Dienstag, 13. Februar 2018

Rezension - Die Tote im weißen Kleid



Autorin: Micaela Jary

Titel: Die Tote im weissen Kleid

Genre: Roman, historisch

Version: eBook

erschienen: 6. Februar 2018

Seiten: 351

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks der eBook-Verlag




Die Autorin Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Berlin, in den Goldenen Zwanzigern: Von dem Auftrag, eine Titelgeschichte über die skandalumwitterte Millionenerbin Susanne Delius zu schreiben, ist Journalist Wolfgang Loerke gar nicht begeistert schließlich ist die Klatschspalte nicht sein Ressort. Doch als deren Dienstmädchen tot aufgefunden wird, wittert Loerke eine große Story: Das Mädchen trug ein Abendkleid aus Susannes Garderobe und sah ihr damit zum Verwechseln ähnlich. Galt der Anschlag in Wahrheit der schönen Erbin, zu der er sich immer stärker hingezogen fühlt? Loerke beginnt nachzuforschen und gerät unversehens in einen Strudel aus Lügen, Luxus und Verbrechen in höchsten Kreisen


Meine Meinung:
Berlin in den Goldenen Zwanzigern, naja, nicht für jeden war die Zeit golden. Dieser spannende Krimi hat mich allerdings in die Vergangenheit entführt, was ich ungemein interessant fand. Konnte ich  dadurch doch sehr vieles zu erfahren. Tanztee und Gigolos, was es nicht alles gab! Aber ich will nicht zu viel verraten.

Micaela Jary hat es bestens verstanden und mich an das spannende Buch gefesselt. Auf diesen Täter wär ich niemals gekommen und vor allem nicht auf die Zusammenhänge. Sehr gut hat sie Tatsachen und Fiktion miteinander verbunden und  im Anhang erklärt, wer von den Personen tatsächlich gelebt hat.

Susanne, die Protagonistin war mir durchaus sympathisch, aber manchmal kam sie mir etwas naiv vor. Sie spiegelte ein Frauenbild der damaligen Zeit wieder. Leicht hatten es die jungen reichen Frauen nicht,  sie hatten zwar etwas mehr Freiheiten, aber die Männer und auch die Gesetze hatten andere Einstellungen. Auf der anderen Seite konnte Susanne sich mit Hilfe ihres Geldes eine gewisse Bildung aneignen, was für die Entwicklung dieses Krimis eine Rolle spielen sollte.


Fazit:
Eine Reise in die Vergangenheit und ein spannender Krimi, für mich war das super. Ein weiteres Mal hat die Autorin dafür gesorgt, dass ich wunderbar unterhalten wurde und sehr gerne empfehle ich das Buch weiter.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für da Rezensionsexemplar bedanken.