Sonntag, 25. Juni 2017

Rezension - Schwer erleuchtet


Autor: Dieter Bednarz

Titel: Schwer erleuchtet

Genre: Humor, Gegenwartsliteratur

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Juni 2017

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur




Der Autor Dieter Bednarz, Jahrgang 1956, lebt mit Frau und drei Töchtern in Hamburg, bislang ohne größere Erleuchtungserlebnisse. Sein weitgehend autobiographisches Buch „Überleben an der Wickelfront" wurde als Spielfilm mit dem gleichen Titel zum Quotenerfolg im ZDF, ebenso wie die TV-Verfilmung seines Romans „Mann darf sich doch mal irren! – Unser Leben nach der Wickelfront", der weitgehend fiktiven Fortschreibung der Familiengeschichte.


Kurzbeschreibung, übernommen:
»Sollten Sie jemals in Hamburg sein, sind Sie uns herzlich willkommen!«
So etwas sagt man schon mal, entspannt von tropischer Sonne und der letzten Ayurveda-Behandlung. Aber wer rechnet damit, dass es ein paar Monate später an der Tür klingelt und ein orange gewandeter Mönch davor steht, mit einem strahlenden Lächeln und ohne die Absicht, so bald wieder abzureisen?
Dieter Bednarz‘ Helden Maya und Daniel staunen nicht schlecht, mit welch unbekümmerter Gelassenheit Mönch Siri in kürzester Zeit ihr Leben auf den Kopf stellt. Und das ihrer Nachbarn gleich mit. Bevor sich die beiden versehen, wird ihre Wohnung zum Meditations-Raum, gehört Yoga zu ihrem Alltag, stellen sie ihre Work-Life-Balance, ihre zentralen Werte und wenig später gleich noch ihre Ehe infrage. In ihrem Leben bleibt kein Gefühl, kein Wert auf dem anderen. Aber wie, bitteschön, lädt man einen Mönch wieder aus? Und vor allem: Wäre das dann nicht schlecht fürs Karma?


Meine Meinung:
Klasse! Solche Bücher lese ich immer wieder gerne. Bisher kannte ich noch kein Buch, das Dieter Bednarz geschrieben hat, aber jetzt werde ich mit Sicherheit darauf achten und von ihm noch mehr lesen wollen.
Humorvoll, aber auch nachdenklich zeigt Dieter Bednarz, wie zwei Kulturen aufeinander prallen. Ich konnte mich wunderbar in den Mönch Siri hinein versetzen und mir Hamburg im Winter mit seinen Augen ansehen. Was für uns alltäglich ist und wir einfach so hinnehmen, muss auf ihn ja eine ganz besondere Wirkung haben. Außerdem habe ich sehr viel  über die Lebensweise des orange gewandeten Mönchs erfahren können. Interessant fand ich die Aufenthalte im Meditations-Raum und im Yogazentrum.
Aber der Autor erzählt nicht nur, was der Mönch gesehen und erlebt hat, er beschreibt auch, was er bei Maya und Daniel ausgelöst und bewirkt hat und nicht nur bei ihnen. Tja, was so eine Aussage "Sollten Sie jemals in Hamburg sein, sind Sie uns herzlich willkommen!" alles bewirken kann. Also, vorsichtig, solche Einladungen sollten nie zu schnell ausgesprochen werden. Wobei... geschadet hat es keinem, eher im Gegenteil.
Ich erwähnte ja schon, dass nicht nur Maya und Daniel von seinem Aufenthalt profitiert haben, es sollten noch so viele Beteiligte den Mönch näher kennen lernen und durch ihn besondere Erfahrungen machen. Jeder hatte irgendwie ein besonderes Päckchen zu tragen und Siri hatte so richtig viel zu tun und es wäre sehr stressig für ihn geworden, wenn er nicht schon einen gewissen Grad der Erleuchtung und Gelassenheit erreicht hätte. So konnten am Ende viele Wünsche erfüllt oder in Angriff genommen werden.

Das Buchcover finde ich sehr witzig und nachdem ich mich etwas mehr für den Autor informiert hatte, konnte ich auch die Ähnlichkeit feststellen.


Fazit:
Dieses Buch hat mich begeistert, mit Humor wurde auch auf Schwachstellen in unserer Gesellschaft hingewiesen. Auf jeden Fall und auch besonders gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

Bei dem Verlag Knaur möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Tod auf Gran Canaria


Autorin: Mari Jungstedt
Autor: Ruben Eliassen

Titel: Tod auf Gran Canaria

Genre: Krimi

Versin: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Mai 2017

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: btb


Mari Jungstedt wurde 1962 in Stockholm geboren und studierte an der Journalistenschule. Sie arbeitet als Radio- und TV-Journalistin und Nachrichtensprecherin. Mari Jungstedt hat zwei Kinder. Tod auf Gran Canaria, das sie gemeinsam mit dem Autor Ruben Eliassen schrieb, war in Schweden ein Nummer-1-Bestseller und wird vom ZDF verfilmt, die Times bezeichnete sie als »eine der besten Krimi-Autorinnen Skandinaviens«.

Ruben Eliassen (geb. 26 November 1968 in Trondheim ) ist ein norwegischer Schriftsteller und Illustrator mit Erfahrung in der Musik und Werbebranche . Er ist besonders für die Bücher in bekannten Phänomen Serie, die eine Reihe von ist Fantasy - Romane für Kinder und Jugendliche.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Gran Canaria, die Insel mit den unendlich langen Stränden und der nie untergehenden Sonne, ein Urlaubsparadies! Doch eines Morgens wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – einer Schwedin, die ihre Ferien in einem Yoga-Zentrum verbringen wollte. Ihr Körper ist drapiert wie auf Botticellis bekanntem Gemälde »Die Geburt der Venus«. Kurz darauf gibt es eine weitere Tote. Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Mörder und bekommt unerwartete Hilfe von der Journalistin der schwedischen Zeitung der Insel, Sara Moberg, und dem ehemaligen Polizisten Kristian Wede. Die Spuren führen quer über die Urlaubsinsel, zur Norwegischen Seemannskirche, in ein Massage-Zentrum und schließlich in das Yoga-Paradies in den Bergen. Doch bald stellt sich heraus: Diese Idylle ist eine Illusion ...


Meine Meinung:
Da ich bekanntermaßen sehr gerne Krimis lese, deren Handlung an Orten spielt, die ich schon mal besucht habe, war ich auf dieses Buch besonders neugierig. Außerdem wurde ja erwähnt, dass dieses Buch von einer der besten Krimiautorinnen Skandinaviens geschrieben wurde.
Tja und nun fällt es mir schwer, die richtigen Worte für meine Rezension zu finden. Als erstes stellt sich mir die Frage, wer dieses Lob denn tatsächlich ausgesprochen hat, kann ich das als gegeben hinnehmen oder soll ich es außer Acht lassen, wie es mich auch nicht interessiert, ob ein Buch auf irgendeiner Bestsellerliste vertreten ist?
Ich beschließe also, mich davon nicht beeindrucken zu lassen und gebe hier meine eigenen Eindrücke weiter. Ich fand es ja ganz interessant, dass zwei andere Personen, die in diesem Fall ermittelten, im Vordergrund standen und versprach mir davon einiges. Wobei ich durchaus und gerne von dem zuständigen Kommissar mehr gelesen hätte.
Auf Gran Canaria kamen mir einige Orte bekannt vor, die unbekannten habe ich dann mit Hilfe von Google gefunden und mir die Lage angesehen. So hatte ich dann auch die Vorstellung, an welcher Stelle sich die Seemannkirche befinden sollte, wo die Tote gefunden wurde.
Soweit war für mich auch noch alles in Ordnung, aber dann hat es mich sehr stark verwirrt und sehr in meinem Lesefluss gehemmt, dass ich laufend von Geschehnissen und bestimmter Personen von "früher" lesen musste. Außerdem spielte die private Situation aller an der Ermittlung Beteiligten eine große Rolle. Manchmal ist es durchaus angebracht, davon zu erfahren und auch sehr interessant, aber auch hier war es für mich störend.
Die Schreibweise der beiden Autoren, dem Leser etwas über den Täter zu verraten und ihn an den Handlungen und Überlegungen teilhaben zu lassen, ohne zu verraten, wer es denn nun ist, ist nichts ungewöhnliches. Ebenfalls nicht, durch geschickte Formulierungen den Leser auf falsche Fährten zu schicken, das kann ja auch sehr interessant sein. Aber mir hat es diesmal einfach zu lange gedauert, bis ich eine Ahnung hatte, wer denn nun der Täter ist. Ich hatte einfach zuviel über vergangene Ereignisse lesen müssen. Auch konnte ich mich  mit Sara und Kristin nicht so recht anfreunden.


Fazit:
Auch wenn ich jetzt alleine mit meiner Meinung dastehe, unbeeindruckt von einer so genannten Nr.1 der Bestseller zu sein. Mich hat dieser Krimi nicht überzeugen können und ich werde wohl auch keine weiteren Folgen lesen wollen. Aber mit Sicherheit gibt es noch genügend Leser, die Gefallen an diesem Krimi finden werden. Bevor ich ihn meinen Freunden empfehle werde, ich über meine Kritik Auskunft geben.

Ich möchte mich vielmals bei dem Verlag btb für das Rezensionsexemplar bedanken.

Übrigens, wenn ich der Meinung bin, dass Buch ist nicht so ausgefallen, wie es publiziert wird, dann schaue ich mir andere Meinungen darüber an und siehe da, es gibt wenige, aber diese wenigen sind ebenfalls nicht sehr positiv.

Rezension - Frühstück mit Meerblick


Autorin: Debbie Johnson

Titel: Frühstück mit Meerblick

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Mau 2017

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne




Debbie Johnson ist eine Bestsellerautorin, die in Liverpool lebt und arbeitet. Dort verbringt sie ihre Zeit zu gleichen Teilen mit dem Schreiben, dem Umsorgen einer ganzen Bande von Kindern und Tieren, und dem Aufschieben jeglicher Hausarbeit. Sie schreibt Liebesromane, Fantasy und Krimis – was genau so verwirrend ist, wie es klingt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Zwei Jahre nach dem Tod ihres geliebten Mannes weiß Laura Walker, dass es nun an der Zeit für einen Neuanfang ist. Deshalb entschließt sie sich, mit ihren beiden Kindern für den Sommer von Manchester nach Dorset zu ziehen, um dort in einem Café auszuhelfen. Das malerisch gelegene Comfort Food Café und die warmherzigen Menschen, denen Laura dort tagtäglich begegnet, geben ihr die Chance, neue Freunde zu finden und zu lernen, wieder sie selbst zu sein. Und dann ist da auch noch Tierarzt Matt, der immer im passenden Moment zur Stelle zu sein scheint …


Meine Meinung:
Da ich gerade einen Urlaub mit Meerblick hinter mir hatte, hat mich dieser Buchtitel ganz besonders angesprochen. Allerdings hatte Laura einen ganz anderen Blick aufs Meer als ich, aber das spielte nur eine Nebenrolle.

Gleich zu Beginn erfahre ich über Laura jede Menge. Denn sie bewirbt sich auf die Anzeige "Köchin gesucht, die es versteht, die Seele zu streicheln". Aber sie schreibt nicht nur eine ganz einfache Bewerbung, sondern so zu sagen ihre Lebensgeschichte, dadurch wissen ich als Leserin und Cherie Moon, die Besitzerin des Cafés, gleich ganz viel über Laura, ihre Kinder und Lebensumstände.
Wie es sich jeder denken kann, bekommt Laura die Stelle und ich mache mich mit ihr, den Kindern und dem Hund auf den Weg von Manchester nach Dorset.

Die Autorin hat es wunderbar verstanden, alles so gut zu beschreiben, dass ich wirklich das Gefühl hatte, dabei zu sein und vor allem auch auch vor Ort zu sein. Die Ferienhaussiedlung und das Café am Berg hatte ich bildlich vor Augen und wäre auch zu gerne so richtig mal dort gewesen. Aber ich kann ja nicht andauernd dahin reisen, wo sich die tollen Geschichten abspielen, die sich die Autoren einfallen lassen. Schade eigentlich, denn die liebenswerten Stammgäste des Cafés hätte ich gerne mal getroffen. Debbie Johnson hat sich so viele Personen einfallen lassen, die täglich das Café aufsuchten und nicht nur ich habe sie ins Herz geschlossen.
Ich möchte, wie immer, nichts vom Inhalt des Buches verraten, aber meine Gedanken und Empfindungen kurz erwähnen. Da ich feststellte, dass Laura und den Kindern der Aufenthalt dort sehr gut tat, hoffte ich, dass sie zu gegebener Zeit die richtige Entscheidung treffen wird.

Der Autorin ist hier ein sehr schönes und bewegendes Buch gelungen, ich hatte so manches Mal Tränen in den Augen, vor Rührung, vor Freude. aber auch vor Trauer. Nein, denkt jetzt nicht, es wäre nicht das richtige Buch für Euch. Es ist genau richtig, denn alles, was passierte, gehört zum Leben.
Mir kam vieles so realistisch vor, die beiden Kinder von Laura habe ich ganz besonders in mein Leserherz geschlossen und sie haben sich verhalten, wie viele Kinder in dem Alter, was den Eltern nicht immer nur Spaß bereitet. Ich konnte Laura auf einem schweren Weg begleiten und mich daran freuen, wie sich ihn fand. Das Buch machte nachdenklich und zeigt auch, dass manchmal zuviel Hilfe oder behütet sein, ein Hemmschuh sein kann. Manchmal ist Abstand eine große Hilfe im Gegensatz von zuviel Nähe. Achja und romantisch wurde es auch, manchmal, allerdings ..... nein, hier verrate ich nichts mehr.


Fazit:
Ein Buch, das einen bewegt, das wunderschön geschrieben ist und ich auf jeden Fall sehr gerne weiterempfehlen möchte. Ich weiß, dass es ein weiteres Buch dazu geben wird und das möchte ich ebenfalls sehr gerne lesen. Es kommt unbedingt auf meine Wunschleseliste.

Bei dem Verlag Heyne möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Abgeschlagen



Autorin: Katrin Schön

Titel: Abgeschlagen - Ein neuer Fall für Lissie Sommer

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 5. Juni 2017

Seiten: 296

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Midnight by Ullstein




Die Autorin Katrin Schön, geboren 1975 in Offenbach/Main, wuchs im hessischen Dörfchen Hochstadt auf. Ihr komödiantisches Talent entdeckte die gelernte Bankkauffrau schon früh im hiesigen Karnevalsverein, wo sie bereits als Teenager vor allem die Lokalpolitik mit spitzer Feder aufs Korn nahm. Nach ihrem Studium der Publizistik in Bochum arbeitete die heute 42jährige als Fachjournalistin in Hamburg, bevor sie ein Angebot als Pressesprecherin annahm und ihren Lebensmittelpunkt nach Köln verlegte, wo sie seit zehn Jahren zu Hause ist und aktuell als Projektmanagerin arbeitet. Nervenkitzel und Spannung sind ihr genauso wichtig wie das Strapazieren der Lachmuskeln.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Endlich hat sich Kriminalkommissar Sebastian Loch ein Herz gefasst und führt Lissie Sommer zum Essen aus. Gerade sitzen die beiden so richtig romantisch auf der Terrasse des Edelrestaurants des lokalen Golfclubs, da werden sie Zeugen einer heftigen Auseinandersetzung zwischen zwei Golfern. Und kurz darauf findet Lissie sich nicht in enger Umarmung, sondern an einem Tatort wieder. Eines der Clubmitglieder wurde ermordet. Niedergeschlagen mit dem 7er Eisen, um genau zu sein. Klar, dass Lissie sich da nicht raushalten kann, sie ist ja quasi persönlich betroffen. Gemeinsam mit Sebastian nimmt sie die Ermittlungen auf…


Meine Meinung:
Obwohl dies inzwischen der 3. Fall ist, in dem Lissie Sommer ermittelt, bin ich ohne Probleme mit dem Buch klar gekommen, der späte Einstieg ist mir gut gelungen. Was auch daran gelegen hat, dass dies für mich ein leichter Krimi mit Humor war.
Lissie Sommer hat es aber auch nicht leicht, sie hofft darauf, dass es mit dem Kommissar ein netter Abend und vielleicht noch etwas mehr wird, als auf dem Golfplatz ein Toter gefunden wird. Da sie ja nun mal dabei war, darf sie sich doch wohl auch einmischen, oder?  Irgendetwas passiert ihr immer wieder, selbst wenn sie sich zurück halten möchte. Und da sind ja dann noch ihre Eltern, die sich einmischen.
Die Autorin hat allen Beteiligten sehr interessante Charaktere zugeordnet und es macht Spaß, sie alle zu beobachten. Etwas Lokalkolorit und die Nutzung des hessischen Dialektes geben dem Krimi zusätzlich noch etwas Würze.


Fazit:
Wer Spannung mit Humor kombiniert möchte, wird bestimmt Freude beim Lesen dieses Buches haben. Es ist mal etwas anderes und zwischendurch lese ich so genannte "Cosy Crimis" sehr gerne.

Bei dem Verlag und NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Unterzuckert - Aber bitte mit Sahne!



Autorin: Penny Lane

Titel: Unterzuckert - Aber bitte mit Sahne!

Genre: Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. Juni 2017 als eBook 24.6. als TB

Seiten: 283

Altersempfehlung: Erwachsene





Penny Lane ist das Pseudonym der Bestsellerautorin Hanni Münzer. Mit "Unterzuckert" wagt sie einen Ausflug in ein leichteres Genre, auch, weil sie das Leben und Lachen liebt und gern schmutzige Witze erzählt. Ihre verrückte Biographie umfasst unter anderem (und bisher - man weiß ja nie, was noch kommt.....) Erfahrungen als Assistentin eines Magiers, Tiertrainerin, Menschentrainerin, Aktivistin, Moderatorin und Lifestyleberaterin.
Ihre Erlebnisse und Abenteuer fließen in ihre Geschichten ein, aber eines darf darin niemals fehlen: Humor.
Denn Penny ist überzeugt: in fast allen Lebenslagen hilft es, wenn man über sich selbst lachen kann.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Erzähle nicht die Wahrheit, wenn dir etwas Besseres einfällt.“

Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass Diäten zu Halluzinationen führen können. In alten Zeiten zog man sich zum Fasten in eine Höhle zurück: Jesus tat es, Mohammed tat es und auch Ignatius von Loyola. Der Rest ist Weltgeschichte. Auch Aurora Sperling, Deutschlands bekannteste Fernsehjournalistin, ist gerade auf Diät, als eine Nachricht wie eine Bombe einschlägt:
“Kanzlergatte bei Bergunfall schwer verletzt!”
Alle Medien stehen kopf, die Spekulationen überschlagen sich.
Aurora, völlig unterzuckert, lässt sofort ihre Diät sausen und vergreift sich an den Keksen ihren Teenagersohnes. Was sie nicht weiß: Die Kekse enthalten etwas mehr als nur Kalorien...
Am Abend liefert sie den blamabelsten Auftritt in der Fernsehgeschichte, seit ein alternder Schlagerstar an der Brust seiner Frau genippelt hat. Nun ist sie selbst die Schlagzeile.
Am nächsten Morgen fragt sich nicht nur Aurora, wie es dazu kommen konnte. Ihr Leben gerät nun völlig aus den Fugen; die Spirale ihres sozialen Abstiegs dreht sich immer schneller, eine aberwitzige Verwicklung jagt die nächste.
Am Ende gibt es einen Toten und sie gerät in die Mühlen der Justiz.
Doch Aurora gibt sich nicht geschlagen und kämpft mit ihren eigenen Waffen. Wozu ist sie Journalistin?

UNTERZUCKERT – die etwas andere Geschichte – spannend, skurril und urkomisch


Meine Meinung:
Bei diesem Buch wurde ich mit meinen Empfindungen hin und her gerissen. Ich fand es urkomisch, was Aurora so alles anstellt, nachdem sie ein paar Kekse ihres Sohnes stibitzt hat, ahnungslos, über die Zutaten, die es allerdings in sich hatten. Ich habe mich unwahrscheinlich aufgeregt, was einem alles passieren kann, wenn man in die falschen Hände oder zwischen gewisse Mühlen gerät. Ich konnte es sehr gut nachempfinden, wenn man irgendwo fest sitzt und nichts machen kann. Das alles zeigt mal wieder, dass mich das Buch sehr schnell gefesselt hat und ich sofort auf der Seite von Aurora war.
Ich kenne von der Autorin ja schon einige Bücher und war sehr neugierig auf dieses, was laut Kurzbeschreibung ja eine ganz andere Geschichte sein sollte.  Es kommt ja nicht immer vor, dass alles versprochene eingehalten wird, aber diesmal traf es wirklich zu, das Buch war spannend, skurril und urkomisch.
Ich möchte vom Inhalt des Buches wie immer nichts erzählen, es soll keinem die Lesefreude genommen werden.
Allerdings kann ich die Vorfreude durch einige andere Hinweise etwas erhöhen:
Es gibt eine besonders  humorvolle Szene und als ich gelesen hatte, dass die Autorin mit ihrem Mann getestet hat, ob es auch so klappt, wie sie es sich ausgedacht hat. musste ich doch sehr lachen. Vorher war es schon witzig, aber dann...
Die Wahl des Pseudonyms finde ich ebenfalls gelungen, ich hatte sehr oft das Lied der Beatles im Ohr und später kam dann noch Udo Jürgens Lied hinzu. Das alles verspricht doch schon eine besondere Leselektüre, oder?


Fazit:
Ein gelungenes Buch für den Sommer. Leicht und humorvoll, aber wer möchte, kann trotzdem etwas tiefer schauen und über einiges nachdenken. Ich gebe auf jeden Fall und sehr gerne eine Leseempfehlung.

Freitag, 16. Juni 2017

Rezension - Tod auf Juist


Autorin: Ulrike Busch

Titel: Tod auf Juist

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 14. Juni 2017

Seiten: 99

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant




Die Sehnsucht nach Meer und weitem Horizont verspürt die Autorin Ulrike Busch, seit sie denken kann. Fasziniert von der grenzenlos erscheinenden, grünen Landschaft Norddeutschlands zog sie 1986 aus ihrer Geburtsstadt Essen nach Hamburg. Auf dem nord- und ostfriesischen Festland, den Inseln und Halligen ist sie seitdem fest verwurzelt. Sie liebt die Menschen mit ihrer Geradlinigkeit, Bodenständigkeit und ihrem schnörkellosen Dialekt, und noch heute schlägt ihr Herz höher, wenn der Nordwestwind ihr den Duft von Salz und Tang um die Nase weht. Viele Jahre war die studierte Sprachwissenschaftlerin als selbständige Texterin und Technische Redakteurin tätig. 2013 entdeckte sie eine neue berufliche Leidenschaft: Das Schreiben von Romanen - die natürlich in Norddeutschland spielen.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein rätselhafter Todesfall hält die ostfriesische Insel Juist in Atem. Zwei junge Frauen werden leblos aufgefunden, friedlich ruhend im Strandkorb! Die beiden Freundinnen waren Gäste im Haus der Inneren Mitte, dem berühmten spirituellen Zentrum der Insel. Hat ihr Therapeut Jannes Aldag die Selbstmord-Absichten der jungen Frauen nicht erkannt? Zur selben Zeit weilt auch die ostfriesische Journalistin Kaya Witt auf Juist. Sie mag an die Freitod-Theorie nicht so richtig glauben und spürt der Sache nach. Schnell wird deutlich: Unter den Therapeuten des spirituellen Zentrums herrscht alles andere als Harmonie. Und welche Rolle spielt der halbseidene Finanzjongleur Jendrik Holthusen? Er hat große Pläne auf der Nordseeinsel, und der Tod der beiden Frauen spielt ihm perfekt in die Karten …


Meine Meinung:
Wenn ich mir das tolle Cover ansehe, möchte ich sofort in einem der Strandkörbe sitzen und ein Buch lesen. Dabei war ich doch gerade erst an der See. Aber vielleicht möchte ich deshalb sofort wieder hin, weil ich alles noch in guter und frischer Erinnerung habe. Allerdings, wenn ich es mir recht überlege, kann es in einem Strandkorb auch ganz schön gefährlich sein. Zumindest habe ich das Gefühl beim Lesen dieses Krimis bekommen. 😉 Auf der anderen Seite.... dieses Buch würde ich als Kurzkrimi bezeichnen und den habe ich schnell durchgelesen und somit die Gefahr gemindert. Ich soll endlich zur Sache kommen? Recht habt Ihr.

Von Ulrike Busch habe ich schon viele Bücher gelesen und sie alle haben mich sehr begeistert. Sie hat ausgesprochen spannende Krimis geschrieben und mich immer wieder an ihre Bücher gefesselt. So habe ich nicht lange überlegt, ob ich diesen Krimi ebenfalls lesen möchte.
Inka und Kaya hatte ich schon in dem Krimi "Der blaue Stern" kennen gelernt und durfte sie jetzt auf die Insel Juist begleiten, wo sie eine Woche lang im Haus der inneren Mitte zu sich finden wollten. Ich denke mal, sie konnten das auch, obwohl in einem der Strandkörbe zwei Tote gefunden wurden und ihre Neugierde weckten. Ich fand es sehr interessant die Frauen auch ins Haus der inneren Mitte zu begleiten, darauf hätte ich ebenfalls Lust gehabt und außerdem wollte ich ja ebenfalls wissen, wie es zu dem Tod der beiden Frauen gekommen ist.
Wie gewohnt hat mich Ulrike Busch an das Buch gefesselt, allerdings muss ich gestehen, mir war es viel zu kurz. Ich bin zwar kein Fan von dicken Schinken, wo alles zu ausführlich beschrieben wird, aber hier hatte ich das Gefühl, ein bisschen mehr hätte es auch sein können. Vielleicht liegt es daran, dass ich der Meinung bin, die anderen Krimis haben mir besser gefallen. Wobei ich nicht sagen will, das Buch hat mir nicht gefallen.


Fazit:
Fans kurzer Krimis mögen hier bestimmt jubeln, ich persönlich möchte doch etwas länger mit einem Buch beschäftigt sein. Aber zum Glück sind die Geschmäcker verschieden. Natürlich werde ich weiterhin zu den Büchern von Ulrike Busch greifen, egal ob kurz oder lang, wobei ich ihr ja mal mitteilen könnte, dass sie ruhig etwas mehr schreiben könnte 😉


Auf jeden Fall möchte ich mich bei Ulrike Busch vielmals bedanken.

Rezension - Ich schenk dir die Hölle auf Erden


Autorin: Ellen Berg

Titel: Ich schenk dir die Hölle auf Erden

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 14. Juni 2017

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Aufbau Taschenbuch




Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu.


Kurzbeschreibung, übernommen:
So ein mieser Schuft! Als Carina entdeckt, dass Ehemann Jonas sie betrügt, bricht ihre heile kleine Welt zusammen. Klar, Lust und Leidenschaft sind nach zehn Jahren Ehe und zwei Kindern auf der Strecke geblieben. Doch dass Jonas mit seiner Neuen all die romantischen Highlights genießt, die sich Carina immer gewünscht hat, ist zu viel. Sie beschließt, ihn direkt in die Scheidungshölle zu schicken. Und die Neue gleich dazu. Soll sie ruhig merken, wie angenehm das Leben an Jonas Seite ist, wenn seine Kinder sonntagmorgens Hockeytraining haben oder Brechdurchfall bekommen ... Während ihres Rachefeldzugs blüht Carina auf. Die Männer stehen Schlange – und plötzlich auch Jonas. Was tun?


Meine Meinung:
Von der Autorin habe ich schon einige Bücher gelesen und freue mich immer wieder, wenn ich die Gelegenheit habe, ein weiteres Buch von ihr zu lesen. Aufmerksam werde ich meist durch die tollen Cover, denn sie sind immer sehr witzig gestaltet und ein echter Hingucker. Allerdings passen sie nicht immer so ganz genau zum Inhalt, bzw die Personen sehen etwas anders aus. Das erwähne ich nur für die Interessierten, die noch keine Bücher des Aufbauverlages kennen und sich stark an einem Cover orientieren.
In diesem Buch stellt Carina, ausgerechnet an dem geplanten Frauenabend mit ihren Freundinnen, fest, dass ihr Mann sie betrügt. Sie findet sich auf einmal in einer Situation wieder, aus der sie nicht mehr raus kann. Wäre sie alleine gewesen, hätte sie vielleicht erst einmal alles in Ruhe bedacht und auch anders gehandelt. Ich selber dachte nämlich, ohje, alle Freundinnen mischen sich ein, ist das nicht etwas übertrieben? Aber es musste so sein, denn sie stehen Carina bei und helfen ihr wirklich sehr. Außerdem waren die Ideen des Rachefeldzuges eigentlich sehr witzig.
Carina selber stellt fest, dass sie sich doch ganz wohl fühlt in ihrer neuen Situation. Mir ist sie sehr sympathisch und ich drückte ihr die Daumen, dass es sich für sie auch weiterhin gut entwickelt.
Die Autorin hat sich ja einiges einfallen lassen und mich damit sehr gut unterhalten. Es gab überraschende Wendungen und ein kleines bisschen Vorhersehbares, aber ob sich alles so entwickelte, wie ich es mir gedacht hatte, werde ich hier nicht erwähnen. Auf jeden Fall hat mir das Ende sehr gut gefallen.


Fazit:
Unterhaltsam und humorvoll hat Ellen Berg dieses Buch geschrieben und mich damit ein weiteres Mal begeistert. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung und werde mit Sicherheit nach und nach all ihre Bücher lesen.


Bei dem Aufbau-Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Die heimliche Heilerin und die Toten


Autorin: Ellin Carsta

Titel: Die heimliche Heilerin und die Toten

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 7. März 2017

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Tinte & Feder




Ellin Carsta ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Bremen lebt. Alle Fans ihrer Bestsellerreihe um die »heimliche Heilerin« können sich mit der Veröffentlichung von »Die heimliche Heilerin und die Toten« über neuen Lesestoff freuen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Köln 1402: Eines Abends klopft es an der Tür des Stadthauses der Familie Goldmann. Es ist ein Bote des Erzbischofs mit einer dringenden Anweisung: Madlen, die »heimliche Heilerin«, muss zu einer Frau kommen, die in den Wehen liegt. Die Umstände sind dabei höchst merkwürdig: Madlen soll sich die Augen verbinden, damit sie nicht weiß, in welchem Haus die Geburt stattfindet, und wird außerdem dazu verpflichtet, absolutes Stillschweigen zu bewahren. Ihr gelingt es, das Kind unversehrt auf die Welt zu bringen, doch nach dem ersten Schrei des kleinen Mädchens stürzen ohne Vorwarnung Wachmänner herein und entreißen Madlen das Neugeborene. Hat wirklich der Erzbischof den Auftrag hierzu gegeben? Madlen bleibt keine Zeit zum Nachdenken. Die Männer kommen zurück und sie realisiert, dass nicht nur das Leben des Säuglings, sondern auch das der Mutter und ihr eigenes ernsthaft in Gefahr sind.


Meine Meinung:
Die heimliche Heilerin Madlen habe ich vor einem Jahr kennen gelernt und sie in mein Leserherz geschlossen. Nun konnte ich an ihrem Leben in einem weiteren Buch teilnehmen. Wobei es ganz schön aufregend war und es eine Entwicklung gab, die mich sehr überrascht hat. Zunächst wusste ich nicht, was ich davon halten sollte. Aber Madlen hat das beste aus dieser Situation gemacht und konnte sich sogar einen Traum erfüllen. Aber darüber verrate ich natürlich nichts.

Wie aus der Kurzbeschreibung ersichtlich ist, beginnt die Geschichte eigentlich ganz harmlos. Madlen, die gar nicht mehr als Heilerin arbeitete, wurde zu einer Frau gerufen, die in den Wehen lag. Johannes, ihr Mann, mit dem sie inzwischen schon einige Jahre verheiratet war, begleitete sie. Beide konnten zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht ahnen, dass sich vieles verändern würde.

Ich habe das Buch natürlich wieder verschlungen, wollte ich doch unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt und wie Madlen und Johannes alles meistern würden.
Nach wie vor begeistert mich die Autorin mit ihren Büchern, ich finde es toll, wie vielseitig sie schreibt und freue mich immer wieder, wenn ich auf ein weiteres Buch von ihr aufmerksam gemacht werde. Es besteht allerdings auch Suchtgefahr, oft fällt es mir schwer, das Buch für eine Lesepause zur Seite zu legen. Sie sind einfach zu spannend.


Fazit:
Fans historischer Bücher werden mit Sicherheit alle Folgen gelesen haben, wenn nicht, empfehle ich bei Band eins zu beginnen. Ich selber freue mich natürlich auf weitere Bücher der Autorin.


Bei Ellin Carsta möchte ich mich vielmals bedanken. Es ist wirklich toll, was Du uns Lesern alles bietest. Mögen Dir die Ideen nie ausgehen.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Rezension - Jeremias Voss und der Mörder im Schatten - Band 7


Autor: Ole Hansen

Titel: Jeremias Voss und der Mörder im Schatten

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 2. Mai 2017

Seiten: 257

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks der eBook-Verlag




Ole Hansen, geboren in Wedel, ist das Pseudonym des Autors Dr. Dr. Herbert W. Rhein. Er trat nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker in die Bundeswehr ein. Dort diente er 30 Jahre als Luftwaffenoffizier und arbeitete unter anderem als Lehrer und Vertreter des Verteidigungsministers in den USA. Neben seiner Tätigkeit als Soldat studierte er Chinesisch, Arabisch und das Schreiben. Nachdem er aus dem aktiven Dienst als Oberstleutnant ausschied, widmete er sich ganz seiner Tätigkeit als Autor. Dabei faszinierte ihn vor allem die Forensik – ein Themengebiet, in dem er durch intensive Studien zum ausgewiesenen Experten wurde. Heute wohnt der Autor in Oldenburg an der Ostsee.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Dichter Nebel liegt über dem nächtlichen Hamburg, als Privatdetektiv Jeremias Voss Zeuge einer versuchten Entführung wird. In letzter Minute kann er die junge Frau retten. Die Täter jedoch können unerkannt fliehen und auch ihr Motiv bleibt rätselhaft, denn Maria ist zwar schön, aber völlig mittellos. Ohne Hoffnung auf Lösegeld scheint eine Entführung sinnlos. Doch je tiefer Voss bei seinen Ermittlungen in Marias Leben und Vergangenheit eintaucht, desto mehr mysteriöse Zusammenhänge kommen ans Licht, die auf eine tödliche Bedrohung aus allernächster Nähe hindeuten …



Meine Meinung:
Also wirklich, genau wie Vera und Hermann bin ich der Meinung, dass es schon merkwürdig ist, wenn Jeremias ganz normal unterwegs ist und unversehens ein Abenteuer erlebt. Von wem ich rede? Von Jeremias Voss, einem sehr bekannten Hamburger Privatermittler und Vera seiner Assistentin, außerdem von Hermann, ein ehemaliger Scheuermann, der mit seinen Kumpels öfter Aufträge für Jeremias Voss erledigt. Nicht zu vergessen, Nero, der ganz besondere Hund von Jeremias Voss. Inzwischen bin ich beim 7. Buch angelangt und kenne alle sehr gut. Da die Bücher alle in kurzen Abständen erschienen sind, stört es mich nun doch etwas, wenn jedes Mal in aller Ausführlichkeit geschildert wird, wie Nero zu Jeremias gekommen ist und warum er sich mit Vera immer noch siezt und noch einige andere Dinge. Aber dies hält mich jetzt nicht davon ab, dieses und hoffentlich noch weitere Bücher von Ole Hansen zu lesen.

Jeremias Voss und sein Team, wobei Nero ebenfalls ein wichtiges Mitglied des Teams ist, arbeiten sehr gut zusammen. In gewohnter Art und Weise gehen alle an die Lösung des Falles heran. Wobei es diesmal für einige verflixt gefährlich wird.
Ole Hansen hat es ein weiteres Mal verstanden und mich an das Buch gefesselt. Es war mal wieder sehr spannend und es gab für mich überraschende und unvorhersehbare Entwicklungen. Unter der vielzähligen Beteiligten hatte ich einige, die mir sehr verdächtig vorkamen. Schlecht ist es dann nur, wenn ein Verdächtige umgebracht wird. Was zunächst im dichten Nebel passierte, wobei der Nebel im Fall selber sich nicht so schnell auflöste, entwickelt sich in eine Richtung mit der keiner gerechnet hatte.

Inzwischen sind mir Jeremias und sein Team sehr vertraut und mir bringt es sehr viel Spaß, sie immer wieder zu begleiten. Sympathisch sind sie mir alle und deshalb habe ich mit gelitten, als .... nein, ich verrate nichts.

Auch diesmal bin ich vom Buchcover wieder begeistert. Ich erwähnte in meinen anderen Rezensionen bereits, dass mir die Cover gefallen und sie bestens erkennen lassen, dass die Bücher zu einer Serie gehören.


Fazit:
In jeder Serie gibt es Bücher die mal mehr und mal weniger begeistern. Diesmal gehörte das Buch zu denen, das mich etwas weniger begeistert hat. Das bedeutet nicht, dass es schlecht ist, es sagt ganz einfach, dass andere der Serie mir besser gefallen haben.  Aber das ist ja nur mein persönliches Gefühl und ich hätte dieses Buch sicher nicht ungelesen zur Seite gelegt.
Ich empfehle allerdings die Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen, wobei es nicht schlimm ist, wenn nur ein einzelnes gelesen wird. Es entgeht einem dadurch einiges an Spannung und Lesevergnügen.


Bei dem Verlag dotbooks möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Foy und der Ring des Mauren


Autorin: Katharina Münz

Titel: Foy und der Ring des Mauren

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Mai 2017

Seiten: 290

Altersempfehlung: Erwachsene






1968 im romantischen Heidelberg geboren, worauf die Autorin Katharina Münz ihr Faible für Geschichten mit romantischem Einschlag zurückführt - auch wenn sie dafür mit dem Hochdeutschen bisweilen hadert. Sie liebt den Frühling im Süden, den Sommer im Norden, den Herbst an sich und schneereiche Winter. Mit ihrem Mann lebt sie in einem Haus voller zwei- und vierbeiniger Kinder.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Auf der Suche nach Ablenkung von den nächtlichen Nachstellungen ihres Herrn stolpert Foy auf dem Wormser Ostermarkt über einen ebenso gutaussehenden wie liebenswürdigen Fremden. In Erwartung einer heißen Liebesnacht schmuggelt sie den Dänen in die Kaiserpfalz – ohne zu ahnen, wen sie mit ihm ins Herz der Nibelungenstadt eingelassen hat. Wird es am Ende einer langen Reise ausgerechnet der widersprüchliche Wikinger sein, der Foy aus dem Strudel ihrer Gefühle befreit?



Meine Meinung:
Da ich schon zwei Bücher der Autorin mit Begeisterung gelesen hatte, war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Von Anfang an war ich an das Buch gefesselt, dass allerdings auch gleich sehr interessant anfing. Es startete mit den für uns ungewöhnlichen Namen der Beteiligten und deren Aussprach. Die Landkarte fand ich für mich sehr hilfreich.
Also war ich bestens vorbereitet, als Foy ihren PJÖRK-win traf und sich mit ihm auf eine lange Reise Richtung Norden begab. Foy lernte, genau wie ich, das Land, die Leute und deren Gebräuche kennen, was ich ausgesprochen interessant fand. Eins unterschied uns allerdings, Foy lebte vor einigen Hundert Jahren und lernte sehr schnell die dänische Sprache.
Nun denkt sich mancher vielleicht, was mag denn nun daran zu fesselnd gewesen sein. Nun, Reisen dauerten damals oft sehr lange und nicht jeder kam ans Ziel. Außerdem musste jeder mit Überfällen und anderen unangenehmen Sachen rechnen. Ich war richtig froh, als Foy endlich am Ziel angekommen ist, aber auch da ging es nicht unbedingt geruhsam zu. Mehr möchte ich jetzt allerdings nicht vom Inhalt erzählen.
Katharina Münz hat die Geschichte nicht nur fesselnd erzählt, sie sparte dabei auch nicht an Humor und Spannung. Wobei ich etwas aber erwähnen möchte, weil es mich etwas irritiert hat. Ich weiß, dass es nicht immer leicht ist, einen passenden Buchtitel zu finden. Manchmal erwarte ich etwas anderes  oder besser gesagt mehr. Hier hatte ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass dem erwähnten Ring mehr Inhalt gegeben wird. Aber wer weiß... ich stelle mir einfach vor, dass es ein weiteres Buch geben könnte und dann damit noch mehr passiert.


Fazit:
Die Autorin hat vieles wunderbar miteinander verknüpft und eine gute Geschichte darum geschrieben. Historisches, Fantasy, Alltag und auch etwas knisterndes gab es, wobei ich jetzt nicht das Feuer meine. 😉 Mir hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

Rezension - Fincasterne


Autorin: Eva-Maria Farohi

Titel: Fincasterne

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 4. Mai 2017

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene






Über die Autorin:
Musik, Theater, Malerei, Geschichte - während ihrer Schulzeit war Eva-Maria Farohi öfter am Stehplatz der Oper anzutreffen, als vor den Mathematik-Hausaufgaben. In Wien geboren, erlernte sie zunächst einen „bürgerlichen“ Beruf, wie es die Eltern wünschten, bevor sie dann Schauspielerin wurde. Auch damals schon schrieb sie gerne Kurzgeschichten, die sie aber nie veröffentlichte. Von 2003 bis 2009 lebte sie auf Mallorca. Ihre Erinnerungen verarbeitete sie in dem Kurzroman „Septembersonne“, der 2015 als Kindle Single erschien und ein Bestseller wurde. Es folgten „Fincamond“ und „Fincaträume“, Band eins und zwei der Mallorca-Trilogie, „Wer Mondstaub sieht“ und ihr erster Kriminalroman „Tödliche Meeresnacht“, sowie mehrere Kindle Singles. Mit Mann und Hund lebt sie derzeit in der Nähe von Wien.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Emely hat sich nach einer hässlichen Scheidung auf Mallorca eine neue Existenz geschaffen und ist mit ihrem Leben zufrieden. Ihre Freundinnen Marika und Lisa sowie deren Ehemänner betrachtet sie als Familie. An die große Liebe glaubt sie nicht mehr. Daher freut sie sich auch, ihren ehemaligen Schulfreund Heinz wiederzutreffen, und hilft ihm bereitwillig bei seiner Übersiedlung nach Mallorca. Aus Freundschaft wird bald mehr. Salvatore, Emelys Vermieter, unterstützt Heinz ebenfalls. Doch dann verliebt sich Heinz in eine andere Frau. Als dann auch noch Emelys Exmann auftaucht, laufen die Dinge aus dem Ruder …


Meine Meinung:
Nachdem ich "Fincamond" und "Fincaträume" gelesen hatte, war klar, dass ich auch das dritte Buch lesen wollte. Jedes Buch kann zwar einzeln und für sich gelesen werden, aber mir gefällt es immer, wenn ich die Zusammenhänge kenne und alte Bekannte wiedertreffe.
Hier hatte ich nun die Möglichkeit ein weiteres Mal auf Mallorca zu sein und zu erfahren, was sich bei Marika und Lisa, den Protagonistinnen der ersten Bücher, so alles getan hat.

Diesmal stand Emely im Vordergrund, die sich auf Mallorca eine neue Existenz aufgebaut hatte. Sie konnte ich manchmal schwer einordnen, denn nicht immer habe ich ihr Verhalten verstanden. Aber mit der Entwicklung war ich im Großen und Ganzen zufrieden.
Merkt man, dass ich mal wieder mitten drin im Geschehen war und die Beteiligten für mich real waren? Ich denke, sonst hätte ich auch nicht mit zwei Personen schimpfen müssen, statt anständig miteinander zu reden... ach, was mische ich mich da denn ein? Die Autorin hat sich etwas dabei gedacht und die Beteiligten gehen ihren Weg, alles ist gut 😉
Auch dieses Buch hat Eva-Maria Farohi wieder sehr flüssig geschrieben und ich freue mich, dass ich alle Teile der Trilogie lesen konnte.  Es hat mir sehr viel Lesespaß bereitet, dass sich die Handlung auf Mallorca abspielte, so konnte ich meinen Urlaub immer wieder verlängern, weil ich alles wunderbar vor Augen hatte. Außerdem war es sehr interessant mit Marika, Lisa und Emely drei sehr unterschiedliche Frauen kennen zu lernen und sie einen Teil ihres Weges zu begleiten.

Alle drei Buchcover gefallen mir ausgesprochen gut und zeigt wunderbar ihre Zusammengehörigkeit.


Fazit:
Allen, die die beiden ersten Bücher gelesen haben, empfehle ich natürlich auch das dritte zu lesen. Allen anderen rate ich die Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Als Urlaubslektüre sind sie wunderbar geeignet, aber natürlich können sie auch zu jeder anderen Jahreszeit gelesen werden, zum Beispiel, wenn man mitten in einer nicht so schönen Jahreszeit steckt.

Bei Eva-Maria Farohi möchte ich mich vielmals bedanken, dass sie mich auf ihre Bücher aufmerksam und damit einen sehr schönen Lesespaß beschert hat. 




Rezension - Nordseetod - Henriette Honig ermittelt 6


Autorin: Ele Wolff

Titel: Nordseetod - Henriette Honig ermittelt 6.

Genre: Krimi - Kurzkrimi

Version: eBook

erschienen: 27. Mai 2017

Seiten: 119

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant





Ele Wolff über Liebe Lust und Leichen. Krimis und andere Gemeinheiten
www.ele-wolff.de
Nach dreißig Berufsjahren als Krankenschwester, nach einem Umweg als Galeristin und Vermieterin von Ferienwohnungen auf der Insel Borkum lebt die Autorin Ele Wolff heute in Leer/Ostfriesland. Auch wenn sie keine waschechte Ostfriesin ist, (in Frankfurt/Main geboren) betrachtet sie sich doch als Gesinnungsostfriesin und gibt sich ganz ihren kriminellen Energien hin.
Ele Wolff: "In Ostfriesland, hinter den Deichen, im Watt und auf den Inseln geschehen manche unheimlichen Dinge, von denen niemand etwas weiß. Das ist genau die Umgebung, die die Fantasie anregt. In den Geschichten kann ich Gedanken ausleben, die man im wahren Leben nicht so leicht findet oder die unangebracht sind. Ich kann unliebsame Ehemänner oder Chefs entsorgen, reich durch Erbschaft werden oder einfach in einen anderen Erdteil flüchten. Und was besonders von Vorteil ist: Schreiben ist spannend und es macht nicht dick."


Kurzbeschreibung, übernommen:
Romy Andresen wurde in einem spektakulären Indizienprozess wegen des Mordes an ihrem Ehemann verurteilt. Nun ist sie nach 15 Jahren wieder auf freiem Fuß und will wissen, was damals wirklich geschehen ist. Sie ist sich sicher unschuldig zu sein, hatte aber damals wie heute erhebliche Gedächtnislücken. Henriette Honig wird beauftragt und macht sich auf Spurensuche. Doch je tiefer sie in den Fall eintaucht, umso merkwürdiger wird der. So wie es das Gericht festgestellt hat, kann der Ablauf nicht gewesen sein, aber ist Romy wirklich unschuldig? Vieles spricht auch gegen sie. Wird es der Privatermittlerin gelingen, die Puzzleteile zusammenzusetzen?


Meine Meinung:
Von Ele Wolff hatte ich bisher ein Buch gelesen und ich hatte mir vorgenommen, weitere Bücher von ihr zu lesen. So musste ich nicht lange überlegen, als ich auf dieses Buch aufmerksam wurde. Allerdings bin ich gleich an den 6. Fall von Henriette Honig geraten, was für mich aber kein Problem war. Ich kam wunderbar zurecht und hatte nicht das Gefühl, die anderen Bücher vorher lesen zu müssen.
Henriette Honig ist Privatdetektivin und bekommt einen interessanten Auftrag. Romy Andresen war 15 Jahre im Gefängnis, weil sie in einem Indizienprozess wegen Mordes an ihrem Mann verurteilt wurde. Leider kann sie sich an gar nichts erinnern und die Leiche wurde ebenfalls nicht gefunden. Henriette Honig soll nun ermitteln, was damals wirklich passiert ist.

Man möge es mir verzeihen, aber ich hatte gleich zu Anfang einen Verdacht und der hat sich dann bestätigt, liegt es daran, dass ich sehr viele Krimis lese? Egal, langweilig wurde es mir trotzdem nicht, denn ich konnte Henriette Honig bei ihrer Arbeit begleiten und war gespannt, was sie alles herausfinden und wie sie den Fall lösen würde. Zumal ich ja nur einen Verdacht hatte, aber nicht wusste, wie sich denn alles abgespielt hatte. Das musste ich ja nun mit Henriette heraus finden.
Henriette Honig und Romy Andresen waren mir beide sehr sympathisch und ich fand es auch sehr interessant, was Henriette alles von ihr erfahren konnte. So lernte ich dann auch noch das Eheleben von Romy Andresen kennen und hoffte, dass sich für sie wirklich alles zum Besten entwickeln würde.

Ich bin ja nicht der Fan von übertrieben dicken Büchern, wo alles lang und breit erklärt und recherchiert wird, aber bei manchem Kurzkrimi wünschte ich mir doch, dass er etwas länger wäre.
Hier war es so, irgendwie hatte ich das Gefühl, es fehlt mir an Handlung. Aber was solls. Unterhaltsam zu lesen war es und manch einer sucht ja nach Kurzkrimis, weil er/sie keine Lust hat, dicke Bücher zu lesen.


Fazit:
Ich musste bei diesem Buch feststellen, dass es ab und zu ganz schön ist, nicht so dicke Bücher lesen zu müssen, aber ich achte nach diesem Ausflug doch wieder darauf, dass ich etwas länger mit einem Buch beschäftigt sein werde. Wie erwähnt, es gibt genügend Fans von Kurzkrimis und wenn er auch noch unterhaltsam ist, dann ist für sie alles bestens.


Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 13. Juni 2017

Rezension - Millionärin wider Willen - Elenas Haus



Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Millionärin wider Willen - Elenas Haus

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 28. Mai 2017

Seiten: 279

Altersempfehlung: Erwachsene





"Schreiben ist eine Form der Kommunikation - und Kommunikation ist ein wesentlicher Teil meines Lebens", sagt die Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher. Die 1955 geborene Wienerin bezeichnet sich selbst als äußerst kommunikativen Menschen. Wen wundert es da, dass sie nicht nur gerne heitere Romane schreibt, sondern in ihrem Buch "Genießen statt verzichten" auch ganz offen über ihren jahrelangen, aber erfolgreichen Kampf gegen Allergien und Unverträglichkeiten Auskunft gibt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Weiter geht es mit Elena, der glücklichen Lottogewinnerin, und ihrer Familie. Nachdem Elena ihren Gewinn in ein Mietshaus investiert hat, beziehen ihr Sohn Axel und seine Familie eine der Dachgeschosswohnungen. Doch Axel ist wenig begeistert, als seine Schwester Kerstin ihre neue Anwaltskanzlei ebenfalls dort einrichtet und ihren Freund, der plötzlich als Alleinerziehender dasteht, gleich daneben einquartiert. Und was wird Elenas Freund sagen, wenn ihr Ex-Mann Ossi das alte Hofgebäude in eine Atelierwohnung umbaut? Mit Umsicht und Tatkraft versucht Elena, alle Interessen unter einen Hut zu bringen – ob ihr das gelingen wird?


Meine Meinung:
Achtung, es sollte wirklich vorab das erste Buch "Elenas Geheimnis" gelesen werden, bevor mit diesem  gestartet wird. Denn die Geschichte ist eine Fortsetzung und nimmt Bezug auf die Geschehnisse im ersten Buch.

Elena hat ihren Lottogewinn gut angelegt und es könnte jetzt alles wunderbar laufen, wenn, ja wenn nicht immer wieder etwas unvorhergesehenes passiert. Die Autorin hat auch diesmal alles so treffend beschrieben, was einer Frau, knapp über 60, so alles passieren kann. Ein ruhiger Lebensabschnitt sieht anders aus, aber das wollte Elena ja sowieso nicht. Das Leben schlägt immer wieder zu und manches kommt einem durchaus bekannt vor. Mir hat es wieder gefallen, Elena zu begleiten und sie dabei zu beobachten, wie sie alles meistert. Ab und zu hätte ich ihre durchaus eine Hilfestellung geben können, denn als nicht betroffene Leserin konnte ich einiges klarer erkennen. 

Brigitte Teufl-Heimhilcher hat mich mit einem weiteren Buch sehr gut unterhalten. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Protagonistin in meinem Alter ist und bereits einiges an Lebenserfahrung mitbringt. Es mag einem vielleicht so vorkommen, dass ihr ein bisschen viel auf einmal passiert, aber im Romanleben ist es nun mal möglich und ungewöhnliches war eigentlich nichts dabei.

Beide Buchcover gefallen mir sehr gut und zeigen auch gleich, dass die Bücher zusammen gehören. Achja, beinahe hätte ich vergessen etwas zu dem Titel zu schreiben, war es im ersten Buch das Geheimnis über den Lottogewinn, spielte diesmal das Haus von Elena eine wichtige Rolle und am Ende war ich sehr zu frieden, wie es genutzt werden sollte.


Fazit:
Wer sich von einem Buch gut unterhalten lassen möchte und trotzdem die Realität nicht aus den Augen verlieren will, sollte die beiden Bücher über Elena lesen.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Rezension - Glaube Liebe Tod - Ein Martin-Bauer-Krimi


Autor: Peter Gallert
Autor: Jörg Reiter

Titel: Glaube Liebe Tod

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 12. Mai 2017

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein



Der Autor Peter Gallert wurde 1962 in Bonn geboren. Ein Germanistik- und Geschichtsstudium brach er erfolgreich ab. Seit den 90er Jahren Drehbuchautor für TV-Serien von Krimi bis Krankenhaus (in Zusammenarbeit mit Jörg Reiter). Er ist Karate-Kindertrainer, hat drei Töchter und lebt mit seiner Familie in Köln.

Der Autor Jörg Reiter wurde 1952 in Düsseldorf geboren. Nach dem Studium (u.a. der Ethnologie und Filmwissenschaft) und Promotion Dozent in Köln und Heidelberg. Seit 1992 freier Autor: Sachbuch, Rateshow, Dokumentarfilm. Dann Drehbücher für TV-Serien von Krimi bis Krankenhaus (mit Peter Gallert). Der Autor lebt in Köln.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Woran kann man glauben in einer Welt voller Verbrechen?
Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt springt der Beamte hinterher, um Bauer zu retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Bauer hat hoch gepokert, aber gewonnen. Doch wenige Stunden später ist der Polizist tot, nach einem Sturz vom Deck eines Parkhauses. Ein klarer Fall von Selbstmord, gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer weiß nicht, was er glauben soll. Und er sieht die Verzweiflung in der Familie des Toten. Auf der Suche nach der Wahrheit setzt er alles aufs Spiel ...


Meine Meinung:
Martin Bauer ist Polizeiseelsorger und somit mal ein ganz anderer Typ als Protagonist, aber nicht nur das, er verhält sich auch ganz anders, als die anderen Seelsorger, vermute ich jetzt mal. Er gibt sich mit einem Ergebnis nicht zu frieden und nervt die Kommissare damit tatsächlich, allerdings sollte er mit seiner Vermutung recht behalten. Er bringt sich nicht nur selber in Gefahr, er bringt sich auch in Zwickmühlen, denn nicht nur dienstlich ist einiges los, auch die 15jährige Tochter bereitet den Eltern Sorgen. Er muss sich entscheiden, zum Glück klärt sich eine Sache, aber kurz danach gibt es schon das nächste Problem.
Wer bis jetzt gedacht hat, das Leben eines Polizeiseelsorgers sei langweilig, der kennt Martin Bauer nicht. Zumindest ist das Buch nicht langweilig, es hat mich ganz schön in Atem gehalten.
Zwei Autoren haben dieses Buch geschrieben und mir erscheint es als gute Zusammenarbeit, sollte es weitere Folgen geben, werde ich sie bestimmt lesen. Geschickt haben sie mehrere Handlungsstränge in dieser Geschichte zueinander finden lassen. Anfangs kam mir zunächst einiges etwas verworren vor, weil ich es nicht unterbringen konnte, aber nach kurzer Zeit sah ich dann den Zusammenhang.


Fazit:
Ein spannender Krimi mit einem durchaus ungewöhnlichen Protagonisten. Neben der Spannung gab es allerdings auch einiges zum Nachdenken, dafür hat unter anderem auch die Tochter von Martin Bauer gesorgt. Ich erwähnte es ja schon, über weitere Folgen würde ich mich freuen und sie auch lesen wollen.

Bei dem Ullstein Verlag möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Pest und Cholera



Autorin: Isabel Aigen

Titel: Pest und Cholera

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. Mai 2017

Seiten: 228

Altersempfehlung: Erwachsene






auf ihrer Homepage schreibt die Autorin
ÜBER MICH
... UND ÜBER MEINE KRIMIS UND THRILLER
Schon im Alter von 11 Jahren schwor ich einem Kärtner See, Schriftstellerin zu werden. Was der See ganz akzeptabel fand, stellte sich außerhalb des Wassers als utopisch heraus. Denn seit den Zeiten von Hermann Hesse hat sich rein gar nichts geändert: „Ein Dichter zu sein, galt für eine Ehre. Ein Dichter zu werden aber, das war unmöglich ...“
Über meinen Erstling schrieb ein Suhrkamp-Lektor: „Dieses Manuskript zeugt von einer Sprachfertigkeit und erzählerischer Gestaltungsfähigkeit, die ich bemerkenswert finde“.
Nachdem es im deutschen Sprachraum für Schriftsteller nichts zu studieren gibt, habe ich meinen Schreibstil in Eigenregie weiterentwickelt: Heute ist er psychologisch genau und szenisch rasant (mein Lehrmeister: moderne amerikanische Krimiserien). Kein Wort ist zu viel. Und hoffentlich keines zu wenig ...
Konsequent bleibe ich in der personalen Erzählperspektive – die Handlung entwickelt sich anhand von dem, was die Protagonisten wahrnehmen. Die Spannung entsteht aus der Realität.



Kurzbeschreibung, übernommen:
„Unus pro omnibus“ steht auf der Garage des ermordeten Tierarztes.
„Einer für alle“ – wer ist alle? Für wen sollte er sterben? Als dann auch noch eine Pharmavertreterin für Tiermedikamente verschwindet, zeigt alles in dieselbe Richtung. Ist der Konflikt zwischen Schweinezüchtern und Tourismusbranche eskaliert? Hat die Initiative „Nachbarschaft gegen Massenmastbetriebe“ ernst gemacht mit ihren Drohungen? Wie passt der Wirtschaftspolitiker Gerd Schrötter ins Bild, der angekündigt hat, in Husum seinen Jahresurlaub zu verbringen? Und was hat das Ganze mit der Ausstellung über die Pest und die Cholera in Nordfriesland zu tun, die Sebastians Frau Saskia gerade betreut? „Pest und Cholera“ ist der erste Teil einer in Nordfriesland spielenden Krimireihe mit den Kommissaren Sebastian Kerner und Henrik Ketelsen, die bereits im Nordfrieslandthriller „Hinterm Deich“ einen kurzen Auftritt hatten! Alle Teile der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.


Meine Meinung:
Die Autorin hat ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen und zum Mittelpunkt dieses Krimis gemacht.
Von Anfang bis Ende war das Buch spannend und sehr gut geschrieben. Die Auflösung war nicht sofort zu Beginn zu erkennen, was mir sehr gefallen hat. Im Gegenteil, alle Fragen, die in der Kurzbeschreibung gestellt wurden, haben mich ebenfalls beschäftigt. Überrascht wurde ich dann tatsächlich vom Ende, denn ich meinte einige Täter zu kennen, war mir aber nicht sicher, ob sie für alles verantwortlich waren.

Den Buchtitel finde ich sehr gut ausgewählt, manch einer stellt sich sicher etwas anderes darunter vor, aber am Ende des Buches stellt man fest, es passt.


Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, unterhaltsam und kritisch, es regt zum Nachdenken an und spannend war es auch.  Also alles wunderbar verbunden.  Ich bin schon auf das nächste Buch, in dem die beiden Kommissare ermitteln, gespannt.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals dafür bedanken, dass sie mich auf ihr Buch aufmerksam gemacht hat.

Rezension - Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine


Autorin: Rebecca Raisin

Titel: Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. April 2017

Seiten: 321

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Aufbau-Verlag Rütten & Loening




Rebecca Raisin ist eine wahre Bücherliebhaberin, und sie war schon immer verrückt nach guten Geschichten – vor allem natürlich nach Liebesgeschichten, die sie mit viel Herz und großem Erfolg schreibt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wo liegt das Glück, wenn nicht in Paris?
Buchhandlungen sind magische Orte, an denen manch einer ganz neue Wege für sein Leben zu entdecken vermag. Das zumindest findet die junge Buchhändlerin Sarah. Doch ihr kleiner, aber feiner Laden in der amerikanischen Provinz ist alles andere als eine Goldgrube und hilft ihr auch nicht weiter bei ihrem komplizierten Liebesleben. Als ihre Freundin Sophie sie bittet, für eine Weile ihren Buchladen am Ufer der Seine zu übernehmen, zögert Sarah nicht lange. Doch dort erwartet sie alles andere als la vie en rose, und Sarah muss erst die Geheimnisse der französischen Bücherfreunde verstehen, um den unvergleichlichen Zauber von Paris entdecken zu können …



Meine Meinung:
Bei diesem Buch war das wunderschöne Cover schuld, dass ich darauf aufmerksam wurde und das mich neugierig machte. Zu gerne würde ich in diesem Laden mal stöbern. Leider ist es mir nicht möglich, denn der Buchladen befindet sich in Paris und ich bezweifele, dass ich dort passende Lektüre finden werde. Also wollte ich zumindest mit Hilfe dieses Buches nach Paris reisen und den Buchladen finden.
Zunächst lernte ich allerdings Sophie und Sarah kennen, die eine lebt in der Weltstadt Paris und die andere in der Provinz in den USA. Jede hat einen Buchladen, der auf unterschiedliche Weise geführt wird.
Sarah in den USA hat einen kleinen verträumten Buchladen, der wenig Umsatz bietet, was mich ehrlich gesagt nicht wundert.
Sophies Laden in Paris ist wesentlich größer und da ist so richtig was los. Beide wollen aus den verschiedensten Gründen ihr Leben und die Läden tauschen.
Was Sophie in den USA so erlebt, erfahre ich nur am Rande. Dafür darf ich Sarah beobachten, wie sie mit den für sie ungewohnten Problemen im Laden fertig werden muss und wie sie Geheimnisse in Paris kennen lernt.
Interessant fand ich das alles schon, obwohl ich manchmal über die Zustände, mit denen Sarah klar kommen musste, den Kopf schütteln konnte. Aber ich will hier jetzt nicht weiter auf den Inhalt des Buches eingehen. Auf jeden Fall hat es mich gut unterhalten, es war eine nette Abwechslung zu meinen Krimis und historischen Büchern.


Fazit:
Wer gerne wissen möchte, was Buchhändlerinnen alles so erleben, der wird vielleicht Gefallen an diesem Buch finden. Es ist ganz nett erzählt, beinhaltet viele Träumereien, die allerdings nicht immer ins wirkliche Leben passen. 

Ich möchte mich bei dem Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Katzenglück und Dolce Vita


Autorin: Hermien Stellmacher

Titel: Katzenglück und Dolce Vita

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Mai 2017

Seiten: 268

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Suhrkamp / Insel Verlag




Die Autorin Hermien Stellmacher, geboren 1959, wuchs in Amsterdam auf. Im Alter von 15 Jahren zog sie nach Deutschland. Sie illustrierte zahlreiche Kinder- und Jugendbücher. Seit einigen Jahren schreibt sie hauptsächlich für Erwachsene, zum Teil unter dem Pseudonym Fanny Wagner. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katern in einem kleinen Dorf in der Fränkischen Schweiz.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Karla hat die Arbeit in der Werbeagentur satt und träumt von einem Neuanfang als Illustratorin. Überraschend bekommt sie eine erste Chance und zeichnet während eines Urlaubs in der Toskana Entwürfe für ein Buch mit Katzengeschichten. Doch dabei kommt ihr so allerhand in die Quere … Nicht nur muss ihr Freund aus beruflichen Gründen nach München zurückreisen, ein hartnäckiger Verehrer rückt Karla auf die Pelle und sie wird von der Großfamilie des Hausverwalters vereinnahmt – auch das Zeichnen von Katzen ist schwieriger als gedacht. Zum Glück stellen sich im Garten des Ferienhauses sehr rasch lebende Modelle ein, und Karla findet in dem Maler Lucien einen Vertrauten und Berater. Gerade als sie sich am Ziel ihrer Träume glaubt, holen sie die Schatten der Vergangenheit ein ...


Meine Meinung:
Von Hermien Stellmacher habe ich bereits das Buch "Cottage mit Kater" mit großer Begeisterung gelesen. Mit dem Buch hat sie mich auf die Reise nach Cornwell mitgenommen. Deshalb habe ich nicht lange überlegt, ob ich das neue Buch auch lesen möchte.

Es war eine gute Entscheidung für mich, denn diesmal kam ich in den Genuss von Dolce Vita. Nun ja, das leckere Essen konnte ich nicht genießen, aber ich hatte die wunderschöne Gegend vor Augen. Denn die Autorin hat es auch bei diesem Buch wunderbar verstanden, alles so bildhaft zu schreiben, dass ich das Gefühl hatte, vor Ort zu sein. Zu gerne hätte ich auch mal mit den Katzen geschmust.

Nun ja, mir war es nicht möglich und der Protagonistin Karla habe ich es gegönnt. Denn es stellte sich heraus, dass doch nicht nur Dolce Vita angesagt war. Karla hat einige Probleme mit ihrem Job in der Werbeagentur und ist an einer Stelle angekommen, wo sie sich ernsthafte Gedanken machen muss, wie es denn weitergeht.

Sehr fesselnd hat Hermien Stellmacher beschrieben, was Karla beschäftigt, wie sie damit klar kommt und was sonst noch alles so passiert. Mir hat es sehr gefallen, Karla so zu sagen begleiten zu können und ich habe das Buch sehr zügig lesen können, was auch an dem Schreibstil der Autorin gelegen hat. Ich möchte hier natürlich nicht weiter auf den Inhalt eingehen und nur soviel erwähnen, dass ich es zum Schluss zu frieden und mit einem Lächeln zur Seite gelegt habe.

Eins möchte ich doch noch erwähnen, wie es sich jeder denken kann, spielen die Katzen eine sehr wichtige Rolle in diesem Buch und das hat mir gut gefallen. Außerdem hat das Lesen Spaß gemacht, denn das Verhalten der Katzen wurde so gut und liebevoll beschrieben.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und wenn ich nicht sowieso auf das Erscheinen dieses Buches gewartet hätte, wäre das Cover mal wieder der Auslöser gewesen, dass ich mich näher über das Buch informiere.


Fazit:
Ein sehr schönes Buch, bestens geeignet für Katzenliebhaber und solche, die es mal werden wollen. Aber auch diejenigen, die keine Katze in ihrer Nähe haben können, werden sich daran erfreuen. Und nicht zu vergessen, es steht außerdem eine Reise in die Toskana an. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Rezension - Mord am Siel


Autorin: Sina Jorritsma

Titel: Mord am Siel

Genre: Krimi

Version:  eBook

erschienen: 14. Mai 2017

Seiten: 128

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant





Sina Jorritsma ist das Pseudonym einer Autorin, die den rauen Charme des Nordens liebt. Die Ideen zu ihren Romanen kommen ihr bei langen Strandspaziergängen auf den friesischen Inseln. Sie benutzt ein Pseudonym, um ihre Umgebung besser beobachten zu können, denn oft fließen Ereignisse aus ihrem Umfeld in die Romanhandlungen mit ein.


Kurzbeschreibung, übernommen
Im friesischen Freepsum wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt – brutal ertränkt im Siel. Kommissar Torsten Köhler und sein Kollege Gerrit Wolter von der Kripo Norden nehmen die Ermittlungen auf. Schnell finden sie heraus: Alle liebten Merle. Das Mordopfer war bildschön und hatte im Dorf viele Verehrer. Am Abend der Tat hatte sie mit mehreren Männern ausgelassen in den Mai getanzt. Unter Verdacht: Onno Marten. Hat der friesische Ex-Kapitän Merles Zurückweisung nicht ertragen? Oder ist ihrem eifersüchtigen Freund Edo Ovens der Kragen geplatzt? Und welche Rolle spielt der mysteriöse antike Eisenschlüssel in der Handtasche der Toten? Die Liste der Verdächtigen ist lang, und der Fall wird mehr und mehr zum Rätsel...


Meine Meinung:
Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Krimiserie, in der die Kommissare Torsten Köhler und Gerrit Wolter ermitteln. Torsten Köhler ist neu bei der Kripo Norden und mit ihm lerne ich die Gegend und Gebräuche gut kennen.
Natürlich beginnt der erste Wochenenddienst für Torsten Köhler gleich mit einem Leichenfund und der Fall entwickelt sich recht verzwickt. Die Autorin präsentiert den beiden und somit auch mir, reichlich Verdächtige. Ich selber steckte mal wieder mittendrin und war gespannt, wie sich alles entwickeln würde.
Die beiden Ermittler sind mir sehr sympathisch und ich bin sehr gespannt, was ich von ihnen noch erfahren werde.  Die weiteren Beteiligten fand ich sehr interessant, zumal es auch diesmal wieder eine Person gab, die ich noch nicht richtig einordnen konnte. Aber mehr verrate ich dazu nicht.
Die Autorin baut eine gewisse Spannung auf und bietet am Ende eine Überraschung, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Wer also Krimis mag, die sich nicht in die Länge ziehen und trotzdem einen fesseln, wird begeistert sein.


Fazit:
Der Auftakt ist Sina Jorritsma gelungen und ich freue mich schon auf weitere Folgen, deshalb gebe ich auch gerne eine Leseempfehlung.

Rezension - Landluftduft


Autorin: Johanna Danninger

Titel: Landluftduft

Genre: Liebesroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 23. Mai 2017

Seiten: 258

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Montlake Romance




Die Autorin Johanna Danninger, geboren 1985, lebt als Krankenschwester mit ihrem Mann, einem Hund und zwei Katzen, umringt von Wiesen und Feldern im schönen Niederbayern. Schon als Kind dachte sie sich in ihre eigenen Geschichten hinein. Seit sie 2013 den Schritt in das Autorenleben wagte, kann sie sich ein Leben ohne Tastatur und Textprogramm gar nicht mehr vorstellen. Und in ihrem Kopf schwirren noch zahlreiche weitere Ideen, die nur darauf warten endlich aufgeschrieben zu werden!


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das niederbayrische Dorf Wammling ist in Aufruhr. Ein Kurhotel mit Golfanlage inmitten der ländlichen Idylle? Das muss verhindert werden! Vor allem Anna stürzt sich in den Kampf gegen das geplante Bauvorhaben, denn dazu soll ausgerechnet der alte Gutshof abgerissen werden, an dem ihr Herz seit Kindheitstagen hängt. Zu allem Überfluss mietet sich auch noch der selbstgerechte Autor Ben Hager in die Ferienwohnung ihres Opas ein und treibt sie mit seiner Arroganz fast in den Wahnsinn. Als Ben sie dann auch noch zwingt, ihn zu Recherchezwecken in die ländlichen Gepflogenheiten einzuweihen, muss Anna langsam erkennen, dass er ihr nicht nur den letzten Nerv raubt, sondern noch etwas ganz anderes ...


Meine Meinung:
Zwischen meinen ganzen Krimis, die ich ja sehr gerne lese, brauche ich immer wieder  etwas Abwechslung und dann keine allzu schwere Lektüre. Gelockt hat mich dieses Buch  mit dem tollen Cover und die Kurzbeschreibung machte mich neugierig. Und was soll ich schreiben, ich war sowas von begeistert, dass ich mich hinsetzte und das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort begeistert, mit sehr viel Humor hat sie alles beschrieben. Ich habe mich köstlich über die Tiere und deren Namen amüsiert, lachen musste ich, als der Duft der Landluft zum Einsatz kam. Aber auch die  Bewohner des Ortes hat Johanna Danninger so klasse beschrieben, wobei ich das Gefühl hatte, huch, den kennst Du, dem bist Du schon mal irgendwo begegnet.

Hatte ich anfangs erwähnt, dass ich leichte Lektüre haben wollte? Nun, einen tieferen Sinn hatte die Geschichte rund um den Ort Wammling schon. Anna, die Protagonistin, mir durchaus sympathisch, kümmert sich um ihren Opa. Opa Fritz ist nicht mehr der jüngste und musste etwas kürzer treten. Wer nun meint, das Leben in einem kleinen Ort wäre langweilig, der wird sich täuschen. Es ist allerhand los und Anna wird so richtig gefordert. Ob sie alles schafft werde ich hier natürlich nicht verraten. Schließlich gibt es ja noch einen Kindheitstraum.


Fazit:
In diesem Buch spielt vieles eine wichtige Rolle Freundschaft, Zusammengehörigkeit und nicht zuletzt die Romanze, ja die Liebe darf auch nicht zu kurz kommen.  Ein wunderschönes Buch, das sich sehr gut lesen lässt und ich gerne weiterempfehle.


Ich möchte mich vielmals bei der Autorin bedanken, die es mir ermöglicht hat, dieses Buch als Rezensionsexemplar zu lesen.

Montag, 22. Mai 2017

Rezension - Ein Haus für einen Sommer


Autorin: Wendy Wax

Titel: Ein Haus für einen Sommer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. Mai 2017

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt





Die Autorin Wendy Wax stammt aus Florida und kennt beinahe jeden Strand am Golf vom Mexiko, wo auch die meisten ihrer Romane spielen. Sie hat für Radio und Fernsehen gearbeitet sowie als Produzentin im Filmgeschäft. 2011 wurde in ihrer Heimatstadt der 12. Mai zum «Wendy Wax Day» erklärt. Heute lebt Wendy Wax mit ihrer Familie in Atlanta, Georgia.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Drei Frauen, drei Schicksale und eine Strandvilla in Florida Maddie, Avery und Nikki leben vollkommen unterschiedliche Leben, aber alle drei wurden von einem Anlagebetrüger um ihre Ersparnisse gebracht. Das Geld sehen sie vermutlich nie wieder. Immerhin spricht ihnen das Gericht eine Villa direkt am Strand zu. Aber leider ist das Anwesen extrem baufällig – und die Enttäuschung entsprechend groß. Nach anfänglichem Zögern beschließen die drei Frauen, das Gebäude zu renovieren, um es später meistbietend zu verkaufen. Den ganzen Sommer über arbeiten sie am Haus, teilen Bad und Küche – und werden Freundinnen. Aber können sie auch ihr privates Glück finden? Als nämlich am Ende dieses Sommers ein Hurrikan über Florida hinwegfegt, wirbelt er auch in der Strandvilla noch einmal alles durcheinander ...


Meine Meinung:
Wer wünscht sich nicht so ein Haus, in der dieser Lage, wie auf dem Buchcover abgebildet, für einen Sommer? Allerdings sollte es sofort bewohnbar sein und den Sommer sollte man dort genießen können. Leider war es den drei Protagonistinnen Maddie, Avery und Nikki nicht möglich. Sie waren zwar auf einmal Besitzerinnen einer Strandvilla in einer traumhaften Gegend, aber das Haus war die reinste Bruchbude und sie hatten einen arbeitsreichen und anstrengenden Sommer vor sich.

Ich war ja zum Glück nur die Leserin, die zwar vor Ort war, aber nicht mit zupacken musste. Ich fand es dann auch wesentlich interessanter, die drei Frauen besser kennen zu lernen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt kannten sie sich noch nicht und die einzige Gemeinsamkeit, die sie hatten, war der Vorsatz, das Haus zu renovieren und günstig zu verkaufen. Die drei Frauen hätten wirklich nicht unterschiedlicher sein können und mir hat es gefallen, sie zu beobachten. Welche Veränderungen vorgingen, was sie alles schafften und welche Fortschritte sie machten. Besonders an den Abenden habe ich mich immer gerne zu ihnen gesellt.

Die Autorin hat alles sehr fesselnd beschrieben und ich konnte das Buch sehr zügig lesen. Es gab einige Überraschungen nicht nur für mich, auch die drei Frauen sollten sie erleben. In der Kurzbeschreibung wurde ja bereits erwähnt, dass ein Hurrikan über Florida hinwegfegte, deshalb verrate ich hier ja nichts, wenn ich kurz darauf eingehe. Denn an dieser Stelle habe ich sehr mit den Frauen gelitten und gehofft und ich war besonders gespannt, welche Auswirkungen das für sie haben würde. Mit dem Ende war ich dann sehr zufrieden.

Fazit:
Es wurde ja nicht nur über die Renovierung des Hauses geschrieben, es war auch sehr spannend, dazu verrate ich aber nichts, Humor und Romanze kamen auch nicht zu kurz. Also ein Buch, das sich wunderbar lesen lässt und ich empfehle das auch gerne.

Bei dem Verlag Rowohlt möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Rezension - Apfelkuchen am Meer


Autorin: Anne Barns

Titel: Apfelkuchen am Meer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Mai 2017

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch




Anne Barns ist ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben, um sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren zu können. Sie liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in die Nähe einer guten Bäckerei.

Und dies schreibt die Autorin noch zusätzlich über sich:

Im echten Leben heiße ich Andrea Russo. Bis vor einigen Jahren habe ich als Lehrerin in einer Förderschule gearbeitet. Jetzt konzentriere ich mich ganz aufs Schreiben. Dabei verwende ich mittlerweile mehrere Pseudonyme, unter denen meine Romane veröffentlicht werden. Ich bin also auch Anne Töpfer, Anna Rosendahl - und Anne Barns. Ich lebe mit Mann und Hund in Oberhausen, habe eine wundervolle, schon erwachsene Tochter, liebe Kuchen und Torte - und verbringe meine Zeit am liebsten in der Küche, wenn ich nicht gerade ein Buch schreibe. Da ich unheimlich gerne koche und esse, laufe ich mehrmals die Woche, um die angefutterten Kalorien wieder zu verbrennen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit – das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept.


Meine Meinung:
Das hübsche Buchcover war es mal wieder schuld, dass ich neugierig auf das Buch werden sollte. Außerdem hätte ich auch nichts dagegen gehabt, so ein kleines Küchlein zu probieren. Da dies aber nicht möglich war, musste ich mich mit der Geschichte des Apfelkuchens begnügen.

Was so ein leckerer Kuchen alles bewirken kann....
Merle erfährt von ihrer Freundin, dass sie auf Juist einen tollen Kuchen gegessen hat und eigentlich wollte sie nur nachforschen, wer nach einem alten Rezept der Familie dort den Kuchen gebacken haben könnte. Schon hat sie einen Ferienjob, sie kann nebenbei ihre Oma auf Juist besuchen und an alte Erinnerungen anknüpfen. Aber sie kommt auch einem Geheimnis auf die Spur.

Anne Barns hat das Leben auf der Insel wunderbar beschrieben. Sie hat mich neugierig auf die Insel gemacht. Und natürlich dafür gesorgt, dass ich mit dabei war, als Merle und Lara, die Besitzerin des Cafes stundenlang dafür sorgten, dass jeden Tag ausreichend Kuchen und Torten zum Verkauf bereit standen. Natürlich gab es durchaus das eine oder andere Problem im Beruf und Alltag, was gelöst werden musste.
Die Liebe kam ebenfalls  nicht zu kurz. Es war einfach so schön, alle Beteiligten eine Weile begleiten zu können. Das Ende dieses Buches hat mir gefallen. Allerdings bietet es Potential für weitere Geschichten auf Juist.


Fazit:
Ein wunderschönes Sommerbuch, das entspanntes Lesevergnügen bereitet. Aber es kann auch nachdenklich machen, es gibt Entscheidungen, die sehr weitreichend sind und schwer rückgängig gemacht werden können. Aber auch daraus kann das Beste gemacht werden. Lasst Euch überraschen.


Ich möchte mich beim Verlag Mira Taschenbuch für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Die Fliederinsel


Autorin: Sylvia Lott

Titel: Die Fliederinsel

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Mai 2017

Seiten: 544

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet




Die freie Journalistin und Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin und wuchs im Ammerland auf. Sie ist für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine tätig. Ihre Reisereportagen führten sie unter anderem nach Darjeeling und auf die Kanalinsel Jersey. Sylvia Lott lebt in Hamburg-Winterhude.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sie mussten fliehen, um ihr Leben zu retten. Doch das Kostbarste ließen sie zurück ...
In ihrem Ferienhäuschen auf der idyllischen dänischen Insel Fünen entdeckt die Urlauberin Celia ein wunderschönes Fliedergemälde, das seit Jahrzehnten als verschollen galt. Ihre Vermieterin ist beim Anblick des Bildes tief bewegt und erzählt Celia die Geschichte ihrer Mutter, der jüdischen Malerin Ruth Liebermann.
Im Jahr 1938: Das frisch verheiratete Paar Ruth und Jakob Liebermann muss aus Berlin fliehen, auf Fünen finden die beiden im ehemaligen Sommerhaus von Ruths Familie Zuflucht. Trotz der schwierigen Situation erleben sie glückliche Jahre, Ruth kann mit ihrer Passion, dem Malen, sogar die Familie ernähren. Als sie erneut zur Flucht gezwungen sind, müssen Ruth und Jakob die folgenschwerste Entscheidung ihres Lebens treffen …


Meine Meinung:
Dieses Buch war jetzt das fünfte, das ich von Sylvia Lott gelesen habe und wieder bin ich sowas von begeistert!
Ich mag Flieder, ich finde die vielen verschiedenen Farben toll und atme den Duft jedes Jahr auf neues gerne ein. Und nun würde ich am liebsten die Fliederinsel besuchen, wenn es dort blüht und duftet. Oder zumindest ein Gemälde mit einem Fliederstrauß bewundern können.

Aber die Autorin hat mich nicht nur neugierig auf Fünen gemacht, sie hat auch dafür gesorgt, dass ich mein Wissen erweitern konnte. Mir war nicht bekannt, wie die Juden zur Nazizeit in Dänemark gelebt haben und was dort noch alles geschehen ist. Diesen durchaus wichtigen Teil der schlimmen Zeit hat sie wunderbar in einen Roman verpackt und mich so sehr an das Buch gefesselt, dass ich mal wieder Nachtlesestunden eingelegt habe, damit ich das Buch in einem Rutsch lesen konnte.

Celia macht in einem Ferienhaus auf Fünen Urlaub und entdeckt dabei eine Leinwand mit einem wunderschönen gemalten Fliederstrauss.  Ihre Vermieterin ist berührt und erzählt Celia, was ihre jüdischen Eltern erlebt haben. Ich fand es ungemein interessant etwas über das Leben von Ruth und Jakob Liebermann zu erfahren.  Ich habe mit ihnen gebangt, gezittert und das schlimmste befürchtet. Aufregend war es, sie  und ihre Freunde zu begleiten. Schaffen sie die Flucht? Aber es hat mir auch weh getan, welche Rückschläge sie vorher erleben mussten. Ich war mal wieder mittendrin im Geschehen.

Ich bin ganz begeistert, dass Sylvia Lott Informationen, die sie bei einer Reisereportage in Dänemark bekommen hat, in Romanform an uns Leser weitergibt. Das zeigt mir dann auch mal wieder, dass es noch vieles gibt, was wir aus dieser schrecklichen Zeit nicht wissen.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und wenn ich nicht sowieso nach Büchern von Sylvia Lott Ausschau halten würde, wäre ich durch dieses Cover darauf aufmerksam geworden.


Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle. Allerdings könnte das Verlangen die Insel Fünen zu besuchen extrem groß werden. Das Buch fesselt einen und berührt durch die Erlebnisse, ganz besonders über den Zusammenhalt eines ganzen Volkes und deren Hilfsbereitschaft, das hat mich ganz besonders beeindruckt.

Ich möchte mich beim Verlag blanvalet vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Der kleine Laden der einsamen Herzen



Autorin: Annie Darling

Titel: Der kleine Laden der einsamen Herzen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Mai 2017

Seiten: 401

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Penguin



Die Autorin Annie Darling lebt in einer winzigen Londoner Wohnung, in der man vor lauter Bücherstapeln kaum treten kann. Ihre großen Leidenschaften sind Liebesromane und ihre Katze. "Der kleine Laden der einsamen Herzen" ist Annie Darlings Debüt in deutscher Sprache und der Beginn einer Reihe um einen wunderbaren kleinen Laden in Bloomsbury.


Kurzbeschreibung, übernommen;
Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens Der Wüstling, der mein Herz stahl – mit Sebastian als Held zum Verlieben ...


Meine Meinung:
Was passiert, wenn ein frecher arroganter Schnösel und eine etwas verträumte romantisch veranlagte Besitzerin eines Buchladens aufeinander treffen? Es gibt jede Menge interessante und freche Dialoge.

Sebastian sieht zwar sehr gut aus, aber er benimmt sich unmöglich. Posy muss sich dem Schicksal stellen und ihren jüngeren Bruder versorgen, zu gerne flüchtet sie zum Ausgleich in ihre Bücherwelt.
Beide lernte ich ziemlich schnell am Anfang des Buches kennen und ich schwankte mit meiner Sympathie immer hin und her. Leicht haben die beiden es mir nicht gemacht. Aber dann entwickelte sich alles doch zu meiner Zufriedenheit.

Sehr fesselnd hat die Autorin geschildert, wie Posy und Sebastian mit ihrem Erbe umgehen. Natürlich war nicht immer alles lustig, denn es musste auch so mancher Kampf durchgeführt werden.
Mich hat natürlich sehr gefreut, dass sich dieser kleine Buchladen in London befindet und ich mir alles genau vorstellen konnte.  Ich hatte eine Seitengasse und einen bestimmten Laden immer vor Augen und hatte somit das Gefühl mittendrin im Geschehen zu sein.

Wie bei Liebesromanen üblich kann man als Leser schon die Richtung und das Ende ahnen. Der Weg dahin ist dann allerdings besonders wichtig. Ich persönlich bin ja dann doch eher der Krimifan und würde bestimmt nicht Stammkunde bei Posy werden, zumal mir der Roman, den Posy geschrieben hat, dann auch etwas zu kitschig-schnulzig war. Aber so war Posy eben eingestellt.

Wenn ich jetzt mal die Geschichte um Posy und Sebastian außen vor lasse, ist die Grundidee wichtig für die heutige Zeit. Kleine Buchläden haben es heutzutage immer schwerer, es gibt so viele große Buchhandlungs-Ketten und dann kommt noch der online-Handel dazu.  Die Besitzer der kleinen Buchläden müssen sich schon etwas ganz besonderes einfallen lassen, damit sie nicht untergehen.

Fazit:
Ein nettes Buch für zwischendurch, besonders für Leserinnen von englischen Liebesromanen.
Mir haben die Dialogen sehr viel Spaß bereitet, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich weitere Folgen lesen möchte. Zum Glück sind Geschmäcker verschieden und es werden sicherlich jede Menge Leserinnen begeisterter sein, als ich es bin.

Bei dem Verlag Penguin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.