Donnerstag, 25. Februar 2016

Rezension - Dreams - Zauber einer Nacht



Autorin: Amanda Frost

Titel: Dreams - Zauber einer Nacht

Genre: Frauenroman, Romanze

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 24. Februar 2016

Seiten: 342

Altersempfehlung: Erwachsene





Im April 2013 startete die Autorin Amanda Frost die erfolgreiche Sternen-Trilogie, die es prompt in die Kindle Top 100 schaffte. Zuvor war Amanda viele Jahre international im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Als Tochter eines Rennfahrers liebt sie schnelle Autos und Motorräder genauso sehr wie Reisen in ferne Länder.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine junge Frau auf der Suche nach sich selbst – und der großen Liebe. Romantisch & erotisch! Diamonds are a girl’s best friend? Von wegen! In Wirklichkeit gibt es nichts, was die Heidelbergerin Sophie mehr verabscheut als Juwelen. Und den Schmuckkonzern ihres Vaters übernehmen? Niemals! So flüchtet sie kurzerhand in die USA, wo sie die Bekanntschaft des unnahbaren Hotelbesitzers Oliver macht. Dummerweise entspricht die liebenswerte Chaotin jedoch so gar nicht seinem bevorzugten Frauenbild. Mehr als eine heiße Affäre ist daher für ihn nicht drin. Ihr bleibt nur eins übrig: Um Olivers Herz zu erobern, muss sie endlich ihr Leben in den Griff bekommen. Eine aufregende Reise durch Amerikas Westen beginnt – geprägt von Spannung und prickelnder Leidenschaft.

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich ja kein großer Fan dieses Genre, aber bei einigen Autoren mache ich eine Ausnahme. Amanda Frost gehört zu den Autorinnen, die mich mit ihren Büchern immer wieder fesselt und süchtig macht. Deshalb war ich natürlich gespannt, was sie für uns Leser diesmal geschrieben hat.

So lernte ich Sophie kennen, die allerdings nicht sofort meine Freundin wurde. Ich konnte mich nicht so sehr dafür begeistern, wie sie sich mit ihren 27 Jahren verhielt. Ok, etwas Verständnis hatte ich schon, das Elternhaus prägt einen ja doch.  Auf der anderen Seite haben es viele trotzdem geschafft, sich entsprechend zu entwickeln. Wie auch immer, es war mir klar, dass dies ja wichtig fürs Buch war und ich war furchtbar gespannt, welche Entwicklungen und Überraschungen mich erwarteten.

Eine liebe Bloggerfreundin schrieb, dass sie das Buch am liebsten gar nicht zur Seite gelegt hätte, es aber gezwungenermassen musste, weil sie ihrer Arbeit nachgehen musste. Ich kann mir vorstellen, dass es kein Chef gut findet, wenn man zum Beispiel statt Dienstmails zu lesen, in einem Buch schmökert. Ich hatte deshalb das Glück, dass ich mit dem Buch an einem Nachmittag beginnen konnte. Schnell wusste ich, dass es eine lange Lesenacht wird. Denn Amanda Frost hat die Geschichte so flüssig geschrieben, dass ich es prima lesen konnte und zwar in einem Rutsch! Nun bin ich zwar noch etwas müde, aber ich habe wieder das Grinsen im Gesicht, dass ich in der Nacht öfter hatte, weil ich so viel Spaß hatte.

Sophie hat dann natürlich mein Herz erobert, aber auch alle anderen Beteiligten,  außer eine Person, aber ich will hier keine Namen nennen, damit keiner voreingenommen ist.
Mir hat es wirklich sehr gut gefallen, wie Sophie sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat. So gefiel sie mir, so wollte ich sie haben ;) Wen wunderst es da, dass ich mal wieder von dem Buch begeistert war, sogar die erotischen Passagen haben mich nicht gestört, ich fand es passte genau und war auch nicht übertrieben. Aber es gab noch mehr, was mich begeisterte. Wie auch in anderen Büchern hat sich wieder ein süßes Tier eingeschlichen und nicht nur das Herz von Sophie erobert, meins nämlich auch! Außerdem konnte ich Sophie auf ihrer Reise in den USA begleiten, was mir sehr gut gefallen und viel Spaß bereitet hat.

Fazit:
Gerne empfehle ich dieses Buch weiter, was mir viel Lesespaß bereitet hat und den wünschen ich vielen Lesern.

Bei Amanda Frost möchte ich mich recht herzlich bedanken, für das tolle Buch und dafür, dass Du mein Seufzen erhört hast. ;)

Mittwoch, 24. Februar 2016

Rezension - Kalte Milch und Kummerkekse


Autorin: Frieda Lamberti

Titel: Kalte Milch und Kummerkekse

Genre: Frauenroma

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. März 2016

Seiten: 188

Altersempfehlung: Erwachsene



Frieda Lamberti ist das Pseudonym der Autorin. Die gebürtige Hamburgerin ist Langzeitehefrau, Mutter, Oma von vier Enkelkindern und lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund Kurt in der Lüneburger Heide. Sie zählt sich zu den spätberufenen Schreiberinnen. Erst im Alter von 50 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman Ausgeflittert. Frieda liebt Familiengeschichten, in denen auch Frauen jenseits der magischen Vierzig vorkommen. Es folgten binnen kurzer Zeit zahlreiche Kurz- und Fortsetzungsromane, die unter dem Serientitel HAMBURGER DEERNS erschienen sind. »Ich mag Geschichten, die das Leben schreibt. Meine weiblichen Protagonistinnen sind frech, schlagfertig und lassen sich so schnell nicht unterkriegen, ganz so wie es auch meine Art ist. Die Geschichten eignen sich ideal für den kleinen Lesehunger zwischendurch, mal spannend, mal humorvoll, mal dramatisch, auch schon mal makaber und skurril, aber niemals vorhersehbar.« Um auf dem Laufenden zu bleiben, besuchen Sie Frieda doch auf Facebook https://www.facebook.com/frieda.lamberti oder schreiben eine Mail an frieda.lamberti@aol.com


Kurzbeschreibung, übernommen:
Seitdem Dagmar mit ihrem Vater gebrochen hat, geht sie ihren Weg allein. Ihr Leben ist eher trostlos als aufregend, gäbe es nicht ihren Nachbarn Pit. Schon seit langer Zeit hat sie ein Auge auf den smarten Polizisten gewor­fen. Doch mehr als die nette Frau von nebenan will er einfach nicht in ihr sehen. Warum nicht?, fragt sich auch Pits Großmutter und beschließt, dass sich das schnellstens ändern muss. Sie ist der felsenfesten Überzeu­gung, dass die beiden füreinander bestimmt sind, und nimmt sich vor, ihnen auf die Sprünge zu helfen. Dafür ist ihr jedes Mittel recht. Gerade als ihre Bemühungen den gewünschten Erfolg zeigen, wird unerwartet ein streng gehütetes Geheimnis gelüftet, das alle Beteiligten zwingt, sich ihrer schmerzvollen Vergangenheit zu stellen.


Meine Meinung:
Inzwischen weiß es jeder, der meine Rezensionen verfolgt, dass ich ein großer Fan der Bücher von Frieda Lamberti bin. Auch wenn ich mal gesagt habe, dass ich Bücher dieses Genre nicht soooo besonders gerne lese. Aber es gibt einige Autorinnen bei denen ich gerne eine Ausnahme mache und dazu gehört Frieda Lamberti. Außerdem überrascht sie mich immer wieder, wenn ich denke, den Verlauf der Geschichte zu kennen, dann gibt es überraschende Wendungen.So auch diesmal.
Dagmar und Pit kannte ich bereits aus anderen Büchern von ihr. -- Das ist auch eine Sache, die mir gefällt. So genannte Nebendarsteller werden zu Protagonisten und ich begegne ich den Büchern immer wieder Bekannten.
Die beiden wichtigsten Rollen haben also diesmal, wie erwähnt, Daggi und Pit. Aber auch die Großmutter Martha mischt sich im Geschehen ein. Sie mag ich ganz besonders und zu gerne hätte ich mal den einen oder anderen Kummerkeks von ihr probiert.
Auf jeden Fall finden Daggi und Pit endlich zueinander und es könnte eine nette Schilderung einer Romanze werden, wenn nicht Frieda Lamberti die Autorin wäre. Sie hat mich auch diesmal nicht enttäuscht und reichlich Spannung eingebaut. Da ich ja, wie meistens, mitten drin im Geschehen war, hoffte ich, dass alles irgendwie gut endet. Denn ich war auf der Seite von Daggi und Oma Martha, obwohl ich Pit ebenfalls verstehen konnte. Was nun alles passiert ist und wie die Geschichte endet, werde ich selbstverständlich nicht verraten, Nur soviel, es ist wirklich spannend.
Am Ende war ich über den Ausgang sehr zu frieden, obwohl es da noch eine Sache gibt, von der ich noch mehr erfahren möchte und ich befürchte, das wird sicher wieder aufregend für mein Leserherz.

Auf jeden Fall hat mich Frieda Lamberti ein weiteres Mal mit einem Buch begeistert. Ihren Schreibstil mag ich, er ist unverkennbar. Die Geschichte wird übrigens im Wechsel aus Sicht von Daggi und Pit erzählt. So  konnte ich einige Handlungen der beiden viel besser nachvollziehen, weil ich ja als Leserin in der Lage war, dadurch  die Gedanken zu kennen. Für das Buchcover hat sie ein wunderbar passendes Foto ausgesucht.

Fazit:
Ein weiteres Buch der Autorin, das ich gerne weiterempfehle. Und natürlich werde ich das nächste und übernächste und überhaupt alle Bücher lesen wollen. ;)

Da ich an einer Leserunde teilgenommen habe, hatte ich die Möglichkeit das Buch vorab zu lesen. Dafür bedanke ich mich vielmals bei Frieda Lamberti.

Montag, 22. Februar 2016

Rezension - Die heimliche Heilerin


Autorin: Ellin Carsta

Titel: Die heimliche Heilerin

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

Seiten: 482

erschienen: 9. Juni 2015

Altersempfehlung: Erwachene



Die Autorin Ellin Carsta, geboren 1970 in Worms, lebt heute zusammen mit ihrer Familie in Hannover und arbeitet dort für eine Tageszeitung. Unter einem Pseudonym hat sie bereits diverse Kurzgeschichten, Anthologien und Romane veröffentlicht.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Heidelberg 1388: Die junge Madlen steht schon früh im Dienst einer Hebamme und hilft ihr bei Geburten und der Behandlung von Frauenleiden. Neben ihrem umfassenden Wissen über Kräuter, durch die sie Schmerzen lindert, stößt sie während einer Geburt eher zufällig auf die beruhigende Wirkung durch flackerndes Kerzenlicht in Verbindung mit gesprochenen Psalmen. Natürlich darf niemand etwas von dieser besonderen Methode erfahren, schließlich kann es sich hierbei nur um Hexenwerk handeln. Eines Tages wird sie zu einer angesehenen Bürgerin gerufen, die hochschwanger ist und offensichtlich körperlich misshandelt wurde. Madlen kann zwar das Leben der Frau retten, nicht jedoch deren Baby. Der Ehemann beschuldigt die Heilerin, das Kind mit Hilfe von Kräutern vergiftet zu haben. Damit beginnen für Madlen ihre Flucht und der Kampf um die Wahrheit, sie erfährt viel Liebe und Zuneigung und wird gleichzeitig mit blankem Hass konfrontiert.

Meine Meinung:
Inzwischen kann ich von mir als Vielleserin von historischen Büchern behaupten, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, was die Protagonistin erlebt, wenn ich mir die Kurzbeschreibung durchlese. Dann stehe ich vor der Entscheidung, möchte ich das lesen oder nicht. In diesem Fall war ich sehr neugierig und habe mich für das Buch entschieden. Das war auch gut so.
Kaum hatte ich am Nachmittag damit angefangen, wusste ich schon, dass eine lange Lesenacht auf mich zu kommen würde, denn ich fand einfach keine Stelle, an der ich das Buch zur Seite legen konnte.
Madlen, eine mir sehr sympathische Protagonistin, hilft der Hebamme und weiß natürlich auch welche Wirkungen verschiedene Kräuter haben. Leider lebt sie in einer Zeit, in der die Menschen schnell an Hexerei und so weiter glauben. Und ich habe es ja mal wieder geahnt und hätte Madlen am liebsten zugerufen, geh nicht dahin. Aber wie heißt es so schön, sie lief mit offenen Augen in ihr Unglück. Was dort aber genau passiert ist, werde ich wie immer nicht verraten.
Auf jeden Fall war ich voll auf ihrer Seite und mitten drin im Geschehen. Ich habe mit ihr gebangt und gehofft und war mit ihr unterwegs.
Die Autorin hat es in meinen Augen wunderbar verstanden, eine wirklich spannende Geschichte ins Mittelalter zu verlegen und es war dann auch etwas anderes, als ich es mir vorgestellt hatte. Denn es ist ja nicht leicht für einen Autor sich zu den wirklichen Geschehnissen von damals immer wieder etwas neues einfallen zu lassen. Ihr Schreibstil hat mir auch diesmal wieder gefallen und so kam es dann auch, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Fazit:
Und wieder gibt es ein historische Buch, dass ich gerne weiterempfehle.

Sonntag, 21. Februar 2016

Rezension - Ein Cupido zum Verlieben



Autorin: Elvira Zeißler

Titel: ein Cupido zum Verlieben

Genre: Fantasie, Romanze

Version: eBook  und Taschenbuch

erschienen: 13. Oktober 2013

Seiten: 254

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Elvira Zeißler (Jahrgang 1980) hat nach dem Abitur BWL an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Copenhagen Business School studiert. Derzeit wohnt sie mit ihrer Familie im malerischen Bergischen Land und schreibt vor allem Fantasy und Mystery Romance Bücher, die Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Lassen Sie sich verzaubern von fantastischen Geschichten voll Abenteuer, Spannung, Gefühl und Magie.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Was geschieht, wenn sich der Engel der Liebe einmal irren sollte?
Nach einer weiteren Enttäuschung hat Sam von Männern die Nase definitiv voll und schwört der Liebe endgültig ab. Das kann Coup - ein Engel der Liebe - ausgerechnet kurz vor Weihnachten natürlich nicht so auf sich sitzen lassen. Kurzerhand geht er eine Wette ein, dass er es schafft, bis Jahresende den Richtigen für Sam zu finden. Den passenden Kandidaten scheint er auch schon gleich parat zu haben, denn Sams schüchterner Nachbar Patrick ist ganz offensichtlich in sie verliebt. Und doch erlebt Coup die Überraschung seines Lebens, als er feststellt, dass sein sechster Sinn ausgerechnet in diesem einen Fall versagt …


Meine Meinung:
Nun muss ich mir erst einmal die Tränen aus den Augen wischen, damit ich eine anständige Rezension schreiben kann. Aber keine Angst, es waren Tränen vor Rührung und vor Freude über das Ende, was mich sehr überrascht hat und zufrieden stellt.

Sam hat wirklich die Nase voll von den Männern, was ich auch nachvollziehen kann. Aber soll sie mit 32 nur noch für ihre Arbeit leben? Coup, der Engel der Liebe, will dies nicht zulassen und ihr unbedingt helfen. Auf etwas ungewöhnliche Art und Weise, aber mir hat es gefallen. Naja, ich war ja auch nicht betroffen, sondern nur die Leserin, die beide dabei beobachten durfte und das hat mir schon sehr viel Spaß bereitet. Meistens zumindest. Auf Einzelheiten will ich allerdings nicht eingehen und anderen damit das Lesevergnügen schmälern.

Der Schreibstil von Elvira Zeißler hat mir sehr gut gefallen, wunderbar flüssig war die Geschichte zu lesen und ich habe es dann auch mal wieder in einem Rutsch geschafft. Solche Bücher aus dem Bereich Romanze und Fantasie lese ich sehr gerne. Die beteiligten Personen waren mir fast alle sympathisch. Allen voran natürlich Sam gefolgt von Coup und Gabriel.
Ich will ja nun nicht undankbar sein und auch nicht zu viel verraten, aber ich hätte da schon einen Wunsch, was ich noch gerne lesen würde. Mal sehen, vielleicht nehme ich einfach mal Kontakt zur Autorin auf.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, wo gelacht und geweint werden kann. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Rezension - Die 13. Jungfrau


Autorin: Katharina Münz

Titel: Die 13. Jungfrau

Genre: Historisch

Version: eBook

erschienen: 30. November 2015

Seiten: 334

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Schruf & Stipetic


Die Autorin Katharina Münz wurde 1968 im romantischen Heidelberg geboren, worauf sie ihr Faible für Geschichten mit romantischem Einschlag zurückführt, auch wenn sie dafür mit dem Hochdeutschen bisweilen hadert. Sie liebt den Frühling im Süden, den Sommer im Norden, den Herbst an sich und schneereiche Winter. Mit ihrem Mann lebt sie in einem Haus voller zwei- und vierbeiniger Kinder. Inmitten dieses Trubels öffnen ihr Bücher willkommene Tore in andere Welten, Zeiten und Köpfe. Mit ihrem Roman Die 13. Jungfrau entführt sie ihre Leserinnen und Leser ins Frühmittelalter.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Viele Mythen ranken sich um die Stadtheilige von Köln und ihre elf jungfräulichen Hofdamen. Doch bis zum heutigen Tag bleibt das Schicksal der 13. Jungfrau ein Rätsel. Zur Zeit der Wikingerüberfälle verlässt die junge Melwyn im Gefolge einer Fürstentochter ihre Heimat Cornwall. Um die Anerkennung ihres Vaters zu gewinnen, schwört die Bastardtocher eines Edelmanns, sich um die jüngere Halbschwester zu kümmern. Als ein Sturm die Reisenden nach Köln verschlägt, geraten die jungen Frauen in Gefahr. Beim verzweifelten Versuch, ihre Schwester zu retten, lädt Melwyn große Schuld auf sich, ehe sie beginnt, ihren eigenen Wert als Schildmaid zu erkämpfen.


Meine Meinung:
Rein zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam, was mich jetzt ganz besonders freut, denn mit Begeisterung habe ich es gelesen. Hätte es aber wahrscheinlich gar nicht in der Menge der vielen Bücher, die angeboten werden, gefunden.
Ich lese ja sehr gerne historische Bücher, wo Geschehnisse wunderbar mit erfundenem verbunden werden. Es begeistert mich immer wieder, wie viel Arbeit sich ein Autor mit der Recherche macht. Was heißt begeistert, besser ausgedrückt, ich bin eigentlich mehr beeindruckt. Denn was in einem Kapitel in wenigen Seiten erzählt wird, setzt doch viel lesen und informieren voraus. Ich habe mir den Blogbeitrag zu dem Thema Hautstecherei durch gelesen, was ich auch sehr interessant fand.

Nun will ich aber endlich mal zur eigentlichen Rezension des Buches kommen.
Ich verrate hier ja nicht zuviel, denn wer sich über die Jungfrauen von Köln informiert hat, weiß, dass sie leider in Köln gestorben sind. Aber eben nicht alle, sondern eine 13. die nie erwähnt wurde, schlidderte von einem Abenteuer in das nächste. Schon die Überfahrt von England war gefährlich und leider sehr stürmisch. Deshalb kenterte das Schiff und alle Reisenden mussten nun sehen, wie sie an ihr Ziel kommen. Wikinger trieben sich damals überall herum und raubten und mordeten. Es war richtig spannend zu lesen, wie Melwyn und alle andere es schafften heil in Köln anzukommen. Sehr anschaulich hat die Autorin die Reise und den Aufenthalt in Köln beschrieben.

Melwyn war mir sehr sympathisch und ich habe mit ihr gelitten, gefiebert und gehofft. Ich hatte als Leserin ja auch den Vorteil, ihre Gedanken kennen zu lernen. Denn die Geschichte wurde aus Sicht von Melwyn in der Ich-Form erzählt. Ich konnte nicht nur ihre Gedanken lesen, die sehr oft abschweiften, ich musste manchmal darüber schmunzeln, wie schnell sie ihre Einstellung änderte und das humorvoll beschrieb.
Ich hatte nur etwas Probleme mit den für mich ungewohnten Vornamen, sie waren sehr kompliziert und so richtig wörtlich habe ich die wenigsten gelesen. Ansonsten hat mit der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Den beteiligten Personen hat sie interessante Charaktere zugeordnet. So kam es dann auch, dass ich, die ja auf der Seite von Melwyn war, total sauer auf die Tante wurde, die mit ihrem Verhalten einiges ausgelöst hat.

Im Grunde werden in diesem Buch zwei Geschichten erzählt, als erstes die Reise bis Köln, wo Melwyn ja nur eine Begleiterin der Braut ist. Als zweites ihr Abenteuer, nachdem alle Jungfrauen zu Tode gekommen sind. Sie wird gefangen genommen und tritt eine weitere große Reise an. So ganz nebenbei erfahre ich dadurch einiges über das Leben im Frühmittelalter.  Neugierig, wie ich bin habe ich mich natürlich über die Lage der Orte, Runenzeichen und über die Aufgaben einer Schildmaid informiert.  Was das nun alles auf sich hat, werde ich hier nicht verraten. Mir hat die Entwicklung auf jeden Fall gut gefallen.

Fazit:
Ein weiteres historisches Buch, das ich mit Begeisterung gelesen habe und gerne weiter empfehle.

Ich möchte mich beim Verlag Schruf & Stipetic für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Pennys Fest

Autor: Patrick Hinz

Titel: Pennys Fest

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 11. Januar 2016

Seiten: 199

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks der eBook Verlag


Patrick Hinz, Jahrgang 1973, lebt in München und arbeitet als freier Wortjongleur: Er ist als Autor von Sachbüchern sowie als Werbetexter, Redakteur und Marketing-Berater erfolgreich.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wie heilt man ein gebrochenes Herz? Penny probiert es mit einer Extraportion Genuss – denn ein paar Pralinen in Ehren kann niemand verwehren … Und welchen Sinn sollte es auch haben, auf die schlanke Linie zu achten, wenn ihr Freund sie gerade wegen einer pummeligen Blondine verlassen hat? Noch dazu droht in wenigen Wochen der emotionale Supergau – ihr 40. Geburtstag! Was Penny will: heimlich heulen, Süßes essen und auf ihrem Sofa die Welt vergessen. Doch dann rumpelt es im Treppenhaus. Und damit beginnt eine Geschichte voller Überraschungen und ungeahnter Gefühle …

Meine Meinung:
Ist das Buchcover nicht ausgesprochen witzig? Macht es einen nicht neugierig? Also, zumindest bei mir war es so, deshalb landete dieses Buch auf meinem Reader.
So lernte ich Penny kennen, die ich in der Adventszeit vor ihrem Geburtstag begleiten konnte. Penny wurde kurz vorher von ihrem Freund verlassen und hatte auch keine Lust, ihren Geburtstag zu feiern. Denn ausgerechnet am 24.12. würde sie 40. Außerdem fasste sie den Entschluss, nicht mehr auf Kalorien zu achten, denn ihr Freund hat sie wegen einer Frau verlassen, die einige Kilos mehr an sich hatte. Wie ihre Familie und Freunde mit ihren Entschlüssen umging, fand ich ausgesprochen interessant zu lesen. Ich hatte Penny sofort in mein Leserherz geschlossen und war voll und ganz auf ihrer Seite. Wahrscheinlich hätte ich manches Mal genau wie sie reagiert. So kam es dann auch, dass ich mich wirklich sehr aufregte, als..... ne, das verrate ich doch nicht. Es soll jeder selbst lesen. Denn in den paar Wochen passierte so viel in Pennys Leben, was ich ganz toll fand.

Patrick Hinz hat mich an das Buch gefesselt, das ich sehr schnell durch gelesen hatte, was allerdings auch daran lag, dass es "nur" 199 Seiten hatte. Zu gerne hätte ich noch ein bisschen mehr gelesen. Die Geschichte hat so viel in mir ausgelöst, ich habe mit Penny gefühlt, es hat mich nachdenklich gemacht und zu gerne wüsste ich, wie es weitergeht und der Alltag bewältigt wird.

Fazit:
Ein sehr schönes Buch, das auch zu anderen Jahreszeiten gelesen werden kann. Ich gebe dazu gerne eine Leseempfehlung.

Dem Verlag dotbooks möchte ich recht herzlich für das Rezensionsexemplar danken.

Rezension - Meisterdetektiv auf leisen Pfoten


Autorin: Christiane Martini

Titel: Meisterdetektiv auf leisen Pfoten - Carusos erster Fall

Genre: Krimi, Fantasy

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: als eBook 12. Januar 2016

Seiten: 160

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks der eBook-Verlag

Die Autorin Christiane Martini, geboren 1967 in Frankfurt am Main, ist Diplom-Musiklehrerin und Absolventin des Konzertexamens. Sie leitet ihre eigene Musikschule „CasaMusica“ und ist Dozentin für Blockflöte, Querflöte und Klavier. Neben eigenen Kompositionen hat sie auch zahlreiche musikalische Lehrwerke verfasst. Christiane Martini ist nicht nur Musikerin, sondern als Autorin in verschiedenen Genres zu Hause. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in der Nähe von Frankfurt und wurde von ihrer Heimatstadt Dreieich mit einem kulturellen Förderpreis für Musik und einem Stipendium ausgezeichnet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Venedig ohne Touristen? – Für Caruso und seine Katzenbande undenkbar, denn schließlich spendieren die vielen Menschen den Vierbeinern ihre täglichen Mahlzeiten. Eine Reihe mysteriöser Mordfälle droht jedoch die Urlauber aus der beliebten Lagunenstadt zu vertreiben. Das muss unter allen Umständen verhindert werden! Und so nehmen die Detektive um den schlauen Kater die Fährte des Täters auf – die Spur reicht weit in die Vergangenheit zurück und hat mehr mit Caruso zu tun, als dieser zunächst ahnt...


Meine Meinung:
Katzenkrimis habe ich schon immer gerne gelesen und deshalb war ich auch sehr neugierig auf dieses Buch. Allerdings stellte ich dann sehr schnell fest, dass mich das Buch nicht vollauf begeistern konnte. Im Vergleich zu den anderen Katzenkrimis schnitt es leider bei mir nicht so gut ab.
Mich hat ein bisschen gestört, dass so viel italienisch gesprochen wurde. Auch wenn kurz danach im Text die Übersetzung kam. Ich will ein Buch ohne Stopp lesen und wäre deshalb nicht auf die Idee gekommen, immer wieder auf den letzten Seiten nachzusehen, was das alles denn bedeuten könnte. Zumal das in einem eBook auch etwas umständlich sein kann. 
Ich gebe es ja zu, dass es nicht leicht ist, einen Krimi zu schreiben, in dem die Katze die Hauptrolle spielt. Schließlich können die Katzen nicht mit den Menschen reden und müssen irgendwie versuchen, sie auf den richtigen Weg zu bringen.
Fantasie ist da gefragt, aber dass eine Katze ihren Besitzer dazu bringt, mit dem Schiff durch die  Kanäle zu fahren, fand ich dann doch etwas sehr übertrieben. Alles andere fand ich schon passend, vor allem dass der Polizist auf die Katzen achtet und so den Fall leichter lösen kann.

Fazit:
Schade, mich konnte das Buch nicht so überzeugen.  Aber zum Glück sind die Ansprüche und Geschmäcker ja so verschieden und der einen oder dem anderen Leser wird es vielleicht doch gefallen. 

Dem Verlag dotbooks möchte ich vielmals für das Rezensionsexemplar danken. 

Samstag, 13. Februar 2016

Rezension - Unter dem Vanillemond


Autorin: Petra Pfänder

Titel: Unter dem Vanillemond

Genre: Roman

Version: eBook und Broschiert

erschienen: 11. Januar 2016

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: mtb Mira Taschenbuch



Die Autorin Petra Pfänder studierte Film-, Fernseh- und Theaterwissenschaften sowie Alt- und Neugermanistik und arbeitete einige Jahre als freie Journalistin für Print, TV und Hörfunk, bevor sie als Übersetzerin und selbstständige Autorin durchstartete. Heute lebt sie als freiberufliche Schriftstellerin und Übersetzerin im Münsterland.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein geheimnisvoller Liebesbrief, ein altes Foto, ein lang gehütetes Familiengeheimnis … Nach dem Tod ihres Vaters steht Annabel Hansen vor einer schweren Entscheidung: Was soll mit der Vanilleplantage geschehen, die ihr Vater auf Madagaskar betrieben hat? Nur widerwillig macht die junge Hamburgerin sich auf den Weg ins ferne Afrika und wird sofort gefangen genommen von der exotischen Schönheit der Insel: Von der tropischen Landschaft, den fremden Gerüchen, der Farbe des Indischen Ozeans. Plötzlich versteht sie, was ihren Vater immer wieder hierher gezogen hat. Doch als sie in seinen Unterlagen einen zärtlichen Liebesbrief und das Foto einer schönen Fremden findet, ahnt sie, dass die Insel noch mehr Geheimnisse birgt. Geheimnisse, die ihr bisheriges Leben in einem völlig anderen Licht erscheinen lassen …

Meine Meinung:
Ich weiß ja nicht, wie es bei anderen ist, aber bei mir ist das Buchcover wirklich sehr oft der Grund, dass ich mich näher mit einem Buch befasse.  Bei diesem Buch war es dann auch mal wieder das Cover. Hier fiel mir die wunderschöne Vanilleblüte als erstes auf. Naja und wenn mich die Kurzbeschreibung neugierig macht, dann möchte ich das Buch natürlich am liebsten sofort lesen.
Das habe ich dann auch gemacht und weil ich es so gut fand, dann auch sofort in einem Rutsch gelesen.
Die Geschichte ansich ist jetzt nichts besonderes, ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen nach dem Tod der Eltern Familiengeheimnisse aufgedeckt werden und die Kinder sehr überrascht werden.
Aber es hat mir gefallen, wie die Autorin dies aufgebaut hat. Annabel und ich hatten ja so gar  keine Ahnung, was sich hinter dem geheimnisvollen Liebesbrief und dem Bild verbirgt. Außerdem fand ich es von den Verwandten gar nicht nett, dass sie uns beiden nicht verraten wollten, warum sie sich so merkwürdig verhalten. Man merkt, ich war mal wieder mittendrin im Geschehen. Annabel hatte ich auch sofort in mein Herz geschlossen. Den einen oder den anderen Beteiligten auch, aber bei manchen wusste ich nicht, was ich von ihm halten sollte.
Aber es ging ja nicht nur um Annabel und ihrem Erbe. Ich konnte mit Annabel gemeinsam Madagaskar kennen lernen. Petra Pfänder hat alles so wunderbar beschrieben, dass ich mir die Örtlichkeiten sehr gut vorstellen konnte. Gleichzeitig habe ich auch viel über die Gepflogenheiten und Probleme erfahren. Das alles wurde sehr gut ins Geschehen um Annabel verknüpft. Ich selber wurde nun noch neugieriger und ich habe mir bei google map die Landschaft angesehen und mich über Lemure informiert.
Nachdenklich hat mich dieses Buch dann auch gemacht, ich habe mir überlegt, ob es wirklich gut ist, wenn Geheimnisse so lange bewahrt werden? Auf wen soll man eher Rücksicht nehmen, als Tote oder Lebende? Tja, nun gebe ich Rätsel auf, aber wer dieses Buch gelesen hat, wird mich sicher verstehen.
Mir hat der Schreibstil der Autorin gut gefallen und wie unschwer zu erkennen ist, hat sie mich an das Buch gefesselt. Ich wollte aber auch unbedingt wissen, ob das Geheimnis gelüftet wird und wie Annabel sich entscheiden wird.

Fazit:
In diesem Buch hat die Autorin sehr vieles vereint, neben der bildhaften Beschreibung der Insel kamen die Spannung und Romanze auch nicht zu kurz. Mir hat das Buch gut gefallen und gerne empfehle ich es weiter.

Bei dem Verlag mtb Mira Taschenbuch möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.


Nachtrag: Da ich durch Zufall das Buch zweimal erhalten habe, wollte ich es einer interessierten Bloggerin zur Verfügung stellen. Sie hat es gelesen und auch sehr schön rezensiert:
Auf dem Blog: Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Rezension - Suse, liebe Suse



Autorin: Lina Zimmer

Titel: Suse, liebe Suse

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. Januar 2016

Seiten: 222

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Lina Zimmer wurde 1975 in der rauen Rhön geboren. Sie studierte Marketing, verbrachte einige Zeit im Ausland und arbeitete jahrelang in der Werbebranche in Frankfurt am Main. Sie ist glücklich verheiratet und lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern im beschaulichen Herzogenaurach.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Und ich habe Jan und mich schon in der Hochzeitskutsche sitzen sehen. Schön blöd! Eingetroffen ist genau das Gegenteil von dem, was ich mir gedanklich so zurechtgepinselt habe: Jan ist ein elender Betrüger und Ruth seine Gespielin. Muss es ausgerechnet meine verhasste Kollegin aus der leidigen Werbeagentur sein? Meine beste Freundin Katinka weiß sofort, was zu tun ist: 1. Jan den Laufpass geben, 2. Neuer Job, 3. Neuer Mann. Die hat gut reden. Schließlich bin ich schon vierunddreißig und will nicht erst mit Mitte vierzig Mutter werden. Die Torschlusspanik treibt mich dazu, einen Pakt mit dem Teufel zu schließen. Wer hätte das gedacht? Ich nicht. Am Ende läuft eh wieder alles anders als geplant, aber am wichtigsten ist doch, dass ich die bin, die ich schon immer hätte sein sollen: einfach nur Suse.


Meine Meinung:
Ausgerechnet an ihrem Geburtstag erwischt Suse ihren Freund Jan mit einer anderen Frau im Bett. Tja, das war wohl nichts mit einem Heiratsantrag, auf den Suse schon soooo lange wartet. Was wird nun aus ihrem Kinderwunsch und überhaupt... wie soll es nur weitergehen.

Lina Zimmer hat wunderbar beschrieben, wie Suse sich nach der Entdeckung fühlt. Ihre Höhen und Tiefen, die sie durchlebt, hat sie sehr gut geschildert. Natürlich leide ich mit Suse und wünsche ihr, dass sie sich ihren Wunsch nach Ehe und Kindern erfüllen kann. Nicht immer bin ich mit ihren Gedanken und ihrem Verhalten einverstanden, aber das mag daran liegen, dass ich einfach zu alt für diese Geschichten bin.
Trotzdem hat mit das Buch gefallen und die Autorin hat mit ihrem Schreibstil dafür gesorgt, dass ich das Buch in kurzer Zeit gelesen habe.

Fazit:
Ich gehe mal davon aus, dass Leserinnen, die sich in dem Alter der Protagonistin befinden, sich für das Buch begeistern werden.
Bei der Autorin möchte ich mich vielmals dafür bedanken, dass sie mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat und auch bereit war, mit mir über das Buch zu diskutieren.

Dienstag, 9. Februar 2016

Rezension - Als Schisser um die Welt


Autor: Jan Kowalsky

Titel: Als Schisser um die Welt

Genre: Reise, Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. Juni 2015

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann

Eigentlich hatte der Illustrator und Marketingmann Jan Kowalsky, geboren 1976, gar keine Lust auf abenteuerliche Fernreisen. Erst seine Frau musste ihn zu seinem Glück zwingen. Was als Schocktherapie begann, endete in einer Leidenschaft fürs Reisen, die beide inzwischen schon um die halbe Welt geführt hat. Die Geschichte von einem, der mitmusste als Spitzentitel im Goldmann Sommersortiment: "Als Schisser um die Welt".


Kurzbeschreibung, übernommen:
Pauschaltourismus, Strandurlaub und Stadtrundfahrten waren gestern – heute gehen wir Bergsteigen im Himalaya oder machen Hundeschlittenrennen in Alaska. Alles ist möglich, kein Ziel unerreichbar! Und doch gibt es Leute, die wollen gar nicht weg. Der Schisser zum Beispiel würde lieber zu Hause bleiben. Das Problem ist nur: Seine Frau liebt Abenteuerreisen. Und er liebt seine Frau. Also verbringt er seine Freizeit notgedrungen überall, nur nicht auf dem geliebten Sofa. Erspart bleibt ihm auf seinen unfreiwilligen Reisen rund um den Globus natürlich nichts: menschenfressende Riesenechsen, Wildwasserrafting mit Zahnverlust, Safari im Schweinsgalopp, auf dem Elefanten durch den Dschungel und dabei immer mit den Nerven zu Fuß. Dies ist die Geschichte von einem, der mitmusste ...


Meine Meinung:
Wenn ich ganz ehrlich bin, dann wurde ich als erstes durch den Titel auf das Buch aufmerksam, danach fiel mir das witzige Cover auf. Die Kurzbeschreibung versprach mir eine interessante Lektüre und ich wollte das Buch gerne lesen. Nun habe ich es gelesen und bin ich wirklich hin und her gerissen und überlege, was ich zu dem Buch schreiben soll.

Zunächst betrachte ich das alles mal ganz nüchtern:
Ich kann Jan verstehen, seine Frau will Reisen machen, die für mich nicht unter Urlaub und Erholung fallen. Allerdings finde ich auch, dass Jan es manchmal übertreibt mit seinen Ängsten. Ich kann nachvollziehen, dass er manchmal Schiss bekommt, aber er macht sich schon im Vorfeld selber verrückt.
Ich kann Sarah ebenfalls verstehen. An ihrer Stelle hätte ich auch keine Lust jedes Jahr nach Dänemark zu fahren, was Jan mit seinen Eltern über 15 Jahre gemacht hat. Ein bisschen Abwechslung sollte doch schon sein. Aber Sarah übertreibt es in meinen Augen wirklich mit ihren Reisewünschen. Dass die beiden irgendwann große Probleme bekommen, ist vorhersehbar. Wie sie damit umgehen, ist interessant zu lesen.

Dann sehe ich mir alles mal von der humorvollen Seite an:
Es ist ja wohl klar, dass sich das Schicksal im Urlaub  immer den Schisser aussucht, wenn es zuschlagen will. Was schief gehen kann, geht schief, aber wirklich nur bei ihm. Humorvoll werden die Schilderungen mit seinen eigenen Zeichnungen aufgelockert. Überhaupt hat der Autor alles bestens beschrieben, ich hatte alles wunderbar vor Augen.  Sehr gut gefallen hat mir der Doppelname-Doktor, seine Ratschläge und Äußerungen fand ich klasse. Wenn ich es recht überlege, hat es mir Spaß bereitet, Jan zu begleiten, wohlgemerkt, in Sicherheit und vom Sofa aus. Denn so ganz nebenbei habe ich wieder einiges über andere Länder und Städte erfahren, in die ich mit Sicherheit nicht reisen werde.

Fazit:
Jan Kowalsky ist der Autor und gleichzeitig auch der Schisser, er schildert seine Gedanken und Erlebnisse sehr gut. Manches wiederholt sich zwar, aber als Leser kann man auch die Entwicklung beobachten, die er durchmacht.
Jan wurde vom Schisser zu einem Reiseexperten, der irgendwann gerne selber plante und immer öfter über seinen Schatten sprang. Er entwickelte sich von einem, der mitmusste zu einem, der einem, der sich darauf freute.

Ich möchte mich beim Goldmann Verlag recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 8. Februar 2016

Rezension - Die Liebe meines Vaters


Autorin: Sabine Eichhorst

Titel: Die Liebe meines Vaters

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1, Februar 2016

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur

Die Autorin Sabine Eichhorst studierte Germanistik und Soziologie und arbeitete lange als Journalistin für verschiedene Radioprogramme der ARD. Für ihre Reportagen wurde sie 2002 mit dem CIVIS-Medienpreis und 2011 mit dem Herbert-Quandt-Medienpreis ausgezeichnet. Seit 1993 schreibt sie auch Bücher und hat bis heute über zwanzig Sachbücher und Memoirs veröffentlicht, darunter Ein Tagwerk Leben – Erinnerungen einer Magd, das zum Bestseller wurde. Die Liebe meines Vaters ist ihr Romandebüt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Loris Schorb 1930 in Budapest aus dem Zug steigt, verliert er sein Herz: Erst an die Stadt mit ihren Kuppeln und Brücken, ihrem pulsierenden Leben, den freundlichen Menschen, dem Duft von Mokka und warmem Mohnstrudel. Dann an die eigenwillige und kluge Éva, die zu allem eine Meinung hat, auch zur Politik. Drei Jahre lang reist Loris immer wieder nach Budapest - doch auch Éva liebt ihre Heimatstadt, und über das ferne Deutschland senkt sich bereits der Schatten des Nationalsozialismus. Kann es für sie und Loris eine gemeinsame Zukunft geben?
Ende der 1950er Jahre verliebt sich in München die junge Maria in den Ungarn Dénes. Als sie ihm eines Tages alte Familienfotos zeigt, deutet er auf eine junge Frau – und erkennt in ihr seine Tante, Éva. Der Mann an ihrer Seite ist Marias im Krieg verschollener Vater Loris ...

Meine Meinung:
Mir erging es wie Loris, auch ich war von Budapest beeindruckt, als ich 1985 die Stadt besuchen konnte. Allerdings lagen zwischen unseren Besuchen 55 Jahre. Ich lernte die Stadt in der Zeit der Ostblockzugehörigkeit kennen, bei Loris sah es ganz anders aus. Auf seine Erfahrungen war ich sehr gespannt und auch alles andere, was noch in der Kurzbeschreibung erwähnt wurde, machte mich neugierig.
Ich fand es sehr interessant Loris zu begleiten und seine Eindrücke und Gedanken zu lesen. Leider habe, zumindest ich es versäumt, mich mit Menschen, die 1930 noch sehr jung waren, über diese Zeitspanne, zu unterhalten. Deshalb freue ich mich immer, wenn ich durch Zeitzeugen etwas über das Leben erfahren kann. Loris fährt 1930 als junger Mann nach Budapest und verliebt sich dort in Eva. In den folgenden Jahren fährt er bei jeder sich bietenden Gelegenheit dorthin. Er lernt das Leben, das besonders scharfe Essen und vor allem die doch schwierige Sprache kennen. Aber, wie wir alle wissen, dauerte es nicht mehr lange bis der Krieg begann. Auch Loris bekam den Einsatzbefehl.
Loris fand ich sehr sympathisch und ich gönnte ihm das Glück immer wieder aus den schwierigen und gefährlichen Situationen lebend heraus zu kommen.
Wen ich ja so gar nicht verstehen konnte, war Elsa, seine Frau. Sicher, es war keine leichte Angelegenheit, gerade wurde das Baby geboren und dann muss ihr Mann in den Krieg ziehen. Aber dieses Schicksal teilte sie mit tausenden anderen Frauen und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese in den Briefen an ihre Männer, die im Schützengraben liegen, so schreiben würden. Oh, sollte ich jetzt zuviel verraten haben? Nein, ich denke nicht, denn wer den Klappentext aufmerksam gelesen hat, wird schon feststellen, dass irgendetwas vorgefallen sein muss. Ich musste mich allerdings gedulden, bis alle meine Fragen beantwortet wurden.

Zum besseren Verständnis möchte ich hier nun folgenden Text einfügen, auf den ich gestoßen bin, als ich nach weiteren Informationen über die Autorin und das Buch suchte:

Sabine Eichhorst ist eigentlich eine erfolgreiche Sachbuchautorin. Als ihr jedoch eine alte Dame über gemeinsame Bekannte die rund 700 Feldpostbriefe ihres verschollenen Vaters zur Verfügung stellt, ist für sie klar, dass das Leben einmal mehr die besten Geschichten schreibt, und nur ein Roman der Dramatik des Stoffs gerecht werden kann. So spinnt sie einen mitreißenden, erschütternden und herzergreifenden Erzählfaden um die realen Ereignisse.

Und ich finde, dies ist ihr sehr gut gelungen. Ich stelle es mir sehr aufwändig vor, alle Briefe zu lesen und daraus eine Geschichte zu stricken. Für mich erklärte es dann aber auch die großen Zeitspannen, in denen über die Geschehnisse geschrieben wurden.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und passt hervorragend zu der Zeit in Budapest. Allerdings finde ich den Buchtitel etwas verwirrend, ich hatte mir doch etwas anderes darunter vorgestellt.

Fazit:
Ich habe das Buch für mich in der Rubrik "Historisch" eingeordnet, es sind zwar noch keine 100 Jahre vergangen, aber trotzdem finde ich es dort gut untergebracht. Ich fand das Buch sehr interessant und es stimmt schon, das wahre Leben schreibt sehr gute Geschichten. Auf jeden Fall finde ich es empfehlenswert.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Rezension - Amor's Five - Himmelreich und Honigduft


Autorin; Jo Berger

Titel: Amor's Five - Himmelreich und Honigduft

Genre: Frauenroman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 1. Februar 2016

Seiten: 380

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Jo Berger schreibt in ihrer Freizeit moderne Liebesromane und Satiren aus dem Leben. Dabei erwärmen ihre Romane nicht nur Herzen, sondern auch Lachmuskeln. Ihre Romanfiguren sind moderne Frauen in den Achterbahnen des Lebens. Die Leser/innen lieben ihren Humor, der in keinem Roman fehlt. Denn wenn Jo Berger zu ihrer spitzen Federn greift, dann meist um alltägliche Situationen zu beschreiben, die man nur mit einer gehörigen Portion Nutella und jeder Menge Humor übersteht. Die hauptberufliche Betriebswirtschaftlerin begann 2012 mit satirischen Kolumnen für lokale Online- und Printzeitungen und veröffentlichte 2013 die ersten Satiren aus dem Alltag "Das liegt am Wetter". Sie lebt mit ihrer Familie in Weinheim.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ohne Mütze geht sie nie aus dem Haus, ihr Herz trägt sie auf der Zunge und das einzige männliche Wesen, bei dem sie sich völlig fallenlassen kann, ist Jupp, ihre Hängematte. Charlotte, genannt Schoscho, lebt als Tauchlehrerin an einem der schönsten Plätze der Welt. Hier, an der Küste des Roten Meeres kann sie gleichzeitig ihrer Leidenschaft fürs Tauchen nachgehen und ihrer Vergangenheit mit all ihren Problemen ausweichen. Leider ist Himmelreich überall, und so findet Schoscho sich gegen ihren Willen bald zurück in der alten Heimat – und bis zum Hals in Schwierigkeiten. Mit Josh, ihrer alten Liebe, hatte sie längst abschließen wollen. Jetzt ist er wieder da, immer noch ein Typ zum Niederknien, und es ist schwer, ihm in dem kleinen Dorf … Verzeihung, der kleinen Stadt … aus dem Weg zu gehen. Gleichzeitig nehmen die Ermittlungen rund um Natties Tod Fahrt auf. Endlich gibt es einen Verdächtigen, und alle Freundinnen sind sich einig: Ihn lassen sie nicht davonkommen.

 »Himmelreich und Honigduft« ist der dritte Band zu einer fünfteiligen Romanreihe der Autorinnen Emma Wagner, Lana N. May, Jo Berger, Violet Truelove und Mia Leoni.

Meine Meinung:
Darf man eine Rezension mit den Worten "Ja. sch..ß die Wand an" beginnen? Das dachte ich mir, als ich das Buch ausgelesen hatte. Keine Angst, ich kann mich noch kultiviert ausdrücken. Aber dieser Spruch kam in dem Buch auch vor und zeigt wohl, wie locker und frech es streckenweise zuging. Außerdem ist dies ein bekannter Spruch, der in einem Comedysketch von Herbert Knebel vorkommt. Oh, ich schweife ab und sollte endlich etwas über das Buch und meine Begeisterung und Eindrücke schreiben.

Gerade hatte ich ein Buch von Jo Berger ausgelesen und konnte sofort zu einem weiteren Buch von ihr greifen. Es ist Band 3 der Serie Amor's five. Es ist wohl klar, dass ich die beiden ersten schon verschlungen habe und nun sehnsüchtig auf das nächste warte. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass jedem die beiden ersten Bücher bekannt sind. Auf  jeden Fall sollten alle Bücher in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Die Geschichte der fünf Freundinnen. die das Geheimnis um den Tod ihrer Freundin Natti klären wollen, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bücher.

Diesmal stand Charlotte, die von allen Schoscho gerufen wird, im Vordergrund. Sie hat es mir nicht leicht gemacht und mein Leserherz nicht sofort erobern können. Das heißt eigentlich schwankte ich die ganze Zeit, denn sie ist eine patente Frau, die immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Aber es muss in ihrer Vergangenheit irgendetwas passiert sein, weshalb sie lieber in Ägypten statt in dem Örtchen Himmelreich weilt. Puh, gerade noch die Kurve gekriegt und Himmelreich weder Dorf noch Stadt genannt. Ach, es gab so manche Begebenheiten, wo ich herzhaft lachen musste.  Aber um auf Schoscho zurück zu kommen. Es gab Momente, da hätte ich sie am liebsten geschüttelt und dazu verdonnert, dass sie endlich mal zuhört und nicht immer wegläuft. Oder hätte ich das besser mit der Autorin machen sollen? Autoren lieben es ja auf diese Weise für Verwicklungen zu sorgen und mich bringen sie damit zum Schimpfen.  Aber ich habe nicht nur mit Schoscho geschimpft, schon in Band eins fand ich das Detektivspielen der fünf Freundinnen etwas naiv und auch diesmal fand ich sie etwas voreilig. Lach, man sieht, ich steckte so richtig drin in der Geschichte.

Inzwischen sind mir die ganzen Dorfbewohner ja bekannt und sie habe ich alle mehr oder weniger in mein Herz geschlossen. Es macht Spaß sie alle zu beobachten. Kleine Nebenrollen sind durchaus auch sehr interessant. Wie es wohl mit dem Blumenkavalier weitergeht? Ob der selbstherrliche Bürgermeister mal auf die Nase fällt. Ob die Halspastillen nun noch berühmt werden? Jede Menge Fragen, die bestimmt in den nächsten Büchern beantwortet werden.

Mir hat der Schreibstil von Jo Berger unwahrscheinlich gut gefallen. So locker und frech, ich erwähnte es schon, hat sie ihren Teil zu der Serie beigetragen. Das Buch konnte ich in einem Rutsch durchlesen, was ich auch gerne gemacht habe. Ich hatte die Gelegenheit dazu und konnte es ohne große Unterbrechungen lesen. Was ich natürlich auch gut fand, denn eine gewisse Spannung steckt ja auch in dem Buch. Wir Leser wissen immer noch nicht, wieso, weshalb, warum Natti das gemacht hat. Neben Humor und Spannung kam die Romanze natürlich auch nicht zu kurz und so ein kleines bisschen Zickenkrieg fand auch statt. Und am Schluss hatte Schoscho mein Leserherz dann auch erobert, zumal sie endlich einsichtig wurde.

Das Buchcover passt wunderbar, wie bei allen der bereits erschienenen Bücher, zum Inhalt.

Fazit:
Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung, rate aber dringend dazu, die Reihenfolge einzuhalten.

Dienstag, 2. Februar 2016

Rezension - Hallo Schatz, wie war dein Tag



Autorin: Jo Berger

Titel: Hallo Schatz, wie war Dein Tag?

Genre: Humor, Kurzgeschichten

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 3. Dezember 2015

Seiten: 188

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Jo Berger schreibt in ihrer Freizeit moderne Liebesromane und Satiren aus dem Leben. Dabei erwärmen ihre Romane nicht nur Herzen, sondern auch Lachmuskeln. Ihre Romanfiguren sind moderne Frauen in den Achterbahnen des Lebens. Die Leser/innen lieben ihren Humor, der in keinem Roman fehlt. Denn wenn Jo Berger zu ihrer spitzen Federn greift, dann meist um alltägliche Situationen zu beschreiben, die man nur mit einer gehörigen Portion Nutella und jeder Menge Humor übersteht. Die hauptberufliche Betriebswirtschaftlerin begann 2012 mit satirischen Kolumnen für lokale Online- und Printzeitungen und veröffentlichte 2013 die ersten Satiren aus dem Alltag "Das liegt am Wetter". Sie lebt mit ihrer Familie in Weinheim.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Frisch, fröhlich, frech und auch mal traurig. Und ziemlich gepfeffert. Von falschen Männern, zur Midlifecrisis bis hin zum richtigen Haustier für den geliebten Nachwuchs. Warum bleiben wir bei der Werbung vor dem Fernseher sitzen? Warum braucht ein Mensch ein Multifunktionspulssensorenmessdings und wieso müssen extrovertierte Vielblubberer nicht unbedingt zu den Schaumschlägern gehören? Weshalb sind Mütter eigentlich stets flexibel, einsatzbereit, nie krank und. haben eigentlich auch Männer Problemzonen? In ihren humorvollen Kurzgeschichten spielt Erfolgsautorin Jo Berger mit Themen, die Frauen und Männer verbinden oder trennen.

Meine Meinung:
Ich habe von Jo Berger bis jetzt erst das Buch "Ein Engel für Jule" gelesen, was mich sehr begeistert hat. Dann hatte ich das Vergnügen die Autorin auf der Buchmesse kennen zu lernen und nun bin ich dabei, nach und nach ihre Bücher zu lesen. denn ich dachte mir, eine Autorin, die so gut "drauf" ist, schreibt bestimmt nur tolle Bücher. Nun, ich werde es ja erfahren, auf meinem Reader schlummern inzwischen einige Bücher von ihr.

Auf dieses Buch war ich nun besonders neugierig, denn mir hat das witzige Cover sehr gut gefallen und ich wollte wissen, was sich dahinter versteckt. Ich bin ja eigentlich kein Freund von kurzen Büchern oder gar von Kurzgeschichten, aber hier war ich ganz begeistert. Es kommt eben ab und zu doch mal vor, dass ich nicht die Gelegenheit habe, in Ruhe und konzentriert ein Buch zu lesen. Da kam mir dieses Buch mit den vielen abgeschlossenen Kapiteln gerade richtig.

Mit viel Humor hat Jo Berger Geschichten geschildert, die sie erlebt oder beobachtet hat. Aber sie waren nicht nur humorvoll, auch frech oder gar traurig. Es kam genau das alles vor, was viele von uns täglich selbst erleben oder erleben könnten. Manches Mal kam mir etwas sehr bekannt vor und ich dachte, he, hat sie mich beobachtet? Auf jeden Fall hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen. Dazu beigetragen auch der angenehme Schreibstil der Autorin. Von einigen Formulierungen war ich ganz begeistert. Und wie erwähnt, ich konnte jederzeit nach einem Kapitel das Buch zur Seite legen und später danach greifen und brauchte keinen großen Einstieg.

Fazit:
Wer kein Fan von dicken Schmökern ist, aber trotzdem mal wieder ein Buch zur Hand nehmen möchte, sollte dieses Buch erwerben. Vielleicht kommt dann die Lust weitere Bücher der Autorin zu lesen. Ich selber bin schon beim nächsten, das sie geschrieben hat und werde nach Fertigstellung dieser Rezension sofort weiterlesen.