man sehr genau aufpassen und sich konzentrieren musste, Aber es dauerte nicht lange und ich kam damit klar. Dieser Wechsel erhöhte natürlich auch die Spannung in dem Buch.

Die Protagonistin Viktoria war mir eigentlich recht sympathisch, ich konnte aber nicht alle ihrer Handlungen nachvollziehen und gut heißen. Es zeigt aber auch, wie schnell man sich beeinflussen lässt und auf falsche Fährten geführt wird.

Die Autorin hat es auf jeden Fall sehr gut verstanden, zwei besondere Fälle nebeneinander laufen zu lassen und mich als Leserin an das Buch gefesselt. Am Ende wird alles zusammengeführt und klärt sich bestens auf. Fragen blieben keine mehr offen und im Epilog habe ich dann sogar noch mehr erfahren, als ich vielleicht erwartet hatte.

Anfangs erwähnte ich, dass vielleicht der Buchtitel den Ausschlag gegeben hat, dass ich mich für das Buch interessiere. Auf jeden Fall ist der Begriff sehr zweideutig zu verstehen und nach dem Lesen des Buches sehe ich das immer noch so.

Fazit:
Ein spannender Krimi, wo ich als Leser mal nicht weiß, wie sich alles abgespielt hat und ich mit den Protagonisten rätseln und Schlüsse ziehen kann.

Ich bedanke mich beim Verlag blanvalet für das Rezensionsexemplar

Rezension - Double für eine Leiche


Autorin: Regula Venske

Titel: Double für eine Leiche

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 3. März 2015 als eBook

Seiten: 185

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks der eBook Verlag


Die Autorin Regula Venske, geboren 1955, lebt nach Lehrtätigkeiten an der Universität Hamburg, der FU Berlin, der University of London und diversen Ausflügen ins Angestelltendasein (Literaturredakteurin bei BRIGITTE, Verlagsleiterin des Rotbuch-Verlags u.a.) als freie Schriftstellerin in Hamburg. Zahlreiche wissenschaftliche und journalistische Veröffentlichungen, zu Männerbildern und Frauenliteratur

Kurzbeschreibung, übernommen:
Mausetot ist er. Dabei hatte Literaturagentin Joyce Mangold mit ihrem Goldesel, Autor Jerry Eisenstein, noch Großes vor. Vor allem das ganz große Geld – doch der hat vor seinem denkbar ungelegenen Ableben versäumt, wichtige Verträge zu unterzeichnen. Um nicht leer auszugehen, sieht sie nur eine einzige Möglichkeit: Ein Doppelgänger muss her, um den leichenstarren Literaten zu ersetzen. Doch schon bald weilt auch der Reservepoet nicht mehr unter den Lebenden …

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung las sich ganz interessant und deshalb habe ich mich näher für dieses Buch interessiert. Krimis, die ich lese, müssen nicht immer viele Leichen vorweisen, bei mir ist das drumherum oft viel wichtiger und wie die Protagonisten mit den Gegebenheiten umgehen.
Ich hatte mir also einen spannenden Krimi vorgestellt und musste nach einigen Seiten feststellen, dass in meinen Augen noch gar nichts besonderes passiert ist.

Die Protagonistin Joyce Mangold erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht in der Ich-Form, was mir eigentlich immer gut gefällt, denn so bekomme ich als Leserin auch sehr schnell mit, was diejenige denkt und warum sie so handelt. Allerdings kam mir der Anfang sehr langatmig vor, weil Joyce mit ihren Gedanken immer wieder in die Vergangenheit ging. Es mag ja sein, dass ich das als Leserin wissen sollte, damit ich einige Zusammenhänge erkenne, aber ich wollte lieber wissen, was vor Ort passiert. Sympathisch wurde mir die Protagonistin ebenfalls nicht, sie kam mir vielfach sehr naiv vor.

Mit diesem Buch konnte ich mich leider gar nicht anfreunden, dachte ich anfangs noch, dass die Schilderungen aus Sicht der Autorin wichtig sein müssen und ich das nur nicht zu schätzen weiß. Aber als sich im Laufe weiterer Kapitel nichts änderte, habe ich kurz überlegt, das Buch abzubrechen. Allerdings gibt es da meine übergroße Neugierde, ich dachte mir, dass doch endlich mal etwas passieren könnte, was einigermaßen glaubhaft ist und deshalb habe ich das Buch bis zum Ende gelesen.

Insgesamt gesehen, war es interessant zu lesen, was Jocye alles unternehmen muss, damit ihr Vorhaben gelingt. Denn nach Murphys Gesetz sind alles mögliche schief. Allerdings blieben in meinen Augen reichlich Fragen offen und einiges erschien mir dann doch sehr unglaubwürdig, selbst wenn ich die schriftstellerische Freiheit mal außer Acht lasse.

Fazit:
Leider kann ich persönlich nun keine Lesempfehlung abgeben, denn mich hat das Buch überhaupt nicht überzeigen können.

Dem Verlag dotbooks danke ich für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 23. April 2015

Rezension - Ein Tod(d) zum Verlieben


Autorin: Katja König

Titel: Ein Tod(d) zum Verlieben

Genre: Fantasy

Version: eBook

erschienen: 4. März 2015

Seiten: 293

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks der eBook-Verlag

Die Autorin Katja König ist nach einem abenteuerlichen Leben eine Frau in den besten – gefühlt: allerbesten – Jahren. Die gelernte Journalistin und Drehbuchautorin liebt privat Musizieren am Keyboard, Ski-Langlauf und gute Hollywood-Filme. Ob König den Tod(d) aus ihrem Buch auch schon im „richtigen Leben“ getroffen hat, ist ihr nicht zu entlocken. „Kein Kommentar, darüber haben wir striktes Stillschweigen vereinbart!“ König ist zu ihrer eigenen Verblüffung bereits seit 14 Jahren glücklich verheiratet. Sie arbeitet und lebt überwiegend in der Weltmetropole Berlin.

Kurzbeschreibung, übernommen:
„Was, wenn der perfekte Mann nicht ganz von dieser Welt ist?“ In Lea Jungs chaotischem Leben taucht auf einmal ein neuer Mann auf. Der sieht nicht nur verdammt sexy aus, sondern ist auch noch hilfsbereit und einfühlsam. Und dieser Mann scheint tatsächlich Gefallen an Lea gefunden zu haben – der zweifachen Mutter, die von ihrem einstigen Traumprinzen gerade gegen ein junges Flittchen ausgetauscht wurde. Lea kann ihr Glück kaum fassen: Der neue Mann in ihrem Leben scheint einfach zu perfekt, um wahr zu sein. Und in gewisser Hinsicht ist er das auch, denn er ist angeblich der leibhaftige Tod. Trotz allem fühlt sich Lea unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Doch was Lea nicht ahnt: Der Tod hat einen mächtigen Gegenspieler – und der Teufel höchstpersönlich hat beschlossen, ihr das Leben zur Hölle auf Erden zu machen …

Meine Meinung: 
Das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass ich den Tod fast noch lieb gewonnen hätte. Nein, macht Euch keine Sorgen um mich, sondern lest auch dieses Buch, dann kann man es besser verstehen. ;)

Es hat ja schon immer Bücher oder Filme gegeben, in denen der Teufel mitspielt, Vorstellungen, wie er aussieht haben wir alle genügend. Aber bisher hatte ich noch nicht den Tod dabei. Mit diesem Buch sollte es sich ändern. Tod und Teufel, ich dachte eigentlich, die beiden arbeiten irgendwie Hand in Hand. Da wurde ich aber eines besseren belehrt.

Lea Jung hat reichlich  Probleme seit ihr Mann sie mit zwei Kindern allein gelassen hat. Nicht nur die Konten hat er leer geräumt, sondern auch noch eine neue Frau mit in sein neues Leben genommen. Zu allen Problemen kommt noch ein weiteres hinzu, sie wird ihren Job verlieren und hat dann gar kein Geld mehr zur Verfügung. Mitten in diesem ganzen Trubel taucht vor ihren Augen immer wieder ein sehr attraktiver Mann auf und verschwindet aber auch sehr schnell wieder.
Lea zweifelt an ihrem Verstand und ich hatte meinen Spaß, sie bei allem zu beobachten. Nein, gemein bin ich auch nicht. Die Autorin hat es einfach wunderbar verstanden, die Geschichte zu erzählen. Mit sehr viel Humor und reichlich Spannung hat sie geschildert, was Lea alles passiert und wie sie damit klar kommt.
Die Protagonistin Lea war mir sehr sympathisch und ich erwähnte es ja schon, ich habe den Tod fast lieb gewonnen, aber nur fast, viel lieber mochte ich Todd. Wieso? Das kann ich leider nicht schreiben, ohne etwas vom Inhalt zu verraten und das mache ich ja nie.
Das Buchcover ist total süß, in dieses Teufelchen könnte ich mich sofort verlieben. Aber vorsichtig, so richtig zum Inhalt des Buches passt es nicht. Auch hier trügt der Schein.

Der Schreibstil von Katja König hat mir sehr gut gefallen, von Anfang bis Ende hat mich das Buch gefesselt. Sie hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht. Obwohl ich dieses Buch im Genre Fantasy einordne kommt sehr viel reales drin vor. Es macht nachdenklich und überrascht an vielen Stellen.

Fazit:
Ich möchte dieses Buch sehr gerne weiterempfehlen, es bietet dem Leserherz so vieles und gehört für mich zu den Büchern, die einem "gut tun"

Ich bedanke mich beim Verlag dotbooks für das Rezensionsexemplar, Ihr habt mir damit ein wunderbares Lesevergnügen beschert.

Blogtour - Der Glanz der Südseemuscheln



Schon beim Lesen des Buches "Unter dem Südseemond" fiel mir auf, dass mir gar nicht bewusst war, dass Deutschland auch in der Südsee Kolonien hatte. Nachdem ich nun dieses Buch  gelesen und mich für die Teilnahme an der Blogtour beworben hatte, stand für mich fest, dass ich mich näher mit diesem interessanten Thema befassen und es auch zum Inhalt meines Beitrages machen wollte und somit begrüße ich Euch heute, am 4. Tag der Blogtour recht herzlich


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Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat Deutschland erst sehr spät mit der Kolonisierung begonnen. Jeder von uns kennt ja wohl das Wettrennen verschiedener Großmächte neue Gebiete zu finden und zu erschließen. Spanien und England waren die größten und haben bereits im 15. Jahrhundert mit der Gewinnung neuer Gebiete begonnen.

Deutschland oder besser gesagt, das "Deutsche Kaiserreich"  hat erst Ende des 19. Jahrhunderts mit der Kolonisierung begonnen. Bismarck war zunächst dagegen, aber durch  Kaiser Wilhelm II und seine Weltpolitik versuchte Deutschland durch Erwerb von Handelsvertretungen seinen Kolonialbesitz auszubauen. Ausgewanderte Deutsche gründeten in Übersee Siedlungen, die bisweilen als „deutsche Kolonien“ bezeichnet werden. Man wollte die Auswanderer nicht an andere Länder verlieren und mit ihnen ihre Absatzmärkte erweitern.

Ich denke mal, es ist allen bekannt, dass Deutschland in Afrika Kolonien hatte. Bei Wikipedia habe ich ein Schaubild gefunden, das uns zeigt, wie groß das Kaiserreich damals war und wo es Deutsche Kolonien und Schutzgebiete gab.



Wenn ich mir das Bild ansehe, dann wächst meine Hochachtung für die Leute, die sich auf diesen weiten Weg machten. Sie wollten der Hoffnungslosigkeit im eigenen Land entfliehen und machten sich auf den Weg ins Unbekannte. Sie hofften dort ein besseres Leben führen zu können. Manchen ist es gelungen und sie passten sich dem Land und den Gegebenheiten an.


Sie waren zwar weit weg vom Kaiser, aber sein Arm und seine Politik waren auch dort noch zu spüren. Wenn ich das nächste Bild betrachte, dann ist mir auch klar, warum dort die Auswirkungen des Krieges zu spüren waren. "Deutsch-Samoa" war umgeben von den Kolonien vieler Länder.



















Unsere Protagonisten wanderten zunächst nach Deutsch-Samoa aus und mussten sich dem dortigen Leben anpassen. Leider wollten und konnten das viele Deutsche gar nicht, sie verhielten sich, als wären sie noch zu Hause im Deutschen Kaiserreich. Die Kleidung war nicht passend und mit der einheimischen Bevölkerung wollten viele nichts zu tun haben. Die besonders cleveren stellten sich um und hatten es dadurch natürlich viel leichter.
Sehr viele waren damals der Meinung, dass der Kaiser sehr weit weg ist und sie mit seiner Politik gar nichts mehr zu tun hätten. Leider zeigte es sich, dass die Auswirkungen des 1. Weltkrieges bis zu den weit entfernten Inseln reichten.

Ich könnte hier noch wesentlich mehr über die Kolonien schreiben, aber ich möchte niemanden damit langweilen. Ich habe die Quelle angegeben und wer sich ausführlicher informieren möchte, kann dies bei Wikipedia gerne machen.

Mir ging es hier hauptsächlich darum, vor Augen zu führen, dass Deutschland noch andere Kolonien hatte und welch weite Wege die Menschen damals zurück legten. Außerdem finde ich, dass die Autorin Regina Gärtner in beiden Büchern wunderbar beschrieben hat, wie das Leben damals auf Samoa und in Australien war.

Übrigens, nach der Niederlage 1918 verlor Deutschland durch den Versailler Vertrag offiziell alle Kolonien.



Quelle: Wikipedia Deutsche Kolonien und Schutzmächte


Morgen geht es weiter mit der Blogtour auf der Seite von Binchens Bücherblog



Auch bei dieser Blogtour gibt es etwas zu gewinnen


Ich würde mich über einen Kommentar unter diesem Beitrag sehr freuen, aber auch wenn Ihr diesen Beitrag auf Facebook und an anderen Stellen teilt.
Alle, die hier einen Kommentar geschrieben haben, landen in den Lostopf und haben dadurch die Möglichkeit dieses tolle Buch zu gewinnen. 

Dienstag, 21. April 2015

Rezension - 24 Stunden - 24 Autoren


24 Autoren:
Poppy J. Anderson,  Elke Bergsma, Béla Bolten,  David Gray, Marcus Hünnebeck, Hannah Kaiser, Siegfried Langer, Karola Löwenstein, Nika Lubitsch, Vanessa Mansini, Matthias Matting, Jule Meeringa, Michael Meisheit, Hanni Münzer, Petra Röder, B.C. Schiller, Klaus Seibe, Catherine Shepherd, Hannah Siebern. Babsy Tom, Daphne Unruh, Mike Wächter, Kirsten Wendt,  Ella Wünsche

Titel: 24 Stunden 24 Autoren

Genre: mixed

erschienen: 11. März 2015

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene


Kurzbeschreibung, übernommen:
Solch einen Tag hat das Grandhotel am Kurfürstendamm noch nicht erlebt: Ein Sportstar verschwindet, ein Mann stürzt aus dem Fenster zu Tode, eine wilde Schießerei – und das sind nur die offensichtlichen Dramen. Denn es gibt auch noch die Liebespaare mit großen und kleinen Nöten, die Gesellschaften, die sich im Verborgenen treffen, die Footballmannschaft, die das Hotel auf den Kopf stellt, den Interpol-Kongress mit zahlreichen erfahrenen Ermittlern und eine Besucherin aus einer anderen Welt.
„24 Stunden – 24 Autoren“ erzählt Stunde für Stunde dieses Tages. Je eine Stunde wurde von einem Autor geschrieben. Mit seiner Hauptfigur – wohlbekannt aus den eigenen Werken. Dabei wechseln sich die Genres ab: Krimi mit Liebesroman, Fantasy mit Thriller, Science Fiction mit Humor. Jedes Kapitel ist eine kleine Geschichte für sich. Alle zusammen verbindet der rote Faden der großen Frage: Wer steckt hinter den ominösen Ereignissen des Tages? 24 der erfolgreichsten unabhängigen Autorinnen und Autoren haben sich für dieses einmalige literarische Experiment verbunden und in Eigenregie ihre Figuren, ihr Können und ihre Ideen zusammengeworfen zu einem Feuerwerk an spannenden, witzigen und gefühlvollen Geschichten. Und zu einem Roman, den es so garantiert noch nie gegeben hat ...

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich begeistert! Das gab es ja wirklich noch nie. 24 verschiedene Autoren haben jeweils ein Kapitel in ihrem eigenen Stil geschrieben. Einige der Autoren kannte ich bisher schon und war nun wirklich neugierig, ob dieses Experiment gelingen wird.
Es gab natürlich einen roten Faden, der sich durch das ganze Buch zog, aber es kamen auch sehr sehr viele Beteiligte darin vor. Manchmal dauerte es einen kleinen Moment bis ich Zugang zu dem Kapitel fand, aber den Lesefluss hat es nicht gehemmt.

Als Leserin hatte ich nun die Möglichkeit 24 Stunden eines Tages in einem Grandhotel in Berlin zu verfolgen. Es war richtig viel los, ein Kongress fand statt, eine Footballmannschaft hat dort übernachtet und auch viele andere Gäste sorgten dafür, dass besonders die Hotelchefin Melanie überhaupt nicht zur Ruhe kam.
Ich möchte hier nun nicht auf jedes Kapitel eingehen, das würde einfach den Rahmen sprengen, außerdem würde ich dadurch auch zu viel vom Inhalt preisgeben müssen. Deshalb fasse ich es kurz zusammen, es ist den 24 Autoren wunderbar gelungen und wer sich als Leser auf wechselndes Genre und Schreibstil einlassen möchte, wird sehr viel Spaß mit dem Buch haben. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz.

Fazit:
Eine tolle Idee, sehr gut umgesetzt. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Rezension - Die Magie der kleinen Dinge


Autorin; Jessie Burton

Titel: Die Magie der kleinen Dinge

Genre: Historisch, Fantasy

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 16. März 2015

Seiten: 473

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Limes

Dies teilt uns die Autorin über sich mit:
Ich bin als Einzelkind in London geboren und aufgewachsen, habe Englische und Spanische Literaturwissenschaft an der Oxford University studiert und anschließend Schauspiel an der Central School of Speech and Drama. Danach habe ich acht Jahre als Schauspielerin am National Theatre und anderen Theatern gearbeitet – zwischen Schauspielengagements war ich auch persönliche Assistentin im Finanzwesen in London. Die Magie der kleinen Dinge habe ich 2009 begonnen. Ich lebe in Südwesten von London mit meinem Partner. Ich lese gern, genieße es in meinem Garten zu sitzen und gut zu essen und mache gern ab und an ein Nickerchen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – und Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden …

Meine Meinung:
Nicht nur die kleinen Dinge strahlten eine gewisse Magie aus, auch das Buch zog mich magisch an. Obwohl es lange dauerte, bis ich Zugang zur Geschichte fand. Zunächst lernte ich Nella kennen, die 1686 als junge Ehefrau aus ihrem kleinen Heimatdorf nach Amsterdam zieht. Sie ist nun mit dem Handelsmann Johannes Brandt verheiratet und fühlt sich in seinem Haushalt anfangs sehr unwohl. Mit ihr gemeinsam lernte ich die anderen Hausbewohner und später die Bekannten von Johannes kennen. Einige verhalten sich schon etwas merkwürdig und ich war, genau wie Nella, neugierig, weshalb sie das taten.

Nella bekam von ihrem Mann ein Puppenhaus geschenkt, das die genaue Nachbildung des eigenen Hauses hatte und nun sollten sich viele Dinge ereignen, die etwas mysteriös waren. Jetzt hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen. Ich wollte unbedingt wissen, was noch alles passiert, wie alles zusammenhängt.

Die Autorin hat wunderbar fesselnd beschrieben, wie sich das Leben damals abspielte und es auch wunderbar verstanden, die Magie der kleinen Dinge mit der Geschichte zu verknüpfen. Für mich wurde es nun spannend, denn inzwischen kannte ich die "Macken" aller und hatte alle Hausbewohner in mein Leserherz geschlossen. Ganz besonders aber Nella, die sich von dem unbedarften Mädchen in eine bewusste Frau verwandelt hat. Es hat sehr viel Spaß gemacht dies zu beobachten.

Das Buchcover zieht einen auch magisch an und nach dem Lesen des Buches kann man es bestens verstehen. Im Umschlag finde ich viele Hinweise, wie begeistert die Presse in England dieses Buch feiert. Meist macht mich das etwas skeptisch, denn oft genug habe ich erlebt, dass Bücher hochgejubelt wurden und dann nicht das versprachen, was sie angeblich halten sollten. Bei den esten Kapiteln hatte ich auch so meine Bedenken, konnte dann aber feststellen, dass dieses Buch doch die Lobpreisungen verdient hat. Schade fand ich da nur, dass es mich nicht gleich zu Beginn in seinen Bann ziehen konnte. Manch ein Leser würde vielleicht schon wieder aufgeben, aber ich kann nur sagen, es lohnt sich durchzuhalten.

Fazit:
Wer mal ein etwas anderes Buch lesen möchte - Historisch mit Magie verknüpft, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Ich bedanke mich beim Verlag Limes für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 19. April 2015

Rezension - Wer im Dunkeln bleibt

Autorin: Deborah Crombie

Titel: Wer im Dunkeln bleibt Band 16

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 16. März 2015

Seiten: 412

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann


Von der Autorin  Deborah Crombies höchst erfolgreiche Romane um Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma James von Scotland Yard wurden mit dem "Macavity Award" ausgezeichnet und für den "Agatha Award" und den "Edgar Award" nominiert. Die Autorin lebt mit ihrer Familie im Norden von Texas, verbringt aber viel Zeit in England, wo ihre Romane angesiedelt sind.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Am Londoner St. Pancras Bahnhof wird ein Bombenanschlag verübt, bei dem mehrere Menschen verletzt werden. Ryan March, Mitglied einer Protestgruppe, der eine verdächtige Tasche mit sich führte, stirbt. War er der Täter? Superintendent Duncan Kincaid übernimmt die Ermittlungen, muss aber feststellen, dass die einzelnen Puzzleteile des Falls überhaupt nicht zueinanderpassen. Mit Hilfe seiner Frau, Inspector Gemma James, kommt er schließlich peu à peu den Hintergründen der Tat auf die Spur. Doch was er entdeckt, ist unfassbar grausam ...

Meine Meinung:
Als Fan der Serie, in denen Gemma James und Duncan Kincaid ermitteln, war es klar, dass ich auch die 16. Folge lesen wollte. Schließlich habe ich die beiden, ihre Kinder und Freunde im Laufe der Jahre sehr gut kennen gelernt und wollte natürlich wissen, wie es in ihrem Leben weitergeht. Hier wurde ich schon mal nicht enttäuscht, denn die Autorin hat es auch diesmal wieder verstanden das private mit dem dienstlichen zu vermischen.
Jeder der beiden arbeitet an der Lösung eines schwierigen Falles, wobei der von Duncan im Vordergrund steht. Duncan, der nach der Elternzeit wieder ins Berufsleben zurück kehrt, muss sich allerdings in einem anderen Revier und mit neuen Mitarbeiterin zurecht finden. Wie er das meistert hat die Autorin sehr fesselnd beschrieben.
Ich habe ja den Vorteil, dass ich alle Bücher und somit die Beteiligten kenne, Neueinsteiger könnte die Vielzahl allerdings verwirren. Ab und zu wird Bezug auf vergangene Geschehnisse genommen, aber trotzdem erschließt es sich dem neuen Leser nicht unbedingt, deshalb empfehle ich schon, auch die anderen Bücher zu lesen.
Es gefällt mir immer wieder, wenn ich lese, wo sich die Beteiligten in London aufhalten, weil ich die Schauplätze meistens kenne, kann ich mir alles viel besser vorstellen. Außerdem mag ich es nicht immer, wenn es von Toten und Grausamkeiten nur so wimmelt in einem Krimi. Hier kann ich viel mehr die Ermittlungsarbeiten verfolgen.
Allerdings blieben so einige Fragen offen, was mir gar nicht gefällt, so weiß ich nicht, warum Duncan versetzt wurde und mit dem Ende bin ich auch nicht zufrieden. Ich finde, das hätte die Autorin sich sparen können, zumal ich mit Sicherheit sehr lange warten muss, bis ich die nächste Folge lesen kann. Mehr verrate ich dazu aber nicht, denn die Auflösung wird natürlich nicht verraten.

Fazit:
Fans der Krimiserie sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Trotz des Endes ist es doch lesenswert. Vor allem verblüfft es mit überraschenden Wendungen.

Ich möchte mich beim Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken

Samstag, 18. April 2015

Rezension - Treffpunkt Rom


Autorin: Luzi van Gisteren

Titel: Treffpunkt Rom

Genre: Kurzroman

Version: eBook

erschienen: 3. September 2014 überarbeitet April 2015

Seiten: 110

Altersempfehlung: Erwachsene



Luzi van Gisteren ist das Pseudonym einer Autorin, die ihren erster Roman ("Lipstick") 1986 im zarten Alter von 13 Jahren schrieb - die Auflagenhöhe lag damals bei etwa 10 Kopien der handgetippten Schreibmaschinenseiten. Mit "Keimfrei", einer Kurzgeschichte, begann Luzi Anfang 2014 ihre Werke im Rahmen des Self Publishing zu veröffentlichen. Neben weiteren Kurzgeschichten folgte im Juli 2014 die Novelle "Treffpunkt Rom. Eine Reisegeschichte aus dem Sommer 1964". Die Autorin ist Betriebswirtin und arbeitet seit über zehn Jahren im Online Marketing. Während ihrer Elternzeit unterrichtete sie "Kreatives Schreiben für Jugendliche" und lebt mit Mann und Kind südlich von München.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Sommer 1964: Verliebt, verlobt und fast verheiratet verbringen Karin vom Bodensee und der süditalienische Gastarbeiter Giancarlo Tozzi den ersten gemeinsamen Urlaub in den Abruzzen. Das erste Treffen mit Giancarlos Familie endet in einer kleinen Katastrophe, da tauchen Maggie und George auf - ein unkonventionelles Unternehmerpaar aus Texas.

Meine Meinung:
Rom - es ist schon eine Ewigkeit her, seit ich dort war. Aber ich habe die Stadt in guter Erinnerung und deshalb war ich auf dieses Buch auch sehr gespannt.
Allerdings musste ich mich etwas gedulden, bis ich von dieser tollen Stadt etwas lesen konnte. Zunächst lernte ich Karin und Giancarlo kennen, die sich auf den Weg in die Heimat von Giancarlo machten. Ich kann mir vorstellen, dass es im Jahr 1964 nicht sehr leicht war, wenn sich eine junge Deutsche in einen Italiener verliebte. Es war eine andere Zeit und es gab in Deutschland zwar schon viele Gastarbeiter, aber Fremden gegenüber war man doch sehr vorsichtig. Das traf allerdings auf beide Seiten zu. Mamma Teresa reagierte ganz besonders lautstark auf die Tedesco. So kam es, dass die beiden Verlobten ein Zimmer in einem Hotel suchten und dort das amerikanische Ehepaar Maggie und George kennen lernten. Gemeinsam beschließen sie, sich auf den Weg nach Rom zu machen. Eine sehr abenteuerliche Reise steht ihnen bevor.
Mit sehr viel Humor hat die Autorin diese Reise und auch die Erlebnisse in Rom geschildert.
Mir hat sehr gut gefallen, dass vor den Kapiteln passende Liedtexte eingefügt wurden und im Anhang ein Rezept sowie ein kleines Wörterbuch zu finden war.
Der Schreibstil war mal ganz anders, als ich es gewohnt war. Mal die Schilderung der Erlebnisse, mal Tagebucheintragungen von Elisabetta, der Schwester von Giancarlo und Dialoge verschiedener Beteiligter, meinen Lesefluss hat dies nicht gestört, denn die Umstellung fiel mir nicht schwer.
Insgesamt gesehen war es sehr angenehm zu lesen, allerdings hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht und einiges auch ausführlicher. Ich bin kein allzu großer Freund von kurzen Romanen, wenn keine Fragen offen bleiben, komme ich damit schon klar. Aber hier hatte ich das Gefühl, dass mir etwas fehlte und zu gerne hätte ich mehr gelesen. Wobei ich natürlich einsehe, dass dies nicht unbedingt zu dem Buchtitel "Treffpunkt Rom" gehörte. So bleibt mir die Hoffnung, vielleicht mal noch mehr von den Beteiligten lesen zu können.

Fazit:
Eine nette leichte Lektüre zum "Zwischendurch-Lesen"

Freitag, 17. April 2015

Rezension - Heiligenschein


Autor: Wolf Schreiner

Titel: Heiligenschein

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 18. August 2014

Seiten: 413

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann

Der  Autor Wolf Schreiner wurde 1958 in Nürnberg geboren. Er wuchs in Oberbayern in der Nachbarschaft zum katholischen Wallfahrtsort Altötting auf und studierte in München Politik, Volkswirtschaft und Kommunikationswissenschaft. Wolf Schreiner arbeitete als Journalist für Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen, bevor er seine Leidenschaft für Krimis entdeckte. Er lebt heute in München.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Baltasar Senner, katholischer Pfarrer und Hobbyermittler, fällt aus allen Wolken: Ein Dieb ist ins Heiligste des Passauer Doms eingedrungen und hat das Herzstück des Kirchenschatzes gestohlen, eine edelsteinbesetzte Monstranz. In seiner Not bittet der Bischof Baltasar, die Monstranz diskret wiederzubeschaffen, schließlich sollte sie ein Geschenk für den Papst sein. Aber als die Lösegeldübergabe scheitert und ein Mord geschieht, ist es endgültig aus mit dem Frieden im Bayerischen Wald. Mit Feuereifer ermittelt Baltasar in alle Richtungen und entdeckt: Nicht nur der Dieb hat kein reines Gewissen ...

Meine Meinung:
Ich gebe zu, das witzige Cover und da ganz besonders die Kuh, die mich direkt anzusehen scheint, haben mich dazu verführt, dass ich mich näher mit dem Buch beschäftigt habe. Dabei fiel mir ein, dass ich von dem Autor bereits ein Buch gelesen habe und deshalb wanderte dieses dann auf meinem Stapel zu lesener Bücher.

Pfarrer Baltasar Senner erhält von seinem Bischof den Auftrag, sich um die gestohlene Monstranz zu kümmern. Wurde  ihm zwar in der Vergangenheit vom Bischof untersagt, als Hobbyermittler tätig zu sein, soll er sich jetzt darum kümmern. Denn der Bischof will jedes Aufsehen vermeiden und springt dabei auch über seinen vermeintlichen Schatten und verspricht Baltasar Senner einiges für seine Gemeinde.
Baltasar Senner ist genauso unwissend, wie ich als Leserin und macht sich an die Arbeit. Dass er nicht überall gern gesehen wird, versteht sich, denn auch die Vertreter der katholischen Kirche haben nicht immer ein reines Gewissen. Sehr fesselnd beschreibt der Autor, was Baltasar alles erfährt und wie er an seine Informationen kommt.

Den Beteiligten hat Wolf Schreiner ganz besondere Charaktere zugeordnet. Die Haushälterin fand ich gelungen, besonders die Gerichte, die sie dem Pfarrer immer wieder vorsetzt. Der Bischof kam gar nicht so gut weg, sympathisch war er mir überhaupt nicht, aber ich fand es klasse, wie er sein Fähnlein immer wieder nach dem Wind gedreht hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch genau diese Person Inhalt von Gesprächsthemen sein könnte. Von der Behauptung, so benimmt sich kein Würdenträger bis hin zu der Aussage, ich habe es ja immer gewusst, trauen kann man denen einfach nicht. Und für ihn könnte der Titel des Buches auch in "Scheinheilig" geändert werden. Auf jeden Fall ist es hier dem Autor wunderbar gelungen, eine Person besonders darzustellen.

Humor sollte man schon mitbringen, wenn dieses Buch gelesen wird. Ich konnte über vieles schmunzeln, gehöre ich ja auch zu den anderen, die laut Bischof hoffentlich mal wieder den rechten Weg finden werden.
Wie bereits erwähnt, war ich gefesselt und wollte wissen, wer denn nun der Täter war. Ich hatte ab und zu eine Ahnung und war gespannt, ob ich recht behalten sollte. Damit musste ich bis ganz zum Ende warten.

Fazit:
Wer Spaß daran hat einem Pfarrer dabei zu beobachten, wie er besondere Fälle löst, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

Ich möchte mich beim Verlag Goldmann vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 16. April 2015

Rezension - Apfelblütenzauber


Autorin: Gabriella Engelmann

Titel: Apfelblütenzauber

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. April 2015

Seiten: 385

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur

Die Autorin Gabriella Engelmann, 1966 geboren in München, ist gelernte Buchhändlerin. Nach Stationen als Lektorin und als Verlagsleiterin eines Kinderbuchverlages arbeitet sie heute freiberuflich als Literaturscout und Autorin von Romanen für Erwachsene sowie von Kinder- und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann lebt und arbeitet in Hamburg.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Meer von rosa-weißen Blüten, pittoreske Fachwerkhäuser und romantische Flusslandschaften – nach sechs Jahren in Hamburg hat Leonie fast vergessen, wie schön das Alte Land ist. Da ihre Mitbewohnerinnen eigene Wege gehen und sie ihren Job verloren hat, muss sie sich neu orientieren und hofft, in der alten Heimat zur Ruhe zu kommen. Doch die will sich einfach nicht einstellen, da ihre Eltern Hilfe brauchen und ein Mann in ihr Leben tritt. Ein Glück, dass sie sich auf ihre beiden Freundinnen Nina und Stella verlassen kann!

Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Eine Villa zum Verlieben" regelrecht verschlungen und die drei Freundinnen lieb gewonnen hatte, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Ich habe es wieder verschlungen, denn auch diesmal hat mich die Autorin mit der Geschichte gefesselt. Mehr noch, sie hat mich in eine wunderschöne Gegend entführt, die ich am liebsten sofort besuchen würde. Zumal es schon mehr als drei Jahrzehnte her ist, dass ich im Alten Land war.

Diesmal ist Leonie die Hauptperson, um die sich alles dreht und die uns ihre Geschichte in der Ich-Form erzählt. Hatte sie schon im ersten Buch das Pech, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, traf es sie nun wieder. Aber zufällig oder kann man sogar sagen, glücklicherweise wollen ihre Eltern sich verändern und brauchen dabei ihre Hilfe.
Wie Leonie diese Herausforderung meistert und dabei von ihren besten Freundinnen unterstützt wird, hat Gabriella Engelmann wunderbar und sehr fesselnd beschrieben. Besonders gut haben mir die Beschreibungen der tollen Landschaft beschrieben. Ich hatte das Gefühl Leonie auf ihren Ausflügen zu begleiten. Ich war so richtig in die Geschichte eingetaucht, was mir immer sehr gut gefällt. Ich habe mitgelitten, mich aber auch sehr gefreut. Ich konnte eine bestimmte Person genauso wenig leiden, wie es Leonie tat.  Aber mehr wird hier jetzt nicht verraten.

So sehr ich es ja schätze, wenn ich Bücher auf meinem Reader lesen kann, diesmal bin ich von dem gedruckten Buch sehr begeistert. Das Cover sieht nicht nur toll aus, es fühlt sich auch noch besonders an. Außerdem finde ich die innere Gestaltung des Covers wunderbar gelungen. Wenn ich nachher meinen täglichen Apfel esse, werde ich ihn ganz besonders genießen.

In dem Buch werden verschiedene Gerichte erwähnt, deren Rezepte ich im Buch und am Ende nachlesen kann. Allerdings werde ich gleich nach einem weiteren Rezept Ausschau halten, was mich ebenfalls sehr interessiert.

Fazit:
Wie man hier lesen kann, hat mich Gabriella Engelmann mit einem weiteren Buch von ihr begeistern können. Ich erwähnte ja schon, dass dieses das Nachfolgebuch von "Eine Villa zum Verlieben" ist. Beide Bücher sind abgeschlossen und können für sich alleine gelesen werden. Ich empfehle allerdings beide in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Es macht einfach mehr Spaß.

Ich möchte mich beim Verlag Knaur recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Blogtour - Einmal, keinmal, immer wieder





Heute ist die Blogtour bei mir zu Gast und ich möchte gerne etwas über die  Schauplätze berichten. Conny wohnt mit ihren Kindern zwar in Seevetal, südlich von Hamburg, aber vieles spielt sich in der Hansestadt ab. Ich kenne Hamburg  und auch Münster und habe beim Lesen oft die Umgebung vor Augen. Deshalb möchte ich hier nun gerne zeigen, was ich so "sehe"





Kirsten, die beste Freundin von Conny wohnt in einer Altbauwohnung in Winterhude.

Die Häuser in diesem Stadtteil haben mich bei meinem letzten Besuch begeistert. Auch die Lage des Stadtteils fand ich hervorragend. Zur Alster ist es nicht sehr weit und ich stellte mir nun einfach vor, dass Kirsten in einem Altbau in der Nähe der Alster wohnte

Bild 1





Kirsten und René wollen zusammenziehen und haben eine Wohnung mit Dachterrasse in Harvestehude gefunden.

Da auch hier die Alster schnell zu erreichen ist, stellte ich mir vor, dass beide diesen Anblick von ihrer Dachterrasse geniessen konnten.


Bild 2





Christian, Connys Freund wohnt in Hamburg in Billstedt und mir fiel ein, dass ich im vergangenen Jahr dort im EKZ war. Zur Adventzeit war das Einkaufszentrum wunderbar geschmückt, leider habe ich es versäumt dort Bilder zu machen




Bild 3




Torsten, Connys Ex-Mann besucht mit den Kindern Hagenbecks Tierpark

Vor gefühlten 20 Jahren war ich mit meinen Kindern auch mal dort und sofort hatte ich diesen Eingang vor Augen



Bild 4







Aus beruflichen Gründen musste Christian nach Münster ziehen.

Conny und die Kinder haben ihn dort besucht und natürlich auch die Stadt besichtigt.

Das historische Rathaus ist immer wieder ein schöner Anblick
und wurde sehr bekannt, weil dort die Verhandlungen zum
Westfälischen Frieden statt fanden.

Mich hat dieser Anblick öfters fasziniert.





Bild 5




Zu jeder Jahreszeit bietet der Prinzipalmarkt einen wunderschönen Anblick.

Aber auch die vielen kleinen Geschäften sind es wert, sie genauer zu betrachten.





Bild 6



Münster ist bekannt dafür, dass die Stadt mit dem Rad erkundet werden kann. Wunderbare angelegte Radwege führen einen zu vielen Ausflugszielen.
Conny und Christian sind zur Radstation am Hauptbahnhof gegangen und haben sich dort Räder gemietet.

Das habe ich ebenfalls gemacht und fand den Anblick sehr interessant.

Bild 7



Bei dieser Radtour sind die vier sicher auch am Aasee vorbei gekommen, denn an diesem See liegt der Allwetterzoo von Münster und für einen Zoobesuch können die Kinder immer wieder begeistert werden.






Bild 8



Ich hoffe, mit dieser kleinen Tour konnte ich einige Eindrücke weiter geben. Und vor allem konnte ich viele auf das Buch neugierig machen.

Morgen geht es weiter auf der Seite von Wortwucher und dabei wünsche ich viel Spaß.


Nun möchte ich aber auch nicht vergessen, das Gewinnspiel zu erwähnen.


Bitte beantwortet meine folgende Frage, wenn Ihr die Antwort kennt, dann merkt Euch den 1. Buchstaben. Am Ende der Blogtour könnt Ihr mit allen Buchstaben das Lösungswort zusammen setzen.

In welchem Stadtteil wollen Kirsten und René eine gemeinsame Wohnung beziehen? Der erste Buchstabe gehört zum Lösungswort.


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Was ich noch erwähnen wollte:

Leider hatte ich nicht die Möglichkeit auf eigene Bilder zurück zu greifen, denn ich konnte bei meinen letzten Besuchen beider Städte nicht ahnen, dass ich in der Blogtour darüber schreiben werde. Ich musste die Bilder im Internet suchen. Die Quellen der Bilder habe ich unten angegeben. Sollte jemand mit der Veröffentlichung nicht einverstanden, bitte ich um eine kurze Information und ich werde die Bilder entfernen.

Quellenangaben:
Bild 1 - http://www.flaschenschiffe.com/?tag=winterhude
Bild 2 - https://www.flickr.com/photos/christoph_bellin/5702265141/in/set-72157625495048768
Bild 3 - http://www.juergen-beyer.de/page_1173115549613
Bild 4 - http://de.wikipedia.org/wiki/Tierpark_Hagenbeck
Bild 5 - 7 http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Sehensw%C3%BCrdigkeiten_in_M%C3%BCnster_(Westfalen)
Bild 8 http://de.wikipedia.org/wiki/Aasee_%28M%C3%BCnster%29

Mittwoch, 15. April 2015

Vorankündigung - Blogtour Der Glanz der Südseemuscheln

Nun stehen die Termine fest - 
Wo ab Montag die Beiträge zu dem Buch zu finden sind, 
könnt Ihr dem Banner entnehmen:


Rezension - Eine Villa zum Verlieben


Autorin:  Gabriella Engelmann

Titel: Eine Villa zum Verlieben

Genre: Frauenroman, modernes Märchen

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. Mai 2013

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur

Die Autorin Gabriella Engelmann wurde 1966 in München geboren. Seit ihrem Umzug nach Hamburg fühlt sie sich im Norden pudelwohl und entdeckte dort auch ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Autorendaseins von Romanen sowie Kinder - und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann veröffentlicht ebenfalls unter dem Pseudonym Rebecca Fischer.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Stella, Leonie und Nina haben zunächst kaum Gemeinsamkeiten bis auf ihre Leidenschaft für eine alte Hamburger Stadtvilla, in der der Zufall sie zusammenführt. Nach und nach erst freunden sie sich an. Als das Leben ihnen Steine in den Weg wirft und ihre Träume auf dem Spiel stehen, muss sich diese Freundschaft bewähren.


Meine Meinung:
Für mich war das wieder "Hach-Buch", denn  mit den Worten "Hach, war das schön zu lesen", habe ich es zur Seite gelegt. Oder soll ich es als modernes Märchen ansehen? Egal, es hat mir sehr gefallen.

Obwohl ich es mir nicht vorstellen kann, dass im realen Leben, so ein wunderschönes Haus zu vermieten ist und drei ganz unterschiedliche Frauen die Wohnungen mieten, gab es doch einiges, was sehr realistisch war. Drei Frauen wollen oder müssen etwas in ihrem Leben ändern und nehmen dies in Angriff. Der erste Schritt ist, sich eine neue Wohnung zu suchen. Schnell werden sie zu Freundinnen, obwohl sie total verschieden sind. Aber vielleicht es ja gerade das, was sie zusammen schweißt. Ganz langsam verändern sie sich, bekommen andere Einstellungen, werden mutiger, ändern etwas in ihrem Berufsleben und an ihren privaten Situationen. Da ist jede auch wieder anders, aber sie helfen sich wunderbar gegenseitig. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, alles zu verfolgen. Natürlich wusste ich als Leserin einiges eher, als die Betroffene und ich hoffte für jede der dreien, dass sie den richtigen Weg finden wird.

Gabriella Engelmann hat mich mit dieser Geschichte sehr gefesselt. Denn ich konnte alle drei Frauen sehr gut leiden. Der Schreibstil war sehr flüssig und so konnte ich das Buch in einem Rutsch lesen, nein, besser ausgedrückt, ich habe es verschlungen.Und zum Schluss würde ich doch sagen, dass es für mich doch eher ein modernes Märchen ist. Das Ende hat mir gut gefallen und wie alle Märchen gibt es hier auch einiges nachzudenken.

Das Buchcover ist wunderbar gelungen und auch ich würde mich in diese Villa sofort verlieben. Vor allem würde ich zu gerne auch mal in diesem Garten sitzen. Obwohl ich beim Lesen ja alles richtig gut vor meinen Augen hatte, ist es doch etwas anderes, wenn man es auch fühlen kann. ;)

Fazit:
Ein Wohlfühlbuch zum Weiterempfehlen. Es hat so vieles zu bieten, als Leser kann man sich mit den sympathischen Protagonisten freuen, mitleiden oder fiebern.

Ich bedanke mich beim Verlag  Knaur recht herzlich für das Rezensionsexemplar

Dienstag, 14. April 2015

Rezension - Das Gold der Mühle


Autorin: Martha Sophie Marcus

Titel: Das Gold der Mühle

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Januar  2014

Seiten: 480

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann

Die Autorin Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, verbrachte ihre Kindheit mit Pferden, Hunden und viel Freiheit zwischen Kleinstadt- und Landleben. Sie studierte in Hannover Germanistik, Soziologie und Pädagogik und lebte anschließend zwei Jahre in Cambridge, UK. Ihr Interesse an der Vergangenheit reicht bis in ihre Kindheit zurück. Heute wohnt sie mit ihrer Familie in Lüneburg und betreibt begeistert Bogensport.

Kurzbeschreibung, übernommen
1372 im Lüneburger Land, wo ein brutaler Erbfolgekrieg tobt: Die erst 36-jährige Witwe Brida findet den verletzten jungen Ritter Ulrich am Wegesrand. Kurzentschlossen nimmt sie Ulrich bei sich auf und pflegt ihn gesund. Als der junge Mann wieder aufbricht, schließt sich ihm Bridas 16-jährige Tochter Ann Durt heimlich an. Sobald Brida ihr Verschwinden bemerkt, folgt sie der Spur der jungen Leuten durch die Wirren des Krieges, aber Ulrich und Ann Durt bleiben ihr immer einen Schritt voraus – bis Brida den faszinierenden Abenteurer Brose trifft und in einen Gewissenskonflikt gerät.

Meine Meinung:
Auf der Suche nach einem Buch zur Teilnahme an einer Challenge bin ich auf dieses aufmerksam geworden. Das  Buchcover sprach mich sehr an und der Name der Autorin sagte mir auch etwas.
Da ich gerne historische Bücher lese, was ich des öfteren schon erwähnt habe, landete dieses Buch
dann auf meinem Stapel zu lesender Bücher.

Sehr fesselnd hat Martha Sophie Marcus die Geschichte der Witwe Brida und ihrer Familie beschrieben. So habe ich zunächst etwas über sie und dem Alltagsleben rund um die Mühle erfahren. Zur damaligen Zeit hatten es Witwen nicht leicht, Brida hatte allerdings großes Glück, sie konnte mit ihren Kindern zu ihrem Bruder in die Mühle ziehen. Die beiden größeren Söhne konnten Thomas, dem Müller helfen und die ältere Tochte Ann Durt war für den Haushalt zuständig.
So war eigentlich für alle bestens gesorgt und die Zukunft gesichert. Es änderte sich dramatisch, als Brida einen verletzten Ritter fand und ihn gesund pflegte. Ann Durt hatte sich in ihn verliebt und schlich heimlich mit ihm fort. Ritter Ulrich wollte nach Hause und dort sein Erbe antreten.

Nun war es damals nicht gerade ungefährlich durch die Gegend zu reisen, vor Wegelagerern musste man sich in Acht nehmen und auch vor feindlichen Soldaten. Aus Sorge um die Tochter macht sich Brida auf die Suche. Mir kam das Verhalten der Tochter und der Mutter etwas sehr naiv vor. Beide wussten nicht, wohin es gehen sollte. Aber dadurch bescherten sie mir eine spannende Lesezeit. Die Geschichte wurde im Wechsel aus Sicht des Familienmitgliedes erzählt. Um das Chaos perfekt zu machen, haben sich Stina und Nickel, die jüngsten Kinder von Brida auch  auf den  Weg gemacht, sie wollten die Mutter finden. Eigentlich konnte ich über soviel Dummheit nur den Kopf schütteln, aber auch die beiden sorgten für sehr viel Spannung. Ich als Leserin hatte ja den Überblick, wo sich alle aufhielten und wie knapp sie sich manchmal verfehlten. Aber nun will ich nicht mehr über den Inhalt des Buches verraten.

Von den Beteiligten waren mir Brida und Brose die liebsten, beide konnte ich sehr gut leiden und hoffte, dass beide alles gut überstehen würden. Stina und Nickel hatten bei mir  den Welpenbonus, sie waren einfach noch zu jung, um die Tragweiten ihres Verhaltens zu übersehen. Stina hätte ich im Laufe der Zeit doch mehr Cleverness zugetraut und angenommen, dass sie aus ihren Fehlern endlich mal lernen würde. So richtig Mitleid konnte ich mit ihr nicht haben. Man merkt, ich war mal wieder voll drin im Geschehen und habe mich auf die Seite verschiedener Beteiligter geschlagen. Deshalb habe ich das Buch auch wieder regelrecht verschlungen. Egal, ob meine Sympathie nun groß oder klein war, ich wünschte allen, dass sie aus diesem Abenteuer gut rauskommen und wollte natürlich auch erfahren, wie es endet.

Fazit:
Auch wenn ich es nicht immer gut heißen konnte, wie die Beteiligten dieses Buch sich verhalten haben, habe ich doch einen interessanten Eindruck von dem Leben der damaligen Zeit bekommen.
Und darum ging es mir in der Hauptsache.


Ich bedanke mich beim Bloggerpotal der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar

Blogtour - Wind von Westen

Gestern wurde Cordula Broicher interviewt, wer das Interviewa versäumt hat, kann es hier noch einmal nachlesen.

Heute, am 2. Tag macht die Blogtour auf meinem Blog Station, was mich sehr freut.



Die Geschichte dieses Buches beginnt im Jahr 1793 in Niederwesseling und es dauert nicht mehr lange, dann stehen die Franzosen vor der Tür. Auch Düsseldorf war einige Zeit von den Franzosen besetzt und deshalb fand ich das Buch ganz besonders interessant.

Cordula Broicher hat nicht nur das Leben zu der Zeit sehr fesselnd beschrieben, sie hat auch zeitgemäße Begriffe benutzt, was mir sehr gefallen hat. Die meisten werden wir wohl kennen oder haben sie zumindest schon einmal gehört. Allerdings gab es das Wort "Halfe" im Klappentext, was mir persönlich unbekannt war. Neugierig, wie ich nun einmal bin, habe ich sofort nachgesehen, da wusste ich ja noch nicht, dass die Autorin im Buch alles bestens erklärt hat.

Als es dann darum ging, mir ein Thema zu dieser Blogtour zu suchen, dachte ich, dass ich hier vielleicht doch mal einige zeitgemäße Begriffe heraussuche und schreibe in welchem Zusammenhang sie im Buch erwähnt werden.

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Ich schrieb ja schon, dass im Klappentext die Halfin Agnes erwähnt wird und die Überschrift des ersten Kapitels lautet: Der Halfe ist tot. Was hat es nun damit auf sich:

Ein Halfe war ein Pächter mit einem besonderen Pachtvertrag. Der Begriff stammt von Halbwinner/Halfwinner und bedeutet, dass die Hälfte der Erträge abgegeben werden müssen.

Die Halbwinnerschaft brachte nicht nur dem Grundherrn sondern auch dem Pächter große ökonomische Vorteile: Da die Halbwinner vom gepachteten Gut kein Stück veräußern durften und die Güter nach dem Tod eines Pächters nicht der Realteilung unterlagen (in der Regel ging der Pachtvertrag auf den ältesten Sohn oder einen Schwiegersohn über), blieben ihre Anbauflächen stets gleich oder wurden durch Zukauf noch größer. Damit waren die Halfen den Bauern mit Eigenbesitz überlegen, denn diese hatten bei jedem Erbfall mit dem Problem der Verkleinerung der Hofstellen zu kämpfen. So entwickelte sich im Rheinland und in anderen nordwestlichen Regionen bereits vor dem Beginn der Frühen Neuzeit mit dem Pächterstand eine neue, ländliche Oberschicht, die persönlich völlig frei und wirtschaftlich äußerst wohlhabend war.
Quelle: Wikipedia Halfe

Für Agnes, unserer Protagonsitin bedeutete dies nach dem Tod ihres Ehemannes, des Halfen, dass Bewerber nicht nur um ihre Hand sondern auch wegen des Hofes um sie freien würden.


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Im Buch unterhalten sich Balthasar und sein Freund Alois über die allgemeine Situation der Stadt Köln. Alois kann sich nicht beklagen, die Stadt platzt aus allen Nähten und er meint je mehr Leute dort wären, desto mehr Kundschaft hätte er. Aber der Rat der Stadt macht sich Sorgen wegen der Teuerung,und wer nicht gerade am Stapel verdient, wird es schwer haben, über den Winter zu kommen.

Konrad von Hochstaden, Erzbischof von Köln, gewährte der Stadt Köln am 7. Mai 1259 das Stapelrecht. Alle Waren – insbesondere die auf dem Rhein transportierten – mussten nun drei Tage den Kölner Bürgern zum Kauf angeboten werden. Diese Regelung verschaffte den Kölner Bürgern einen bedeutenden Reichtum.
Quelle: Wikipedia Stapelrecht

Die Autorin erklärt dazu
Die Kölner haben am Stapelrecht besonders deshalb gut verdient, da sich die meisten von dieser Pflicht freikauften. Es war Schiffern nicht daran gelegen, die ganze Ladung zu löschen, nur um das Schiff drei Tage später wieder zu beladen. Zudem gab es für die Kaufleute auch Fristen, wann die Waren wo einzutreffen hatten. Von daher war es der Freikauf, an dem die Kölner verdienten.


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Alkoven - die Schwestern Lisbeth und Tilla teilten sich einen Alkoven. Die kleine Tilla hüpft übermütig darin herum, während Lisbeth ihre Ruhe haben möchte.

Verschiedene Formen von Alkoven/Bettnischen können unterschieden werden: Eine historische Bettnische oder ein kleiner Nebenraum in einem Zimmer, in dem sich die Schlafgelegenheit (Bett oder einfach Decken) befindet. Alkoven waren wärmer als freistehende Betten und boten eine größere Intimsphäre. Dienstboten hatten früher nicht selten nur eine kleine Kammer mit einem Alkoven, in die sie sich zurückziehen konnten. In Bauernhäusern ein Schrankbett. Solche Alkoven wurden früher meistens zwischen Wohnraum und Küche eingebaut oder in der Querdiele, die den Wohn- und den Wirtschaftsbereich trennte.
Quelle: Wikipedia Alkoven


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Balthasar wird berichtet, dass die Franken einen Freiheitsbaum auf dem Neumarkt aufgestellt hätten und die 22 Gaffeln ebenso wie der Magistrat hätten antreten müssen.
Als ich neulich in Köln war, tauchte dieser Begriff auch mehrmals auf und ich wollte näheres darüber wissen.

Die Autorin hat dies auch sehr gut erklärt:
Eine Gaffel musste nicht identisch mit einer bestimmten Zunft sein, sie stand auch Bürgern offen, die keinem einer Zunftordnung unterliegenden Gewerbe nachgingen, da jeder Bürger einer Gaffel beitreten musste. Zudem wurden einige Zünfte zu einer Gaffel zusammengefasst. Hierdurch war praktisch jeder Bürger erfasst, was den Vorteil hatte, dass die Gaffeln in Fällen der Bedrohung Kölns durch Angreifer jeweils ihre Mitglieder und damit alle Bürger zur Verteidigung zusammenrufen konnten, was einer Art Wehrpflicht (seit 1396) für alle 18- bis 70-jährigen Kölner (auch der Eingesessenen, die nicht Bürger waren) gleichkam.
Quelle Wikipedia Gaffeln

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Bevor ich nun aber den geneigten Leser langweile möchte ich meine Ausführungen beenden und auch noch einmal darauf hinweisen, dass "Wind von Westen" kein trockenes Geschichtsbuch mit vielen Daten und Begriffen ist. Cordula Broicher hat ein bestens verstanden eine rheinische Familiengeschichte zu schildern und dabei auf vielen tatsächliche Begebenheiten hingewiesen.


Morgen geht es mit der Blogtour weiter, die nächste Station wird wieder bei Barbara sein, diesmal mit dem Thema  "Hinter den Kulissen"


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Auf unserer Blogtour gibt es auch etwas zu gewinnen:



 
1. Preis 

ein Taschenbuch plus Postkarten und Lesezeichen


2. Preis

 ein eBook und Postkarten zu den Büchern der Autorin


(Achtung - keinen Reader, sondern das eBook)

3. Preis 

ein eBook und Lesezeichen zu den Büchern der Autorin



(Achtung - keinen Reader, sondern das eBook)





Folgende Aufgabe wäre zu erfüllen: Wir verstecken an unseren Tourtagen einzelne Buchstaben in den Beiträgen und markieren diese dann dick und kursiv. Ihr verfolgt die ganze Tour und sammelt die Buchstaben, setzt täglich daraus das Wort zusammen und diese ergeben dann den Lösungssatz, den ihr an folgende Adresse mailt
bastelulla@gmail.com

dazu habt Ihr Zeit bis zum 20.4.2015 um 18.00 Uhr

Am 22.4. werden auf den Blogs die Gewinner bekannt gegeben.

Bitte beachtet, dass Teilnehmer mindestens 18 Jahre alt sein sollten und der Versand nur innerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz stattfindet.