Mittwoch, 3. Mai 2017

Rezension - Last Stop Kasachstan


Autorin: Sophie Simón

Titel: Last Stop Kasachstan

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. März 2017

Seiten: 300

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: feelings





Wenn ein Leben nicht reicht …
Die Autorin Sophie Simón schrieb ihren ersten Roman mit vierzehn Jahren und träumte ab da von einem Leben als Autorin. Einem Leben, bei dem sie Pfeife rauchend, an einem wuchtigen Schreibtisch spannende Geschichten schreiben würde. Heute wohnt sie in der Nähe von München, arbeitet (nichtrauchend) an ihren Büchern, geht in Teilzeit ihrem sozialen Beruf nach, ist Mutter zweier Kinder und verbringt ihre Freizeit auf dem Reiterhof, wo sie nicht nur ihrem Hobby frönt, sondern sich auch ehrenamtlich engagiert. Manchmal träumt sie jetzt davon, dass der Tag mehr Stunden hat.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Dartpfeil, eine Landkarte und zu viel Prosecco … Auf einer Party verliert Lilli ein Spiel und muss auf dem Landweg dahin reisen, wohin ihr Pfeil trifft: Kasachstan. Für Lilli, die im Urlaub lieber an einem Pool liegt, Papas Kreditkarte ausreizt und abends wilde Partys feiert, ist sofort klar, dass sie einen Reisebegleiter braucht. Einen, der erstens russisch spricht, sich zweitens um alles kümmert und mit dem sie sich drittens ins Moskauer Nachtleben stürzen kann. Nach einigen zweifelhaften Bewerbern bleibt nur noch der Streber vom Dienst übrig: Student Vladimir. Eine rasante Fahrt quer durch Russland und durch Lillis Gefühlsleben beginnt.



Meine Meinung:
Bei diesem Buch bin ich hin- und her gerissen und es fällt mir nicht leicht, eine Rezension dazu zu schreiben. Da ich sehr gerne mit Hilfe der Bücher auf Reisen gehe, war ich sofort neugierig, als ich den Buchtitel gelesen hatte.  Eine rasante Fahrt durch Russland hörte sich sehr vielversprechend an.

Zunächst lernte ich allerdings Lilli kennen und sollte erfahren, wie es denn zu dieser Reise überhaupt gekommen ist. Lilli, eine überhebliche, eine übermäßig verwöhnte und in meinen Augen oberflächliche junge Frau machte es mir anfangs sehr schwer. Ich hatte mir anderes vorgestellt und musste wirklich mit mir kämpfen, um nicht das Buch zur Seite zu legen. Es machte mir überhaupt keinen Spaß, ihr zu folgen und an ihrem Leben teil zu nehmen. Aber ich habe nicht aufgegeben und wurde dafür dann auch ein bisschen entschädigt. Die Schilderungen der Zugfahrt und besonders die Erlebnisse mit der Transsibirischen Eisenbahn fand ich ausgesprochen interessant. Ebenfalls die Erkenntnisse, welche Ansichten bei älteren Familienangehörigen  noch bestehen. Das war dann auch eine kleine Reise in die Vergangenheit.

Die Autorin hat es dann zum Ende auch geschafft, dass mir Lilli nicht mehr ganz so unsympathisch war. Für Lilli war die Fahrt letztendlich doch etwas besonderes und wichtiges in ihrem Leben. Ich sollte vielleicht auch etwas Mitleid haben, denn viele Kinder werden durch ihr Elternhaus geprägt und bei ihr war es anscheinend so. Trotzdem kann sich ein junger Mensch auch anderes entwickeln.
Ich bin mal wieder zu kritisch, dabei ist es nur eine Geschichte.


Fazit:
Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden, es wäre sonst ja auch zu langweilig. Wenn ich die Protagonistin nicht mag, heißt es ja noch lange nicht, dass das Buch schlecht sein mag. Allerdings war ich nicht so begeistert, wie sonst und kann nicht jedem eine Leseempfehlung geben.


Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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