Mittwoch, 30. November 2016

Indie-Autoren-Challenge - Marlies Borghold


Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen.
Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte.



Die Autorin Marlies Borghold schreibt über sich:
Ich wurde vor sehr langer Zeit, im Jahre 1959, im schönen Borken (Westfalen) geboren und lebe seit über dreißig Jahren in der Nähe von Düsseldorf (auch schön dort!). Einer plötzlichen Eingebung folgend schrieb ich vor ein paar Jahren einen Roman. Schon bald kamen mir die Fortsetzungen hierzu in den Sinn. Im Jahre 2013 traute ich mich dann endlich und veröffentlichte unter dem Pseudonym Agnes M. Holdborg die ersten beiden Teile meiner romantischen Fantasy-Elfensaga „Sonnenwarm und Regensanft“ („Zwei Sonnen“ und „Sonnensturm“) als E-Books. Der dritte Teil „Elfenstern“ erschien im August 2014. Neben der Fortsetzung zu dieser Reihe arbeite ich zurzeit an dem Fantasyroman „Kuss der Todesfrucht“, aber auch an Projekten in anderen Genres wie Erotikthriller, Krimi und manchmal auch an Gedichten.



Marlies Borghold ist neu in der Autoren-Challenge-Gruppe und wurde von Any Swan nominiert.


Diese Begriffe musste sie unterbringen:

Motorschaden
Glühwein
Rum
Weiberheld
Hundedecke
Zimtschnecke
Papierflieger
Mietwagen
Niesattacke
Allergie
Vollmond
Flugzeug
Hunger
Angst
Nebel


Marlies schreibt:
So, ihr Lieben! Ich habe mich an meinem ersten IAC-Beitrag versucht. Hätte die Geschichte einen Titel, hätte ich “Das verflixte siebte Jahr” oder “Der Ring” gewählt, ABER das hätte den Rahmen der drei Normseiten gesprengt, lach. Hier also meine Geschichte:


Der riesige Vollmond erhellte den Abendhimmel, als Till aus Richtung des Münchener Flughafens heimfuhr.

»Supermond! Wen interessiert’s?«, grummelte er. Er hatte andere Sorgen, die ihm in diesem Moment erneut vor Augen geführt wurden, weil er seine Hände am Lenkrad sah. Kein Ehering! Wo hatte er den bloß verloren? Verdammt! Er konnte doch nicht ohne seinen Ring bei Lena auftauchen. Im verflixten siebten Ehejahr! Was würde sie denken? Er liebte sie, wie er noch nie einen Menschen zuvor geliebt hatte, und jetzt das!

Till war übernächtigt und äußerst schlechtgelaunt. Zudem hing ihm sein Magen vor Hunger in den Kniekehlen. Die Zimtschnecke am Vormittag während der Konferenz war längst verdaut. Außerdem hatten die beiden Rotzbengel neben ihm im Flugzeug einen Papierflieger nach dem anderen sausen lassen.

Eine heftige Niesattacke setzte seiner Grübelei ein Ende. Verflucht! Er hatte doch angegeben, dass er unter einer Allergie litt. Tierhaare waren am schlimmsten. Schon gestern beim Einsteigen in den Mietwagen hatte ihn das Gefühl beschlichen, man hätte ihm eine Hundedecke übergestülpt.

Gott, was für zwei unselige Tage! Erst der Motorschaden zu Hause, weshalb er das angeblich allergiefreie Auto gemietet hatte. Dann das überraschende Zusammentreffen mit seinem alten Klassenkameraden Jan im Foyer des Hamburger Hotels. Eigentlich hatte Till einen ruhigen Abend verbringen wollen. Der nächste Tag würde anstrengend werden. Jan hatte alles über den Haufen geworfen und Till zu einer Kneipentour überredet. So wie früher! Also checkte er rasch ein, lud den Koffer im Zimmer ab, und los ging es.

Jan betitelte ihn immer noch als Schürzenjäger. Reiner Neid, wie Till fand, obwohl bei ihrem Streifzug durch die Bars einige schmollmündige, wohlproportionierte Damen mehr als interessiert an ihm waren. Er aber nicht! Seit er Lena kannte, war seine Zeit als Weiberheld passé.

Erst in der letzten Bar war ihm aufgefallen, dass sein Ehering nicht am Finger steckte. Kein Wunder, dass er derart angeflirtet worden war. Was hatte er alles versucht, um den Ring wiederzufinden: seinen Freund und besagte Damen vor den Kopf gestoßen, vier Bars durchsucht. Doch er hatte ihn nicht finden können.

Morgens war er aufgewacht, mit Brummschädel vom Glühwein und Rum samt schlechtem Gewissen, da er sich nicht bei Lena gemeldet hatte – und wegen des Rings. Sein Hotelzimmer hatte er aufgrund der Suche völlig verwüstet, was zudem an den zahlreichen Drinks gelegen hatte. Entsprechend hoch war seine Hotelrechnung ausgefallen. Für ein Frühstück war vor der Konferenz keine Zeit geblieben, wohl aber für eine kurze Nachricht an seine Frau, damit sie sich nicht sorgte.

Wabernder Nebel ersetzte den klaren Sternenhimmel, während Till das Auto in der Einfahrt zum Haus abstellte. »Passend zur Stimmung«, flüsterte er und schloss, beladen mit Koffer und Aktentasche, die Tür auf. »Hallihallo!« Gute Laune heuchelnd schob er seine beklemmende Angst beiseite. Dann ließ er einfach alles fallen und nahm Lena in die Arme, nachdem diese auf ihn zugestürmt war. Sie schien ihm nicht böse zu sein. Das würde sich jedoch bald ändern, befürchtete er. Viele Worte wurden nicht gewechselt. Selbst nach sieben Ehejahren war ihr gegenseitiges Begehren unverändert groß und musste zunächst gestillt werden.

»Du siehst furchtbar müde aus«, stellte sie danach fest.
»Bin ich auch.« Schwer seufzend gab er sich einen Ruck und erzählte von seinen Erlebnissen, insbesondere vom Ring. Stirnrunzelnd besah sie sich seine Hand.
»Das ist mir gar nicht aufgefallen. Naja, wir hatten ja anderes zu tun.«
»Bist du denn nicht sauer?«
»Natürlich nicht. So etwas kann schließlich passieren.« Till fiel auf, wie seine Frau auf ihrer Unterlippe herumkaute. »Du bist doch sauer.«
»Nein, weil ... Ich, äh, ich hab...«, druckste sie herum.
»Was? Was hast du, Schatz?«, hakte er nach.
»Okay, hör zu«, begann sie. »Neulich beim Einkaufen, da musste ich auf die Toilette, und da hab ich meinen schönen Ring, den du mir zum siebten Hochzeitstag geschenkt hast, abgenommen, damit nichts drankommt. Dann hab ich ihn vergessen. Ich bin selbstverständlich sofort zurück, als ich es bemerkt habe, aber er war weg. Es tut mir so leid.«
Till griff nach ihrer Hand und stutzte. »Du trägst ihn doch.« Er hatte den Ring extra für sie anfertigen lassen.
»Nun ja, ich hab beim Juwelier einen neuen bestellt.«
Er grinste. »Echt?« Eine tonnenschwere Last fiel von ihm ab. Was hatte er sich verrückt gemacht. »Ich liebe dich.«
»Ja, echt! Da kann ich dir wohl kaum böse sein, oder?« Sie grinste. »Und ja, ich liebe dich auch.«

Am nächsten Morgen beugte er sich über die geöffnete Motorhaube seines kaputten Autos. Womöglich hatte er vor seiner Abreise den Grund für den Defekt übersehen. Also stieg er in den Wagen, um den Motor anzulassen. Und da lag er, sein Ring, unschuldig schimmernd auf dem Beifahrersitz.

Dienstag, 29. November 2016

Rezension - Warum Engel nie Mundharmonika spielen



Autorin: Karin Koenicke

Titel: Warum Engel nie Mundharmonika spielen

Genre: Weihnachtsbuch, Fantasie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 23. November 2016

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorin Karin Koenicke wurde in Regensburg geboren und lebt nun mit ihrer Familie und einem Zimmer voll Musikinstrumenten vor den Toren Münchens. Ihre Geschichten sind ein bisschen wie sie selbst - spontan, kreativ und humorvoll. Für sie ist es normal, montags ins Beethovenkonzert zu gehen und samstags zu den Rolling Stones. Kurz entschlossen nach London zu gondeln, um im St. James's Park Eichhörnchen zu füttern - das kann vorkommen. Genauso gerne backt sie mit ihren Kindern Schokokuchen mit Gurke. Manche Menschen halten sie für verrückt, was Karin Koenicke als großes Kompliment auffasst. Das Schreiben wurde vom Hobby zu ihrem Beruf, sie ist bei einer literarischen Agentur unter Vertrag. Ihre Leser schätzen die skurrilen Figuren, den Humor und die gefühlvollen Storys mit unerwarteten Wendungen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Im Himmel ist die Hölle los! Grund dafür ist der alljährliche „Euromission Schutzengel Contest“, für den ein Engel ausgewählt werden muss. Es erwischt ausgerechnet den himmlischen Organisten Pasiel, der lieber Bach-Präludien spielen würde statt ins winterliche London hinabzufahren. Dass ihn der irdische Auftrag nicht nur musikalisch an seine Grenzen bringen wird, ahnt er nicht. Im Gegensatz zu ihm hat sein Schützling, eine junge Tätowiererin, mit Klassik nichts am Hut. Als toughe Großstädterin kommt sie auch mit den härtesten Kunden zurecht. Doch dieser altmodisch anmutende Organist, der sich um eine Stelle in ihrer Rockband bewirbt, verwirrt sie. Obwohl er ihr etwas weltfremd erscheint, ist sie von seiner Leidenschaft für Musik fasziniert. Warum ist er so anders als alle Männer, die sie kennt? Ein Roman über die Liebe. Über Leidenschaft und Musik.


Meine Meinung:
Ich habe ja schon einige Bücher gelesen, in denen Engel auf die Erde kommen und dort Aufträge erledigen müssen. Diesmal war es anders.
Pasiel, der sich auf Erden Paul rufen lässt, bekommt ganz überraschend den Auftrag bei dem "Euromission Schutzengel Contest" mitzuhelfen. Schon bei diesem Zusammenhang musste ich mehrmals schmunzeln. Irgendwie entdeckte ich da wohl eine Verbindung zu einem anderen Contest ☺? Nun, Paul der schon eine Weile im Himmel musizieren durfte, kannte sich mit der heutigen Musik so gar nicht aus. Was andere als Musikgenuss betrachteten tat ihm in den Ohren weh, das kann ich durchaus nachvollziehen. Sein Schützling allerdings hat es ihm angetan und die beiden entwickelten eine besondere Beziehung. Ob dies allerdings im Interesse einiger Erzengel war? Ich will nun nichts weiter verraten. Auf jeden Fall hat es mir sehr viel Spaß gemacht, Paul und Edwina zu begleiten. Die Autorin hat sehr berührend aber auch humorvoll geschildert, was die beiden so alles erleben.
Das Buchcover gefällt mir als Londonfan ausgesprochen gut und ich fand es toll, dass ich immer genau wusste, wo sich die Beteiligten aufhielten. Die Geschichte spielt ja in der Vorweihnachtszeit und ich hatte die Oxford und Regent Street mit ihrer wunderschönen Beleuchtung so richtig vor Augen. Auch ich bin jedes Mal davon beeindruckt.


Fazit:
Himmlisches und erdiges, sagt man das? Auf jeden Fall spielt sich vieles im Himmel und in London ab. Fantasie und Realität, gut gemischt und passend als Lesegenuss im Advent.

Rezension - Luxus oder Liebe



Autorin: Jo Berger
Autorin: Andrea Bielfeldt

Titel: Luxus oder Liebe - Manhattan Millionär

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 27. November 2016

Seiten: 140

Altersempfehlung: Erwachsene




Die Autorin Jo Berger lebt mit ihrem Mann und einer Tochter in der Metropolregion Rhein-Neckar. Seit 2016 schreibt sie hauptberuflich Liebesromane und kurze Geschichten aus dem Frauenalltag. Ihre Begeisterung für das Schreiben hat sie schon früh entdeckt. Doch war sie lange in erster Linie Mutter und ihre Tochter die treibende Kraft, für die sie viele Gute-Nacht-Geschichten verfasst und sogar ein Märchen nur für ihre Tochter veröffentlicht hat. Später griff Jo Berger das Schreiben wieder auf und schnell wurde die Romanwelt zu ihrer Leidenschaft. Heute verfasst sie hauptsächlich heitere Liebesromane. Dabei erwärmen ihre Romane nicht nur Herzen, sondern auch Lachmuskeln.


Inmitten des beschaulichen Schleswig-Holsteins treibt eine Autorin Andrea Bielfeldt ihr Unwesen, die ihre Figuren lieben, leiden und manchmal sogar sterben lässt. Viel Fantasie braucht es nicht, um ihrem kreativen Kopf Futter zu geben. Gerne baut sie Szenen ihres Umfelds in ihre Romane ein. Also - aufgepasst, wer ihr begegnet! In einer stürmischen Winternacht 1973 geboren, hatte Andrea Bielfeldt viel Zeit, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Doch erst im Winter 2012 veröffentlichte sie ihr Romandebüt "Nilamrut - Im Bann der Ringe" und legte damit einen erfolgreichen Start hin. Die Autorin hat mit der Nilamrut - Trilogie eine Fantasy Geschichte geschrieben, die sowohl Alt, als auch Jung begeistert. Aber vor Liebesromanen macht sie nicht Halt und verleiht ihren Figuren neben einer gefühlvollen Ader auch eine Portion trockenen Humor.



Kurzbeschreibung, übernommen:
»Ich bin froh, dich getroffen zu haben, Allie«, hauchte Ray in ihr Haar. 
»Aber ich bin doch nur ein ganz normales Mädchen.« 
»Genau das, was ich gesucht habe.« 
»Ich habe kein Geld.« 
»Ich habe genug.« 
»Ich will dein Geld nicht.« 
»Und genau deswegen will ich dich jetzt küssen.«  

Fine ist als rechte Hand vom Chef die Überbringerin schlechter Nachrichten und damit Allies größte Bürofeindin. Doch ein kleiner Unfall lässt die beiden Frauen feststellen, dass sie mehr gemeinsam haben, als gedacht: Männer ohne Arsch in der Hose, einen egoistischen Chef und den Traum nach einem Weihnachten ohne die lästige Verwandtschaft samt Gänsebraten und Oh Tannenbaum Geträller. Spontan buchen die beiden Mittzwanzigerinnen einen Trip nach New York, lassen es dort im Luxusshopping so richtig krachen und begegnen zwei Millionären, die ihnen die Welt zu Füßen legen. Doch schnell erkennen sie, dass Millionäre auch nicht mehr das sind, was sie mal waren ...

Eine romantische Komödie über die Liebe und Geld, das allein auch nicht glücklich macht.


Meine Meinung:
Irgendwie kam  mir der Anfang der Geschichte sehr bekannt vor, entweder kennt man solche Typen aus der ferneren oder gar näheren Umgebung ;) und was die beiden Freundinnen dann spontan gemacht haben, einfach abhauen, würde die eine oder andere Leserin ebenfalls gerne machen. Geht leider nicht immer, allerdings wir können die beiden begleiten und viel Spaß daran haben.

Jo Berger und Andrea Bielfeldt haben eine sehr flotte Geschichte geschrieben. Aus einer spontanen Idee der beiden ist tolles Buch entstanden, was mir sehr viel Lesefreude bereitet hat. Ich erwähnte ja schon, dass mir einiges bekannt vorkam, also durchaus auch im wahren Leben zutreffen kann. Nun gut, ich werde wohl nie zwei Millionäre kennen lernen, das halte ich für unwahrscheinlich, aber wie ich lesen konnte, mussten Allie und Fine feststellen, dass die Millionäre auch nicht alle Wünsche erfüllen können.
Auf jeden Fall hat es mir gefallen, die beiden Frauen zu begleiten und ich war die Entwicklung der Geschichte erfreut.

Fazit:
Das war mal ein etwas anderes Weihnachtsbuch. Es hat mir gefallen, dass Allie und Fine manche Wünsche, die vor dem Fest durchaus entstehen können, für einige Leserinnen umgesetzt haben. Von den beiden Autorinnen wünsche ich mir, dass sie noch öfter etwas gemeinsam schreiben und möchte mich für dieses Buch recht herzlich bedanken. Macht weiter so!

Montag, 28. November 2016

Rezension - Im Schatten des Berges


Autor: Gregory David Roberts

Titel: Im Schatten des Berges

Genre: Roman

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 17. Oktober 2016

Seiten: 992

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann



Der Autor Gregory David Roberts wurde 1952 in Melbourne, Australien, geboren. Während seiner Studienjahre beging er mehrere bewaffnete Raubüberfälle und wurde zu einer 19-jährigen Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis verurteilt. Nach seiner spektakulären Flucht ließ sich Gregory David Roberts in Bombay nieder. Dort gründete er unter anderem seine eigene Castingagentur für Bollywood-Filmproduktionen und eine Rockband. Seine Kontakte zur lokalen Mafia führten schließlich zu seiner Festnahme in Frankfurt. Gregory David Roberts wurde nach Australien zurückgeschickt, wo er weitere sechs Jahre im Gefängnis verbrachte – zwei davon in Einzelhaft. In dieser Zeit begann er seine Arbeit an seinem ersten Roman "Shantaram", der mittlerweile zu einem weltweiten sensationellen Erfolg avanciert ist. Gregory David Roberts zog sich 2014 aus dem öffentlichen Leben zurück, um seine Zeit seiner Familie und dem Schreiben zu widmen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Shantaram“ hat Millionen Leser auf der ganzen Welt berührt. Die Geschichte von Lindsay Ford, dem Australier, der aus dem Gefängnis ausbrach, in Mumbai untertauchte, als Arzt im Slum arbeitete und um die Liebe seines Lebens kämpfte, lebt in ihren Herzen weiter. Lindsay Ford wurde zu Shantaram, und die Stadt Mumbai zu seiner Heimat. Am Ende verlor er einen Menschen, den er über alles liebte, wie einen Vater verehrte: den Mafiaboss Khaderbhai.

Zwei Jahre sind seitdem vergangen, und seit Khaderbhai nicht mehr mehr da ist, bekämpfen sich die verschiedenen Gangs der Stadt immer unerbittlicher, die Gewalt eskaliert. Auf der Suche nach einem Ausweg begegnet Lin einem heiligen Mann, der alles infrage stellt, was Lin zu wissen glaubte. Am liebsten würde er die Stadt verlassen, ein neues Leben beginnen. Doch zwei Dinge halten ihn zurück: Karla, seine große Liebe, und ein fatales Versprechen, das er nicht brechen kann ...


Meine Meinung:
Vor über 5 Jahren habe ich das Buch "Shantaram" gelesen und seitdem auf das nächste Buch gewartet, von dem ich wusste, dass es geschrieben wurde. Dann hatte ich die Information, dass es dieses Buch als englische Ausgabe inzwischen gab und wartete weiter geduldig auf die Übersetzung. Das Warten hat sich gelohnt. Ich war von dem Buch Shantaram ja sehr begeistert und freute mich jetzt wirklich, dass ich das nächste Buch endlich lesen konnte. Allerdings empfehle ich allen, wirklich zuerst Sh zu lesen, Das Buch ist zwar in sich abgeschlossen, aber vieles lässt sich besser verstehen, wenn man weiß, was vorher passiert ist.

In dem Buch sind zwei Jahre vergangen und Lin lebt immer noch in Mumbai. Er arbeitet immer noch in seinem Klan und geht nicht ganz sicheren Geschäften nach. Leider bricht zwischen den verschiedenen Klans Streitereien aus und Lin gerät genau dazwischen und muss sich mehrmals seiner Haut wehren. Habe ich im ersten Buch das Leben im Slum und seine Freunde kennen gelernt, was mich sehr fasziniert hat, bekam ich jetzt einen weiteren, allerdings nicht so schönen Einblick von seinem Leben und den Schattenseiten.

Auch diesmal hat der Autor mich mit seinen Schilderungen in seinen Bann gezogen. Mit Spannung und Herzklopfen habe ich verfolgt, was alles so passiert. Ich fand es traten zwei Extreme auf, Gewalt und Philosophie, letzteres muss man mögen und mit Freuden lesen. Eigentlich ist das nicht mein Fall und an diesen Gesprächen hätte ich mich wahrscheinlich gar nicht beteiligt. Aber es sind ja schon immer viele nach Indien gegangen, um die Wahrheit oder die Erkenntnis zu finden. Lin hat uns Leser aber auch dahinter blicken lassen.

Hatte ich das erste Buch noch als gedruckte Ausgabe vor mir liegen, war ich jetzt richtig froh, dass ich dieses als eBook gelesen habe, 992 Seiten sind heftig und im Bett nicht so gut zu lesen. Naja, nicht jeder liest abends im Bett, aber auch für unterwegs wäre es mir zu schwer geworden. Auf jeden Fall waren 992 Seiten, die mich gefesselt haben.


Fazit:
Wer Shantaram gelesen hat, wird mit Sicherheit, wie ich, auf dieses Buch gewartet haben. Diesmal hatte ich am Ende nicht mehr das Gefühl, noch mehr lesen zu wollen/ zu müssen. Es war nun endlich richtig abgeschlossen. Ich gebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung für beide Bücher.

Bei dem Verlag Goldmann möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 26. November 2016

Rezension - Weihnachtswünsche und andere Katastrophen


Autorin: Michelle Schrenk

Titel: Weihnachtswünsche und andere Katastrophen

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook

erschienen: 24. November 2016

Seiten: ca 160

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorin Michelle Schrenk wurde 1983 in Nürnberg geboren. Schon von klein auf schrieb sie mit Begeisterung Geschichten. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Schullaufbahn und ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation arbeitete sie in einer Nürnberger Werbeagentur und konnte dort ihre Kreativität zunehmend zur Entfaltung kommen lassen. Beflügelt von allem Wundersamen, Geheimnisvollen und Fantasievollen widmete sie sich außerdem immer wieder ihrer großen Leidenschaft: dem Schreiben. Mit ihren ersten beiden Kinderbüchern „Das geheimnisvolle Nürnberg Buch“ und „Das geheimnisvolle Nürnberg-Fürth Buch“ (beide erschienen im Canim-Verlag, Nürnberg) konnte sie sich einen Traum erfüllen. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann, ihrer Tochter und zwei Hunden im barocken Allersberg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn du das Christkind im Bett mit deinem Freund erwischst, sind das nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine fröhliche Weihnachtszeit.

Marie ist sich sicher die große Liebe gefunden zu haben. Das ändert sich allerdings, als sie wegen dem Christkind von ihrem Freund abserviert wird. Von Weihnachten und der Liebe hat sie erstmals die Nase voll. Perfekt, dass die den Auftrag erhält in einem Bergdorf die Biografie eines geheimen Herrn Klaus aufzuschreiben. Sie nutzt die Gelegenheit beim Schopf um dem Weihnachtstrouble, und und vor allem dem Liebeskummer zu entfliehen. Doch statt einsamer Ruhe und Erholung wartet das Chaos auf sie, denn in der Hütte neben ihr wohnt Niklas. Unverschämt heiß, ziemlich verführerisch und Marie muss feststellen: Nur weil man sich das mit dem "Nichtverlieben" vornimmt, muss das noch lange nicht klappen.


Meine Meinung:
Die Advents- und Weihnachtszeit ist etwas besonderes, wenn man sich darauf einlässt. Wenn man die ganze  Hektik nicht zulässt oder nicht zu groß werden lässt. Wenn man sich an schönen Buchcovern und Weihnachtsgeschichten erfreut.  Und mal fünfe gerade  sein lässt. Ihr meint, das ist nicht möglich? Nun, wir können daran arbeiten. Taucht doch mal ein in dieses Cover ein und stellt Euch vor, Ihr seid in einem wunderschönen verschneiten Dorf in den Bergen.  In der Hütte ist es so richtig gemütlich. Naja, nicht jeder hat die Möglichkeit dies zu genießen, aber wir können Marie begleiten. Ich war auf jeden Fall dabei, als sie im Dorf eintraf, wo sie einen Auftrag zu erledigen hatte. Aber irgendwie nicht dazu kam.
Michelle Schrenk hat hier eine schöne Weihnachtsgeschichte geschrieben. Ich war gespannt, ob Marie ihren Wunsch erfüllt bekommt. Allerdings musste ich genau, wie ihre beste Freundin auch mal mit ihr schimpfen, das gehört wohl dazu, wenn man Abstand alles nüchtern betrachten kann. Auf jeden Fall war ich mit dem Ergebnis zu frieden.

Fazit:
Wer nach einer schönen nicht zu langen Weihnachtsgeschichte sucht, wird bestimmt Gefallen an dieser finden.

Dienstag, 22. November 2016

Interview einer Lektorin - Claudia Perc, ein Jahr später

Vor einem Jahr lernte ich Claudia Perc während einer Buchmesse kennen und wir hielten Kontakt. Ich darf es fast nicht laut sagen, wir wohnen gar nicht so weit voneinander entfernt, schaffen es aber immer "nur" uns auf Messen zu treffen.  Im Oktober 2016 haben wir uns des öfteren beim Autorensofa getroffen.


Claudia Perc und ich, in angeregter Unterhaltung 
mit Jo Berger und Kathrin Lichters





Claudia Perc und ich - alleine 




Natürlich haben wir uns über vieles unterhalten und ich hatte wieder einige Fragen an Claudia. Gerne stellte sie sich für ein weiteres  Interview zur Verfügung. Wer es nicht weiß, vor einem Jahr durfte ich schon mal neugierig sein und sie einiges fragen, hier können die Fragen und Antworten nachgelesen werden: Interview 2015

Das ist insofern auch sehr interessant, weil ich nämlich auch wissen wollte, was sich im letzten Jahr so getan hat.



Liebe Claudia,
vor einem Jahr haben wir uns darüber unterhalten, wie es dazu kam, dass Du nun als Lektorin tätig bist. Seitdem hat sich sicherlich viel getan. Ich bin neugierig und möchte Dir gerne weitere Fragen stellen.


Liebe Ulla, gern stehe ich Dir nochmal zur Verfügung! Ja, es stimmt, es hat sich Einiges getan im letzten Jahr.

Na, dann lege ich einfach mal los und löchere Dich jetzt:

1. Hast Du es bereut, von einer einfachen Leserin/Bloggerin zur Lektorin geworden zu sein.
 Nein, ich habe es nie bereut. Schließlich blogge ich immer noch und lese auch privat weiterhin sehr gern! Und ich glaube, ein paar Bücher hätte ich nicht gelesen, wenn ich sie nicht beruflich „auf den Tisch“ bekommen hätte. So habe ich aber meinen Lesegeschmack deutlich erweitern können.


2. Was hat sich für Dich alles geändert
Puh – gute Frage… wirklich viel hat sich gar nicht geändert, denn ich habe ja auch vorher schon enge Kontakte zu Autoren gehabt. 



3. Hast Du noch Zeit um einfach nur so zu lesen?
Aber ja! Es wäre schrecklich, wenn ich nicht auch noch privat lesen könnte. Ich merke jedoch, dass die Zeit für private Bücher weniger geworden ist.


4. Kannst Du mir nun weitere Autoren nennen, für die Du inzwischen tätig warst
Ganz aktuell hat Frieda Lamberti ein Buch veröffentlicht, für das ich das Korrektorat gemacht habe. Außerdem habe ich für Miranda J. Fox, Martina Gercke, Rose Bloom und noch einige andere Autoren gearbeitet. Es sind auch noch nicht alle Bücher veröffentlicht, an denen ich Hand anlegen durfte.


5. Wie viele Bücher bearbeitest Du so im Monat?
 Das ist ganz unterschiedlich. Je nach Genre, Arbeitsaufwand und gewünschter Leistung. Das können zwei Bücher sein, das können aber auch mal vier oder fünf sein. Ein bisschen ist das natürlich auch von der Auftragslage abhängig.


6. Wie lange brauchst Du für ein normales dickes Buch?
Die Frage lässt sich so gar nicht pauschal beantworten. Denn jeder Autor schreibt anders und hat einen anderen Arbeitsaufwand. Es gibt Manuskripte, denen fehlt nur der letzte Feinschliff, es gibt aber auch welche, wo sehr viel bearbeitet werden muss. Letztendlich ist es auch hier wieder die Frage: was möchte der Autor.


7. Möchtest Du mir noch etwas erzählen, hast Du etwas besonderes erlebt?
Für mich ist es immer ein Erlebnis, wenn ich über das Kontaktformular auf meiner Homepage eine Anfrage bekomme, weil man über einen anderen Autoren oder ein anderes Buch auf mich aufmerksam geworden ist. Das ist immer noch toll!


8. Liest Du das Buch eigentlich hinterher, wenn es fertig ist, noch einmal?
Zu meiner Schande muss ich gestehen: nein, ich lese das Buch nach Bearbeitung nicht nochmal. Zu einem vernünftigen Lektorat gehört sowieso, dass ich das Buch mehrmals lese… ;-)


Ich danke Dir liebe Claudia, dass Du Dir die Zeit genommen und mir meine Fragen beantwortet hast.

Ich danke Dir für die interessanten und spannenden Fragen. Vielleicht möchte ja jemand noch Ausführlicheres erfahren? Man darf mich gern anmailen oder auch anchatten ;-) Herzliche Grüsse!

Claudia Perc ist über ihre Homepage oder bei Facebook zu erreichen.

Sonntag, 20. November 2016

Rezension - Blutorangenduett



Autorin: Frieda Lamberti

Titel: Blutorangenduett

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 18. November 2016

Seiten: 280

Altersempfehlung: Erwachsene




eine Erweiterung meiner Rezension:

Manchmal werden Buchcover geändert, in diesem Fall finde ich auch verbessert. Denn mir gefällt dieses Cover wesentlich besser. Aber da ich das Buch mit oben gezeigten Cover gelesen habe, will ich es hier nicht entfernen, sondern einfach ergänzen.

Der Buchtitel wurde auch angepasst und zeigt nun seine Zusammengehörigkeit zu Blutorangen Liebesterzett









Frieda Lamberti ist das Pseudonym der Autorin. Die gebürtige Hamburgerin ist Langzeitehefrau, Mutter, Oma von vier Enkelkindern und lebt mit ihrem Mann  in der Lüneburger Heide. Sie zählt sich zu den spätberufenen Schreiberinnen. Erst im Alter von 50 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman Ausgeflittert. Frieda liebt Familiengeschichten, in denen auch Frauen jenseits der magischen Vierzig vorkommen. Es folgten binnen kurzer Zeit zahlreiche Kurz- und Fortsetzungsromane, die unter dem Serientitel HAMBURGER DEERNS erschienen sind.
Frieda Lamberti meint:
»Ich mag Geschichten, die das Leben schreibt. Meine weiblichen Protagonistinnen sind frech, schlagfertig und lassen sich so schnell nicht unterkriegen, ganz so wie es auch meine Art ist. Die Geschichten eignen sich ideal für den kleinen Lesehunger zwischendurch, mal spannend, mal humorvoll, mal dramatisch, auch schon mal makaber und skurril, aber niemals vorhersehbar.«


Kurzbeschreibung, übernommen:
Seit dem Freitod ihrer geliebten Schwester wird Bentes Leben von Traurigkeit bestimmt. Sie will nicht glauben, dass Berrit sich umgebracht hat. Ihre Eltern sind ihr in der schweren Zeit keine Stütze. Sie benehmen sich sonderbar, und Bente hegt den Verdacht, dass sie ihr etwas verschweigen. Anton, der schon länger ein Auge auf sie geworfen hat, bietet ihr beruflich und privat die Chance, endlich wieder glücklich zu sein. Doch Bente wird von Zweifeln beherrscht. Ohne die Gewissheit über die Umstände, welche tatsächlich zum Tod ihrer Schwester geführt haben, kann und will sie keinen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen. Eigenmächtig begibt sie sich auf die Suche. Werden ihre Nachforschungen die ganze Wahrheit ans Licht bringen? Wird Bente am Ende alles verlieren?


Meine Meinung:
Wie ich es von den Büchern der Autorin gewohnt bin, war ich sofort von Anfang an gefesselt, natürlich an das Buch. Obwohl dort Fesseln auch eine Rolle spielen. Aber ich verrate natürlich nichts, was mir allerdings sehr schwer fällt. Würde ich aus dem Inhalt zitieren, dann könnte ich meine Begeisterung noch besser rüberbringen. Nun denn, man möge mir bitte auch so glauben.
Bente ist sehr traurig, ihre Schwester soll sich in den Tod gestürzt haben. Was sie allerdings nicht glauben will. Ihre Eltern verhalten sich sehr merkwürdig, was weder Bente noch ich verstehen können. Ich bin deshalb froh, dass Bente mehr wissen will.
Was sie alles unternimmt und dabei heraus findet, hat Frieda Lamberti sehr gut geschildert. Sie hat es wunderbar verstanden, eine sehr große Spannung aufzubauen und auch diesmal kommt die Liebe auch nicht zu kurz. Obwohl mir Bente sehr sympathisch war, gab es doch Momente, wo ich gerne mit ihr geschimpft und ihr gesagt hätte, Mädel rede mit ihm. Aber dies mache ich nicht nur ihr zum Vorwurf. Lach. Man merkt, ich war wie so oft wieder mitten drin in der Geschichte.
Wie bereits erwähnt, hat mich das Buch an sich gefesselt und dank des flüssigen Schreibstils der Autorin konnte ich das Buch auch in einem Rutsch lesen.

Fazit:
Wenn ich demnächst Blutorangen oder besondere Gewürze sehe, werde ich bestimmt an Anton denken und bei meinem nächsten Aufenthalt in Hamburg nach einem bestimmten Lokal Ausschau halten. Auf jeden Fall empfehle ich dieses Buch gerne weiter und ich selber bin auf das nächste schon sehr gespannt.

Samstag, 19. November 2016

Rezension - Für dich soll's tausend Tode regnen


Autorin: Anna Pfeffer

Titel: Für Dich soll's tausend Tode regnen

Genre: Jugendbuch

Version: eBook und broschiert

erschienen: 12. September 2016

Seiten: 321

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: cbj




Hinter den Pseudonymen Anna Pfeffer und Rose Snow stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 70 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.
„Für dich soll’s tausend Tode regnen“ ist unser erster Jugendroman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen. Emi wünscht ihm tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass es gar nicht so nervig ist, Zeit mit Erik zu verbringen ....


Meine Meinung:
Wenn ich schon ein Jugendbuch lese, dann kann ich mich auch etwas kindisch verhalten ;)  oder?
Ich war sofort voll auf der Seite von Emi. Ich konnte sie bestens verstehen und hätte wahrscheinlich ebenso reagiert. Wobei ich mich korrigieren muss, kindisch war es nicht unbedingt. Emi hat einen tollen Humor und ist clever und hält den Erwachsenen schon mal einen Spiegel vor. Diese sind allerdings nicht in der Lage zu erkennen, was sie da sehen.
Die beiden Autorinnen haben ein ganz tolles Buch geschrieben, das mich von Anfang bis Ende an sich gefesselt hat. Sie haben das alltägliche Schulleben treffend beschrieben. Auch die anderen Beteiligten kamen mir sehr realistisch vor. Wobei es ein paar gab, die ich so gar nicht leiden konnte beziehungsweise ätzend fand.
Emi und Erik haben allerdings mein Leserherz sofort erobert und dort einen Platz gefunden. Mit Begeisterung habe ich verfolgt, was die beiden so machen. Schließlich hatten sie die tolle Idee des Wettstreites und ohne es zu merken, haben sie sich selber damit geholfen.
Das Buchcover ist sehr interessant und außergewöhnlich gestaltet. Allerdings sind das auch die Gedanken, die Emi sich immer machte, wenn sie sich vorstellte, welchen Tod die Personen treffen könnte. Das war so toll geschildert, dass es mir gar nicht makaber vorkam.


Fazit:
Ein wunderbar gelungenes Jugendbuch, was ich allerdings auch den Erwachsenen zum Lesen empfehle. Es gibt ja häufig Bücher, da habe ich das Gefühl, dass ich zu alt dafür bin, aber hier hatte ich kein einziges Mal diesen Gedanken. Ein Lob an die beiden Autorinnen.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Limoncello und ein Hauch von Hollywood



Autorin: Rike Stienen

Titel: Limoncello und ein Hauch von Hollywood

Gerne: Liebesroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. November 2016

Seiten: 210

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Rike Stienen war einige Jahre als Rechtsanwältin und Mediatorin tätig, bevor sie sich ihren Traum erfüllte, eine Ausbildung zur Drehbuchautorin zu absolvieren. Seitdem entwickelt sie Stoffe für diverse Filmproduktionen, am liebsten romantische Komödien, die im Alpenvorland oder vor exotischer Kulisse spielen. Dabei ist es ihr wichtig, zwischenmenschliche Konflikte auf humorvolle Weise zu lösen. Mittlerweile sind zusätzlich einige Kurzgeschichten und Liebesromane veröffentlicht worden. Die Autorin lebt und arbeitet in der Nähe des Chiemsees, gehört verschiedenen Autorenverbänden an und ist Referentin der Aschauer Autorenwoche im Bereich Verlagvertragsrecht.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sophie erhält als Locationscout von einer Filmfirma den Auftrag, für eine neue Serie ein Landhaus am Gardasee zu finden. Bereits die Hinreise zeigt, dass Sophie nicht nur geschäftliche Turbulenzen erwarten. Neben dem Fernfahrer Marco, der sie aus einer prekären Situation mit der Polizei rettet, versucht auch der Butler von Simon von Staudener, sich in ihr Herz zu schleichen. Er entpuppt sich als die Schlüsselfigur zur Erfüllung von Sophies Aufgabe. Schafft sie es nämlich nicht, das Anwesen von Simon als Filmkulisse zu gewinnen, steht die Existenz ihrer Agentur auf dem Spiel. Eine spannende Suche nach einem traumhaften Landsitz in der malerischen Umgebung des Gardasees, die beweist, dass einem die Liebe oft unerwartet begegnet.


Meine Meinung:
Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich mit den Protagonisten eine Reise unternehmen kann. Diesmal sollte es für uns beide an den Gardasee gehen. Wobei Sophie als Locationscout arbeiten musste und ich alles genießen konnte.
So lernte  ich nicht nur die wunderschöne Gegend kennen, sondern auch andere Beteiligte. Wobei mir Lissi sehr sympathisch war und der Fernfahrer Marco ebenfalls. Wie es oft in diesen Büchern passiert, taucht ein weiterer Mann auf, der sich um Sophie bemüht. Ich war gespannt, wie sich alles entwickelt. Ich hatte in dieser Beziehung natürlich einen Wunsch und war neugierig,ob mir die Autorin diesen erfüllen würde.
Das Buchcover gefällt  mir übrigens sehr gut und zu gerne würde ich an diesem Tisch Platz nehmen und Ausblick und Essen genießen.

Fazit:
Dank des Schreibstils konnte ich in die Geschichte eintauchen und fand mich am Gardasee wieder.
Wer ebenfalls im tristen November fliehen möchte, aber nicht wirklich verreisen kann, sollte nach diesem Buch greifen. Natürlich lässt es sich zu jeder Jahreszeit wunderbar lesen, aber jetzt macht es eben auch viel Spaß.

Rezension - Der Blaue Stern - Ostfriedlandkrimi



Autorin: Ulrike Busch

Titel: Der Blaue Stern

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 16. November 2016

Seiten: ca 270

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant 




Die Sehnsucht nach Meer und weitem Horizont verspürt die Autorin Ulrike Busch, seit sie denken kann. Fasziniert von der weiten, grünen Landschaft Norddeutschlands zog die Autorin 1986 aus ihrer Geburtsstadt Essen nach Hamburg. Auf dem nord- und ostfriesischen Festland, den Inseln und Halligen ist sie seitdem fest verwurzelt. Sie liebt die Menschen mit ihrer Geradlinigkeit, Bodenständigkeit und ihrem schnörkellosen Dialekt und noch heute schlägt ihr Herz höher, wenn der Nordwestwind ihr den Duft von Salz und Tang um die Nase weht.
Viele Jahre war die studierte Sprachwissenschaftlerin als selbständige Texterin und Technische Redakteurin tätig. 2013 entdeckte sie eine neue berufliche Leidenschaft: Das Schreiben von Romanen – die natürlich in Norddeutschland spielen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Von einem Tag auf den anderen gerät Inkas Leben in tödliche Gefahr: Durch Zufall erfährt die Goldschmiedin von den illegalen Machenschaften ihres Freundes, des Juweliers Daniel Kornblum, und sieht keinen anderen Ausweg, als ihn anzuzeigen.
Nach Kornblums Verhaftung fehlen zwei Millionen Euro, die der Juwelier für den Mafiaboss Rocco Graubner aufbewahrt hatte, sowie der Blaue Stern, ein Diamant von unschätzbarem Wert. Für Graubner ist klar: Inka muss den Blauen Stern an sich genommen haben. Inka flüchtet in ein Zeugenschutzprogramm, das sie ins ostfriesische Neuharlingersiel führt. Dort erhält sie Hilfe von einer jungen friesischen Journalistin, die keine Angst kennt und im Fall Kornblum recherchiert. Doch die Mafia legt sich einen perfiden Plan zurecht und schreckt vor keinem Mittel zurück...


Meine Meinung:
Puh, was war das spannend zu lesen!
Kennt Ihr das auch, dass es manchmal wirklich in den Fingern kribbelt, weil es einem zu lange dauert, weil man extrem ungeduldig ist. Man das Ende kaum abwarten kann  und mal schnell einen Blick auf die letzten Zeilen werfen möchte, um zu schauen, ob es so endet, wie man es gerne hätte. Ich kam arg in Versuchung, habe aber tapfer durchgehalten, denn auf der anderen Seite waren es ja "nur" 270 Seiten, die ich lesen musste. ;) Was heißt musste, es hat mir sehr viel Freude bereitet das Buch zu lesen und die Spannung blieb bis zum Ende.

Ich habe von der Autorin schon einige Bücher gelesen und war nun sehr neugierig auf dieses. Von Anfang bis zum Ende war ich ans Buch gefesselt. Ich erwähnte ja schon, dass ich so furchtbar gespannt war, wie sich alles entwickelt und deshalb konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Auf den Inhalt des Buches möchte ich wie immer nicht weiter eingehen, allerdings nicht unerwähnt lassen, dass ich nicht nur an das Buch gefesselt war, sondern auch selber mittendrin steckte. Die Protagonistin hat es mir allerdings nicht leicht gemacht, ich hätte sie, genau wie ihre beste Freundin, mal gerne feste geschüttelt und gefragt, was das denn soll! Das war wieder so eine Stelle, wo ich mich fragte, soll ich schnell nachsehen, ob es gut ausgeht ;) Aber ich wollte mir den Lesespaß ja auch nicht nehmen.


Fazit:
Dieser Ostfriesenkrimi hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle ihn gerne weiter. Er ist so ganz anders, als die anderen Bücher von Ulrike Busch, was ich aber sehr gut finde.

Bei Ulrike Busch möchte ich mich vielmals bedanken, dass sie mich wieder auf ihr Buch aufmerksam gemacht hat.

Rezension - Hoffnungsschimmer

Autoren: Alexander Grun, Ava Innings, Bernd Daschek, Bettina Schott, Charlotte da Silva, Curly Sue Glander, Doreen Kirsche, Dorothe Reimann, Grete B., Jil Aimée, Jörg Olbrich, Katharina Rambeaud, Linda Marie Haupt, Mila Summers, Miranda Rathmann, Nicole C. Vosseler, Rose Snow und Stefanie Heggenberger.

Titel: Hoffnungsschimmer - Im Dunkeln ein Licht

Genre: Kurzgeschichten

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 16. November 2016

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene



Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Leben hält für jeden von uns wundervolle Momente bereit. Doch jeder Lebensweg führt auch über steinige Pfade. Wir verlieren Menschen, die für uns die Welt bedeuten. Treffen falsche Entscheidungen oder haben Träume, die in so weite Ferne gerückt sind, dass wir das Gefühl bekommen, sie nicht erreichen zu können.
In der ersten Hoffnungsschimmer-Anthologie finden Sie Geschichten, Gedichte und Illustrationen über Menschen, denen es ebenso ergeht. Über Kinder, die ihre Ängste überwinden müssen, um ihre Träume leben zu können. Über Kinder, die sich selbst aus einer Hölle befreien, in die sie hineingedrängt wurden. Über Mädchen und Jungen, die schwer krank sind, aber jeden einzelnen Moment genießen möchten, der ihnen noch bleibt. Über Männer, die in den Krieg ziehen, sich jedoch nichts sehnlicher wünschen, als ihre Familien in den Arm zu nehmen. Und über Frauen, die erst durch das Wunder eines heranwachsenden Lebens spüren, was wirklich wichtig ist. Es sind Geschichten darüber, wie bedeutsam Hoffnung ist. Wie wichtig es ist, sie zu bewahren und nicht zu verlieren. Aber vor allem: Wie wichtig es ist, niemals aufzugeben!


Meine Meinung:
Dies ist ein Buch mit dem jeder zwei Mal etwas Gutes tun kann. Sich selber, weil die Geschichten, Gedichte und Bilder einfach wunderschön zu lesen oder zu betrachten sind. Und anderen kann damit eine Freude bereitet werden, denn ich übernehme hier jetzt mal den Text:

***Der komplette Erlös wird an den Verein Herzenswünsche e.V. aus Münster gespendet, der schwer kranken Kindern und Jugendlichen ihre sehnlichsten Wünsche erfüllt.***

Außerdem, so finde ich, ist dieses Buch wunderbar als Geschenk für die Advents- und Weihnachtszeit geeignet. So zu sagen als Überraschung. Denn nicht immer trifft man den richtigen Geschmack, wenn ein Buch verschenkt wird, hier kann aber nichts falsch gemacht werden. Selbst "Wenig-Leser" werden ihre Freude daran haben, denn die Kurzgeschichten können wunderbar zwischendurch gelesen werden.  Aber Achtung, viele sind sehr gefühlvoll und es kann schon mal passieren, dass ein Tränchen das Auge verlassen will. Das finde ich aber nun nicht schlimm, zeigt es uns doch, dass wir Emotionen zulassen. Es müssen ja auch nicht unbedingt traurige Tränen sein, aus Rührung oder Freude kommen sie ebenfalls, zumindest bei mir ist es so.

Ich finde die Mischung aller Geschichten, Gedichte und Bilder wunderbar gelungen und werde mit Sicherheit immer mal wieder in dem Buch blättern und etwas lesen. Zumal ich der Meinung bin, dass es auch kein Buch ist, das in einem Rutsch gelesen werden kann. Ich habe immer wieder eine Pause eingelegt, weil ich das Gelesene auf mich wirken lassen wollte.


Fazit:
Eine tolle Idee, wunderbar umgesetzt, mit Hilfe vieler lieber Mitmenschen. Ich gebe hier gerne eine Leseempfehlung.

Ich möchte mich bei Alexander Grun vielmals dafür bedanken, dass er mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat.

Samstag, 12. November 2016

Rezension - Vier Pfoten retten Weihnachten

Autorin: Petra Schier

Titel: Vier Pfoten retten Weihnachten

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und gebunden

erschienen: 20. Oktober 2016

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Weltbild

Achtung: dieses Buch kann nur beim Weltbild Verlag und den Weltbild Filialen erworben werden


Die Autorin Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in der Eifel. Nach ihrem Geschichts- und Literaturstudium beschloss sie, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Mit ihren historischen Romanen und mit ihren Hundegeschichten hat sie seitdem großen Erfolg. Mehr über die Autorin erfahren sie unter www.petra-schier.de.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Designerin Elena hat nach ihrer Scheidung die Nase voll von Männern. Dann aber, kurz vor Weihnachten, begegnet sie dem jungen Witwer Steffen und verliebt sich in ihn. Alles könnte wunderschön sein, auch für Steffens Kinder Sabrina und Jan. Doch Elena und Steffen schrecken noch vor einer neuen Beziehung zurück. Zum Glück gibt es die charmante Cocker Spaniel-Dame Lulu. Und Lulu setzt alle ihre Fähigkeiten ein, um ihren Lieblingsmenschen und den zwei Kindern zu einem wunderbaren Weihnachtsfest zu verhelfen.
Klappentext, übernommen: 
Die erfolgreiche Designerin Elena hat nach ihrer schmutzigen Scheidung die Nase voll von Männern. Sie will sich von nun an ganz ihrer Arbeit widmen – und außerdem anderen Menschen etwas Gutes tun. Deshalb beschließt sie, in der Vorweihnachtszeit bei einem Witwer mit zwei Kindern zur Kinderbetreuung einzuspringen. Mit den Kindern schließt sie sofort innige Freundschaft, und auch dem Vater kommt sie ungeplant näher. Die beiden verlieben sich ineinander, aber Steffen zögert, sich nach dem Tod seiner Frau auf eine neue Beziehung einzulassen. Doch Steffens elfjährige Tochter Sabrina wünscht sich dieses Jahr beim Weihnachtsmann und dem Christkind gleichzeitig eine neue Frau für ihren Papa. Die beiden beauftragen Cocker Spaniel-Dame Lulu, um Steffen und Elena zu ihrem Glück zu verhelfen. Und die muss ganz schön improvisieren, denn bald stellt sich heraus, dass bei Sabrinas Weihnachtswunsch ein winziges, aber wichtiges Detail übersehen wurde.

Meine Anmerkung:
Ich habe diesmal die Kurzbeschreibung und den Klappentext wieder gegeben, denn ich finde, mit beidem ist der Leser besser informiert. Fans der Weihnachtsbücher, in denen Santa und seine Elfen mit Hilfe liebenswerter Hunde Paare zusammenbringen, wissen nun auch, dass sie diese Ausgabe nicht versäumen dürfen.


Meine Meinung:
Hach, ich lese zu gerne diese Weihnachtsbücher von Petra Schier, die ich im Laufe der letzten Jahre auch alle gelesen habe. Deshalb freute ich mich natürlich sehr, jetzt das nächste Buch in den Händen halten zu können. Schon der Schutzumschlag ist super gelungen. So zu sagen ein wunderschöner Streichelumschlag. Das Bild kann es gar nicht so richtig wiedergeben, wie es dort glitzert und schimmert.

Schnell war ich ins Buch eingestiegen und freute mich, gleich zu Anfang Santa und seine durchnummerierten Elfen wieder zu sehen. Sie haben mir immer viel Freude bereitet. Denn Santa hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Wunsch, der ihn erreicht, auch zu erfüllen. Seine Frau muss ihn allerdings manchmal bremsen, weil er es oftmals zu gut meint. Gerne nimmt er die Hilfe liebenswerter Hunde in Anspruch, die von ihm und seinen Elfen genaue Instruktionen erhalten. Wie gut, dass Lulu, eine süße Cocker Spaniel-Dame ihm auch diesmal wieder helfen konnte. Lulu kannte ich schon aus einem anderen Weihnachtsbuch und schon dort hatte ich viel Spaß an den Dialogen. Natürlich kann nur ich als Leserin sehen, was Lulu gerne sagen würde, aber ich hätte sie auch zu gerne mal dabei beobachtet.
Der Schreibstil von Petra Schier schafft es immer wieder, dass ich sofort in das Buch eintauche und so richtig mittendrin bin. Für mich sind die Beteiligten dann auch sehr real und ich vergebe Sympathiepunkte,  aber es gibt auch reichlich Minuspunkte für bestimmte Personen, die nicht nur mich ganz schön ärgern. Wie es sich zur Weihnachtszeit gehört, fällt reichlich Schnee und ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist besonders stimmungsvoll, zu gerne wäre ich bei einem bestimmten Besuch dabei gewesen. Nun will ich aber nicht weiter auf den Inhalt eingehen, es gab so viel, was mir gefallen hat, wo ich lachen musste und wo ich sauer war.


Fazit:
Für alle Fans der Weihnachtsbücher ein Muss, aber auch allen anderen möchte ich dieses Buch sehr ans Herz legen. Es bereitet eine sehr große Lesefreude. Da es eine abgeschlossene Geschichte ist, kann das Buch für sich alleine gelesen werden. Ich empfehle allerdings, die anderen Bücher ebenfalls zu lesen. Es macht Spaß, Santa immer wieder zu begleiten und alte Bekannte aus den anderen Büchern wieder zu sehen.

Ich möchte mich beim Weltbild-Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken und freue mich, dass ich bald an einer Leserunde mit Petra Schier teilnehmen darf, um noch mehr auf das Buch eingehen zu können.

Freitag, 11. November 2016

Rezension - Die sieben Schwestern


Autorin: Lucinda Riley

Titel: Die sieben Schwestern Band 1

Genre: Roman

Version: eBook, gebunden, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 9. März 2015

Seiten: 576

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann





Die Autorin Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet ...


Meine Meinung:
Ich gestehe, ich lasse mich doch sehr häufig vom Buchcover oder Titel verführen und möchte das Buch dann gerne lesen. Nun, das Cover gefiel mir sehr gut und bei dem Titel dachte ich allerdings an etwas ganz anderes. Hatte ich doch schöne Erinnerungen an andere sieben Schwestern.
Auf jeden Fall wurde ich neugierig auf das Buch.
Ich lernte Maia kennen, die erste der sieben Schwestern, alle adoptiert von Pa Salt. Nach seinem Tod erfährt sie mehr über ihre Herkunft und ich darf sie auf ihrer großen Reise begleiten, denn geboren wurde sie in Rio.  Sehr fesselnd erzählt die Autorin nun die Geschichte von Maia und ihren Vorfahren. An der Seitenanzahl des Buches erkennt allerdings jeder Leser, dass es eine sehr ausführliche Geschichte rund um Maia ist.

Fazit:
Ein interessanter Auftakt zu einer Reihe, die logischerweise aus sieben Büchern bestehen wird. Da ich aber immer sehr neugierig bin und das Gefühl habe, es dauert sehr lange, bis ich das letzte Buch endlich lesen kann, werde ich jetzt erst einmal eine lange Pause einlegen und irgendwann mehrere Bücher hintereinander lesen wollen. Sicher reagiert aber nicht jeder Leser so und wird die ersten bisher erschienenen Bücher nun lesen und geduldig warten.

Bei dem Verlag Goldmann bedanke ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 10. November 2016

Eindrücke der Frankfurter Buchmesse - Bilder

Eigentlich wollte ich einen sehr ausführlichen und langen Bericht über meine Eindrücke, die ich auf der Frankfurter Buchmesse bekommen habe, schreiben. Aber irgendwie ist mir nicht so richtig danach. Es gab eine Begebenheiten, die einen fiesen Nachgeschmack hinterlassen hat und mich noch so ein bisschen davon abhält, den begonnenen Bericht fertig zu stellen.

Aber ich möchte gerne die Bilder zeigen, die ich mir zusammen gesucht habe, bzw. ab Freitag mit meiner Digicam machen konnte. Die Bilder, die ich auf meinem Handy hatte, sind mir ja leider ebenfalls abhanden gekommen.



Anlaufstelle war immer wieder der Stand mit dem Autorensofa, dort habe ich so viele liebenswerte Autoren angetroffen, es war immer wieder eine Freude. Aber nicht nur Autoren habe ich dort getroffen, da es auch die Anlaufstelle für andere Blogger war, habe ich viele wieder gesehen bzw dort kennen gelernt.


am ersten Morgen war es noch wunderbar ruhig am 
Stand und wir konnten in aller Ruhe über alles reden


toll, so viele Autoren auf einmal und trotzdem fehlen
noch viele 


drei symphatische Autorinnen auf einen Streich


interessante Themen und Jo hat sich in meinem 
Buch verewigt




Auch Marleen Reichenberg schreibt etwas nettes
in mein Autorenbüchlein



Julia und Horst Drosten mit ihrem Pressesprecher  Malte


Marleen Reichenberg

Beim Bloggertreffen war ganz schön viel los




Jo und drei Blogger ;)

schade, dieses Foto ist etwas unscharf,aber ich wollte es gerne zeigen, 
denn der kleine Malte Drosten hat sich so schick für seine erste Lesung 
gemacht und Susanne Esch vom Nachbarstand schaut ebenfalls zu 


ich weiß sehr wohl, warum wir den Test nach dem Motto, 
wie viele Grazien passen aufs Sofa gemacht haben. ;)
Spaß hat es auf jeden Fall gemacht



Mit Sina Beerwald konnte ich mich in aller Ruhe 
unterhalten, was mir sehr gut gefallen hat


Martina Gercke hat sich über mein
Notizbüchlein sehr gefreut


Bettina Kiraly und ich haben uns auch in
diesem Jahr wieder am Stand des 
Autorensofas getroffen




Mit Petra Mattfeldt und anderen Bloggern 
war ich zum Kaffeetrinken verabredet. Dabei lernte 
ich eine weitere Autorin kennen, deren Buch
ich in Kürze lesen werde





Zufällig traf ich liebe Blogger, die gerade 
im Gespräch mit Emily Bold waren, so huschte ich 
dann mit aufs Foto


verabredet war ich mit Luzi van Gisteren, sie
traf dann Bekannte, ein Bild wurde gemacht und
schwupp, war ich auch mit drauf


Bloggerfrühstück bei Droemer-Knaur, es war richtig
viel los. Interessante Gespräche wurden dort auch geführt



so, das sind nun erst einmal die Fotos, die ich habe. Ich würde mich freuen, wenn liebe Blogger oder Autoren auch noch Fotos haben, auf denen ich verewigt wurde und sie mir zur Verfügung stellen. 

Rezension - Die Tage, die ich Dir verspreche



Autorin: Lily Oliver

Titel: Die Tage, die ich dir verspreche

Genre: Roman

Version:  eBook und broschiert

erschienen: 1. September 2016

Seiten: 368

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Knaur



über die Autorin:
Als Kind wollte Lily Oliver Tierärztin werden und wurde dafür von ihrer Künstlerfamilie misstrauisch beäugt. Nach dem Studium stellte sie fest, dass sie zwar die Medizin liebte, nicht aber den Alltag in der Praxis. Also suchte sie etwas, bei dem sie ihre chronische Neugier und ihr Bedürfnis, alles auszuprobieren, besser ausleben konnte. So kam sie zum Schreiben, dem perfekten Beruf, weil er genauso gefühlvoll und vielseitig ist wie sie. Ihr Studium verbucht sie als bereichernde Erfahrung, und ihre Familie weiß nun endlich, woran sie ist.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wie fühlt es sich an, das Herz eines Fremden in sich zu tragen? Dieser Frage widmet sich Lily Oliver in ihrem bewegenden Roman "Die Tage, die ich dir verspreche".
»Du hast Glück, Gwen, alles wird gut, Gwen.« Seit ihrer Herztransplantation hört Gwen nichts anderes mehr. Doch statt überschäumender Lebensfreude fühlt sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Und so fasst sie in einer besonders verzweifelten Nacht einen ungeheuerlichen Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und sterben. Ihr entsprechendes Angebot in einem Internetforum liest dessen Moderator Noah, ein junger Student, der keinen großen Sinn in seinem Leben sieht. Er hält ihr Angebot für einen üblen Scherz, geht aber zum Schein darauf ein. Erst als Gwen am nächsten Tag vor ihm steht, um ihn beim Wort zu nehmen, erkennt er, wie schrecklich ernst es ihr ist. Nur mit einem gewagten Handel und einer furchtbaren Lüge kann er ihr das Versprechen abringen, ein paar weitere Tage durchzuhalten. Tage, in denen Noah alles daran setzen muss, Gwen von etwas zu überzeugen, woran er selbst kaum noch glaubt: Dass das Leben lebenswert ist.


Meine Meinung:
Ganz ehrlich? Mit der Frage Wie fühlt es sich an, das Herz eines Fremden in sich zu tragen? hatte ich mich bis jetzt noch nicht beschäftigt. Deshalb fand ich es toll, dass ich die Autorin auf der Frankfurter Buchmesse kennen lernte und sie etwas über ihr Buch erzählt hat. Keine Frage, dass sie mich neugierig gemacht hat und ich das Buch gerne lesen wollte.

So kam es dann, dass ich Gwen und Noah kennen lernte und mich sehr schnell in einer sehr bewegenden Geschichte wiederfand, die einen auch ganz schön nachdenklich machen kann.
Ich lernte die Gedanken der beiden kennen, denn Kapitelweise fand ein Wechsel statt und es wurde aus der jeweiligen Sicht von Gwen und Noah in der Ich-Form berichtet.
Mir hat es sehr gut gefallen, wie Noah versucht, Gwen von dem Vorhaben abzubringen. Allerdings auch befürchtet, dass es Probleme geben wird, wenn seine Lüge ans Tageslicht kommt. Wie es in vielen Büchern vorkommt und mich immer wieder ärgert ist, dass die Beteiligten nicht miteinander sprechen und/oder falsche Schlüsse ziehen. Ich hatte mich schon gefreut, dass es hier anders zu sein schien, aber dann trat doch wieder der Fall ein. Ich möchte hier jetzt nicht  weiter darauf eingehen, ich müsste sonst doch zuviel vom Inhalt verraten.

Auf jeden Fall finde ich es toll, dass Lily Oliver von diesem ernsten Thema ein schönes bewegendes Buch gemacht hat. Es hat mich auch sehr gefesselt, wobei ich doch ab und zu das Gefühl hatte, etwas zu alt zu sein. Nun, es mag gut sein, dass ich nicht mehr zu der Altersgruppe gehöre, die in der Hauptsache mit dem Buch angesprochen werden soll. Trotzdem finde ich, dass es durchaus auch von älteren Semestern gelesen werden kann und sollte.
Das Buchcover finde ich sehr ansprechend, die wunderschönen Mohnblumen kann ich nicht nur vorne auf dem Buch, sondern auch in den Umschlagklappen betrachten.


Fazit:
Ein bewegendes Buch über ein sehr ernstes und überaus interessantes Thema. Nebenbei werden aber auch andere Probleme junger Leute beleuchtet, was mir auch gut gefallen hat. Deshalb empfehle ich dieses Buch nicht nur den Jugendlichen sondern auch den Erwachsenen.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Finian Blue Summers


Autorin: Emma C. Moore

Titel: Finian Blue Summers

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 25. August 2016

Seiten: 278

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene






Emma C. Moore ist ein zweites Pseudonym der Autorin Marah Woolf. Sie wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und drei Kindern lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans 2011 einen großen Traum


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die neunzehnjährige Rayne hat Wünsche. Ganz normale Wünsche für ein ganz normales Mädchen. Einmal will sie ihre Haare lila färben, unter dem Sternenhimmel schlafen oder sich ein Schmetterlings-Tattoo stechen lassen. Heimlich sammelt sie diese Wünsche in einem Wunschglas. Aber Rayne ist kein gewöhnliches Mädchen, sie ist ein Star. Mit ihrem Geigenspiel begeistert sie ein Millionenpublikum, doch der Erfolg hat seinen Preis: Ihr dominanter Vater bestimmt über jedes Detail ihres Lebens. Als der elterliche Druck für Rayne zu groß wird, flüchtet sie sich in Schweigen und landet in einer Nobelklinik. Hier absolviert Finian ein Praktikum - und er ist sofort von dem sprachlosen Mädchen fasziniert. Mit ihm wagt Rayne nicht nur eine Reise ins sommerliche Tennessee, sondern auch den Aufbruch in ein ganz neues Leben. Ein Buch über die Liebe, das Schicksal, unmögliche Wünsche und Blaubeermarmelade.


Meine Meinung:
Ich hatte so viele gute Bewertungen über dieses Buch gelesen und wurde so richtig neugierig darauf. Zumal das Cover sehr ansprechend auf mich wirkte und mir immer wieder aufgefallen ist. Als ich dann bei einem Gewinnspiel gezogen wurde und das Buch gewann, war die Freude riesig.

Dieses Buch ordnete ich für mich im Genre Jugendbücher ein, die ich allerdings ab und zu sehr gerne lese. Rayne ist 19, als sie beschließt, aus Protest nicht mehr zu sprechen. Ihre Eltern wissen sich nicht zu helfen und weisen sie in eine Klinik ein. Nun gut, schon an dieser Stelle hätte ich den Eltern gerne einen guten Rat gegeben. Aber ich bezweifel, dass sie auf mich gehört hätten.
Finian arbeitet als Praktikant in der Klinik und ist zuständig für Rayne. Sehr einfühlsam geht er auf sie ein und schließlich öffnet sie sich ihm.
Die Autorin hat die Geschichte wunderbar geschrieben, ich war mittendrin und habe mit den beiden gelitten und gehofft und und und . Auf jeden Fall hat mich die Geschichte sehr berührt und ohne die eine oder andere Träne ging es nicht zu Ende.
Ich möchte hier, wie immer, nichts mehr über den Inhalt schreiben. Allerdings auch nicht unerwähnt lassen, dass ich mit einer Sache überhaupt nicht einverstanden war und bei mir noch ganz viele Fragen offen geblieben sind. Schade.

Fazit:
Auch wenn mir einiges nicht gefallen hat, gebe ich trotzdem eine Leseempfehlung, denn insgesamt gesehen, ist es eine sehr nette Geschichte, die auch ganz schön nachdenklich machen kann.

Rezension - Marlenes wilde Weihnachtsmänner


Autorin: Luzi van Gisteren

Titel: Marlenes wilde Weihnachtsmänner

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook

erschienen: 30. Oktober 2016

Seiten: 101

Altersempfehlung: Erwachsene






Luzi van Gisteren ist Betriebswirtin, arbeitet im Online Marketing und hat einige Jahre den Kurs "Kreatives Schreiben für Jugendliche" geleitet. Sie ist am Bodensee aufgewachsen und lebt nun mit ihrer Familie in der Nähe von Rosenheim. Mit der Kurzgeschichte "Keimfrei" begann die Autorin im Januar 2014 ihre Werke zu veröffentlichen. Luzi van Gisteren ist das Pseudonym der Schriftstellerin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Marlene Pohlmann, 37, Nur-Hausfrau und Gattin eines erfolgreichen Unternehmensberaters, entpuppt sich alle Jahre wieder zur hyperaktiven Bastlerin und Gestalterin: Zur Bescherung plant sie heuer 100 Quadratmeter Eislaufbahn im Garten, doch Ehemann Richard dreht ihr für dieses exaltierte Vorhaben den Geldhahn zu. Marlene greift zu einer Notlösung und bewirbt sich bei dem Gesellschaftsinstitut „La Séduction“ als Escort-Dame. Unter dem selbst auferlegten Motto „Geld ja, Sex nein“ schlittert sie in einen ganz und gar unweihnachtlichen Mordfall und begegnet so manchem wilden Weihnachtsmann. Einer von ihnen wird zum Heiligen Abend mit am Pohlmannschen Familientisch sitzen, denn nach Marlenes Ansicht soll niemand allein das Fest aller Feste feiern müssen…


Meine Meinung:
Also, wenn jemand nach diesem Buchcover nicht neugierig auf das Buch wird, dann weiß ich es nicht. Wilde Weihnachtsmänner und 24 Mordskapitel, das verspricht doch einiges. Wobei ich die Kapitel natürlich in einem Rutsch gelesen habe, ich hätte nie die Geduld aufgebracht im Dezember täglich ein Kapitel zu lesen. Wobei es ja wirklich Leser gibt, die sind diszipliniert, Auge zwinker.
Scherz beiseite, eigentlich wollte ich doch meine Meinung über das Buch schreiben.

Marlene gehört für mich zu den Leuten, die es im Advent und an Weihnachten etwas sehr übertreiben, deshalb war ich hin und her gerissen, ob ich ihr meine ganze Sympathie gebe. Auf der anderen Seite muss ja nicht jeder so ein Minimalist sein, wie ich und vielen gefällt es ja auch. Ich meine, wer hat schon eine Eisbahn im eigenen Garten. Auf jeden Fall war dies der Auslöser für die ganze Geschichte. Marlenes Mann dreht ihr den Geldhahn zu und sie sucht sich auf die schnelle einen Job. Natürlich hätte Marlene nie damit gerechnet, was sie dabei alles erleben wird und dann auch noch mitten in einem Mordfall landet.

Luzi van Gisteren hat sehr humorvoll und spannend beschrieben, was Marlene so alles erlebt. Der alltägliche Stress, der vor Weihnachten vielfach herrscht, wurde mit in die Geschichte verknüpft und manch einem Leser mag einiges sehr bekannt vorkommen. Ich erwähnte es schon, ich konnte das Buch natürlich nicht zur Seite legen und habe es in einem Rutsch gelesen, was mir doch sehr viel Lesespaß bereitet hat.


Fazit:
Ein Buch, dass sich wunderbar in der Weihnachtszeit lesen lässt. Es entspannt und man hat das Gefühl, mit verschiedenen Sachen nicht alleine da zustehen.  Ich gebe sehr gerne eine Leseempfehlung.

Bei Luzi van Gisteren möchte ich mich vielmals bedanken, dass ich das Buch vorab lesen durfte und ich bin begeistert, dass mein Name am Ende erwähnt wird. Achwas nicht nur begeistert, ich bin stolz.

Montag, 7. November 2016

Rezension - Rebengold



Autorin: Ellin Carsta

Titel: Rebengold

Genre: Historisch

Version: eBook und broschiert

erschienen: 27. September 2016

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene






Ellin Carsta ist das Pseudonym der Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrer Familie in Norddeutschland lebt. Unter dem weiteren Pseudonym Caren Benedikt hat sie sich bereits einen Namen im historischen Genre gemacht. Sie hat bereits diverse Kurzgeschichten, Anthologien und Romane veröffentlicht.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Uerdingen 1351: Die Familie Velten will ihre von der Pest verwüstete Heimat hinter sich lassen. Sie geben den Hof auf und machen sich auf den weiten Weg zum Kloster Johannisberg. Vom Abt haben sie das Angebot bekommen, die klösterlichen Weinberge zu pachten. Auf der Reise treffen sie auf die Familie Stauber, die das gleiche Schicksal ereilt hat, und die ebenfalls zu Weinbauern werden wollen. Während der Fahrt mit dem Schiff ereignet sich ein Streit zwischen den Familien, der mit einem tragischen Unfall endet. Sowohl das Familienoberhaupt der Veltens als auch sein Bruder sterben. Die Witwe Isabel ist verzweifelt und steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Mit den Kindern auf sich allein gestellt muss sie den lange brach liegenden Weinberg bestellen. Ihre Verpächter, die Klosterbrüder, sind ihr keinesfalls alle wohlgesinnt. Und auch die ihr verhasste Familie Stauber tut alles, um ihr Steine in den Weg zu legen.


Meine Meinung:
Als großer Fan historischer Bücher, bin ich immer wieder begeistert, wenn mir ein solches in die Hände fällt. Von Ellin Carsta habe ich ja schon einige Bücher gelesen und war nun auf dieses gespannt.
Familie Velten begibt sich auf die Reise, die sehr viel versprechend beginnt. Unterwegs lernen sie Familie Stauber kennen, die ebenfalls Weinbauern werden wollen und alle haben ein gemeinsames Ziel. Es könnte so schön sein, wenn sich das Schicksal oder waren es dumme Zufälle, wie auch immer, einmischt. Isabel Velten wird Witwe und ich erfahre direkt mal wieder, wie schwer es die Frauen damals hatten. Die Männer waren überall dominant, sei es nun geschäftlich oder im Privatleben. Tja und wenn es dann mal einer gut mit Isabel meint, dann Schicksal oder so.....

Sehr fesselnd hat die Autorin geschildert, was die Protagonistin und ihre Familie so alles erlebt, wie leicht oder wie schwer es ihnen gemacht wird. Und wenn ich denke, endlich wird alles gut, lässt sich die Autorin eine Überraschung einfallen. Schnief, nicht immer bin ich damit einverstanden.

Sehr gut gefallen hat mir, dass ich viel zum Thema Weinanbau und Lese der damaligen Zeit erfahren konnte. Und natürlich habe ich mir sofort angesehen, wo sich die Weingärten befanden und hatte damit alles noch besser vor Augen, obwohl die Autorin alles so gut und bildlich beschrieben hat.

Das Buchcover gefällt mir auch bei diesem Buch sehr gut und ich erwähnte es schon in einer anderen Rezension, die Cover aller Bücher von Ellin Carsta passen zusammen und sind hervorragend gestaltet.

Fazit:
Ein Buch, das ich  nicht zur Seite legen konnte und mal wieder in einem Rutsch gelesen habe.
Gerne gebe ich eine Leseempfehlung dazu.

Bei Ellin Carsta möchte ich mich recht herzlich für das Buch bedanken und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es hier ein Fortsetzung geben wird. Potential ist reichlich vorhanden

Rezension - Marlene


Autorin: Hanni Münzer

Titel: Marlene

Genre: Historisch

Version:  eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 1. September 2016

Seiten: 541

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Piper




Die Autorin Hanni Münzer hatte schon immer eine lebhafte Phantasie (zum Leidwesen von Eltern und Lehrern) und verschlang bereits als Sechsjährige jedes Buch. Nicht alles war jugendfrei. Nach Stationen in Seattle, Stuttgart und Rom lebt Hanni Münzer heute mit Mann und Hund in Oberbayern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
München 1944: Erschüttert steht Marlene vor dem ausgebombten Haus am Prinzregentenplatz. Ihre Freundin Deborah und deren kleinen Bruder Wolfgang wähnt sie tot. Doch das kann ihre Entschlossenheit zum Widerstand nicht brechen. Todesmutig stürzt sie sich in den unheilvollen Strudel des Krieges, immer wieder riskiert sie ihr Leben und wird zu einer der meistgejagten Frauen im Deutschen Reich. Sie schließt ungewöhnliche Freundschaften und lernt einen ganz besonderen Mann kennen. Einen Mann, dem das eigene Leben nichts gilt, der aber alles für die Kinder tut, die er unter seinen Schutz gestellt hat. Bald sieht sich Marlene vor der größten Entscheidung ihres Lebens: Sie erhält die Chance, den Verlauf des Krieges zu ändern, vielleicht Millionen Menschen zu retten. Doch dafür müsste der Mann, den sie liebt, sterben ...


Meine Meinung:
Puh, Marlene hat einiges im Krieg erlebt und ich war eigentlich froh, dass sie die Erlebnisse als sehr alte Frau ihrer Familie erzählte. So wusste ich, dass sie aus der ganzen Sache lebend heraus kam.
Marlene kämpfte im Untergrund, was ja sehr abenteuerlich war und so schlidderte sie auch von einer gefährlichen Situation in die nächste. Mir persönlich wurde das dann doch ein bisschen viel, auch wenn sie nur eine Romanfigur war, konnte ich mir nicht vorstellen, dass jemand daran nicht zu Grunde geht.

Auf jeden Fall hat Hanni Münzer sehr ausführlich geschildert, was sich damals abspielte, leider entsprach vieles den Tatsachen. Man kann es sich kaum vorstellen, wie grausam die Menschen miteinander umgingen. Andere, die es gut meinten hatten einen verflixt schweren Stand.

Nun kann oder will man als Leserin nicht immer nur lesen, wie schlimm und gefährlich es damals war. Deshalb fand ich es sehr gut, dass die Autorin vor den Kapiteln immer wieder Kriegssplitter und Zitate von Berühmtheiten eingefügt hat. Interessant waren sie auf alle Fälle. Manchmal musste ich mit dem Kopf schütteln, kaum zu glauben, aber es war wahr, was ich das zu lesen bekam.

Fazit;
Schon das erste Buch "Honigtot" hat mir sehr gut gefallen und ich war auf die Fortsetzung sehr neugierig. Allerdings will ich erwähnen, dass dies kein Buch für zart besaitete Seelen ist, aber das war die Zeit damals auch nicht.

Bei Hanni Münzer möchte ich mich recht herzlich für das Buch bedanken.