Montag, 29. Januar 2018

Rezension - Abschied in Prag


Autorin: Alyson Richman

Titel: Abschied in Prag

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Dezember 2017

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Diana Verlag




Die amerikanische Bestsellerautorin Alyson Richman hat bereits mehrere Romane verfasst, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Zuletzt erschien Ein italienischer Garten im Diana Verlag. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern auf Long Island, New York.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen…


Meine Meinung:
Hier hatte ich mal wieder ein Buch in meinen Händen, das reichlich Emotionen hervor gerufen hat. Es gibt ja reichlich Bücher, in denen über das Schicksal vieler Menschen während der Weltkriege geschrieben wird. Einige habe ich auch schon gelesen und jedes Mal berührt es mich wieder sehr.
Die Autorin ist hier von einer wahren Begebenheit ausgegangen und hat dies in eine Geschichte mit anderen Personen eingeflochten. Sie hat sehr gut recherchiert und uns Leser mal wieder an die Gräueltaten erinnert.
Das Buch hat mich aber auch nachdenklich gestimmt, wie hätte ich mich in den verschiedenen Situationen verhalten? Auf der einen Seite war ich über manche Entscheidungen verärgert, auf der anderen Seite konnte ich die Personen aber auch verstehen. Eine Zwickmühle war es für viele, egal wie sie sich entscheiden würden, entweder bedeutete es Gefahr und Tod oder lebenslange Vorwürfe und ein schlechtes Gewissen.
Zwei Personen stehen in diesem Buch im Vordergrund. Lenka, von ihr erfahre ich das meiste und Josef, beide mussten Entscheidungen fällen und ganz besonders hat es mich gefreut, dass sie sich wieder getroffen haben.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut, symbolisch sehen wir im Vordergrund einen Koffer. Oft genug mussten viele Menschen damals ihre Koffer packen und eine ungewisse Reise antreten. Die Geschichte spielt in den ersten Jahren in Prag und deshalb passt das Bild der Karlsbrücke ebenfalls bestens zum Inhalt.


Fazit:
Wer mal wieder ein ernsteres und gefühlvolles Buch lesen möchte, dem kann ich dieses sehr empfehlen.

Ich möchte mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Vier Pfoten nach Sardinien



Autorin: Ella Green

Titel: Vier Pfoten auf Sardinien

Genre: Kurzroman

Version: eBook

erschienen: 15. Oktober 2016

Seiten: 67

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorin Ella Green lebt im schönen Oberbayern, wo sie geboren und aufgewachsen ist. Ihren Erstling, einen erotischen Liebesroman, veröffentlichte sie im Jahr 2014 auf Amazon. Ihre Geschichte fand großen Gefallen bei den Lesern und seither hat sich die 35 Jährige Autorin dem Genre Romance verschrieben. In 2016 wagte sie den Schritt in das Genre Drama, wo sie mit ihrer Painful Reihe über häusliche Gewalt und sexuellen Missbrauch und in ihrer Silent Dilogie über Borderline schrieb. Anfang 2017 kehrte sie zu ihren Wurzeln zurück und veröffentlichte mit „Küsse unterm Apfelbaum“ den ersten Band ihrer Melfort Reihe. Diese Liebesroman Reihe spielt in dem idyllischen, kanadischen Dorf Melfort. Ebenfalls zu dieser Buchreihe gehören: „Dating Queen im Liebeschaos“ und „Cappuccino für Zwei“. Im Herbst 2017 wird der 4 Teil mit dem Titel „High Heels, Cowboys & die Liebe“ veröffentlicht. Weitere Bände der Reihe, deren Geschichten unabhängig voneinander gelesen werden können, sind geplant.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sardinien? Was bitte ist dieses Sardinien? Das denkt sich der 10 Jahre alte Jack Russel Rat Terrier von Ella Green, als sie ihm erzählt, dass sie zusammen dort hinfahren. Begleitet Rusty auf seiner Reise mit der fahrbaren Wohnung, der überdimensionalen Hundehütte für Autos und seiner ersten Urlaubsliebe. Und was hat es mit seiner Abneigung gegen Wasser auf sich???


Meine Meinung:
Rusty der kleine Hund der Autorin erzählt, dass er mal nach Sardinien gefahren ist. Er hat zwar keine Ahnung was das ist, aber er fährt dann mal mit.
Ich fand es durchaus erfrischend, was er uns erzählt, denn es bedeutet ja nicht, dass er alles gut findet, was sein Frauchen da so alles macht. Wieso will sie andauernd ins Wasser? Und was hat es mit der kleinen schlanken Frau auf sich und dem Mann, der ihm immer etwas abgibt, wenn er eine Jause macht.


Fazit:
Mit einfachen Worten, schließlich ist er ja ein Hund, erzählt Rusty von seiner Reise. Mir hat es gefallen, mal etwas leichtes zwischendurch lesen zu können.

Rezension - Tante Poldi und der schöne Antonio


Autor: Mario Giordano

Titel: Tante Poldi und der schöne Antonio

Genre: Krimi, Cosy-Krimi

Version: eBook, broschiert und Hörbuch

erscheinen: 24. Januar 2018

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Bastei Entertainment 



Über den Autor:
Mario Giordano, geboren 1963 in München, schreibt Romane, Jugendbücher und Drehbücher ("Das Experiment", Tatort", "Schimanski"). Für das Drehbuch zu "Das Experiment" erhielt er den Bayerischen Filmpreis, für sein Jugendbuch "Der aus den Docks" den Hans-im-Glück-Preis der Stadt Limburg. Sein Kunstbuch "Der Mann mit der Zwitschermaschine" war nominiert zum Deutschen Jugendliteraturpreis. Mario Giordano lebt und arbeitet in Köln.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Poldis Leben bleibt turbulent. Ihr Mann John lebt nun schon seit drei Monaten in der Via Baronessa, weil er seinen Bruder James sucht, der vor Monaten mit einem Koffer voll Geld nach Europa aufgebrochen und seitdem verschwunden ist. Sein letztes Lebenszeichen war eine Postkarte aus Palermo mit der Bitte, ihm mehr Geld zu schicken. Als Poldi James schließlich aufspürt, ist der Afrikaner leider bereits mausetot und auch nicht mehr ganz vollständig. Und die Spur führt zum schönen Antonio. Klar, dass die Poldi wieder mal für Gerechtigkeit sorgen muss!


Meine Meinung:
Bei diesem Buch habe ich mich mal wieder vom Cover verleiten lassen und außerdem hatte ich schon immer mal vor, etwas von Tante Poldi zu lesen, also habe ich jetzt endlich zugeschlagen.
Tante Poldi muss um die 60 sein und bei ihr ist immer etwas los. Zumindest erzählt das ihr Neffe. Aus seiner Sicht werden sämtliche Ereignisse geschildert. Wobei ich manchmal etwas ungeduldig wurde, denn er kommt schon mal vom Thema ab und holt ganz weit aus. Das ist jetzt nicht unbedingt der Schreibstil, den ich liebe. Naja, es lag jetzt ja nicht unbedingt am Neffen, der Autor hat sich für diese Variante zu schreiben entschieden und mir kam es etwas sehr sprunghaft vor. Es fand zwar alles in der Gegenwart statt, aber es musste immer wieder etwas aus der jüngeren Vergangenheit erzählt werden.
Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass ich mich gelangweilt habe, allerdings würde ich dieses Buch viel lieber einem anderen Genre als Krimi zuordnen. Das Buch passt bestens zu den Cosy-Crimis. Obwohl es durchaus spannend war, brauchte ich als Leserin doch ein gewisses Mass an Humor, denn die Beteiligten hatten teilweise schon etwas sonderbare Charaktere.

Fazit:
Ein Krimi der etwas anderen Art. Tante Poldi ist schon ein Fall für sich und ihre Art zu ermitteln ist es ebenfalls. Wer nicht unbedingt knallharte Krimis liebt, wird Gefallen an dem Buch finden. Ich fand es interessant, bin mir aber nicht sicher, ob ich noch weitere Fälle von ihr kennen lernen möchte.


Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalley für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Tod am Niederrhein


Autorin: Michaela Stadelmann

Titel: Tod am Niederrhein

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Januar 2018

Seiten: 208

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Midnight




Die Autorin Michaela Stadelmann wuchs in Wesel am Niederrhein auf und schreibt seit 2007 Romane in unterschiedlichen Genres, u.a. als Mikaela Sandberg. Seit 2016 ist die Autorin mit transsilvanischen Wurzeln und Zertifikat als geprüfte psychologische Beraterin zudem als freie Lektorin tätig. Mit ihrer Familie lebt sie in Mittelfranken.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Dagmar Ritter wird tot an den niederrheinischen Flussauen gefunden. Die Kommissare Steinhauer und Claaßen nehmen sofort die Ermittlungen auf. Die Freunde von Dagmar Ritter haben scheinbar alle irgendetwas zu verbergen und mit der Freundschaft scheint es allgemein nicht weit her zu sein. Spielschulden, Eifersucht und Rache bieten sich als Motive an. Zudem hatten einige der Verdächtigen in der Vergangenheit psychische Probleme. Und dann gibt es eine weitere Tote, die auf ebenso ungewöhnliche Weise zu Tode kam wie ihre Freundin Dagmar. Waren beides Unfälle, oder geht ein Mörder am Niederrhein um?


Meine Meinung:
Ich lese ja gerne Krimis, die in Regionen spielen, die ich kenne. Hier war klar, dass ich sofort neugierig wurde, wohne ich doch am Niederrhein. Außerdem hat mich das tolle Buchcover sofort angesprochen
So kam es, dass ich den ersten Fall von Steinhauer und Claaßen kennen lernte. Der war auch gleichzeitig ganz schön verzwickt. Denn es gab reichlich Beteiligte und viele kamen mir sehr verdächtig vor. Außerdem drehte sich nicht nur alles um die Ermordete, auch bei den Lebenden kam einiges zu Tage, was man gerne verborgen hätte. Das alles machte den Krimi sehr interessant und spannend.
Allerdings konnte ich mich mit dem Kommissar Claaßen so gar nicht anfreunden, ich kann nicht behaupten, dass er mir sympathisch war. Schade, mir fehlte da einiges an Informationen, warum er sich so verhält. Außerdem hatte ich das Gefühl, es hätte schon ein Buch vorher gegeben, weil manches Verhalten anderer Beteiligter mit Vorfällen in der Vergangenheit begründet wurde.
Das alles hat mich aber nicht davon abgehalten, den Krimi in einem Rutsch zu lesen.


Fazit:
Ich gehe mal davon aus, dass es noch weitere Fälle geben wird und für mich offene Fragen geklärt werden. Und vielleicht wird der Kommissar ja auch etwas netter. Ich gebe einem weiteren Buch auf jeden Fall eine Chance.

Ich möchte mich vielmals bei dem Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 26. Januar 2018

Autoreninterview Ella Green

Ella Green stellt sich meinen Fragen


Leipzig März 2017, wir beide haben uns getroffen
und uns Zeit für ein Foto genommen 


Liebe Ella,

es freut mich, dass Du mir Fragen beantworten möchtest.  Wir haben uns ja auf einer Buchmesse in Frankfurt kennen gelernt. Man sieht sich, unterhält sich, aber  so richtig viel weiß ich nicht von Dir.

Liebe Ulla,
es freut mich, dass du mehr über mich erfahren möchtest. Gerne beantworte ich dir all deine Fragen.


Bist Du so nett und stellst Dich kurz vor?

Unter dem Pseudonym Ella Green veröffentliche ich Liebesromane, erotische Romane und Dramen. Geboren bin ich am 27.01.1983 im schönen Oberbayern, wo ich auch aufwachsen bin und immer noch lebe. In meiner Freizeit gehe ich gerne in den Bergen wandern, backe Cupcakes, treffe mich mit Freunden/Familie im Kino oder zum Essen.



Ich habe auf Deiner Homepage gelesen, dass Du 2014 bei Amazon Deinen ersten erotischen Liebesroman veröffentlicht hast. Seit wann hast Du mit dem Gedanken gespielt ein Buch zu schreiben?

Bereits mit 20 habe ich einen Liebesroman angefangen zu schreiben, der aber nie fertig wurde. Erst 10 Jahre später, wagte ich wieder den Schritt und schrieb „Er ist der Eine“ und diesen dann im Oktober 2014 veröffentlicht.



Warum erotische Liebesromane? Es hätten ja auch Krimis oder historische Romane sein können. Ich frage gezielt danach, weil das meine beiden favorisierten Genre sind  😉

Selbst lese ich lieber Liebesromane. Für Krimis und historische Romane muss man sehr viel recherchieren, was ich zwar für meine Romane auch tue, aber nicht so intensive wie eben bei Krimis oder historischen Romanen.



Bist Du eigentlich eine Vollzeitautorin oder hast Du noch einen Beruf, der für die Butter aufs Brot sorgt?

Ich bin seit Ende 2015 Vollzeitautorin und liebe meinen Job. Es macht mir sehr viel Freude, meine Zeit selbst einteilen zu können und mein eigener Chef zu sein.



Hast Du Autorenvorbilder?

Als Vorbild würde ich meine Lieblingsautorin Abbi Glines zwar nicht bezeichnen, aber wie sie schreibt und Gefühle übermitteln kann, finde ich klasse.



Ich bin immer sehr neugierig und möchte wissen, wie denn der Arbeitsplatz eines Autors aussieht, hast Du einen Arbeitsraum, wo notierst Du Dir Ideen

Ich habe leider kein Büro, dafür ist die Wohnung zu klein. Wobei ich mir schon mal überlegt habe meine Küche, die ich so gut wie nie benutze, umzubauen. Wenn ich arbeite (schreibe) dann sitze ich am Esstisch im Wohnzimmer oder auf dem Sofa. Meine Ideen notiere ich mir im oldschoolstil in einem Notizbuch. Ich liebe Notizbücher   💓



Wie lange brauchst Du bis Du ein Buch fertig geschrieben hast?

Das kommt immer drauf an, wie motiviert und wie leicht mir eine Story von der Hand geht. Das kann vier Wochen bis zu 3 Monate dauern. Für „The Modelizer“, der im Frühjahr 2018 im A.P.P Verlag erscheint, habe ich 7 Wochen gebraucht.



Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Noch bevor das Buch ins Lektorat/Korrektorat kommt, darf meine Mama als allererste das neue Werk lesen. Ihre Meinung ist mir sehr wichtig.


  
Hast Du als Kind gerne Bücher gelesen und wenn ja, welche

Nein, gar nicht. Ich hab lesen gehasst. So richtig zur Leseratte wurde ich erst durch Shades of Grey.



Welche Klassiker hast Du gelesen?

Kann man Shades of Grey schon als Klassiker zählen? LOL
So richtige Klassiker wie Shakespeare habe ich nie gelesen.


Was sagen Dir folgende Titel:

Vom Winde verweht
Nicht gelesen, nur den Film gesehen

Herr Ribbeck auf  Ribbeck im Havelland
Bitte wer? lol

Tom Sawyer und Huckleberry Finn
Nur als Theater gesehen, als ich noch in der Grundschule war



Welchen berühmten Autor der Vergangenheit würdest Du gerne mal treffen

Johann Wolfgang von Goethe



Werbung  fürs eigene Buch ist sehr wichtig, wie würdest Du versuchen mich zum Lesen eines Deiner Bücher zu verführen. Wobei es wichtig ist, dass ich mich in einem Alter befinde, wo ich lieber Bücher über gleichaltrige Frauen lese und wenig an erotische Liebesromane interessiert bin.

Mmmhh, das ist wirklich schwer, denn meine Protagonisten sind zwischen 20 bis 35. Ich denke, ich würde dich einfach ganz lieb fragen, ob du vielleicht mal ein Reziexemplar lesen willst.



Ich weiß, dass Du in den Social Medien sehr aktiv bist, wie wichtig ist Dir der Kontakt zu den Lesern.

Absolut wichtig. Ich versuche immer auf jede Nachricht, Beitrag usw. sofort zu reagieren. Wenn mir mal was durchrutscht dann habt Nachsicht.



Würdest auf Lesungen aus Deinen Büchern vorlesen?

Natürlich, oder soll ich eines einer Kollegin lesen? LOL
Ich habe schon Lesungen gehalten und aus einem meiner Bücher vorgelesen. Mir macht das richtig Spaß.


Liebe Ella, ich habe nun jede Menge Fragen gehabt, aber mit Sicherheit noch nicht alle gestellt, das würde den Rahmen wohl auch sprengen. Gibt es etwas, was Du uns Lesern gerne noch mitteilen möchtest?

Ich danke dir herzlich für das Interview. Den Lesern möchte ich noch folgendes sagen: Danke, dass ihr meine Bücher so liebt und mich unterstützt.


Kontakt zur Autorin könnt Ihr hier aufnehmen und auch noch mehr über sie und ihre Bücher erfahren:



Noch eine Anmerkung von mir, ich hatte eigentlich vor, die Cover der erschienenen Bücher hier einzustellen, stellte dann aber fest, dass Ella Green ganz schön fleißig war und viele Bücher anbietet. Deshalb stelle ich hier einfach den Link zu ihren Büchern ein: klick hier

Montag, 22. Januar 2018

Autoreninterview - Anja Saskia Beyer


Autoreninterview und Vorstellung
Buchmesse 2017
Standort Autorensofa



Ich war ein richtiger Neuling, was Messebesuche betrifft. In Frankfurt war ich 2015 zum ersten Mal und ich kannte noch nicht sehr viele Autoren persönlich. Deshalb habe ich neugierig anwesende Autorinnen angesprochen.  So habe ich dann Anja Saskia Beyer kennen gelernt. Wir unterhielten uns über ihre Bücher und ich stellte fest, dass ich noch keines von ihr gelesen hatte. Was daran liegen mag, dass ich meine Favoriten im Genre Krimi und Historisch angesiedelt habe. Aber ich bin offen für andere Bücher und geben ihnen gerne eine Chance.

Inzwischen habe ich vier Bücher von Anja Saskia Beyer gelesen und festgestellt, dass meine Begeisterung von Mal zu Mal größer wurde. Jetzt warte ich voller Spannung auf das nächste Buch.
Auf weiteren Buchmessen habe ich mich auch immer wieder gerne mit der Autorin unterhalten, aber selten hatte ich so viel Zeit, dass ich ein ausführliches Interview führen konnte. Aber mit der heutigen Technik ist es ja kein Problem, Kontakt zu halten und sich auszutauschen.

Da ich mir ja schon immer vorgenommen hatte, alle Autoren, die ich kennen gelernt habe, zu interviewen, nahm ich jetzt das neue Buch von Anja Saskia Beyer zum Anlass und startete endlich mit meinem Vorhaben. 

Nelkenliebe 

Aber nun habe genug erklärt und will endlich zum Interview kommen; ach nein, etwas muss ich doch noch erwähnen. Mit dem Interview habe ich an der Blogtour Nelkenliebe teilgenommen. Allerdings stellte ich etwas später fest, dass ich noch mehr wissen möchte. Deshalb findet Ihr zunächst die Fragen und Antworten, die ich zur Blogtour veröffentlicht habe. Später habe ich noch einmal Kontakt zu Anja Saskia Beyer aufgenommen und noch mehr Fragen gestellt.


Liebe Anja,
ich freue mich, dass Du bereit bist und mir ein paar Fragen beantwortest.

Liebe Ulla, ich freue mich auch sehr!

Dann starte ich auch gleich mal mit der ersten
Frage: Manche Kinder haben schon Vorstellungen, was sie mal beruflich machen möchten. Ich habe in meinem Kinderzimmer immer gerne ein „Büro“ aufgebaut. Wie war es bei Dir?

Antwort: Ich habe als Kind mit meiner Schwester sehr viel mit Puppen gespielt, tagelang. Wir haben uns tolle Geschichten mit verschiedenen Figuren ausgedacht und sind vollkommen abgetaucht in unsere Phantasiewelt. Die Vorstellung, später im Job stundenlang an einem Computer zu sitzen fand ich sehr lange sehr gruselig.  Und heute sitze ich genau da, sehr viele Stunden, aber das Tolle ist, ich kann dabei in verschiedene Länder reisen, romantische und spannende Dinge erleben, viele verschiedene Menschen kennenlernen, die ich auch noch selbst erfinden kann.



Frage: Nun warst Du ja zunächst Drehbuchautorin, wann kam die Idee, mal ein Buch zu schreiben?

Antwort: Ich schreibe und arbeite ja schon seit 1996 für das Fernsehen, erst bei der Fernsehserie „Unter Uns“ als Storylinerin, anschließend wurde ich Dramaturgin bei der „Lindenstraße“ und so ging es weiter. 2012 habe ich dann nach vermutlich über 200 Drehbüchern ein Fernsehfilmexposé entwickelt, dass sich gut als Frauenroman eignete. Ich beschloss, einen Roman aus dem Stoff zu schreiben. Es entstand mein Debütroman „Himbeersommer“, der auch gleich Ebook-Bestseller wurde. Ich war ziemlich verblüfft, hatte große Lust, auch weiter Romane zu schreiben, weil man da viel freier ist als beim Drehbuch. Ein Roman erschien bei Knaur („Liebes Herz“), zwei weitere im Selfpublishing („Liebe Dich – immer“ und „Liebe Dich – ewig“) und drei weitere im Verlag „Tinte und Feder“ („Mandelblütenliebe“, der Top 1 Kindle-Bestseller und BILD-Bestseller wurde und euch nach Mallorca entführt, „Erdbeeren im Sommer“, auch Kindle- und BILD-Bestseller, spielt in Süditalien, und am 27.12.17 erschien „Nelkenliebe“, der in Portugal spielt, auch in den 70er Jahren. Das Eintauchen auch in historische Zeiten macht mir gerade großen Spaß. Am achten Roman arbeite ich gerade und ihr könnt euch auf Südfrankreich, die Provence, freuen.



Frage: Ideen fliegen einem manchmal zu oder es gibt Situationen, über die man gerne schreiben möchte. Wie ist es bei Dir? Woher kommen Deine Ideen?

Antwort: Sie fliegen, sie schwirren, ich erlebe sie, höre ein Stichwort und denke es weiter. Das ist sehr unterschiedlich. Meist läuft gleich ein kleiner Film vor meinem geistigen Auge ab, meine Romane sind alle gut verfilmbar. Oft recherchiere ich auch, weil ich ein Thema spannend finde, und komme so auf tolle weitere Ideen.



Frage: Ein Leser kann sich nicht immer vorstellen, wie so ein Autorentag aussieht. Hast Du bestimmte Zeiten, zu denen Du Dich an Deinen PC setzt oder läuft es so ab, wenn eine Idee da ist, wird erbarmungslos geschrieben? Du hast ja auch eine Familie, wie klappt das mit dem Alltag.

Antwort: Da ich Kinder habe, werde ich gezwungen, sehr früh aufzustehen, da sie in die Schule müssen. Es ist so gar nicht meine Zeit, aber deshalb bin ich zum Glück recht effektiv. Ich sitze spätestens ab 9 Uhr in meinem Büro und schreibe. Vormittags ist die beste Schreibzeit für mich. Dann mache ich Mittagspause, treffe da oft Freundinnen oder Kolleginnen oder geh einfach einkaufen, spazieren oder shoppen.  Nachmittags schreibe ich noch etwas weiter, je nachdem wie die Jungs verabredet sind oder was sonst so passiert. Wenn Abgabetermine anstehen, muss schon auch mal das Wochenende dran glauben. Aber die Zeit mit meiner Familie nehme ich mir dann auch, das ist mir sehr wichtig.



Frage: Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus? Hast Du ein eigenes Zimmer und kannst Dich dort zurückziehen? Manchmal stelle ich es mir so vor, dass es eine Pinnwand mit ganz vielen Zetteln gibt.

Antwort: Ich habe ein eigenes Büro mit einer großen Bücherwand, aber ohne Pinnwand, da muss ich Dich enttäuschen. Die fiktiven Zettel gibt es, aber sie befinden sich in meinem Computer. Hier schreibe ich auf, wenn ich Ideen habe oder eine Geschichte plotte. Nachmittags schreibe ich am liebsten auf der Couch oder im Sommer im Garten oder auf der Dachterrasse.



Frage: Nun habe ich Dich inzwischen mehrmals auf Messen getroffen und wir konnten uns unterhalten. Wie sieht denn sonst Dein Kontakt zu Lesern aus?

Antwort: Die Messen sind toll, da man Leser aus allen möglichen Städten treffen kann. Ich freue mich immer sehr, wenn Leser kommen. Manche bringen auch extra ein Buch von mir zur Buchmesse mit, um es signieren zu lassen, das beeindruckt mich jedes Mal. Ansonsten freue ich mich über Kontakt auf Facebook, Instagram oder über einen Eintrag in meinen Newsletter auf meiner Homepage. www.Anja-Saskia-Beyer.com



Frage: Manche Autorinnen veranstalten Lesungen, machst Du das auch?

Antwort: Ich hatte schon mehrere Lesungen auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig, auch in einer Buchhandlung. Es können gerne mehr Lesungen werden, denn auch da ist der Kontakt zum Leser ja immer sehr schön.



Frage: Möchtest Du von Deiner Seite aus uns Lesern gerne noch etwas mitteilen?

Antwort: Ohne euch und euer Feedback wäre der Job viel weniger schön. Ich freue mich immer riesig, wenn euch ein Buch gefallen hat und ihr mir das auch sagt, schreibt, oder in einer netten Rezension verpackt.



Frage: Noch ein Gedanke, kannst Du Dir vorstellen auch mal einen Krimi oder in einem anderen Genre zu schreiben?

Antwort: Da ich erst kürzlich ein Krimi-Serienkonzept für die ARD überarbeitet habe, das sehr gut ankam, kann ich es mir inzwischen vorstellen, mal einen Krimi zu schreiben. Fantasy ist mir zu fremd. Auf einen rein historischen Roman habe ich auch sehr große Lust. Das Schöne am Schreiben ist ja, dass einem die Welt offen steht.



Frage: Dein Buch "Nelkenliebe" ist ja beim Verlag Tinte & Feder erschienen, möchtest Du dazu noch etwas sagen?

Antwort: Die Zusammenarbeit mit meinem Verlag Tinte & Feder ist toll. Ich darf beim Cover mitreden, Autoren werden da sehr gewertschätzt, ich bekomme auf den Buchmessen Veranstaltungen und Lesungen und auch das restliche Marketing ist klasse.



Liebe Anja, ich bedanke mich für dieses Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern und mögen Dir die Ideen nicht ausgehen.

Ich bedanke mich auch ganz herzlich, liebe Ulla



Übrigens, wer mehr über die Autorin erfahren oder sogar Kontakt aufnehmen möchte, kann dies auf den  Seiten bei Facebook oder Instagram.

Facebook: https://www.facebook.com/AnjaSaskiaBeyer

Instagram: https://www.instagram.com/AnjaSaskiaBeyer/

Tja, an dieser Stelle dachte ich, dass ich fertig bin und dann sind mir doch noch mehr Fragen eingefallen 😉


Danke Anja, dass Du Dir noch einmal Zeit für mich und die Fragen genommen hast.

Frage: Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Antwort: Das ist unterschiedlich, aber so ungefähr ein halbes Jahr auf jeden Fall, manchmal auch bis zu acht Monate. Oft aber auch unterbrochen von Schulferien, d.h. Urlaubsreisen in die Länder, über die ich schreibe oder über die ich noch schreiben werde. Außerdem recherchiere ich auch sehr viel, wenn mein Roman auf einer historischen Zeitebene spielt, z.B. über die jüdische Geschichte Mallorcas in „Mandelblütenliebe“, über den Einmarsch der Alliierten in „Erdbeeren im Sommer“ und über die Nelkenrevolution in „Nelkenliebe“.  Das macht sehr viel Spaß, ich lerne selbst immer wieder Neues dazu und denke, dass das meinen Lesern auch gut gefällt. Eine Liebesgeschichte mit Mehrwert, eine schöne Urlaubslektüre, bei der man mehr über das jeweilige Land erfährt.


Frage: Kann es passieren, dass Dir während Du an einem Buch schreibst, schon neue Ideen kommen?

Antwort: Das ist der Idealfall, denn eine gut durchdachte Geschichte zu entwickeln dauert ja auch. Sie muss im Kopf reifen, ändert sich noch oft, die Figuren fangen frecherweise an, zu leben. Dann schreibe ich die Ideen schnell auf, damit ich sie ja nicht vergesse, und freue mich schon innerlich aufs nächste Projekt.



Frage: Wer darf Dein Buch als erstes lesen?

Antwort: Mein Mann darf mein Buch als Erster lesen. Er muss. Und er sagt schonungslos die Wahrheit, oder eben das, was er schlecht oder gut findet. Obwohl er kein Autor ist, hat er ein gutes dramaturgisches Gespür und legt oft den Finger in die Wunde. Was natürlich öfter zu kleineren Ehekrisen führt 😊 Aber entweder ich sehe seine Kritik ein oder ich bleibe stur, weil ich es besser finde.



Frage: Wenn Du eine Zeitreise machen dürftest, zu welchem Autor der Vergangenheit würdest Du reisen wollen?

Antwort: Zu Shakespeare. Ich stelle mir die Zeit zwar extrem arm vor, aber es war damals so eine ganz andere Welt, in die ich gerne eintauchen würde und ihm beim Entstehen seiner Werke über die Schulter sehen möchte.



Frage: Hast Du als Kind schon Bücher gelesen und kannst Du Dich an Titel erinnern?

Antwort: Ich habe Karl May gelesen, Hanni und Nanni, die Fünf Freunde, aber auch Erwachsenenbücher aus dem Bücherregal meines Vaters.



Frage: Liest Du Sagen oder Märchen und wenn ja, welche?

Antwort: Märchen lese ich nur meinen Kindern vor, aber die Zeit ist jetzt eigentlich auch vorbei. Kürzlich hatte mein Zehnjähriger Märchen als Thema für eine Klassenarbeit, da sind wir nochmal im Schnelldurchgang die ganzen Inhalte durchgegangen.



Frage: Hast Du berühmte Klassiker gelesen?

Antwort: Ich habe Theaterwissenschaft studiert, hatte Deutsch-Leistungskurs im Abi, also insofern einige.


Frage: Welches Buch möchtest Du unbedingt mal lesen?

Antwort: Da gibt es nicht das Eine. Es gibt so viele gute Bücher



Frage: Was fällt Dir zu folgenden Buchtiteln ein:


Dr. Schiwago                                         
- da fällt mir als Erstes der Film ein, den ich glaube ich nie ganz gesehen habe. Was ja schon alles sagt.

Die Leiden des jungen Werther                               
- nach dem Lesen hatten sich damals viele das Leben genommen. Das finde ich richtig dramatisch. Ein Buch verleitet Menschen zu so etwas.

Pygmalion – das musste ich googeln, kannte ich nicht.

Herzlichen Dank Ulla, für die spannenden Fragen!


 Ich möchte mich auch noch einmal bedanken, dass Du Dich den Fragen gestellt hast.



und damit Ihr alle einen Überblick bekommt, zeige ich hier die Buchcover der von mir gelesenen und rezensierten Bücher



Rezension - Träume, die ich uns stehle


Autorin: Lily Oliver

Titel: Träume, die ich uns stehle

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. November 2017

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur TB 




Über die Autorin:
Als Kind wollte Lily Oliver (aka Alana Falk) Tierärztin werden und wurde dafür von ihrer Künstlerfamilie misstrauisch beäugt. Nach dem Studium stellte sie fest, dass sie zwar die Medizin liebte, nicht aber den Alltag in der Praxis. Also suchte sie etwas, bei dem sie ihre chronische Neugier und ihr Bedürfnis, alles auszuprobieren, besser ausleben konnte. So kam sie zum Schreiben, dem perfekten Beruf, weil er genauso gefühlvoll und vielseitig ist wie sie es mag. Ihr Studium verbucht sie als bereichernde Erfahrung, und ihre Familie weiß nun endlich, woran sie ist.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr zu, außer in den Therapiestunden, die sie als Patientin der Psychiatrie bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Lara beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den sich beide klammern und der die Kraft hätte, nicht nur Thomas aus der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras Geschichte auf sie wartet …


Meine Meinung:
Von Lily Oliver hatte ich schon das Buch "Die Tage, die ich Dir verspreche" gelesen. Von dem Buch war ich begeistert, denn es mal für mich mal etwas ganz anderes und deshalb erwartete ich hier ebenfalls wieder keinen "einfachen" Roman.
So ist es denn auch. Die Autorin hat mich ein weiteres Mal mit einer besonderen Geschichte überrascht und auch an das Buch gefesselt.
Lara befindet sich im Krankenhaus, weil irgendetwas passiert sein muss. Sie leidet an einer Amnesie und will außerdem reden, reden, reden. Längst will ihr  nicht mehr jeder zuhören. Da entdeckt sie Thomas, einen jungen Mann, der im Koma liegt. Bekannterweise soll man ja auch mit Komapatienten reden, weil man der Meinung ist, sie hören einen. Lara ist natürlich begeistert, endlich jemand, dem sie alles mögliche erzählen kann.
Nun folgt eine überaus fesselnde Geschichte, denn Lara redet nicht einfach drauflos. Sie hilft sich und Thomas damit ungemein. Ich fand es so interessant, dass ich das Buch mal wieder nicht aus der Hand legen konnte. Die Geschichte entwickelte sich und bot mir reichlich Überraschungen. Aber am allerbesten hat mir dann auch das Ende gefallen.

Aber in diesem Buch geht es nicht nur um die Geschehnisse im Krankenhaus rund um Lara und Thomas. Ernste Themen tauchen dabei auf und machen einen nachdenklich. Es müssen Entscheidungen getroffen, die für weitere Entwicklungen sehr wichtig sind.   Ich möchte hier jetzt nicht alles aufführen, aber erwähnen, dass es keine leichte Kost ist. Das soll natürlich niemanden abschrecken, das Buch ist gut geschrieben und lesenswert.


Fazit:
Eigentlich passieren Sachen, von denen jeder schon mal gehört oder gelesen hat. Hier kommt eben vieles zusammen, aber es passt. Das Buch empfehle ich gerne weiter. Nur sollte sich jeder darauf einstellen, dass es nicht einfach nur eine Liebesgeschichte ist, sondern es vieles gibt, womit man sich auseinander setzen wird.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken. Ich hatte in Frankfurt auf der Buchmesse die Gelegenheit sie kurz zu treffen und habe dabei auch ein signiertes Buch von ihr erhalten.

Rezension - Mörderischer Nebel


Autorin: Ele Wolff

Titel: Mörderischer Nebel

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. Januar 2018

Seiten: 152

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant




Die Autorin Ele Wolff lebt in Ostfriesland. Auch wenn sie keine waschechte Ostfriesin ist (in Frankfurt/Main geboren) betrachtet sie sich doch als Gesinnungsostfriesin und gibt sich ganz ihren kriminellen Energien hin. Ele Wolff: „In Ostfriesland, hinter den Deichen, im Watt und auf den Inseln geschehen manche unheimlichen Dinge, von denen niemand etwas weiß. Deshalb liebe und schreibe ich Krimis und andere Geschichten. Ich kann meine Gedanken ausleben, die man im wahren Leben nicht so leicht findet oder die unangebracht sind. Ich kann unliebsame Ehemänner oder Chefs entsorgen, reich durch Erbschaft werden oder einfach in einen anderen Erdteil flüchten.“


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein tragischer Mord erschüttert die Idylle im friesischen Amdorf. Die hübsche junge Haushälterin Okka Ahlrichs wird in einem Schuppen erschlagen aufgefunden. Einmal mehr mittendrin: die Schriftstellerin Janneke Hoogestraat, denn der Mord geschah in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ... Jannekes Neugier ist geweckt, und gemeinsam mit dem ermittelnden Kommissar Renke de Buhr geht sie der Sache auf die Spur. Schnell finden sie heraus: Okka hatte ein Verhältnis mit dem Tierarzt Hendrik Teerling. Wollte die junge Frau zu viel und der Arzt hat der Affäre brutal ein Ende gesetzt? Auch im Hause des Ehepaars Lammert, wo Okka arbeitete, scheint etwas nicht zu stimmen. Hat sie etwas entdeckt, das sie nicht entdecken durfte? Der Fall wird immer nebulöser. Es gibt viele Verdächtige, und ein überzeugendes Alibi hat niemand ...


Meine Meinung:
Inzwischen habe ich schon einige Krimis der Autorin gelesen und freue mich immer, wenn neue Folgen erscheinen.
Da in der Nachbarschaft von Janneke Hoogestraat ein Mord passiert, war klar, dass sie sich sehr dafür interessiert und auch an den Ermittlungen teilnimmt, zumal sie sich sehr gut mit dem Kommissar versteht.
So wurde mir nicht nur ein spannender Krimi präsentiert, sondern ich hatte einiges zu rätseln. Ich fand es sehr geschickt geschrieben, lenkte die Autorin doch den Verdacht auf eine bestimmte Person und zwar so offensichtlich, dass ich dachte, das könnte aber auch eine falsche Fährte sein. Wobei es aber auch sein könnte, dass die Autorin das extra macht und ich denken soll, dass ich weiß, wer es ist und daran zweifel und dann ist er es doch. Huch, welch ein Dilemma und könnt Ihr mir noch folgen?
Wie auch immer, mich hat der Krimi gefesselt und ein  Verdacht, den ich hatte, hat sich dann ja doch bestätigt. Aber das werde ich hier nicht verraten.


Fazit:
Ein weiterer spannender Krimi aus der Feder von Ele Wolff. Mir hat er gefallen und ich empfehle ihn gerne weiter.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 20. Januar 2018

Blogtour Nelkenliebe - Autoreninterview




Liebe Leser,

schön, dass Ihr den Weg hierhin gefunden habt. Gestern hat Euch Doreen auf ihrer Blogseite  das Buch vorgestellt.

Heute möchte ich Euch die Autorin vorstellen:

Anja Saskia Beyer




Liebe Anja,
ich freue mich, dass Du bereit bist und mir ein paar Fragen beantwortest.

Liebe Ulla, ich freue mich auch sehr!

Dann starte ich auch gleich mal mit der ersten
Frage: Manche Kinder haben schon Vorstellungen, was sie mal beruflich machen möchten. Ich habe in meinem Kinderzimmer immer gerne ein „Büro“ aufgebaut. Wie war es bei Dir?

Antwort: Ich habe als Kind mit meiner Schwester sehr viel mit Puppen gespielt, tagelang. Wir haben uns tolle Geschichten mit verschiedenen Figuren ausgedacht und sind vollkommen abgetaucht in unsere Phantasiewelt. Die Vorstellung, später im Job stundenlang an einem Computer zu sitzen fand ich sehr lange sehr gruselig.  Und heute sitze ich genau da, sehr viele Stunden, aber das Tolle ist, ich kann dabei in verschiedene Länder reisen, romantische und spannende Dinge erleben, viele verschiedene Menschen kennenlernen, die ich auch noch selbst erfinden kann.



Frage: Nun warst Du ja zunächst Drehbuchautorin, wann kam die Idee, mal ein Buch zu schreiben?

Antwort: Ich schreibe und arbeite ja schon seit 1996 für das Fernsehen, erst bei der Fernsehserie „Unter Uns“ als Storylinerin, anschließend wurde ich Dramaturgin bei der „Lindenstraße“ und so ging es weiter. 2012 habe ich dann nach vermutlich über 200 Drehbüchern ein Fernsehfilmexposé entwickelt, dass sich gut als Frauenroman eignete. Ich beschloss, einen Roman aus dem Stoff zu schreiben. Es entstand mein Debütroman „Himbeersommer“, der auch gleich Ebook-Bestseller wurde. Ich war ziemlich verblüfft, hatte große Lust, auch weiter Romane zu schreiben, weil man da viel freier ist als beim Drehbuch. Ein Roman erschien bei Knaur („Liebes Herz“), zwei weitere im Selfpublishing („Liebe Dich – immer“ und „Liebe Dich – ewig“) und drei weitere im Verlag „Tinte und Feder“ („Mandelblütenliebe“, der Top 1 Kindle-Bestseller und BILD-Bestseller wurde und euch nach Mallorca entführt, „Erdbeeren im Sommer“, auch Kindle- und BILD-Bestseller, spielt in Süditalien, und am 27.12.17 erschien „Nelkenliebe“, der in Portugal spielt, auch in den 70er Jahren. Das Eintauchen auch in historische Zeiten macht mir gerade großen Spaß. Am achten Roman arbeite ich gerade und ihr könnt euch auf Südfrankreich, die Provence, freuen.



Frage: Ideen fliegen einem manchmal zu oder es gibt Situationen, über die man gerne schreiben möchte. Wie ist es bei Dir? Woher kommen Deine Ideen?

Antwort: Sie fliegen, sie schwirren, ich erlebe sie, höre ein Stichwort und denke es weiter. Das ist sehr unterschiedlich. Meist läuft gleich ein kleiner Film vor meinem geistigen Auge ab, meine Romane sind alle gut verfilmbar. Oft recherchiere ich auch, weil ich ein Thema spannend finde, und komme so auf tolle weitere Ideen.



Frage: Ein Leser kann sich nicht immer vorstellen, wie so ein Autorentag aussieht. Hast Du bestimmte Zeiten, zu denen Du Dich an Deinen PC setzt oder läuft es so ab, wenn eine Idee da ist, wird erbarmungslos geschrieben? Du hast ja auch eine Familie, wie klappt das mit dem Alltag.

Antwort: Da ich Kinder habe, werde ich gezwungen, sehr früh aufzustehen, da sie in die Schule müssen. Es ist so gar nicht meine Zeit, aber deshalb bin ich zum Glück recht effektiv. Ich sitze spätestens ab 9 Uhr in meinem Büro und schreibe. Vormittags ist die beste Schreibzeit für mich. Dann mache ich Mittagspause, treffe da oft Freundinnen oder Kolleginnen oder geh einfach einkaufen, spazieren oder shoppen.  Nachmittags schreibe ich noch etwas weiter, je nachdem wie die Jungs verabredet sind oder was sonst so passiert. Wenn Abgabetermine anstehen, muss schon auch mal das Wochenende dran glauben. Aber die Zeit mit meiner Familie nehme ich mir dann auch, das ist mir sehr wichtig.



Frage: Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus? Hast Du ein eigenes Zimmer und kannst Dich dort zurückziehen? Manchmal stelle ich es mir so vor, dass es eine Pinnwand mit ganz vielen Zetteln gibt.

Antwort: Ich habe ein eigenes Büro mit einer großen Bücherwand, aber ohne Pinnwand, da muss ich Dich enttäuschen. Die fiktiven Zettel gibt es, aber sie befinden sich in meinem Computer. Hier schreibe ich auf, wenn ich Ideen habe oder eine Geschichte plotte. Nachmittags schreibe ich am liebsten auf der Couch oder im Sommer im Garten oder auf der Dachterrasse.



Frage: Nun habe ich Dich inzwischen mehrmals auf Messen getroffen und wir konnten uns unterhalten. Wie sieht denn sonst Dein Kontakt zu Lesern aus?

Antwort: Die Messen sind toll, da man Leser aus allen möglichen Städten treffen kann. Ich freue mich immer sehr, wenn Leser kommen. Manche bringen auch extra ein Buch von mir zur Buchmesse mit, um es signieren zu lassen, das beeindruckt mich jedes Mal. Ansonsten freue ich mich über Kontakt auf Facebook, Instagram oder über einen Eintrag in meinen Newsletter auf meiner Homepage. www.Anja-Saskia-Beyer.com



Frage: Manche Autorinnen veranstalten Lesungen, machst Du das auch?

Antwort: Ich hatte schon mehrere Lesungen auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig, auch in einer Buchhandlung. Es können gerne mehr Lesungen werden, denn auch da ist der Kontakt zum Leser ja immer sehr schön.



Frage: Möchtest Du von Deiner Seite aus uns Lesern gerne noch etwas mitteilen?

Antwort: Ohne euch und euer Feedback wäre der Job viel weniger schön. Ich freue mich immer riesig, wenn euch ein Buch gefallen hat und ihr mir das auch sagt, schreibt, oder in einer netten Rezension verpackt.



Frage: Noch ein Gedanke, kannst Du Dir vorstellen auch mal einen Krimi oder in einem anderen Genre zu schreiben?

Antwort: Da ich erst kürzlich ein Krimi-Serienkonzept für die ARD überarbeitet habe, das sehr gut ankam, kann ich es mir inzwischen vorstellen, mal einen Krimi zu schreiben. Fantasy ist mir zu fremd. Auf einen rein historischen Roman habe ich auch sehr große Lust. Das Schöne am Schreiben ist ja, dass einem die Welt offen steht.



Frage: Dein Buch "Nelkenliebe" ist ja beim Verlag Tinte & Feder erschienen, möchtest Du dazu noch etwas sagen?

Antwort: Die Zusammenarbeit mit meinem Verlag Tinte & Feder ist toll. Ich darf beim Cover mitreden, Autoren werden da sehr gewertschätzt, ich bekomme auf den Buchmessen Veranstaltungen und Lesungen und auch das restliche Marketing ist klasse.



Liebe Anja, ich bedanke mich für dieses Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern und mögen Dir die Ideen nicht ausgehen.

Ich bedanke mich auch ganz herzlich, liebe Ulla


Übrigens, wer mehr über die Autorin erfahren oder sogar Kontakt aufnehmen möchte, kann dies auf den  Seiten bei Facebook oder Instagram.

Facebook: https://www.facebook.com/AnjaSaskiaBeyer

Instagram: https://www.instagram.com/AnjaSaskiaBeyer/



Morgen macht die Blogtour Station bei Katja mit dem Thema

Rezepte: Kochen wie in Portugal


Last, but not least

Anja Saskia Beyer stellt freundlicherweise ein signiertes Buch zur Verfügung und es wird unter allen verlost, die uns auf eine der Seiten, die mit der Blogtour zu tun haben, eine Frage beantwortet. Ausgelost wird am 24.1.2018. Dies ist eine rein private Sache und es besteht kein Rechtsanspruch, eine Barauszahlung ist nicht möglich.

Die Frage lautet:

Was verbindest Du mit Portugal?




Ich selber war noch nie in Portugal, aber diese Bilder Impressionen von Portugal haben mich neugierig gemacht. Die Bilder haben uns freundlicherweise Freunde der Autorin zur Verfügung gestellt




Freitag, 19. Januar 2018

Rezension - Die Tochter der Toskana


Autorin: Karin Seemayer

Titel: Die Tochter der Toskana

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. Januar 2018

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Aufbau Taschenbuch




Über die Autorin:
Karin Seemayer wurde 1959 in Reutlingen geboren, lebte von 1960 bis 1993 in Frankfurt und seitdem im Taunus. Mit acht Jahren schrieb sie ihre ersten Tiergeschichten auf die Rückseite gebrauchter Telex-Rollen, die ihre Mutter aus dem Büro mitbrachte, da ihr der Papierverbrauch ihrer Tochter zu hoch war. Es folgten Wildwestgeschichten, dann Science-Fiction, und später, als Teenager, schrieb sie Liebesgeschichten. Anfang zwanzig packte sie das Fernweh. Sie machte eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und war die nächsten Jahre beruflich und privat viel unterwegs. Viele ihrer Romanideen sind auf diesen Reisen entstanden. Die Umsetzung der Ideen musste jedoch warten, bis ihre drei Kinder erwachsen waren.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Wege der Freiheit. In der Toskana, 1832: Antonellas Traum ist es, zu kochen und Wein anzubauen, doch sie soll den reichen Sohn des Müllers heiraten. Voller Verzweiflung bricht sie aus der Enge ihres kleinen Dorfes in den Apuanischen Alpen aus und flieht nach Genua. Die Reise ist gefährlich, denn Italien gleicht einem Pulverfass. Überall regt sich erbitterter Widerstand gegen die Herrschaft der Habsburger. Daher ist Antonella froh, als sie Marco trifft, der ihr Geleit anbietet. Was aber verheimlicht er ihr? Und wieso fühlt sie sich trotzdem so zu ihm hingezogen? Als sein Geheimnis offenbart wird, muss sie allen Mut aufbringen, um sein Leben zu retten... Die Geschichte einer starken Frau zur Zeit der italienischen Freiheitskämpfe.


Meine Meinung:
Von der Autorin habe ich bereits zwei Bücher mit Begeisterung gelesen und nachdem ich im Dezember das Buch "Die Tochter der Toskana - Wie alles begann" gelesen hatte, freute ich mich wirklich darauf, ihr neues Buch zu lesen.

Und Karin Seemayer hat es wieder geschafft. Von Anfang an hat sie mich an das Buch gefesselt und die Spannung wurde im Laufe der Geschichte immer größer. Ich habe die ganze Zeit gebibbert und gehofft, dass Antonella und Marco es im Winter über die Berge bis nach Genua schaffen. Denn neben der Schneestürme war es auch sonst unterwegs ganz schön gefährlich. In Italien war einiges los. Das Land war gespalten, beziehungsweise die Meinungen in der Bevölkerung zur adeligen Herrschaft. So ganz nebenbei habe ich dann also erfahren, was sich um 1832 im Land so alles tat. Ich finde es immer sehr interessant, neben einer persönlichen Geschichte etwas über die Geschehnisse  zu erfahren und die Gegend kennen zu lernen.

Hatte ich erwähnt, dass ich hoffte und bibberte, ob die beiden ihr Ziel wohl erreichten? Nun, ich will nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber ihr Abenteuer war mit der Ankunft in Genua noch nicht vorbei. Mein Leserherz kam nicht zur Ruhe. Außerdem wusste ich nicht, was sich die Autorin alles hat einfallen lassen, denn viele mögen ein dramatisches Ende und ich war richtig froh, dass Karin Seemayer ein Ende gewählt hat, was mir sehr gut gefallen hat

Die beiden Protagonisten habe ich in mein Leserherz geschlossen. Antonella hat sich während der Reise sehr verändert. Aus einem Mädel, das sehr behütet aufwuchs und vieles hinnahm, was von den Eltern oder dem Pastor gesagt wurde, entwickelte sich eine wissbegierige junge Frau. Aber auch Marco veränderte sich, was ich sehr interessant fand und auch etwas geheimnisvoll.


Fazit:
Gerne empfehle ich dieses Buch weiter, was so vieles miteinander verknüpft. Es gibt Abenteuer, aber auch den ganz normalen Alltag. Vertrauen und Zusammenhalt spielen eine wichtige Rolle und nicht zuletzt die Liebe. Gefallen hat  mir auch das Nachwort mit weiteren Erklärungen zur italienischen Geschichte.
Und nun hoffe ich, dass es vielleicht eine Fortsetzung geben wird, zumindest lässt das Ende ein weiteres Buch zu.

Ich möchte mich vielmals bei der Autorin, dem Verlag und NetGalley bedanken, dass ich das Buch vorab lesen durfte

Rezension - Trümmerfeld


Autorin: Isabel Aigen

Titel: Trümmerfeld

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 18. Januar 2018

Seiten: 247

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Montagu




auf ihrer Homepage schreibt die Autorin 
ÜBER MICH ... UND ÜBER MEINE KRIMIS UND THRILLER
Schon im Alter von 11 Jahren schwor ich einem Kärtner See, Schriftstellerin zu werden. Was der See ganz akzeptabel fand, stellte sich außerhalb des Wassers als utopisch heraus. Denn seit den Zeiten von Hermann Hesse hat sich rein gar nichts geändert: „Ein Dichter zu sein, galt für eine Ehre. Ein Dichter zu werden aber, das war unmöglich ...“ Über meinen Erstling schrieb ein Suhrkamp-Lektor: „Dieses Manuskript zeugt von einer Sprachfertigkeit und erzählerischer Gestaltungsfähigkeit, die ich bemerkenswert finde“. Nachdem es im deutschen Sprachraum für Schriftsteller nichts zu studieren gibt, habe ich meinen Schreibstil in Eigenregie weiterentwickelt: Heute ist er psychologisch genau und szenisch rasant (mein Lehrmeister: moderne amerikanische Krimiserien). Kein Wort ist zu viel. Und hoffentlich keines zu wenig ... Konsequent bleibe ich in der personalen Erzählperspektive – die Handlung entwickelt sich anhand von dem, was die Protagonisten wahrnehmen. Die Spannung entsteht aus der Realität.


Kurzbeschreibung, übernommen:
HUSUM: Die blutige Stadt am Meer!
Die erste Leiche schwimmt im Schlossgraben. Die zweite wartet im Haus von Theodor Storm auf den morgendlichen Besucherstrom. Die dritte treibt im Tine-Brunnen…
Die Husumer Kommissare Sebastian Kerner und Henrik Ketelsen jagen einen Mörder, der aus den Wahrzeichen der Stadt Husum Tatorte macht. Richtet er die Menschen hin? Was haben die Toten verbrochen?
Solange Sebastian nicht lernt, die Zeichen zu lesen, wird das Morden weiter gehen…


Meine Meinung:
Nachdem ich im vergangenen Jahr den  Krimi "Pest und Cholera" von Isabel Aigen gelesen hatte, musste ich nicht lange überlegen, ob ich auch den zweiten Band lesen wollte.
Jetzt weiß ich, es war eine gute Entscheidung, denn der Krimi war auch diesmal wieder sehr spannend geschrieben. Außerdem mag ich es, wenn ich nicht nur über die Auflösung eines Falles lese, sondern auch Privates der Ermittler eine Rolle spielt.

Auf jeden Fall hat mir die Autorin wieder reichlich Lesespaß bereitet. Sie hat  einiges so  geschickt geschrieben, dass ich sogar eine Person in Verdacht hatte, die eigentlich über jeden Verdacht erhaben sein sollte. Sie hat mir und den beiden Ermittlern so viele Spuren angeboten, die anscheinend ins Nichts führten und doch sehr wichtig waren. Außerdem hat sie sich nicht gescheut, ein Thema zum Mittelpunkt zu machen, was leider immer wieder verschwiegen wird. Nun, ich schreibe in Rätseln? Das mag daran liegen, dass ich vom Inhalt wie immer nichts verraten will, jeder soll das selber lesen.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, es sieht ziemlich blutrünstig aus, oder?


Fazit:
Spannung wird reichlich geboten, es gibt Situationen, die nachdenklich machen und ich wurde als Leserin gut unterhalten. Es war schwer, das Buch mal zur Seite zu legen. Gerne empfehle ich es weiter.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, sie hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Rezension - Von Mistgabeln und Moorleichen


Autorin: Cecily von Hundt

Titel: Von Mistgabeln und Moorleichen

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Januar 2018

Seiten: 160

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Midnight 




Die Autorin Cecily von Hundt, geboren 1974 in Düsseldorf, studierte Bibliothekswesen in Potsdam und arbeitete als freie Journalistin für BILD Berlin und die Süddeutsche Zeitung. 2004 eröffnete sie in Berlin Mitte den Buchladen Hundt, Hammer Stein. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in der Nähe von München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eigentlich war es Lories Idee, mit Mann und Tochter aus der Großstadt München in ein hübsches Haus auf dem Land zu ziehen. Doch in ihrem neuen Heim stinkt es auffallend häufig nach Kuhmist, weil der Bauer von Nebenan zu unchristlichen Zeiten seinen Acker düngt. Und dann wird auch noch ihre Tochter in der Schule beim Marihuana Rauchen erwischt. Einziger Lichtblick ist Lories Job bei der regionalen Zeitung. Hier kann sie ihre Leidenschaft für Kriminalfälle ausleben. Als eine Leiche im Moor gefunden wird, ist sie Feuer und Flamme. Beherzt stürzt sie sich in die Recherchen und ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich dabei begibt …


Meine Meinung:
Hier hatte ich mal wieder ein Buch, das ich lesen wollte, weil mir das Cover so gut gefallen und der Titel mich neugierig gemacht hat.
Deshalb lernte ich Lorie Pfeffer kennen, sie ist mit Mann und Tochter aufs Land gezogen und statt frischer Luft und Ruhe, ärgert sie sich über den Bauern, der viel zu oft seine Acker düngt. Außerdem hat sie auch nicht viel Freude an ihrer Nachbarin und den anderen Frauen, alle nerven sie so richtig. Das kann ich sehr gut verstehen, denn die Autorin hat es wunderbar verstanden alle mit sehr interessanten Charakteren zu versehen.
Lorie flüchtet dann auch lieber in ihre Bücherwelt und genießt ihre Krimis mit der geliebten Schokolade. Rein zufällig hört sie von einem Mord und genauso zufällig bekommt sie dadurch einen Job bei der Regionalzeitung. Soweit ist ja alles sehr interessant, aber bis dahin hatte ich nicht das Gefühl, das ich einen Krimi lese, in dem Lorie ermittelt.
Langweilig war mir aber trotzdem nicht, denn Cecily von Hundt  hat mich an den Taten des Mörders teilhaben lassen. Sie hat es bestens verstanden, mich mit Opfer und Täter bekannt zu machen.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, etwas mehr von Lorie zu lesen. Das Ende kam für mich dann doch etwa zu schnell. Aber ich gehe mal davon aus, dass es bei dem nächsten Fall anders sein wird.

Fazit:
Humorvolle Schilderungen und  spannende Situationen gab es durchaus in diesem Buch. Gelangweilt habe ich mich nicht und ich bin wirklich gespannt, wie sich alles weiter entwickeln wird.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 14. Januar 2018

Rezension - Ebbe und Glut


Autorin: Katharina Burkhardt

Titel: Ebbe und Glut

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: als eBook 20. Mai 2014
                   als Taschenbuch 18. September 2017

Seiten: 420

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: BoD Books on Demand



Die Autorin Katharina Burkhardt wurde 1967 in Freiburg geboren und wuchs in Bielefeld auf. Schon als Kind träumte sie sich in die Geschichten hinein, die in ihrem Kopf entstanden. Aber es dauerte noch viele Jahre, bis sie sich ernsthaft der Schreiberei widmete. Zunächst studierte sie Angewandte Kulturwissenschaften und arbeitete als Medienpädagogin. Nebenher entstanden Kurzgeschichten, Blogtexte und schließlich der erste Roman. Heute lebt Katharina Burkhardt mitten in Hamburg und arbeitet als Lektorin, Schreibcoach und Autorin. Ihre Geschichten erzählen von eigensinnigen Frauen und ihrer Suche nach dem kleinen und großen Glück. Sie sind anrührend, witzig, sinnlich, gelegentlich abgründig und auch mal tieftraurig - wie das Leben halt so ist.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mias Leben steckt fest. Erst ist ihr Mann weg, dann der Job. Und das alles kurz vor ihrem 40. Geburtstag. Doch dann stößt sie in einem Magazin auf eine Kontaktanzeige. Da sucht ein Mann gegen Geld eine Frau für sexuelle Dienste. Mia ist schockiert. Und dennoch ist diese Anzeige seit Langem das Einzige, wofür sie sich begeistern kann.

Arthur ist ein Ekel. Arrogant, kalt und herablassend. Mia mag diesen widerlichen Anzugträger nicht. Gleichzeitig ist sie von seiner Ausstrahlung fasziniert. Als Mia sich auf Arthur einlässt, gerät ihr ganzes Leben in Bewegung.


Meine Meinung:
Das Buch schlummerte schon eine ganze Weile auf meinem Reader und irgendwie hatte ich es nicht mehr auf meinem Leseplan. Dann lernte ich auf der Frankfurter Buchmesse die sehr sympathische Autorin kennen und ich wurde neugierig auf ihre Bücher. Als erstes kam jetzt endlich dieses Buch dran.
Ich lese gerne Bücher, wo die Protagonistin etwas älter ist und ich ihr Verhalten besser nachvollziehen kann. Allerdings hat mich Mia hier direkt verblüfft, denn sie meldete sich auf eine sehr ungewöhnliche Anzeige. Und ich musste mich entscheiden, will ich das wirklich lesen oder warte ich ab, wie sich alles entwickelt und vielleicht ist es ja doch nicht so, wie es zuerst den Anschein hat. Zu meiner Lesefreude habe ich nicht abgebrochen, sondern weiter gelesen und lernte nach und nach viele interessante Personen kennen. Die Autorin hat sich für die meisten besondere Charaktere und Lebensgeschichten einfallen lassen.
Wie immer möchte ich nicht näher auf die Geschichte eingehen und nichts vom Inhalt verraten. Auf jeden Fall hat mich Katharina Burkhardt an ihr Buch gefesselt. Ich durfte verschiedene Höhen und Tiefen miterleben, schließlich habe ich Mia ein paar Jahre ihres Lebens begleiten dürfen. Es gab einige Überraschungen, nicht nur für mich, auch für Mia. Und zu gerne hätte ich am Ende noch ein bisschen weiter gelesen.
Der Buchtitel passt zum Inhalt des Buches und das Cover ebenfalls. Die Geschichte spielt in Hamburg und ich freute mich mit diesem Buch mal wieder in der Stadt zu sein und hatte auch alle Örtlichkeiten wunderbar vor Augen.

Fazit:
Das war mal wieder ein Buch, das mich überrascht und sehr viel Lesevergnügen beschert hat. Ich kann nur sagen, lasst Euch darauf ein.

Rezension - Der Sommer des Raben


Autorin: Monika Detering

Titel: Der Sommer des Raben

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Dezember 2017

Seiten: 200

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Die Autorin Monika Detering wollte Schiffsjunge, Malerin oder Schriftstellerin werden. Die letzeren Wünsche waren den Eltern zu unseriös (vom ersten ahnte niemand etwas). Auf dem Weg (für immer) nach Paris meckerte das Leben dazwischen. Sie arbeitete viele Jahre als Puppenkünstlerin mit zahlreichen Ausstellungen im In-und Ausland (z.B. Washington, Philadelphia und New York). Durch lange Aufenthalte an der Nordsee ist das Meer ihr Sehnsuchtsort geworden. Sie war als freie Journalistin tätig und entschied sich später ganz für das belletristische Schreiben. Sie lebt mit ihrem Mann in Bielefeld.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Siri, Agentin für Puppenexponate, fühlt sich für den Tod ihres Freundes Felix verantwortlich. Um sich von vermeintlicher Schuld zu befreien, will sie ihm posthum einen großen Wunsch erfüllen und die Rabenmarionette Havran finden. In Prag erzählt ihr der Puppenbauer Pavel, dass diese Figur aus der weltberühmten Marionettenwerkstatt Spejbl & Hurvínek stammen soll. Eine verhängnisvolle Affäre auf Hiddensee lässt Siri erneut nachforschen. Die Spuren des Raben führen bis in die 1930er Jahre und dramatische Umstände ziehen sie in die Ereignisse einer düsteren Vergangenheit hinein.


Meine Meinung:
Bis ich wusste, was es mit dem Buchtitel auf sich hatte, lernte ich zunächst Siri und die Eltern ihres verstorbenen Freundes Felix kennen. Denn sehr ausführlich wurde über die drei Personen und deren Verhalten geschrieben und ich musste schon geduldig sein, bis es zu den, in meinen Augen, wesentlichen Aspekten kam.
Siri möchte einen letzten Wunsch ihres verstorbenen Freundes erfüllen und macht sich an die Arbeit, eine Rabenmarionette zu finden. Schließlich gibt es einen besonderen Grund, weshalb sie nach der Marionette sucht. Den sollte ich später ebenso erfahren, wie noch vieles andere. Begeistert haben mich dabei ganz besonders die Beschreibungen von Prag.
Natürlich werde ich hier nicht verraten, was Siri alles erlebt und ob sie die Marionette gefunden hat. Auf jeden Fall war die Zeit mit ihr sehr interessant und auch etwas aufregend.


Fazit:
Für mich war es mal ein etwas anderes, viel sogar ungewöhnlicheres Buch, als ich es sonst immer lese. Aber trotzdem hat es mich fesseln können.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Klea und der Ruf der Freiheit



Autorin: Sibylle Baillon

Titel: Klea und der Ruf der Freiheit

Genre: Historisch

Version: eBook

erschienen: 8. Dezember 2017

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: neobooks



Sibylle Baillon wurde 1966 in Frankfurt am Main geboren und lebt heute mit ihren zwei Söhnen an der Côte d’Azur. 2006 machte sie sich in Frankreich selbstständig und bildet seither Imageberater und Life-Coachs aus. Seit sie mit sieben Jahren ihren ersten historischen Roman verschlungen hat, ist sie fasziniert von Geschichten vergangener Epochen – als Leserin wie auch als Autorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Olbia, Mittelmeer, 121 v.Chr « Eine Frau - ein Kampf!
Klea lebt in der griechischen Kolonie Olbia am Mittelmeer, in einer Welt, in der Frauen nicht viel zu sagen haben.
Von ihrer Tante gehasst - weil sie sich nicht den Sitten fügen will - und in einer hoffnungslosen Liebe gefangen, soll Klea gezwungen werden einen Mann zu heiraten, den sie verabscheut.
Als sie dann auch noch die Wahrheit über ihre wirkliche Herkunft entdeckt, gerät ihr bisheriges Leben völlig aus den Fugen.
Nur ein Ziel bleibt für das Mädchen noch erstrebenswert: ihre Freiheit! »


Meine Meinung:
Ich lese ja sehr gerne historische Bücher, wobei es äußerst selten vorkommt, dass die Geschichten an einem so frühen Zeitpunkt angesiedelt sind. 121 v. Ch. schon damals gab es sehr selbstbewusste Frauen und sie hatten es natürlich nicht leicht.
Klea, die Protagonistin dieses Buches lebt mit ihrer Familie in Olbia, in einer griechischen Kolonie und könnte eigentlich glücklich sein, wenn da nicht ihre Tante wäre, wenn ihr Vater sie nicht verheiraten wollte, wenn....., nein, ich werde hier nicht ihre ganzen Probleme aufzählen.
Fest steht auf jeden Fall, dass Klea es doppelt schwer hat. Sie muss sich durchsetzen gegen die Geflogenheiten der damaligen Zeit und gegen das Schicksal.
Mit diesem Buch startet die Autorin eine sicherlich sehr abenteuerliche Serie in der Klea einiges erleben wird.

Fazit:
Wer gerne Bücher mit und über selbstbewusste Frauen liest, wird sicher an diesem Gefallen finden. Es ist sehr interessant und fesselnd, außerdem gibt es nebenbei etwas geschichtliches zu erfahren.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, denn durch sie wurde ich auf dieses Buch aufmerksam.

Freitag, 12. Januar 2018

Ankündigung Blogtour - Nelkenliebe - Anja Saskia Beyer



Heute möchte ich Euch eine Blogtour ankündigen. 


Im Dezember ist das Buch Nelkenliebe von Anja Saskia Beyer erschienen. ich habe es mit Begeisterung gelesen und rezensiert: klick hier





Da mich das Buch so begeistert hat und ich schon lange vor hatte, einige meiner Lieblingsautoren zu interviewen, habe ich die Gelegenheit wahr genommen.


Aber nun Informationen zur Blogtour





Die Blogtour startet am 19.1.

mit der Buch- und Autorenvorstellung auf Flowers Büchertagebuch klick hier

dann bin ich dran mit dem Autoreninterview

weiter geht es mit Rezepten - Kochen wie in Portugal auf Katjas Bücher und Rezepte klick hier

den Abschluss bildet ein Beitrag über die Nelkenrevolution auf Beara liest klick hier

Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich, wenn wir Euch auf dieses tolle Buch neugierig gemacht haben.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Rezension - Eiswein - Kommissar Braunagels erster Fall



Autorin: Carmen Mayer

Titel: Eiswein - Kommissar Braunagels erster Fall

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Februar 2013

Seiten: 200

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition Oberkassel



Über die Autorin:
Carmen Mayer lebt als zuagroaste Württembergerin in Bayern. Nach Abschluss ihrer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie in der Geschäftsleitung verschiedener Industrie- und Handelsbetriebe, und war mehr als zwanzig Jahre lang als Einkäuferin für deutsche Firmen in Nordamerika und Asien unterwegs. Ihre literarische Laufbahn begann Carmen Mayer auf verschiedenen Literaturforen im Internet, von wo aus sie mit ihren Kurzgeschichten den Sprung in die Welt des gedruckten Wortes startete.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In der Nähe der unterfränkischen Kleinstadt Breitenkirchen wird die übel zugerichtete Leiche einer Frau gefunden. Die Leiterin der Würzburger Mordkommission ist überzeugt davon, dass sie von ihrem Geliebten umgebracht wurde, dessen Weingut ganz in der Nähe liegt: "Er wollte ihr im wahrsten Sinne des Wortes etwas aus dem Kopf schlagen."? Die beiden Kommissare Walter Braunagel und Norbert Schwarz sind anderer Meinung. Sie setzen alles daran, den wahren Mörder zu finden.


Meine Meinung:
Das Buch fing schon sehr interessant an. Nicht mit einem Prolog, sondern mit einer Unterhaltung, die ich allerdings  nicht sofort zuordnen konnte. Denn im zweiten Kapitel war ich dabei, wie Kommissar Braunagel und seine Chefin zu einem Leichenfundort im Wald gerufen wurden. Und danach bekam ich Klarheit, denn die Autorin hat eine für mich sehr interessante Schreibweise.
Es ist doch oft von Vorteil, wenn man als Leser etwas mehr weiß, als die Ermittler. Aber geholfen hat es mir anfangs nicht sehr viel. Carmen Mayer hat es wirklich sehr gut verstanden, mir sehr viel Wissen zu geben, hat aber gleichzeitig auch für reichlich Verdächtige gesorgt. Was das betraf, war ich dann auf dem Stand der beiden Kommissare. Denn inzwischen durften Kommissar Braunagel und sein Kollege Schwarz sich um die Aufklärung kümmern, wobei die Chefin .... ach nein, ich will ja nicht alles verraten.

Auf jeden Fall fand ich es sehr spannend, wie sich alles entwickelte und die beiden Kommissare bei der Arbeit zu beobachten, machte mir ebenfalls viel Spaß, zumal die Zusammenarbeit, wenn man sie denn mal so nennen will, mit der Chefin sorgte durchaus für erhöhten Blutdruck 😉
Gerne hätte ich Braunagel und Schwarz noch ein bisschen mehr kennen gelernt, ich gehe aber mal davon aus, dass ich in den nächsten Folgen die Gelegenheit dazu bekommen könnte.


Fazit:
Mir hat die erste Folge mit Braunagel sehr gut gefallen und ich kann mir vorstellen, dass ich auch noch weitere lesen werde. Zunächst empfehle ich aber das Lesen dieses Buches.

Montag, 8. Januar 2018

Rezension - Scherenmord


Autorin: Ele Wolff

Titel: Scherenmord

Genre: Krimi, Kurzroman

Version: eBook

erschienen: 7. Januar 2018

Seiten: 90

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant




Die Autorin Ele Wolff lebt in Ostfriesland. Auch wenn sie keine waschechte Ostfriesin ist (in Frankfurt/Main geboren), betrachtet sie sich doch als Gesinnungsostfriesin und gibt sich ganz ihren kriminellen Energien hin. Ele Wolff: „In Ostfriesland, hinter den Deichen, im Watt und auf den Inseln, geschehen manche unheimlichen Dinge, von denen niemand etwas weiß. Deshalb liebe und schreibe ich Krimis und andere Geschichten. Ich kann meine Gedanken ausleben, die man im wahren Leben nicht so leicht findet oder die unangebracht sind. Ich kann unliebsame Ehemänner oder Chefs entsorgen, reich durch Erbschaft werden oder einfach in einen anderen Erdteil flüchten“.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein grausamer Mord versetzt das friesische Nordseedorf Neßmersiel in Aufruhr. Der Elektriker Bernhard Nannen wird tot aufgefunden – brutal erstochen, mit einer Schere im Hals! Bereits wenige Wochen zuvor starb eine ältere Frau – vermeintlich eines natürlichen Todes. Die Einheimische Neele van Heeren spürt der Sache nach. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen? Steckt Joke, der halbseidene Neffe der Verstorbenen, dahinter? Er hat große Geldprobleme, erbt nun das Haus seiner Tante, und auch für den Mord an dem Elektriker gibt es ein Motiv …
Viele Fragen sind offen, in Neeles eigenem Freundeskreis ergeben sich Verdachtsmomente, und sie ruht nicht, bevor der Fall endgültig geklärt ist …


Meine Meinung:
Man sollte doch meinen, in dem kleinen Nähkästchen von Neele gibt es nur ganz allgemeinen Klönschnack. Aber dem ist nicht so, denn es passieren merkwürdige Dinge in Neeles Umgebung. Im Nachbarhaus sucht der Neffe ihrer verstorbenen Freundin nach etwas Bestimmten. Und gegenüber bei ihrer Freundin Ruth wird deren Mann tot aufgefunden. Verdächtig kommen Neele und mir einiges vor.  Aber was ist wirklich geschehen?

Ele Wolff hat einen sehr spannenden Kurzkrimi geschrieben, der mich gefesselt hat. Sie hat soviel geschehen lassen und hat  mir einige Verdachtsmomente beschert. Am Ende bin nicht nur ich überrascht.


Fazit:
Spannende Bücher müssen nicht immer dick sein. Die Kunst liegt auch darin,  auch in der Kürze den Spannungsbogen hoch zu halten. Das ist der Autorin mit diesem Krimi gelungen.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.